Redwork in Hatch: Vom Bibliotheks‑Motiv zur sauberen Maschinenstickerei

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Redwork in Hatch: Vom Bibliotheks‑Motiv zur sauberen Maschinenstickerei
In diesem Leitfaden lernst du Schritt für Schritt, wie du ein Redwork-Motiv in Hatch auswählst, korrekt auf deinen Rahmen anpasst, die Materialvorgaben (Leinen, zwei Lagen Tear-Away) prüfst, mit dem Stitch Player simulierst, sauber exportierst und auf der Maschine ausstichst. Du erhältst klar nummerierte Abläufe, Kurzchecks, Profi-Tipps sowie einen Hinweis zur passenden Spulenfadenfarbe, damit der finale Outline-Look wie von Hand gestickt wirkt.

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Table of Contents
  1. Was Redwork ist – und wann es passt
  2. Vorbereitung
  3. Setup in Hatch
  4. Ablauf: Vom Motiv bis zum Export
  5. Sticken an der Maschine
  6. Qualitätskontrolle & Ergebnis
  7. Troubleshooting & Fehlerbehebung

1 Was Redwork ist – und wann es passt

Redwork ist ein Outline-Stil, der den Look von Handstickerei mit der Maschine nachahmt. Das Ergebnis lebt von klaren, gleichmäßigen Linien ohne Füllflächen. Ideal ist Redwork, wenn du filigrane, grafische Designs magst und in kurzer Zeit ein präzises, leichtes Erscheinungsbild erzielen möchtest.

Hatch Embroidery Design Library focused on Redwork category.
The software interface emphasizes the 'Redwork' category within the design library, indicating the specific type of embroidery being explored in the tutorial.

1.1 Stilprinzipien verstehen

Der Redwork-Look entsteht durch einfache, kontinuierliche Stichwege mit einem einzigen Faden (hier rot). In Hatch sind solche Motive oft als ein durchlaufendes Objekt angelegt; das minimiert Sprungstiche und sichert eine flüssige Ausführung. So wirken Kurven, Wirbel und florale Schwünge besonders elegant.

1.2 Wann Redwork glänzt – und wann nicht

Gut geeignet ist Redwork für Leinen oder ähnliche, eher glatte Stoffe, auf denen Outlines ruhig liegen. Wenn du starke Dehnung, dicke Fleece-Oberflächen oder hochflorige Textilien verwendest, können die Linien optisch unruhiger wirken. In solchen Fällen stabilisiere sorgfältiger oder wechsle zu anderen Stilarten. Wenn du häufig auf wechselnden Materialien arbeitest, kann das Einspannen mit einem Magnetrahmen für Stickmaschine das Handling erleichtern, solange der Stoff plan und spannungsfrei bleibt.

1.3 Erwartung an die Maschine

Die Vorlage im Beispiel hat etwa 3.000 Stiche – das ist für gängige Maschinen gut beherrschbar und in rund zehn Minuten gestickt (Angabe aus dem Praxisbeispiel). Eine solide, saubere Fadenspannung und ein passender Spulenfaden sind hier wichtiger als hohe Geschwindigkeit.

2 Vorbereitung

Bevor du in der Software startest, kläre die drei Grundlagen: Motiv, Material, Stabilisierung.

2.1 Was du brauchst

- Computer mit Hatch Embroidery Digitizing Software (Zugriff auf die integrierte Design-Bibliothek).

Selecting a floral swirl Redwork design in Hatch software.
The user selects the 'Floral Swirl' design from the Redwork library, preparing it for placement onto the virtual hoop.
  • Stickmaschine (im Beispiel wurde eine Brother Innov-is eingesetzt; genaue Modellangaben sind im Video nicht ausgesprochen, aber sichtbar).
  • Stoff: Leinen (in der Software als Material hinterlegt und verwendet).
  • Stabilisierung: zwei Lagen Tear-Away (vom Programm empfohlen und übernommen).
  • Garne: roter Oberfaden, Spulenfaden möglichst in passender Farbe.

Wenn du häufig mehrere Teile nacheinander positionierst, arbeitest du beim Ausrichten effizienter mit einer hoop master Einspannstation, solange der Stoff flach geführt werden kann.

2.2 Das Motiv wählen

In der Redwork-Kategorie der Hatch-Bibliothek wählst du ein florales Wirbel-Design. Statt „Open“ nutzt du „New from Selected“, damit das Original nicht überschrieben wird. So kannst du bedenkenlos experimentieren und speichern, ohne die Bibliotheksdatei zu verändern.

2.3 Kurzcheck Vorbereitung

  • Motiv: Redwork „Floral Swirl“ geladen
  • Datei geöffnet über „New from Selected“ (Original geschützt)
  • Material geplant: Leinen, Stabilisierung: 2× Tear-Away, Garn: Rot oben, passend unten
  • Maschine: einsatzbereit, Teststück vorhanden

3 Setup in Hatch

Jetzt platzierst du das Motiv im virtuellen Rahmen und übernimmst die korrekten Materialvorgaben.

3.1 Rahmenwahl und Größe

Das Beispiel nutzt einen großen Rahmen. In Hatch siehst du sofort, ob das Motiv die Rahmenbegrenzung sauber einhält. Weil es ein „Grade-A“-Design ist, darfst du in größerem Umfang skalieren – Hatch berechnet die Stiche automatisch neu. Achte nach jeder Größenänderung darauf, dass die Proportionen stimmen und nichts an die Rahmengrenzen stößt.

Redwork floral design loaded onto a large hoop in Hatch software.
The chosen Redwork floral design is now loaded onto the software's virtual hoop, indicating the initial placement and scale.

Profi-Tipp: Wenn du häufig zwischen Rahmen wechselst, lohnt es sich, ein paar Rahmengrößen als Voreinstellungen bereitzuhalten. Das spart Klicks bei wiederkehrenden Projekten. Für kleine Muster auf Probestoffen sind kompaktere Rahmen schneller gerüstet; bei Redwork braucht es aber meist nicht mehr als ausreichend Luft rund um das Motiv.

Resizing the Redwork design in Hatch software for a smaller hoop.
The user demonstrates resizing the Redwork design, showing how the software adjusts stitching for different hoop sizes while maintaining design integrity.

3.2 Objektstruktur und Farbe prüfen

Öffne die Sequenz-/Objektpanels: Das Motiv liegt als ein durchgehendes Objekt vor und ist bereits rot eingefärbt – stich- und workflowfreundlich, da so unnötige Farbwechsel entfallen. In der „Reshape“-Sicht erkennst du die durchgängige Linienführung.

Hatch software displaying the red thread color and object panel.
The software's color and object panels are open, confirming the single red thread color used for the Redwork design and its structure as one continuous object.

Achtung: Farbwahl in der Software ist visuell; entscheidend ist, was in der Maschine eingefädelt ist. Wenn der Spulenfaden zu stark kontrastiert, blitzt er an Wendepunkten oder bei Spannungsspitzen durch.

Redwork design in 'Reshape' mode showing stitch points.
In reshape mode, the design displays individual stitch points, confirming its structure as a regular stitch pattern from a single starting point.

3.3 Materialvorgaben einstellen

Stelle in den Design-Informationen das Material auf Leinen – Hatch kalkuliert dann die Parameter (u. a. Stichdichte und Stabilisierungshinweise) passend. Für Leinen empfiehlt das Programm zwei Lagen Tear-Away. Übernimm diese Empfehlung, wenn dein Leinen eine ähnliche Griffstärke hat.

Design information panel showing 'Pure Cotton' fabric selected.
The design information panel provides details on the current fabric setting ('Pure Cotton') and highlights other stitching parameters, allowing for adjustment.

Profi-Tipp: Materialprofil vor dem Export speichern. So kannst du bei ähnlichen Projekten schneller starten und musst nicht jedes Mal alles neu einstellen.

Changing fabric type to 'Linen' in Hatch embroidery software.
The user changes the fabric type setting from 'Pure Cotton' to 'Linen', which will recalculate stitch parameters accordingly for the chosen material.

3.4 Stabilisierung – warum zwei Lagen?

Outlines wirken nur dann exakt, wenn der Stoff während des Stickens formstabil bleibt. Zwei Lagen Tear-Away liefern eine gleichmäßige Auflage, ohne den Stoff zu versteifen. Das hilft besonders bei runden Kurven und langen, gleichmäßigen Linien.

Hatch software recommending 'Tear-away' stabilizer.
The software suggests using two layers of 'Tear-away' stabilizer for the chosen fabric type, ensuring proper support during embroidery.

3.5 Kurzcheck Setup

  • Rahmen passt, Motiv innerhalb der Begrenzung
  • Objektstruktur: ein durchgehendes Objekt, keine unnötigen Farbwechsel
  • Auto-Material: Leinen aktiv
  • Stabilisierung: 2× Tear-Away übernommen
  • Stichanzahl geprüft (~3.000)

4 Ablauf: Vom Motiv bis zum Export

Nun simulierst du den Ablauf und exportierst die Datei korrekt für deine Maschine.

4.1 Simulation im Stitch Player

Starte den Stitch Player und prüfe den Ablauf bei moderater Geschwindigkeit – wichtig ist, dass die Reihenfolge logisch ist und sich Stiche in den Überlappungen sauber decken. Für die Vollansicht kannst du das Tempo erhöhen; achte trotzdem auf eventuell unlogische Sprünge.

Stitch player previewing the Redwork design stitch-out.
The stitch player simulates the embroidery process, showing how the design will be stitched section by section, providing a visual check before actual production.

Kurzcheck Simulation:

  • Stichreihenfolge wirkt fließend (Abschnitt für Abschnitt)
  • Keine auffälligen Sprünge oder Stopps sichtbar
  • Überlappungen setzen sich sauber

Wenn du feststellst, dass deine Stoffeinspannung wiederkehrend heikel ist, kann ein sauber geführter mighty hoop Magnetrahmen 5.5 auf kleinen Teststücken helfen, die Wiederholgenauigkeit zu erhöhen – vorausgesetzt, der Stoff ist nicht zu dick oder empfindlich.

4.2 Export für die Maschine

Nutze „Export Design“ statt „Save“. Der Export erzeugt eine Maschinen-Datei in passendem Format; „Save“ sichert das Arbeitsprojekt in Hatch. Achte darauf, die korrekte Maschinenendung zu wählen (detailspezifische Informationen zum Dateiformat werden im Video nicht benannt).

Fast-forwarded stitch player showing complete Redwork design preview.
The fast-forwarded stitch player preview reveals the entire Redwork design as it would appear when fully stitched, confirming the overlapping sections and final pattern.

Profi-Tipp: Benenne die Datei mit Material- und Stabilizer-Kürzeln (z. B. „_LIN_2TA_“). So erkennst du später sofort, wofür die Datei gedacht war.

Falls du bei empfindlichen Stoffen wenig Druck auf die Lagen geben willst, kannst du – je nach Maschine – mit einem dime Snap Hoop Magnetrahmen arbeiten; wichtig bleibt: Stoff plan, nicht verzogen, keine Wellen vor dem Start.

4.3 Kurzcheck Export

  • Stitch Player ohne Auffälligkeiten
  • „Export Design“ verwendet
  • Dateiname sinnvoll vergeben
  • Datei auf Stick/Karte/Übertragung geprüft

5 Sticken an der Maschine

Jetzt folgt der praktische Teil: einspannen, laden, sticken.

5.1 Einspannen und Ausrichten

Spanne Leinen und zwei Lagen Tear-Away glatt ein. Vermeide schräge Fadenzüge: Outlines zeigen jede Verzerrung. Lege das Motiv in der Maschine so an, dass es sauber im Rahmen liegt – Testfahrt/Umrandung prüfen, falls verfügbar.

Achtung: Ein zu locker eingespannter Stoff führt zu Wellen und ungleichmäßigen Linien. Reißt das Stabilizerpapier bei der Rahmenmontage, nimm es heraus und erneuere die Lage. Manche bevorzugen statt klassischem Rahmen einen Klemmrahmen für schnelle Tests – entscheide nach Stoff und Maschinenkompatibilität.

5.2 Garnwahl und Fadenspannung

Setze roten Oberfaden ein. Der Spulenfaden sollte farblich nahe am Oberfaden liegen. Im Beispiel war der Spulenfaden dunkel und wurde an einigen Stellen sichtbar – das ist der wichtigste Optimierungspunkt für die nächste Runde.

Wenn du häufig flache Teile mit minimalem Abdruck einspannst, kann ein Magnetrahmen die Handhabung vereinfachen; prüfe aber immer, ob dein Maschinenmodell und Material dafür geeignet sind.

5.3 Sticklauf

  • Design auf die Maschine laden
  • Rahmen einsetzen und Startbedingungen prüfen
  • Sticklauf starten; das Beispiel dauerte etwa zehn Minuten
  • Beobachte die ersten Kurven: Keine Fadenrisse, saubere Linien
Embroidery machine stitching the Redwork design on fabric.
A Brother Innov-is embroidery machine actively stitches the Redwork floral design onto a light-colored fabric, demonstrating the physical execution of the digital file.

Profi-Tipp: Beginne Redwork-Motive nicht mit Höchstgeschwindigkeit. Ein moderates Tempo zeigt schneller, ob die Spannung stimmt und ob der Stoff plan liegt. Nach einer kurzen Prüfung kannst du beschleunigen.

Closer view of the embroidery machine stitching the design.
A closer shot provides a more detailed view of the needle and hoop as the Redwork design is being embroidered, capturing the precision of the machine's work.

5.4 Kurzcheck Maschine

  • Stoff plan, Stabilizer intakt
  • Ober-/Unterfaden farblich abgestimmt
  • Erste Zentimeter ohne Risse/Puckern
  • Design deckt sich mit Vorschau

6 Qualitätskontrolle & Ergebnis

Nach dem Sticklauf prüfst du Konturen, Kreuzungen und die Rückseite.

6.1 Was „gut“ aussieht

  • Linien sind gleichmäßig, ohne Zacken oder Flattern
  • Überlappungen fügen sich unauffällig
  • Keine sichtbaren Spannungsspitzen in engen Kurven
  • Rückseite: keine massiven Fadenknäuel

Achte speziell auf Stellen, an denen der Faden die Richtung wechselt – dort blitzt ein kontrastierender Spulenfaden zuerst durch.

Finished Redwork floral embroidery design on fabric.
The completed Redwork floral swirl design, stitched in red thread on a light fabric, is showcased in the hoop, revealing the intricate details and the 'hand-embroidered' aesthetic.

6.2 Ergebnis im Beispiel

Das florale Wirbel-Design ist sauber gestickt; einzig der dunkle Spulenfaden ist an wenigen Stellen sichtbar. Konsequenz: Beim nächsten Mal den Spulenfaden an den Oberfaden anpassen – damit wird die Illusion „Handstich mit Maschine“ perfekt.

Wenn du Serien arbeitest oder wiederholgenau positionieren musst, kann – je nach Maschine – ein Snap Hoop Magnetrahmen für brother Abläufe beschleunigen, solange der Stoff nicht deformiert wird und die Magnetkraft gleichmäßig verteilt.

6.3 Weiterverwendung

Redwork-Outlines passen auf Deko-Tücher, Kissenfronten, Patchwork-Blöcke oder als applizierte Panel-Elemente. Konkrete Projektweitergaben wurden im Video nicht ausgeführt; bewahre Datei und Notizen (Material/Stabilisator/Tempo) für spätere Reproduktionen auf.

7 Troubleshooting & Fehlerbehebung

Fehlerbild: Spulenfaden sichtbar

  • Mögliche Ursachen: Spulenfaden kontrastiert; Oberfadenspannung zu hoch
  • Lösung: Spulenfaden farblich anpassen; Oberfadenspannung testweise etwas senken; kurze Testnaht auf gleichem Sandwich fahren

Fehlerbild: Puckern im Stoff

  • Mögliche Ursachen: Stoff zu locker eingespannt; Stabilisierung zu schwach
  • Lösung: Stoff neu und straff einspannen; zwei Lagen Tear-Away wie empfohlen; gegebenenfalls Probelauf mit kleinerem Muster

Fehlerbild: Unlogische Stichreihenfolge auf der Maschine

  • Mögliche Ursachen: Simulation nicht geprüft; fehlerhafte Exportdatei
  • Lösung: Stitch Player erneut laufen lassen; Datei neu exportieren; Namenskonflikte vermeiden

Fehlerbild: Rahmenbegrenzung gerissen

  • Mögliche Ursachen: Motiv zu groß skaliert; Rahmenkanten nicht geprüft
  • Lösung: In Hatch Rahmengröße prüfen; Motiv innerhalb der Begrenzung halten; Testumrandung fahren

Profi-Tipp (Wiederholgenauigkeit): Wer viele Testläufe macht, profitiert von reproduzierbaren Einspannvorgängen. Hier können – je nach Maschine – Zubehörlösungen helfen, z. B. ein Magnetrahmen für Stickmaschine für flache Stoffe. Prüfe immer die Eignung für Material und Modell und achte auf plan liegende Lagen.

Achtung (Kompatibilität): Zubehörrahmen sind modellabhängig. Prüfe vor dem Kauf unbedingt die Freigabe deines Maschinenherstellers. Das gilt ebenso für Spezialrahmen und Stationen; in manchen Setups kann eine hoop master Einspannstation Prozesse stark beschleunigen, in anderen ist ein klassischer Rahmen die sicherere Wahl.

Kurzcheck Troubleshooting

  • Spulenfaden passend? Ja/Nein
  • Stoff plan? Stabilizer in Ordnung?
  • Simulation vor Export geprüft?
  • Motivgröße innerhalb der Rahmenbegrenzung?