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Wenn du schon einmal vor einer Kiste mit „eigentlich einfachen“ Maschinen-Accessories standest und dachtest: „Ich lasse gleich eine Schraube ins Gehäuse fallen und bereue alles“ – dann bist du nicht dramatisch, sondern praxis-erfahren.
Den Anschiebetisch an einer professionellen Mehrnadelstickmaschine wie der ricoma em 1010 Stickmaschine zu montieren, ist absolut machbar. Aber es ist genau so eine Arbeit, bei der ein winziger Fehler (Schwerkraft + eine offene Spalte) aus einem 20-Minuten-Upgrade schnell eine stundenlange Such- und Nervenprobe machen kann.
Diese Anleitung baut den Ablauf zu einem ausfallsicheren, wiederholbaren Workflow um – mit den „alten Hasen“-Gewohnheiten aus der Werkstatt: Spalten abdecken, haptische Checks und saubere Zwischenkontrollen.

Warum der Ricoma EM-1010 Anschiebetisch das „Schwerteil-Ziehen“ stoppt, das Handtücher und Jacken ruiniert
Der Anschiebetisch ist nicht nur „mehr Fläche“ – er ist Physik- und Reibungsmanagement.
Wenn du schwere Teile stickst (flauschige Strandhandtücher, schwere Jeansjacken), zieht das Gewicht des Projekts nach unten. Ohne Unterstützung entstehen typischerweise drei Qualitätskiller:
- Mikro-Verschiebung: Das Gewicht zieht den eingespannten Bereich minimal aus der Ebene. Während des Stickens fällt es kaum auf – im Ergebnis wirken Konturen wellig oder leicht versetzt.
- Reibungsspitzen: Beim Verfahren der X/Y-Achsen schleift das schwere Material über das Maschinenbett. Das erhöht die Last und kann die Passung beeinträchtigen.
- Kollisionen/Anstoßen: Wenn das Kleidungsstück nicht sauber aufliegt, kann es sich stauen und an Nadelstange/Stickfuß hängen bleiben.
Ein korrekt montierter Tisch schafft eine flache „Landebahn“, damit Stickrahmen und Material als Einheit laufen – statt dass das Projekt am Rahmen „zieht“. Für Jacken und Handtücher ist das kein Luxus, sondern Grundlage.
Praxis-Hinweis: In der Konstruktion sind oft offene Spalten rund um den Maschinenkörper. Genau dort „verschwinden“ Schrauben. Wir sichern diese Gefahrenzone, bevor überhaupt der Schraubendreher ansetzt.

Die „unsichtbare Vorbereitung“, bevor du eine Schraube anfasst: Teile-Check, Arbeitsplatz, Spalt-Schutz
Im Video wird das Set ausgepackt – in der Praxis lohnt es sich, den Arbeitsplatz wie bei einer Montagearbeit vorzubereiten. Nutze das Maschinenbett nicht als Ablage für Kleinteile.
Was im Set ist (Sichtprüfung)
- Tischplatte: Acryl/weiße Oberfläche (meist mit Schutzfolie).
- Träger-/Halterungswinkel (2x): Metallwinkel mit Stiften.
- Sechskant-Abstandshalter: Silberne Sechskantbolzen als Ersatz für die Basisschrauben.
- Senkkopfschrauben: Kleine Schrauben, die von oben durch die Tischplatte gehen.
- „Verbrauchsmaterial“, das du selbst brauchst: Malerkrepp (Painter’s Tape) oder ein steifes Blatt Papier (für die Sicherheit entscheidend).

Prep-Checkliste (vor Schritt 1)
- Arbeitszone frei: Gute Beleuchtung, daneben eine kleine Schale/Magnetschale für Hardware.
- Zielschrauben finden: Die zwei Kreuzschlitzschrauben an der Seite des Maschinenfußes lokalisieren.
- Werkzeug bereit: Kreuzschlitzschraubendreher + Inbusschlüssel-Set (im Video wird die „4. Größe“ genutzt).
- Sicherheitsbarriere: Papier zuschneiden oder Malerkrepp bereitlegen.
- Foto-Referenz: Ein kurzes „Vorher“-Foto vom Maschinenfuß hilft, falls du unterbrochen wirst.
Warnung: Kleine Schrauben + offene Spalten im Maschinenkörper = hohes Risiko, Hardware in die Maschine fallen zu lassen. Blockiere die Spalten physisch mit Malerkrepp oder Papier, bevor du Schrauben löst.

Saubere Montage: Basisschrauben → Sechskant-Abstandshalter → Winkel (Stifte nach oben)
Goldene Regel: Erst eine Seite komplett sauber fertigstellen, dann die andere.
Schritt 1 — Zwei Basisschrauben entfernen (unbedingt aufheben!)
- Mit dem Kreuzschlitzschraubendreher die zwei Schrauben an der Seite des Maschinenfußes herausdrehen.
- Haptik-Check: Erst ein kurzes „Losbrech“-Gefühl, danach laufen sie leicht.
- Wichtig: Diese Schrauben werden in Schritt 3 wiederverwendet, um die Winkel zu befestigen.
Checkpoint: Zwei freie Gewindebohrungen sind sichtbar.
Schritt 2 — Sechskant-Abstandshalter einsetzen (erst handfest)
- Die silbernen Sechskantbolzen aus dem Set nehmen.
- Von Hand in die freien Gewinde eindrehen.
- Anziehen: Bis zum Anschlag handfest. Bei Bedarf minimal mit einem Schlüssel nachziehen – nicht überdrehen.
Checkpoint: Beide Abstandshalter stehen gerade (90° zur Maschine) und wackeln nicht.

Schritt 3 — Metallwinkel montieren (Stifte müssen nach OBEN zeigen)
Die Ausrichtung ist entscheidend: Am Winkel sind kleine Metallstifte – darauf wird die Tischplatte später aufgesetzt. Diese Stifte müssen nach oben zeigen.
- Die Langlöcher des Winkels über die Abstandshalter führen.
- Die originalen Basisschrauben (aus Schritt 1) wieder einsetzen und den Winkel festziehen.
Achtung (Gefahrenzone): Im Video wird deutlich, wie schnell eine Schraube in eine Öffnung rutschen kann – besonders wenn das Handling mit kleinen Schrauben fummelig ist.
- Die Lösung: Bevor die Schraube „über dem Loch“ ist, Papier/Abdeckung unter die Arbeitsstelle halten bzw. die Spalte abkleben.
Checkpoint: Winkel sitzt fest, Stifte zeigen nach oben.

Das „Schraube-fällt-nicht-rein“-Ritual: Malerkrepp & Papier sparen dir Stunden
Das ist der wertvollste Praxis-Teil: Im Video fällt eine Schraube tatsächlich in den Maschinenkörper. In der Werkstatt verlässt man sich nicht auf Glück, sondern auf Barrieren.
Das Ritual:
- Die Spalte/Öffnung zwischen Maschinenkörper und Bereich um den Näharm identifizieren.
- Ein Blatt Papier darüberlegen.
- Mit Malerkrepp fixieren, damit nichts verrutscht.
Fällt jetzt eine Schraube, landet sie auf dem Papier und rutscht nach außen – statt im Gehäuse zu verschwinden. Vorsicht ist gut – Abkleben ist besser.

Tischplatte montieren, damit sie plan aufliegt (und nichts am Stoff hängen bleibt)
Wenn beide Winkel montiert sind (Schritte 1–3 auf der anderen Seite wiederholen), kommt die Tischplatte.
Schritt 4 — Schutzfolie abziehen und Tisch aufsetzen
- Schutzfolie von der Acrylplatte abziehen.
- Tisch aufschieben/aufsetzen.
- Ausrichtung: Die vier Bohrungen an der Unterseite müssen sauber auf die nach oben stehenden Stifte der Winkel „einrasten“.
Checkpoint: Der Tisch liegt plan. Wenn er „kippelt“, sitzt er nicht vollständig auf allen Stiften.

Schritt 5 — Mit Senkkopfschrauben sichern (der „Fingernagel-Test“)
- Die vier kleinen Senkkopfschrauben aus dem Set nehmen.
- Von oben durch die Tischplatte in die Winkel schrauben.
- Ziel: So anziehen, dass die Schraubenköpfe bündig/plan in der Oberfläche sitzen.
Warum bündig wichtig ist: Schon ein minimal überstehender Kopf wird zur Hängestelle. Empfindliche Materialien können daran hängen bleiben oder der Rahmenlauf wird gestört.

Setup-Checkliste (nach der Montage)
- Winkel-Check: Sitzen die Winkel fest oder wackeln sie?
- Sitz-Check: Ist die Tischplatte wirklich auf allen 4 Stiften vollständig aufgesetzt?
- Freigängigkeit: Passt der Ausschnitt mittig sauber um den Näharm, ohne zu schleifen?
- Hängertest: Mit den Fingerspitzen über alle vier Schraubenköpfe fahren – spürst du eine Kante, nachziehen.
- Abdeckung entfernen: Papier/Krepp wieder abnehmen.
Warnung (Mechanische Sicherheit): Beim Aufsetzen der Tischplatte Finger nur an den Kanten halten – nicht darunter an den Winkeln. Dort entsteht eine schmerzhafte Quetschstelle.
Wenn die Näharme die hinteren Schrauben blockieren: Zugangsproblem am Ricoma EM-1010 (und die Inbus-Lösung)
Realität vs. Anleitung: In der Praxis können die Näharme den geraden Zugang zu den hinteren Schraubpunkten blockieren.
Die Lösung: Den störenden Arm kurzzeitig abnehmen.
- Inbusschlüssel-Set nehmen (im Video: die „4. Größe“).
- Schraube am Arm lösen und die Arm-Einheit abziehen.
- Schraube am Winkel/Tischbereich sauber gerade ansetzen und festziehen.
- Arm direkt wieder montieren.
Praxis-Regel: Nicht mit schrägem Winkel „kämpfen“. Wer eine Schraube unter 45° eindrehen will, rundet schnell den Kopf ab. Zwei Minuten Arm abnehmen sparen dir später viel Zeit.

Der Clearance-Test, der zählt: Handtücher, Jeansjacken und ein Magnetrahmen auf dem Anschiebetisch
Im Video wird ein großes Handtuch und eine schwere Jeansjacke auf dem montierten Tisch aufgelegt – genau so soll es sein: Das Gewicht liegt auf der Tischfläche, nicht „zieht“ am Rahmen.
Außerdem wird ein "Mighty Hoop" aufgelegt, um die Freigängigkeit zu prüfen.
Wenn du Mighty Hoop für ricoma em 1010 oder ähnliche Magnetrahmen nutzt, ist der Anschiebetisch praktisch Pflicht: Magnetrahmen sind schwerer als Kunststoffrahmen – zusammen mit einer Jacke steigt die Last deutlich. Der Tisch nimmt diese Last auf und entlastet den Rahmenlauf.

Entscheidungsbaum: Materialgewicht → Vlies-Strategie → Einspann-Methode (damit der Tisch wirklich etwas bringt)
Der Tisch stützt das Material außerhalb des Rahmens. Vlies und Einspannen bestimmen, was im Rahmen passiert. Nutze diese Logik, damit dein Setup reproduzierbar wird.
Start: Was stickst du?
A) Schweres Strandhandtuch (Frottee)
- Risiko: Schlingen drücken durch; Material „zieht“.
- Vlies: Oben wasserlösliche Folie/Topper, unten Tearaway.
- Einspannen: Dicke Handtücher springen in Standardrahmen eher auf oder hinterlassen Rahmenspuren.
- Lösung: Idealer Einsatzfall für einen Magnetrahmen. Der Magnetdruck hält dickes Frottee, ohne die Fasern unnötig zu quetschen.
B) Jeansjacke (stabiles Gewebe)
- Risiko: Nadelablenkung an Nähten; Gewicht zieht das Motiv aus der Passung.
- Vlies: Cutaway (dauerhafte Stabilisierung).
- Einspannen: Steifer Denim im Kunststoffrahmen ist körperlich anstrengend.
- Lösung: Jackengewicht auf dem Tisch ablegen. Magnetrahmen erleichtern das Schließen über dicke Lagen.
C) Performance-/Stretch-Material
- Risiko: Wellen/Puckern und Verzug.
- Vlies: No-Show Mesh (Cutaway) + ggf. aufbügelbare Einlage.
- Einspannen: Zu starkes „Ziehen“ im Schraubrahmen kann dehnen.
- Lösung: Tischfläche sauber und frei von Kanten halten; Magnetrahmen klemmen senkrecht und reduzieren Dehnung durch Spannschrauben.
D) Serienproduktion (50+ Teile)
- Engpass: Einspannzeit und Ermüdung.
- Lösung: Magnetrahmen reduzieren Handkraft und beschleunigen den Ablauf.
Das „Warum“ hinter den Ergebnissen: Einspann-Physik, Drag und warum Magnetrahmen bei schweren Teilen leichter wirken
Auch wenn es hier um den Tisch geht: Der Tisch ist das Fundament. Die „Bauqualität“ kommt über deine Einspann-Methode.
1. Drag (Zug durch Gewicht)
Schweres Material, das über die Kante hängt, erzeugt Zug. Die X/Y-Antriebe müssen gegen dieses Gewicht arbeiten. Der Anschiebetisch nimmt das Gewicht auf – die Maschine nutzt ihre Kraft für Präzision statt für „Hochhalten“.
2. Konstante Klemmkraft
Schraubrahmen hängen von deiner Handkraft ab – die ist morgens anders als nachmittags. Viele Profis wechseln deshalb auf einen mighty hoop oder ähnliche Magnetrahmen für Stickmaschine, weil die Magnetkraft konstant ist und die Passung über viele Teile stabil bleibt.
3. Ergonomie
Wenn du gewerblich stickst, sind Hände und Handgelenke Produktionsfaktoren. Tisch + Magnetrahmen reduzieren Haltearbeit und Einspannstress.
Warnung (Magnet-Sicherheit): Starke Magnetrahmen können Haut sehr schmerzhaft einklemmen.
* Nie Finger zwischen Ober- und Unterteil.
* Nicht in die Nähe von Herzschrittmachern bringen (Abstand halten).
* Nicht auf Laptop/Kreditkarten ablegen.
Troubleshooting: Ricoma EM-1010 Anschiebetisch-Montage – Symptome → Ursachen → Fix
Wenn sich nach der Montage etwas „komisch“ anfühlt, hilft diese Diagnose.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Quick Fix | Vorbeugung |
|---|---|---|---|
| „Klicken“/„Rasseln“ beim Sticken | Tisch sitzt nicht vollständig auf allen 4 Stiften. | Tisch an allen 4 Ecken kräftig nach unten drücken, Schrauben/Winkel nachziehen. | Winkel vor dem Festziehen sauber ausrichten und vollständig ansetzen. |
| Stoff bleibt hängen | Senkkopfschraube steht minimal über. | Fingernagel-Test, betroffene Schraube bündig nachziehen. | Schrauben gleichmäßig anziehen. |
| Hintere Schrauben nicht erreichbar | Näharm blockiert den Zugang. | Stopp. Näharm mit Inbus (im Video „4. Größe“) abnehmen. | Nicht schräg ansetzen – Hindernis entfernen. |
| Schraube in die Maschine gefallen | Offene Spalte + Pech. | Mit Magnetheber suchen. Maschine nicht einschalten. | Papier-&-Tape-Methode nutzen (siehe Ritual). |
Betrieb: So nutzt du den Tisch bei Handtüchern und Jacken wirklich (damit er nicht nur „schön“ ist)
Nach der Montage ändert sich dein Ladeablauf.
- Vorablage: Das überschüssige Material (Rest vom Handtuch/Jacke) zuerst auf den Tisch legen, bevor du den Rahmen in den Pantographen einhängst.
- „Sweep“-Check: Vor Start den Rahmen manuell in die vier Ecken der Motivfläche fahren. Beobachte das Material: Hängt ein Reißverschluss an der Kante? Staut sich eine dicke Falte unter dem Stickarm?
- Einspann-Konstanz: Bei Stückzahlen lohnt sich eine Einspannstation für Stickmaschinen, damit jedes Logo reproduzierbar an derselben Position sitzt.
Betrieb-Checkliste (Pre-Flight)
- Auflage: Liegt das schwere Material vollständig auf dem Tisch?
- Freigängigkeit: Trace/Umrisslauf gemacht – nichts kollidiert?
- Sauberkeit: Keine Tape-Reste, Schrauben oder Werkzeuge auf der Tischfläche?
- Stabilität: Fühlt sich der Tisch unter Last fest und verwindungsfrei an?
Upgrade-Pfad nach der Tischmontage: schnelleres Einspannen, sauberere Ergebnisse, produktionsnah denken
Der letzte Shot im Video – Tisch montiert, Magnetrahmen aufgelegt – ist genau das Bild eines skalierbaren Workflows.
Der Anschiebetisch ist Level 1: Er löst das Drag-Problem. Level 2 ist Tooling: Wenn du noch mit Rahmenspuren kämpfst oder pro Teil minutenlang einspannst, sind Magnetrahmen (passend zur Maschine) der logische nächste Schritt. Level 3 ist Kapazität: Wenn Aufträge schneller wachsen als dein Durchsatz, wird eine zweite Mehrnadelstickmaschine als Ergänzung interessant.
Montiere den Tisch sauber, arbeite mit Abdeckung an den Spalten – und nutze die neue Stabilität gezielt für schwere, margenstarke Teile wie Jacken und Handtücher. Und denk dran: Spalten sichern – Tape nutzen.
FAQ
- Q: Welche „versteckten“ Vorbereitungen brauche ich, um den Ricoma EM-1010 Anschiebetisch zu montieren, ohne Schrauben ins Maschinengehäuse fallen zu lassen?
A: Setze vor dem Lösen der Basisschrauben eine physische Barriere: Papier plus Malerkrepp verhindert den Klassiker „Schraube im Gehäuse verschwunden“.- Arbeitsbereich freiräumen und eine kleine Schale/Magnetschale für Kleinteile bereitstellen.
- Die Spalte zwischen Maschinenkörper und Bereich um den Näharm mit einem Blatt Papier abdecken und mit Tape fixieren.
- Werkzeuge vorab bereitlegen: Kreuzschlitzschraubendreher und Inbusschlüssel-Set (im Ablauf wird die „4. Größe“ genutzt).
- Erfolgskontrolle: Eine fallende Schraube landet auf dem Papier und rutscht nach außen – nicht in die Maschine.
- Wenn es trotzdem passiert: Maschine nicht einschalten; mit einem Magnetheber die Schraube bergen.
- Q: Woran erkenne ich, dass die Sechskant-Abstandshalter am Ricoma EM-1010 korrekt sitzen, bevor ich die Trägerwinkel montiere?
A: Erst handfest eindrehen und dann prüfen, ob sie gerade stehen und absolut fest sitzen – ohne Spiel.- Beide Abstandshalter von Hand in die freigelegten Gewinde eindrehen, bis sie anliegen.
- Nur minimal nachziehen, falls nötig (nicht erzwingen).
- Erfolgskontrolle: Jeder Abstandshalter steht im 90-Grad-Winkel zur Maschine und wackelt beim leichten Drücken nicht.
- Wenn es nicht passt: Herausdrehen und erneut von Hand ansetzen, um ein Verkanten/Schiefgewinde zu vermeiden.
- Q: Wie müssen die Trägerwinkel beim Ricoma EM-1010 Anschiebetisch ausgerichtet sein – und was passiert, wenn die Stifte falsch herum zeigen?
A: Die Stifte müssen nach OBEN zeigen, weil die Tischplatte auf diese Stifte aufgesetzt wird.- Winkel über die montierten Abstandshalter ausrichten.
- Mit den originalen Basisschrauben festziehen.
- Erfolgskontrolle: Winkel sitzt fest, die Stifte zeigen klar nach oben und greifen später in die Unterseite der Tischplatte.
- Wenn es nicht passt: Sofort stoppen und den Winkel drehen – die Tischplatte nicht „irgendwie“ auf falsch ausgerichtete Stifte zwingen.
- Q: Wie verhindere ich, dass Stoff nach der Montage am Ricoma EM-1010 Anschiebetisch hängen bleibt?
A: Alle Senkkopfschrauben müssen bündig sitzen – der Fingernagel-Test zeigt jede überstehende Kante.- Die vier Senkkopfschrauben gleichmäßig anziehen, bis die Köpfe plan in der Oberfläche liegen.
- Mit Finger/Fingernagel über jeden Schraubenkopf fahren.
- Erfolgskontrolle: Kein Haken, keine Kante – die Finger gleiten über alle vier Schrauben.
- Wenn es nicht passt: Tischplatte ggf. neu auf die Stifte setzen und die Schrauben erneut gleichmäßig anziehen.
- Q: Warum klickt oder rasselt ein Ricoma EM-1010 Anschiebetisch beim Sticken – und wie behebe ich das?
A: Meist sitzt die Tischplatte nicht vollständig auf allen vier Stiften: nachdrücken und die Winkelbefestigung prüfen.- Tischplatte an allen vier Ecken kräftig nach unten drücken.
- Prüfen, ob die Winkel fest sitzen und kein Spiel haben.
- Erfolgskontrolle: Tisch liegt plan ohne „Kippeln“, und das Geräusch verschwindet.
- Wenn es nicht passt: Tisch abnehmen und erneut montieren – dabei auf Stifte nach oben und korrekt sitzende Abstandshalter achten.
- Q: Was mache ich, wenn die Näharme am Ricoma EM-1010 den Zugang zu den hinteren Schrauben des Anschiebetischs blockieren?
A: Nicht schräg mit dem Schraubendreher kämpfen – den störenden Näharm kurz abnehmen (Inbus), Schraube setzen, Arm wieder montieren.- Arm-Schraube mit dem Inbusschlüssel lösen (im Ablauf wird die „4. Größe“ genutzt).
- Arm-Einheit so weit abziehen, bis der hintere Schraubpunkt frei ist.
- Arm nach dem Festziehen sofort wieder montieren.
- Erfolgskontrolle: Schrauben lassen sich gerade ansetzen, ohne den Kopf zu beschädigen.
- Wenn es nicht passt: Stoppen und die Freigängigkeit neu beurteilen – schräges Ansetzen führt oft zu rundgedrehten Köpfen.
- Q: Was ist der sicherste Upgrade-Pfad für Ricoma EM-1010 Nutzer, die schwere Handtücher und Jeansjacken sticken und Drag, Rahmenspuren und Einspann-Ermüdung reduzieren wollen?
A: Stufenweise vorgehen: erst Gewicht mit dem Anschiebetisch abstützen, dann mit Magnetrahmen die Klemmung verbessern, und bei Bedarf später Kapazität erweitern.- Level 1 (Setup): Material vor dem Einhängen des Rahmens auf dem Tisch ablegen und einen Trace/Umrisslauf zur Kollisionskontrolle machen.
- Level 2 (Tooling): Magnetrahmen nutzen, wenn Standardrahmen aufspringen, Fasern quetschen oder das Einspannen ermüdet.
- Level 3 (Kapazität): Bei steigenden Aufträgen eine zusätzliche Mehrnadelstickmaschine in Betracht ziehen.
- Erfolgskontrolle: Das Gewicht zieht nicht am Rahmen, und das Einspannen wird reproduzierbar und körperlich leichter.
- Wenn es nicht passt: Vlies/Topper je Material prüfen und sicherstellen, dass die Tischfläche sauber und frei von Hängestellen ist, bevor du in Serie gehst.
