Hatch Embroidery 2: Garnfarben, die wirklich zu deinen Spulen passen – Schluss mit Raten und ständigem Umfädeln

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung zeigt dir, wie du in Hatch Embroidery 2 die „Design Colors“ (Palette) von der echten Stickreihenfolge unterscheidest, Thread Charts (Isacord, Madeira, Hemingworth) korrekt umstellst, Farben global per Single-Click ersetzt, einzelne Bereiche gezielt mit dem Paint Bucket umfärbst, exakte Nuancen mit dem Eyedropper aufnimmst und ein komplettes Design per „Match All Design Colors“ auf eine andere Garnmarke mappst – inklusive typischer Stolpersteine, die zu falschen Farben, unnötigen Stopps und unsauberen Farbverläufen führen.
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Inhaltsverzeichnis

Du bist nicht allein, wenn sich Garnfarben in der Software wie eine Falle anfühlen. Auf dem Bildschirm sieht das Design perfekt aus – kräftig, ausgewogen, sauber. Dann exportierst du die Datei, lädst sie in die Maschine, und die Realität schlägt zu: Die Stoppreihenfolge wirkt unlogisch, die Marken-/Farbnummern am Bildschirm passen nicht zu den Konen im Regal, und plötzlich steht die Maschine bei einem Farbwechsel, den du nie eingeplant hast.

Aus der Praxis weiß man schnell: Maschinenstickerei ist Erfahrungswissenschaft. Die Software ist die Landkarte – aber das Gelände sind Fadenspannung, Nadel, Material und Garn. Wenn die „Landkarte“ eine Garnfarbe voraussetzt, die du gar nicht hast, oder eine Reihenfolge erzeugt, die dich zu unnötigen Stopps und Handgriffen zwingt, dann ist der Workflow noch nicht produktionsreif.

Diese Anleitung baut Linda Goodalls Workflow aus Hatch Embroidery 2 so auf, dass er nicht nur „Software-Tutorial“, sondern ein produktionsnaher Prozess wird. Egal ob du für dich selbst stickst oder für Aufträge: Damit schaffst du einen Sicherheitsabstand zwischen Digitaldatei und echtem Stoff.

Opening screen showing the Fancy Shell embroidery design centered on a black background.
Introduction

Die Design-Colors-Leiste in Hatch Embroidery 2: Sofort sehen, wo eine Farbe wirklich steckt (bevor du irgendetwas änderst)

Im Video wird das „Fancy Shell“-Design geöffnet. Unten siehst du die Design Colors-Leiste mit fünf Farben. In der Ecke mancher Farbfelder sitzt ein kleiner blauer Tag. Dieser Tag ist dein erster „Reality-Check“: Er zeigt, dass diese Farbe im Design tatsächlich verwendet wird. Fehlt der Tag, jagst du unter Umständen einer Farbe hinterher, die im Stickobjekt gar nicht vorkommt.

Klingt simpel – ist aber eine der häufigsten Ursachen für Verwirrung, weil man sonst an „Phantomfarben“ herumeditieren kann. So machst du den schnellsten Plausibilitätscheck, bevor du irgendetwas umfärbst:

  1. Auswahl löschen: In eine freie Fläche klicken, damit nichts ausgewählt ist.
  2. Click-and-Hold-Test: Unten in der Design Colors-Leiste auf ein Farbfeld klicken und gedrückt halten (nicht loslassen).
  3. Visuelles Feedback: Während du gedrückt hältst, hebt Hatch nur die Objekte hervor, die diese Farbe nutzen – alles andere wird abgedunkelt.

Warum das in der Produktion zählt: Wenn ein Kunde sagt „Mach das Orange zu Navy“, musst du wissen, ob dieses „Orange“ nur die großen Flächen betrifft – oder auch kleine Details, die später als Akzent/Schattierung gedacht sind. Blindes Umfärben kann ein Design schnell „matschig“ wirken lassen. Darum: erst per Click-and-Hold prüfen, wo diese Farbe wirklich stickt.

Close up of the bottom toolbar showing the 5 distinct color swatches called 'Design Colors'.
Toolbar usage
The cursor is clicking and holding on a color swatch, isolating that color on the shell design while other colors dim.
Checking color usage

Der Realitätscheck für Stopps: „Design Information“ zeigt die echte Stickreihenfolge (nicht nur die Palette)

Die Design Colors-Leiste zeigt dir die einzigartigen Farben (Palette). Sie zeigt dir nicht die Stickreihenfolge. Genau hier passiert der Klassiker: Du siehst fünf Farben, legst gedanklich fünf Garnfarben bereit – und die Maschine fordert mehr Stopps an.

Der Profi-Workflow:

  1. Rechts das Docker Design Information öffnen.
  2. Den Tab Thread Colors auswählen.
  3. Diese Liste wie eine Timeline lesen. Das ist das Skript, dem deine Maschine folgt.

Im Video ist die typische Falle klar zu sehen: Farbe 5 wird zweimal gestickt (einmal an Position 2 und später nochmal an Position 5).

Konsequenz in der Praxis:

  • Bei einer Einnadelmaschine bedeutet das: zusätzlicher manueller Farbwechsel (Stoppen, Schneiden, Einfädeln, Neustart).
  • Bei einer Mehrnadelstickmaschine bedeutet es: Du musst die Stopps/„Needle Assignments“ so im Blick haben, dass die Maschine später wieder auf die passende Nadel zurückkommt.

Wenn du das in der Software übersiehst, bezahlst du es an der Maschine mit Zeitverlust.

The Design Information Docker is popped out, showing the 'Thread Colors' tab with a vertical list of the stitching sequence.
Checking sequence

Vorbereitung, die Profis immer machen: Threads-Docker + 1:1-Ansicht, damit du nicht „blind“ umfärbst

Bevor du Farben änderst, brauchst du einen Blick auf die Realität. Ein Design, das am Monitor stark vergrößert ist, kann dich täuschen: Details wirken klar, die in echter Garnstärke später verschwinden – oder Farbtöne wirken getrennt, die auf Stoff optisch ineinanderlaufen.

Das „1-Taste“-Protokoll:

  • Threads-Docker öffnen: Voll aufziehen, damit du Marke, Code und Bezeichnung sauber siehst.
  • „1“ auf der Tastatur drücken: Das stellt auf 1:1 (Actual Size) um.

Warum 1:1 wichtig ist: Gerade bei Ton-in-Ton (z. B. Dunkelgrau auf Schwarz) „frisst“ der Stoff Kontrast. In starker Vergrößerung sieht es am Bildschirm kontrastreich aus – in 1:1 erkennst du, ob es auf dem fertigen Teil noch lesbar ist.

Checkliste vor jedem Umfärben

  • Used-Tag prüfen: Sind die verwendeten Farben in Design Colors mit blauem Tag markiert?
  • Click-and-Hold-Test: Jede Farbe kurz isolieren: Wo stickt sie wirklich?
  • Stopps prüfen: Design Information → Thread Colors öffnen und Wiederholungen erkennen.
  • Realitätszoom: „1“ für Actual Size – ist das Motiv noch klar?
  • Materialabgleich: Hast du die passenden Konen/Spulen physisch verfügbar? (In der Praxis: Konen sauber beschriften und im Regal konsistent lagern.)
Full interface view with the Threads Docker fully expanded on the right, displaying the Isacord chart next to the shell design.
Docker setup

Thread Charts umstellen (Isacord 40 → Madeira Classic 40): So passt die Anzeige zu deinem Garnbestand

Wenn eine Datei auf Isacord basiert, du aber mit Madeira (oder einer anderen Linie) arbeitest, bist du im „Übersetzungsmodus“. Nach Augenmaß zu übersetzen ist fehleranfällig.

Die saubere Methode:

  1. Im Threads-Docker auf Select Thread Charts klicken.
  2. Die aktuelle Marke (z. B. Isacord 40) markieren und mit dem linken Pfeil entfernen.
  3. Zu deiner Marke scrollen (z. B. Madeira Classic 40 oder ein eigener Chart), markieren und mit dem rechten Pfeil hinzufügen.
  4. Mit OK bestätigen.

Pro-Tipp: Du kannst mehrere Marken gleichzeitig laden (z. B. Isacord, Madeira, Sulky). Dann kann Hatch beim Mapping auf die „nächstliegende“ Farbe in einer der geladenen Bibliotheken zugreifen – praktisch, wenn du mit gemischtem Bestand arbeitest.

Wichtig: Das ist digitale Zuordnung. Ob der „closest match“ optisch wirklich passt, musst du immer visuell prüfen – Monitorfarben und Garnreflexion sind nicht dasselbe.

The 'Select Thread Charts' dialog box is open, showing lists of available thread brands with Isacord selected.
Changing settings
Scrolling through the dropdown list to select 'Madeira Classic 40' in the chart selection dialog.
Selecting brand

Globales Umfärben: Ein Single-Click, der alle Objekte dieser Farbe mitnimmt

Für große, konsistente Änderungen (z. B. „Alles Orange soll Blau werden“) klickt man nicht Objekt für Objekt.

So geht’s:

  1. Unten in Design Colors das Farbfeld auswählen, das geändert werden soll (z. B. Orange).
  2. Im Threads-Docker rechts die neue Farbe einmal (Single-Click) anklicken.

Ergebnis: Alle Objekte, die an dieses Farbfeld gekoppelt sind, wechseln sofort. Das verhindert, dass irgendwo ein kleines Detail in der alten Farbe stehen bleibt.

The orange swatch is highlighted in the bottom toolbar, and the cursor is hovering over a blue thread in the side docker.
Preparing to swap color
Result of single-click color change: the previously orange parts of the shell are now blue.
Color change result

Teilbereiche gezielt umfärben: Double-Click + Paint Bucket für „Split Colors“ ohne Neu-Digitalisieren

Manchmal willst du die Kopplung bewusst aufbrechen: Ein Bereich soll bleiben, ein anderer soll abweichen.

Der selektive Workflow (Split):

Teil A — Farbe zur Palette hinzufügen

  1. Im Threads-Docker die neue Farbe suchen.
  2. Doppelklick (Double-Click) auf diese Farbe.
    • Merksatz aus der Praxis: Single-Click ersetzt, Double-Click hängt an. Du siehst das neue Farbfeld am Ende der unteren Palette.

Teil B — Farbe „gießen“

  1. Das Werkzeug Paint Bucket auswählen.
  2. Mit dem Cursor auf das gewünschte Segment/Objekt gehen.
  3. Klicken, um die Farbe gezielt zuzuweisen.

Damit personalisierst du Designs schnell (z. B. nur ein Segment, nur ein Detail), ohne den gesamten Aufbau zu zerlegen.

Double-clicking a light blue thread in the docker, causing it to appear as a new swatch at the end of the design colors list.
Adding new color
The cursor is an activated Paint Bucket icon hovering over a specific region of the shell design.
Paint Bucket Tool active
Post-click view where only one segment of the shell has changed to light blue, creating a multicolor effect.
Selective coloring result

Eyedropper: Der schnellste Weg, „welches Beige ist welches“ sicher zu identifizieren und korrekt wiederzuverwenden

In komplexen Motiven (Tiere, Landschaften) liegen oft mehrere sehr ähnliche Nuancen dicht beieinander. Wenn du rätst, zerstörst du schnell eine Schattierung.

Präzise Auswahl:

  1. Das Werkzeug Eyedropper wählen.
  2. Direkt auf einen Bereich im Design klicken (oder auf ein Farbfeld).

Woran du Erfolg erkennst: Das Feld Current Color (aktive Farbe) übernimmt exakt diese Nuance. So kannst du neue Objekte oder gezielte Änderungen farblich sauber an vorhandene Bereiche anbinden.

The Eyedropper tool icon is hovering over the design to sample a color.
Color sampling

Komplettes Design auf Hemingworth mappen: „Match All Design Colors“ (und wann du nacharbeiten musst)

Wenn du ein Design komplett auf eine andere Garnlinie umstellen willst, ist manuelles Umstellen Farbe für Farbe mühsam.

Batch-Konvertierung:

  1. Thread Chart-Logik setzen (alte Marke entfernen, Zielmarke hinzufügen).
  2. Im Threads-Docker Match All Design Colors klicken.

Die harte Wahrheit – warum Auto-Match danebenliegen kann: Das Matching basiert auf Farbwerten (RGB/ähnliche Logik), nicht auf „optischem Gewicht“ im Garn.

  • Typische Problemzonen: sehr nahe Nuancen, insbesondere wenn die Zielmarke weniger Abstufungen hat.
  • Praxis-Fix: Nach dem Auto-Match die kritischen Bereiche visuell prüfen und einzelne Farben manuell korrigieren, wenn der Verlauf/Blend nicht mehr stimmt.
The Thread Chart list showing 'Hemingworth' selected in the dialog menu.
Selecting Hemingworth
Clicking the 'Match All Design Colors' button in the toolbar above the thread list.
Auto-matching colors

„Kann meine Maschine automatisch die richtige Nadel/Farbe erkennen?“ – Realitätscheck zur Hardware

Eine typische Praxisfrage lautet: „Wenn ich es in Hatch einstelle, erkennt die Maschine dann automatisch, welche Nadel welche Farbe hat, damit ich keine falsche Farbe sticke?“

Kurz: Nein. Einordnung: Hatch erstellt die Anweisungsliste (Stopps/Farbfolge). Die Maschine „scannt“ deine eingefädelten Farben nicht automatisch.

Sicherer Ablauf:

  1. Software: Farbfolge in Design Information → Thread Colors logisch prüfen.
  2. Maschine: Nadeln entsprechend einfädeln und – je nach Maschine – Stopps/Nadeln am Display korrekt zuweisen.
  3. Sicherheits-Check vor Start: Am Nadelbalken den Faden kurz herausziehen und visuell prüfen, ob die Farbe wirklich zur ersten Sequenz passt.

„Meine Garnmarke ist nicht in der Liste“ (Beispiel: Gingko Polyester) – praktikable Lösung

Wenn deine Garnmarke in Hatch nicht vorhanden ist, gibt es in der Praxis zwei Wege:

  1. Sauber für Wiederholaufträge: Einen eigenen Thread Chart in Hatch erstellen (inkl. RGB-Werten und Codes). Das ist genau der Weg, den Hatch selbst als Lösung anbietet.
  2. Schnell für Einzelstücke: Einen vorhandenen Chart wählen und nach Optik die nächstpassende Farbe nutzen – mit dem Bewusstsein, dass die Codes dann nicht 1:1 zu deinem Garn passen.

Entscheidungsbaum: So triffst du schnell die richtige Farb-Entscheidung

Nutze diese Logik, bevor du anfängst zu editieren:

  1. Gefallen dir die aktuellen Farben?
    • NEIN: Weiter zu Schritt 3.
    • JA: Weiter zu Schritt 2.
  2. Hast du die im Design angegebene Garnmarke wirklich im Bestand?
    • JA: Nicht unnötig ändern – nur die Stoppreihenfolge prüfen.
    • NEIN: Thread Chart auf deine Marke umstellen → Match All Design Colors → kritische Nuancen manuell prüfen.
  3. Willst du ALLE Vorkommen einer Farbe ändern (z. B. Rot zu Grün)?
    • JA: Farbfeld in Design Colors wählen → neue Farbe im Threads-Docker Single-Click.
    • NEIN (nur Teilbereiche): Neue Farbe im Threads-Docker Double-Click (zur Palette hinzufügen) → Paint Bucket gezielt einsetzen.

Setup-Checkliste (damit Datei und Garnregal zusammenpassen)

  • Bestand/Chart: Im Threads-Docker prüfen: Ist der aktive Chart einer, den du wirklich nutzt?
  • Mapping: Falls nötig, Chart wechseln und Match All Design Colors anwenden.
  • Grobe Sichtprüfung: Garnkone neben den Monitor halten (Monitor variiert – aber grobe Fehlgriffe erkennst du schnell).
  • Stoppreihenfolge: Design Information → Thread Colors öffnen und Reihenfolge notieren. Dann an der Maschine Nadeln/Stopps entsprechend vorbereiten.

Warnung: Mechanische Sicherheit. Beim Prüfen/Zuordnen an der Mehrnadelstickmaschine Hände aus dem Bereich von Nadelstange und Farbwechselmechanik halten. Bewegungen können unerwartet einsetzen.

Warum Farbprobleme mehr sind als „Optik“: Stopps, Zeit und Marge

Im Hobby ist ein zusätzlicher Farbwechsel lästig. Im Betrieb kostet er Geld. Jeder „Stop“ senkt deine effektive Durchschnittsleistung.

  • Beispiel: Ein schlecht sequenziertes Design stoppt 12-mal bei 12.000 Stichen.
  • Effekt: Du verbringst mehr Zeit mit Umfädeln/Bestätigen als mit Sticken.
  • Gegenmaßnahme: In Design Information nach „Ping-Pong“-Farben suchen (Blau–Rot–Blau–Rot). Wenn möglich, die Reihenfolge so planen, dass gleiche Farben gebündelt laufen.

Wenn Auto-Match danebenliegt: „Mismatched color conversion“ nach dem Umstellen

  • Symptom: Nach dem Mapping wirkt eine Farbe deutlich „falsch“ (z. B. ein Ton kippt sichtbar).
  • Ursache: Die Zielmarke hat nicht die passende Abstufung; Auto-Match nimmt den rechnerisch nächsten Wert.
Korrektur
Problemfarben manuell ersetzen (Threads-Docker), danach erneut in 1:1 prüfen.

Upgrade-Pfad: Schneller einspannen, weniger Wiederholungen, sauberere Ergebnisse

Du hast die Datei im Griff: Farben passen, Stopps sind geprüft. Aber die Maschine stickt nicht „Dateien“, sie stickt Stoff.

Wenn trotz sauberer Datei Probleme wie Rahmenspuren, schiefe Platzierung oder Kräuseln auftreten, liegt es oft an der mechanischen Fixierung.

Level 1: Stabilisierung Passendes Stickvlies ist Pflicht. Bei dehnbaren Materialien (z. B. T-Shirts) ist Cutaway in der Praxis oft die sichere Wahl; Tearaway kann zu Bewegung führen – dann stimmt auch die Passung der Farben nicht mehr, egal wie gut die Datei ist.

Level 2: Werkzeug-Upgrade Professionelle Betriebe schrauben nicht den ganzen Tag Standardrahmen auf/zu – das kostet Zeit und Handgelenke. Stattdessen nutzen viele einen Magnetrahmen.

  • Nutzen: Schnelles Einspannen, gleichmäßiger Halt, weniger Druckstellen durch klassische Innen-/Außenring-Verformung.
  • Anwendung: Bei dickeren Artikeln (Handtücher, Jacken) sind Magnetrahmen für Stickmaschinen eine gängige Lösung, weil sie Lagen schnell und sicher klemmen.

Level 3: Produktions-Workflow Wenn du in Serien arbeitest, lohnt es sich, Magnetrahmen Anleitung sauber zu beherrschen – für Sicherheit und reproduzierbare Ausrichtung. Für maximale Wiederholgenauigkeit kombinieren viele Betriebe Magnetrahmen mit einer Einspannstation für Maschinenstickerei, damit z. B. ein Left-Chest-Logo auf jedem Shirt identisch sitzt. In High-Volume-Setups wird oft ein hoop master Einspannstation eingesetzt – aber auch eine einfache Station plus Magnetrahmen verbessert den Workflow deutlich.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Industrielle Magnetrahmen sind sehr stark. Zum Trennen „schieben statt hebeln“. Abstand zu Herzschrittmachern, empfindlicher Elektronik und Magnetstreifen halten. Quetschstellen sind real – mit Respekt handhaben.

Ablauf-Checkliste (die „Keine-Überraschungen“-Routine)

  • Used-Tag + Click-and-Hold: Keine Phantomfarben, richtige Zuordnung.
  • Stopps prüfen: Wiederholungen in Design Information erkennen.
  • 1:1 prüfen: Details und Kontrast realistisch beurteilen.
  • Physischer Abgleich: Konen/Nadeln an der Maschine entsprechen der Liste.
  • Stickvlies prüfen: Passend zu Material und Motiv.
  • Einspannen: Stoff gleichmäßig fixiert – ohne Verzug.
The bottom color toolbar now displaying Hemingworth codes instead of Madeira codes.
Verification

FAQ

  • Q: Wie kann ich in Hatch Embroidery 2 vor dem Editieren sicher prüfen, ob eine „Phantomfarbe“ wirklich im Design verwendet wird?
    A: Nutze den Blue-Tag plus Click-and-Hold-Test, um zu bestätigen, dass die Farbe tatsächlich gestickt wird, bevor du irgendetwas umfärbst.
    • In eine freie Fläche klicken, damit keine Objekte ausgewählt sind.
    • In der unteren Design-Colors-Leiste ein Farbfeld anklicken und gedrückt halten (nicht loslassen).
    • Beobachten: Hatch hebt nur die Objekte dieser Farbe hervor und dimmt den Rest.
    • Erfolgskontrolle: Das Farbfeld hat den blauen Tag, und die erwarteten Bereiche werden beim Halten sichtbar.
    • Wenn es trotzdem unklar ist … Design Information → Thread Colors öffnen und prüfen, ob die Farbe überhaupt in der Stoppliste vorkommt.
  • Q: Warum kann ein Design mit fünf Farben in „Design Colors“ trotzdem sieben Stopps auf einer Einnadelmaschine verursachen?
    A: Weil „Design Colors“ nur die Palette zeigt, nicht die Stickreihenfolge. Die echte Stoppreihenfolge steht in Design Information → Thread Colors.
    • Design Information-Docker öffnen und den Tab Thread Colors wählen.
    • Die Liste von oben nach unten als tatsächliche Stick-Timeline lesen (inklusive Wiederholungen).
    • Auf doppelte Einträge achten (z. B. dieselbe Farbe an zwei Positionen).
    • Erfolgskontrolle: Die Anzahl der Einträge entspricht den Stopps, die die Maschine abfragt – inklusive Wiederholfarben.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … Auf „Ping-Pong“-Sequenzen achten (Blau–Rot–Blau–Rot) und – wenn möglich – vor dem Export vereinfachen.
  • Q: Was ist die korrekte 1:1-„Actual Size“-Methode, damit ich keine Details umfärbe, die auf echtem Stoff später verschwinden?
    A: Vor der Farbbeurteilung auf 1:1 (Actual Size) umstellen – stark vergrößerte Bildschirmansichten täuschen oft.
    • Threads-Docker öffnen und so weit aufziehen, dass Marke/Code/Name sichtbar sind.
    • Auf der Tastatur „1“ drücken, um 1:1 (Actual Size) zu aktivieren.
    • Ton-in-Ton-Kombinationen bei realer Größe neu bewerten.
    • Erfolgskontrolle: In 1:1 ist das Motiv noch lesbar und der Kontrast dort sichtbar, wo er gebraucht wird.
    • Wenn es trotzdem zu schwach wirkt … Im Threads-Docker bewusst eine kontrastreichere Farbe wählen, statt der Zoom-Optik zu vertrauen.
  • Q: Wie stelle ich ein Design korrekt von Isacord 40 auf Madeira Classic 40 um, damit die Codes am Bildschirm zu meinem Garnbestand passen?
    A: Zuerst die aktiven Thread Charts im Threads-Docker umstellen, dann mappen – nicht nach Augenmaß „übersetzen“, wenn es produktionssicher sein soll.
    • Im Threads-Docker auf Select Thread Charts klicken.
    • Aktuelle Marke markieren und mit dem linken Pfeil entfernen, dann deine Marke markieren und mit dem rechten Pfeil hinzufügen.
    • OK klicken und anschließend visuell prüfen, ob der „closest match“ wirklich passt.
    • Erfolgskontrolle: Im Threads-Docker ist die richtige Marke aktiv, und die Codes passen zu den Konen, die du real aus dem Regal ziehen kannst.
    • Wenn es trotzdem hakt … Mehrere Charts laden (bei Mischbestand) und die größten Ausreißer manuell korrigieren.
  • Q: Was ist in Hatch Embroidery 2 der Unterschied zwischen Single-Click und Double-Click im Threads-Docker beim Umfärben?
    A: Single-Click ersetzt eine ausgewählte Farbe global; Double-Click fügt eine neue Farbe zur Palette hinzu, damit du selektiv umfärben kannst.
    • Global: Farbfeld in Design Colors wählen, dann neue Farbe im Threads-Docker single-klicken.
    • Selektiv: Neue Farbe im Threads-Docker double-klicken (zur Palette hinzufügen), dann mit Paint Bucket gezielt zuweisen.
    • Eyedropper nutzen, wenn „drei Beigetöne gleich aussehen“.
    • Erfolgskontrolle: Global ändert alles, selektiv nur die „gegossenen“ Bereiche.
    • Wenn es nicht wie erwartet reagiert … Mit Click-and-Hold prüfen, ob du wirklich die richtigen Objekte/Farbzuordnungen erwischst.
  • Q: Warum kann „Match All Design Colors“ beim Wechsel auf eine neue Garnmarke (z. B. Hemingworth) zu schlechten Übereinstimmungen führen?
    A: Auto-Match ist wertbasiert (RGB/ähnlich) und kann optisch falsche Nuancen wählen – deshalb immer prüfen und problematische Farben manuell ersetzen.
    • Zuerst Chart-Logik setzen (alte Marken entfernen, Zielmarke hinzufügen).
    • Match All Design Colors für die Batch-Konvertierung klicken.
    • Kritische Nuancen prüfen und bei Bedarf manuell überschreiben.
    • Erfolgskontrolle: Der Farbverlauf wirkt für das Auge stimmig, nicht nur „numerisch nah“.
    • Wenn es weiterhin unplausibel wirkt … Mit Eyedropper die Originalnuance identifizieren und dann im Zielchart eine bessere visuelle Entsprechung wählen.
  • Q: Kann Hatch Embroidery 2 bei einer Mehrnadelstickmaschine automatisch erkennen, welche Nadel mit welcher Farbe eingefädelt ist – und was ist der sichere Check vor dem Start?
    A: Nein. Hatch liefert die Stoppliste, aber die Maschine erkennt deine eingefädelten Farben nicht automatisch; du musst einfädeln und jedes Mal physisch prüfen.
    • Farbfolge in Design Information → Thread Colors prüfen.
    • Nadeln entsprechend einfädeln und Stopps/Nadeln am Maschinen-Display korrekt zuweisen (falls erforderlich).
    • Vor Start den Faden am Nadelbalken herausziehen und die Farbe visuell kontrollieren.
    • Erfolgskontrolle: Die gezogene Fadenfarbe entspricht der erwarteten Farbe für den ersten Stickblock.
    • Wenn es nicht stimmt … Stoppen, Stoppreihenfolge erneut prüfen und Nadeln neu zuweisen – niemals blind dem Display vertrauen und Hände aus dem Bewegungsbereich halten.