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Wenn du vor deiner Stickmaschine stehst, gibt es ein Geräusch, das Gewinn und Geduld gleichzeitig auffrisst: Stille.
Sie entsteht, wenn die Maschine anhält, schneidet und einen Farbwechsel verlangt – zum 30. Mal – bei einem Motiv, das optisch nach 5 Farben aussieht. Für Hobbyisten ist das nervig. In der Produktion ist es teuer: unnötige Stopps fressen Taktzeit.
Viele Einsteiger denken dann, die Datei sei „kaputt“. Aus der Praxis kann ich dir sagen: Meist ist sie nicht kaputt – sie ist nur schlecht im Farbmanagement aufbereitet.
Software-Tutorials erklären oft nur Buttons, aber selten die Produktionslogik dahinter. Diese Anleitung baut den Workflow aus dem Video nach – und ergänzt ihn um das, was in der Werkstatt zählt: Palette bereinigen, „Geisterfarben“ vermeiden, Stopps reduzieren und die Lücke schließen zwischen dem, was du am Monitor siehst, und dem, was später unter der Nadel passiert.

Nicht erschrecken: Die Hatch-3-Design Colors Bar ist dein Kontrollpult (nicht nur Deko)
Hatch 3 startet mit der Design Colors Bar unten im Arbeitsbereich. Für Anfänger wirkt sie wie eine einfache Farbpalette. In der Produktion ist sie dein Kontrollpult.
Im Video wird eine Unterscheidung gezeigt, die direkt beeinflusst, wie „sauber“ deine Maschine durchläuft:
- Aktive Farbe (Active Color): Die Farbe, die Hatch verwendet, wenn du jetzt etwas neu erstellst (z. B. Lettering oder neue Digitalisierungsobjekte).
- Verwendete Farben (Used Colors): Farben, die tatsächlich Stiche im Design steuern.
Visueller Anker: Achte auf die Farbfelder. Siehst du ein kleines blaues Quadrat oben rechts in einem Farbfeld? Das ist die Bestätigung: Diese Farbe wird im Design wirklich verwendet.
Prüfung, die Zeit spart: Fahre mit der Maus kurz über ein Farbfeld (ca. 2 Sekunden). Ein Tooltip zeigt Marke und Nummer (z. B. Isacord 40, Madeira Classic 40). Merksatz: Verlass dich nie auf „Rot ist Rot“. Prüfe immer Code und Marke.

Warum das in der Produktion zählt
Wenn du „Aktiv“ und „Verwendet“ verwechselst, entstehen schnell Geisterfarben: Einträge, die Stopps auslösen, aber kaum sichtbare oder gar keine relevanten Stiche liefern.
In der Praxis kostet ein Trim-/Farbwechsel-Zyklus je nach Setup spürbar Zeit – und jeder zusätzliche Stopp erhöht das Risiko von Passungsdrift (minimales Verrutschen im Stickrahmen durch wiederholtes Anfahren/Stoppen). Das ist besonders kritisch, wenn du dein Einspannen für Stickmaschine noch optimierst: lockeres Einspannen + viele Stopps = Konturen, die nicht mehr sauber treffen.

Die „Nähreihenfolge-Falle“: Sequence Docker vs. Information Docker in Hatch 3
Das ist der häufigste Grund, warum Dateien mit dem Satz kommen: „Meine Maschine stickt in der falschen Reihenfolge!“
Im Video werden zwei Dockers gezeigt, die ähnlich wirken, aber etwas völlig anderes aussagen:
- Sequence Docker (Tab „Colors“): Gruppiert Objekte nach Farbe – eher wie eine Zutatenliste.
- Information Docker (Tab „Thread Colors“): Das ist die Timeline – die echte Reihenfolge, in der die Maschine Stopps/Farbwechsel abarbeitet.
Die Falle: Unten in der Palette kann „Schwarz“ als Farbe #1 stehen. In der Information Docker-Timeline kann „Schwarz“ aber z. B. Schritt 6, 12 und 20 sein.
Wichtig: Du änderst die Nähreihenfolge nicht, indem du unten Farbfelder „sortierst“. Die Design Colors Bar ist nicht die Timeline. Wenn du wissen willst, was die Maschine wirklich tut, prüfe Information Docker > Thread Colors.

Profi-Check vor jeder Farbänderung
Bevor du Marken wechselst oder Objekte umfärbst, mach diesen kurzen Realitätscheck:
- Audit: „Wie viele Farbblöcke/Stopps listet die Thread-Colors-Timeline?“
- Plan: „Wie viele Garnkonen/Nadeln will ich wirklich bestücken?“
Wenn die Timeline 15 Stopps zeigt, du aber nur 4 Farben erwartest, ist die Datei „schmutzig“ (z. B. gesplittete Segmente oder minimale Farbabweichungen). Das musst du vor dem Export erkennen – sonst sitzt du später nur am Startknopf.

Vorbereitung vor dem Umfärben: Saubere Ausgangslage = weniger Überraschungen
Farbmanagement läuft dann rund, wenn du wie in der Produktion arbeitest: nicht raten, sondern prüfen.
Prep-Checkliste: „Clean Start“
- Modus prüfen: Du arbeitest in Composer oder Digitizer (nicht Organizer).
- Marken-Startpunkt prüfen: Überfliege 3 zufällige Farbfelder per Hover: Ist es Isacord? Madeira? etwas anderes? Kenne deinen Ausgang.
- Blue-Square-Scan: Zähle, wie viele Farbfelder wirklich das blaue „Used“-Quadrat tragen.
- Timeline prüfen: Information Docker > Thread Colors öffnen: Passt die Stopp-Anzahl zu deiner Erwartung?
- Physische Referenzen bereitlegen:
- Gedruckte Garnfarbkarte (Monitorfarben täuschen).
- Reale Garnkonen (hast du genau diesen Ton wirklich im Regal?).
- Sauberes, konstantes Licht (für Farbabgleich entscheidend).

Threads Docker in Hatch 3: Design Colors hinzufügen und Farben sicher tauschen
Der im Video gezeigte Workflow über den Threads Docker ist der saubere Weg, um Farben reproduzierbar auf reale Garnsortimente zu mappen.
Was der Threads Docker praktisch macht
Er verbindet dein Design mit einer konkreten Garnbibliothek (z. B. „Sulky“ oder „Madeira“).
Aktion: „Add Design Colors“ klicken. Damit übernimmt Hatch die im Design verwendeten Farben in die Liste – praktisch deine digitale Stückliste.
Tausch (globaler Ersatz):
- Unten in der Design Colors Bar das Farbfeld auswählen, das ersetzt werden soll.
- Im Threads Docker die gewünschte neue Farbe einmal anklicken.
Wichtiges Feedback: Im Arbeitsbereich ändern sich sofort alle Objekte, die auf dieses Farbfeld referenzieren. Das ist schnell – aber kann bei falscher Auswahl das ganze Design „umkippen“.

Achtung: „Global tauschen“ vs. „nur ein Objekt“
Typischer Fehler: Du willst nur ein kleines Detail (z. B. ein Auge) von Schwarz auf Blau ändern – und ersetzt stattdessen global das gesamte Schwarz. Plötzlich sind Konturen, Text und andere Elemente ebenfalls blau.
So wie im Video gezeigt, sauber lösen:
- Zuerst das Objekt im Arbeitsbereich auswählen (Selection-Handles/Box sichtbar).
- Dann im Threads Docker die neue Farbe einmal anklicken.
- Hatch legt dafür ein eigenes Farbfeld an – nur dieses Objekt ändert sich, der Rest bleibt unverändert.

Kurz-Check direkt vor dem „Commit“
- Auswahl prüfen: Ist wirklich das richtige Objekt oder das richtige Farbfeld aktiv?
- Nutzung prüfen: Im Sequence Docker kurz schauen: Wird diese Farbe an vielen Stellen verwendet, obwohl du nur eine Stelle ändern willst?
- Undo bereit: Strg+Z ist dein Sicherheitsgurt.
- Code prüfen: Hover über das neue Farbfeld: stimmt Marke/Nummer?
Palette bereinigen: Unbenutzte Farben entfernen, damit die Maschine keine „dummen Fragen“ stellt
Eine überladene Palette ist ein Einladungsbrief für Bedienfehler. Wenn das Design 5 Farben nutzt, deine Leiste aber 40 Farbfelder zeigt, wird’s unübersichtlich.
Aktion: „Remove Unused Colors“ verwenden. Dadurch werden Farbfelder ohne blaues „Used“-Quadrat entfernt.

Praxisproblem aus den Kommentaren: „Mein DST aus 5 Farben zeigt 30 Farben/30 Teile – die Maschine will 30 Farbwechsel.“
Das ist ein Klassiker – und hat viel mit dem Dateiformat zu tun.
- EMB (Hatch-nativ): „intelligent“ – speichert Designlogik und Farbbezüge komfortabel.
- DST (Maschinenformat): sehr „roh“ – kennt im Kern Bewegungen/Stops. Je nach Struktur können viele Segmente wie separate Blöcke wirken.
Praxis-Ansatz in Hatch:
- In Information Docker > Thread Colors die echte Stopp-/Blockliste prüfen.
- In Sequence Docker (Colors) gleiche Farben/Segmente identifizieren.
- Segmente konsequent auf exakt dasselbe Farbfeld zwingen (z. B. über Farbzuweisung/„Paint Bucket“-Logik).
- Danach Remove Unused Colors ausführen, damit die Palette nur noch echte, verwendete Farben zeigt.
HinweisOb eine Maschine bei „Color 1 → Color 1“ trotzdem stoppt, hängt vom Maschinenverhalten ab. Entscheidend ist: Du musst zuerst die Timeline verstehen, dann vereinheitlichen, dann bereinigen.
Komplettes Design auf eine neue Garnmarke umstellen: Select Thread Charts + Match All
Szenario: Du bekommst ein Design in Madeira, arbeitest im Betrieb aber mit Hemingworth.
Workflow (wie im Video):
- Select Thread Charts öffnen.
- Nicht benötigte Charts entfernen.
- Ziel-Chart hinzufügen (z. B. Hemingworth).
- „Match All“ klicken.
Hatch mappt die vorhandenen Farben auf die „nächstliegenden“ Farben der neuen Bibliothek.



Profi-Realität: „Closest match“ ist nicht automatisch „richtiger match“
Wichtige Warnung aus dem Video: Es gibt keine universelle Farb-Norm zwischen Garnmarken. Monitorfarben sind Licht, Garn ist Reflexion.
Gerade kritische Töne (z. B. Hauttöne, Taupe vs. Grau, Neon/Fluor) können nach „Match All“ sichtbar danebenliegen.
Produktionsregel: „Match All“ bringt dich schnell in die Nähe. Danach: Garnkone/Stickkarte gegen den Stoff halten und unter deinem Produktionslicht prüfen.
Pick Tool + Paint Bucket: Schnelle Spot-Edits ohne Swatch-Suche
Wenn die Palette voll ist, ist „dieses eine Grün“ oft schwer zu finden.
- Pick Tool (Pipette): Objekt anklicken → diese Farbe wird zur aktiven Farbe.
- Paint Bucket: Aktive Farbe auf ein anderes Objekt „gießen“.
Das ist der schnelle Weg für gezielte Korrekturen, wie im Video am Pfauenmotiv gezeigt.


Checkliste nach dem Umfärben (vor Export/Produktion)
- Pipetten-Check: Mit dem Pick Tool Schlüsselbereiche prüfen: stimmt der Ton wirklich?
- Doppel-Farben finden: Gibt es zwei fast identische Blautöne? Wenn nicht zwingend nötig: vereinheitlichen.
- Timeline prüfen: Information Docker öffnen: wirkt die Reihenfolge logisch oder springt sie unnötig?
- Marken-Konsistenz: Sind die verwendeten Farben wirklich aus der gewünschten Garnbibliothek?
Warum Bildschirmfarben nicht gleich Garnfarben sind
Einsteiger vertrauen dem Monitor. Profis vertrauen dem Muster.
Stickgarn hat Glanz (Luster) und reagiert stark auf Stichrichtung und Licht. Ein Satin in anderer Richtung wirkt dunkler/heller – bei gleicher Garnnummer. Hatch simuliert das nur näherungsweise.
Dazu kommt: Wenn dein Einspannen nicht stabil ist, verändert sich die Oberfläche (Falten/Verzug) – und damit die Lichtreflexion. Farbe „wirkt“ dann anders, obwohl das Garn identisch ist.
Praxis-Pivot: Effizienter samplen Beim Farbabgleich musst du oft mehrfach einspannen, sticken, ausspannen, wiederholen.
- Problem: Standardrahmen sind langsam und können Rahmenabdrücke auf empfindlichen Stoffen hinterlassen – schlecht für Farbmuster.
- Praxislösung: Viele nutzen für Farbtests schneller spannende Systeme wie Magnetrahmen für Stickmaschine: schnelleres Klemmen, flacherer Stoff, weniger Rahmenabdrücke.
- Skalierung: Wenn du eine Mehrnadelstickmaschine nutzt, kannst du Farbmuster effizienter durchlaufen lassen – vorausgesetzt, dein Einspannprozess bremst dich nicht aus.
Warnung: Sicherheit bei Magnetrahmen.
Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Neodym-Magneten.
* Quetschgefahr: Finger aus der Klemmzone halten.
* Medizin/Elektronik: Abstand zu Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik.
* Lagerung: Mit Abstandshaltern/Trennern lagern.
Zwei typische Import-Probleme aus der Praxis: „PES nur eine Farbe“ und „Wo ist meine Garnliste?“
Zwei wiederkehrende Fragen aus den Kommentaren:
1. „Ich habe eine PES mit 3 Farben importiert, aber Hatch zeigt nur eine Farbe.“
Das kann passieren, wenn mehrere Bereiche beim Import visuell auf eine Farbe gelegt werden.
- Diagnose: In Information Docker > Thread Colors prüfen, ob mehrere Stopps vorhanden sind.
- Praxis-Fix: In Sequence Docker die unterschiedlichen Blöcke/Objekte auswählen und ihnen über den Threads Docker gezielt unterschiedliche Farben zuweisen.
2. „Hat Hatch die MetroEMB-Garnliste?“
Nicht jede Garnmarke ist in der Standarddatenbank enthalten.
- Workaround: Eine verfügbare Standardkarte wählen (z. B. Isacord), die du als Referenz besitzt.
- Wichtig für die Produktion: Der Maschine ist die Markenbezeichnung im File egal – sie folgt Stopps. Du entscheidest, welche Kone auf Nadel 1 kommt.
Entscheidungsbaum: Welcher Workflow passt zu deinem Ziel?
Nutze diese Logik, wenn Farben „chaotisch“ wirken.
Decision Tree: Color-Management-Strategie
- Willst du das komplette Design auf eine neue Garnmarke umstellen?
- JA: Select Thread Charts → Marke hinzufügen → Match All.
- NEIN: Weiter zu Schritt 2.
- Willst du jede Instanz einer Farbe ändern (z. B. alles Rot wird Blau)?
- JA: Unten Farbfeld wählen → im Threads Docker neue Farbe einmal anklicken (global).
- NEIN: Weiter zu Schritt 3.
- Willst du nur ein einzelnes Objekt ändern (z. B. nur die Augen)?
- JA: Objekt auswählen → im Threads Docker neue Farbe einmal anklicken (objektbezogen).
- NEIN: Weiter zu Schritt 4.
- Hat die Maschine zu viele Stopps (z. B. 30 Stopps für ein simples Logo)?
- Diagnose: Gesplittete Segmente/uneinheitliche Farbfelder.
- Aktion: Sequence Docker prüfen → gleiche Farben vereinheitlichen → Remove Unused Colors.
Upgrade-Pfad (wenn du auch physisch keine Zeit mehr verlieren willst)
Software-Palette optimieren ist Schritt 1. Schritt 2 ist der physische Workflow.
Der Sprung von „Hobby“ zu „Produktion“ passiert, wenn klar wird: Zeit = Geld.
- Szenario A: Stoff rutscht, Passung leidet. Option: stabilere Stickrahmen für Stickmaschine (gleichmäßigerer Halt, weniger Push/Pull).
- Szenario B: Du machst Serien (20+ Teile) und verlierst Zeit durch manuelles Umfädeln. Das ist oft der Punkt, an dem Mehrnadeltechnik wirtschaftlich wird.
Warnung: Nadel- & Fadenschneider-Sicherheit.
Beim Testen von Farbwechseln sind Fadenschneider aktiv.
* Abstand: Hände aus dem Nadel-/Schneidbereich während Trim und Farbwechselbewegungen.
* Scharfes: Gebrochene Nadeln sofort sicher entsorgen.
* Pflege: Schneidbereich sauber halten – Fussel/Restfäden verursachen Fehltrims und Fadennester.

Zum Schluss – ein Praxis-Satz, der Geld spart
Hatch ist eine Vorschau. Es zeigt dir das Potenzial. Deine Aufgabe ist, daraus ein reproduzierbares, sauberes Stickergebnis zu machen.
Nutze die Dockers, um die Wahrheit der Datei zu prüfen. Nutze „Match All“ als Startpunkt, nicht als Glaubenssatz. Und investiere genauso in den physischen Teil (Einspannen, Licht, Vlies) wie in Klicks am Bildschirm.
FAQ
- Q: Wie kann ich in Hatch 3 über die Design Colors Bar erkennen, welche Fadenfarben im Stickdesign wirklich verwendet werden (damit die Maschine nicht unnötig stoppt)?
A: Nutze das blaue „Used“-Markierungssymbol und den Hover-Tooltip, um echte, gestickte Farben vor dem Export zu verifizieren.- Scan: Achte auf das kleine blaue Quadrat am Farbfeld – nur diese Farben sind im Design tatsächlich verwendet.
- Hover: Maus ca. 2 Sekunden über ein Farbfeld halten, um Marke/Nummer im Tooltip zu lesen.
- Clean: „Remove Unused Colors“ ausführen, um Farbfelder ohne blaue Markierung zu entfernen.
- Erfolgskontrolle: Unten bleiben nur verwendete Farben übrig, und die Tooltip-Codes passen zu den Garnen, die du einlegen willst.
- Wenn es trotzdem hakt… In Information Docker > Thread Colors prüfen, ob trotz „korrekter“ Optik zusätzliche Stopps in der Timeline stehen.
- Q: Warum ändert das Verschieben von Farbfeldern in der unteren Design Colors Bar nicht die Nähreihenfolge, und wo prüfe ich die echte Stickreihenfolge?
A: Die Design Colors Bar ist nicht die Stich-Timeline; die echte Ausführungsreihenfolge steht in Information Docker > Thread Colors.- Open: Information Docker öffnen und den Tab „Thread Colors“ anklicken.
- Compare: Prüfen, ob dieselbe Farbe mehrfach als getrennte Schritte auftaucht (das erzeugt wiederholte Stopps).
- Plan: Farbwechsel nach der Thread-Colors-Timeline planen, nicht nach der Position in der unteren Palette.
- Erfolgskontrolle: Die Thread-Colors-Liste liest sich wie eine nachvollziehbare Timeline (und nicht wie zufällige Wiederholungen).
- Wenn es trotzdem hakt… Im Sequence Docker (Colors) nach gesplitteten Segmenten suchen, die vereinheitlicht/optimiert werden müssen.
- Q: Wie kann ich im Hatch-3-Threads-Docker sicher nur die Farbe eines einzelnen Objekts ändern, ohne global alle Objekte dieses Farbfelds zu verändern?
A: Wähle zuerst das konkrete Objekt aus und klicke dann im Threads Docker einmal auf die neue Farbe – so legt Hatch ein neues Farbfeld nur für dieses Objekt an.- Select: Objekt im Arbeitsbereich anklicken, bis die Auswahlgriffe/Box sichtbar sind.
- Swap: Im Threads Docker die gewünschte Farbe einmal anklicken (nicht zuerst das untere Farbfeld auswählen).
- Verify: Über das neue Farbfeld hovern und Marke/Nummer prüfen.
- Erfolgskontrolle: Nur das ausgewählte Element ändert die Farbe; andere Elemente mit der ursprünglichen Farbe bleiben unverändert.
- Wenn es trotzdem hakt… Sofort Strg+Z, dann prüfen, ob versehentlich ein Farbfeld (statt des Objekts) aktiv war.
- Q: Warum kann ein in DST exportiertes Hatch-3-Design plötzlich 30 Farbwechsel zeigen, obwohl das Logo nach 5 Farben aussieht – und welche Schritte reduzieren diese Extra-Stopps?
A: DST ist ein „rohes“ Stichformat; gesplittete Segmente und Stop-/Trim-Logik können wie zusätzliche Farbblöcke wirken. Reduziere Stopps, indem du die Timeline prüfst, gleiche Segmente vereinheitlichst und anschließend unbenutzte Farben entfernst.- Audit: Information Docker > Thread Colors öffnen und die tatsächliche Stopp-Anzahl zählen.
- Group: Im Sequence Docker gleiche Farbsegmente identifizieren, die getrennt wurden.
- Assign: Alle gleichfarbigen Segmente konsequent auf exakt dasselbe Farbfeld legen (ggf. mit Paint Bucket/Farbzuweisung).
- Clean: „Remove Unused Colors“ ausführen.
- Erfolgskontrolle: Information Docker zeigt die erwartete Anzahl an Farbblöcken, und unnötige Wiederholungen sind minimiert.
- Wenn es trotzdem hakt… Bei Maschinen, die trotz gleicher Farbe stoppen, muss ggf. zusätzlich eine farbwechsel-optimierende Funktion in Hatch genutzt werden (versionsabhängig).
- Q: Wie kann ein Betrieb in Hatch 3 ein komplettes Design von Madeira auf Hemingworth umstellen (Select Thread Charts + Match All), ohne dass z. B. Hauttöne falsch werden?
A: Nutze Select Thread Charts + Match All als schnellen Start und verifiziere kritische Töne physisch, weil „nächster Treffer“ am Bildschirm nicht garantiert im Garn passt.- Set: „Select Thread Charts“ öffnen, vorhandene Charts entfernen, Zielchart (z. B. Hemingworth) hinzufügen.
- Run: „Match All“ klicken, um automatisch umzulegen.
- Validate: Garn real gegen Stoff unter deinem Produktionslicht vergleichen.
- Erfolgskontrolle: Tooltips zeigen die gewünschte Marke/Nummer, und Garn-auf-Stoff passt – besonders bei Hauttönen, Taupe/Grau und Neon.
- Wenn es trotzdem hakt… Die wenigen Problemfarben nach Match All manuell überschreiben; Bildschirmfarbe nicht als alleinige Wahrheit nehmen.
- Q: Was ist die Hatch-3-„Clean Start“-Checkliste, um Geisterfarben, falsche Garnannahmen und überraschende Stopps vor dem Export zu vermeiden?
A: Behandle es wie einen Pre-Flight-Check: Modus prüfen, Codes verifizieren, verwendete Farben zählen, Timeline prüfen und physische Abgleichmittel bereitlegen.- Confirm: Composer oder Digitizer aktiv (nicht Organizer).
- Verify: Mehrere Farbfelder per Hover prüfen (Marke/Nummern als Ausgangslage).
- Count: Blaue „Used“-Marker zählen.
- Erfolgskontrolle: Anzahl verwendeter Farben und Timeline passen zur geplanten Bestückung.
- Wenn es trotzdem hakt… Von gesplitteten Segmenten oder fast identischen Farbtönen ausgehen und vor Export vereinheitlichen.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten bei Magnetrahmen und beim Testen häufiger Farbwechsel (Fadenschneider/Bewegungen) an der Stickmaschine?
A: Vermeide Verletzungen, indem du Magnetrahmen als Quetschgefahr behandelst und den Nadel-/Schneidbereich während Farbwechseln als aktiv.- Keep clear: Finger nie in die Klemmzone – Magnetrahmen schnappen mit Kraft zu.
- Protect: Magnetrahmen fern von Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik lagern; mit Trennern aufbewahren.
- Stay back: Hände weg von Nadelstange und Fadenschneiderbereich während Trim- und Farbwechselbewegungen.
- Erfolgskontrolle: Der Rahmen schließt ohne Fingerkontakt, und Probeläufe laufen ohne Eingriffe in den Bewegungsbereich.
- Wenn es trotzdem hakt… Maschine vor jeder Justage pausieren und die Herstellerhinweise für sicheren Zugang/Wartung am Schneidbereich befolgen.
