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Ein schlichtes Motiv mit dem Namen eines Kindes zu personalisieren sollte der einfache Sieg sein. Für viele ist das der Moment, in dem aus „nur mal ausprobieren“ plötzlich ein echtes Produkt wird. Für Einsteiger ist es aber oft auch der Moment, in dem die Realität zuschlägt: Der Text landet irgendwo, wo du ihn nicht erwartest, die Datei wirft einen „Frame Error“, oder die schönen Satinstiche versinken im Material und wirken wie „weg“.
Dieser Beitrag baut Kims Hatch-Embroidery-Segment aus der „Apple a Day“-Serie in einen sauberen, wiederholbaren Workflow um. Wir nehmen ihren klaren Software-Walkthrough als Basis und ergänzen ihn um produktionsnahe Checks, damit aus „Buttons klicken“ ein Ergebnis wird, das du wirklich auf ein Kleidungsstück oder einen Rucksack sticken möchtest.

Erstmal durchatmen: Lettering in Hatch ist simpel – sobald deine Stickrahmen-Grenze wirklich stimmt
Wenn du neu in Hatch oder in der Maschinenstickerei bist, ist der schnellste Weg in die Frustration: Namen tippen, bevor deine „digitale Arbeitsfläche“ zur realen Maschine passt. Kim startet im Video bewusst mit der Stickrahmen-Auswahl – weil die rote Rahmenbegrenzung dein „harter Anschlag“ ist.
Diese Begrenzung ist nicht nur Deko. Sie schützt dich vor dem unangenehmsten Moment an der Maschine: wenn die Nadel-/Nadelstange in den Rahmen läuft.
Warum das in der Praxis zählt: Mit dem korrekt definierten Stickrahmen legst du eine Sicherheitszone fest. Wenn das Motiv über die rote Linie hinausgeht, riskierst du nicht nur einen Software-Fehler, sondern auch abgeschnittene Stiche am Rand oder hektisches „Not-Skalieren“ an der Maschinenkonsole – beides kostet Zeit und Qualität.

Der „unsichtbare“ Profi-Teil: Material + Vlies + Einspann-Plan, bevor du überhaupt tippst
Das Video ist softwarelastig – aber viele Probleme entstehen vor dem Start. Software-Einstellungen helfen wenig, wenn Material, Garn und Stickvlies gegeneinander arbeiten.
Die wichtigste Haltung dazu: Schrift ist gnadenlos. Ein Apfelmotiv verzeiht leichte Bewegung; ein Name nicht. Unser Auge erkennt Unregelmäßigkeiten bei Text sofort.
Die „unsichtbaren“ Verbrauchsmaterialien
Gerade Einsteiger unterschätzen die Hilfsmittel, die Einspannen überhaupt erst stabil machen. Bevor du loslegst, halte bereit:
- Temporärer Sprühkleber (z. B. KK100 oder 505): verbindet Stoff und Vlies, reduziert Verrutschen.
- Wasserlösliche Folie/Topper (Solvy): wichtig bei Maschenware oder strukturierter Oberfläche, damit Stiche obenauf liegen.
- 75/11 Ballpoint-Nadeln: bei Strickware (T-Shirts) schont eine Kugelspitze die Fasern; eine scharfe Nadel kann Fäden schneiden.
Entscheidungslogik: „Sicherer Bereich“ bei Stickvlies
Nicht raten – nach Material entscheiden.
- Ist der Stoff dehnbar? (T-Shirt, Polo, Sweatshirt)
- JA: du brauchst Cutaway-Vlies (2.5 oz oder 3.0 oz).
- Warum: Maschenware dehnt sich. Tear-away reißt weg – dann arbeitet der Stoff unter Stichzug und verzieht Schrift.
- Praxis-Tipp: Zusätzlich wasserlösliche Folie oben auflegen, damit die Buchstaben nicht „einsinken“.
- Ist der Stoff stabil? (Canvas-Rucksack, Denim, Webware)
- JA: Tear-away-Vlies ist meist ausreichend.
- Warum: Der Stoff trägt sich selbst; das Vlies gibt nur temporär Steifigkeit während des Stickens.
Prep-Checkliste (mach das **vor** dem Lettering-Tool)
- Nadel prüfen/wechseln: Frische Nadel einsetzen. Wenn du beim Durchstich ein deutliches „Dumpf-Klacken“ hörst, ist sie oft stumpf.
- Platzierung festlegen: Mittelpunkt markieren (z. B. mit auswaschbarem Stift/Kreide). Nicht „nach Gefühl“.
- Fadenspannungs-Gefühl: Ein paar Zentimeter Oberfaden ziehen – gleichmäßiger Widerstand, nicht „schlabbrig“.
- Einspann-Tastcheck: Mit dem Finger über die Fläche im Rahmen streichen: straff wie Trommelfell, aber ohne sichtbares Überdehnen/Verziehen.
Warnung: Hände weg von Nadelbereich und bewegten Teilen bei Probeläufen. Niemals „mal eben“ unter die Nadel greifen, während die Maschine läuft – gerade bei kleiner Schrift ist die Versuchung groß, den Stoff „zu helfen“. Das ist eine der häufigsten Verletzungsursachen.

Den richtigen Stickrahmen fixieren: RICOMA EM1010 (110 x 110) in Hatch auswählen, bevor du skalierst
Kim geht im Video oben in die Toolbar zum Dropdown „Select hoop for your machine“. Sie wählt RICOMA EM1010 (110 x 110) – und Hatch zeigt eine rote, quadratische Rahmenkontur.
Diese rote Kontur ist dein Realitätscheck. Wenn du mit einer ricoma em 1010 Stickmaschine arbeitest, ist der 110×110-Rahmen dein „kleiner Standardrahmen“ für Schrift: kompakt, steif, und durch die kleinere Fläche bewegt sich der Stoff tendenziell weniger.
Rahmenabdrücke („Hoop Burn“) mitdenken: Klassische Rahmen klemmen zwischen zwei Ringen. Auf empfindlichen Materialien kann das glänzende Druckspuren hinterlassen. Wenn du das im Ablauf einkalkulierst, planst du ggf. späteres Dämpfen/Finish ein – oder du schaust dir im Upgrade-Teil Alternativen an.

Das gruppierte Apfelmotiv sicher skalieren: +10% nutzen (und die rote Rahmenbox respektieren)
Kim klickt den Apfel an und erklärt: Alles wird markiert, weil das Motiv gruppiert ist. Das ist typisch bei importierten Designs oder Vorlagen.
Sie zeigt außerdem, wie man TrueView ausschaltet, um die Rohstichansicht zu sehen.
- TrueView (3D): gut für die Optik.
- Stichansicht (roh): wichtig, um Sprungstiche und Dichte realistisch zu beurteilen.
Warum die Skalier-Methode zählt: Viele ziehen an den Ecken, um zu skalieren. Mach das als Anfänger nicht. Kim nutzt das Size +10%-Icon. Das ist die kontrollierte Variante, weil die Software die Skalierung in festen Schritten berechnet.
- Sicherheitsregel: Ein vor-digitalisiertes Design möglichst nicht mehr als 20% nach oben oder unten skalieren. Zu groß: Satinstiche werden zu lang und können hängen bleiben; zu klein: Dichte wird extrem, Fadenrisse/Probleme nehmen zu.

Was das Video exakt macht (Workflow)
- Apfelmotiv anklicken, sodass die Gruppe ausgewählt ist.
- Mehrfach Size +10% drücken, um proportional zu vergrößern.
- Dabei ständig die rote Rahmenbegrenzung im Blick behalten.
Kim prüft die Maßleiste: Original W: 2.361 in, H: 2.828 in; Ziel grob 3 by 4 inches.


Wenn du zu weit gehst (passiert jedem)
Kim zeigt bewusst den Moment, in dem das Motiv über die rote Rahmenbegrenzung hinausläuft.

Dann nutzt sie Size -10%, bis alles wieder innerhalb der Begrenzung liegt, und kontrolliert mit Zoom to Fit (0) / „fit“.
Das ist für Einsteiger die sauberste Methode: reproduzierbar, proportional, und du siehst sofort, ob es wirklich passt.
Setup-Checkliste (direkt nach dem Skalieren)
- Begrenzung sichtbar: Rote Rahmenkontur ist aktiv.
- Sicherheitsabstand: Mindestens 3–5 mm Abstand zwischen Motiv und roter Linie. „Gerade so drin“ ist in der Praxis riskant.
- Dichte-Check: In der Stichansicht prüfen: wirken Bereiche extrem „voll“/kompakt, kann die Dichte für dein Material zu hoch sein.
- Maße bestätigen: Inches/mm in der Leiste kontrollieren.
Wenn du Dateien für eine ricoma em-1010 Stickmaschine erstellst, gilt: Was hier nicht sauber innerhalb der Grenze liegt, wird an der Maschine nicht „magisch“ besser.
Lettering in Hatch wie bei Kim: Lettering/Monogramming-Toolbox + Object Properties
Jetzt kommt der kreative Teil – und gleichzeitig der empfindlichste.
Kim öffnet links Lettering / Monogramming und wählt das Lettering-Tool. Rechts öffnet sich Object Properties für Schrift, und sie tippt den Namen (Beispiel: „Ryan“).


Der „Mein Text ist weg“-Moment – logisch erklärt
Kim nennt ein Verhalten, das viele verwirrt: Hatch platziert neuen Text am Zentrum des Arbeitsbereichs (Workspace) – nicht automatisch im Zentrum deines Apfels.
Wichtig: Du hast nichts kaputt gemacht. Das ist Absicht, damit Text nicht außerhalb des sichtbaren Bereichs landet, wenn du die Ansicht verschoben hast. Wenn du nach dem Tippen nichts siehst: am Workspace-Zentrum suchen, Text anklicken und an die richtige Stelle ziehen.
Damit der Name „gewollt“ aussieht: Farbe wählen, Text skalieren, dann optisch auf dem Apfel zentrieren
Mit ausgewähltem Text klickt Kim unten in der Farbpalette auf ein blaues Farbfeld, um die Garnfarbe zu ändern.

Dann fährt sie mit dem Cursor über den Text, bis der Drag-Cursor erscheint, und zieht den Namen an die gewünschte Position. Anschließend vergrößert sie den Text mit +10%, bis die Proportionen zum Apfel passen.

Praxis-Check: Lesbarkeit statt „sieht am Bildschirm gut aus“
In der Stickerei entscheidet Lesbarkeit über Reklamation oder Empfehlung.
- Mindesthöhe als Orientierung: Bei Standard-Schriften möglichst nicht zu klein; sehr kleine Schrift wird schnell „matschig“.
- Kontrast prüfen: Was am Monitor klar wirkt, kann auf Struktur verschwinden. Mach den „Schiel-Test“: einen Schritt zurück, Augen leicht zusammenkneifen. Wenn der Name im Apfel untergeht, nimm eine kontrastreichere Farbe.
Profi-Gründe (damit du es nicht später neu machen musst)
- Materialbewegung: Kleine Schrift zeigt jede Bewegung. Ohne saubere Verbindung Stoff↔Vlies verzieht sich schnell ein einzelner Buchstabe.
- Optische vs. mathematische Mitte: Ein organisches Motiv wirkt oft besser, wenn du nach Auge zentrierst (nicht nach Koordinaten).
- Einspannen bei dicken Stellen: Bei Rucksacktaschen/Nahtkreuzungen sind Standardrahmen oft die Schwachstelle – hier entstehen Versatz und Druckstellen am ehesten.
Der Schrägstellungs-Trick, der wirklich greift: Object Properties > Advanced, Gradzahl tippen, Enter drücken
Kim öffnet in Object Properties den Bereich Advanced und nutzt das Feld Slant.

Sie tippt zuerst 35 degrees (zu stark) und stellt dann auf 25 degrees um.
Die Enter-Falle: Der entscheidende Punkt aus dem Video: Nach dem Tippen Enter drücken, sonst wird der Wert oft nicht übernommen.

Warum Schrägstellung in der Stickerei helfen kann
Schrägstellung ist nicht nur „Style“.
- Gerade, senkrechte Satinsäulen können Zug sehr direkt in eine Richtung bringen.
- Eine moderate Schrägstellung verteilt die Spannung diagonal – das kann auf schwierigen Materialien ruhiger wirken.
Speichern wie ein Profi: Erst EMV als editierbare Datei, dann Maschinenformat exportieren
Am Ende speichert Kim zuerst im EMV-Format (Hatch-native, editierbar) und exportiert danach ins Maschinenformat (z. B. .DST).
Praxisregel: Niemals die Quelle überschreiben.
- Speichern als
Apple_Name_Native.EMB(oder EMV) - Exportieren als
Apple_Name_Machine.DST - Wenn der Name nächstes Jahr geändert werden soll, öffnest du die
.EMB/EMV. Eine.DSTist im Kern nur noch eine Stichliste – Text ist dann nicht mehr „Text“.

Betriebs-Checkliste (bevor du Start drückst)
- Unterfaden-Check: Unterfadenspule prüfen – mitten im Namen leer laufen ist schwer sauber zu retten.
- Oberfadenweg: Oberfaden neu einfädeln und sicherstellen, dass er korrekt in den Spannungsscheiben sitzt.
- Trace/Contour: An der Maschine „Trace/Contour“ laufen lassen (ohne zu sticken), damit nichts am Rahmen/Clips streift.
- Tempo reduzieren: Für kleine Schrift langsamer sticken. (Wenn deine Maschine schneller kann: 600–700 SPM ist ein sinnvoller Startbereich.)
Troubleshooting: 3 typische Hatch-Lettering-Probleme
Hier eine strukturierte Fehlerhilfe anhand der Symptome, die in der Praxis am häufigsten auftauchen.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | „Werkstatt“-Fix |
|---|---|---|
| Design lässt sich nicht speichern/exportieren | Ein Teil liegt außerhalb der Rahmenbegrenzung. | Rauszoomen und außerhalb der roten Box nach einem winzigen Objekt/Stich suchen. Löschen oder zurück skalieren/verschieben. |
| Neuer Text ist „verschwunden“ | Hatch setzt Text ins Zentrum des Workspaces, nicht automatisch auf das Motiv. | „0“ / Zoom All bzw. Zoom to Fit nutzen, Text im Zentrum finden und auf den Apfel ziehen. |
| Slant/Größenänderung wird nicht übernommen | Eingabe nicht bestätigt. | Wert tippen und ENTER drücken. Wenn sich optisch nichts ändert, wurde es nicht übernommen. |
| Schrift wirkt unsauber/ausgefranst | Schrift zu klein oder Oberfläche zu strukturiert. | Option A: in 10%-Schritten vergrößern. <br>Option B: wasserlösliche Folie (Solvy) als Topper verwenden. |
Upgrade-Pfad: Wenn Einspannen zum Engpass wird
Oben ging es um die Software. In der Praxis merkst du bei 10 gleichen Rucksäcken schnell: Nicht Hatch ist langsam – Einspannen ist langsam.
Frust entsteht oft, wenn man mit Hobby-Werkzeug Produktions-Wiederholbarkeit erwartet. So erkennst du, ob ein Upgrade sinnvoll ist.
1. Rahmenabdrücke & Handgelenk-Schmerz
- Auslöser: Dicker Rucksack oder empfindliches Material – du musst die Schraube extrem fest ziehen, oder es bleiben Druckringe („Hoop Burn“).
- Richtwert: Wenn du spürbar Ausschuss durch Druckspuren oder Rutschen hast.
- Lösung (Level 2): Magnetrahmen. Im Gegensatz zu klassischen Ringen klemmen sie schnell und gleichmäßig. Das reduziert Druckspuren und hilft bei dicken Nähten.
2. Kommerzielle Stückzahlen
- Auslöser: Du brauchst 5 Minuten zum Einspannen, aber nur 2 Minuten zum Sticken – die Maschine steht zu viel.
- Richtwert: Serien ab 10+ identischen Teilen.
- Lösung (Level 3): Wiederholbarkeit optimieren. Wenn du effiziente Einspannen für Stickmaschine Abläufe recherchierst, siehst du häufig Einspannstationen (z. B. die hoop master Einspannstation) plus passende Vorrichtungen.
- Kompatibilität: Bei Ricoma gezielt nach Mighty Hoop für ricoma em 1010 schauen, damit die Passung am Maschinenarm reproduzierbar bleibt.
3. Ordnung im Rahmenbestand
- Auslöser: Falschen Rahmen gegriffen → Frame Limit/Passungsprobleme.
- Lösung: Stickrahmen für ricoma farblich markieren und die Farben mit deinen Software-Rahmenprofilen matchen. Das verhindert den „falscher Rahmen“-Fehler, bevor er passiert.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete.
* Quetschgefahr: Können mit hoher Kraft zuschnappen – immer am Rand halten.
* Medizinische Sicherheit: Mindestens 6 inches Abstand zu Herzschrittmachern/Insulinpumpen.
Zum Schluss: Konstanz ist die eigentliche Fähigkeit
Kims Hatch-Reihenfolge ist genau richtig: Stickrahmen wählen → proportional skalieren → Text hinzufügen → Farbe & Position → Schrägstellung → editierbar speichern.
Die Software ist aber nur der Plan. Die Qualität entsteht durch Stickvlies, Fadenspannung und sauberes Einspannen.
- Probestick nicht überspringen.
- Vlies-Entscheidung nicht „nach Gefühl“ treffen.
- Und wenn du mehr gegen den Rahmen kämpfst als gegen die Software: Dann ist oft das Werkzeug der Flaschenhals – nicht dein Können.
So baust du nicht nur ein „Apple a Day“-Projekt, sondern eine saubere Routine, die auch im Alltag funktioniert.
FAQ
- Q: Wie verhindere ich in Hatch Embroidery einen Rahmen-Treffer (Hoop Strike), wenn ich die RICOMA EM1010 110×110-Rahmenbegrenzung nutze?
A: Stelle zuerst den richtigen Stickrahmen ein und behandle die rote Begrenzung als harte Sicherheitsgrenze – nichts darf darüber hinaus liegen.- Wählen: RICOMA EM1010 (110×110) auswählen, damit die rote Begrenzung erscheint.
- Abstand: 3–5 mm Sicherheitsabstand zur roten Linie einplanen (nicht nur „gerade so drin“).
- Prüfen: Vor dem Sticken die Maschinenfunktion „Trace/Contour“ laufen lassen, um den Nadelweg zu kontrollieren.
- Erfolgskontrolle: Trace läuft durch, ohne dass Nähfuß/Nadelbereich den Rahmen/Clips streift.
- Wenn es trotzdem passiert: In Hatch herauszoomen und nach einem einzelnen Stich/Objekt außerhalb der roten Box suchen, dann löschen oder zurück skalieren.
- Q: Welche „unsichtbaren“ Vorbereitungs-Teile sollten bereitliegen, bevor ich in Hatch Embroidery Schrift auf ein Strick-T-Shirt setze?
A: Starte mit Stabilisierung und Oberfläche – Schrift scheitert häufiger an der Vorbereitung als an der Software.- Nutzen: Cutaway-Vlies (2.5 oz oder 3.0 oz) für dehnbare Maschenware; bei Struktur zusätzlich wasserlösliche Folie.
- Ergänzen: Temporären Sprühkleber, um Stoff und Vlies zu verbinden und Verrutschen zu reduzieren.
- Wechseln: 75/11 Ballpoint-Nadel für Strickware, um Fasern nicht zu beschädigen.
- Erfolgskontrolle: Der Stoff im Rahmen ist straff wie ein Trommelfell, ohne sichtbares Überdehnen/Verziehen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Prüfen, ob der Stoff wirklich am Vlies „klebt“ (kein Gleiten) und ob ein Topper genutzt wird, damit Stiche nicht einsinken.
- Q: Woran erkenne ich vor dem Sticken kleiner Namen/Satinschrift, ob die Einspannspannung stimmt?
A: Ziel ist „straff, nicht gedehnt“ – zu straff verzieht, zu locker lässt wandern.- Fühlen: Mit dem Finger über die Fläche streichen – gleichmäßig straff, trommelartig.
- Markieren: Den echten Mittelpunkt mit auswaschbarem Stift/Kreide markieren statt zu schätzen.
- Prüfen: Ein paar Zentimeter Oberfaden ziehen – gleichmäßiger Widerstand (nicht zu locker).
- Erfolgskontrolle: Oberfläche ist gleichmäßig fest, und die Markierung bleibt nach dem Einspannen dort, wo sie sein soll.
- Wenn es trotzdem scheitert: Neu einspannen und Sprühkleber nutzen, damit Stoff und Vlies nicht gegeneinander „kriechen“.
- Q: Warum wirkt es in Hatch Embroidery so, als wäre neue Schrift nach dem Tippen im Lettering-Tool „verschwunden“?
A: Hatch setzt neuen Text oft ins Workspace-Zentrum – mit Zoom All findest du ihn und ziehst ihn dann an die richtige Stelle (du hast nichts kaputt gemacht).- Drücken: „0“ (Zoom All/Zoom to Fit) nutzen, um die Position sichtbar zu machen.
- Wählen: Text nahe dem Zentrum anklicken und auf das Motiv ziehen (z. B. auf den Apfel).
- Skalieren: Bei Bedarf mit dem +10%-Icon anpassen, damit es lesbar bleibt.
- Erfolgskontrolle: Das Lettering-Objekt ist sichtbar und lässt sich als ein Objekt auswählen/verschieben.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Prüfen, ob die Lettering-Ebene ausgeblendet ist, und weiter herauszoomen, falls der Text weit außerhalb liegt.
- Q: Warum springen Slant- oder Größenwerte in Hatch Object Properties zurück, nachdem ich sie eingetippt habe?
A: Nach numerischen Eingaben Enter drücken – sonst wird die Änderung oft nicht übernommen.- Tippen: Schrägstellung in Grad eingeben (z. B. 25° statt extrem).
- Bestätigen: Enter drücken, um die Eingabe zu „committen“.
- Kontrollieren: Nach Enter muss sich die Schrift sichtbar verändern.
- Erfolgskontrolle: Winkel/Form bleibt auch nach dem Wechsel zu einem anderen Objekt erhalten.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Object Properties erneut öffnen, Wert neu eingeben und wieder Enter drücken.
- Q: Wie behebe ich unsaubere/„zackige“ kleine Schrift in Hatch Embroidery auf strukturierter Oberfläche?
A: Schrift vergrößern und die Oberfläche stabilisieren – kleine Schrift ist auf Struktur besonders kritisch.- Vergrößern: In 10%-Schritten (+10%-Icon) erhöhen, bis es sauber lesbar ist.
- Auflegen: Wasserlösliche Folie als Topper nutzen, damit Stiche obenauf liegen.
- Verlangsamen: Maschinen-Geschwindigkeit bei kleiner Schrift reduzieren (600–700 SPM ist ein sicherer Start, wenn die Maschine schneller könnte).
- Erfolgskontrolle: Satinsäulen sind klar getrennt und wirken nach dem Probestick sauberer.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Material+Vlies neu bewerten (Strickware meist Cutaway) und sehr kleine Buchstaben nur mit entsprechendem Spezial-Setup sticken.
- Q: Wie verhindere ich, dass Hatch-Designs nicht exportieren, weil irgendwo etwas außerhalb der Rahmenbegrenzung liegt?
A: Herauszoomen und das „Artefakt“ außerhalb der roten Box entfernen – ein einzelner Stich kann Export blockieren.- Zoomen: Zoom to Fit/Zoom All nutzen und außerhalb der roten Linie absuchen.
- Finden: Nach winzigen Punkten, Sprungstichen oder Objekten außerhalb der Kontur suchen.
- Löschen/Verschieben: Element entfernen oder alles zurück innerhalb der Begrenzung bringen.
- Erfolgskontrolle: Export läuft durch, sobald alles vollständig innerhalb der Rahmenbegrenzung liegt.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: In der Stichansicht prüfen (nicht nur TrueView), weil Ausreißer dort oft besser sichtbar sind.
- Q: Wenn Einspannen Rahmenabdrücke verursacht oder die Produktion bremst: Wann sollte ein Betrieb von Standardrahmen auf Magnetrahmen oder auf Mehrnadel-Workflow umsteigen?
A: Upgrade nach Engpass: erst Technik optimieren, dann Magnetrahmen bei Einspannproblemen, dann Mehrnadel-Kapazität, wenn Stillstand dominiert.- Level 1 (Technik): Einspannen verbessern (Sprühkleber, passendes Vlies, exakte Mittelpunkt-Markierung), bevor du kaufst.
- Level 2 (Tool): Magnetrahmen wählen, wenn Standardrahmen Rahmenabdrücke, Handgelenk-Schmerz oder häufiges Rutschen bei dicken Nähten/empfindlichen Stoffen verursachen.
- Level 3 (Kapazität): Mehrnadel-Workflow erwägen, wenn Einspannen ~5 Minuten dauert, Sticken aber ~2 Minuten bei wiederholten Runs.
- Erfolgskontrolle: Einspannzeit sinkt, Passgenauigkeit steigt, ohne Druckspuren und ohne ständiges Neu-Einspannen.
- Wenn es trotzdem nicht klappt: Jedes Mal Trace/Contour nutzen und Rahmen beschriften, damit physischer Rahmen und Software-Auswahl zusammenpassen (falscher Rahmen führt zu wiederkehrenden „Frame Limit“-Problemen).
