Bernette Deco b70 professionell auspacken: Was im Karton ist, was fehlt – und was du vor dem ersten Stich unbedingt prüfen solltest

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Unboxing-Anleitung zur Bernette Deco b70 konzentriert sich auf das, was du am ersten Tag wirklich verifizieren solltest: die Hauptmaschine, das Stickmodul, drei Stickrahmen-Größen (inklusive des großen Rahmens für Motive „knapp über 6x10“), die Code-Karte für Bernina Toolbox sowie die kleinen, aber entscheidenden Zubehörteile wie Nadeln, Unterfadenspulen, Spulenkappen, Öl und beide Stickfüße. Außerdem erfährst du, warum es kein Fußpedal und keine Zubehörbox gibt, wie du typische Fehler der ersten Woche vermeidest (verlegte Teile, falsche Spulenkappe, schlechte Einspannung) und wann ein Upgrade auf Magnetrahmen für Stickmaschine sinnvoll ist – für mehr Tempo und sauberere Ergebnisse.
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Inhaltsverzeichnis

Unboxing wie ein Profi: Der praxisnahe Leitfaden für dein Setup der Bernette Deco b70

Wenn du gerade das Klebeband am Karton deiner Bernette Deco b70 durchtrennt hast, kennst du dieses spezielle Gefühlsgemisch: Vorfreude auf Anschlag – und gleichzeitig ein leises „Hoffentlich fehlt nichts …“. „Wackelt das Teil normal?“ „Muss das so sein?“ „Warum sind da so viele Tüten?“

Aus der Praxis (vom Hobbytisch bis zur Produktion) gilt: Maschinenstickerei ist messbar und reproduzierbar. Es geht um Fadenspannung, Reibung, Materialführung – und um ein sauberes Setup. Die Maschine reagiert nicht auf Begeisterung, sondern auf korrekte Vorbereitung.

Die Bernette Deco b70 ist eine reine Stickmaschine. Das heißt: Der Kartoninhalt ist auf Stickbetrieb ausgelegt. Kein Nähen, kein Absenken von Transporteuren – und auch kein Fußanlasser.

Dieser Guide baut das Unboxing als arbeitsfähige Standard-Checkliste auf: nicht nur „was ist drin“, sondern „warum ist es wichtig“, inklusive kurzer Tast-/Sichtprüfungen, typischer Einspann-Fehlerbilder und sinnvoller Upgrade-Entscheidungen.

Pam Hayes standing next to the large Bernette b70 Deco box.
Introduction

Phase 1: Der „Panik-Check“ – warum das Modul separat ist

Die Videoquelle zeigt das Auspacken der b70: Maschine, Stickmodul und das obere Styropor-Tablett mit Zubehör werden nacheinander entnommen. Genau hier entsteht bei vielen der erste Denk-Knoten.

Warum? Bei manchen Kombimaschinen ist der Stickarm integriert oder „irgendwo dran“. Bei der b70 ist das Stickmodul ein eigenständiges, schweres Bauteil – oft separat verpackt oder tief im Styropor eingebettet.

Praxis-Hinweis: Hebe die Maschine erst an, wenn das obere Styropor-Tablett entfernt ist. Das Modul ist das zentrale Bauteil für die X-/Y-Bewegung. Ein Sturz ist nicht „nur ein Kratzer“, sondern kann zu Problemen bei der Passung/Bewegungsgenauigkeit führen.

Hands opening the top flaps of the cardboard shipping box.
Opening the box

Phase 2: „Verstecktes“ Inventar – Styropor nicht vorschnell entsorgen

Viele Einsteiger verlieren in der ersten Woche Zeit (und im Zweifel Geld), weil Verpackung als Müll behandelt wird – statt als Lager- und Kontrollsystem. Bei Bernette/Bernina ist das obere Styropor-Tablett nicht nur Schutz, sondern Organizer für Bernina Toolbox Code, Stickrahmen und Stromversorgung.

Behandle das Tablett wie eine Inventarliste: Erst wenn du alles in der Hand hattest, wird entsorgt.

Top view of the styrofoam packing tray showing the accessories and software embedded in the foam.
Revealing packaging layers

PREP-CHECKLISTE: „Null-Reibung“-Start

Mach diese Inventur, bevor du irgendetwas in die Steckdose steckst.

  • Hauptmaschine: Am Griff/Tragepunkt anheben – nicht am Nadelbereich.
  • Stickmodul: Identifizieren und auf eine stabile, ebene Fläche legen (nicht auf Sofa/Stuhl).
  • Netzkabel: Im Styropor-Fach lokalisieren.
  • Software-Code-Karte: KRITISCH. Das ist dein Lizenz-/Freischaltcode für Bernina Toolbox. Sofort mit der Kurzanleitung zusammen ablegen (oder in ein beschriftetes Kuvert/Notizbuch).
  • Zubehörtüte: Enthält die Kleinteile (auditieren wir in Phase 7).
  • Stickrahmen (x3): Klein, Mittel, Groß.
  • Rahmen-Schablonen (x3): Die transparenten Raster/Grids. Nicht wegwerfen – sie sind extrem hilfreich für die visuelle Zentrierung.
  • Softcover/Abdeckung: Schutz vor Staub (Staub ist ein echter Störfaktor im Stickalltag).

Warnung: Mechanische Sicherheit
Lege Nadeln, Nahttrenner und Schraubendreher beim Auspacken nicht an die Tischkante. Eine heruntergefallene Nadel kann eine mikroskopische „Gratstelle“ bekommen. Typisches Ergebnis: hörbares „Ploppen“ beim Einstechen, Faden wird aufgeraut/zerfasert und reißt. Faustregel: Fällt eine Nadel auf den Boden, wird sie entsorgt.

Lifting the sewing machine unit wrapped in clear plastic out of the box.
Removing the machine

Phase 3: Hardware freilegen – kurze Tast-/Sichtprüfung

Beim Entfernen der Folie von Maschine und Modul lohnt sich ein kurzer „Hände-Check“: Fühle am Anschlussbereich des Stickmoduls. Er sollte sauber und glatt sein – ohne Styroporkrümel oder Klebebandreste.

Tast-Anker: Beim späteren Ansetzen des Moduls geht es nicht ums „Reindrücken“, sondern um einen sauberen, bündigen Sitz. Wenn sich etwas schwammig anfühlt, prüfe zuerst auf Verpackungsreste im Anschluss.

The unwrapped Bernette b70 machine sitting on the table with the embroidery module screen visible.
Machine presentation
Holding the boxed embroidery module unit still wrapped in plastic.
Unpacking the module

Phase 4: Die Physik des Einspannens – das 3-Rahmen-System

Die b70 wird mit drei Stickrahmen-Größen geliefert. Im Video wird der große Rahmen als geeignet für Motive „knapp über 6x10 inch“ gezeigt.

Praktisch bedeutet das:

  1. Kleiner Rahmen: Für Monogramme, Bündchen, kleine Teile.
  2. Mittlerer Rahmen: Für typische Brustlogos.
  3. Großer Rahmen: Für größere Motive.

Wichtig zur Formulierung „knapp über“: Die tatsächlich nutzbare Stickfläche ist immer durch Sicherheitsabstände begrenzt. Ein Design, das als „6x10“ verkauft wird, kann minimal zu groß sein. Öffne das Motiv in der Software oder am Maschinenbildschirm und prüfe, ob es innerhalb der Sicherheitslinien deines konkreten Rahmens liegt.

Wenn du gezielt nach einem Stickrahmen 6x10 für Stickmaschine suchst, spielt die b70 in dieser Größenklasse mit. Gleichzeitig gilt: Standard-Kunststoffrahmen brauchen oft spürbare Handkraft beim Festziehen.

Displaying the stack of three embroidery hoops wrapped in plastic.
Reviewing hoop sizes
All three hoops (Small, Medium, Large) laid out on the table with grids visible.
Hoop comparison

Diagnose „Rahmenabdrücke“ (Hoop Burn)

Standardrahmen arbeiten über Reibschluss: Innenring drückt Material gegen den Außenring.

  • Problem: Um Stoff „trommelfellstraff“ zu bekommen, wird die Schraube häufig zu stark angezogen – Fasern werden gequetscht, es entstehen sichtbare Rahmenabdrücke.
  • Symptom: Handgelenk schmerzt nach mehreren Teilen, oder du siehst helle Stressringe auf dunklen Stoffen.
  • Lösungs-/Upgrade-Pfad: Genau hier lohnt der Blick auf Magnetrahmen für Stickmaschine.
    • Level 1: Rahmenabdruck-Entferner (Sprays) – wenn materialverträglich.
    • Level 2 (Werkzeug-Upgrade): Wechsel auf Magnetrahmen für Stickmaschine. Diese klemmen über vertikale Magnetkraft statt über Reibung/Schraubdruck – schnelleres Einspannen und weniger Druckstellen.
    • Profi heißt: Du kennst die Einspannen für Stickmaschine-Technik – und du erkennst auch, wann nicht die Technik das Nadelöhr ist, sondern das Werkzeug.

Phase 5: Der „Lizenzschlüssel“-Moment – Bernina Toolbox

Im Styropor liegt die Code-Karte für Bernina Toolbox. Das ist die Software, mit der du Designs bearbeiten, beschriften und kombinieren kannst.

Workflow-Tipp: Nicht nur herunterladen – sofort registrieren und die Code-Karte sicher ablegen. Ein häufiger Praxisfehler ist, dass die Karte „kurz zur Seite“ gelegt wird und später fehlt. Wenn du dich durch bernette Stickmaschinen Bewertungen liest, merkst du schnell: Software-Zugang ist ein Teil des echten Gegenwerts.

Pam holding up the Bernina Toolbox software code card packet.
Showing software inclusion

Phase 6: Quick Reference Guide (QR statt Telefonbuch)

Im Karton liegt kein dicker gedruckter Komplett-Guide, sondern eine Kurzanleitung mit QR-Code für das vollständige PDF.

Warum das praktisch ist: PDFs sind durchsuchbar. Statt Seiten zu blättern, suchst du am Rechner gezielt nach Begriffen wie „Bobbin Winding“.

Holding the Quick Reference guide showing the machine diagram on the cover.
Documentation review
Pointing to the QR code on the back of the manual for downloading instructions.
Explaining digital manual

Phase 7: Audit der Zubehörtüte – die kleinen Teile entscheiden über saubere Stiche

Hier entsteht später entweder „läuft“ – oder „warum reißt der Faden schon wieder?“. In der Tüte sind die Teile, die direkt in die Fadenphysik eingreifen.

Zubehör-/Verbrauchsmaterial-Check:

  • Bernina Nadeln: Behalten und sauber lagern.
  • Unterfadenspulen (x3): Auf glatte Kanten prüfen. Eine beschädigte Spule kann Schlaufenbildung unten begünstigen.
  • Spulenkappen: Klein, Mittel, Groß.
  • Fadennetz: Hilfreich bei „rutschigen“ Garnen.
  • Öl / Schraubendreher / Bürstchen / Nahttrenner (mit Bürstenende) / weiteres Zubehör aus der Tüte.

Hinweis aus dem Video-Kontext: Es werden außerdem zwei Stickfüße gezeigt: ein „normaler“ Stickfuß (nicht hüpfend) und der hüpfende Stickfuß, der am Nadelbalken montiert ist.

A pack of Bernina embroidery needles laid on the table.
Accessory inventory
Three various sized white spool caps arranged on the table.
Sorting spool accessories
Holding the extra spool pin used for auxiliary threading.
Showing spool pin
Showing the seam ripper tool with the small brush attachment on the end.
Tool display

Spulenkappen richtig wählen (kurzer Funktionscheck)

Sinnes-Check: Mit aufgesteckter Spulenkappe sollte die Garnrolle stabil laufen: kein „Wackeln“, aber auch kein „Klemmen“.

  • Kappe zu klein: Rolle hat Spiel → Vibrationen → unruhiger Fadenlauf → ungleichmäßige Satinstiche.
  • Kappe zu groß: Faden kann am Rand hängen bleiben → Faden reißt.

Phase 8: Stickfüße – hüpfend vs. statisch

Die b70 kommt mit einem hüpfenden Stickfuß vormontiert.

  • Hüpfender Stickfuß: Bewegt sich mit dem Nadelbalken auf/ab. Dadurch wird das Material kurz entlastet, damit der Rahmen sauber in X/Y verfahren kann.
  • Statischer/normaler Stickfuß: Liegt als Zubehör bei und wird je nach Anwendung genutzt.

Aktion: Prüfe, welcher Fuß montiert ist, und ob die Schraube fest sitzt. Ein lockerer Fuß kann vibrieren, sich lösen und im ungünstigen Fall zu Kollisionen führen.

Close up of the standard non-hopping embroidery foot alongside the screwdriver.
Foot identification
Pointing to the hopping embroidery foot that comes pre-attached to the machine's needle bar.
Showing attached foot

Phase 9: Erwartungsmanagement – kein Pedal, kein Nähen

Im Video werden zwei Punkte ausdrücklich klargestellt:

  1. Kein Fußanlasser: Start/Stop über Taste – die Maschine läuft gesteuert.
  2. Keine Zubehörbox am Freiarm: Das ist eine Stickplattform.

Wenn du nach der beste Stickmaschine für Einsteiger suchst, ist genau das für viele ein Vorteil: weniger „Nähmaschinen-Ballast“, mehr Fokus auf Stickbetrieb.

Pointing to the side of the machine to indicate where an accessory box would usually be, noting its absence.
Clarifying missing parts

SETUP-CHECKLISTE: „Pre-Flight“-Sicherheitssequenz

Führe diese Sequenz jedes Mal aus, wenn du die Maschine in Betrieb nimmst.

  1. Freiraum-Check: Links mindestens 12 inch Platz, damit der Arm frei verfahren kann.
  2. Nadel-Check: Mit dem Fingernagel vorsichtig über die Nadelspitze prüfen. Wenn sie „hakt“, Nadel wechseln.
  3. Unterfadenbereich: Spulenbereich öffnen und mit dem Bürstchen Fussel entfernen.
  4. Einfädeln: Oberfaden mit angehobenem Nähfuß einfädeln (so öffnen sich die Spannungsscheiben). Mit abgesenktem Fuß eingefädelt = häufig sofort Schlaufenbildung.
  5. Rahmen-Sitz: Rahmen ansetzen, auf sauberen Sitz achten und leicht wackeln – er muss stabil sitzen.

Warnung: Magnetfeld-Sicherheit
Wenn du auf Magnetrahmen für Stickmaschine umsteigst: Das sind starke Neodym-Magnete.
* Quetschgefahr: Finger beim Schließen konsequent aus dem Bereich halten.
* Technik: Abstand zu Karten/Displays halten.
* Gesundheit: Nicht verwenden bei Herzschrittmacher.

Entscheidungslogik: Stickvlies & Einspann-Strategie

Das Video endet beim Unboxing – in der Praxis geht es danach sofort um Materialkontrolle. Viele „Maschinenprobleme“ sind in Wirklichkeit Vlies-/Materialprobleme.

Stickvlies-Entscheidungstabelle:

Wenn der Stoff IST ... Dann nimm Vlies-Typ ... Warum?
Dehnbar (T-Shirt, Jersey, Strick) Cut-Away Dehnung + Nadeleinschlag = Bewegung. Cut-Away stabilisiert dauerhaft.
Stabil (Denim, Canvas, Twill) Tear-Away Stoff trägt sich selbst; Vlies dient primär der Führung im Rahmen.
Flauschig/Strukturiert (Frottee, Samt) Tear-Away (hinten) + wasserlöslicher Topper (vorn) Topper verhindert Einsinken der Stiche.
Sehr fein/transparent (Organza, Seide) Wash-Away (Mesh) Weniger sichtbare Stabilisierung bei feinen Materialien.

Troubleshooting: „Quick Fix“-Tabelle

Bevor du den Support kontaktierst, prüfe diese Punkte – sie lösen viele Einsteigerprobleme.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Lösung
Schlaufen unten („Bird Nesting“) Keine/zu geringe Oberfadenspannung durch falsches Einfädeln Komplett neu einfädeln mit Nähfuß oben.
Faden reißt Nadelgrat oder Störung im Fadenlauf Nadel wechseln, Spulenkappe prüfen, auf Grate achten.
Nadel bricht Rahmenkollision oder Material wird gezogen Rahmen-Sitz prüfen, Motivgröße prüfen, Stoff nicht ziehen.
Rahmenabdrücke / Handgelenk-Schmerz Reibschluss + zu starkes Festziehen Werkzeug-Upgrade: Magnetrahmen für Stickmaschine statt Schraubdruck.

Skalierungs-Pfad: vom „Auspacken“ zum Workflow

Die Bernette Deco b70 bringt mit Raster-Schablonen, Software-Code und drei Rahmen-Größen eine solide Basis.

Wenn du von „lernen“ zu „produzieren“ gehst, achte auf deine Reibungspunkte:

  • Reibung: „Ich hasse es, jedes Teil mühsam neu einzuspannen.“
  • Reibung: „Ich hasse es, ständig Farben umzurüsten.“
    Hinweis
    Das ist oft der Moment, in dem Betriebe über Mehrnadelstickmaschinen nachdenken.

Du hast den Karton. Du hast die Checkliste. Jetzt mach den ersten Probestick – aber mit System.

FAQ

  • Q: Was muss im Karton der Bernette Deco b70 vor dem Einstecken des Netzkabels geprüft werden, damit keine wichtigen Setup-Teile übersehen werden?
    A: Mach zuerst eine vollständige Inventur des Styropor-Tabletts, weil in der Verpackung kritische Teile stecken, die man leicht übersieht oder versehentlich entsorgt.
    • Nimm das obere Styropor-Tablett heraus und prüfe: Hauptmaschine, Stickmodul, Netzkabel, Software-Code-Karte, Zubehörtüte, drei Stickrahmen, drei Rahmen-Schablonen (Raster) und die Abdeckung.
    • Lege die Bernina Toolbox Code-Karte sofort zur Kurzanleitung (oder sichere sie separat), damit sie nicht verloren geht.
    • Bewahre die Rahmen-Schablonen auf; sie helfen später beim visuellen Zentrieren statt „Pi mal Daumen“.
    • Erfolgscheck: Jedes Fach im Styropor ist aus gutem Grund da – und jedes gelistete Teil liegt physisch vor dir, bevor Kabel in die Steckdose gehen.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Alle Verpackungsebenen und Tüten erneut prüfen – oft liegen Teile unter dem Tablett oder in einem Zubehörfach.
  • Q: Wie verhindert man fadenzerstörendes „Aufrauen“, wenn beim Auspacken eine Nadel heruntergefallen ist?
    A: Ersetze jede Nadel, die auf den Boden gefallen ist, weil ein winziger Grat den Faden schreddern kann, auch wenn die Nadel optisch „okay“ wirkt.
    • Die heruntergefallene Nadel entsorgen statt weiterzuverwenden.
    • Die aktuell eingesetzte Nadelspitze mit dem Fingernagel vorsichtig prüfen.
    • Im Zweifel vor dem ersten Probestick eine neue Nadel einsetzen.
    • Erfolgscheck: Die Spitze fühlt sich glatt an, und beim Sticken gibt es kein „Ploppen“ und kein plötzliches Fusseln/Schreddern.
    • Wenn es trotzdem passiert: Weitere Punkte aus dem Setup prüfen, z. B. passende Spulenkappe oder Grat am Stichplattenloch.
  • Q: Wie stoppt man Schlaufenbildung unten („Bird Nesting“), wenn das erste Testmotiv auf der Bernette Deco b70 startet?
    A: Fädle die Bernette Deco b70 komplett neu ein – mit Nähfuß oben –, weil Einfädeln mit abgesenktem Fuß den Faden oft an den Spannungsscheiben vorbei führt.
    • Nähfuß vollständig anheben und den Oberfaden von Anfang bis Nadel neu einfädeln.
    • Den Faden sauber in den Fadenweg einlegen statt ihn „reinzuziehen“.
    • Vor dem Neustart sichtbare Fussel im Spulenbereich mit dem beiliegenden Bürstchen entfernen.
    • Erfolgscheck: Auf der Rückseite entsteht ein sauberes Stichbild statt großer Schlaufen oder eines sofortigen „Knubbels“.
    • Wenn es trotzdem bleibt: Unterfadenspule auf glatte Kanten prüfen und sicherstellen, dass die Spulenkappe den Fadenlauf nicht stört.
  • Q: Wie wählt man die richtige Spulenkappen-Größe an der Bernette Deco b70, um Fadenrisse oder ungleichmäßige Satinstiche zu vermeiden?
    A: Nutze eine Spulenkappe, die ruhigen Fadenlauf ermöglicht – ohne Wackeln und ohne Reibkontakt –, weil beides Spannungsänderungen oder Fadenrisse auslösen kann.
    • Garnrolle aufsetzen und vor dem Sticken seitliches Spiel prüfen.
    • Kleinere Kappe wählen, wenn die Rolle klappert; besser passende (größere) Kappe wählen, wenn der Faden am Rand hängen bleibt.
    • Nach dem Wechsel neu starten statt „durchzuziehen“.
    • Erfolgscheck: Die Rolle läuft stabil, der Faden hakt nicht und reißt nicht beim Beschleunigen.
    • Wenn es trotzdem reißt: Fadenweg auf Hindernisse prüfen und Nadel bei Verdacht auf Grat ersetzen.
  • Q: Woran erkennen Nutzer der Bernette Deco b70, ob der Stickrahmen korrekt eingerastet ist, bevor sie Start drücken?
    A: Setze den Rahmen vollständig und gerade ein, achte auf bündigen Sitz und prüfe anschließend, dass der Rahmen nicht wackelt.
    • Rahmen gleichmäßig in die Aufnahme schieben – nicht verkantet drücken.
    • Danach vorsichtig am Rahmen wackeln, um die Stabilität zu testen.
    • Links mindestens 12 inch Freiraum schaffen, damit der Arm nicht anstößt.
    • Erfolgscheck: Der Rahmen sitzt stabil, und die Verbindung wirkt bündig statt „schwammig“.
    • Wenn es nicht sauber sitzt: Rahmen abnehmen und die Aufnahme auf Styroporreste/Verpackungsdebris prüfen.
  • Q: Was ist der sicherste Weg, um Rahmenabdrücke und Handgelenkbelastung beim Einspannen auf der Bernette Deco b70 zu vermeiden?
    A: Vermeide Überdrehen bei Standardrahmen und steige auf Magnetrahmen um, wenn Reibschluss-Klemmen dauerhaft Abdrücke oder Schmerzen verursacht.
    • Zuerst Technik: Nur so fest anziehen, dass der Stoff straff ist, ohne Fasern zu quetschen.
    • Bei leichten Abdrücken (materialabhängig) Rahmenabdruck-Entferner nutzen.
    • Wenn das Symptom bleibt: Magnetrahmen für Stickmaschine nutzen – schnelleres Klemmen mit weniger Druckstellen.
    • Erfolgscheck: Stoff ist straff ohne helle Stressringe, und wiederholtes Einspannen verursacht keine Schmerzen.
    • Wenn es trotzdem problematisch ist: Stickvlies-Auswahl und Einspannmethode prüfen – viele Probleme sind Materialführung/Vlies, nicht die Maschine.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Upgrade auf Neodym-Magnetrahmen an der Bernette Deco b70?
    A: Behandle Magnetrahmen als kraftvolles Werkzeug und schütze Finger, Elektronik und medizinische Geräte.
    • Finger beim Schließen konsequent aus dem Magnetbereich halten (Quetschgefahr).
    • Abstand zu Kreditkarten und Bildschirmen halten.
    • Keine Magnetrahmen verwenden, wenn der Bediener einen Herzschrittmacher hat.
    • Erfolgscheck: Der Rahmen schließt kontrolliert ohne Quetschungen, und empfindliche Gegenstände liegen nicht in Magnetnähe.
    • Wenn es nicht sicher klappt: Magnetrahmen nicht weiter nutzen und vorerst mit Standard-Einspannen arbeiten, bis Arbeitsplatz und Handhabung sicher sind.