Hatch Embroidery 2 Auto-Digitalisieren, das wirklich sauber stickt: Sofort-Ergebnis, bessere Reihenfolge und Auto Fabric für Handtücher

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung zeigt, wie du eine saubere PNG-Grafik in Hatch Embroidery 2 per Auto-Digitalisieren umsetzt – einmal als „Instant Embroidery“ für schnelle Ergebnisse und einmal über den besser kontrollierbaren Auto-Digitize-Dialog. Danach optimierst du das Ergebnis gezielt: Hintergrund weglassen (Omit), Farben auf eine konkrete Garnmarke mappen, Stichanzahl und Stoffeinstellung prüfen, die Stickreihenfolge im Stitch Player kontrollieren und einzelne Bereiche über die Objekt-Eigenschaften verfeinern (z. B. Satin auf Tatami). Außerdem lernst du, warum Auto Fabric bei Frottee (Terry Towelling) entscheidend ist, wie du trim-lastige Dateien durch bessere Sequenzierung reduzierst und welche Workflow-Upgrades sich lohnen, wenn du von „Hobby“ zu wiederholbaren Handtuch- und Bekleidungsaufträgen wechselst.
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Inhaltsverzeichnis

Digitalisieren fühlt sich oft an wie ein Drahtseilakt. Auf der einen Seite steht das Artwork, das du liebst – auf der anderen Seite die physische Realität aus Nadel, Garn und Material. Ein falscher Schritt, und du bekommst „kugelsichere“ Patches, versunkene Stiche oder eine Maschine, die dir das Lieblingsshirt zerlegt.

Die Wahrheit, die erfahrene Sticker:innen kennen: Digitalisieren ist keine Magie – es ist Ingenieurarbeit. Und die Auto-Digitalisieren-Funktionen in Hatch Embroidery 2 sind kein „Schummeln“, sondern Werkzeuge. Wenn du sie mit einem strukturellen Blick nutzt, bringen sie dich sehr schnell auf ein Ergebnis, das sich in der Praxis bewährt.

In dieser Anleitung bauen wir Linda Goodalls Demo zu einem produktionsnahen Workflow aus. Es geht nicht nur ums Klicken, sondern um das Warum hinter den Einstellungen – inklusive Garn-Mapping, den entscheidenden Auto-Fabric-Regeln für Handtücher und typischen Anfängerfragen aus der Praxis.

File explorer window showing a selection of clip art, highlighting the 'Seashell' PNG selected for import.
Selectinig artwork file

Der „Nicht-Panik“-Überblick: Struktur statt Raten

Auto-Digitalisieren ist eine Abkürzung – aber Abkürzungen funktionieren nur, wenn du das Ziel kennst. Wenn du blind auf „Auto“ klickst, rät Hatch. Manchmal passt das, oft entsteht aber eine Datei, die am Bildschirm gut aussieht und am Material scheitert.

Dein Ziel: Auto-Digitalisieren nutzt du, um die Grundstruktur aufzubauen. Danach kommt dein Know-how ins Spiel – vor allem bei dem Faktor, den Software nicht „fühlen“ kann: Textur.

Software-Realität (und Lizenzstufe)

In den Kommentaren wurde klargestellt: Du brauchst mindestens Hatch Embroidery Composer, um Bilddateien (z. B. PNG/JPG) in Stickobjekte umzuwandeln. Das ist wichtig, wenn du gerade testest oder überlegst, welche Version du wirklich brauchst.

The imported raw artwork displayed on the Hatch workspace canvas before processing.
Artwork placed on canvas

Phase 1: Die „unsichtbare“ Vorbereitung (vor dem ersten Klick)

Anfänger importieren einfach ein Bild. Profis prüfen zuerst die Rahmenbedingungen.

1) Artwork-Hygiene: Saubere Pixel = saubere Stiche

Lindas Beispiel ist eine klare, vektorartige PNG-Muschel – und genau das ist der Punkt: Auto-Digitalisieren lebt von Kanten- und Flächenerkennung.

  • Hoher Kontrast: gut.
  • Geschlossene, einfarbige Flächen: gut.
  • Verläufe / unscharfe Kanten: schlecht – das erzeugt schnell viele kleine „Konfetti“-Objekte, unnötige Sprünge und damit mehr Risiko für Fadenrisse.

Typische Praxisfrage aus den Kommentaren: Ob man dafür ein Zeichentablet braucht. Für Auto-Digitalisieren ist das nicht zwingend – entscheidend ist, dass dein Input sauber ist (egal ob die Grafik vom PC oder z. B. von einem Android-Tablet kommt).

2) Rechte & Nutzung

Nur weil du ein Bild speichern kannst, heißt das nicht, dass du es sticken und verkaufen darfst. Stelle sicher, dass du die Nutzungsrechte besitzt.

3) Physischer „Pre-Flight“-Check

Bevor du auch nur einen Stich erzeugst, definiere deine Realität:

Pre-Flight-Checkliste
* Bildquelle: Ist es eine klare PNG/JPG mit soliden Farbflächen?
* Hintergrund-Strategie: Willst du wirklich ein weißes Quadrat hinter dem Motiv? (In der Praxis: fast immer nein.)
* Garnbestand: Hast du die Farben wirklich am Regal?
Textur-Faktor: Stickst du auf glatter Baumwolle oder auf Frottee/Handtuch? (Das ändert alles*.)
* Verbrauchsmaterial: Hast du das passende Stickvlies – und bei Handtüchern eine wasserlösliche Folie als Topper?

Cursor clicking the 'Auto-Digitize Instant Embroidery' button in the left toolbar.
Executing instant digitizing

Phase 2: Setup in Hatch

Öffne in Hatch Embroidery 2 die Auto-Digitize-Toolbox.

  1. Klicke Insert Artwork.
  2. Wähle deine vorbereitete PNG.

Praxis-Check: Zoome in die Grafik. Wenn die Kanten wie eine unscharfe Treppe wirken, wird die Automatik kämpfen. Sind die Kanten klar, ist das eine gute Ausgangsbasis.

The instantly digitized seashell design showing thread textures and stitch directions.
Result of instant digitizing

Phase 3: Die Weggabelung (Instant vs. kontrolliert)

Option A: „Instant Embroidery“ (schnell, aber weniger Kontrolle)

Linda zeigt Auto-Digitize Instant Embroidery:

  1. Artwork auswählen.
  2. Button klicken.
  3. Ergebnis: Hatch trifft alle Entscheidungen.

Wichtig: In der Video-Demo gilt: Wenn dein PNG einen transparenten Hintergrund hat oder der Hintergrund weiß ist, ignoriert Hatch diesen Bereich automatisch. Trotzdem ist die kontrollierte Methode in der Praxis oft die sicherere Wahl, weil du dort bewusst festlegst, was wirklich gestickt wird.

Option B: Der kontrollierte Profi-Workflow (empfohlen)

Das ist der Weg zu reproduzierbaren Ergebnissen.

  1. Undo (Ctrl+Z), wenn du vorher „Instant“ getestet hast.
  2. Auto-Digitize Embroidery wählen.
  3. Im Farbzuteilungs-/Objekt-Screen die Hintergrundfarbe identifizieren.
  4. Omit klicken, damit dieser Bereich nicht gestickt wird.
Selecting the 'Auto-Digitize Embroidery' option from the list for more controlled processing.
Choosing flexible digitizing method

Regel für die Reihenfolge (Sequenzierung): Im gleichen Dialog siehst du die Objekt-/Farbreihenfolge. Linda verschiebt die schwarze Kontur ans Ende der Liste.

  • Warum: Sticken verzieht Material (Push/Pull). Wenn die Kontur zuerst kommt, können Füllflächen später „drüberlaufen“ oder die Kontur wirkt versetzt.
  • Praxislösung: Kontur zum Schluss sticken lassen – sie kaschiert Kanten und sorgt für einen sauberen Abschluss.
The 'Prepare Artwork' dialog showing image color reduction settings.
Preprocessing artwork configuration
Color mapping window where users assign stitches to specific colors.
Configuring color objects
Mouse clicking the 'Omit' option next to the white background color row.
Removing background
Reordering the design objects list to move the black outline to the bottom (last to stitch).
Sequencing design

Phase 4: Garn-Mapping (Realität im Garnregal)

Dein Monitor kann Millionen Farben anzeigen – dein Garnregal nicht.

Linda mappt auf Hemmingworth:

  1. Select Thread Charts öffnen.
  2. Standard (z. B. Madeira Classic) entfernen, wenn du es nicht nutzt.
  3. Deine reale Garnmarke hinzufügen.

Warum das zählt: Du vermeidest „Garn-Raten“ in der Produktion. Die Palette ist von Anfang an auf deine Marke abgestimmt.

The Thread Charts selection dialog window.
Selecting active thread database
The generated palette at the bottom of the screen showing colors mapped to Hemmingworth.
Reviewing thread palette

Phase 5: Die Physik hinter „Auto Fabric“ (entscheidend für Handtücher)

Das ist der wichtigste technische Punkt.

Unten in der Statusleiste steht oft Fabric: Pure Cotton. Wenn du eine Datei, die für „Pure Cotton“ gerechnet ist, auf Frottee stickst, sinken Stiche in die Schlingen – das Motiv wirkt „verschluckt“.

Die Lösung: Sag der Software die Wahrheit

  1. Customize Design öffnen.
  2. Auto Fabric wählen.
  3. Von Pure Cotton auf Terry Towelling umstellen.
The bottom Status Bar displaying design dimensions and stitch count.
Checking design specs

Was sich dabei sichtbar ändert (wie im Video gezeigt):

  • Unterlage (Underlay): Hatch verstärkt die Unterlage (z. B. deutlich sichtbare Zickzack-Unterlage), um Schlingen niederzuhalten und eine stabile Basis zu schaffen.
  • Kompensation: Pull Compensation wird passend zum Material angepasst.
  • Stichanzahl: Die Stichzahl steigt – das ist hier ein positives Signal, weil mehr „Fundament“ aufgebaut wird.

Der echte Engpass: Handtücher einspannen

Digitalisieren für Handtücher ist mit Hatch gut machbar. Einspannen ist der Punkt, an dem viele frustriert abbrechen. Handtücher sind dick. In einen Standard-Kunststoffrahmen zu zwingen kostet Kraft – und hinterlässt oft Rahmenabdrücke, die nicht sauber rausgehen.

  • Typisches Warnsignal: Du kämpfst mit der Schraube oder der Innenring springt während des Stickens.
  • Produktionslösung: Genau deshalb wechseln viele Profis auf Magnetrahmen für Stickmaschine. Sie klemmen dicke Materialien ohne „Überdrehen“ und reduzieren Variablen wie Quetschdruck und Bedienkraft.

Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen sind starke Werkzeuge.
* Quetschgefahr: Finger aus der Klemmzone halten.
* Medizinische Sicherheit: Abstand zu Herzschrittmachern/Implantaten einhalten.

Zoomed view of the design showing the zigzag underlay stitches beneath the top satin stitching.
Inspecting underlay
Selecting 'Terry Towelling' from the Auto Fabric dropdown menu.
Changing fabric type

Phase 6: Simulation („Digitaler Probelauf“)

Schicke keine Datei an die Maschine, ohne sie virtuell laufen zu lassen.

  1. Rauszoomen (Taste 0).
  2. Stitch Player starten.

Worauf du achten solltest:

  • Logik der Reihenfolge: Läuft Farbe für Farbe sauber durch – oder springt die Maschine ständig hin und her?
  • Kontur-Abschluss: Deckt die Kontur die Kanten der Füllungen sauber ab?

Hinweis zu Trims: In den Kommentaren wurde ein Fall mit „56 trims“ genannt. Das ist meist ein Sequenzierungsproblem. Nutze den Stitch Player, um fragmentierte Bereiche zu erkennen, und ordne sie im Resequence-Docker so, dass gleiche Farben möglichst zusammenhängend laufen.

The Stitch Player interface animating the design creation.
Previewing stitch order

Phase 7: Textur gezielt verfeinern

Du kannst den „Look & Feel“ stark beeinflussen, indem du Sticharten änderst:

  • Satin: glänzend, erhaben – ideal für Schrift und Konturen.
  • Tatami (Fill): flacher, robuster – ideal für größere Flächen.

Linda zeigt, wie man in Object Properties einen Bereich von Satin auf Tatami umstellt. Das ist eine sinnvolle, kontrollierte Veredelung.

Object Properties panel open on the right, showing stitch type options like Satin and Tatami.
Customizing stitch properties

Entscheidungslogik: Stoff-Strategie

Nutze diese Logik, damit digitale Einstellungen und physischer Aufbau zusammenpassen.

Stoff-Szenario Auto-Fabric-Einstellung Stickvlies-Empfehlung Einspann-Hilfe
T-Shirt (Strick) Cotton/Knit Cutaway (Pflicht) Sprühzeitkleber / Sticky
Gewebtes Hemd Pure Cotton Tearaway oder Cutaway Standard
Frottee-Handtuch Terry Towelling Tearaway (unten) + Solvy (oben) Magnetrahmen für Stickmaschine
  • Wichtiger Topper-Hinweis: Für Handtücher ist eine wasserlösliche Folie (Solvy) oben extrem hilfreich, damit die Nadel keine Schlingen hochzieht.

Troubleshooting: Wenn es in der Praxis hakt

**Symptom 1: Lücken zwischen Kontur und Füllung.**

  • Ursache: Push/Pull (Material wird durch Stiche verzogen).
Korrektur
Pull Compensation in Hatch erhöhen und auf dem gleichen Material testen.
  • Praxis-Check: Sitzt der Stickrahmen wirklich fest? Bewegung im Material verstärkt Lücken.

**Symptom 2: Rahmenabdrücke / Druckstellen.**

  • Ursache: Zu starkes Anziehen der Schraube, um dickes Material zu halten.
Korrektur
Dampf kann helfen, Abdrücke zu reduzieren.
  • Prävention: Recherchiere Klemmsysteme wie Magnetrahmen Anleitung, die über vertikale Klemmkraft statt Reibung halten.

**Symptom 3: Schiefe Platzierung.**

  • Ursache: Einspann-Fehler im manuellen Prozess.
Korrektur
Mit Schablone/Markierung arbeiten.

**Symptom 4: „Die Vorschau auf meiner Brother SE600 zeigt komische Linien.“**

Kurzcheck
Laut Kommentar-Rückmeldung ist das häufig ein Darstellungs-/Preview-Thema der Maschine. Verlasse dich für die Kontrolle eher auf den Hatch Stitch Player als auf die Low-Res-Vorschau. Viele, die nach einem Stickrahmen für brother se600 suchen, stoßen in der Praxis eher an die Grenzen des mitgelieferten 4x4-Rahmens als an die Datei.

Betriebs-Checkliste: Finales Go/No-Go

Bevor du startest:

  1. Einfädeln: Immer mit angehobenem Nähfuß einfädeln.
  2. Unterfaden: Widerstand prüfen – gleichmäßig, leicht „ziehend“.
  3. Nadel: Neu und passend zum Material.
  4. Freigängigkeit: Kann der Rahmenarm frei laufen?
  5. Sicherheit: Hände raus aus dem Stickbereich.

Warnung: Sticknadeln laufen mit hoher Geschwindigkeit. Greife niemals in den Stickbereich, solange die Maschine läuft.

Wachstumspfad: Vom Hobby zur Produktion

Auto-Digitalisieren liefert dir die Datei – aber Effizienz kommt aus deinem Workflow.

Wenn du mehr Zeit mit Einspannen und Fadenwechseln verbringst als mit stabilen Stickläufen, hast du eine Produktivitätsgrenze erreicht.

  • Upgrade 1: Magnetrahmen – reduziert Rahmenabdrücke und Stress bei dicken Materialien.
  • Upgrade 2: Einspannstationen – reduziert schiefe Platzierungen bei Wiederholaufträgen.
  • Upgrade 3: Mehrnadelstickmaschine – wenn Fadenwechsel zum Haupt-Bottleneck werden.

Beherrsche zuerst die Software – lass Hatch die „Mathe“ erledigen. Dann optimiere deine Umgebung. So wird aus Hobby eine belastbare Praxis.

FAQ

  • Q: In Hatch Embroidery 2 Auto-Digitize Embroidery, wie entferne ich das unerwünschte weiße Hintergrund-Quadrat, damit das Motiv nicht wie ein steifer Patch gestickt wird?
    A: Lass die Hintergrundfarbe in der Farbzuteilung von Auto-Digitize Embroidery weg, damit Hatch Embroidery 2 dafür keine Stiche erzeugt.
    • Öffne Auto-Digitize Embroidery (nicht Instant) und gehe zur Farbzuteilung.
    • Wähle die Hintergrundfarbe (oft Weiß) und klicke Omit.
    • Starte den Stitch Player, um zu prüfen, dass kein großes Rechteck zuerst gestickt wird.
    • Erfolgscheck: In der Simulation siehst du nur die gewünschten Objekte (kein großes „weißes Quadrat“) und das Muster bleibt flexibel.
    • Wenn es trotzdem passiert: Rückgängig machen, Auto-Digitize Embroidery erneut ausführen und prüfen, ob der Hintergrund im Artwork wirklich entfernt/transparent ist.
  • Q: Bei der Sequenzierung in Hatch Embroidery 2 Auto-Digitize: Warum sollte die schwarze Kontur zuletzt gestickt werden und wie setze ich die Reihenfolge korrekt?
    A: Lege die Kontur ans Ende, damit sie Kantenverzug durch vorherige Füllstiche sauber abdeckt.
    • Im Auto-Digitize-Dialog die Reihenfolgeliste öffnen und die schwarze Kontur nach unten (ans Ende) verschieben.
    • Im Stitch Player prüfen, dass erst Füllungen laufen und die Kontur den Abschluss macht.
    • Erfolgscheck: Die Kontur „rahmt“ die Füllung sauber, statt nach dem Sticken versetzt zu wirken.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Pull Compensation in Hatch Embroidery 2 leicht erhöhen und auf dem gleichen Material/Stickvlies erneut testen.
  • Q: Welche Auto-Fabric-Einstellung sollte ich in Hatch Embroidery 2 für Frottee-Handtücher nutzen, damit Stiche nicht in die Schlingen einsinken?
    A: Stelle Hatch Embroidery 2 Auto Fabric von „Pure Cotton“ auf Terry Towelling, damit die Datei für Handtuch-Textur aufgebaut wird.
    • Customize Design öffnen und Auto Fabric wählen.
    • Preset auf Terry Towelling stellen und übernehmen (Stichanzahl steigt typischerweise).
    • Oben eine wasserlösliche Folie (Solvy) auflegen.
    • Erfolgscheck: Das Motiv liegt sichtbar „obenauf“ und wirkt nicht in den Schlingen verloren.
    • Wenn es trotzdem einsinkt: Prüfen, ob die Statusleiste wirklich Terry Towelling zeigt, dann Einspannung und Stickvlies-Abdeckung kontrollieren.
  • Q: Beim Einspannen dicker Frottee-Handtücher: Wie verhindere ich Rahmenabdrücke und dass der Innenring bei Standard-Stickrahmen herausrutscht?
    A: Reduziere Quetschdruck und sorge für stabilen Halt – Rahmenabdrücke entstehen meist durch zu starkes Anziehen der Schraube.
    • Einspannen: Nur so fest anziehen, dass es sicher hält; nicht „überwürgen“.
    • Nacharbeit: Dampf kann helfen, Abdrücke zu reduzieren.
    • Upgrade: Ein magnetischer Stickrahmen kann dicke Ware klemmen, ohne aggressiven Schraubdruck.
    • Erfolgscheck: Nach dem Ausspannen sind die Ringmarken minimal und der Rahmen lockert sich nicht im Lauf.
    • Wenn es trotzdem passiert: Einspannmethode wechseln (z. B. Sticky/Support-Technik) – oft ist das Limit das Werkzeug, nicht das Digitalisieren.
  • Q: Wie reduziere ich in Hatch Embroidery 2 übermäßig viele Trims (z. B. „56 trims“) durch schlechte Sequenzierung im Stitch Player?
    A: Nutze den Stitch Player, um fragmentierte Farbblöcke zu finden, und gruppiere/ordne sie im Resequence-Docker so, dass unnötige Sprünge und Trims wegfallen.
    • Design im Stitch Player abspielen und Stellen notieren, an denen ständig gesprungen wird.
    • Resequence öffnen und Objekte so umsortieren, dass gleiche Farben logisch zusammenlaufen.
    • Vor dem Export erneut im Stitch Player prüfen.
    • Erfolgscheck: Längere, zusammenhängende Bereiche pro Farbe – weniger Stop/Trim/Start.
    • Wenn es trotzdem trim-lastig bleibt: Prüfen, ob unscharfe/gradientige Kanten „Konfetti“-Objekte erzeugt haben.
  • Q: Welche Einfädel- und Unterfaden-Checks sind vor dem Start wichtig, um Fadensalat und vermeidbare Stichprobleme zu verhindern?
    A: Mach einen kurzen Betriebs-Pre-Flight: mit angehobenem Nähfuß einfädeln, Unterfaden-Widerstand prüfen und mit neuer, passender Nadel starten.
    • Einfädeln: Immer mit Nähfuß oben, damit der Faden korrekt in die Spannung läuft.
    • Unterfaden: Widerstand prüfen – gleichmäßig, leicht und konstant.
    • Nadel: Neue Nadel passend zum Material einsetzen.
    • Erfolgscheck: Ruhiger Fadenlauf ohne sofortiges Schlingen oder Reißen.
    • Wenn es hakt: Komplett neu einfädeln und zusätzlich die Rahmen-Freigängigkeit prüfen.
  • Q: Welche Sicherheitsregel gilt beim Maschinensticken, um Handverletzungen bei hoher Stichgeschwindigkeit zu vermeiden?
    A: Hände vollständig aus dem Stickbereich halten, solange die Maschine läuft.
    • Vor dem Start: Freigängigkeit prüfen und Hände/Werkzeuge aus dem Stickfeld nehmen.
    • Während des Stickens: Nicht „kurz helfen“ oder Fäden im laufenden Betrieb greifen.
    • Erst pausieren/stoppen: Dann erst justieren.
    • Erfolgscheck: Alle Eingriffe passieren nur bei Stillstand.
    • Wenn es trotzdem zu riskant wird: Sicherheitsabschnitt im Maschinenhandbuch prüfen und Workflow bewusst verlangsamen.
  • Q: Was ist ein sinnvoller Upgrade-Pfad, wenn Handtuch-Einspannen und Fadenwechsel zur Produktivitätsbremse werden?
    A: Gehe stufenweise vor: erst Technik optimieren, dann Werkzeuge (Magnetrahmen/Einspannstationen), dann Kapazität (Mehrnadelstickmaschine), wenn Fadenwechsel und Einspannzeit dominieren.
    • Level 1: Setup sauber – Auto Fabric korrekt (Terry Towelling), passendes Stickvlies + Solvy-Topper, stabile Einspannung.
    • Level 2: Werkzeug-Upgrade – Magnetrahmen für dicke Ware; Einspannstation für wiederholgenaue Platzierung.
    • Level 3: Kapazität – Mehrnadelstickmaschine, wenn Fadenwechsel das Hauptproblem ist.
    • Erfolgscheck: Zeit verschiebt sich von „neu einspannen/neu starten“ zu stabilen Stickläufen.
    • Wenn es trotzdem stockt: Engpass identifizieren (Einspannen, Trims, Fadenwechsel) und genau dort zuerst verbessern.