Inhaltsverzeichnis
Der „No-Nonsense“-Workflow: Walkstiche, Auto Trims und Serien-Personalisierung in Design Shop sicher beherrschen
Wenn du schon einmal neben der Stickmaschine standest und das gleichmäßige tack-tack-stich plötzlich in ein nerviges tack-SCHNITT-tack-SCHNITT umschlägt, kennst du den Klang von verlorener Produktionszeit.
Jeder unnötige Schneid-/Vernähzyklus kostet – je nach Mechanik – mehrere Sekunden. In der Praxis summiert sich das bei Serien (z. B. 50 Shirts) schnell zu spürbaren Verzögerungen. Dazu kommen kleine Fadenenden („Tails“), die später manuell nachgeschnitten werden müssen.
Diese Anleitung baut eine Melco Design Shop / Design Shop Pro+ Q&A-Session zu einer klaren, ausführbaren Arbeitsroutine (SOP) um. Es geht nicht nur um „welches Tool klickt man“, sondern darum, wie du Dateien so vorbereitest, dass sie in der Produktion ohne Überraschungen laufen: durchgehende Walkstiche, die Auto-Trim-Schwelle (64 Punkte), Wireframe-Editing und Envelope-Lettering für schnelle Namenswechsel.

Die Logik hinter dem „Schnitt“: Warum die Maschine ständig trennt
Übermäßige Schnitte fühlen sich an, als würde die Software gegen dich arbeiten. Tatsächlich folgt Design Shop einer klaren Regel: Es wird geschnitten, wenn der Sprung zwischen Objekt A und Objekt B eine definierte Distanz überschreitet.
Für Einsteiger klingt ein Schnitt nach „sauber“. Für Profis ist er ein Störfaktor.
Zwei Koordinaten sind beim Digitalisieren entscheidend:
- Stop-/Endpunkt: Wo die Nadel das Material am Ende des aktuellen Objekts verlässt.
- Startpunkt: Wo die Nadel für das nächste Objekt wieder einsetzt.
Sind diese Punkte nah genug, erzeugt Design Shop einen Connector Stitch (verdeckter Verbindungs-/Reisestich). Sind sie zu weit auseinander, kommt Trim + Tie-in (Schneiden und neu vernähen). Dein Job ist es, Start/Stop so zu führen, dass die Maschine „gleitet“ statt zu „stottern“.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung: Verriegelung & Schwellenwerte richtig setzen
Bevor du überhaupt Nodes setzt, solltest du die „Spielregeln“ definieren – sonst arbeitest du im Blindflug.
Im gezeigten Workflow sind die Walkstich-Objekte auf Tie In / Tie Off = Style 1 eingestellt.
- Praxis-Check: Style 1 ist ein Inline-Verriegelungsstich (kleines Vor/Zurück). Unauffällig, aber stabil.
- Wert aus der Demo: Auto Trim steht auf 64 points.
Was bedeutet „64 Points“?
In der Session wird erklärt: Wenn die Distanz vom Ende eines Elements zum Start des nächsten kleiner als 64 Punkte ist (≈ 0,25 inch), wird nicht geschnitten, sondern verbunden. Ist sie größer, wird geschnitten.
Das ist deine klare Entscheidungsgrenze:
- Abstand < 0,25" (≈ 64 Punkte): Verbindung/Reisestich (schneller).
- Abstand > 0,25" (≈ 64 Punkte): Schnitt + Neuansatz (sauberer, aber langsamer).
Warnung: Mechanische Sicherheit. Beim Testen von Trim-Verhalten niemals in den Nadel-/Rahmenbereich greifen – auch nicht im Pause-Zustand. Ein Resume oder eine automatische Bewegung kann zu schweren Stichverletzungen führen. Hände konsequent außerhalb des Stickrahmenbereichs halten.
Checkliste „Vor dem Digitalisieren“
- Tie-In/Tie-Off prüfen: Für Walkstiche Style 1 (oder euren Standard) aktiv.
- Auto Trim prüfen: 64 points als Ausgangspunkt.
- Routenplanung: Wo dürfen Verbindungsstiche „versteckt“ laufen (unter Satinkanten, innerhalb von Füllflächen)?
- Praxisbezug: Eine saubere Datei hilft nur, wenn die spätere Einspannung stimmt – Passung und Positionierung müssen im Workflow mitgedacht werden.

Die „Propeller“-Methode: Durchgehende Walkstiche ohne Schnitte erzeugen
In der Demo wird Insert Walk genutzt (Ctrl + Shift + 2). Ziel: Zwei getrennte Walk-Elemente sollen als ein durchgehender Fadenlauf sticken.
So funktioniert die Choreografie zuverlässig:
- Aktion: Walk/Insert-Walk aktivieren.
- Aktion: Linksklick für gerade Punkte, Rechtsklick für Kurven.
- Visueller Hinweis: Element beenden mit Enter. Achte auf das Propeller-Symbol – es markiert die exakte Endkoordinate.
- Kritischer Schritt: Starte das nächste Element mit dem ersten Klick extrem nah am Propeller.
- Erfolgsmerkmal: Es erscheint eine gepunktete Verbindungs-Linie (Connector) zwischen Endpunkt und neuem Start.
Siehst du die gepunktete Linie, wird die Maschine in der Regel nicht schneiden. Siehst du sie nicht, ist ein Schnitt sehr wahrscheinlich.

Das „Warum“ dahinter: Auto Trim als Entscheidungs-Matrix
Warum nicht einfach einen riesigen Auto-Trim-Wert setzen und nie schneiden?
Weil ein zu hoher Schwellenwert lange Reisestiche über offene Bereiche ziehen kann – die du dann wieder manuell entfernen musst.
Produktions-Abwägung:
- Connector Stitch: schneller, aber physisch sichtbar (Faden liegt).
- Trim: sauber, aber langsamer und mit zusätzlichem Risiko (z. B. unnötige Stopps/Neuansätze).
Gerade bei Logos oder Left-Chest-Namen willst du Connectoren nur dort, wo sie optisch „untergehen“ oder so kurz sind, dass sie nicht auffallen.

Troubleshooting: Wenn trotzdem geschnitten wird (trotz guter Absicht)
Du hast die Punkte nah gesetzt, Auto Trim stimmt – und trotzdem schneidet die Maschine. Arbeite diese Reihenfolge ab, um gezielt zu korrigieren, ohne die ganze Datei zu „zerstören“.
Fix-Protokoll:
- Level 1 (lokal): Den Startpunkt des zweiten Objekts näher an den End-/Stop-Punkt des ersten Objekts ziehen. Das behebt genau diese Stelle, ohne Nebenwirkungen.
- Level 2 (nur wenn nötig): In den Object Properties den Auto-Trim-Wert moderat erhöhen (z. B. auf 70–80 Punkte) – idealerweise nur für die betroffenen Objekte.
Warum diese Reihenfolge? Ein global höherer Wert kann an anderen Stellen ungewollt sichtbare Reisestiche erzeugen, wo du eigentlich einen Schnitt wolltest.
Datei-Audit (kurz, aber wirksam)
- Zoom-Check: Stark hineinzoomen und kritische Übergänge prüfen.
- Soll-Verbindung: Ist die gepunktete Connector-Linie dort sichtbar, wo durchgehend genäht werden soll?
- Soll-Schnitt: Fehlt die Connector-Linie dort, wo ein Schnitt sinnvoll ist (z. B. größere Abstände)?
- Eigenschaften prüfen: Wurde versehentlich ein „Force Trim“/Schnitt erzwungen?

Wireframe schneller bearbeiten: Mehrere Knoten in einem Zug selektieren
Node für Node zu schieben ist in der Produktion zu langsam. In der Demo werden zwei schnelle Methoden gezeigt, um mehrere Wireframe-Punkte sofort zu greifen.
Methode A: Präzise Auswahl (Ctrl + Klick)
- Aktion: Ctrl gedrückt halten.
- Aktion: Einzelne Nodes anklicken.
- Visuell: Ausgewählte Nodes werden schwarz.
- Ergebnis: Beim Ziehen bewegen sich alle selektierten Punkte gemeinsam.
Methode B: Lasso-Auswahl (Custom Point Selection)
- Aktion: Custom Point Selection wählen.
- Aktion: Mit gedrückter Maustaste eine „Lasso“-Form um die gewünschten Nodes ziehen.
- Ergebnis: Alle Punkte innerhalb der Form werden als Gruppe selektiert.
Praxisnutzen: So korrigierst du z. B. eine „schiefe“ Kurve in einem Buchstaben, ohne die gesamte Kontur neu aufzubauen.


„Schlechte“ Auto-Border: Wenn Automatiken an Grenzen stoßen
Automatische Borders sind praktisch – bis sie bei komplexen Buchstaben (z. B. ein „Y“) unruhige Ecken, Spikes oder kleine „Knoten“ erzeugen.
Lösung aus der Praxis:
- In Wireframe umwandeln. Damit wird die Automatik in editierbare Nodes „eingefroren“.
- Problemstelle im Wireframe bereinigen. Häufig entstehen Spikes durch ungünstige/überlagerte Punkte – gezielt korrigieren statt an zig Property-Reglern zu drehen.

Slow Redraw: Der „Flugsimulator“ vor dem echten Sticklauf
Kein Auftrag auf ein echtes Teil, ohne den Lauf am Bildschirm zu prüfen. Unten in der Info-Leiste auf Play klicken (Slow Redraw).
Worauf Profis achten:
- Plötzliche Sprünge: Fliegt der Cursor unerwartet über freie Fläche? (Hinweis auf fehlenden Schnitt/unerwünschte Verbindung.)
- Unnötiges Übernähen: Läuft die Nadel mehrfach über dieselbe Stelle? (Risiko für Fadenrisse/Hitze/Materialstress.)
- Verbindungen: Landen Connectoren in Bereichen, die später sichtbar sind?

„Memory Gap“: Hoop- & View-Einstellungen nach dem Öffnen
Typische Verwirrung: „Ich habe den Hoop im Programm gewählt, gespeichert – und nach dem Öffnen ist er weg.“
Erklärung aus der Session: Die Hoop-Anzeige und z. B. 3D-Ansicht sind programm-/workspace-weit (persistent zur Software), nicht dateibezogen. Das ist auch ein Sicherheitsgedanke: Der Maschinenbediener soll die reale Rahmenwahl immer bewusst prüfen.
Sicherheitsroutine: Nie davon ausgehen, dass die Datei „den Stickrahmen kennt“. Vor dem Start muss der Bediener den am Bildschirm angezeigten Rahmen mit dem tatsächlich montierten Rahmen abgleichen – sonst droht ein Rahmencrash.
Envelope-Lettering: Der Produktions-Booster für Namen
Wenn du Namen in Serie stickst, kennst du das Problem: „Ian“ ist kurz, „Christopher“ ist lang – aber das Logo-Feld für den Namen ist fix.
Envelope-Lösung (aus der Demo):
- Eine Vektor-Rechteck-Hilfe zeichnen (z. B. 2.00" breit x 0.50" hoch).
- Text setzen.
- In den Object Properties Line Type von „Straight“ auf Envelope stellen.
- Die dreieckigen Griffe der Envelope-Linien an die Ecken der Guide-Box ziehen.
Ergebnis: Egal ob kurzer oder langer Name – der Text wird automatisch in dieselbe 2.00" x 0.50"-Fläche „eingepasst“.



Optik-Check (der menschliche Blick)
- Faustregel: Für Arbeitskleidung/Teamwear meist perfekt. Für hochwertige Fashion/Branding ggf. lieber manuell skalieren.
Envelope Advanced: Gebogener/gewölbter Text
Envelope muss kein Rechteck sein.
- Linksklick auf der Envelope-Linie setzt einen Eckpunkt.
- Rechtsklick setzt einen Kurvenpunkt.
So kannst du eine Bogenform („Arch“) bauen, in die der Text automatisch einläuft.

Der Praxisfaktor: Vlies & Einspannen als Fehlerquelle (kurzer Reality-Check)
Die Software kann perfekt sein – wenn der reale Aufbau nicht passt, leidet das Ergebnis trotzdem. Gerade bei problematischen Materialien entscheidet die Kombination aus Vlies und sauberer Einspannung über Passgenauigkeit und Stichbild.
Entscheidungsbaum: Material → Vlies → Strategie
- Material: Standard-Baumwolle/Workwear (nicht elastisch)
- Stickvlies: Tearaway (mittlere Stärke).
- Material: Performance-Strick/Polo (elastisch, rutschig)
- Stickvlies: Cutaway (sehr empfehlenswert).
- Strategie: Material vor dem Einspannen am Vlies fixieren (z. B. mit geeignetem Sprühkleber), damit es nicht wandert.
- Material: Fleece/Handtuch (hoher Flor)
- Stickvlies: Cutaway (unten) + wasserlöslicher Topper (oben).
- Warum: Der Topper verhindert, dass Stiche im Flor „versinken“.
Rahmenspuren (Hoop Burn) als Produktionsproblem
Bei empfindlichen Stoffen können klassische Kunststoffrahmen durch hohen Druck sichtbare Rahmenspuren hinterlassen.
- Trigger: Ringabdrücke bleiben trotz Dampf sichtbar oder Einspannen wird körperlich anstrengend.
- Upgrade: Hier spielen Magnetrahmen für Stickmaschine ihre Stärke aus: Haltekraft über Magnet statt Reibschluss.
- Nutzen: Weniger Rahmenspuren, schnelleres Einspannen, weniger Belastung.
Warnung: Magnet-Sicherheitszone. Industrielle Magnetrahmen sind sehr stark. Quetschgefahr für Finger und Vorsicht bei medizinischen Implantaten (z. B. Herzschrittmacher). Abstand zu sensibler Elektronik einhalten.
Durchsatz skalieren: Wenn Datei & Material stimmen
Wenn Auto Trims, Connectoren und Envelope sauber laufen, bleibt als Engpass oft der Prozess.
- Level 1 (Prozess): Eine Einspannstation für Maschinenstickerei sorgt für reproduzierbare Positionierung beim Einspannen.
- Level 2 (Einspannung): Eine Magnetische Einspannstation in Kombination mit Magnetrahmen (oft im Vergleich zum mighty hoop melco-System genannt) beschleunigt das Einspannen deutlich.
- Level 3 (Maschine): Mehrnadelstickmaschinen reduzieren Stillstand durch Farbwechsel.
Go/No-Go Checkliste vor Produktionsstart
- Walkstiche: Sind Connectoren dort vorhanden, wo durchgehend genäht werden soll?
- Auto Trim: Steht der Wert bei ca. 64 points (0.25")?
- Simulation: Hat Slow Redraw unerwartete Sprünge oder lange Reisestiche gezeigt?
- Envelope: Sind Namen in der definierten Box lesbar (auch bei sehr kurz/sehr lang)?
- Stickvlies: Cutaway für Strick, Tearaway für stabile Webware, Topper bei hohem Flor.
- Einspannen: Sitzt das Material glatt und stabil, ohne es zu verziehen?
- Sicherheit: Hände konsequent aus dem Nadel-/Stickrahmenbereich.
Hinweis aus der Praxis (aus den Rückmeldungen zur Session): Wenn du beim Video die Aktionen am Bildschirm schlecht erkennen kannst, arbeite die Schritte direkt in deinem Design Shop nach und nutze Slow Redraw als Kontrollinstrument – die beschriebenen visuellen Marker (Propeller-Symbol, gepunktete Connector-Linie, schwarze Nodes) sind die entscheidenden Orientierungspunkte.
FAQ
- Q: Warum macht Melco Design Shop Pro+ zwischen Buchstaben übermäßig viele Auto Trims, obwohl das Lettering „verbunden“ aussieht?
A: Reduziere den Abstand zwischen Stop-/Endpunkt und Startpunkt so, dass Design Shop einen Connector Stitch statt eines Schnitts erzeugt.- Stark hineinzoomen und das Ende von Objekt A mit dem Start von Objekt B vergleichen.
- Den Startpunkt des zweiten Objekts näher an den End-/Stop-Punkt des ersten ziehen (zuerst lokal korrigieren).
- Prüfen, ob die gepunktete Connector-Linie zwischen den Objekten erscheint, wo durchgehend genäht werden soll.
- Erfolgskontrolle: In der Datei sind Connectoren sichtbar und der Lauf wird gleichmäßiger (weniger „Schnitt“-Zyklen).
- Wenn es weiterhin schneidet: Auto Trim nur leicht erhöhen (z. B. von 64 auf 70–80 Punkte) und danach Slow Redraw prüfen, damit keine langen sichtbaren Reisestiche entstehen.
- Q: Was bedeutet „Auto Trim = 64 points“ in Melco Design Shop, und wann sollte Design Shop schneiden vs. verbinden?
A: Bei 64 Punkten liegt die Schwelle in der Demo bei ungefähr 0,25" – kleinere Abstände werden typischerweise verbunden, größere Abstände geschnitten.- Auto Trim vor dem Digitalisieren in den Object Properties prüfen.
- Faustregel: Abstand < ~0,25" = Connector/Reisestich; Abstand > ~0,25" = Schnitt + Neuansatz.
- Connectoren nur dort zulassen, wo sie optisch versteckt sind (unter Satinkanten/innerhalb von Füllungen) oder extrem kurz ausfallen.
- Erfolgskontrolle: Slow Redraw zeigt keine langen Reisestiche über offene Flächen und Schnitte nur bei echten größeren Sprüngen.
- Wenn es weiterhin unlogisch wirkt: Auf versehentliche „Force Trim“-Anweisungen prüfen und Start/Stop-Punkte korrigieren, statt den globalen Wert stark anzuheben.
- Q: Wie erstellt man in Melco Design Shop mit Insert Walk (Walk Stitch) durchgehende Walkstiche ohne Schnitte?
A: Starte das nächste Walk-Element extrem nah am Propeller-Symbol, bis die gepunktete Connector-Linie erscheint.- Insert Walk aktivieren (Ctrl + Shift + 2) und das erste Element zeichnen (Linksklick gerade, Rechtsklick Kurven).
- Mit Enter beenden und das Propeller-Symbol als Endkoordinate lokalisieren.
- Das nächste Element mit dem ersten Klick extrem nah am Propeller starten, bis die gepunktete Verbindung sichtbar wird.
- Erfolgskontrolle: Die gepunktete Connector-Linie ist sichtbar und der Stichpfad läuft als ein Fadenweg.
- Wenn es nicht klappt: Den ersten Klick neu setzen (noch näher) und prüfen, ob Auto Trim weiterhin um 64 Punkte steht.
- Q: Was ist der sicherste Weg, Trim-Verhalten an der Stickmaschine zu testen, ohne Stichverletzungen zu riskieren?
A: Hände vollständig aus dem Nadel-/Stickrahmenbereich halten – niemals während möglicher Bewegung Fadenenden greifen.- Maschine vollständig stoppen und warten, bis jede Bewegung beendet ist, bevor du in die Nähe des Nadelbereichs gehst.
- Slow Redraw in der Software nutzen, um „Überraschungs“-Sprünge vorab zu erkennen.
- Fadenenden nur im sicheren Zustand gemäß Maschinenbedienung/Handbuch schneiden.
- Erfolgskontrolle: Keine Hand im Rahmenbereich bei Pause/Resume-Situationen und keine unkontrollierte Bewegung kann Finger erreichen.
- Wenn Unsicherheit bleibt: Interne Sicherheitsroutine und das konkrete Maschinenhandbuch prüfen (Stop-Verhalten kann je nach Maschine variieren).
- Q: Warum „vergisst“ Melco Design Shop nach dem erneuten Öffnen einer .OFM- oder .DST-Datei die Hoop-Anzeige, und wie verhindert man Rahmencrashs?
A: Die Hoop-Anzeige ist workspace-/programmweit und nicht in der Datei gespeichert – der Bediener muss den Rahmen jedes Mal neu wählen und physisch bestätigen.- Nach dem Öffnen den korrekten Hoop im Workspace erneut auswählen.
- Den am Bildschirm angezeigten Rahmen mit dem tatsächlich montierten Rahmen am Maschinenarm abgleichen.
- Nicht davon ausgehen, dass die Datei die Rahmengröße „kennt“.
- Erfolgskontrolle: Bildschirmrahmen und realer Rahmen stimmen überein – kein Kontakt zwischen Nadelweg und Rahmen.
- Wenn es trotzdem kritisch wird: Sofort stoppen und Hoop-Auswahl sowie Setup vor Neustart erneut prüfen.
- Q: Welches Stickvlies eignet sich für Performance-Polos (Strick) vs. Baumwoll-Workshirts vs. Fleece/Handtuch, um Verzug und „Versinken“ zu vermeiden?
A: Vlies nach Material wählen: Tearaway für stabile Webware, Cutaway für Strick, und Cutaway + wasserlöslicher Topper bei hohem Flor.- Mittleres Tearaway für Standard-Baumwolle/Workwear (nicht elastisch).
- Cutaway für Performance-Strick/Polos; Material vor dem Einspannen am Vlies fixieren, damit es nicht wandert.
- Cutaway unten plus wasserlöslicher Topper oben bei Fleece/Handtuch.
- Erfolgskontrolle: Kein Verzug bei Strick und Details bleiben bei hohem Flor sichtbar.
- Wenn Probleme bleiben: Einspannung prüfen (stabil, aber nicht verzogen) und Nadel/Materialkombination kontrollieren.
- Q: Wie helfen Magnetrahmen gegen Rahmenspuren, und welche Sicherheitsregeln gelten bei Magnetrahmen?
A: Magnetrahmen halten über Magnetkraft (weniger Reibdruck/Handkraft) und reduzieren so Rahmenspuren – erfordern aber konsequenten Quetsch- und Implantat-Schutz.- Auf Magnetrahmen umstellen, wenn Rahmenspuren trotz Dampf bleiben oder Einspannen körperlich belastet.
- Finger beim Schließen konsequent aus der Klemmzone halten (Quetschgefahr).
- Magnetrahmen mit Abstand zu medizinischen Implantaten und sensibler Elektronik handhaben.
- Erfolgskontrolle: Weniger sichtbare Ringabdrücke nach dem Ausspannen und schnelleres Einspannen bei gleicher Passung.
- Wenn es nicht besser wird: Einspannspannung reduzieren (Material nicht überdehnen) und Vlies/Fixierung so wählen, dass keine übermäßige Klemmkraft nötig ist.
