Glorious Summer Monat 5 – Circular Border: 16 Bernina-Applikationsblöcke ohne Stoffverschwendung, schiefe Mittelpunkte oder „Warum schaut das in die falsche Richtung?!“-Panik

· EmbroideryHoop
Im Monat 5 von Glorious Summer dreht sich alles um 16 wiederholte Circular-Border-Blöcke – mit sauberen Zuschnitten, stabiler Ware und korrekt gespiegelt ausgerichteten Motiven. Diese Anleitung macht aus Connies Folien einen praxistauglichen Workflow: Hintergrundstoff #1 und Shapeflex (SF101) jeweils 8" x 14" zuschneiden, aufbügeln, einen Mittelpunkt markieren, der nicht verschwindet, dann die Designs 612/618 sowie 613/617 in den richtigen Stückzahlen und Blickrichtungen sticken – inklusive effizientem Handling der Applikationsteile, besonders wenn Gelb knapp ist.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du bei Monat 5 von Glorious Summer angekommen bist und dein Kopf schon rechnet – „16 Blöcke… mehrere Farbwechsel… Spiegelmotive… überall Applikationsteile“ – einmal kurz durchatmen. Dieser Monat ist nicht schwierig, aber er ist wiederholintensiv. In der Maschinenstickerei ist genau das der Punkt, an dem kleine Vorbereitungsfehler sich 16-mal potenzieren und am Ende in „Warum passt mein Rand nicht?“ enden.

Connies Vorgehen ist klar: sauber zuschneiden, Shapeflex (SF101) aufbügeln, einen dauerhaft sichtbaren Mittelpunkt markieren und dann je viermal die Designs 612, 618, 613 und 617 sticken. Hier machen wir daraus einen workflow-orientierten Ablauf, der sich wie Produktion anfühlt (im positiven Sinn). Fokus: Wiederholgenauigkeit – damit Block 1 und Block 16 wie Zwillinge aussehen, nicht wie entfernte Verwandte.

Close-up of Bernina embroidery machine needle foot executing an applique stitch on red fabric with yellow leaf shapes.
Machine embroidery in progress

Der „16-Blöcke-Realitätscheck“ für Glorious Summer Monat 5 Circular Border (und warum du nicht hinterher bist)

Monat 5 ist der Circular Border. Connie betont einen Kernpunkt: Du stickst diesen Monat insgesamt 16 Blöcke. Klingt überschaubar – bis man merkt, dass es dieselben Präzisionsschritte sechzehnmal sind.

Die ruhige Wahrheit: Tempo entsteht aus Organisation – nicht aus maximaler Stichzahl pro Minute. Wenn die ersten zwei Blöcke jeweils lange dauern, ist das normal. Dreh nicht als Erstes die Geschwindigkeit hoch.

  • Sicherer Bereich: Starte bei 600 SPM (Stiche pro Minute).
  • Wenn du sehr routiniert bist: 800 SPM geht oft, aber bei Satin-/Applikationskanten liefert etwas langsamer häufig sauberere Ecken und bessere Passung.

Eine Zuschauerfrage war: „How do you get it to look like it’s staggered?“ Dieses „versetzte“ Erscheinungsbild hängt in der Praxis an zwei Dingen, die du direkt kontrollierst: 1) Spiegelbild-Ausrichtung: 612 und 618 müssen bewusst gegensinnig „schauen“. 2) Mittelpunkt beim Einspannen wirklich treffen: Wenn dein Mittelpunkt auch nur minimal wandert, wirkt der Wechsel der Blickrichtungen im Quilt optisch unruhig.

PowerPoint slide detailing material requirements: 16 blocks, background #1, and cutting dimensions 8x14.
Instructional overview

Material für die Bernina Circular-Border-Blöcke: die exakten Zuschnitte, die später alles rechtwinklig halten

Connies Materialliste ist kurz – aber die Details entscheiden, ob deine Blöcke später sauber zusammengehen.

  • 16 Zuschnitte Hintergrundstoff #1 auf 8" x 14"
  • 16 Zuschnitte Shapeflex (SF101) auf 8" x 14" (als Rückseite/Verstärkung)

Praxis-Setup (bevor du startest):

  • Bleistift: ausdrücklich ein normaler Graphit-Bleistift (kein „verschwindender“ Marker).
  • Organisation: Beutel/Zip-Tüten für Applikationsreste nach Farbe (wie in den Folien gezeigt).

Stabilitäts-Logik: Shapeflex (SF101) ist eine aufbügelbare Einlage. Sie gibt dem Baumwollstoff Körper und reduziert Verzug.

  • Handgefühl-Check: Nach dem Aufbügeln sollte sich das Teil deutlich „griffiger“ anfühlen und weniger nachgeben.
Slide displaying a Stripology slotted ruler on a red cutting mat next to cut stacks of red fabric.
Tool recommendation

Stripology-Lineal beim Zuschnitt: 16 identische 8" x 14" Teile, ohne „fast gerade“ Kanten

Connie nutzt ein Stripology-Lineal, weil geschlitzte Lineale Wiederholgenauigkeit erzwingen. Im Quilten ist „fast 8 Zoll“ praktisch „falsch“.

Was du zuschneidest:

  • 16 Hintergrundteile auf 8" x 14"
  • 16 Shapeflex-Teile auf 8" x 14"

Wiederhol-Check (schnell und effektiv):

  • Staple alle 16 Teile je Material.
  • Fahre mit dem Fingernagel an der Kante entlang: Die Kante sollte sich „wie ein Block“ anfühlen. Wenn du Stufen spürst, sortiere die Ausreißer jetzt aus und richte sie nach – bevor Stickerei drauf ist.

Prep-Checkliste (vor der Maschine)

  • Genau 16 Hintergrundteile (8" x 14") zählen
  • Genau 16 Shapeflex-Teile (8" x 14") zählen
  • Applikationsreste farblich getrennt bereitlegen (z. B. Gelb, Rot, Grün)
  • Garnfarben griffbereit: Medium Olive Green, Red, Pink 3, Blue Green 2, Light Yellow
Slide illustrating the back of the fabric block with stabilizer adhered and a pencil marking a crosshair center.
Marking instructions

Der Mittelpunkt, der dich nicht verrät: Bleistift-Fadenkreuz auf Shapeflex-verstärktem Stoff

Connie sagt ganz klar:

  1. SF101 Shapeflex auf die Rückseite jedes Hintergrundteils aufbügeln.
  2. Den exakten Mittelpunkt mit einem normalen Bleistift markieren.
  3. Keine selbstlöschenden/Hitze-weg-Stifte verwenden.

Warum das zählt: Während des Stickens entsteht Wärme. Markierungen, die „verschwinden“, können genau dann weg sein, wenn du beim Einspannen/Positionieren nochmal kontrollieren willst.

Fadenkreuz statt Punkt: Markiere nicht nur einen Punkt. Zeichne ein „+“ (Fadenkreuz), damit du beim Einspannen besser prüfen kannst, ob alles sauber ausgerichtet ist.

Warnhinweis (Sicherheit): Rollschneider sind Rasierklingen. Sicherung nach jedem Schnitt sofort schließen und den Cutter nicht offen am Stick-/Arbeitstisch liegen lassen.

Slide showing Ziploc bags organized with cut small fabric pieces labeled 'Pink 3' and 'Red' for applique.
Material organization

Die „falsche Blickrichtung“-Falle: Designs 612 & 618 so sticken, dass das Layout bewusst versetzt wirkt

Connies erstes Set:

  • 4 Blöcke Design 612
  • 4 Blöcke Design 618
  • Garnfarben: Medium Olive Green, Red, Pink 3

Das sind Spiegelmotive. Die typische Fehlerquelle ist Autopilot: Man stickt mehrere 612 hintereinander, wird unterbrochen – und lädt dann wieder 612, obwohl 618 dran wäre.

Workflow, der Fehler verhindert:

  1. Trennen: Zwei physische Stapel/Boxen anlegen, beschriftet „612“ und „618“.
  2. Batchen: Erst alle vier 612 sticken. Dann bewusst Datei wechseln und alle vier 618 sticken.

Einspannen gleichmäßig halten: Wenn dir das gerade Einspannen schwerfällt, kämpfst du nicht gegen mangelndes Talent, sondern gegen Mechanik. Klassische Stickrahmen verlangen Druck und gleichmäßige Spannung – dabei entstehen schnell Rahmenspuren oder Wellen.

  • Praxis-Hinweis: Viele merken erst bei Serien wie diesen 16 Teilen, dass Einspannen für Stickmaschine der eigentliche Engpass ist – nicht die Maschine.
Two finished red embroidery blocks with pink flowers facing opposite directions.
Showing finished samples

Designs 613 & 617 auf der Bernina: das zweite Set für den Circular-Border-Rhythmus

Das zweite Set (je 4x Design 613 und 4x Design 617) komplettiert das Muster.

Wichtiger Hinweis aus dem Video: Die Designs sind im Modul/der Maschine bereits passend angelegt. Nicht in der Software spiegeln/flippen.

  • Warum? Spiegeln in der Software verändert das gesamte Stichbild (inkl. Stichrichtung/Glanzwirkung bei Satinflächen). Nutze die vorgesehenen Dateien (613 vs. 617), statt eine Datei zu spiegeln.
Split screen slide showing the embroidery machine needle stitching a yellow leaf applique on red background.
Stitching applique

Gelber Stoff ist schnell weg: Connies sparsamer Applikations-Trick gegen Verschnitt

Connie erwähnt, dass Gelb knapp sein kann. Ihre Lösung: Gelb nicht zwingend mit Schneidemaschine vorbereiten, sondern direkt am Block platzieren und „sparsam“ zuschneiden.

Praktischer Ablauf (nah an Connies Vorgehen):

  1. Platzierungslinie sticken.
  2. Gelben Stoff so auflegen, dass die Platzierungslinie sicher abgedeckt ist – aber ohne riesigen Rand.
  3. Feststicklinie (Tack-down) sticken.
  4. Danach knapp zurückschneiden.

Warum das hilft: Wenn Material knapp ist, reduziert dieses Vorgehen den Verschnitt, weil du nicht unnötig große Zuschnitte vorbereitest.

Wide shot of a Bernina embroidery machine with a large embroidery hoop attached, finishing a red block.
Machine operation

Das „unsichtbare“ Setup für gleichmäßige 16 Blöcke: batchen, beschriften, Verzug vermeiden

Hier trennt sich „Hobby“ von „sauberer Serienarbeit“.

Risiko: Rahmenspuren & Größenunterschiede Wenn du bei Block 1 extrem fest einspannst und bei Block 16 etwas lockerer, können die Teile nach dem Ausspannen minimal unterschiedlich ausfallen. Beim Zusammensetzen rächt sich das.

Konsequenz für die Praxis: Genau hier greifen viele Profis zu Magnetrahmen für Stickmaschine.

  • Logik: Magnetrahmen halten mit vertikaler Magnetkraft statt mit Reibung/„Quetschen“. Das reduziert Rahmenspuren und macht Korrekturen beim Einspannen einfacher.

Warnhinweis (Magnet-Sicherheit): Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Neodym-Magneten.
1. Quetschgefahr: Finger aus der Kontaktzone halten.
2. Medizin: Abstand zu Herzschrittmachern.
3. Elektronik/Karten: Keine Kreditkarten/Handys direkt auf die Magnete legen.

Instructor holding up a physical finished red block with pink flowers to the camera.
Show and tell

Setup wie in der Kleinserie: Garnreihenfolge, Farbwechsel, ruhiger Maschinenlauf

Connie organisiert Material nach Farben. Mach daraus einen festen Ablauf.

Serien-Setup:

  1. Garn-Reihenfolge bereitstellen: Die Garne in Nutzungsreihenfolge neben die Maschine stellen.
  2. Laufgeräusch prüfen: Der Lauf sollte gleichmäßig sein.

Konstanz-Helfer: Wenn du willst, dass jeder Block an exakt derselben Stelle eingespannt ist, ist eine hooping station for embroidery machine eine sehr direkte Lösung: Raster/Anschläge helfen, das Fadenkreuz jedes Mal identisch zum Rahmenzentrum auszurichten.

Setup-Checkliste (Startklar)

  • Shapeflex ist auf allen 16 Teilen aufgebügelt; Mittelpunkt markiert.
  • Unterfaden ist ausreichend voll (nicht „auf den letzten Metern“ starten).
  • Applikationsstoffe liegen sortiert bereit.
Instructor holding up the second type of block to demonstrate the opposite facing direction.
Show and tell

Stichbild-Rhythmus: Woran du nach jedem fertigen Block erkennst, dass alles „passt“

Connie zeigt fertige Beispiele – nutze das als QC-Routine.

Qualitätschecks:

  1. Kantenabstand vergleichen: Zwei fertige Blöcke nebeneinander legen – der Abstand Stickerei zu Stoffkante sollte gleich wirken.
  2. Wellen prüfen: Wenn der Stoff um Satinbereiche sichtbar wellt, stimmt Einspannung/Stabilität nicht.

Rahmen-Check: Wenn du mit den mitgelieferten Stickrahmen für Stickmaschine arbeitest, prüfe bei Serienläufen, ob der Innenrahmen noch sauber schließt und nicht verzogen ist.

Instructor holding two blocks side-by-side to compare the mirror image layout.
Comparison

Entscheidungsbaum: Shapeflex + Einspannen für saubere Quilt-Blöcke (und wann sich ein Upgrade lohnt)

Nutze diese Logik statt zu raten.

START: Stoffvorbereitung

  • Q1: Ist es 100% Baumwolle + Shapeflex?
    • Ja: Weiter zu Q2.
    • Nein (dehnbar/Strick): STOP. Dann reicht Shapeflex allein nicht.
  • Q2: Kannst du schmerzfrei einspannen?
    • Ja: Standardrahmen nutzen.
    • Nein (Handgelenke/Festigkeit): Upgrade auf Magnetrahmen.
  • Q3: Hast du Rahmenspuren/Rahmenabdrücke?
    • Ja: Magnetrahmen nutzen oder Einspannung schonender gestalten.
    • Nein: Weiter.
  • Q4: Ist hohe Wiederholgenauigkeit wichtig (viele Blöcke)?
Instructor showing the second set of designs with yellow berries/dots on red fabric.
Show and tell

Troubleshooting Circular Border: Symptome, Ursachen, Sofort-Fixes

Arbeite von „schnell & kostenlos“ zu „aufwendiger“.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Der „1-Minute“-Fix Vorbeugung
Fadennest unten Oberfaden nicht sauber eingefädelt / Spannung verloren Oberfaden neu einfädeln (Nähfuß beim Einfädeln oben). Fadenweg sauber halten.
Platzierung wandert Mittelpunkt-Markierung ungenau Mittelpunkte der restlichen Zuschnitte mit Lineal nachmessen. Fadenkreuz statt Punkt markieren.
„Versetzt“-Look klappt nicht Falsche Datei (612/618) Fertige Blöcke sofort getrennt ablegen. Vor dem Einspannen die Designnummer auf die Rückseite notieren.
Weißer Unterfaden oben sichtbar Oberfadenspannung zu hoch / Unterfadenbereich verschmutzt Unterfadenbereich reinigen, dann Oberfadenspannung minimal reduzieren. Flusen unter der Feder im Spulenkapselbereich vermeiden.
Rahmenspuren Zu fest eingespannt Dampf nutzen, um Fasern zu entspannen (nicht aufdrücken). Bei Serien ggf. Magnetrahmen erwägen.
Close up of the yellow berry design blocks facing each other.
Detail review

Upgrade-Pfad mit Sinn: 16 Blöcke jetzt entspannter sticken, später skalieren

Wenn du das Projekt rein zum Spaß machst, zählt Technik. Wenn dich aber bestimmte Engpässe ausbremsen, lösen Upgrades sehr konkrete Probleme.

Upgrade-Leiter nach Schmerzpunkt:

  1. Level 1: Komfort & Tempo (Magnetrahmen)
    Wenn dich das Einspannen 16-mal nervt, ist ein Magnetrahmen für bernina der naheliegende Schritt.
  2. Level 2: Wiederholgenauigkeit (Station)
    Wenn deine Motive regelmäßig minimal verdreht/versetzt sind, hilft eine Einspannstation bei der reproduzierbaren Ausrichtung.
  3. Level 3: Kapazität (Mehrnadelstickmaschine)
    Wenn dich die vielen manuellen Farbwechsel stören, ist das der Punkt, an dem eine Mehrnadelstickmaschine im Alltag Zeit spart.

Ablauf-Checkliste (der „ohne Reue“-Workflow)

  • Batching: Erst alle 612, dann alle 618 (und entsprechend 613/617). Nicht ständig hin- und herspringen.
  • Sitz prüfen: Vor Start an den Ecken leicht ziehen – nichts darf im Rahmen rutschen.
  • Erste Linie beobachten: Die erste Platzierung/Umrisslinie muss zum Fadenkreuz passen – sonst sofort stoppen und neu ausrichten.
  • Gelb rationieren: Wenn Gelb knapp ist, direkt am Block platzieren und sparsam zuschneiden.
  • Endkontrolle: Am Schluss zählen: je 4x 612, 618, 613, 617.

FAQ

  • Q: Welche Maschinensticknadel sollte man für Bernina Circular-Border-Quiltblöcke mit SF101 Shapeflex verwenden – und wann sollte man die Nadel wechseln?
    A: Starte mit einer frischen 75/11-Sticknadel und wechsle sofort, wenn beim Durchstechen ein deutliches „Ploppen/Pochen“ auftritt.
    • Einsetzen: Vor dem ersten der 16 Blöcke eine neue 75/11-Sticknadel einsetzen.
    • Hinhören: Wenn ein ploppendes/pochendes Geräusch beginnt, sofort stoppen und wechseln.
    • Nachprüfen: Wenn der Stoff stärker nach unten gedrückt wird oder Satinbereiche weniger sauber wirken, Nadel tauschen.
    • Erfolgskontrolle: Das Stichgeräusch ist wieder gleichmäßig und ohne harte „Pops“.
    • Wenn es weiterhin auftritt: Auf 600 SPM reduzieren und Einfädelung sowie Stabilisierung prüfen.
  • Q: Wie verhindert man bei wiederholten 8" x 14" Baumwollblöcken mit SF101 Shapeflex, dass der Mittelpunkt beim Einspannen „wandert“?
    A: Ein langes Bleistift-Fadenkreuz (statt Punkt) auf der Shapeflex-Seite markieren und beim Einspannen sichtbar gegenprüfen.
    • Zeichnen: Ein „+“ mindestens ca. 3" in beide Richtungen über den Mittelpunkt hinaus ziehen.
    • Vermeiden: Keine selbstlöschenden oder hitze-weg Stifte, weil die Markierung während des Stickens verschwinden kann.
    • Prüfen: So einspannen, dass Teile der Linien zur Kontrolle sichtbar bleiben.
    • Erfolgskontrolle: Das Fadenkreuz ist nach dem Einspannen noch sichtbar und die erste Platzierungslinie sitzt mittig.
    • Wenn es weiterhin passiert: Mittelpunkte der restlichen Zuschnitte vor dem Sticken mit Lineal neu bestimmen.
  • Q: Wie stoppt man Fadennester auf der Unterseite („Bird’s Nests“) beim Sticken der Circular-Border-Applikationsblöcke?
    A: Als schnellster Fix den Oberfaden neu einfädeln – mit angehobenem Nähfuß.
    • Neu einfädeln: Nähfuß ganz hoch, dann den Oberfaden komplett neu einfädeln.
    • Reinigen: Spulenbereich öffnen und Flusen entfernen.
    • Prüfen: Fadenweg auf korrekten Sitz kontrollieren.
    • Erfolgskontrolle: Unterseite zeigt wieder saubere Unterfadenlinien statt eines Fadenknäuels.
    • Wenn es weiterhin passiert: Spulenkapselbereich erneut auf Flusen (auch unter der Spannfeder) prüfen.
  • Q: Was tun, wenn bei Satin-Applikation auf Quiltblöcken weißer Unterfaden oben sichtbar wird?
    A: Spulenbereich reinigen und die Oberfadenspannung in kleinen Schritten leicht reduzieren.
    • Reinigen: Erst Flusen entfernen, bevor du Einstellungen veränderst.
    • Anpassen: Spannung nur in kleinen Schritten reduzieren.
    • Kontrollieren: Spulenkapselbereich auf Flusen unter der Spannfeder prüfen.
    • Erfolgskontrolle: Die Satinflächen sind sauber mit Oberfaden gedeckt, ohne weiße Punkte.
    • Wenn es weiterhin passiert: Oberfaden erneut einfädeln und Fadenlauf auf gleichmäßigen Widerstand prüfen.
  • Q: Wie vermeidet man Rahmenspuren und Größenunterschiede bei 16 wiederholten Baumwollblöcken im Standard-Stickrahmen?
    A: Die Einspannspannung konsequent gleich halten und die Fasern nicht „zerquetschen“.
    • Anziehen: Gleichmäßig und reproduzierbar einspannen, nicht jedes Mal anders „maximal fest“.
    • Standardisieren: Block 1 bis 16 mit derselben Einspannlogik arbeiten.
    • Erholen: Bei Rahmenspuren mit Dampf entspannen (nicht aufdrücken).
    • Erfolgskontrolle: Keine glänzenden Ringe und die Blöcke wirken in der Größe konsistent.
    • Wenn es weiterhin passiert: Auf Magnetrahmen wechseln, um mit vertikaler Haltekraft statt Reibung zu arbeiten.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln gelten für Neodym-Magnetrahmen bei wiederholten Quiltblöcken?
    A: Magnetrahmen wie starke Klemmen behandeln: Finger weg von der Kontaktzone und Abstand zu Herzschrittmachern sowie empfindlicher Elektronik.
    • Abstand: Fingerspitzen aus der Schließzone halten (Quetschgefahr).
    • Medizin: Nicht in die Nähe von Herzschrittmachern bringen.
    • Schutz: Keine Handys/Kreditkarten direkt auf die Magnete legen.
    • Erfolgskontrolle: Der Rahmen schließt ohne Einklemmen und der Stoff lässt sich kontrolliert ausrichten.
    • Wenn es schwierig bleibt: Langsam neu positionieren und nicht gegen die Magnete „kämpfen“.
  • Q: Was ist der schnellste Workflow, um bei der Bernina nicht das falsche Spiegelmotiv (Design 612 vs. 618) zu sticken?
    A: In Batches sticken und fertige 612- und 618-Blöcke physisch getrennt halten.
    • Trennen: Zwei beschriftete Ablagen/Boxen („612“ und „618“).
    • Batchen: Erst alle vier 612 sticken, dann Anzeige/Datei bewusst wechseln und alle vier 618 sticken.
    • Markieren: Designnummer vor dem Einspannen auf der Rückseite (Shapeflex) notieren.
    • Erfolgskontrolle: Am Ende liegen sauber 4x 612 und 4x 618 getrennt vor – der „versetzte“ Rhythmus stimmt.
    • Wenn es trotzdem passiert: Eine „Quarantäne“-Ablage für fertige Teile nutzen und erst nach dem Zählen wieder mischen.