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Wenn du schon einmal auf den Bildschirm der Husqvarna Viking Designer Epic 3 geschaut hast und gedacht hast: „Ich weiß genau, was ich will … warum kann ich es nicht einfach anfassen und es macht dann, was es soll?“, dann bist du nicht allein. Die Epic-3-Oberfläche ist technisch beeindruckend – aber für die Person, die davor steht, belohnt sie langsame, bewusste Schritte. Das gilt besonders, wenn du Layouts direkt an der Maschine bearbeitest.
In dieser praxisorientierten Anleitung baue ich nicht nur den Workflow aus dem Video nach (Design laden, am Bildschirm bearbeiten, für den Sticklauf vorbereiten), sondern ergänze die „Werkstatt-Details“, die typische Probleme verhindern: verrutschender Satin, Rahmenspuren/Rahmenabdrücke, unnötig verbrauchte Materialien und dieses miese Gefühl, wenn der Faden reißt und du nicht weißt, wo du sauber wieder einsteigen sollst.

Der Beruhigungs-Check: Was dir der Epic-3-Bildschirm wirklich sagt (und was du besser nicht antippst)
Die Presenter*in zeigt etwas Subtiles, aber Wichtiges: Auf dem Stickbildschirm ist oft nur ein Symbol in „Rose Quartz“ hervorgehoben. Diese Hervorhebung ist dein Navigations-Anker – sie zeigt dir, wie du aus der Seite wieder sauber herauskommst.
High-End-Touchscreens erzeugen schnell „Button Anxiety“: Man zögert, weil man die Konsequenz eines Tippens nicht sicher einschätzen kann. Faustregel für die Epic 3: Behandle hervorgehobene Icons wie „aktive Schalter“. Wenn du das falsche antippst, landest du schnell in Abfragen, die sich dramatisch anfühlen (z. B. „Design löschen?“).
Der Praxis-Check (Haptik & Feedback): Beim kapazitiven Display reicht ein gezieltes, leichtes Antippen – kein Druck. Achte auf das akustische Feedback (falls aktiviert), bevor du die Hand weiterbewegst.
Aus der Praxis kam als Rückmeldung schlicht: „This was very helpful“ – das ist oft der höfliche Code für „Ich war unsicher, überhaupt etwas anzutippen“. Das ist normal. Die Bedienlogik unterscheidet sich von Epic/Epic 2, und die Lernkurve ist real. Sobald du aber die „Zurück“-Logik verstanden hast, verschwindet die Unsicherheit.
Die „versteckte“ Vorbereitung, die Profis vor dem Editieren machen (damit Bildschirm und Realität zusammenpassen)
Bevor du Raster, Duplizieren oder Layers nutzt, mach einen kurzen Realitäts-Check. Bildschirmbearbeitung ist digital – dein Stickrahmen und der Stoff sind physisch. Wenn das nicht zusammenpasst, wird aus perfekter Bildschirm-Ausrichtung schnell schiefe Stickerei auf dem Kleidungsstück.
Wenn du auf Satin stickst (im Video wird Satin gezeigt und explizit zusätzliches Heften empfohlen), arbeitest du mit einem „fließenden“ Material. Satin will rutschen, er will sich verziehen – rechne damit, dass er beim ersten Unterleger sofort „kriechen“ möchte.
Physik der Stabilität:
- Der Stickrahmen: Muss so stramm sein, dass er beim Antippen eher dumpf „thump-thump“ klingt.
- Der Stoff: Muss „neutralisiert“ werden – wenn er sich dehnt, verzieht er das Motiv.
- Die Lösung: Für instabile Stoffe (z. B. dehnbar oder rutschig wie Satin) ist ein Cutaway-Stickvlies eine dauerhafte Basis.
Wenn du wiederholte Platzierungen machst (z. B. Brustlogo links auf 10 Shirts), ist „nach Augenmaß“ ein sicherer Weg in die Ermüdung. Hier ist eine Einspannstation für Maschinenstickerei nicht Luxus, sondern ein Konsistenz-Werkzeug: gleiche Einspannposition, gleiche Koordinate – weniger aggressive Bildschirm-Korrekturen.
Vorbereitungs-Checkliste („Pre-Flight“):
- Rahmen-Logik: Stimmt die Rahmengröße am Bildschirm mit dem realen Rahmen überein? (Im Video: 120x120.)
- Nadel-Check: Mit dem Fingernagel über die Spitze – fühlst du einen Grat, sofort wechseln.
- Vlies-Zuschnitt: Vlies rundum ca. 1,5 inch größer als der Rahmen.
- „Hidden Consumable“: Hast du temporären Sprühkleber (z. B. 505) oder eine aufbügelbare Lage? Satin braucht Reibung.
- Speicherort: Vorher festlegen, wo du speicherst (im Video: mySewNet Library).

Lass das Epic-3-Raster arbeiten: Schnelle, präzise Platzierung im 120x120-Rahmen
Im Video ist der erste „Unlock“ das Aktivieren des Rasters:
- Hoop Options öffnen (Menü unten).
- Grid-Schalter suchen.
- Einschalten.
Sobald das Raster sichtbar ist, zieht die Presenter*in das Design nach oben und nutzt die Rasterlinien als visuelle Referenz, um es oben mittig im Rahmenbereich zu platzieren.
Warum das zählt (Parallaxen-Problem): Wenn du den Bildschirm nicht exakt frontal anschaust, entsteht eine optische Verzerrung. Du denkst, es ist mittig – tatsächlich bist du 2 mm daneben. Rasterlinien sind hier dein objektives Lineal.
Gerade bei Einspannen für Stickmaschine-Projekten auf rutschigen Materialien wie Satin oder locker gewebter Baumwolle hilft dir das Raster, „gerade“ zu starten. Aber: Das Raster ist nur Referenz. Heften und Stabilisierung halten die Passung in der Realität. Wenn dein Einspannen schief ist, kann das Raster am Bildschirm das nicht „reparieren“.

Duplizieren + „Mirror End to End“ auf der Epic 3: Symmetrisches Layout ohne PC bauen
Als Nächstes wird ein zweites Motiv erzeugt und gespiegelt:
- Edit Design öffnen.
- Duplicate tippen (Icon mit zwei übereinanderliegenden Blättern).
- Die duplizierte Kopie auswählen.
- Mirror End to End tippen (vertikales Spiegeln).
- Die gespiegelte Kopie unter das Original ziehen.
Im Video wird ein wichtiger Praxis-Punkt gezeigt: Das duplizierte Layout passt trotzdem noch in den 120x120-Rahmen.
Regel „Luft zum Atmen“: Viele duplizieren erst und merken dann, dass sie am Rand in die kritische Zone kommen. Profi-Gewohnheit: Nach Duplizieren/Spiegeln kurz stoppen und die Ränder prüfen. Hast du mindestens 5–10 mm Abstand?
Stoff arbeitet. Wenn du „kante an kante“ planst, riskierst du, dass Nadel/Fuß am Rahmen streifen oder du in den Randbereich kommst. Bestätige die Reserve im Rahmen, bevor du dich in das Layout verliebst.

Der Layers-Trick, den viele Epic-3-Nutzer übersehen: Mehrere Designs auswählen, ohne durchzudrehen
Kernaussage aus dem Video: Du kannst mehrere Elemente nicht zuverlässig auswählen, indem du sie nacheinander auf der Fläche antippst. Die Logik ist: Tippen auf „Design B“ bedeutet „Design A“ ist abgewählt.
Die Lösung ist das Layers-Panel:
- Layers-Icon antippen (Stack-Symbol).
- Select All / Group-Icon nutzen (im Video als Box um die Blumen).
- Danach siehst du eine gemeinsame Bounding Box um beide Motive.
Warum das in der Produktion zählt: Jetzt bewegst du beide Motive als Einheit. Das reduziert Fehler durch „Finger-Rutscher“ und verhindert, dass du nachher mühsam wieder zueinander ausrichten musst. Für wiederkehrende Layouts (Logos, Spiegelmotive, Sets) ist Gruppieren ein echter Produktionsstandard.

Bearbeitete Datei in mySewNet Library speichern – weil du irgendwann garantiert falsch tippst
Nach dem Editieren wird im Video gespeichert:
- Save tippen.
- Wenn verbunden, öffnet sich mySewNet.
- Datei benennen (im Video: „freebie duplicate“).
- In der Library speichern.
„Digital Twin“ in der Stickpraxis: Die Begründung ist goldrichtig: Speichern ist „Versicherung“. Wenn du versehentlich etwas löschst oder später nicht fertig sticken kannst, hast du die bearbeitete Version sofort wieder verfügbar.
Workflow-Vorteil: Du baust dir eine Bibliothek bewährter Layouts. Wenn du mit einer husqvarna Stickmaschine reproduzierbare Ergebnisse willst, behandle gespeicherte Edits wie Rezepte: Wenn es funktioniert, sichern – nicht darauf vertrauen, dass du es in vier Wochen identisch nachbaust.

Hintergrundfarbe am Epic 3 ändern: Sichtbarkeitsprobleme erkennen, bevor du stickst
Im Video wird eine unterschätzte Funktion gezeigt: In Hoop Options lässt sich die Hintergrundfarbe über Farbrad/Slider ändern.
- Von Weiß auf Schwarz (oder im Demo auf Lila).
- Damit prüfst du, wie Garnfarben auf dunklen Stoffen „lesen“.
Kontrast-Check: Das ist keine Deko, sondern Optik. Gelb auf Weiß kann am weißen Bildschirm „verschwinden“ – Lücken oder ungünstige Dichte siehst du dann zu spät. Auf Schwarz poppt Gelb, und du erkennst Probleme früher.
Praxis-Habit: Bei dunklen Textilien (z. B. Navy Hoodie) Hintergrund auf dunkel/blau/schwarz stellen und prüfen, welche Elemente optisch untergehen. Das ist dein Signal, Garnfarben oder Reihenfolge zu überdenken, bevor du Material verschwendest.

Stitch-Out-Settings an der Epic 3: Stichplatte, Sensor Q Foot, Heften und Fadenschneiden (stell es ein, bevor du es bereust)
Im Stitch-Out-Menü geht’s von Software zu Hardware. Im Video wird geprüft:
- Plate: Standard-/Geradstichplatte (im Video: „less of a hole“). Hinweis: Eine Geradstichplatte reduziert „Flagging“ und verbessert die Präzision.
- Foot: Sensor Q Foot.
Dann wird Baste Around Design aktiviert. Für rutschigen Satin lautet die Empfehlung: beides nutzen:
- Baste Around Design: Fixiert nah am Motiv.
- Baste Around Hoop: Fixiert zusätzlich am Rahmenumfang.
Warum Heften bei Satin so viel bringt: Satin hat wenig Reibung – er gleitet auf dem Vlies. Heftstiche wirken wie „Klammern“ und verbinden Stoff und Vlies temporär, bevor die eigentliche Stickerei Zug aufbaut. Ohne Heften kommt es schnell zu Mikro-Verschiebungen, und Konturen treffen Füllungen nicht mehr sauber.
Cutter-Einstellungen (im Video sichtbar):
- Automatic Thread Cutter
- Automatic Jump Stitch Trim
Das ist bequem, beeinflusst aber auch das Ergebnis. Wenn du auf der Rückseite Schlaufen siehst, kann aggressives automatisches Trimmen mitziehen. Dann testweise „Jump Stitch Trim“ deaktivieren und manuell schneiden.
Warnung: Mechanische Sicherheit. Hände, Werkzeuge, Haare und lose Teile aus dem Nadelbereich fernhalten. Niemals unter den Sensor Q Foot greifen, während die Stickeinheit fährt.
Setup-Checkliste („Form-Up“):
- Plate: Richtige Platte ist physisch montiert (Geradstich vs. Zickzack).
- Foot: Sensor Q Foot ist in der Software gewählt und montiert.
- Heften: Satin = „Baste Around Design“ und „Baste Around Hoop“.
- Unterfaden: Unterfadenspule prüfen – nicht mit „fast leer“ in ein dichtes Motiv starten.
- Freigang: Fahrweg der Stickeinheit frei (keine Schere/Becher/Tools).

Color Sort / Merge / One-Color an der Epic 3: Nützlich – aber lass den Bildschirm dein Digitizing nicht „überlisten“
Im Video werden die Optionen in den Stitch-Out-Settings gezeigt:
- Sort
- Merge
- 1 Color
Wichtiger Praxis-Hinweis aus dem Video: Color Sort am Bildschirm ist nicht immer zuverlässig. Der Algorithmus ist effizient, aber nicht „künstlerisch“ – er kann Bereiche zusammenziehen, die für saubere Überlappungen eigentlich getrennt bleiben müssen.
Troubleshooting-Logik:
- Problem: Unsaubere Reihenfolge nach Sort/Merge.
- Symptome: Vordergrund wird „überstickt“, unlogische Sprünge.
- Lösung: Für komplexe Designs Sortierung lieber in mySewNet am PC/Mac machen; am Maschinenbildschirm nur bei einfachen, nicht überlappenden Motiven.
Nutze Sort/Merge also ruhig – aber prüfe das Ergebnis (z. B. über Ghost Mode), bevor du dich festlegst.

Ghost Mode an der Epic 3: Jede Farblage wie ein Profi prüfen (und Fehler früh sehen)
Im Video wird Ghost Mode gezeigt: Die aktuelle Farblage ist klar sichtbar, der Rest wird ausgegraut.
Warum das Profis nutzen: Ghost Mode ist dein Röntgenblick.
- Prüft die Reihenfolge nach „Color Sort“.
- Zeigt unnötige, versteckte Stiche (Bulk).
- Hilft zu verstehen, warum die Maschine „jetzt diese Farbe“ macht.
Wenn dir ein Design mitten im Lauf „komisch“ vorkommt, ist Ghost Mode eine der schnellsten Diagnosehilfen ohne Rätselraten.

Stitch-Out-Progress: Warum die Epic 3 die Vorschau verkleinert (und wie du das nutzt)
Beim Öffnen von Stitch Out Progress wird die Designvorschau kleiner, damit Farbliste und Bedienelemente Platz haben.
Das ist dein „Dashboard“ – hier wechselst du von Designer zu Operator.
- Fadenliste: Fahrplan.
- Progress-Bar: Zeitachse.
- Navigation: Steuerung.
Im Video wird eine Einschränkung genannt: Am Maschinenbildschirm werden keine Stichzahlen pro Farbblock angezeigt. Workaround: die Companion-App am Smartphone.

„Go-to Stitch #“ an der Epic 3: Sauberer Wiedereinstieg nach Fadenriss
Das ist das Highlight im Video:
- Von Color Block auf Stitch # umschalten (Icon mit Hash/Pound).
- Die mittlere Zahl antippen, um das Keypad zu öffnen.
- Eine Stichnummer eingeben (z. B. 60).
- Mit +/- stichweise vor/zurück.
Praxis-Protokoll für „Disaster Recovery“: Fadenrisse passieren. Wenn es passiert: ruhig bleiben.
- Neu einfädeln.
- Mit dem Stitch-#-Keypad ein Stück zurückgehen (ca. 10–15 Stiche vor der Bruchstelle).
- Von dort starten, damit die neuen Stiche sauber überlappen und „verriegeln“.
So vermeidest du, dass du einen Bereich mehrfach komplett überstickst und eine harte, dichte Stelle erzeugst.

Corner Check an der Epic 3: 10 Sekunden, die Kleidungsstücke retten
Im Video wird Corner Check gezeigt: Die Maschine fährt den Stickrahmen zu den vier Ecken der Bounding Box.
Der „Crash-Test“: Jedes Mal nutzen – besonders nach Layout-Änderungen (Duplizieren/Spiegeln/Gruppieren) und wenn du nah an die Rahmenlimits gehst.
- Streift etwas am Rahmen?
- Läuft es über eine dicke Naht?
- Kommt es in die Nähe von Reißverschluss/Knöpfen?
So verhinderst du Nadelbruch, Kratzer und ruinierte Ware.

Auf 300% zoomen: Details sehen, die Fadenrisse und unschöne Satinstiche verursachen
Im Video wird auf 300% gezoomt.
Zoom ist nicht nur zum Anschauen – sondern für Vorbeugung.
- Achte auf: winzige Überlappungen, wo Satinstiche „stauen“.
- Achte auf: Mikro-Sprünge, die der Trimmer evtl. nicht sauber erwischt.
- Achte auf: Dichte – wenn es am Bildschirm schon „massiv“ wirkt, wird dort Garn eher schreddern.
Stabilizer-Entscheidungshilfe für rutschigen Satin (damit deine Bildschirm-Passung auch real bleibt)
Im Video wird für rutschigen Satin ausdrücklich zusätzliches Heften empfohlen. Heften ist aber die letzte Verteidigungslinie – die erste ist die Wahl des Stickvlies.
Entscheidungsbaum: Satin & rutschige Stoffe stabilisieren
- Ist der Stoff instabil (dehnbar, rutschig, „fließend“)?
- Ja: Cutaway-Stickvlies (Mesh oder Heavy) – bleibt dauerhaft und gibt Struktur.
- Nein: Tearaway kann reichen (nur bei stabilen Geweben).
- Ist das Design dicht (viele Satinspalten)?
- Ja: Eine Lage Fusible Interfacing auf die Rückseite vor dem Einspannen, um den Stoff zu „zähmen“.
- Nein: Standard-Einspannen + Sprühkleber kann reichen.
- Hast du Rahmenspuren/Rahmenabdrücke (glänzende Ringe) im Satin?
- Ja: Oft ist der Rahmen zu fest angezogen oder der Stoff zu empfindlich.
- Lösung: Ein Magnetrahmen für Stickmaschine kann helfen, weil die Magnetkraft hält, ohne Fasern so stark zwischen Kunststoffringen zu quetschen.
Wann ein Magnetrahmen das richtige Upgrade ist (und wann nicht)
Der Workflow aus dem Video – präzise Positionierung, Gruppieren, Corner Check, Heften – führt in der Praxis zu einem Engpass: konstantes, sauberes Einspannen.
Für gelegentliche Projekte sind Standardrahmen okay. Wenn du aber Serien machst oder schwierige Materialien (Samt, empfindlicher Satin) verarbeitest, wird das Einspannen schnell zum Problem.
Upgrade-Logik: Schmerz vs. Lösung
- Schmerz: Handgelenkbelastung durch Schrauben; Rahmenspuren; Stoff rutscht und zerstört die mühsam eingestellte Passung.
- Kriterium: Wenn du mehr Zeit mit Einspannen als mit Sticken verbringst oder regelmäßig Ausschuss durch Rahmenabdrücke hast.
- Lösung: Bei kompatiblen Setups verändert ein Magnetrahmen für husqvarna viking die Physik: statt Reibschluss (Stoff zwischen Ringen) nutzt du vertikale Klemmkraft.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Neodym-Magnete sind sehr stark. Abstand zu Herzschrittmachern/ICDs und magnetischen Datenträgern halten. Finger beim Schließen aus der Klemmzone – Quetschgefahr.
Quick Troubleshooting: Epic-3-Bildschirmprobleme, die am meisten Zeit fressen
Hier ist eine strukturierte „Symptom–Ursache–Fix“-Übersicht zu den im Video angesprochenen Punkten.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Typischer Fix |
|---|---|---|
| Mehrere Designs lassen sich nicht auswählen | Standardverhalten (Einzelauswahl). | Layers > Group/Select All. |
| Garnfarben sind am Bildschirm schlecht sichtbar | Hintergrundfarbe passt (Kontrast fehlt). | Hoop Options > Background Color > auf Schwarz/kontrastreich stellen. |
| „Merge“ erzeugt unlogische Reihenfolge | Maschinen-Algorithmus vs. komplexe Überlappungen. | Merge am Bildschirm meiden; Sortierung in mySewNet am PC/Mac. |
| Design verrutscht/zieht Falten beim Sticken | Satin-Physik (Rutschen). | Cutaway-Stickvlies + doppelt heften (Design & Hoop). |
| Nadelbruch direkt beim Start | Kollision mit Rahmenbereich. | Immer Corner Check vor Start. |
| Fadenknäuel/Schreddern | Nadel alt oder Grat an der Spitze. | Nadel wechseln, Fadenweg prüfen. |
„Stitch-Out Ready“: Was ich direkt vor dem Start drücken würde
Das ist die finale Go/No-Go-Routine.
Operator-Checkliste („Green Light“):
- 1. Physisch frei: Rahmen eingerastet? Stoffkanten frei vom Schlitten?
- 2. Bildschirm-Check: Hintergrundfarbe zum Sichttest gewechselt? Reihenfolge per Ghost Mode plausibel?
- 3. Corner Check: Bounding Box gefahren? Keine Kollision.
- 4. Fixierung: Heften aktiv (bei Satin entscheidend).
- 5. Recovery-Plan: Weißt du, wie du bei Fadenriss mit „Stitch #“ zurückspringst?
Wenn du regelmäßig an die Grenzen klassischer Rahmen stößt (dicke Nähte, empfindliche Stoffe), lohnt sich ein Blick auf Stickrahmen für husqvarna viking mit magnetischer Klemmung – oft ist das der Unterschied zwischen „Material bekämpfen“ und einem ruhigen, reproduzierbaren Workflow.
(Hinweis: Funktionen und Menüs können je nach Firmware-Update variieren. Verbindliche Grenzen und Sicherheitsangaben stehen im Handbuch deiner Maschine.)
FAQ
- Q: Wie aktivieren Husqvarna-Viking-Designer-EPIC-3-Besitzer das Raster für eine genaue Platzierung im 120x120-Rahmen?
A: Aktiviere das Raster in den Hoop Options, bevor du das Design verschiebst – so hast du eine klare Referenz zum Ausrichten.- Hoop Options unten öffnen und Grid auf ON stellen.
- Beim Verschieben an den Rasterlinien orientieren, nicht an der (oft schwer lesbaren) Rahmen-Grafik.
- Aus einem anderen Blickwinkel kurz gegenprüfen, um Parallaxenfehler zu reduzieren.
- Erfolgscheck: Das Motiv sitzt optisch oben mittig mit gleichmäßigen Abständen links/rechts zu den Rasterlinien.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Einspannen prüfen – schief eingespannter Stoff lässt sich nicht „weg-rastern“.
- Q: Wie wählen und bewegen Husqvarna Viking Designer EPIC 3 Nutzer mehrere Designs, ohne die Ausrichtung zu verlieren?
A: Nutze das Layers-Panel der Husqvarna Viking Designer EPIC 3 zum Gruppieren/Auswählen – nicht das Antippen einzelner Motive auf der Fläche.- Layers-Icon antippen (Stack-Symbol).
- Select All / Group nutzen, bis eine gemeinsame Bounding Box beide Motive umfasst.
- Die Gruppe als Einheit verschieben und dann fein innerhalb der Rahmenbegrenzung positionieren.
- Erfolgscheck: Eine Bounding Box erscheint und beide Motive bewegen sich gemeinsam.
- Wenn es nicht klappt: Layers erneut öffnen und prüfen, ob wirklich die richtigen Elemente markiert sind.
- Q: Wie verhindern Husqvarna Viking Designer EPIC 3 Besitzer bei rutschigem Satin ein Verrutschen und Faltenziehen während des Stickens?
A: Satin mit Cutaway-Stickvlies stabilisieren und vor dem Sticken doppelt heften (um das Design und um den Rahmen).- Für rutschigen/instabilen Satin Cutaway-Stickvlies wählen, damit die Basis dauerhaft stabil bleibt.
- In den Stitch-Out-Settings Baste Around Design und Baste Around Hoop aktivieren.
- Bei weiterem „Kriechen“ temporären Sprühkleber oder eine aufbügelbare Lage einsetzen.
- Erfolgscheck: Nach dem Heften lässt sich der Satin im Motivbereich bei leichtem Ziehen nicht mehr auf dem Vlies verschieben.
- Wenn es trotzdem passiert: Nadel auf Grat prüfen und bei sehr dichten Satinstich-Bereichen langsamer sticken.
- Q: Wie reduzieren Husqvarna Viking Designer EPIC 3 Nutzer Rahmenspuren/Rahmenabdrücke auf empfindlichem Satin beim Einspannen?
A: Einspann-Druck reduzieren und Stabilisierung/Heften die Arbeit machen lassen; wenn Rahmenspuren bleiben, kann ein Magnetrahmen die Quetschung verringern.- Nicht „überfest“ einspannen – zu viel Druck macht Satin schnell glänzend.
- Stattdessen auf Cutaway-Stickvlies plus Heften setzen, um die Lage zu sichern.
- Bei wiederkehrenden Problemen einen Magnetrahmen in Betracht ziehen, sofern kompatibel.
- Erfolgscheck: Nach dem Ausspannen sind keine oder nur minimale glänzende Ringe sichtbar.
- Wenn es nicht besser wird: Auf Probestück testen – manche Satinqualitäten markieren extrem schnell und brauchen angepasste Handhabung.
- Q: Wie nutzen Husqvarna Viking Designer EPIC 3 Anwender das „Go-to Stitch #“-Keypad, um nach einem Fadenriss sauber weiterzusticken?
A: Auf Stitch-#-Ansicht umschalten, Stichnummer eingeben und dann 10–15 Stiche zurückgehen, um sauber zu überlappen und zu verriegeln.- Oberfaden ruhig neu einfädeln.
- Von Color Block auf Stitch # umschalten (Hash/Pound-Icon).
- Mittlere Zahl antippen, Stichnummer nahe der Bruchstelle eingeben und mit +/- 10–15 Stiche zurück.
- Erfolgscheck: Der Neustart überlappt sauber, ohne sichtbare Lücke und ohne „betonharte“ Überdichte.
- Wenn es nicht klappt: Auf 300% zoomen und auf extrem dichte Stellen prüfen; bei fühlbarem Grat Nadel wechseln.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sollten Husqvarna Viking Designer EPIC 3 Nutzer im Nadelbereich beachten, wenn sie mit dem Sensor Q Foot sticken?
A: Hände, Werkzeuge, Haare und lose Teile vom bewegten Nadel-/Stickbereich fernhalten und niemals unter den Sensor Q Foot greifen, während die Maschine läuft.- Fahrweg der Stickeinheit vor Start freiräumen.
- Finger aus dem Nadelbalken-/Fußbereich halten, sobald die Einheit aktiv ist.
- Corner Check nutzen, statt Stoff „mit der Hand zu führen“.
- Erfolgscheck: Der Rahmen kann Ecke-zu-Ecke fahren, ohne dass etwas in den Nadel-/Fußbereich gerät.
- Wenn es eng ist: Maschine stoppen, erst dann neu positionieren und Corner Check erneut laufen lassen.
- Q: Welche Magnet-Sicherheitsregeln sollten Husqvarna Viking Designer EPIC 3 Besitzer beim Einsatz von industriestarken Magnet-Stickrahmen beachten?
A: Magnet-Stickrahmen wie Industrieklemmen behandeln: Abstand zu Herzschrittmachern/ICDs und magnetischen Datenträgern halten und beim Schließen Finger aus der Klemmzone nehmen.- Magnete fern von Herzschrittmachern/ICDs und magnetischen Medien lagern.
- Den Magnetrahmen langsam und kontrolliert schließen – nicht „zuschnappen“ lassen.
- Magnete so aufbewahren, dass sie nicht unkontrolliert an Werkzeuge/Metallteile springen.
- Erfolgscheck: Der Rahmen schließt sicher ohne Quetschungen und hält stabil, ohne empfindlichen Stoff zu überkomprimieren.
- Wenn es schwierig zu kontrollieren ist: Langsamer, beidhändig schließen und die Hinweise im Maschinenhandbuch beachten.
