Greiferzeitpunkt an einer Honpo-Stickmaschine einstellen (202° + 0,2–0,3 mm Abstand): Techniker-Workflow Schritt für Schritt

· EmbroideryHoop
Fadenrisse und Nadelbrüche an Industriestickmaschinen hängen sehr oft mit der Greiferzeit (Hook Timing) zusammen. Diese praxisnahe Anleitung überführt die 6 Schritte aus dem Video für die Honpo-Greifereinstellung in einen klaren, technikertauglichen Ablauf: sichere Demontage, korrektes Lösen des Rotationsgreifers, Einstellen auf 202°, Einrichten des 0,2–0,3 mm Nadel-zu-Greifer-Abstands, Anziehen ohne „Wandern“ sowie der Zusammenbau – inklusive Checkpoints, typischer Fehlerbilder und produktionsorientierter Tipps, damit die Störung nicht sofort wiederkommt.
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Inhaltsverzeichnis

Werkzeuge zum Einstellen der Greiferzeit

Greiferzeit wirkt auf viele wie „Herzchirurgie“ an der Stickmaschine – tatsächlich ist es aber eine präzise mechanische Choreografie. Wenn die Zeit nicht stimmt, entscheidet ein Bruchteil eines Millimeters darüber, ob ein Auftrag sauber durchläuft oder ob Sie den ganzen Tag mit Fadenknäueln und Fehlstichen kämpfen. Wenn Ihre Maschine plötzlich Oberfaden reißt, den Faden „zerfasert“ oder Nadeln bei Standarddesigns bricht, ist eine Timing-Kontrolle der logische nächste Schritt.

Diese Anleitung bringt den Ablauf aus dem Video für eine honpo Stickmaschine (und ähnliche Industrie-Stickköpfe) in einen sauberen Werkstatt-Workflow. Zusätzlich sind Sicherheits-Puffer und einfache „Sinnes-Checks“ (sehen/fühlen/hören) ergänzt, damit Sie nicht nur „an Schrauben drehen“, sondern die Zuverlässigkeit wirklich wiederherstellen.

A flat lay display of the four essential tools required: Large flat-blade, Phillips, Z-shaped, and Small flat-blade screwdrivers.
Tool introduction

Werkzeug-Set für Techniker:

  • Großer Schlitzschraubendreher (für Drehmoment)
  • Kreuzschlitzschraubendreher (für Verkleidung/Abdeckungen)
  • Z-Schraubendreher (unverzichtbar bei wenig Platz unter der Stichplatte)
  • Kleiner Schlitzschraubendreher (feine Kontrolle beim Greiferabstand)
  • Praktische Extras: Eine fokussierte Taschenlampe (Handylicht ist oft zu „flächig“) und eine neue Nadel Größe 75/11 (mit einer gebrauchten/leicht verbogenen Nadel stellen Sie den Abstand fast garantiert falsch ein).
Close-up showing the operator holding the specialized Z-shaped screwdriver used for tight spaces.
Tool demonstration

Kurzüberblick: Was Sie hier einstellen (und warum das Brüche stoppt)

Stellen Sie sich Rotationsgreifer und Nadel wie zwei Artisten vor: Der Greifer muss genau dann ankommen, wenn sich hinter der Nadel die Fadenschlinge bildet.

  • Zu früh/zu hoch: Der Greifer trifft die Nadel (Nadelbruch).
  • Zu spät/zu weit weg: Der Greifer verpasst die Schlinge (Fehlstiche) oder „schreddert“ den Faden.

Die „Goldwerte“ aus dem Video für diesen Maschinentyp sind:

  • Timing-Winkel: 202° (Standard-Fangpunkt).
  • Nadel-zu-Greifer-Abstand: 0,2–0,3 mm.

Vorbereitung: Versteckte Ursachen & Checks (nicht überspringen)

Viele vermeintliche „Timing-Probleme“ sind in der Praxis Wartungs-/Grundzustandsprobleme. Bevor Sie eine Schraube lösen, schließen Sie die typischen „Imposter“ aus.

  • Regel „Neue Nadel“: Timing nie mit einer gebrauchten Nadel einstellen. Eine mikroskopische Biegung (mit bloßem Auge oft unsichtbar) verfälscht den Abstand sofort. Setzen Sie jetzt eine neue Nadel ein.
  • Schmutz-/Fusselcheck: Spulenkapsel herausnehmen und den Greiferbereich reinigen. Schon ein kleines Fusselpaket kann die Passung beeinflussen.
  • Sicherheit: Für Demontagearbeiten Maschine ausschalten, damit die Hauptwelle nicht versehentlich anläuft.

Warnung: Mechanische Sicherheit
Der Greiferbereich ist eine „Quetschzone“ mit scharfen Kanten. Beim manuellen Drehen der Welle Finger aus Zahnrädern und Greiferbahn halten. Wenn sich eine Schraube nicht lösen lässt: nicht mit Gewalt arbeiten – ein abrutschender Schraubendreher verletzt Hand oder Maschinenbett.

Checkliste vor dem Lösen von Schrauben

  • Strom: Maschine ist für die Demontage AUS.
  • Nadel: Neue 75/11 eingesetzt.
  • Sicht: Arbeitsbereich hell ausgeleuchtet (Taschenlampe bereit).
  • Sauberkeit: Greiferbereich frei von Fusseln/Fadenresten.
  • Werkzeug: Schraubendreher passen exakt (schlechter Sitz = ausgenudelte Köpfe).

Schritt 1: Stichplatte und Spulenkapsel demontieren

Ziel: maximale Sicht. Was Sie nicht sehen, können Sie nicht präzise einstellen.

Was im Video gemacht wird

  1. Stichplatte abnehmen: Oft der nervigste Teil wegen geringer Bauhöhe. Nutzen Sie den Z-Schraubendreher, um die Schraubenköpfe nicht zu beschädigen.
  2. Greiferabdeckung/Seitenteil entfernen: Mit dem Kreuzschlitz die Abdeckung lösen.
  3. Spulenkapsel entnehmen: Komplett herausnehmen.

Checkpoints

  • Optik: Freie Sicht auf die komplette Rotationsgreifer-Einheit.
  • Organisation: Schrauben in eine magnetische Schale/Sortierbox legen – eine fehlende Stichplattenschraube stoppt jede Produktion.

Erwartetes Ergebnis

Der „Arbeitsbereich“ ist offen, der Rotationsgreifer liegt frei.

Schritt 2: Die Rotationsgreifer-Schrauben korrekt lösen

Hier passieren die typischen Anfängerfehler. Ziel ist: Greifer beweglich, aber nicht „labberig“.

A detailed shot of the rotary hook isolated from the machine, with a red box highlighting the screw location.
Explaining the part component

Was im Video gemacht wird

  1. Die drei Befestigungsschrauben am Rotationsgreifer lokalisieren.
  2. Mit dem schwarzen Handdrehknopf die Hauptwelle drehen, bis jeweils eine Schraube zugänglich ist.
Operator's hand turning the black manual main shaft knob on the side of the machine head.
Rotating the shaft to access different screws
Close-up on the rotary hook insitu; red arrow indicates the second screw to loosen.
Loosening the second screw
  1. „Halbe Umdrehung“-Methode: Jede der drei Schrauben nur ca. 180° lösen (eine halbe Runde) – nicht komplett herausdrehen.

Warum „halbe Runde“ wichtig ist (Praxisnotiz)

Sie brauchen „kontrollierte Reibung“.

  • Zu locker: Der Greifer kann sich zu frei verdrehen/verschieben – die Lage wandert beim Einstellen und später beim Anziehen.
  • Genau richtig: Der Greifer lässt sich mit Druck bewegen, bleibt aber in Position, wenn Sie loslassen.

Checkpoints

  • Fühltest: Greifer vorsichtig bewegen: Er soll sich mit Widerstand verstellen lassen. Sobald das gegeben ist, nicht weiter lösen.

Erwartetes Ergebnis

Der Greifer „schwimmt“ kontrolliert, bleibt aber stabil.

Schritt 3: Den Timing-Winkel exakt auf 202° einstellen

Das ist die „Zeit“ in der Greiferzeit.

Was im Video gemacht wird

  1. Hauptwelle über den Handdrehknopf drehen.
  2. Gradskala/Gradscheibe an der Maschine beobachten.
  3. Exakt bei 202° stoppen.
The degree wheel scale showing the white pointer aligned exactly between 200 and 210, specifically at 202 degrees.
Setting the critical timing degree

Checkpoints

  • Genauigkeit: Ziel ist 202°. Kleine Abweichungen sind weniger kritisch als grobe, aber arbeiten Sie sauber.
  • Nicht mehr verdrehen: Ab jetzt die Welle nicht „aus Versehen“ weiterdrehen – sonst stimmt die Referenz nicht mehr.

Erwartetes Ergebnis

Der Winkel ist gesetzt. Jetzt wird die Greiferposition so eingestellt, dass sie bei diesem Winkel perfekt zur Nadel passt.

Schritt 4: Nadel-zu-Greifer-Abstand einstellen (0,2–0,3 mm)

Das ist der „Raum“ – und der entscheidende Qualitätsfaktor.

Was im Video gemacht wird

  1. Die Greifereinheit manuell so verschieben, dass die Greiferspitze direkt hinter der Nadel steht.
  2. Den Abstand zwischen Nadel (im Bereich der Schlinge/Schliff) und Greiferspitze einstellen.
  3. Ziel: 0,2–0,3 mm (und laut Video nicht mehr als 0,5 mm).
  4. „Bounce“-Test: Mit einem Schlitzschraubendreher die Nadel ganz leicht Richtung Greifer drücken.
Diagrammatic overlay showing the hook tip too far from the needle with a red X mark.
Explaining incorrect gap (too far)
Side profile view of the needle and hook tip showing the correct 0.2-0.3mm gap alignment.
Verifying correct gap distance
Using a screwdriver to gently deflect the needle to check for 'slight bounce' against the hook tip.
Physical verification of the gap

Warum dieser Abstand sowohl Fadenriss als auch Nadelbruch verhindert (Praxisnotiz)

  • Visueller Anker: 0,2 mm ist nur ein sehr schmaler Lichtspalt – eng, aber ohne Kontakt.
  • Taktile Kontrolle („Bounce“): Beim leichten Drücken der Nadel Richtung Greifer:
    • Zu nah: Kaum Bewegung möglich bzw. Kontakt/„Klemmen“ – Risiko Nadelbruch.
    • Zu weit: Sie müssen deutlich drücken, bis Metallkontakt entsteht – Risiko Fadenriss/Fehlstiche.
    • Richtig: Eine leichte Bewegung mit minimalem „Antippen“/kleinem Rückfedern.

Checkpoints

  • Passung: Greiferspitze läuft hinter der Nadel dort vorbei, wo die Schlinge gebildet wird.
  • Sicherheitsgrenze: Wenn Sie ohne Fühlerlehre arbeiten, bleiben Sie im Zielbereich 0,2–0,3 mm und vermeiden Sie Reibkontakt. Reibung = Hitze = Faden wird geschwächt.

Erwartetes Ergebnis

Die Greiferspitze kann die Schlinge sicher fangen, ohne die Nadel zu berühren.

Häufige Timing-Probleme – und was sie bedeuten

Diese Symptome sind der Grund, warum Sie diese Einstellung überhaupt machen:

Symptom 1: Fadenriss (der „fehlende Fang“)

  • Diagnose: Greifer zu weit weg (im Video als „zu weit“ beschrieben; oberhalb des Zielbereichs, spätestens >0,5 mm kritisch). Die Schlinge wird verpasst oder nur teilweise erwischt – der Faden wird beschädigt.
  • Lösung: Abstand auf 0,2–0,3 mm bringen.

Symptom 2: Nadelbruch (die „Kollision“)

  • Diagnose: Greifer zu nah – die Greiferspitze trifft die Nadel.
  • Lösung: Abstand auf 0,2–0,3 mm öffnen und den „Bounce“-Test erneut prüfen.

Zusatzcheck „damit es nicht wieder passiert“ (produktionsnah)

  • Wandern beim Anziehen: Beim Festziehen in Schritt 5 kann sich die Greiferposition leicht verschieben. Deshalb: festhalten und nachprüfen.
  • Stabilität des Materials: Nicht jeder Nadelbruch ist Timing. Wenn Material beim Sticken hoch-/runterarbeitet (Flagging), kann die Nadel trotz korrekter Greiferzeit abgelenkt werden.

Vorbereitung (produktionsorientiert): Wenn das eigentliche Problem Workflow ist

Wenn Sie multi needle embroidery machines im Business betreiben, ist jede Timing-Nacharbeit Stillstand. Wenn Sie sehr häufig nachstellen müssen, prüfen Sie neben der Mechanik auch Ihre Prozesskette.

Viele Nadelkontakte entstehen, wenn Material gegen die Nadel „arbeitet“. Bevor Sie die Mechanik erneut verdächtigen, schauen Sie auf Einspannen und Stabilisierung.

Setup: Zusammenbau und Stabilitäts-Checks

Die Einstellung ist korrekt – jetzt muss sie ohne Drift fixiert werden.

Schritt 5 (Video): Greiferschrauben anziehen, ohne die Ausrichtung zu verlieren

  1. „Finger-Fixierung“: Greifer mit der Hand in Position halten, damit er sich nicht verdreht/verschiebt.
  2. Erste Schraube anlegen: Eine Schraube zunächst nur „handfest“ anziehen.
  3. Nachkontrolle: Abstand sofort erneut prüfen (inkl. „Bounce“-Test).
  4. Wenn alles passt: die restlichen Schrauben fest anziehen.
Operator holding the hook assembly steady with left fingers while tightening the screw with the right hand.
Securing the hook placement

Schritt 6 (Video): Abdeckungen und Stichplatte montieren

  1. Greiferabdeckung/Seitenteil wieder montieren.
  2. Stichplatte einsetzen und darauf achten, dass sie sauber aufliegt; anschließend Schrauben mit dem Z-Schraubendreher festziehen.
Re-installing the needle plate using the Z-shaped screwdriver.
Reassembly
Final shot of the machine fully reassembled with the Honpo logo displayed.
Conclusion

Setup-Checkliste (vor dem ersten Stich)

  • Sitz: Alle drei Greiferschrauben sind fest (Vibration lockert sonst).
  • Manueller Lauf: Welle einmal 360° von Hand drehen – keine Schleif-/Kratzgeräusche.
  • Arbeitsbereich: Keine Werkzeuge im Greifer-/Spulenbereich.
  • Stichplatte: Schrauben bündig, Platte liegt plan.

Betrieb: Erster Testlauf, Qualitätskontrolle und „kein Kundenstück riskieren“-Strategie

Testen Sie eine mechanische Einstellung nie direkt auf einer Kundenjacke. Nehmen Sie ein Reststück (z. B. Denim oder Filz).

Vorgehen für den ersten Test (praxisbewährt)

  1. Einen einfachen Teststick laufen lassen (kurze Satinkolonne oder ein einfacher Buchstabe).
  2. Hinhören: Eine gesunde Maschine läuft rhythmisch; falsche Passung äußert sich oft durch hartes metallisches „Klicken“.
  3. Rückseite prüfen: Unterfadenanteil sollte sauber mittig eingebunden sein.

Entscheidungslogik: Materialstabilität → Stabilisierung → Einspann-Upgrade

Viele „Timing-Probleme“ sind in Wahrheit Einspann-/Stabilitätsprobleme, bei denen das Material wandert und die Nadel ablenkt.

  1. Ist das Material instabil (dehnbar/dünn)?
    • Ja: Schneidvlies verwenden, nicht auf Reißvlies verlassen.
    • Nein: Weiter zu 2.
  2. Ist der Artikel schwer einzuspannen (dicke Nähte, Taschen, Kanten)?
    • Ja: Nicht mit Gewalt in Standardrahmen drücken – das fördert Rahmenspuren und Materialverzug, was Nadelablenkung begünstigt.
    • Lösung Level 1: „Floating“ mit selbstklebendem Vlies.
    • Lösung Level 2 (empfohlen): Umstieg auf einen Magnetrahmen – stabiler Halt bei dicken Lagen, weniger Materialbewegung.
  3. Läuft bei Ihnen Serienproduktion?

Sicherheits-Hinweis zu Magnetrahmen

Warnung: Magnet-Sicherheit
Magnetrahmen Systeme arbeiten mit starken Neodym-Magneten und können mit hoher Kraft zusammenschlagen.
* Quetschgefahr: Finger aus der Kontaktzone halten.
* Medizin: Bei Herzschrittmachern Abstand halten (Handbuch beachten).
* Elektronik: Abstand zu Smartphones/Karten einhalten.

Betriebs-Checkliste (Abnahme nach dem Testlauf)

  • Geräusch: Kein Klicken/Schleifen bei moderater Geschwindigkeit.
  • Fadenbild: Keine Schlaufen oben und keine „Vogelnester“ unten.
  • Stabilität: Maschine übersteht Trimm-/Schneidvorgänge ohne Fadenverlust.

Qualitätsmerkmale: So sieht „gute Greiferzeit“ in der Produktion aus

Sie wissen, dass es passt, wenn:

  1. Trimmgeräusch sauber wirkt (kein „Rattern“).
  2. Zuverlässigkeit steigt (lange Läufe ohne Brüche).
  3. Startverhalten stabil ist (Unterfaden wird sauber gefasst).

Troubleshooting (erweitert): Symptom → wahrscheinliche Ursache → Maßnahme

Wenn weiterhin Probleme auftreten, nutzen Sie diese Matrix, bevor Sie erneut am Timing drehen.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Priorität / Fix
Kein Fadenfang Greifer zu weit weg ODER Nadel falsch eingesetzt. Zuerst Nadel prüfen. Dann Abstand kontrollieren.
Faden wird geschreddert Grat an Greiferspitze oder Stichplatte. Rauheit beseitigen/Teil ersetzen.
Lautes Klicken Nadelkontakt (Greifer zu nah). Abstand zurück in den Zielbereich 0,2–0,3 mm.
Nadelbruch bei schwierigen Artikeln Materialbewegung/Flagging. Stabilisierung verbessern, ggf. auf Stickrahmen für Stickmaschine wechseln.

Ergebnis: Was Sie nach dieser Einstellung zuverlässig leisten können

Wenn Sie die 202°-Einstellung und den 0,2–0,3 mm Abstand beherrschen, sind Sie nicht mehr nur Bediener, sondern Herr über Ihre Maschine. Ein einzelner Nadelkontakt wirft Sie nicht mehr tagelang aus der Produktion.

Denken Sie trotzdem daran: Mechanik unterstützt Produktion – sie ersetzt keinen sauberen Workflow. Wenn Ihre Einkopf-Stickmaschine regelmäßig durch dicke Materialien oder instabile Einspannung aus dem Takt kommt, lohnt sich eine Strategieprüfung: mehr Kapazität durch multi needle embroidery machines oder mehr Stabilität durch Magnetrahmen – beides schützt Ihre Greifereinstellung und reduziert Stillstand.