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Floriani FTCU Build 3776 meistern: Ein produktionstauglicher Leitfaden zu Ripple Fill und Auto-Digitalisieren
Wenn du schon einmal deine Sticksoftware aktualisiert hast und danach sofort dieses ungute Gefühl hattest, weil plötzlich alles anders wirkt: Das ist normal. In der professionellen Digitalisierung sind Updates ein zweischneidiges Schwert. Sie bringen starke neue Tools – aber sie verursachen auch gern eine Art „Software-Amnesie“ und setzen unauffällig genau die Voreinstellungen zurück, die deinen Workflow schnell und deine Ergebnisse reproduzierbar machen.
Dieser Guide ist nicht nur eine Zusammenfassung der Floriani Software Club-Lektion zu Build 3776, sondern eine praxisorientierte, „produktionssichere“ Rekonstruktion des Workflows: Wir setzen zuerst dein „digitales Cockpit“ wieder korrekt auf, nutzen Ripple Fill so, dass keine brettharten Flächen entstehen, und verwenden den Advanced Auto Digitizing Wizard ohne die typischen Anfängerfallen.

1. Pre-Flight-Check: Update bestätigen (ohne den Workflow zu sprengen)
Ziel: Sicherstellen, dass wirklich Build 3776 installiert ist, bevor du mit den Techniken arbeitest.
Bevor wir an Einstellungen gehen, gilt in der Sticksoftware eine goldene Regel: Nicht innerhalb von 24 Stunden vor einem Abgabetermin updaten. Ein Update kann Stichberechnungen, Standardwerte oder Export-Verhalten verändern – und du merkst es oft erst, wenn ein Teil schon auf der Maschine liegt.
Sicheres Update-Protokoll:
- Im RNK Software Club einloggen.
- Zum Tab Updates wechseln.
- Visuell prüfen: Für Floriani FTCU/Fusion muss als aktueller Stand Build 3776 (Release: 12. Juni) angezeigt werden.
- Installieren: Wenn deine Build-Nummer darunter liegt, Download starten und installieren.
Zeitbudget: Jeff nennt hier einen realistischen Rahmen: 30 bis 60 Minuten. Das ist keine „kurz nebenbei“-Aktion, sondern Wartung.
Warnung: Ignoriere das nicht. Ein Update mitten im Auftrag bringt eine Variable rein, die du nicht kontrollierst. Wenn z. B. Dichte-Defaults oder Tie-off-Verhalten zurückgesetzt werden, siehst du das unter Umständen erst, wenn ein Kleidungsstück bereits beschädigt ist.

2. „Cockpit-Reset“: Voreinstellungen für Produktionssicherheit wiederherstellen
Ziel: Standardwerte so ausrichten, dass Dateiausgabe, Anzeige und Digitalisierung wieder verlässlich sind.
Nach einem Update solltest du grundsätzlich davon ausgehen, dass Einstellungen auf Werkseinstellungen zurückspringen. Jeff betont es sehr klar: Nach jedem größeren Software-Update müssen die Preferences neu gesetzt werden.
Öffne Program Preferences (das blaue Zahnrad) und arbeite diese Kalibrierung ab:
A. Formate: Sprich die Sprache deiner Maschine
Im Tab Formats prüfst du das „Write“-Format. Jeff wählt PES10.
- Warum das wichtig ist: Neuere Maschinen (Brother/Baby Lock) erwarten Daten, die ältere PES-Versionen teilweise „plattdrücken“ oder anders interpretieren. Mit der passenden Version kommen Farbwechsel, Trims und Sequenzen sauberer von der Software zur Maschine.

B. Environment: Maßeinheiten
Unter Environment stellt Jeff auf Inches.
- Praxisregel: Stell die Einheit ein, in der du wirklich misst und denkst. Das reduziert Platzierungsfehler (z. B. bei Brustlogos oder bei kleinen Teilen).
C. View: Workspace entsperren
In View deaktiviert Jeff Lock properties in sequence and library windows.
- Damit kannst du dir den Workspace so anordnen, wie du ihn für Serienarbeit brauchst (z. B. Properties und Sequence View dauerhaft sichtbar).
D. Digitizing: Das visuelle „Lineal“
Unter Digitizing konfigurierst du das Grid:
- Grid Spacing: 0.50
- Subdivisions: 4 (damit bekommst du Viertel-Zoll-Linien)
- Auto Based: laut Jeff auf 5 oder 6 mm belassen.

Sicht-Check: Das Grid ist dein Lineal. Wenn du zoomst, sollte es wie klares kariertes Papier wirken. Das ist ein schneller Realitätscheck gegen „zu klein digitalisiert“-Fehler.
*Soforthilfe: Wenn der Bildschirm „komisch“ aussieht*
Wenn Tools wie Slow Redraw fehlen oder Panels überlappen:
- Toolbars → Workspaces → Reset Workspace
- Das ist der schnellste Weg zurück zu einem sauberen Interface.
PREP-CHECKLISTE: Vor dem Öffnen eines Produktionsdesigns
- Version: Build 3776 ist installiert.
- Zeitpuffer: Kein Update am Tag der Auslieferung.
- Format: Blaues Zahnrad → Formats → korrektes Write-Format (z. B. PES10).
- Einheiten & Grid: Units passend (z. B. Inches) und Grid 0.50 / 4.
- Interface: Bei fehlenden Tools „Reset Workspace“.

3. Ripple Fill meistern: Textur ohne „Pappkarton“-Steifigkeit
Ziel: Ripple Fill so einsetzen, dass die Textur leicht bleibt und die Stichzahl nicht explodiert.
Ripple Fill erzeugt konzentrische Stichlinien. Optisch stark – aber riskant: Sind die Linien zu dicht, entsteht eine steife, „kugelsichere“ Fläche, die Stoff verzieht.
Schritt 1: Grundform anlegen
- Shapes → Custom Shapes öffnen.
- Heart 004 wählen.
- Wichtiger Schritt: Das Fill-Häkchen deaktivieren und Apply.
Schritt 2: Ripple anwenden
- Form markieren.
- Unten in der Toolbar das Ripple Fill-Icon anklicken (Stern mit Spiralzentrum).
- Die Form wird mit konzentrischen Laufstichen gefüllt.

Schritt 3: Dichte/Abstand steuern (die wichtigste Stellschraube)
- Typische Falle: Der Default steht oft auf 2.0.
- Praxis: Jeff zeigt, dass 5.0 deutlich entspannter ist; er demonstriert auch 10.0.

Praxis-Anker (aus dem gezeigten Workflow abgeleitet):
- Wenn dir 2.0 „zu massiv“ wirkt, geh testweise auf 5.0 und beurteile die Optik/Stichzahl.
- Nutze die Vorschau/3D-Ansicht, um zu prüfen, ob es noch als Textur wirkt oder schon „zugeschmiert“ aussieht.
Produktionshinweis: Hohe Dichte macht nicht nur steif – sie verstärkt Push/Pull. Wenn Ripple-Flächen sichtbar wandern oder die Kontur „zieht“, ist das oft ein Halte-/Stabilitätsproblem. Für reproduzierbares Einspannen nutzen viele Profis eine Einspannstation für Stickmaschinen, damit das Material vor dem ersten Stich gleichmäßig und rechtwinklig sitzt.

4. Licht lenken: Gradient & Vanishing Point
Ziel: Blickführung erzeugen und Fadenaufbau kontrollieren.
Gradient-Einstellungen
Standard-Ripples sind gleichmäßig. Mit Gradient (z. B. Concave / Convex) änderst du die Verteilung.
- Concave: dichter am Rand, offener zur Mitte.
- Convex: offener am Rand, dichter zur Mitte.

Warum das praktisch ist: Mit Concave kannst du die Mitte leichter halten und den Fadenaufbau reduzieren – gerade bei Motiven, die sonst in der Mitte „zu“ werden.
Vanishing Point verschieben
Das ist der Schritt, der aus „geometrisch“ schnell „gestaltet“ macht.
- Shape Tool (Node-Edit) wählen.
- Den blauen Punkt (Vanishing Point) in der Mitte finden.
- Den Punkt aus der Form heraus ziehen.
- Rechtsklick (oder Enter), damit die Stiche neu berechnet werden.

Typischer Stolperstein: „Ich kann den Punkt nicht anklicken.“

5. Ripple Fill auf Text: Lesbarkeit retten
Ziel: Textur nutzen, ohne dass Buchstaben unleserlich werden.
Jeff importiert TTF-Artwork (Arial, Größe 72) und nutzt Ripple Fill.
- Problem: Ripple verzerrt klare Buchstabenformen – schnell wirkt Text „fusselig“.

Lösung über Layering (Doppellage)
- Textobjekt markieren (z. B. „C“).
- Copy/Paste direkt übereinander.
- Untere Ebene: Ripple Fill.
- Obere Ebene: normale Füllung/Satin (ggf. andere Farbe), damit die Kontur lesbar bleibt.

Ergebnis: Lesbarer Buchstabe „oben“, Textur „unten“ – wirkt hochwertig, ohne die Markenlesbarkeit zu opfern.
6. Advanced Auto Digitizing Wizard: dein digitaler Sous-Chef
Ziel: Bild schnell in Stiche umsetzen – ohne die „White Box“-Panne.
Auto-Digitalisieren ist kein Zauberknopf, sondern Vorbereitung: Es liefert eine Basis, die du kontrollieren und korrigieren musst.
- Purple Hat-Icon anklicken (Advanced Auto Digitizing Wizard).
- Bild auswählen (im Beispiel: Pony).


Die „White Box“-Falle
Der Wizard versucht gern, den weißen Hintergrund mit zu digitalisieren.
- Konsequenz in der Praxis: Wenn du den Hintergrund mitstickst, erzeugst du unnötige Stichmassen – schwer, steif, unangenehm und zeitfressend.

Layer-/Reihenfolge-Check
Auto-Digitizer raten die Stichreihenfolge nicht immer richtig.
- Prüfen: Kleine Details wie Auge/Nase.
- Korrigieren: Wenn das Auge zu früh kommt, wird es später überstickt. Mit dem Down Arrow das Auge ganz nach unten schieben, damit es zuletzt stickt.
7. Outline-Designs & sensible Anwendungen
Ziel: Leichte Designs für empfindliche Artikel (z. B. Baby-Body) erstellen.
Manchmal ist weniger mehr. Jeff zeigt, wie man aus dem Ergebnis eine reine Outline macht.
- Outline-Segment in der Sequence View auswählen.
- Stichart von Single Run auf Double Run umstellen.
- Nur diese Outline kopieren und in ein neues Design/Workspace einfügen.
Rahmenabdrücke (Hoop Burn) als Risiko: Bei sehr empfindlichen Materialien kann der Druck eines normalen Stickrahmens sichtbare Abdrücke hinterlassen.
Upgrade-Pfad (aus dem Guide-Kontext):
- Level 1: „Floating“ auf Klebevlies/adhäsivem Material (funktioniert, aber kann ungleichmäßig und „schmutzig“ sein).
- Level 2: Magnetrahmen für Stickmaschine – sie halten über Magnetkraft statt über Reibung und sind im Workflow oft schneller beim Einspannen kleiner/kniffliger Teile.
8. Der „Billig-Test“: Slow Redraw Simulator
Ziel: Stichreihenfolge prüfen, bevor Material und Zeit verbrannt werden.
Vor dem Speichern/Export: Slow Redraw starten.
- Visuell prüfen: Kommt das Auge wirklich nach der Gesichtsfläche? Wirkt Ripple wie Textur oder wie eine geschlossene Wand?
- Farbwechsel: Jeff nutzt Stop im Simulator, um manuell Farbwechsel einzufügen.
Entscheidungslogik: „Safe Stitch“-Strategie
Nutze diese Logik, um schnell die sichere Richtung zu wählen.
Szenario A: Stark dehnbares Material (Performance-Shirt)
- Ripple Fill: eher lockerer wählen (Jeff demonstriert, dass höhere Werte wie 5.0 deutlich entspannen).
- Einspannen: Dehnung ist der Gegner – entweder extrem konstant einspannen oder mit Hilfsmitteln arbeiten.
- Workflow-Hilfe: Eine Magnetische Einspannstation kann die Wiederholgenauigkeit beim Einspannen verbessern.
Szenario B: Empfindlich (Baby-Body/Samt)
- Design: Outline-only (Double Run) statt Flächen.
- Einspannen: Standardrahmen kann Abdrücke machen – hier sind Magnetrahmen für brother oder Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen eine gängige Alternative, wenn du das Thema regelmäßig hast.
Szenario C: Stabil (Canvas/Denim)
- Ripple Fill: kann dichter gefahren werden als auf Knit.
- Gradient: Convex ist hier eher unkritisch.
Versteckte „Consumables“ & Sicherheits-Basics
Starte nicht ohne diese Basics – sonst ist Fehlersuche vorprogrammiert.
- Nadelzustand: Eine stumpfe Nadel verschlechtert Ripple-Flächen sichtbar.
- Schneidwerkzeug: Jump Stitches aus Auto-Digitalisierung sauber entfernen.
Warnung: Magnet-Sicherheit
Wenn du auf Magnetrahmen umsteigst: Das sind starke Magnete.
* Quetschgefahr: Finger aus der „Snap-Zone“ halten.
* Medizinische Geräte: Abstand zu Herzschrittmachern einhalten.
SETUP-CHECKLISTE: Finaler Check vor dem Export
- Dichte/Abstand: Default 2.0 geprüft und bei Bedarf auf einen sichereren Wert (z. B. 5.0) angepasst.
- Hintergrund: Weiß im Wizard wirklich entfernt (ggf. mehrere Weißtöne prüfen).
- Reihenfolge: Auge/Details sticken zuletzt.
- Simulation: Slow Redraw einmal komplett angesehen.
OPERATION-CHECKLISTE: Während des Stickens
- Hören: Gleichmäßiges Laufgeräusch ist gut; hartes „Klopfen“ deutet auf zu viel Dichte/Probleme hin – stoppen und prüfen.
- Beobachten: Fadenspannung über die Rückseite beurteilen (Unterfaden sollte sichtbar, aber nicht dominant sein).
- Sicherheit: Hände weg vom bewegten Stickrahmen.
Fazit: Skalieren statt kämpfen
Build 3776 bringt mit Ripple Fill und dem Advanced Auto Digitizing Wizard Werkzeuge, die Designs schneller interessanter machen – wenn du die Voreinstellungen im Griff hast und die Stichphysik respektierst.
Wenn du merkst, dass du mehr Zeit mit Einspannen und Korrigieren verbringst als mit dem eigentlichen Digitalisieren, lohnt sich der Blick auf den Engpass „Halten & Platzieren“. Begriffe wie Magnetrahmen Anleitung sind dabei oft der Einstieg in einen reproduzierbaren Produktionsworkflow – weil sie Rahmenabdrücke und Platzierungsstreuung adressieren, die Software allein nicht lösen kann.
FAQ
- Q: Nach dem Update von Floriani FTCU/Fusion auf Software Club Build 3776: Warum wirken „Write“-Dateiformate und Digitalisier-Defaults zurückgesetzt?
A: Das ist nach größeren Updates häufig – kalibriere die Program Preferences neu, bevor du Produktionsdateien öffnest.- Öffne Program Preferences (blaues Zahnrad) und setze Formats → Write wieder auf das Format/die Version, die deine Maschine erwartet (im Beispiel: PES10).
- Stelle unter Environment die Einheit ein, in der du tatsächlich misst (im Beispiel: Inches), um Platzierungsfehler zu vermeiden.
- Setze Digitizing → Grid auf 0.50 Spacing mit 4 Subdivisions für verlässliche Größenkontrolle am Bildschirm.
- Erfolgscheck: Der Workspace fühlt sich wieder „normal“ an und das Grid wirkt beim Zoomen wie klares kariertes Papier.
- Wenn es weiterhin hakt: Toolbars → Workspaces → Reset Workspace ausführen, um fehlende Tools/Panels nach dem Update wiederherzustellen.
- Q: Warum fühlt sich ein Ripple-Fill-Herz auf einem T-Shirt in Floriani FTCU Build 3776 steif wie „Pappe“ an und zieht den Stoff zusammen?
A: Der Linienabstand ist zu eng – erhöhe den Ripple-Fill-Abstand, damit der Stoff zwischen den Linien noch nachgeben kann.- Erhöhe den Abstand vom häufigen Default (oft 2.0) auf einen sichereren Startwert; Jeff zeigt z. B. 5.0 (und demonstriert auch höhere Werte).
- Nutze die Vorschau/3D-Ansicht, um zu prüfen, ob es noch Textur ist statt einer geschlossenen Fläche.
- Optional: Concave-Gradient testen, um die Mitte leichter zu halten.
- Erfolgscheck: In der Vorschau sind Zwischenräume sichtbar, und das Motiv wirkt nicht wie eine „massive Platte“.
- Wenn es weiterhin verzieht: Abstand weiter erhöhen und Einspannen/Stabilisierung überprüfen (Verzug ist oft ein Halteproblem).
- Q: Welcher Ripple-Fill-Abstand ist sinnvoll für Jacken/Denim im Vergleich zu T-Shirts/Knits, um Verzug zu vermeiden?
A: Auf dehnbaren Materialien eher lockerer starten und über Slow Redraw prüfen; auf stabilen Stoffen kannst du dichter gehen.- Für Knits/T-Shirts: eher in Richtung der von Jeff gezeigten „entspannteren“ Werte gehen (z. B. 5.0 als Demonstrationswert).
- Für stabile Stoffe (Denim/Jacke): du kannst dichter arbeiten als auf Knit.
- Nutze Slow Redraw, um zu sehen, ob Ripple zur „Wand“ wird oder als Textur lesbar bleibt.
- Erfolgscheck: Die Vorschau zeigt klar erkennbare Linien/Struktur, passend zum Material.
- Wenn es nicht passt: Abstand/Gradient nachregeln und erneut simulieren.
- Q: Beim Bearbeiten des Ripple-Fill-Vanishing-Points in Floriani FTCU Build 3776: Warum lässt sich der blaue Punkt nicht auswählen?
A: Du musst das Shape Tool (Node-Edit) verwenden – mit dem normalen Select (Pfeil) klappt es nicht.- Auf Shape Tool wechseln und dann den blauen Punkt anklicken.
- Den Vanishing Point außerhalb der Form ziehen, um die Ripple-Richtung zu verändern.
- Danach per Rechtsklick (oder Enter) die Stiche neu generieren.
- Erfolgscheck: Der Punkt ist anwählbar und die Ripple-Struktur „tunnelt“ sichtbar zur neuen Position.
- Wenn es weiterhin nicht geht: Objektmarkierung prüfen und bei Interface-Problemen Workspace resetten.
- Q: Wie verhindere ich im Floriani FTCU Advanced Auto Digitizing Wizard, dass der „weiße Kasten“ (Hintergrund) hinter dem Motiv mitgestickt wird?
A: Entferne die weiße Hintergrundfarbe im Wizard, bevor die Stiche erzeugt werden.- In der Farbauswahl im Wizard den weißen Hintergrund anklicken.
- Mit „X“ (Remove) diese Farbe aus der Digitalisierung entfernen.
- Vorschau prüfen, ob noch Hintergrundbereiche übrig sind.
- Erfolgscheck: In der Stichvorschau ist nur das Motiv zu sehen – kein rechteckiger Hintergrund.
- Wenn es weiterhin passiert: Prüfen, ob mehrere „fast weiße“ Farbtöne vorhanden sind und diese ebenfalls entfernt werden müssen.
- Q: Warum verschwinden kleine Details (z. B. Augen) nach dem Sticken, obwohl sie am Bildschirm korrekt aussehen?
A: Die Stichreihenfolge ist falsch – kleine Details müssen zuletzt sticken, damit sie nicht von späteren Flächen überdeckt werden.- In der Wizard-Ergebnisliste/Sequenz das Auge (oder Detail) finden.
- Mit dem Down Arrow das Detail ganz nach unten schieben, damit es zuletzt stickt.
- Mit Slow Redraw prüfen, ob die Fläche zuerst und das Detail danach kommt.
- Erfolgscheck: Im Slow Redraw kommt das Auge am Ende und bleibt sichtbar „oben“.
- Wenn es weiterhin verschwindet: Weitere überdeckende Objekte identifizieren und die Reihenfolge entsprechend anpassen.
- Q: Beim Sticken von Outline-only-Designs auf Baby-Bodys oder Samt: Wie verhindere ich Rahmenabdrücke, und was ist ein sinnvoller Upgrade-Pfad?
A: Standard-Stickrahmen können empfindliche Fasern quetschen – nutze eine schonendere Haltemethode und steige bei Bedarf auf Magnetrahmen um.- Leichte Designs als Outline anlegen (im Beispiel: Single Run auf Double Run), um Volumen zu reduzieren.
- Hohe Reib-/Klemmkräfte vermeiden; Floating auf Klebematerial ist möglich, aber oft ungleichmäßig.
- Bei wiederkehrenden empfindlichen Artikeln sind Magnetrahmen eine gängige Upgrade-Option für schnelleres, gleichmäßigeres Einspannen.
- Erfolgscheck: Nach dem Ausspannen keine sichtbaren Ringabdrücke und die Outline liegt flach.
- Wenn es weiterhin Abdrücke gibt: Halte-/Stabilisierungsmethode prüfen und den Workflow auf Wiederholgenauigkeit trimmen.
- Q: Was sind zwei wichtige Sicherheitschecks beim Sticken dichter Ripple-Fill-Designs – und welche Sicherheitsregel gilt für Magnetrahmen?
A: Stoppe früh bei „gequältem“ Maschinenlauf und behandle starke Magnete als Quetsch- und Medizinprodukt-Risiko.- Hören: Gleichmäßiges Laufgeräusch ist normal; hartes „Klopfen“ deutet auf zu hohe Dichte/Probleme hin – pausieren und prüfen.
- Fadenbild beobachten: Rückseite kontrollieren; bei deutlichen Spannungsproblemen erst korrigieren, dann weitersticken.
- Hände immer aus dem Bewegungsbereich des Stickrahmens halten.
- Erfolgscheck: Ruhiger Lauf und stabiles Fadenbild.
- Wenn es nicht passt: Job stoppen, Dichte/Spannung/Halten korrigieren; bei Magnetrahmen Finger aus der Snap-Zone und Abstand zu Herzschrittmachern halten.
