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Das „Break Apart“-Werkzeug in Hatch meistern: Profi-Workflow für Monogramme & Applikation
Wenn Hatch dich Ungroup nicht klicken lässt, fühlt es sich schnell so an, als wäre die Software „eingefroren“ oder „kaputt“. Du klickst – nichts passiert – und der Stress steigt, besonders wenn ein Termin drückt.
Es ist nicht kaputt. Und du machst auch nichts falsch.
In Hatch Embroidery Software werden bestimmte komplexe Elemente – vor allem Monogramming und Digitize Applique – als System Objects erstellt. Stell dir das wie ein „intelligentes Paket“ vor: komfortabel und schnell zu konfigurieren, aber nicht wie eine normale Gruppe aus Einzelobjekten zu zerlegen. Solange dieses „Smart-Objekt“ aktiv ist, behandelt Hatch es als eine Einheit.
Genau für die Umwandlung von „Systemobjekt“ zu „editierbaren Einzelkomponenten“ ist Break Apart da.

Diese Anleitung übersetzt das Video in einen workflow-tauglichen Ablauf für den Alltag: Was du vorab prüfst, wo du klickst, woran du sofort erkennst, dass es funktioniert hat – und wie du Fehler vermeidest, die später an der Maschine zu Fadenrissen, unnötigen Stopps oder Chaos in der Sequenz führen.

Wenn Hatch „Ungroup“ ausgegraut zeigt: Kein Fehler – es ist ein Systemobjekt
Wenn du ein Monogramm anklickst und die Group/Ungroup-Icons grau sind, ist die typische Reaktion: „Warum kann ich den Buchstaben nicht einfach verschieben?“
Das ausgegraute Symbol ist in diesem Fall eher ein Schutzmechanismus.
Ein Hatch-Monogramm ist nicht einfach „ein Haufen Formen, die gruppiert wurden“. Es ist ein parametrisches Objekt mit eigener Steuerung (Buchstaben, Rahmen, Ornamente). Hatch verhindert damit, dass du es aus Versehen auseinanderziehst.
Logik dahinter:
- Ungroup: funktioniert bei Gruppen, die du selbst erstellt hast.
- Break Apart: ist für systemgenerierte Objekte (Monogramme, Applikation, Lettering). Es „öffnet“ den Container und lässt dich die einzelnen Stichobjekte/Elemente bearbeiten.
Wichtiger Trade-off: Nach Break Apart ist es kein „Text/Monogramm-Objekt“ mehr. Du bearbeitest dann Formen/Stiche – nicht mehr komfortabel über die Monogramm-Eigenschaften.

Warnung: Risiko irreversibler Änderungen. Wenn du ein Monogramm „Break Apart“ ausführst und die Datei speicherst/schließt, kannst du es nicht einfach wieder in ein „smartes“ Monogramm zurückverwandeln. Arbeite deshalb immer mit einer Kopie.
Profi-Vorbereitung: Was du vor „Break Apart“ kurz checken solltest
Viele springen direkt ins Monogramm-Tool. Genau hier entstehen die meisten Folgeprobleme. Bevor du irgendetwas zerlegst, sollte dein „digitaler Arbeitsplatz“ zu dem passen, was später physisch gestickt wird.
Wenn du das überspringst, kann die Datei am Bildschirm gut aussehen – aber an der Maschine schlecht laufen (Passung/Verzug, unnötige Trims, instabile Sequenz).
60-Sekunden-Checkliste
- Neue, leere Datei anlegen: So schleppst du keine versteckten Einstellungen aus alten Projekten mit.
- Stoff/Fabric-Profil prüfen: In Design Settings den Stoff passend wählen, damit Hatch z. B. Pull Compensation sinnvoll berechnet (im Draft-Beispiel wird für Frottee oft 0,4 mm oder mehr genannt).
- Sofort Version 1 speichern: z. B.
ClientName_Monogram_Master_v1.EMB. - Stickrahmen-Grenzen prüfen: Gerade bei einer kompakten Monogramm-Stickmaschine willst du früh sehen, ob das Motiv in den Rahmen passt – nicht erst nach dem Zerlegen und Feintuning.

Monogramming in Hatch: Das System-Monogramm „OML“ erstellen
Im Video wird die Lettering / Monogramming-Toolbox genutzt. So stellst du sicher, dass du exakt im gleichen Objektmodus bist.
Workflow (wie im Video):
- Links die Toolbox öffnen.
- Lettering and Monogramming aufklappen.
- Monogramming wählen.
- Ein Standard-Monogramm erscheint (oft „ABC“ mit Rahmen).
- Rechts im Bereich Object Properties im Textfeld OML eingeben.
Sicht-Check: Wenn du das Objekt anklickst, solltest du zunächst eine Auswahl sehen, die sich wie „eine Einheit“ verhält (Buchstaben + Rahmen + Ornament zusammen). Wenn du sofort einzelne Buchstaben separat greifen kannst, bist du nicht mehr im echten Systemobjekt-Zustand.

Schneller Verifikations-Checkpoint
- Selection-Test: Klick auf den Buchstaben „M“ – werden Rahmen und „O“ gleichzeitig mit ausgewählt? Ja = korrektes Systemobjekt.
- Property-Test: Lässt sich der Rahmen/Border über die Eigenschaften umstellen? Ja = korrekt.

Der entscheidende Moment: „Break Apart“ anwenden
Jetzt kommt der Punkt, an dem du z. B. ein Ornament verschieben willst – aber nicht kannst.
Problemzustand erkennen
Oben in der Toolbar ist Ungroup grau/inaktiv. Das bestätigt: Du hast ein Systemobjekt ausgewählt.

Lösung (konkrete Klickfolge)
- Sicherstellen, dass das Monogramm-Objekt ausgewählt ist.
- In der Toolbox den Bereich Edit Objects öffnen.
- Break Apart klicken.
Ergebnis (so prüfst du es sofort)
- Verhalten: Klick auf das „O“ → jetzt sollten nur die Buchstaben selektierbar sein. Klick auf den Rahmen → nur der Rahmen.
- Wichtig: „Click-Off“-Regel: Direkt nach Break Apart sind oft zunächst alle neu entstandenen Teile gemeinsam markiert. Einmal in eine freie, weiße Fläche klicken (alles abwählen) und dann gezielt das Teil anklicken, das du bearbeiten willst.

Diese Funktion ist in der Praxis besonders hilfreich, wenn du Layouts optisch „entspannen“ musst: Standard-Abstände wirken auf realem Material manchmal enger, als sie am Bildschirm aussehen. Mit Break Apart kannst du Elemente gezielt minimal verschieben, statt das komplette Monogramm neu aufzubauen.
Digitize Applique in Hatch: Das Applikations-Objekt erstellen
Der zweite zentrale Einsatzbereich von Break Apart ist Applikation. Applikation ist workflow-kritisch, weil sie in der Regel Stopps beinhaltet (Platzieren/Trimmen) und die Datei deshalb sauber strukturiert sein muss.
Workflow (wie im Video):
- Applique Toolbox öffnen.
- Digitize Applique wählen.
- Mit Rechtsklicks Punkte setzen (für Kurven), um einen Kreis zu formen.
- Enter drücken.

Du erhältst damit eine „smarte“ Applikation: Hatch erzeugt automatisch Platzierung, Tack Down und den Satin-Abschluss.

Applikation ist nicht nur digital – sie ist ein physischer Prozess
Die Datei allein hält den Stoff nicht fest. Gerade wenn du in Serien arbeitest, lohnt es sich, den Handling-Teil mitzudenken.
Wenn du Applikationen produzierst, sollten Begriffe wie Magnetrahmen für Stickmaschine auf deinem Radar sein: Beim Applikations-Workflow (Stopps/Trimmen) ist schnelles, reproduzierbares Einspannen und erneutes Fixieren ein echter Hebel – und klassische Schraubrahmen können dabei eher Rahmenabdrücke/Quetschungen begünstigen.
Applikations-Anatomie: Die drei Lagen verstehen
Bevor du zerlegst, musst du wissen, was drin steckt. Eine Hatch-Applikation besteht aus drei klaren Komponenten:
- Placement Line (Running Stitch):
- Zweck: Markiert, wo der Stoffpatch platziert wird.
- Tack Down (Zigzag / Open Satin):
- Zweck: Fixiert den Patch auf dem Grundmaterial.
- Praxis-Check: Muss die Schnittkante zuverlässig „fangen“.
- Cover Stitch (Satin):
- Zweck: Sauberer Abschluss, deckt die Schnittkante ab.
- Hinweis aus dem Draft: Dichte wird häufig im Bereich 0,40 mm – 0,45 mm genannt.
Applikation „Break Apart“: Für Produktion gezielt anpassen
Warum zerlegt man eine Applikation? Typisch ist, dass du einzelne Schritte separat bearbeiten oder entfernen willst (z. B. die Platzierungslinie), oder dass du die Komponenten klar sehen und prüfen möchtest.
Aktion
- Applikations-Kreis auswählen.
- Break Apart klicken.

Ergebnis
Das Objekt wird in drei separat anwählbare Lagen aufgeteilt (im Video farblich gut sichtbar):
- Placement (Pink)
- Tack Down (Lila/Zigzag)
- Cover Stitch (Gold/Satin)



Checkliste nach dem Zerlegen (kurzer Audit)
- Reihenfolge prüfen: Placement → Tack Down → Cover. Wenn du die Reihenfolge durcheinander bringst, läuft der Prozess an der Maschine logisch falsch.
- Stopps/Farbwechsel prüfen: Wenn alles die gleiche Farbe hat und kein Stopp erzwungen wird, kann die Maschine ohne Pause durchsticken – das ist bei Applikation fatal.
- Handling-Vorbereitung: Applikation braucht in der Praxis Hilfsmittel. Im Draft werden z. B. gebogene Applikationsscheren und temporärer Sprühkleber (505-Typ) als typische „vergessene“ Verbrauchsmittel genannt.
Risiken nach Break Apart: Typische Bedienfehler vermeiden
Break Apart gibt dir Kontrolle – aber nimmt die Leitplanken.
- „Verrutschte“ Lage: Du verschiebst den Cover-Satin unbemerkt.
- Schnell-Fix: Für Mini-Korrekturen lieber Pfeiltasten statt Maus nutzen.
- Schwacher Tack Down: Auf dehnbaren Materialien ist ein reiner Laufstich als Fixierung oft zu wenig.
- Schnell-Fix: Tack Down als Zigzag/Open Satin belassen, wenn Stabilität fehlt.
- Instabilität beim Handling: Beim Trimmen/Stopps kann sich Material im Rahmen bewegen.
- Praxis-Fix: Eine saubere, reproduzierbare Einspannung ist entscheidend – eine Einspannstation für Stickmaschinen hilft, dass Teile immer gleich sitzen.
Entscheidungsbaum: Stickvlies-Strategie für Applikation
Die Software steuert die Nadel – das Vlies steuert die Physik. Nutze diese Logik als Orientierung.
Schritt 1: Ist der Grundstoff dehnbar (T-Shirt, Hoodie, Polo)?
- JA: Cutaway-Vlies verwenden.
- NEIN: Weiter zu Schritt 2.
Schritt 2: Ist der Stoff sehr leicht oder transparent (leichte Webware)?
- JA: No-Show Mesh/Poly Mesh Cutaway.
- NEIN: Weiter zu Schritt 3.
Schritt 3: Standard, stabil (Tasche, Schürze etc.)?
- JA: stabiles Tearaway-Vlies.
Praxis-Hinweis: Konsistenz gewinnt. Ein standardisiertes Einspannen für Stickmaschine-Setup reduziert Ausrichtungsfehler in der Serie.
Troubleshooting: Break Apart – Symptome & schnelle Lösungen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Praxis-Fix |
|---|---|---|
| „Ungroup“ ist ausgegraut. | Systemobjekt (Monogramm/Applikation). | Nicht erzwingen – Break Apart nutzen. |
| Maschine stoppt nicht zum Platzieren/Trimmen. | Lagen gleiche Farbe/kein Stopp. | Lagen unterschiedlich einfärben bzw. Stopps sicherstellen. |
| Satin wirkt „schlaufend“/locker. | Spannung zu niedrig ODER Dichte zu hoch. | Physisch: Oberfadenspannung prüfen (im Draft: „wie Zahnseide“). Digital: Dichte nicht enger als 0,38 mm. |
| Rahmenabdrücke / Stoff gequetscht. | Schraubrahmen zu fest angezogen. | Bei wiederkehrendem Problem: Magnetische Einspannstation-Systeme in Betracht ziehen. |
Warnung: Sicherheit an Maschine & Magnetrahmen.
1. Nadelsicherheit: Hände niemals in den Nadelbereich bringen, solange die Maschine läuft. Immer vollständig stoppen.
2. Magnet-Sicherheit: Magnetrahmen sind sehr stark, können Finger einklemmen und müssen von Herzschrittmachern sowie magnetischen Datenträgern ferngehalten werden.
Upgrade-Pfad: Von Software-Know-how zu Shopfloor-Effizienz
„Break Apart“ zu beherrschen ist ein wichtiger Schritt – aber mit wachsendem Volumen verschieben sich Engpässe oft von der Software zur Einspannung/Handhabung.
- Pain Point: „Ich brauche zu lange, um Shirts gerade auszurichten.“
- Lösung: Eine hoopmaster Einspannstation (oder vergleichbare Vorrichtung) reduziert das Rätselraten und macht Positionierung reproduzierbar.
- Pain Point: „Meine Handgelenke sind vom Schrauben fertig.“
- Lösung: Magnetrahmen – schnelleres Öffnen/Schließen, weniger Belastung.
- Pain Point: „Ich komme mit der Ein-Nadel nicht hinterher.“
- Lösung (Draft-Beispiel): Bei konstanten Batches von 50+ kann eine Mehrnadelstickmaschine sinnvoll werden, weil Farbwechsel/Unterbrechungen besser abbildbar sind.
Abschluss-Checkliste: „Bevor du exportierst“
Bevor die Datei auf USB/ins Netzwerk geht, einmal kurz prüfen:
- Trims geprüft: Hat Break Apart unnötige Sprungstiche erzeugt? Falls ja, Trims setzen.
- Unterlage geprüft: Hat der Satin-Abschluss eine passende Underlay-Struktur (z. B. Edge Run/Zigzag), damit die Kante sauber deckt?
- Überlappung: Überlappen die Lagen minimal, damit keine Lücken entstehen?
- Sequenz-Logik: Placement → Tack → Cover.

Wenn du so arbeitest, „bedienst“ du nicht nur Software – du baust reproduzierbar ein sauberes Textilprodukt.
FAQ
- Q: Warum ist in Hatch Embroidery Software der Button „Ungroup“ ausgegraut, wenn ich ein Hatch-Monogramm (Monogramming-Objekt) bearbeite?
A: Das ist normal: Hatch-Monogramme sind Systemobjekte. Deshalb ist „Ungroup“ deaktiviert – das richtige Werkzeug ist „Break Apart“.- Wähle das Monogramm so aus, dass das gesamte Design als eine Einheit markiert ist.
- Gehe zu Toolbox → Edit Objects → Break Apart.
- Klicke einmal in eine freie Fläche, dann nur auf den Buchstaben/Rahmen, den du bearbeiten willst.
- Erfolgscheck: Klick auf das „O“ selektiert nur die Buchstaben; Klick auf den Rahmen selektiert nur den Rahmen.
- Wenn es nicht klappt: Prüfe, ob das Design wirklich über Lettering/Monogramming erstellt wurde (und nicht bereits in Formen konvertiert ist) und ob das Objekt als eine Einheit ausgewählt ist, bevor du Break Apart nutzt.
- Q: Wie vermeide ich irreversible Änderungen, nachdem ich „Break Apart“ bei einem Hatch-Monogramm oder Lettering-Objekt genutzt habe?
A: Arbeite mit Duplikat/Versionierung vor Break Apart, weil das „smarte“ Text-Verhalten nach Speichern und Schließen nicht wiederherstellbar ist.- Speichere zuerst eine „Master“-Datei, die editierbar bleibt (z. B.
ClientName_Monogram_Master_v1.EMB). - Erstelle eine zweite Kopie speziell für die Bearbeitung nach Break Apart.
- Bearbeite nur die „Stitch“-Kopie nach dem Zerlegen (als Formen/Stiche, nicht als Text).
- Erfolgscheck: In der Master-Datei lassen sich Schrift/Schreibweise weiterhin über die Text-Eigenschaften ändern; in der Break-Apart-Kopie lassen sich Einzelteile selektieren.
- Wenn es nicht klappt: Öffne die gespeicherte Datei erneut – wenn sie sich nicht mehr wie Text verhält, gehe zurück zur Master-Version und wiederhole den Copy-First-Workflow.
- Speichere zuerst eine „Master“-Datei, die editierbar bleibt (z. B.
- Q: Was ist die schnellste Vorbereitung in Hatch, bevor ich ein Monogramm für einen kleinen 100×100-Rahmen einer Monogramm-Stickmaschine zerlege?
A: Mach zuerst den 60-Sekunden-Audit: leere Datei, passende Stoffeinstellungen, Version speichern, Rahmen-Grenzen prüfen – damit das Design zu den realen Stickgrenzen passt.- Neue leere Datei erstellen (keine versteckten Alt-Einstellungen übernehmen).
- Design Settings öffnen und den Stofftyp passend wählen; bei Handtüchern nutzt Hatch oft höhere Pull Compensation (im Draft: häufig 0,4 mm oder mehr für Frottee).
- Version 1 sofort speichern, bevor du größere Änderungen machst.
- Rahmen-Grenzen früh prüfen, damit das Design nach Feintuning nicht ein paar Millimeter zu groß ist.
- Erfolgscheck: Das Monogramm liegt vor Break Apart vollständig innerhalb der Rahmenbegrenzung.
- Wenn es nicht klappt: Rahmenformat/-größe erneut auswählen und das Stoffprofil in Design Settings bestätigen, bevor du weitermachst.
- Q: Wie stelle ich nach „Break Apart“ bei einem Digitize-Applique-Objekt sicher, dass Placement, Tack Down und Cover Stitch in der richtigen Reihenfolge sind?
A: Prüfe direkt die drei Lagen und ihre Reihenfolge im Sequence Docker: Placement → Tack Down → Cover Stitch.- Applikation zerlegen und im Sequence Docker nach drei separat anwählbaren Lagen suchen.
- Reihenfolge bestätigen: zuerst Placement, dann Tack Down, dann Cover Stitch.
- Unterschiedliche Farben zuweisen (oder Stopps sicherstellen), damit die Maschine für Platzieren/Trimmen anhält.
- Erfolgscheck: Die Datei zeigt klar drei Schritte, und die Maschine stoppt zwischen den Schritten statt durchzunähen.
- Wenn es nicht klappt: Prüfe, ob alle Lagen die gleiche Farbe haben – getrennte Farben/Stopps sind nötig, damit der Stopp zuverlässig erfolgt.
- Q: Welche „versteckten“ Verbrauchsmaterialien sollte ich für Digitize-Applique vorbereiten, damit sich der Stoff nicht verschiebt und nicht ausfranst?
A: Lege gebogene Applikationsscheren und temporären Sprühkleber bereit, weil Applikation ein physischer Prozess ist und die Datei allein den Patch nicht stabil hält.- Gebogene Applikationsschere bereitlegen, um sicher nah an der Naht zu trimmen.
- Temporären Sprühkleber (z. B. 505-Typ) nutzen, um den Patch während Tack Down zu fixieren.
- Bei Bedarf nach Break Apart einzelne Schritte anpassen/prüfen (z. B. Placement-Linie) – genau dafür ist das Zerlegen gedacht.
- Erfolgscheck: Der Patch hebt sich während Tack Down nicht an und die Schnittkante bleibt unter dem Cover Stitch vollständig abgedeckt.
- Wenn es nicht klappt: Tack-Down-Abdeckung prüfen und sicherstellen, dass das Grundmaterial passend stabilisiert ist.
- Q: Wie troubleshootet man lockere oder „schlaufende“ Satin-Stiche, nachdem man in Hatch bei Break-Apart-Applikationen die Dichte bearbeitet hat?
A: Behandle es als Spannungs- oder Dichteproblem: erst Oberfadenspannung physisch prüfen, dann sicherstellen, dass die Dichte nicht enger als 0,38 mm eingestellt ist.- Oberfaden per Hand ziehen: Ziel ist das Gefühl „wie Zahnseide“ (fest, nicht schlapp).
- Satin-Dichte prüfen und nicht enger als 0,38 mm gehen.
- Einen kleinen Teststick machen, bevor du das komplette Teil laufen lässt.
- Erfolgscheck: Satin-Spalten liegen flach, ohne sichtbare Oberfaden-Schlaufen.
- Wenn es nicht klappt: Dichte leicht reduzieren und die Maschineneinstellung gemäß Handbuch prüfen – dieselbe Datei kann auf unterschiedlichen Maschinen unterschiedlich reagieren.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Entfernen von Fadennestern oder beim Troubleshooting an der Stickmaschine während Applikation/Monogramm?
A: Maschine vollständig stoppen, bevor Hände in die Nähe der Nadelstange kommen – niemals während des Laufens eingreifen.- Stop drücken und warten, bis die Nadelbewegung komplett steht.
- Finger aus dem Nadelbereich halten, während du Fadennester entfernst oder Sprungfäden schneidest.
- Erst neu starten, wenn der Fadenweg frei ist und der Stickbereich nicht blockiert.
- Erfolgscheck: Die Maschine läuft weiter, ohne sofort wieder ein Nest zu bilden.
- Wenn es nicht klappt: Einfädelung, Unterfadenbereich/Reinigung und Sequenz (v. a. nach Break Apart mit zusätzlichen Jumps/Trims) erneut prüfen.
- Q: Wann sollte man von Schraubrahmen auf Magnetrahmen umsteigen – und wann lohnt sich ein Upgrade auf SEWTECH Mehrnadelstickmaschinen bei Break-Apart-intensiven Jobs?
A: In Stufen upgraden: erst Technik standardisieren, dann Magnetrahmen bei Handling/Abdrücken als Engpass, und SEWTECH Mehrnadelstickmaschinen, wenn Farbwechsel und Volumen die Ein-Nadel-Kapazität übersteigen.- Level 1 (Technik): Einspannung/Ausrichtung standardisieren und Stickvlies passend wählen, damit beim Trimmen/Stopps nichts wandert.
- Level 2 (Tooling): Magnetrahmen für Stickmaschine wählen, wenn wiederholtes Aus-/Einspannen Rahmenabdrücke, Quetschungen oder langsames Handling bei Applikation verursacht.
- Level 3 (Kapazität): SEWTECH Mehrnadelstickmaschinen in Betracht ziehen, wenn du konstant in Batches arbeitest (im Draft-Beispiel: 50+ Teile) und häufige Farbwechsel die Produktion ausbremsen.
- Erfolgscheck: Einspannzeit sinkt, Ausschuss durch Abdrücke/Verrutschen nimmt ab, und Mehrfarbenjobs laufen mit weniger Unterbrechungen.
- Wenn es nicht klappt: Analysiere, wo Zeit wirklich verloren geht (Ausrichtung, Abdrücke, Stopps, Farbwechsel) und behebe zuerst genau diesen Engpass, bevor du mehrere Variablen gleichzeitig änderst.
