Hatch-Branching für florale Designs: Sprungstiche entfernen, strukturierte Blätter anlegen und saubere Ebenenführung behalten

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung in Hatch Embroidery Software zeigt, wie du Stiele mit „Digitize Open Shape“ sauber digitalisierst, mit dem Branching-Tool Sprungstiche eliminierst, Blätter mit Pattern Fill (Tatami) und Pattern #40 texturiert anlegst und die Stickreihenfolge über den Resequence Docker korrigierst – inklusive praxistauglicher Checks, damit du vor dem Probestick Fadenrisse, sichtbare Laufstiche und typische Layering-Fehler abfängst.
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Inhaltsverzeichnis

Introduction to Branching in Hatch: The Logic of Efficient Production

Wenn du schon einmal einen filigranen Blumenast digitalisiert hast und dann zusehen musstest, wie die Maschine zwischen vielen kleinen Stiel-Segmenten „hüpft“ – trimmt, versetzt, neu ansetzt – kennst du den Produktivitäts-Killer. In der gewerblichen Stickerei sind Sprungstiche und unnötige Schnitte echte Zeitfresser. Sie erzeugen zusätzliche Trimm-Zyklen, bremsen den Lauf und können als unschöne Laufwege (Travel Runs) sichtbar werden – besonders bei botanischen Motiven, wo „clean“ einfach Pflicht ist.

Als Profi reicht es nicht, dass ein Design am Bildschirm gut aussieht. Entscheidend ist, dass die Datei auf der Maschine stabil, schnell und reproduzierbar läuft. In diesem Guide verbinden wir Software-Logik (Objekte, Reihenfolge, Branching) mit dem, was die Maschine physisch daraus macht.

In dieser Lektion lernst du:

  • Präzise Digitalisierung: Stiele mit Digitize Open Shape so anlegen, dass Kurven sauber laufen und du nicht durch unnötige Knotenpunkte Spannung ins System bringst.
  • Flow-Engineering: Mehrere Segmente mit Hatch Branching zu einem durchgängigen Laufweg zusammenführen – ohne Sprungstiche.
  • Textur & Stabilität: Blätter statt als Satin als Pattern Fill (Tatami) mit Pattern #40 anlegen – für Struktur und bessere Haltbarkeit.
  • Layering-Logik: „Stiel über Blütenblatt“-Fehler über den Resequence Docker korrigieren, damit die Optik stimmt und die Passung sauber bleibt.
Mouse cursor hovering over the 'Digitize Open Shape' tool in the left toolbar.
Tool Selection
Digitizing a stem by placing nodes along the artwork line.
Digitizing

Why this workflow is non-negotiable

Branching und Resequencing sind nicht „nice to have“, sondern Produktions-Logik. Weniger Schnitte bedeutet weniger mechanische Stop-and-Go-Bewegungen – und damit weniger Risiko für Fadenprobleme genau in den Momenten, in denen die Maschine neu anbindet.

Für Betriebe, die Logos oder florale Serien sticken, ist das direkte Marge: schnellerer Lauf, weniger Eingriffe, weniger Ausschuss. Und Effizienz ist immer zweigeteilt: Du brauchst eine saubere Datei (Software) und einen schnellen, reproduzierbaren Einspannprozess (Hardware). Darum werden saubere Dateien in der Praxis oft mit Tools wie Einspannstation kombiniert, damit die Zeitersparnis aus der Digitalisierung nicht beim Einspannen wieder verloren geht.

Digitizing Stems with Open Shapes

Der Workflow startet mit einem einfachen oberen Stiel/Seitentrieb, digitalisiert mit Digitize Open Shape. Das ist das „Gerüst“ deines Motivs.

Clicking the 'Branching' icon in the left toolbar after selecting multiple stem segments.
Applying Function

Step-by-Step: Trace with Mechanical Empathy

  1. Tool wählen: Digitize Open Shape (Run Stitch) aktivieren.
  2. Nachzeichnen: Der Stiellinie auf der Vorlage folgen.
  3. Knotenpunkte setzen:
    • Linksklick: setzt einen Eck-/Geradenpunkt.
    • Rechtsklick: setzt einen Kurvenpunkt für einen weichen Bogen.

Sensorischer Anker (Audio): Achte bewusst auf den Klick-Rhythmus. Linksklick für „Ecken/Wechsel“, Rechtsklick für „Kurve“. Wenn du hektisch klickst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du zu viele Punkte setzt und die Linie später unruhig läuft.

Checkpoints: The "Clean Path" Standard

  • Node Economy: Hast du 50 Punkte gesetzt, wo 5 reichen? Zu viele Punkte führen zu Mikro-Rucklern in der Bewegung – das erhöht die Fadenspannungsspitzen und kann die Passung verschlechtern.
  • Kurvenruhe: Zoome stark hinein (z. B. 600%). Wenn die Linie am Bildschirm zackig aussieht, wird die Nadelbewegung das Material physisch „ziehen“ – das sieht man später als Unruhe im Stichbild.

Expected Outcome

Am Ende hast du mehrere Stiel-Segmente als separate Objekte. Optisch wirken sie verbunden, technisch sind es aber einzelne Inseln. Ohne den nächsten Schritt erzeugt die Maschine zwischen diesen Inseln Sprungstiche bzw. unnötige Schnitte.

Applying the Branching Tool to Remove Jumps

Jetzt kommt die eigentliche Transformation: Aus vielen Einzelteilen wird ein durchgängiger, effizienter Laufweg.

View with TrueView turned off, showing dotted connection lines (jump stitches) between segments.
Visualizing Jumps

Step-by-Step: The Unification Process

  1. Auswählen: Alle Stiel-Segmente markieren, die zu einem einzigen Pfad gehören.
  2. Aktivieren: Branching anklicken.
  3. Entry festlegen: Unten am Hauptstiel klicken (Startpunkt).
  4. Exit festlegen: Oben am Stiel klicken (Endpunkt).
  5. Berechnen lassen: Hatch routet den Laufweg automatisch so, dass keine Sprungstiche zwischen den Segmenten nötig sind.
The same view after branching is applied, showing a clean path with no jump stitches.
Result Verification

Verification: The "Travel Line" check

Verlass dich nicht blind auf die Automatik – kontrolliere aktiv.

  • Aktion: Branching kurz rückgängig machen (Undo).
  • Sichtprüfung: TrueView AUS schalten (Taste T). Jetzt siehst du die gestrichelten Verbindungs-/Sprunglinien zwischen Segmenten.
  • Neu anwenden: Branching wieder ausführen.
  • Bestätigung: Die gestrichelten Linien sollten verschwinden. Übrig bleibt ein sauberer, durchgehender Run-Stitch-Pfad im Wireframe, der unter späteren Deckstichen „versteckt“ läuft.
Selecting 'Digitize Blocks' from the toolbox for leaf creation.
Tool Selection

The Physics of Branching

Branching erzeugt einen „Travel Run“, der unter späteren Stichen liegt.

  • Risiko: Wenn die Deckung darüber zu offen ist oder der Kontrast extrem (z. B. dunkler Laufweg unter sehr hellem Satin), kann der Laufweg durchscheinen.
  • Praxis-Check: Prüfe im Wireframe, wo der Travel Run liegt, und ob darüber wirklich genügend Deckung folgt. (Im Video wird genau dafür TrueView ausgeschaltet, um die Sprunglinien sichtbar zu machen.)

Creating Textured Leaves with Pattern Fills

Satin ist optisch stark, hat aber Grenzen: breite Satinflächen sind anfälliger für Hängenbleiben (Schlaufen), und große Flächen wirken schnell „flach“. Für die Blätter nutzen wir daher Pattern Fill (Tatami).

Creating a leaf shape by placing paired points to define width and angle.
Digitizing

Step-by-Step: Structural Digitizing

  1. Tool wählen: Digitize Blocks.
  2. Geometrie eingeben: Das Blatt über Punktpaare anlegen: Punkt A links, Punkt B rechts – dann entlang der Form weiter.
    • Tipp zur Stichrichtung: Der Winkel deiner Punktpaare bestimmt die Stichlage. Für eine natürliche Lichtreflexion orientierst du die „Sprossen“ sinnvoll zur Blattader.
  3. Spitze sauber formen: An der Blattspitze Punkte sehr eng setzen, damit eine klare, spitze Form entsteht.
Double clicking color chip 5510 in the bottom palette to assign it to the active tool.
Color Assignment

Assign Colors & Style

Im gezeigten Workflow wird für die Blätter die Farbe 5510 zugewiesen (Grün). In Hatch geht das schnell über Doppelklick auf den Farbswatch.

Opening the Pattern Gallery to change the stitch type for the leaves.
Property Adjustment

Step-by-Step: The Texture Switch

  1. Auswählen: Alle Blattobjekte markieren.
  2. Eigenschaften öffnen: Object Properties aufrufen.
  3. Fülltyp umstellen: Von Satin auf Tatami / Pattern Fill wechseln.
  4. Pattern wählen: Pattern #40 auswählen.
Selecting Pattern #40 from the gallery grid.
Pattern Selection
Close up showing the green stem unnaturally stitching on top of the purple flower petal.
Problem Identification

Expert Analysis: Why Pattern #40?

Optische Trennung ohne Farbwechsel: Satin für Blütenblätter und strukturierter Tatami/Pattern Fill für Blätter erzeugen Kontrast über Lichtreflexion – nicht über zusätzliche Farben.

Haptik & Haltbarkeit: Pattern Fills „verankern“ den Faden über viele kurze Stichfolgen. Das ergibt eine textile Oberfläche, die im Alltag robuster wirkt als lange, potenziell anfällige Satinlagen in größeren Flächen.

Design-Logik im Video: Genau deshalb wird Pattern #40 hier bewusst eingesetzt – um den Blättern Struktur und „3D“-Charakter zu geben und nicht noch mehr Satinflächen zu erzeugen.

Correcting Layering with the Resequence Docker

Stickerei ist immer ein physischer Schichtaufbau. Wenn die Reihenfolge nicht stimmt, sieht es nicht nur falsch aus – es kann auch die Passung verschlechtern.

Mouse navigating the Resequence Docker list to find the specific petal object.
Object Management

Step-by-Step: Logical Reordering

  1. Diagnose: Stelle fest, wo ein Stiel sichtbar über einem Blütenblatt liegt.
  2. Resequence öffnen: Resequence Docker aufrufen.
  3. Objekt finden: Das betreffende Blütenblatt in der Liste identifizieren (im Video wird dafür bis nach unten gescrollt).
  4. Reihenfolge ändern: Das Blütenblatt unter den Stiel ziehen (also weiter nach unten in der Liste), damit es später gestickt wird und optisch oben liegt.
Dragging the flower object down the list to change stitch order.
Resequencing
Result showing the purple petal now stitching on top of the green stem.
Result Verification

The "Push/Pull" implication

Resequencing ist nicht nur „Kosmetik“.

  • Physik: Stiche schieben und ziehen Material. Wenn du große Flächen später stickst, können sie zuvor gestickte Details optisch verschieben.
  • Praxis: Nach dem Umsequenzieren immer kritisch prüfen, ob die neue Reihenfolge die gewünschte Optik bringt (im Video „poppt“ das Blütenblatt danach sichtbar nach vorn).

Warning (Mechanical Safety): Beim Prüfen von Reihenfolgen oder beim Probelauf Hände aus dem Nadel-/Rahmenbereich halten. Viele Maschinen haben Trace-/Rahmenfahrten, bei denen sich der Stickrahmen schnell bewegt.

Advanced Branching: Excluding Objects for Correct Order

Hier steckt die Feinheit: Du willst die Effizienz von Branching, aber du darfst nicht alles in einen Branching-Verbund zwingen, wenn bestimmte Teile zwingend „oben“ liegen müssen.

Selecting multiple items in the resequence list to group for branching, carefully skipping the petal.
Selection Strategy

Step-by-Step: Selective Integration

  1. Auswahl in der Resequence-Liste: Mit CTRL nur die Stiele und Blätter auswählen, die zusammengehören.
  2. Bewusst ausschließen: Das Blütenblatt, das oben liegen soll, nicht mit auswählen.
  3. Branching anwenden: Branching starten und Start-/Endpunkt setzen.
  4. Ergebnis: Stiele/Blätter werden zu einem Branching-Objekt ohne interne Sprünge; das Blütenblatt bleibt separat und wird zuletzt gestickt – genau wie gewünscht.
Final view of the branched green leaves with NO jump stitches, correctly layered under the petal.
Final Review

Expert Rule of Thumb

„Durchlauf vs. Sichtpriorität“

  • Berühren sich Objekte und gehören zur gleichen Ebene/Farbgruppe → branching.
  • Soll ein Objekt ein anderes sichtbar überdecken → separat lassen und über die Reihenfolge steuern.

Prep: The Foundation of Success

Digitalisieren ist nur ein Teil. Der andere Teil ist Setup und Materialführung. Selbst die beste Datei läuft schlecht, wenn das Material nicht stabil geführt ist oder das Einspannen nachgibt.

Hidden Consumables Checklist

Bevor du startest, prüfe diese typischen „unsichtbaren“ Faktoren:

  • Sprühzeitkleber (temporär): Hilft, Vlies und Material gegeneinander zu fixieren, damit sich beim Füllen nichts verschiebt.
  • Frische Nadel: Eine beschädigte/abgenutzte Spitze kann Fadenprobleme verstärken.
  • Unterfaden-Status: Lange, durchgängige Läufe (durch Branching) sind empfindlich, wenn die Unterfadenspule leerläuft – ein Neustart kann Passungsprobleme erzeugen.

Decision Tree: Stabilizer & Hoop Strategy

Stickerei ist immer ein Kampf gegen Verzug. Nutze diese Logik:

1. Material einschätzen:

  • Strick/Stretch (T-Shirt, Polo):
    • Action: Cutaway-Stickvlies.
    • Warum: Bei vielen Einstichen (Pattern Fill) kann Tearaway schneller nachgeben, was Tunneling begünstigt.
  • Gewebe/stabil (Denim, Twill):
    • Action: Tearaway ist oft möglich.

2. Einspannmethode bewerten:

  • Rahmenspuren/Rahmenabdrücke ein Thema?
  • Sehr dicke Stellen (z. B. Jacken, Nähte):
    • Action: Magnetrahmen halten solche Bereiche oft sicherer, ohne den Innenring „zu erzwingen“.

Checkpoints: The Pre-Flight Check

  • Nadel: frisch und ohne Grat?
  • Fadenweg: sauber in den Spannungsscheiben?
  • Stickvlies: stabil fixiert und sauber eingespannt?
  • Ausrichtung: Material gerade? (Viele nutzen dafür eine hoopmaster Einspannstation oder ähnliche Vorrichtung für reproduzierbare Ausrichtung.)

Setup: Bridging File to Machine

Datei fertig, Maschine bereit – jetzt sauber vorbereiten.

Setup Steps

  1. Datei übertragen: DST/PES laden.
  2. Farbzuordnung prüfen: Nicht auf Bildschirmfarben verlassen – Nummern/Zuordnung kontrollieren (im Video werden z. B. 5005 und 5510 verwendet).
  3. Geschwindigkeit bewusst wählen:
    • Beginner: 600 SPM.
    • Intermediate: 750 SPM.
    • Risiko: Sehr hohe Geschwindigkeit kann bei breiten Füllungen und vielen Richtungswechseln Fadenstress erhöhen. Lieber kontrolliert starten.

Warning (Magnetic Safety): Wenn du mit Magnetische Einspannstation-Systemen oder Magnetrahmen arbeitest: Quetschgefahr. Starke Magnete können abrupt zusammenrasten – Finger aus den Kontaktflächen halten.

Operation: The Stitch-Out

Jetzt zählt Beobachtung – aber gezielt.

Visual & Tactile Monitoring

  1. Branching-Check: Übergänge zwischen Stielsegmenten beobachten.
    • Success: durchgehende Bewegung ohne Trimm-/Neustart-Zyklen.
    • Fail: Stop–Trim–Mini-Versatz–Neustart: zurück in die Software, Branching/Objektauswahl prüfen.
  2. Textur-Check (Blätter): Während des Laufs optisch prüfen, ob die Struktur gleichmäßig wirkt.
    • Fail-Indizien: sichtbar offene Bereiche oder unruhige Füllung → Eigenschaften/Pattern-Einstellung prüfen.
  3. Layering-Check:
    • Success: Das Blütenblatt deckt den Stiel sauber ab (wie nach dem Resequence-Schritt im Video).

Upgrading Your Production Flow

Wenn du mehr Zeit mit Einspannen als mit Sticken verbringst, liegt der Engpass oft nicht in der Software, sondern im Handling.

Standard-Stickrahmen funktionieren, sind aber bei Wiederholteilen langsam. Für Serienmotive zählt Reproduzierbarkeit. Wer sich mit Magnetrahmen Anleitung-Systemen vertraut macht, reduziert häufig die Rüstzeit zwischen den Läufen, weil das Handling weniger „Schraubarbeit“ und mehr wiederholbare Klemmung ist.

Quality Checks: The Post-Mortem

Das Muster unter gutem Licht prüfen.

1. The Underside Check

Rückseite ansehen.

  • Standard: Bei satinierten/gefüllten Bereichen sollte ein ausgewogenes Verhältnis sichtbar sein (Unterfaden nicht dominant, aber klar vorhanden).
  • Branching-spezifisch: Travel Runs auf der Rückseite prüfen: Sind sie schlingenartig/locker, deutet das auf Spannungs-/Fadenweg-Themen hin.

2. The Registration Check

Übergänge Stiel ↔ Blatt ansehen.

  • Gap: Wenn sichtbare Lücken entstehen, hat sich das Material bewegt.
    • Solution A: Pull Compensation in Hatch erhöhen (wie im Draft beschrieben).
    • Solution B: Stabilisierung/Einspannen verbessern.

Troubleshooting: structured Diagnosis

Nicht raten – systematisch prüfen.

Symptom Likely Physical Cause Likely Software Cause Fix
Visible Jumps Trimm-/Sprunglogik greift Branching nicht angewendet Objekte wählen -> Branching anwenden.
Puckering Leaves Stabilisierung zu schwach Dichte zu hoch Stickvlies anpassen oder Dichte reduzieren.
Gap at Stem/Flower Material im Rahmen gerutscht Pull Comp zu niedrig Einspannen verbessern oder Pull Comp erhöhen.
Hoop Burn Rahmen zu fest/ungünstige Druckverteilung N/A Stoff dämpfen oder auf Stickrahmen für Stickmaschine mit magnetischer Klemmung umsteigen.
Thread Shredding Nadel alt/Grat Zu viele Nodes Nadel wechseln oder Kurven glätten.
Stem Shows Thru Petal N/A Layering falsch Im Resequence Docker Blütenblatt nach unten ziehen (später sticken).

Results & Conclusion

Mit Digitize Open Shape, Branching und Pattern Fill machst du aus einer Skizze eine Datei, die in der Praxis sauber läuft.

Du hast jetzt ein Design, das:

  1. Effizient läuft: weniger unnötige Schnitte/Sprünge.
  2. Logisch layert: Blütenblätter liegen korrekt über den Stielen.
  3. Robust wirkt: strukturierte Füllungen sind für Blätter oft langlebiger als breite Satinflächen.

Und denk daran: Digitalisierung ist ein System. Die Software steuert die Maschine – aber der Rahmen bestimmt die „Leinwand“. Wenn du regelmäßig gegen Verzug oder Rahmenspuren kämpfst, ist ein Upgrade der Einspanntechnik oft der nächste Schritt. Für viele ist das der Moment, in dem Magnetrahmen für Stickmaschinen den Sprung von „läuft irgendwie“ zu „läuft reproduzierbar“ ermöglichen.