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Jede Tasche soll schnell wiedererkennbar sein – Handtasche, Tote, Sporttasche, Carry-on – und ein kleines personalisiertes Tag löst das Problem, ohne laut zu wirken. Dieses Projekt ist auf der Brother PE500 ein schneller Erfolg, weil du nur die integrierten Schriften und Rahmen nutzt – plus einen überraschend einfachen In-the-hoop-Schritt: Du schiebst ein zweites Stoffstück unter den eingespannten Bereich, damit die Rückseite „fertig“ aussieht statt nach „Stick-Chaos“.
Wenn du neu in der Maschinenstickerei bist: Keine Sorge. Du brauchst weder Digitalisierung noch zusätzliche Dateien. Du stickst ein Initial, stickst eine „0“ als Band-Öse und setzt danach einen Satinstich-Rahmen, der alles optisch und funktional zusammenhält. Für mich ist das ein „hoher Nutzen bei geringem Risiko“-Projekt – ideal, um saubere Grundabläufe zu automatisieren.

Ruhe beim Start: Die Meldung zum Stickarm-Schlitten der Brother PE500 ist normal
Beim Einschalten der Brother PE500 hörst du ein deutliches mechanisches Geräusch und auf dem Display erscheint der Hinweis, dass sich der Stickarm-Schlitten (Embroidery Unit Carriage) bewegen wird. Für Einsteiger klingt das schnell nach „da geht was kaputt“. Ist es nicht. Die Maschine „wacht auf“ und referenziert/kalibriert ihre X- und Y-Achsen.
So gehst du vor (wie im Video):
- Maschine am Schalter einschalten (rechte Seite).
- Sobald die Warnmeldung auf dem LCD erscheint: Arbeitsbereich freimachen.
- Erst dann OK drücken.
Erwartetes Ergebnis:
- Du hörst ein klares mechanisches Surr-Klick.
- Der Stickarm (der den Stickrahmen bewegt) fährt in die Grund-/Home-Position.
- Das Hauptmenü am LCD ist bereit.
Warnung: Quetschgefahr. Finger, Schere und lose Fadenenden aus dem Nadelbereich und vom beweglichen Stickarm fernhalten. Der Schlitten bewegt sich mit überraschend viel Kraft. Lege beim Lesen am Display keine Hand auf den Stickarm – wenn er anläuft, kann er Haut gegen das Maschinengehäuse einklemmen.

Brother PE500 korrekt einfädeln: „1–6“-Pfad – und vor dem Nadeleinfädler unbedingt in die Vorspannung
Beim Einfädeln entstehen bei Anfängern später die meisten Probleme (Fadennester, Fadenrisse). Der entscheidende Punkt im Video ist nicht nur „den Zahlen folgen“, sondern den Oberfaden bei 5–6 sauber in die Vorspannung (pre-tensioning device) einzulegen.
Wichtiger Startpunkt: Der Nähfußhebel muss OBEN sein. Ist der Fuß unten, sind die Spannungsscheiben geschlossen – der Faden liegt dann nicht korrekt in der Spannung.
So machst du es:
- Garnrolle aufsetzen und mit einer passenden Garnrollen-Kappe sichern (Durchmesser zur Rolle passend).
- Dem nummerierten Einfädelweg 1–6 folgen. Beim Durchlauf über den Fadenhebel/Take-up-Lever darauf achten, dass der Faden wirklich in der Führung sitzt (optisch prüfen).
- Bei 5–6 (am Nadelstangenbereich) den Faden spürbar in die Vorspannung ziehen.
- Den automatischen Nadeleinfädler betätigen.
Erwartetes Ergebnis:
- Eine kleine Fadenschlaufe kommt durch das Nadelöhr, die du anschließend herausziehen kannst.
Wenn du dir als Stickmaschine für Anfänger noch Sicherheit aufbaust, nimm dir hier bewusst Zeit. Beim Ziehen am Faden solltest du einen leichten, gleichmäßigen Widerstand spüren. Fühlt es sich komplett „frei“ an: Nähfuß hoch, komplett neu einfädeln. Ein sauberer Fadenweg ist die günstigste Fehlervermeidung überhaupt.

Stoff „trommelfest“ in den Stickrahmen 4x4 für brother einspannen – ohne den Fadenlauf zu verziehen
Im Video wird ein gewebter, gestreifter Stoff und der Standard-4x4-Rahmen verwendet. Der Hinweis ist klassisch und richtig: so fest einspannen, dass es beim Antippen wie eine Trommel klingt. Aber: „fest“ heißt nicht „überdehnt“.
Einspann-Methode wie gezeigt:
- Die Schraube am Außenrahmen deutlich lösen.
- Innenrahmen unter den Stoff legen und den Außenrahmen gleichmäßig aufdrücken.
- Die Schraube anziehen.
- Sensorik-Check: Mit dem Fingernagel antippen – es sollte ein gleichmäßiges dumpf-dumpf wie bei einer Trommel entstehen.
Erwartetes Ergebnis:
- Die Oberfläche ist glatt und straff.
- Streifen/Fadenlauf bleiben gerade – nicht bauchig oder wellig.
Der Profi-Nuance: „trommelfest“ bedeutet gleichmäßige Spannung, nicht maximale Kraft. Gewebe gibt schräg zum Fadenlauf (Bias) leichter nach. Wenn du die Schraube überdrehst oder an den Ecken ziehst, krümmen sich Streifen.
Wenn du später brother pe500 Stickrahmen vergleichst, ist genau das der Moment, in dem du merkst, ob ein Rahmen die Spannung gleichmäßig hält oder während eines längeren Stichlaufs nachlässt. Klassische Kunststoffrahmen arbeiten über Reibung – rutscht der Stoff, leidet die Passung.

Stickrahmen in den U-förmigen Träger einrasten – dann Stickvlies „floating“ darunter schieben
Das ist der erste echte Qualitätshebel: Der Stickrahmen muss korrekt sitzen, und das Stickvlies wird im Video „floating“ untergelegt.
Stickrahmen montieren (wie gezeigt):
- Nähfuß anheben.
- Stickrahmen unter den Fuß/auf den Stickarm schieben.
- Die Rahmen-Pins in die Aufnahmen am U-förmigen Träger ausrichten.
- Einrasten lassen. Auf das Klick-Geräusch achten. Danach leicht am Rahmen wackeln: Bewegt er sich unabhängig, ist er nicht verriegelt.
Stickvlies unterlegen (Floating-Methode wie gezeigt):
- Ein Blatt Ausreißvlies (Tear-away) unter den eingespannten Stoff schieben (zwischen Rahmen und Stichplatte).
Warum „floating“? Spart Vlies (Reste nutzbar) und beschleunigt das Einspannen.
Erwartetes Ergebnis:
- Der Rahmen sitzt starr im Stickarm.
- Das Vlies ist unter der Stickfläche sichtbar und stützt – ohne in den Rahmenringen eingeklemmt zu sein.
Das ist klassische Floating-Stickrahmen-Arbeitsweise: Stoff ist eingespannt, das Vlies liegt „floating“ darunter. Schnell und zuverlässig bei stabilen Geweben und nicht übermäßig dichten Motiven.
Checkliste vor dem Start
- Start: Stickarm-Referenzfahrt ist abgeschlossen.
- Faden: Oberfaden korrekt 1–6, sauber in 5–6/Vorspannung; Unterfaden ausreichend.
- Rahmen: Stoff besteht den „Trommeltest“; Rahmen ist hörbar eingerastet.
- Vlies: Ausreißvlies liegt vollständig unter der geplanten Stickfläche.
- Zubehör: Band und scharfe Schere liegen griffbereit.

Integrierte Schriften nutzen: Großes Initial sauber sticken
Die PE500 macht dieses Projekt so einsteigerfreundlich, weil du direkt im Menü ein Initial auswählst und stickst.
So läuft es im Video:
- Am LCD die Fonts/Schriften auswählen (meist ein „A“-Symbol).
- Einen Blockschrift-Stil wählen.
- Den Buchstaben B (oder dein Initial) auswählen.
- L (Large) als Größe wählen.
- Nähfuß senken (Start/Stop wird grün).
- Start drücken.
Erwartetes Ergebnis:
- Das Initial wird gestickt (im Video gelb).
- Du siehst Verriegelungsstiche am Anfang/Ende, damit sich nichts aufzieht.

Eine „0“ als Band-Öse: Platzierung über Layout/Koordinaten (funktioniert wirklich)
Das ist der Signature-Trick: Statt Ösenwerkzeug nutzt du die Zahl 0 aus der Schrift – als satinstichverstärkte Öffnung fürs Band.
Auswahl (wie gezeigt):
- Nach dem Initial zurück ins Lettering-Menü.
- M (Medium) wählen (im Video Medium).
- Über die Pfeil-/Scroll-Funktion zur Zahlen-Seite wechseln.
- 0 auswählen.
Platzierung (wie gezeigt):
- Adjust / Layout öffnen.
- Mit den Pfeilen die „0“ weit nach links schieben (der Presenter nennt es „Western“).
- Am Display siehst du die Koordinaten wandern (z. B. in den Bereich -3.5).
Erwartetes Ergebnis:
- Die „0“ sitzt dort, wo später die Bandöffnung sein soll – deutlich weg vom Initial.
Das ist praxisnahes Einspannen für Stickmaschine-Denken am Bildschirm: Du „hoffst“ nicht, wo es landet – du platzierst es bewusst über das Koordinatensystem.

Hidden-Back in-the-hoop: Rückseitenstoff unter den Rahmen schieben, bevor die Öse gestickt wird
Dieser Schritt macht den Tag „fertig“. Während der Rahmen noch an der Maschine sitzt, schiebst du ein zweites Stoffstück darunter, damit die Rückseite der Stickerei abgedeckt ist. Das ist ein typischer ITH-Arbeitsschritt.
Was im Video passiert:
- Mit montiertem Rahmen ein zweites Stoffstück komplett unter den Rahmenbereich schieben, sodass es die Rückseite des bereits gestickten Buchstabens abdeckt und flach liegt.
Warum das zählt:
- Du baust ein „verdecktes Sandwich“: Die Unterfäden/Stickrückseite des Initials verschwinden zwischen den Lagen.
Erwartetes Ergebnis:
- Die nächsten Stiche nähen durch Oberstoff + Vlies + Unterstoff und verbinden alles.

Checkliste direkt vor der Öse
- Layout: Die „0“ ist aktiv und weit links positioniert (Koordinaten wie -3.5 im Blick).
- Backing: Unterstoff liegt komplett unter der Stickfläche und ist glatt.
- Sicherheit: Nähfuß unten; Hände weg aus dem Nadelbereich.
- Status: Start/Stop leuchtet grün.
Warnung: Magnet-Hinweis. Wenn du später auf Magnetrahmen umsteigst, gehe mit starken Magneten verantwortungsvoll um: Abstand zu Herzschrittmachern/Implantaten, Finger nicht zwischen schnappende Magnete bringen.
Satinstich-„0“ sticken – danach das Element löschen, damit du nichts versehentlich stapelst
Nachdem der Unterstoff liegt, wird die „0“ als satinstichverstärkte Öffnung gestickt.
Sticken (wie gezeigt):
- Nähfuß senken.
- Grünen Start/Stop drücken.
- Die Maschine stickt den Kreis und durchsticht alle Lagen.
- Am Ende erfolgt eine Verriegelung.
Zwischen den Schritten löschen (wie gezeigt):
- Wichtiger Schritt: Danach das „0“-Element über Home/Delete vom Bildschirm entfernen.
- Warum? Sonst riskierst du, den Rahmen „on top“ zu kombinieren oder beim Verschieben aus Versehen die „0“ mitzunehmen.
Erwartetes Ergebnis:
- Du hast eine sauber gestickte Öse als Banddurchlass.
- Der Bildschirm ist frei für den Rahmen.
Gerade Einsteiger lassen vorherige Elemente aktiv und sticken dann doppelt oder in falscher Reihenfolge. „Nach jedem Abschnitt löschen“ ist eine einfache Routine, die teure Fehlstiche verhindert.

Rechteck-Rahmen wählen, Satinstich Nr. 2 – und auf 5,7 × 7,9 cm vergrößern
Jetzt kommt der Abschluss: Der Rahmen sorgt für den „Store-bought“-Look und fixiert die Kanten des Unterstoffs.
Rahmen auswählen (wie gezeigt):
- Ins Frames/Rahmen-Menü wechseln.
- Rectangle/Rechteck auswählen.
- Stichart: Satinstich (Nr. 2) wählen (dichter, kräftiger Rand). Ein einfacher Laufstich hält die Kante deutlich schlechter.
Größe anpassen (wie gezeigt):
- Layout / Size öffnen.
- Mit Vergrößern so weit gehen, bis die Maße passen.
- Im Video liegen die Maße bei ca. 5.7 cm breit × 7.9 cm hoch.
Erwartetes Ergebnis:
- Ein kräftiger Satinstich-Rahmen um Initial und Öse.
- Am Display prüfen: Liegt die „0“ innerhalb des Rahmens? Berührt der Rahmen die Begrenzung des Stickfelds?
Wenn du später Zubehör für den Stickrahmen 4x4 für brother anschaust: 4x4 ist die physische Obergrenze. Die nutzbare Stickfläche ist in der Praxis etwas kleiner – die Maschine verweigert den Start, wenn du an die Grenze kommst.

Trace + Grid/Ausrichtungspunkte: Nicht raten, sondern vor dem Sticken kontrollieren
Das ist der Profi-Schritt, der Stoff spart und Kollisionen verhindert. Im Video werden zwei Hilfen gezeigt:
- Trace (Symbol mit gestrichelter Linie/Quadrat):
- Aktivieren – der Rahmen fährt die Außenkontur ab, ohne zu sticken.
- Praxis-Check: Beobachte die Nadelposition: Kommt sie gefährlich nah an den Kunststoffrahmen? Deckt der Rahmen den Unterstoff vollständig ab?
- Grid-/Ausrichtungspunkte:
- Umschalten zwischen Anzeige der Nadelposition bezogen auf Mitte vs. unten links.
- Nutzen: Wenn du z. B. an Streifen ausrichten willst, bekommst du eine klarere Referenz.
Troubleshooting aus dem Video:
- Symptom: Du bist unsicher, ob der Rahmen zu nah am Rand liegt.
- Ursache: Die Bildschirmdarstellung ist nur eine Annäherung.
Erwartetes Ergebnis:
- Du bestätigst die Platzierung, bevor du Stiche „commitest“.
Hier merkst du auch, warum sich Stickrahmen für brother Maschinen in der Praxis unterschiedlich anfühlen: Ein Standardrahmen hält über Schraubdruck/Reibung, während besser klemmende Systeme den Stoff flacher halten – und damit die Trace-Vorschau näher an der Realität liegt.

Satinstich-Rahmen sticken (7–8 Minuten): Worauf du während des Laufs achten solltest
Wenn die Platzierung bestätigt ist, ist der letzte Lauf simpel – aber dicht.
Ablauf (wie gezeigt):
- Nähfuß senken.
- Start/Stop drücken.
- Die Maschine stickt den satinierten Rechteck-Rand.
Im Video wird eine Laufzeit von 7–8 Minuten genannt.
Erwartetes Ergebnis:
- Ein sauberer, erhabener Satinstich-Rahmen.
Warum Satinstich zum Verziehen neigt: Ein dichter Rand zieht Material zusammen.
- Wenn der Stoff nicht gleichmäßig eingespannt war: Der Rahmen wirkt „eingeschnürt“.
- Wenn die Spannung passt: Der Rahmen bleibt rechtwinklig.
- Rolle des Vlieses: Das Ausreißvlies stabilisiert gegen diesen Zug.
Wenn du das Projekt häufiger machst (Geschenke, Team-Taschen, Märkte), ist ein sinnvoller Workflow-Schritt eine feste Einspannstation für Maschinenstickerei – damit Einspannspannung und Platzierung von Tag zu Tag reproduzierbar werden.
Checkliste während des Stickens
- Erste Stiche beobachten: Greift der Rahmenlauf den Unterstoff wirklich mit?
- Unterstoff flach halten: Nichts darf sich unter dem Stickarm aufstellen.
- Geräusch: Wenn es „hart“ klingt, kann die Nadel stumpf sein oder die Lagen sind zu dick.
- Ende abwarten: Verriegelung und Fadenschnitt (falls aktiv) vollständig durchlaufen lassen.

Fertiges Tag: saubere Kante, Band durch die Öse, Rückseite wirkt bewusst „geschlossen“
Am Ende nimmst du den Rahmen ab. Das Ausreißvlies außen abreißen. Mit einer kleinen, scharfen Schere den Unterstoff knapp an der Satinkante zurückschneiden.
So sollte es aussehen:
- Das Initial sitzt mittig.
- Die „0“ ist eine saubere Öffnung (ggf. den Stoff innen vorsichtig öffnen).
- Die Rückseite ist durch den Unterstoff abgedeckt – keine sichtbare „Stickrückseite“ vom Initial.

Entscheidungsbaum: Stickvlies + Backing passend zum Material (damit sich nichts verzieht)
Im Video: gewebter Stoff + „floating“ Ausreißvlies. Das ist ein guter Standard – aber nicht jedes Material reagiert gleich.
Nutze diesen Entscheidungsbaum als sicheren Start:
- Gewebe (Baumwolle, Denim, Canvas)?
- Stickvlies: Ausreißvlies (mittlere Stärke).
- Methode: Vlies floating darunter oder mit einspannen.
- Backing: Gewebte Baumwolle passt meist am besten.
- Dehnbar (T-Shirt/Jersey)?
- Stickvlies: Schneidvlies (Cut-Away).
- Methode: Vlies einspannen, Stoff eher auflegen/führen, um Dehnung beim Einspannen zu vermeiden.
- Backing: Passender Jersey oder ein stabiles Gewebe als „Bremse“ gegen Dehnung.
- Strukturiert (Frottee, Fleece)?
- Stickvlies: Ausreißvlies + wasserlöslicher Topper oben.
- Warum? Der Topper verhindert, dass Satinstiche im Flor versinken.
Upgrade-Pfad für Serienfertigung (Tempo, Konstanz, weniger Handbelastung)
Dieses Tutorial ist ideal, um Grundlagen sauber zu lernen: Einfädeln, Einspannen, Vlies floating, Platzierung im Layout und Trace. Wenn du aber in Serie produzierst, wird oft nicht die Stickzeit zum Engpass, sondern Einspannzeit und Ermüdung.
Praktische Upgrade-Leiter nach „Schmerzpunkt → Lösung“:
Level 1: Rahmenspuren & Schraub-Frust
- Schmerzpunkt: Du drehst die Rahmenschraube so fest, dass es in den Fingern weh tut. Du bekommst Rahmenspuren. Dicke Materialien sind mühsam.
- Ziel: Einspannen in ~30 Sekunden statt in Minuten.
- Lösung: Umstieg auf einen Magnetrahmen. Für die PE500 kann ein kompatibler Magnetrahmen für brother Stoff schnell und gleichmäßig klemmen – ohne Überdrehen der Schraube.
Level 2: Menge & Wiederholung
- Schmerzpunkt: Du machst 20 Tags, Handgelenke werden müde, Platzierung wird schief.
- Ziel: Jedes Tag soll identisch aussehen.
- Lösung: Magnetrahmen + Einspannstation kombinieren, damit die Position reproduzierbar ist.
Level 3: Business-Skalierung
- Schmerzpunkt: Du wartest pro Tag 7–8 Minuten und musst ständig Farben wechseln.
- Ziel: Maschine läuft, während du das nächste Teil vorbereitest.
- Lösung: Mehrnadelstickmaschine, wenn Fadenwechsel und Einzelläufe deinen Output begrenzen.
Wenn du aktuell Einspannen für Stickmaschine-Techniken wie das Floating von Vlies nutzt, trainierst du bereits genau die sauberen Gewohnheiten, die später auch auf professionellerem Equipment funktionieren.
FAQ
- Q: Warum zeigt die Brother PE500 beim Start die Warnung, dass sich der Stickarm-Schlitten bewegen wird, und die Maschine klingt dabei „knarrend“?
A: Das ist normal – die Brother PE500 „wacht auf“ und kalibriert den X/Y-Schlitten.- Räum den Bereich um den Stickarm frei, bevor du am LCD auf OK drückst.
- Finger, Schere und Fadenenden aus dem Nadelbereich und vom beweglichen Stickarm fernhalten (Quetschgefahr).
- OK erst drücken, wenn nichts hängen bleiben kann, während der Schlitten in die Home-Position fährt.
- Erfolgscheck: Du hörst ein klares Surr-Klick und siehst, wie der Schlitten in die Grundposition fährt; danach erscheint das Hauptmenü.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Maschine ausschalten, ggf. ohne eingesetzten Rahmen neu starten und den Display-Hinweisen folgen; bei ungewöhnlichem Lauf/Blockade ins Brother-PE500-Handbuch schauen.
- Q: Wie fädle ich die Brother PE500 korrekt ein, um Fadennester und Fadenrisse an der Nadel zu vermeiden?
A: Neu einfädeln mit angehobenem Nähfuß und den Faden bei 5–6 (Vorspannung) sauber einlegen.- Nähfußhebel vor dem Einfädeln vollständig anheben, damit die Spannungsscheiben offen sind.
- Dem nummerierten Pfad 1–6 folgen und darauf achten, dass der Faden korrekt in der Führung/Fadenhebel sitzt.
- Den Faden bei der Vorspannung nahe der Nadelstange spürbar einlegen, bevor du den automatischen Nadeleinfädler nutzt.
- Erfolgscheck: Du spürst einen leichten, gleichmäßigen Widerstand beim Ziehen am Faden; der Nadeleinfädler bildet eine saubere Schlaufe durchs Nadelöhr.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Vom Garnrollenstart komplett neu einfädeln und prüfen, ob die Garnrollen-Kappe zur Rollengröße passt, damit der Faden gleichmäßig abläuft.
- Q: Wie bekomme ich den Stoff im 4x4-Rahmen der Brother PE500 „trommelfest“, ohne Streifen/Fadenlauf zu verziehen?
A: Auf gleichmäßige Spannung gehen, nicht auf maximale Kraft – straff, aber nicht verzogen.- Die Schraube am Außenrahmen vor dem Einspannen deutlich lösen.
- Außenring gleichmäßig aufdrücken und die Schraube schrittweise anziehen.
- Antippen und nachjustieren, bis die Spannung über die Fläche gleichmäßig ist.
- Erfolgscheck: Gleichmäßiges „Trommel“-Geräusch und gerade Streifen/Fadenlauf (nicht bauchig oder wellig).
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Neu einspannen und nicht an den Ecken ziehen; zu starkes Anziehen kann Gewebe schräg zum Fadenlauf verziehen.
- Q: Wie setze ich den Stickrahmen korrekt in den U-förmigen Träger ein, und wie lege ich Ausreißvlies floating darunter?
A: Rahmen hörbar einrasten lassen und danach Ausreißvlies unter den eingespannten Stoff schieben (nicht in den Ringen einklemmen).- Nähfuß anheben, Rahmen auf den Stickarm schieben und Pins in die Aufnahmen am U-förmigen Träger ausrichten.
- Einrasten lassen und mit einem leichten Wackeltest prüfen, ob er wirklich verriegelt ist.
- Ausreißvlies zwischen Rahmen und Stichplatte so unterlegen, dass es die gesamte Stickfläche abdeckt.
- Erfolgscheck: Rahmen sitzt starr, Vlies ist unter der Stickfläche sichtbar, Stoff bleibt trommelfest.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Rahmen abnehmen und erneut einrasten – sitzt er nicht vollständig, kann sich die Passung verschieben.
- Q: Wie mache ich den „Hidden-Back“-ITH-Schritt auf der Brother PE500 so, dass der Unterstoff beim Sticken der „0“-Öse nicht knickt oder verrutscht?
A: Unterstoff vollständig unter den Rahmenbereich schieben und so platzieren, dass er flach bleibt, bevor du startest.- Rahmen montiert lassen und eine zweite Stofflage unter den Rahmen schieben, sodass die Rückseite des Initials abgedeckt ist.
- Vor dem Sticken prüfen, dass der Unterstoff glatt liegt und komplett unter der Stickfläche ist.
- Erst dann die „0“-Öse sticken.
- Erfolgscheck: Die nächsten Stiche gehen durch Oberstoff + Vlies + Unterstoff, ohne dass Falten mitgefasst werden.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Stoppen, Unterstoff neu glattziehen/neu positionieren und die Platzierung erneut kontrollieren, bevor du weiterstickst.
- Q: Wie verhindere ich, dass ich nach dem Sticken der „0“-Öse am PE500-Display Designs versehentlich übereinander lege?
A: Die „0“ nach dem Sticken vom Bildschirm löschen, bevor du den Rechteck-Rahmen auswählst und skalierst.- Nach Abschluss der „0“ über Home/Delete aus dem Layout entfernen.
- Danach Frames öffnen, Rechteck wählen und Satinstich Nr. 2 für den Rand einstellen.
- Mit Trace prüfen, dass der Rand nicht an die physische Rahmenkante kommt, bevor du Start drückst.
- Erfolgscheck: Am Display ist nur das aktuelle Element (der Rahmen) aktiv, und Trace fährt sicher ohne Nähe zum Kunststoffrahmen.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Abbrechen und im Layout prüfen, dass wirklich nur ein Element aktiv ist.
- Q: Wann sollten Brother-PE500-Nutzer vom Standard-Schraubrahmen auf einen Magnetrahmen oder auf eine Mehrnadelstickmaschine umsteigen, wenn sie Bag-Tags in Serie machen?
A: Upgrade nach Engpass: erst Einspannaufwand reduzieren (Magnetrahmen), dann Produktion skalieren (Mehrnadelstickmaschine), wenn Stickzeit und Fadenwechsel limitieren.- Schmerzpunkt prüfen: Wenn Einspannen Minuten dauert, weh tut oder Rahmenspuren verursacht, ist die Klemmtechnik der schnellste Hebel.
- Level 1: Magnetrahmen für schnelleres, gleichmäßigeres Klemmen ohne Überdrehen der Schraube.
- Level 2: Einspannstation ergänzen, um die Platzierung wiederholbar zu machen.
- Level 3: Mehrnadelstickmaschine, wenn Fadenwechsel und Einzellaufzeiten dich bei Aufträgen ausbremsen.
- Erfolgscheck: Du spannst konstant in ~30 Sekunden ein, die Passung ist von Tag zu Tag gleich, und die Maschine läuft, während du das nächste Teil vorbereitest.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Erst die Basics stabilisieren (Fadenweg, gleichmäßiges Einspannen, passende Vlieswahl) – Upgrades wirken am besten auf einem sauberen Setup.
