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Freistehende Stoffschalen wirken auf den ersten Blick simpel – bis sich das erste Teil „reinzieht“, das Tearaway mitten im Sticklauf dieses gefürchtete Reißgeräusch macht oder die vermeintlich „wendbare“ Schale innen plötzlich einen Unterfaden zeigt, den du so nie geplant hattest.
Dieses Projekt (basierend auf Anita’s Winter Wonderland) ist auf einem soliden Intermediate-Level absolut machbar – aber es belohnt vor allem eins: disziplinierte Vorbereitung. Die Stichdichte ist extrem hoch, die Materialien (Peltex und festes Tearaway) sind wenig verzeihend, und kleine Abkürzungen sieht man später als Verzug in der 3D-Form.

Keine Panik – dichte freistehende Schalen-Panels fühlen sich erst „falsch“ an, bis du wie ein Profi vorbereitest (Anita’s Winter Wonderland)
Wenn dein erster Gedanke beim Blick auf die Stichdichte ist: „Das Vlies zerlegt sich gleich“, dann ist das keine Einbildung. Dein Bauchgefühl liegt richtig. Freestanding-Schalen-Panels sind so digitalisiert, dass sie über hohe Stichzahlen Stabilität aufbauen – und genau diese Dichte bestraft schwache Stabilisierung und hektisches Zurückschneiden.
Die gute Nachricht: Der im Tutorial gezeigte Ablauf ist stimmig. Wenn du die Logik hinter jedem Schritt verstehst, hörst du auf, gegen das Projekt zu kämpfen – und kannst es reproduzierbar wiederholen.
Hinweis zur Dokumentation: Die Anleitung wird im Winter Wonderland Booklet referenziert (Seite 60 für Projekthinweise, Seite 65 für die Nährichtung beim Zusammensetzen). Nutze diese Seiten als Basis. Die Anleitung hier ist dein „Werkbank-Manual“: die praktischen, prozesssicheren Schritte, die verhindern, dass du Material wegwerfen musst.
Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die Peltex beherrschbar macht: erst abpausen, erst zuschneiden – dann an den Stickrahmen
Der erste Tipp der Kursleiterin ist genau der, den viele überspringen – und das ist einer der Hauptgründe, warum Panels am Ende nicht zueinander passen und die Montage zur Zitterpartie wird.
Im Welcome-Packet findest du Schnittteile (Boden und Seiten). Diese Schnittteile auf Peltex übertragen und Peltex vorab von Hand zuschneiden – bevor du überhaupt an die Stickmaschine gehst.
Warum das so wichtig ist (Realitätscheck aus der Praxis)
Peltex ist sehr steif. Es „verzeiht“ nicht wie Baumwolle und lässt sich nicht mal eben passend ziehen. Wenn du später im Rahmen improvisierst (z. B. „ich schneide das im Rahmen schon passend“), zwingst du Material in eine Form, die nicht sauber vorbereitet ist. Spätestens an der Nähmaschine merkst du es: Kanten treffen nicht, Nähte laufen weg, und unter dem Nähfuß kämpfst du gegen die Steifigkeit.

Wenn du wiederholbare Ergebnisse willst, lohnt sich hier auch ein sauberer Ablauf am Arbeitsplatz. In professionellen Setups werden Einspannstation genutzt, um „Vorbereitung“ und „Sticken“ zu trennen – damit Schere, Schnipsel und Flusen nicht im Stickbereich landen.
Prep-Checkliste (bevor du irgendetwas einspannst)
- Schnittteile geprüft: Boden + Seitenteile aus dem Packet gefunden.
- Verstärkung vorbereitet: Peltex sauber abgepaust (keine Schätzerei) und von Hand zugeschnitten.
- Sortiert bereitgelegt: Teile nach Typ stapeln (alle Böden zusammen, alle Seiten zusammen), damit nichts verwechselt wird.
- Stoff mit Reserve: Stoffstücke mit ausreichend Rand zugeschnitten, damit Tack-Down und Handling nicht „auf Kante“ passieren.
- Vlieswahl: Festes, „crunchy“ Tearaway liegt bereit. (Nicht das weiche, faserige Tearaway – beim Anfassen sollte es eher „papierartig“ wirken.)
- Fixierung: KK 2000 Sprühkleber oder blaues Malerkrepp für den Platzierungsschritt.
Die 1-Teil-Regel: festes Tearaway für dichte freistehende Designs immer nur einzeln einspannen
Das Video ist hier bewusst deutlich: Festes, „crunchy“ Tearaway in den Stickrahmen einspannen – und immer nur ein Teil pro Durchlauf sticken.
Wenn du versuchst, „effizient“ zu sein und mehrere Schalen-Teile auf einmal auf einem großen Tearaway-Bogen zu platzieren, sorgt die Stichdichte dafür, dass das Tearaway zu stark perforiert. Damit verliert es seine Tragfähigkeit. Spätestens beim zweiten oder dritten Teil verhält es sich wie perforiertes Papier – es reißt bzw. bricht weg, und die Passung stimmt nicht mehr.
Das ist kein Markenproblem, sondern Physik: Dichte Stichfelder stanzen das Trägermaterial immer weiter aus. Jedes zusätzliche Panel bedeutet: mehr Perforation, weniger Rest-Stabilität, mehr Bewegung.
Wenn du gerade die Feinheiten beim Einspannen für Stickmaschine aufbaust, mach daraus eine feste Regel: Ein dichtes freistehendes Panel pro Einspannen.
Setup-Checkliste (bevor du Start drückst)
- Einspannung: Tearaway glatt und straff eingespannt.
- Nur ein Motiv: Pro Einspannen nur ein Boden oder eine Seite (kein „Ganging“).
- Rahmen sitzt: Stickrahmen korrekt eingesetzt und verriegelt.
- Material bereit: Stoff liegt für den ersten Tack-Down mit genügend Überstand.
- Fixiermethode klar: Peltex wird gleich per Spray oder Tape fixiert.
Warnung: Sicherheit beim Arbeiten. Beim Zurückschneiden nahe dichter Heftstiche Hände aus dem Nadelbereich halten und nur mit scharfer Schere arbeiten. Bei steifen Lagen wie Peltex führt „mit Kraft durchdrücken“ schnell zu Abrutschen.
Die wichtigste Schneide-Regel: nach dem ersten Tack-Down 1/4"–1/2" stehen lassen – sonst zieht sich das Panel ein
Nach dem ersten Tack-Down/Heftstich (der Laufstich, der den Stoff fixiert) kommt die zentrale QA-Regel für dieses Projekt:
Nicht direkt bis an die Heftnaht zurückschneiden. Lass 1/4" bis 1/2" Sicherheitszugabe stehen.
Wenn du jetzt schon exakt bis zur Stichlinie schneidest, zieht die nachfolgende dichte Stickerei die Kante nach innen („Pull-In“). Das verzerrt die Außenkante und kann Stabilizer sichtbar machen.

Warum das passiert: Zug in Stichrichtung
Dichte Stickerei baut Zug auf. Während das Stichfeld „anzieht“, will es Material Richtung Motivzentrum ziehen. Ohne Stoffpuffer außerhalb der Tack-Down-Linie fehlt der Kante die Reserve – das Ergebnis ist ein geschrumpftes, verzogenes Panel, das beim Zusammennähen nicht mehr sauber passt.
Bewährte Reihenfolge:
- Tack-Down: Platzierungs-/Heftstich laufen lassen.
- Grob zuschneiden: Stoff zurückschneiden, aber 1/4"–1/2" stehen lassen.
- Fertig sticken: Design komplett durchlaufen lassen.
- Final trimmen: Erst danach sauber bis zur fertigen Kante nacharbeiten.
Peltex sicher platzieren ohne Verzug: KK 2000 oder blaues Malerkrepp (entscheide dich bewusst)
Um Peltex an der Unterseite des Stickrahmens (auf der Rückseite des eingespannten Vlieses) zu fixieren, nennt die Kursleiterin zwei Optionen:
- KK 2000 Sprühkleber (Sulky)
- Blaues Malerkrepp (Painter’s Tape)
Beides funktioniert – es ist eine Frage von Tempo vs. Kontrolle/Reinigung.
- Sprühkleber: Schnell und flächig, dadurch weniger Risiko von „Wellen“/Bubbling. Aber: zu viel Kleber kann zu Rückständen führen.
- Malerkrepp: Sehr kontrolliert, kein Overspray. Dafür muss es so gesetzt sein, dass Peltex unter Maschinenvibration nicht „kriecht“.
Logik für ein sinnvolles Tool-Upgrade: Dicke Lagen (Stoff + Tearaway + Peltex) sind beim Einspannen oft unangenehm: Schraubrahmen hinterlassen eher Rahmenabdrücke oder kosten Kraft beim Festziehen. Wenn du genau hier kämpfst, sind Magnetrahmen für Stickmaschine in der Praxis oft ein echter Hebel: Sie klemmen über Magnetkraft statt über Reibung/Schraube – schnell und gleichmäßig.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnetrahmen mit Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Medizinprodukten verwenden. Magnete nicht unkontrolliert zusammenschnappen lassen – Quetschverletzungen passieren schnell.
Dateiauswahl: Winter-Wonderland-Designs, „blank bowl“ und der Embroidery-Edit-Shortcut
Du hast bei diesem Projekt mehrere Wege:
- Du stickst die vorgegebenen Schalen-Designs aus Anita’s Winter Wonderland.
- Auf dem USB-Stick gibt es eine Datei namens „blank bowl“.
- Es gibt „Blanko“-Teile, die du zuerst als Struktur stickst und danach mit einem eigenen Motiv kombinierst.
Wenn deine Maschine eine Embroidery Edit-Funktion am Display hat, wird im Video ein kombinierter Workflow empfohlen:
- Zuerst das „blank piece“ (Strukturteil) laden.
- Danach das gewünschte Dekor-Motiv per Embroidery Edit in denselben Arbeitsbereich holen.
- Ausrichten und zusammenführen.
Praxisnutzen (ohne zu übertreiben): „Blank-First“ ist besonders dann angenehm, wenn du die Schalen wiederholt machst: Struktur bleibt gleich, Motiv kann variieren.

Der wendbare Look, den viele übersehen: Unterfaden zur Oberfadenfarbe wechseln
Weil die Schale freistehend und wendbar ist, sieht man innen genauso viel wie außen. Deshalb der Finishing-Tipp aus dem Video:
Beim letzten Schritt (z. B. bei der sichtbaren Abschlusskante) den Unterfaden auf die gleiche Farbe wie den Oberfaden wechseln.

So vermeidest du, dass innen eine „falsche“ Unterfadenfarbe durchblitzt und das Ergebnis weniger hochwertig wirkt.
Montage, die wirklich Stand gibt: Zickzack 2,5 mm Breite, 0,3 mm Länge – von außen nach innen nähen
Die Endmontage passiert an der normalen Nähmaschine, nicht an der Stickmaschine. Die im Video genannten Einstellungen sind sehr konkret:
- Nährichtung: Von der Außenseite/Rand Richtung Innen/Center.
- Stichart: Zickzackstich.
- Breite: 2,5 mm.
- Länge: 0,3 mm (sehr kurz, fast satinstich-ähnlich).

Diese Kombination ergibt eine sehr dichte, feste Verbindung – eher „verschweißt“ als dekorativ.

Warum die Richtung zählt
Wenn du von außen nach innen nähst, kontrollierst du die Passung dort, wo man es am meisten sieht: am Rand. Startest du innen, „wandert“ jede kleine Abweichung nach außen und endet in einem unsauberen Rand.
Ablauf-Checkliste (kurzer „No-Regrets“-Durchlauf)
- Einspannen: Pro Einspannen nur ein Panel sticken.
- Trim-Management: Nach dem ersten Tack-Down 1/4"–1/2" stehen lassen.
- Fixierung: Peltex mit KK 2000 oder Tape so sichern, dass nichts wandert.
- Optik: Unterfaden für den letzten sichtbaren Schritt farblich anpassen.
- Montage-Settings: Zickzack 2,5 mm Breite / 0,3 mm Länge.
- Montage-Richtung: Von außen nach innen.
Troubleshooting: Die zwei Fehler, die am meisten Zeit kosten
Diese Probleme werden im Video konkret angesprochen – und genau dort lohnt sich konsequentes Gegensteuern.
| Symptom | Wahrscheinlichste Ursache | Quick Fix | Vorbeugung |
|---|---|---|---|
| Tearaway zerlegt sich im Sticklauf | Mehrere dichte Teile auf einem Tearaway-Bogen eingestickt. | Abbrechen und neu einspannen. | 1-Teil-Regel: ein Panel pro Einspannen. |
| Kante zieht sich ein / Panel verzieht sich | Zu früh zu knapp an der Tack-Down-Naht zurückgeschnitten. | Meist nicht sauber zu retten – neu zuschneiden. | Nach Tack-Down 0,25–0,5 inch stehen lassen. |
Upgrade-Gedanke: Wenn aus dem Projekt Routine wird
Wenn du mehrere Schalen hintereinander machst, merkst du schnell, wo Zeit und Kraft verloren gehen:
- Einspannen wird zur Belastung: Wenn dicke Lagen zu Rahmenabdrücken oder Handgelenk-Stress führen, sind Magnet-Stickrahmen oft der naheliegende nächste Schritt.
- Wiederholbarkeit/Passung: Für Serien hilft ein sauberer, stationärer Ablauf – hier taucht in der Praxis häufig die Suche nach Begriffen wie hoop master Einspannstation auf.
Wenn du den einfachsten „ersten Erfolg“ willst, halte dich an den Video-Workflow: Peltex zuerst abpausen und zuschneiden, festes „crunchy“ Tearaway, ein Panel pro Einspannen, nach dem ersten Tack-Down 1/4"–1/2" stehen lassen, Peltex sicher fixieren und dann mit dem dichten 2,5/0,3-Zickzack von außen nach innen zusammennähen. Genau diese Kombination sorgt für eine crisp stehende, wendbare Schale.
FAQ
- Q: Warum zerfetzt oder reißt Tearaway-Vlies beim Sticken der freistehenden Stoffschalen-Panels aus Anita’s Winter Wonderland mitten im Sticklauf?
A: Neu einspannen mit frischem, festem „crunchy“ Tearaway und pro Einspannen nur ein dichtes Schalen-Panel sticken.- Stoppe den Lauf und versuche nicht „durchzudrücken“, sobald das Vlies stark perforiert und sich verschiebt.
- Festes, „crunchy“ Tearaway glatt und straff einspannen und dann nur einen Boden oder eine Seite pro Einspannen laden.
- Kein Batchen mehrerer Panels auf einem großen Bogen – dichte Stichfelder perforieren das Vlies wie Notizblock-Papier.
- Erfolgscheck: Das eingespannte Vlies bleibt stabil und hält den kompletten Sticklauf durch.
- Wenn es trotzdem passiert: Weg von weichem/faserigem Tearaway und prüfen, ob der Stickrahmen korrekt eingesetzt und verriegelt ist.
- Q: Wie viel Stoffzugabe sollte bei freistehenden Stoffschalen mit Peltex nach dem ersten Tack-Down stehen bleiben, damit nichts „reinzieht“ und die Kante nicht verzieht?
A: Nach dem ersten Tack-Down 1/4"–1/2" Stoffzugabe stehen lassen und erst nach dem fertigen Sticken knapp sauber schneiden.- Erst Platzierungs-/Tack-Down-Stich laufen lassen, dann grob zurückschneiden und die 0,25–0,5 inch Sicherheitszugabe behalten.
- Die dichte Stickerei komplett fertig laufen lassen, damit die Kante durch die Stiche stabilisiert ist.
- Nicht früh bis zur Stichlinie schneiden – sonst zieht die Dichte den Stoff nach innen und Stabilizer kann sichtbar werden.
- Erfolgscheck: Die fertige Kante bleibt flach und gleichmäßig, ohne Lücken und ohne sichtbares Vlies am Rand.
- Wenn es trotzdem passiert: Richtung 1/2" gehen und sicherstellen, dass der Stoff zu Beginn mit ausreichend Überstand eingelegt war.
- Q: Wie bereitet man Peltex für die freistehenden Schalen-Panels aus Anita’s Winter Wonderland vor, damit die Nähte beim Zusammensetzen wirklich passen?
A: Die Peltex-Schnittteile (Boden und Seiten) zuerst abpausen und von Hand zuschneiden, bevor irgendetwas eingespannt wird.- Boden- und Seitenschnittteile aus dem Welcome-Packet nehmen und auf Peltex übertragen.
- Peltex sauber zuschneiden und die Teile nach Typ sortiert bereitlegen (Böden/Seiten getrennt).
- Stoff mit ausreichend Überstand zuschneiden, damit Tack-Down und Handling die Größe nicht verfälschen.
- Erfolgscheck: Beim Zusammennähen treffen die Kanten ohne „Zwingen“ aufeinander, und der Rand läuft nicht weg.
- Wenn es trotzdem nicht passt: Nicht im Rahmen „auf Maß“ improvisieren – neu zuschneiden nach dem abgepausten Schnittteil.
- Q: Wie fixiert man Peltex bei dichten freistehenden Schalen-Panels am besten an der Rückseite des Rahmens – KK 2000 Sprühkleber oder blaues Malerkrepp?
A: Entweder KK 2000 für flächige Haftung oder blaues Malerkrepp für kontrollierte Fixierung – wichtig ist, dass Peltex nicht kriecht oder wandert.- KK 2000 sparsam einsetzen oder Tape an Ecken und relevanten Punkten so setzen, dass Peltex unter Vibration nicht verrutscht.
- Zuerst das Vlies einspannen, dann Peltex wie vorgesehen auf der Rückseite fixieren.
- Pro Serie möglichst bei einer Methode bleiben, damit Dicke und Verhalten konstant sind.
- Erfolgscheck: Peltex bleibt während des Stickens ohne Blasenbildung und ohne Verschieben fest an Ort und Stelle.
- Wenn es trotzdem wandert: Mehr Tape-Fixpunkte setzen (auch mittig) bzw. bei Verdacht auf Rückstände weniger Spray verwenden.
- Q: Welche Nadel und welche Schneidwerkzeuge helfen, Fehler und Verletzungen zu vermeiden, wenn man dicke Peltex-Lagen nahe dichter Tack-Down-Stiche zurückschneidet?
A: Im Video wird vor allem die sichere Handhabung betont: mit scharfer Schere arbeiten und Hände konsequent aus dem Nadelbereich halten.- Beim Schneiden nicht „mit Kraft“ arbeiten – lieber sauber ansetzen und kontrolliert schneiden.
- Maschine anhalten und den Rahmen so positionieren, dass du sicher schneiden kannst.
- Erfolgscheck: Das Zurückschneiden gelingt kontrolliert, ohne dass du in den Nadelweg greifen musst.
- Wenn es trotzdem kritisch wird: Tempo rausnehmen – Hektik ist hier der häufigste Auslöser für Abrutschen.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sind nötig, wenn man starke Magnet-Stickrahmens bei dicken Lagen (Stoff + Tearaway + Peltex) nutzt?
A: Magnetrahmen als Hochkraft-Werkzeug behandeln: Quetschstellen vermeiden und Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Medizinprodukten halten.- Magnete kontrolliert zusammenführen, nicht in Fingernähe „zuschnappen“ lassen.
- Rahmenhälften beim Aufsetzen geführt halten, damit nichts plötzlich springt.
- Erfolgscheck: Das Einspannen läuft ruhig und kontrolliert, ohne plötzliches Zuschnappen.
- Wenn es trotzdem unkontrolliert wird: Absetzen, neu greifen, nie einhändig „gegen den Magneten kämpfen“.
- Q: Wie verhindert man bei wendbaren freistehenden Stoffschalen, dass eine kontrastierende Unterfadenfarbe innen an der Abschlusskante sichtbar wird?
A: Für den letzten sichtbaren Schritt den Unterfaden auf die gleiche Farbe wie den Oberfaden wechseln.- Den letzten Schritt als „Finish-Pass“ einplanen und den passenden Unterfaden rechtzeitig vorbereiten.
- Vor dem Ausspannen beide Seiten kurz prüfen, damit ein Farbfehler früh auffällt.
- Erfolgscheck: Innen wirkt die Kante sauber und bewusst – ohne auffällige „Zähnchen“/Durchblitzer.
- Wenn es trotzdem auffällt: Prüfen, ob der Unterfaden wirklich zur Oberfadenfarbe im letzten Schritt passt.
- Q: Wenn das Einspannen von Peltex + dichtem Tearaway bei Schalen-Panels zu Rahmenabdrücken oder Handgelenk-Belastung führt: Wann lohnt sich der Umstieg auf Magnetrahmen oder eine Mehrnadelstickmaschine?
A: Erst die Technik stabilisieren, dann bei anhaltendem Zeit-/Kraftverlust über Tools nachdenken.- Level 1 (Technik): ein Panel pro Einspannen, festes „crunchy“ Tearaway, Peltex sicher mit KK 2000 oder Tape fixieren.
- Level 2 (Tool): Magnetrahmen, wenn das Einspannen dicker Lagen wiederholt zu Abdrücken, ungleichmäßigem Klemmen oder Ermüdung führt.
- Erfolgscheck: Einspannen wird wiederholbar, ohne Verzug, und die Teile lassen sich ohne Stress montieren.
- Wenn es trotzdem hakt: Arbeitsablauf stärker standardisieren (Vorbereitung getrennt vom Sticken) und prüfen, ob Einrichtzeit der eigentliche Engpass ist.
