Von ScanNCut zur Brother Luminaire Applikation – ein sauberer Wireless-Workflow (und die Einspann-Fehler, die alles ruinieren)

· EmbroideryHoop
Dieses praxisnahe Tutorial führt dich Schritt für Schritt durch Brother „My Connection“: Du sendest die Kontur einer integrierten ScanNCut-Form drahtlos an die Brother Luminaire, wandelst die Vektor-Kontur in My Design Center in eine Blanket-Stitch-Applikationsdatei um, korrigierst die Stichrichtung Segment für Segment und finalisierst das Design für die Stickerei. Zusätzlich lernst du die echten Grenzen im Alltag kennen (z. B. 10 5/8" Transferbreite und der Ein-Datei-„Temporary Pocket“) – plus bewährte Einspann- und Stickvlies-Routinen, damit beim späteren Sticken nichts verrutscht, sich nichts kräuselt und du keine Nacharbeit hast.
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Inhaltsverzeichnis

Wireless-Applikation klingt nach „nice-to-have“… bis du dieselbe Kontur zum dritten Mal per Hand nachzeichnen musst – oder du zusiehst, wie ein perfekt zugeschnittenes Stoffteil beim Fixierstich um 1 mm wandert und die Kante plötzlich wellig und unprofessionell aussieht.

In diesem Workflow nutzt du Brother My Connection, um die Kontur einer integrierten ScanNCut-Form drahtlos an die Brother Luminaire zu senden – und wandelst diese saubere Vektorlinie anschließend in My Design Center in eine Blanket-Stitch-Applikationsdatei um.

Aus der Praxis kann ich dir sagen: Der Datentransfer ist der einfache Teil. Die eigentlichen Fehler passieren in den „unsichtbaren“ Details: Puffer-/Buffer-Limits, Stich-Physik und die Stabilisierung deines Stoff-„Sandwiches“.

Diese Anleitung führt dich durch den digitalen Handshake – und (mindestens genauso wichtig) durch die physische Vorbereitung, damit deine Applikation auch im echten Material sauber und reproduzierbar wird.

Close-up of the Brother ScanNCut screen showing the 'My Connection' icon.
Menu selection

Ruhe bewahren: „My Connection“ ist nicht kompliziert – aber gnadenlos

Michelles Vorgehen startet richtig: Nicht zuerst irgendwo Designs suchen. Du musst die Maschinen zuerst bewusst „miteinander sprechen lassen“. Auf der ScanNCut bedeutet das: gezielt das My Connection-Symbol öffnen.

Denk an eine sichere Leitung: Wenn du auf einer Seite nicht „abhebst“ (die Funktion öffnest), fließen keine Daten – egal wie gut dein WLAN ist.

Realitäts-Checks vor dem Start:

  1. Verbindung steht: My Connection muss bereits eingerichtet sein (die initiale Kopplung/Autorisierung in den Einstellungen).
  2. Im richtigen Modus: Du musst dich in My Connection befinden – sonst ist „Send/Transfer“ nicht verfügbar.

Wenn du zu den Sticker:innen gehörst, die gern „klicken und hoffen“: Diese Funktion bestraft das. Starte jedes Mal in My Connection.

ScanNCut setup screen showing the selected orange fruit pattern with dimensions.
Pattern selection

Profi-Vorbereitung, die viele übersehen: Sende die Kontur – nicht die Einzelteile

Auf der ScanNCut SDX330D wählt Michelle ein integriertes Muster. Ziel ist, Outline Data (die Kontur/Umrisslinie) zu senden, damit die Luminaire diese Linie später als Stichpfad interpretieren kann.

Navigation (wie im Video):

  1. My Connection am ScanNCut-Startbildschirm öffnen.
  2. Send wählen.
  3. Pattern wählen.
  4. In der Bibliothek (z. B. Fruit) die Orange auswählen.

Wichtiger Entscheidungspunkt: Wähle die Option, die die komplette Außenkontur der Form repräsentiert (die „Master-Silhouette“). Wählst du stattdessen getrennte Komponenten, musst du sie später auch getrennt als Applikation behandeln.

Risiko „Temporary Data Pocket“: Es passt nur eine Datei hinein

Hier werden erfahrene Anwender:innen bewusst langsamer. Der Wireless-Transfer verhält sich wie ein Postfach mit nur einem Fach, nicht wie ein Speicher.

  • Du bekommst die Warnung sinngemäß: „Data already exists in the temporary pocket. Update?“
  • Bedeutung: „Ich überschreibe jetzt die zuletzt gesendete Transfer-Datei im Puffer.“

Das macht viele nervös. Wichtig: Es löscht nicht deine gespeicherten Dateien auf den Geräten – es leert nur den temporären Transfer-Puffer. Konsequenz: Du kannst nicht fünf Motive „auf Vorrat“ senden. Immer: senden → auf der Luminaire abrufen → speichern → erst dann das nächste senden.

Pre-Flight-Checkliste (vor dem Transfer)

  • Handshake aktiv: Bist du wirklich im Menü My Connection?
  • Silhouette gewählt: Komplett-Umriss statt Schnitt-Teile?
  • Größe notiert: Michelles Orange ist 3.82" x 3.95".
  • Puffer bewusst überschreiben: Ist es okay, die vorherige Transfer-Datei zu ersetzen?
ScanNCut editing screen showing the grayed-out area indicating the transfer size limit.
Pre-transfer editing

Respektiere das 10-5/8"-Limit: Warum deine 12"-ScanNCut-Matte dich in die Irre führt

Hier stolpern auch sichere Anwender:innen, weil Cutter und Stickmaschine unterschiedliche Grenzen haben.

  • ScanNCut-Matte: 12" breit.
  • Luminaire Transfer-Limit: 10 5/8".

Auf dem ScanNCut-Display siehst du rechts eine dezente grau hinterlegte Zone. Das ist keine Empfehlung, sondern eine harte Grenze. Sobald dein Design auch nur 1 mm in diese Zone ragt, kann der Transfer scheitern oder das Motiv wird abgeschnitten.

Praxis-Hinweis: Wenn du großflächige Applikationen planst, prüfe die Breite früh. Ist dein Motiv zu breit, musst du es vor dem Senden drehen oder skalieren, damit es vollständig im gültigen Bereich liegt.

Warnung: Mechanische Sicherheit. Beim Wechsel zwischen Geräten nicht hetzen. ScanNCut-Messer und Sticknadeln sind scharf – Hektik ist der schnellste Weg zur Verletzung.

Form auf der Brother Luminaire abrufen: das „Cloud“-Portal

Wenn die ScanNCut den Transfer bestätigt, wechselst du zur Luminaire. Du findest die Datei nicht in normalen USB-Ordnern – du musst sie aus dem Transfer-Puffer abrufen.

Abrufpfad (wie im Video):

  1. My Design Center öffnen.
  2. Shapes wählen.
  3. Oben in den Tabs das ScanNCut-Icon (Cloud/Maschinen-Symbol) suchen.
  4. Laden abwarten – die Kontur erscheint als Drahtgitter/Outline.
  5. Auswählen und mit OK auf die Arbeitsfläche übernehmen.

Damit hast du eine Vektorlinie vom Cutter in die Stick-Umgebung gebracht. Jetzt muss daraus echte Stichinformation werden.

Luminaire screen showing the shapes menu with the ScanNCut retrieval icon highlighted.
Retrieving data

Vektorlinie in Blanket Stitch umwandeln: die Bucket-/Fill-Technik

Eine Vektorlinie ist noch keine Stickdatei – sie ist nur ein Pfad. Du musst eine Line Property zuweisen. Michelle wählt Blanket Stitch für eine klassische Applikationskante.

Die Bucket-Nuance: Viele wählen „Blanket Stitch“ und wundern sich, warum nichts passiert. In My Design Center gilt: Tool auswählen reicht nicht – du musst die Eigenschaft mit dem Bucket (Fill) auf die Linie „gießen“.

Ablauf:

  1. Line Properties öffnen.
  2. Blanket Stitch auswählen.
  3. Farbe zur Kontrolle: Eine gut sichtbare Bildschirmfarbe wählen (Michelle nimmt Orange). Das ist nur zur Anzeige – die echte Garnfarbe bestimmst du später beim Sticken.
  4. Bucket (Fill) aktivieren.
  5. Auf die Kontur tippen, damit die Eigenschaft auf die Linie angewendet wird.

Kontrollpunkt: Die dünne Drahtlinie wird in der Vorschau als „stichige“, kräftigere Linie in der gewählten Farbe dargestellt.

Selecting the blanket stitch option in the Line Property menu on the Luminaire.
Setting stitch properties

„Zähne zeigen nach außen“: Stichrichtung als Qualitätskontrolle

Bei Blanket Stitch muss der Stich „in“ die Applikation beißen und entlang der Rohkante laufen. Zeigen die „Zähne“ nach außen (in den Hintergrundstoff), wirkt die Kante falsch und kann sich eher lösen.

My Design Center behandelt die Kontur als mehrere Segmente – und die Richtung kann segmentweise falsch interpretiert werden.

  1. Vorschau: Stark hineinzoomen (z. B. 200%–400%).
  2. Prüfen: Zeigen die Zähne in die Applikationsfläche oder davon weg?
  3. Korrigieren:
    • Das betroffene Segment auswählen.
    • Mit dem Flip/Switch-Symbol (meist kreisförmige Pfeile) umschalten.
    • Mit Next Segment für Segment durchgehen.

Wichtig: Du kannst nicht alles auf einmal flippen – im Video wird klar: es geht nur einzeln, Segment für Segment. Das ist lästig, aber es ist deine QC-Phase. Ein falsch gedrehtes Segment ruiniert die komplette Kante.

Using the stylus to tap the outline of the orange shape to apply the stitch property.
Applying stitches

Datei finalisieren: Objekt in Stichdaten umrechnen

Wenn die Eigenschaften gesetzt sind:

  1. Set drücken.
  2. Mit OK umwandeln.
  3. Embroidery wählen.

Jetzt berechnet die Maschine die Stichpunkte (X/Y) – die Datei ist stickbereit.

Flipping the stitch direction for a specific segment of the orange applique.
Editing stitch direction

Der echte Erfolgsfaktor bei Applikation: Einspannen, Stickvlies und Physik

Das Video erzeugt die digitale Datei – aber die Maschine muss sie sauber ins Material bringen. Genau hier scheitert es ohne sauberen Workflow. Applikation ist ein „Sandwich“ aus mindestens drei Lagen: Stickvlies + Grundstoff + Applikationsstoff.

Wenn Applikationen misslingen, liegt es selten an der Software – fast immer an Bewegung. Verrutscht eine Lage auch nur 1 mm, trifft der Blanket Stitch die Kante nicht mehr.

Entscheidungsbaum: Stickvlies- & Einspann-Strategie

Nicht raten – nach Materialrisiko entscheiden:

  • Fall A: stabiler Webstoff (Quilt Cotton, Canvas, Denim)
    • Risiko: mittel.
    • Lösung: mittleres Tearaway-Stickvlies.
    • Aktion: Stoff glatt bügeln. In den Stickrahmen einspannen, gleichmäßig straff.
  • Fall B: Maschenware/Stretch (T-Shirt, Sweat, Jersey)
    • Risiko: hoch (Dehnung → Kräuseln/Versatz).
    • Lösung: Cutaway (Mesh/Poly).
    • Aktion: Stoff vor dem Einspannen mit temporärem Sprühkleber auf dem Vlies fixieren, damit sich das Sandwich wie eine Einheit verhält.
  • Fall C: rutschig/empfindlich (Satin, Performance Wear)
    • Risiko: hoch (Verrutschen + Rahmenspuren).
    • Lösung: No-Show Mesh Cutaway + Einspannmethode, die Druckspuren reduziert.

Upgrade-Pfad beim Einspannen: Wann das Werkzeug der Engpass ist

Wenn du Probleme hast, gleichmäßige Spannung zu bekommen, oder wenn dich das ständige Schrauben am Innenring ausbremst, ist das ein klares Signal.

Viele Profis, die sich mit Einspannen für Stickmaschine beschäftigen, merken: Der klassische Doppelring ist oft der Flaschenhals.

Praxis-Upgrade: Wenn du Rahmenspuren bekommst oder bei Serienarbeit Ermüdung spürst, sind Magnetrahmen für Stickmaschine eine Option.

  • Warum: Magnetkraft klemmt gleichmäßig von oben – ohne den Stoff in eine „Schüssel“ zu ziehen.
  • Nutzen für Applikation: Die flachere Auflage hilft, den Applikationsstoff präziser zu positionieren und reduziert das Risiko von Verschieben beim Fixierstich.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnetrahmen können hart zuschnappen.
* Quetschgefahr: Langsam und kontrolliert zusammenführen.
* Medizinische Implantate: Magnete mindestens 6 inches von Herzschrittmachern/Implantaten fernhalten.

Setup, das deine Handgelenke (und Nacharbeit) spart

Wenn du vom Hobby Richtung Nebenjob/Produktion gehst, müssen die Tools zur Stückzahl passen.

  • Level 1 (Hobby): Standard-Brother-Stickrahmen + gutes Stickvlies. Fokus: Technik.
  • Level 2 (Prosumer): Upgrade auf Magnetrahmen für brother luminaire. Fokus: Konstanz. Das reduziert Rahmenspuren und beschleunigt das Wiedereinspannen bei Kleinserien.
  • Level 3 (Business): Bei 50+ Teilen/Woche werden Fadenwechsel und Schneidezeiten zum Engpass. Dann lohnt der Blick auf Mehrnadelstickmaschine-Workflows.

Troubleshooting: „Der Geist in der Maschine“

Wenn etwas nicht klappt: nicht raten. Diagnose in Reihenfolge (Hardware → Software → Bedienung).

Symptom Likely Cause Immediate Fix
Luminaire findet die ScanNCut-Datei nicht Handshake fehlt oder falscher Modus Zur ScanNCut zurück. My Connection öffnen (nicht nur in Pattern/USB speichern).
„Data exists in pocket“-Warnung Puffer belegt Normal. Mit OK/Update überschreiben, wenn du bereit bist.
Design ist auf der ScanNCut teilweise grau/Transfer scheitert Größenlimit Motiv überschreitet 10 5/8". Verschieben, drehen oder skalieren.
Blanket Stitch verfehlt die Kante Physisches Verrutschen Kritisch: Einspannen zu locker oder keine Fixierung. Neu einspannen/adhäsiv fixieren; ggf. Magnetrahmen nutzen.
Faden reißt beim Blanket Stitch Dichte Kante + Reibung/Setup Geschwindigkeit reduzieren (im Draft genannt: 600 SPM) und Setup prüfen.

Checkliste vor dem Start

Bevor du „Start“ drückst, einmal kurz systematisch prüfen:

  • Einspann-Check: Stoff kurz antippen – wirkt er gleichmäßig straff?
  • Nadel-Check: Frische Nadel passend zum Material.
  • Platzierung: „Trace/Vorschau“ nutzen, damit das Motiv im Stickrahmen liegt.
  • Werkzeuge bereit: Applikationsschere und temporärer Sprühkleber griffbereit, damit du nicht während der Bewegung improvisierst.

Das Ergebnis

Wenn du Michelles ScanNCut-zu-Luminaire-Workflow beherrschst, sparst du dir das manuelle Nachzeichnen. Wenn du dazu sauberes Einspannen und die passende Stickvlies-Strategie kombinierst, sieht das Ergebnis nicht nur am Bildschirm gut aus – sondern auch in der Hand.

Applikation ist Präzisionsarbeit. Wenn dir das Resultat gefällt, aber das Setup dich ausbremst, denk daran: Tools wie Magnetrahmen für brother Stickmaschine sind genau dafür gemacht – um den Schritt von „irgendwie klappt’s“ zu „reproduzierbar und effizient“ zu schließen.

The final embroidery file loaded on the Luminaire embroidery screen ready for sewing.
Final review

FAQ

  • Q: Warum funktioniert bei Brother My Connection auf der ScanNCut SDX330D die Transfer-/Send-Funktion zur Brother Luminaire nicht?
    A: Das passiert meist, wenn die ScanNCut nicht im My Connection-Modus ist oder die initiale Autorisierung/der Handshake mit der Brother Luminaire nie abgeschlossen wurde.
    • Öffne zuerst My Connection am ScanNCut-Startbildschirm (nicht aus Pattern- oder USB-Menüs starten).
    • Prüfe, ob die Kopplung/Einrichtung in den Einstellungen bereits durchgeführt wurde, damit der Transfer-Button aktiv wird.
    • Erfolgskontrolle: Auf der ScanNCut ist Send/Transfer aktiv (nicht ausgegraut) und der Transfer läuft ohne Timeout durch.
    • Wenn es weiterhin scheitert: Beide Maschinen neu starten und die Sequenz erneut aus My Connection heraus beginnen.
  • Q: Was bedeutet die Meldung „Data already exists in the temporary pocket. Update?“ bei Brother My Connection beim Senden von ScanNCut zur Brother Luminaire?
    A: Keine Sorge – das ist der Hinweis, dass der Ein-Slot-Transferpuffer überschrieben wird, nicht dass gespeicherte Dateien auf den Maschinen gelöscht werden.
    • Tippe OK/Update nur, wenn du bereit bist, die vorherige Transfer-Datei im Puffer zu ersetzen.
    • Rufe die Datei auf der Brother Luminaire direkt ab und speichere sie nach dem Import, erst dann das nächste Motiv senden.
    • Nicht versuchen, mehrere Formen „im Batch“ zu senden: senden → abrufen → speichern → dann erst das nächste.
    • Erfolgskontrolle: Die neue Kontur erscheint auf der Luminaire in My Design Center unter dem ScanNCut-/„Cloud“-Tab als Outline.
    • Wenn es weiterhin scheitert: Stelle sicher, dass du in My Design Center wirklich aus dem ScanNCut-Puffer abrufst (nicht aus USB-Ordnern).
  • Q: Warum ist ein Design ausgegraut oder der Transfer von Brother ScanNCut zur Brother Luminaire schlägt fehl, obwohl ich eine 12"-ScanNCut-Matte nutze?
    A: Die My-Connection-Transferbreite der Brother Luminaire ist auf ca. 10 5/8" begrenzt – alles, was in der grauen „No-Transfer“-Zone liegt, kann scheitern oder abgeschnitten werden.
    • Verschiebe das gesamte Design vollständig aus der grauen Zone heraus, bevor du sendest.
    • Skaliere das Design so, dass es in den gültigen Bereich passt, oder drehe es um 90°, wenn die Breite das Problem ist.
    • Prüfe die Endgröße auf der ScanNCut (notiere sie vor dem Transfer, um die Skalierung auf der Luminaire zu kontrollieren).
    • Erfolgskontrolle: Das Design ist nicht mehr ausgegraut und wird auf der Luminaire vollständig importiert.
    • Wenn es weiterhin scheitert: Prüfe, ob wirklich kein Teil der Kontur (auch nicht 1 mm) die graue Grenze überlappt.
  • Q: Warum zeigt Brother Luminaire My Design Center zwar die ScanNCut-Kontur, aber der Blanket Stitch wird nach der Auswahl nicht angewendet?
    A: In My Design Center wählst du mit Blanket Stitch nur die Eigenschaft aus – du musst sie mit dem Bucket (Fill)-Tool auf die Vektorlinie anwenden.
    • Line Properties öffnen, Blanket Stitch wählen und eine gut sichtbare Bildschirmfarbe auswählen.
    • Bucket (Fill) antippen und dann die konkrete Konturlinie antippen, um die Eigenschaft zuzuweisen.
    • Danach SetOK zur Umwandlung in Stichdaten und Embroidery wählen.
    • Erfolgskontrolle: Die dünne Outline wird als dickere, strukturierte Stichvorschau in der gewählten Farbe angezeigt.
    • Wenn es weiterhin scheitert: Stelle sicher, dass du wirklich die Linie/Segmente triffst (nicht die Fläche) und die Set/OK-Umwandlung abgeschlossen hast.
  • Q: Wie korrigiere ich bei Brother Luminaire Applikationskonturen in My Design Center Blanket-Stitch-„Zähne“, die in die falsche Richtung zeigen?
    A: Die Stichrichtung muss in die Applikation „beißen“. Zeigen die Zähne nach außen, musst du die betroffenen Segmente in My Design Center einzeln flippen.
    • Auf 200%–400% zoomen und prüfen, ob die Zähne in die Applikationsfläche zeigen.
    • Falsches Segment auswählen und mit dem Flip/Switch-Symbol (oft kreisförmige Pfeile) umkehren.
    • Mit Next Segment für Segment durchgehen und die Richtung jeweils kontrollieren.
    • Erfolgskontrolle: Rundum zeigen alle Blanket-Stitch-Zähne zur Applikationskante hin.
    • Wenn es weiterhin scheitert: Noch einmal jedes Segment prüfen – die Kontur besteht aus mehreren Segmenten, ein übersehenes Segment ruiniert die Kante.
  • Q: Welches Stickvlies und welche Einspannmethode sind für Brother Luminaire Applikation am besten, damit der Blanket Stitch die Stoffkante nicht verfehlt?
    A: Wenn der Blanket Stitch die Kante verfehlt, ist das fast immer Verrutschen. Passe Stickvlies an den Stoff an und spanne so ein, dass das Sandwich nicht wandern kann.
    • Mittleres Tearaway für stabile Webstoffe (Quilt Cotton, Canvas, Denim) und gleichmäßig straff einspannen.
    • Cutaway (Mesh/Poly) für Maschenware/Stretch und den Stoff vor dem Einspannen mit temporärem Sprühkleber auf dem Vlies fixieren.
    • No-Show Mesh Cutaway für rutschige/empfindliche Stoffe und eine Einspannmethode wählen, die Verrutschen und Rahmenspuren reduziert.
    • Erfolgskontrolle: Die Einspannung ist stabil, und der Blanket Stitch landet durchgehend sauber an der Kante.
    • Wenn es weiterhin scheitert: Setup erneut einspannen und die Einspann-/Fixierung priorisieren; wenn es trotz allem wandert, Einspannwerkzeug wechseln.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Wechsel zwischen Brother ScanNCut-Messer und Brother Luminaire-Sticknadel im Wireless-Applikations-Workflow?
    A: Behandle sowohl ScanNCut-Messer als auch Sticknadel als aktive, scharfe Werkzeuge: Tempo rausnehmen, Finger aus dem Bewegungsbereich, nicht hetzen.
    • Hände aus dem Messer-/Nadelbereich halten, besonders beim Wechsel zwischen den Maschinen.
    • Vor dem Sticken Vorschau/Trace nutzen, damit Korrekturen nicht „am laufenden System“ passieren.
    • Werkzeuge (Applikationsschere, Sprühkleber) vorher bereitlegen, damit du nicht während des Stickens improvisierst.
    • Erfolgskontrolle: Alle Anpassungen erfolgen bei gestoppter Maschine und freiem Arbeitsbereich.
    • Wenn es weiterhin unsicher wirkt: Prozess anhalten, Bewegungen stoppen und erst weitermachen, wenn alles stabil und aufgeräumt ist.
  • Q: Sind Magnetrahmen für Applikationsproduktion an der Brother Luminaire sicher – und welche Vorsichtsmaßnahmen verhindern Quetschungen und Risiken für medizinische Implantate?
    A: Magnetrahmen können Rahmenspuren und Verrutschen reduzieren, aber starke Magnete können hart zuschnappen – daher langsam handhaben und Abstand zu Implantaten halten.
    • Magnetsegmente kontrolliert trennen und zusammenführen (Quetschgefahr).
    • Starke Magnete mindestens 6 inches von Herzschrittmachern oder empfindlichen Implantaten fernhalten.
    • Die flachere Klemmung kann die Platzierung beim Fixierstich oft konstanter machen.
    • Erfolgskontrolle: Stoff liegt flach ohne Rahmenspuren, und das Handling bleibt kontrolliert.
    • Wenn es weiterhin scheitert: Zuerst Stabilisierung und Fixierung prüfen – Magnetrahmen verbessern die Klemmung, ersetzen aber nicht das passende Stickvlies.