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Hier ist die umfassende, praxis- und produktionsorientierte Anleitung – für mehr Klarheit, weniger Fehlstiche und einen sauberen Workflow.
Wenn du schon einmal auf den Bildschirm deiner Baby Lock Solaris gestarrt hast, Puls hoch, und gedacht hast: „Ich weiß, ich habe Running Stitch gewählt – warum zeigt mir die Maschine jetzt eine dicke Satinlinie?“, dann bist du nicht allein. Willkommen in der Welt von IQ Designer. Das Tool ist extrem leistungsfähig – aber gnadenlos präzise: ein falsches Werkzeug, ein nicht sauber ausgewähltes Objekt oder ein winziger „Streupixel“ kann reichen, und die Maschine macht exakt das, was du ihr sagst – nicht unbedingt das, was du meinst.
Dieses Ornament-Block-Projekt ist mehr als „nur“ Deko. Es ist ein Training für drei Kernkompetenzen, die in der Maschinenstickerei den Unterschied machen: (1) saubere Appliqué-Sequenz, die Stoffaufbau und Volumen berücksichtigt, (2) kontrolliertes Layering von Stichen (Candlewicking über Satin, ohne unnötige Belastung), und (3) Hintergrund-Quilting, das deine spätere Zuschnittkante respektiert.

Der Beruhigungs-Überblick: Was dieser Baby Lock Solaris 2 Appliqué-Block wirklich macht (damit du nicht gegen den Screen arbeitest)
Viele Einsteiger sehen IQ Designer als „Zeichenprogramm“. Profis sehen es als Bauplan. Bevor du irgendetwas antippst, hilft es, den Layer-Stack zu verstehen. Sobald du die Material- und Stichlagen gedanklich „übereinander“ siehst, werden die Entscheidungen am Bildschirm logisch:
- Platzierungsnaht (Basis): Ein einfacher Running Stitch als 3"-Kreis.
- Tack-Down-Naht (Fixierung): Eine duplizierte Kreislinie, die dein Appliqué-Material festhält.
- Musterfüllung (Textur): Füllstich in die Fläche „gegossen“ (mit Umrandung auf No Sew, damit keine Doppelkontur entsteht).
- Kappe/Topper (Geometrie): Eine Pennant-Form oben – mit einer gezielten „Aussparung“ im Kreis per Radierer, damit kein unnötiger Aufbau entsteht.
- Abschlusskontur (Rahmen): Breiter Satin-Stich mit 0.140" – bewusst nicht unter der Kappe.
- Textur-Overlay (Effekt): Candlewicking-Stiche über dem Satin.
- Hintergrund-Quilting (Finish): In Embroidery Edit erzeugt und strikt auf den 5x7-Rahmen begrenzt, damit beim Zuschnitt keine Quiltstiche angeschnitten werden.
Das ist das „Warum“ hinter dem Ablauf: Du zeichnest nicht nur Formen – du konstruierst eine Stichreihenfolge, die Zuschnitt und Weiterverarbeitung überlebt.

Das „unsichtbare“ Setup vor IQ Designer: Mylar, Tüll und die Vlies-Entscheidung, die den Block flach hält
Im Video wird ein sehr schöner Layer-Effekt gezeigt: Mylar mit Tüll darüber. Das gibt einen glitzernden Rotton, ohne dass du gleich mit Metallic-Garn und extrem dichter Fläche arbeiten musst. Gleichzeitig bringt diese Materialkombination eine typische Praxis-Herausforderung mit: Rutschen.
Warum das rutscht (und warum das deine Passung killt)
Mylar ist im Grunde eine Kunststofffolie, Tüll ist Netz. Beides hat deutlich weniger „Grip“ als Baumwolle. Wenn die Einspannung nicht stabil ist, kann die Nadelpenetration das Material minimal verschieben – und du siehst es später als Passungsproblem (Kontur trifft Füllung nicht sauber).
Praxisnotizen, die beim Sticken wirklich zählen:
- Vlieswahl: Bei einem Block mit satten Satin-Kanten (0.140") auf einem Quilt-Sandwich ist ein mittelschweres Cutaway im Video-Kontext die sichere Wahl. Zu schwaches Vlies kann unter dichter Kontur schneller nachgeben.
- Rahmenspuren & Handling: Appliqué bedeutet: Rahmen raus zum Schneiden, wieder rein. Bei klassischen Schraubrahmen kann sich dabei die Spannung verändern – und je nach Oberstoff können Rahmenspuren entstehen.
Genau hier greifen viele Profis zu effizienteren Lösungen. Begriffe wie Magnetrahmen für Stickmaschine sind in diesem Kontext nicht „Gadget-Talk“, sondern Workflow: Magnetrahmen klemmen den Aufbau gleichmäßig und erleichtern das Handling beim Schneiden, ohne dass du ständig nachspannen musst.
Prep-Checkliste (mach das *vor* dem ersten Klick)
- Ziel-Zuschnitt prüfen: Der Block ist auf 5x7 inch als Zuschnittmaß ausgelegt – das bestimmt später deine Quilting-Grenze.
- Material vorbereiten: Mylar und Tüll etwas größer zuschneiden als der 3"-Kreis (im Video wird mit Layern gearbeitet; du willst rundum Reserve fürs Fixieren und Schneiden).
- Fixierung bereitlegen: Temporäres Sprühzeitkleber-Spray oder Appliqué-Tape – bei Mylar/Tüll solltest du dich nicht auf Reibung verlassen.
- Rahmen-Check: Standard-5x7 Stickrahmen (oder ein kompatibler 5x7 Magnetrahmen) griffbereit.
- Kanten-Check: Wenn Mylar-Kanten rau sind: sauber nachschneiden – ausgefranste Folienkanten können Faden „fangen“.

Den 3,00"-Kreis in IQ Designer sauber festlegen (und speichern, bevor du mutig wirst)
In IQ Designer ist Präzision alles. Im Video wird die integrierte Kreisform (Standard ~6,5") auf exakt 3,00" verkleinert.
Die Proportionen-Falle
Achte darauf, dass proportionales Skalieren aktiv ist (Kettensymbol/gesperrtes Seitenverhältnis). Sonst wird aus dem Kreis unbemerkt ein Oval (z. B. 3,00" x 2,95"). Das sieht am Screen „fast rund“ aus – aber die spätere Satin-Kante deckt dann ungleichmäßig.
Wichtige Workflow-Regel:
- Die Form muss ausgewählt sein (roter Rahmen/Bounding Box). Ohne Auswahl „schlafen“ die Funktionen.
- Sofort in den Speicher sichern. Merksatz aus der Praxis: „Nicht gespeichert = nicht existent.“

Platzierungsnaht ohne „Warum hat sich nur ein Stück geändert?“: Running Stitch + Bucket-Tool
Jetzt sagst du der Maschine: „Zeichne diesen Kreis als einfache Laufnaht.“ Im Video: Line Properties → Running Stitch, Farbe Rot, dann mit dem Bucket-/Fill-Tool den Kreis antippen.
Bucket vs. Pencil – der Klassiker
Das ist einer der häufigsten Stolpersteine:
- Pencil: ändert nur ein Segment/Teilbereich.
- Bucket: „flutet“ die gesamte zusammenhängende Form mit der Eigenschaft.
Für den Kreis: Bucket verwenden.
Warnhinweis: Mechanische Sicherheit. Beim späteren Sticken der Platzierungsnaht Hände, Haare, Schmuck konsequent weg von Nadelstange und Nadelbereich. Appliqué verleitet dazu, „nur kurz“ zu glätten – bitte nicht während die Maschine läuft.
Checkpoint (schnelle Plausibilitätsprüfung)
- Optik: Die Kreislinie am Screen ist durchgehend rot.
- Logik: Bei „Next“ ist die Stichzahl niedrig (bei einer einfachen Platzierungsnaht oft unter ~200). Wenn du plötzlich sehr hohe Stichzahlen siehst, stimmt die Stichart nicht.

Der schnellste Tack-Down auf der Solaris 2: Copy, Move, Center (zwei Kreise, perfekt deckungsgleich)
Für Appliqué brauchst du eine zweite Kreislinie zum Fixieren (Tack-Down). Einen zweiten Kreis neu zu zeichnen ist unnötig – und birgt Maßabweichungen.
Der Produktions-Shortcut (wie im Video):
- Edit öffnen.
- Copy tippen (Duplikat wird meist leicht versetzt).
- Move tippen.
- Center (Zentrieren/Bullseye) tippen.
Warum das so gut ist: Die beiden Linien liegen mathematisch exakt übereinander. Das ergibt gleichmäßige Schneidezugaben rundum.

Musterfüllung, die „gewollt“ aussieht: Fill Size 50 + Random Shift (und warum No Sew deine Kontur rettet)
Jetzt kommt die Fläche („Ink“) in den Kreis. Im Video wird eine dekorative Füllung über Region/Fill Properties gewählt.
No Sew als Schutzschild gegen Doppelkonturen
Beim Füllen kann IQ Designer zusätzlich eine Umrandung erzeugen. Im Video wird die Umrandung auf No Sew gesetzt, damit später nicht noch eine zusätzliche Linie unter der Satin-Kante liegt.
- Warum wichtig? Zusätzliche Linien unter einer dichten Satin-Kante erhöhen Aufbau und Härte – und können das Ergebnis „klobig“ machen.
Random Shift – kontrollierte Unregelmäßigkeit
Gezeigt wird Fill Size 50 und Random Shift = 2.
- 0: streng symmetrisch.
- 1–3: leichte Verschiebung, wirkt organischer.
- 6 (Max): sehr stark – eher Spezialeffekt.
Praxis-Hinweis: Wenn das System „rechnet“ (Spinning/Thinking), nicht hektisch weiter tippen. Die Maschine berechnet die Stichpunkte.

Die saubere „No-Sew-Lücke“ für die Kappe: 200% Zoom + 1"-Grid + 100% Square Eraser
Hier wird’s fortgeschritten: Oben kommt eine Kappe/Topper (Pennant-Form). Damit die Satin-Kante nicht unter der Kappe „durchläuft“ (unnötiger Aufbau), wird im Video der obere Kreisabschnitt gezielt entfernt.
Präzisions-Workflow (wie gezeigt):
- Auf 200% zoomen.
- Grid ON (1-inch Grid) aktivieren, um sauber zu zentrieren.
- Pennant hinzufügen (im Video 0.58" x 0.75") und positionieren, dann kurz „aus dem Weg“ schieben.
- Eraser Tool → Square → Size 100%.
- Den oberen Kreisabschnitt so entfernen, dass eine definierte Lücke entsteht.
Warum: Die Satin-Kante stoppt links und rechts der Kappe, und die Kappe „füllt“ die Aussparung wie ein passendes Puzzleteil.

Satinbreite 0.140" + Candlewicking-Overlay: Textur stapeln, ohne einen „Ziegel“ zu bauen
Jetzt kommt der Rahmen um den Kreis (nur dort, wo nicht radiert wurde).
Einstellungen aus dem Video:
- Stichart: Satin.
- Breite: 0.140".
- Dichte: 110.
Praxis-Realität: Die 0.140" sind bewusst kräftig – damit die Kante sauber abdeckt.
Candlewicking darüber: Im Video wird Candlewicking als Overlay genutzt (Size 0.120", Spacing 0.600") – in anderer Farbe.
- Wichtig: Candlewicking ist schmaler als der Satin (0.120" < 0.140"), damit es optisch auf dem Satin „sitzt“ und nicht seitlich abkippt.
Produktions-Kontext: Bei dichten Layern steigt das Risiko von „Flagging“ (Material hebt/bounct). In solchen Fällen kann ein baby lock magnetic embroidery hoop die Einspannung konstanter halten, besonders wenn du zwischendurch zum Schneiden ausspannst bzw. den Rahmen abnimmst.

Der Aufhänger: Scroll-Form, 90° drehen, Bean Stitch Länge 0.080
Zum Abschluss kommt der Haken:
- Form: Scroll.
- Rotation: 90°.
- Stich: Bean Stitch.
- Länge: 0.080".
Typische Falle: IQ Designer übernimmt gern die zuletzt genutzten Eigenschaften. Prüfe beim Haken unbedingt, dass er wirklich Bean Stitch ist – sonst bekommst du einen ungewollt dicken Satin-Haken.

Der 5x7-Grenz-Trick, der deinen Block rettet: Echo Quilting Distance 0.000
Für das Quilting geht es in Embroidery Edit. Der kritische Punkt aus dem Video: Die Quilting-Grenze wird nicht „irgendein großer Rahmen“, sondern bewusst der 5x7-Rahmen gewählt – weil das der spätere Zuschnitt ist.
Wenn du in einem größeren Rahmen quiltest und später auf 5x7 zuschneidest, schneidest du Quiltstiche an – das kann zu offenen Fadenenden führen.
So wie im Video gelöst:
- In Stippling/Echo das Hoop Size-Menü öffnen.
- 5x7" auswählen.
- Distance = 0.000 setzen.
Damit endet das Quilting exakt innerhalb der 5x7-Grenze.

Setup-Checkliste (Pre-Flight)
- Reihenfolge prüfen: Placement → Tack-Down (hier trimmen) → Fill → Satin-Kontur → Candlewicking → Haken → Quilting.
- Lücke prüfen: In der Vorschau darf unter der Kappe keine Satin-Kontur liegen.
- Garn-Optik: Für Candlewicking wirkt ein glänzendes Polyester oft besonders plastisch.
- Speichern: Zwischenschritte und Endstand sichern (Memory/USB), wie im Video mehrfach betont.
Ein einfacher Entscheidungsbaum: Appliqué-Layer & Vlies-Strategie
Nutze diese Logik, um Material und Workflow passend zu wählen.
- Ist dein Appliqué-Material rutschig (Mylar/Vinyl/Satin)?
- Ja: Fixierung (Sprühzeitkleber/Appliqué-Tape) einplanen und Einspannung besonders konsequent halten.
- Nein (Baumwolle auf Baumwolle): Standard-Appliqué-Methoden sind meist unkomplizierter.
- Stickst du 1 Block oder 50?
- Einer: Standardrahmen ist okay – arbeite langsam und kontrolliert.
- Viele: Wiederholtes Einspannen kostet Zeit und belastet Hände/Handgelenke. In der Praxis helfen Einspannstation und Magnetrahmen, den Ablauf zu beschleunigen.
Warnhinweis: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten. Quetschgefahr für Finger. Abstand zu Herzschrittmachern, Kreditkarten und empfindlicher Elektronik halten.
Troubleshooting: Die zwei „klassischen“ Fehlerbilder
Wenn etwas schiefgeht, landet es meist in diesen zwei Kategorien.
| Symptom | „Sound“/Optik | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|---|
| Satin statt Running Stitch | Wirkt sofort „schwer“/dick in der Vorschau. | Eigenschaft nicht auf die komplette Form angewendet (z. B. falsches Tool) oder ein Streupixel/Segment stört. | In IQ Designer Running Stitch wählen, Bucket aktivieren, Form erneut „fluten“. Bei Bedarf Streupunkte löschen und sicherstellen, dass die Linie zusammenhängend ist. |
| Quilting franst nach dem Zuschnitt | Fadenenden an der Schnittkante. | Quilting-Grenze nicht auf das Zuschnittmaß gesetzt. | In Embroidery Edit im Stippling/Echo-Menü 5x7 als Grenze wählen, Distance passend setzen (im Video 0.000). |
Upgrade-Pfad: Von „kämpfen“ zu „produzieren“
Wenn du die Logik dieses Blocks beherrschst, verschiebt sich der Engpass oft von der Digitalisierung zur Ausführung: Einspannen, Trimmen, wieder einspannen – ohne Passungsverlust.
Standardrahmen funktionieren, sind aber beim häufigen Handling weniger verzeihend. Für Appliqué-lastige Abläufe sind Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen eine Option, um gleichmäßiger zu klemmen und das Handling beim Trimmen zu vereinfachen.
Wenn du außerdem Probleme hast, Mylar/Tüll reproduzierbar zu positionieren, kann eine Magnetische Einspannstation als „dritte Hand“ dienen, weil der Rahmen stabil liegt, während du Lagen ausrichtest.
Ablaufregeln (Finale Praxis-Checks)
- Trimmen: Beim Stopp zum Appliqué-Schneiden den Rahmen von der Maschine abnehmen, flach auf den Tisch legen, schneiden, dann wieder einsetzen. Nicht am montierten Rahmen am Maschinenarm schneiden.
- Unterfaden: Vor dichten Satin-/Candlewicking-Passagen prüfen, dass genug Unterfaden auf der Spule ist – mitten in der Kontur leer laufen ist schwer sauber zu reparieren.
- Geräuschkontrolle: Wenn sich der Klang beim Satin von gleichmäßig zu „rau“ verändert: stoppen, Nadelzustand und Material prüfen.
Mit Plan digitalisieren, sauber einspannen, kontrolliert sticken.
FAQ
- Q: Warum zeigt Baby Lock Solaris 2 IQ Designer eine dicke Satinlinie, obwohl für den 3,00"-Kreis eine Running Stitch-Kontur vorgesehen war?
A: Meist wurde die Sticheigenschaft nicht auf die komplette, zusammenhängende Form angewendet (z. B. mit dem Pencil statt dem Bucket) oder es gibt einen kleinen Störpunkt/Segment. Running Stitch erneut mit dem Bucket auf die gesamte Form anwenden.- Den 3,00"-Kreis auswählen, bis der rote Auswahlrahmen sichtbar ist.
- In Line Properties Running Stitch wählen, dann das Bucket-/Fill-Tool aktivieren und den Kreis antippen.
- Vorschau prüfen: Die Stichzahl sollte niedrig sein (oft unter ~200 bei einer einfachen Platzierungsnaht).
- Erfolgskontrolle: Die Kontur wird als durchgehend rot angezeigt und stickt „leicht“, nicht schwer.
- Wenn es weiter auftritt: prüfen, ob die Kreislinie wirklich eine zusammenhängende Form ist und keine Unterbrechung/„Pixel“ vorhanden sind.
- Q: Wie verhindere ich Passungsprobleme bei Baby Lock Solaris 2 Appliqué, wenn ich rutschige Lagen wie Mylar + Tüll in IQ Designer sticke?
A: Stabilisiere zuverlässig und verhindere das Verrutschen durch eine zusätzliche Fixierung (Sprühzeitkleber oder Appliqué-Tape), damit Mylar/Tüll bei der Nadelpenetration nicht wandern.- Mit mittelschwerem Cutaway stabilisieren.
- Mylar/Tüll mit temporärem Sprühzeitkleber (z. B. KK100) oder Appliqué-Tape sichern – nicht nur auf Reibung setzen.
- Mylar/Tüll etwas übermaßig zuschneiden (größer als der 3,00"-Kreis), damit beim Tack-Down und Trimmen volle Abdeckung bleibt.
- Erfolgskontrolle: Kontur trifft die Füllung sauber, ohne sichtbaren Versatz am Kreisrand.
- Wenn es weiter auftritt: Einspannung/Handling verbessern – Magnetrahmen können beim Trimmen und Wiedereinsetzen Spannung konstanter halten.
- Q: Wie verhindere ich, dass Baby Lock Solaris 2 Quilting/Stippling nach dem Zuschnitt auf 5x7 inch in Embroidery Edit auftrennt?
A: Setze die Quilting-Grenze auf die 5x7-Rahmengröße (das Zuschnittmaß), nicht auf einen größeren Rahmen, und stelle Distance auf 0.000.- Embroidery Edit > Stippling/Echo-Menü öffnen und den Hoop Size-Selector suchen.
- 5x7" wählen und Distance = 0.000 setzen.
- Quilting so sticken, dass es exakt innerhalb der 5x7-Grenze endet.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Zuschnitt keine losen Quiltfäden an der Schnittkante.
- Wenn es weiter auftritt: prüfen, ob versehentlich doch auf eine größere Hoop-Grenze (z. B. 8x12/9.5x14) gequiltet wurde.
- Q: Was ist die sicherste Methode, Appliqué-Material beim Stopp in der Platzierungs-/Tack-Down-Sequenz an der Baby Lock Solaris 2 zu trimmen?
A: Den Stickrahmen von der Maschine abnehmen und auf einem flachen Tisch trimmen – niemals trimmen, während der Rahmen am Maschinenarm sitzt.- Maschine am Trimmpunkt stoppen und den Stoff im Rahmen lassen.
- Rahmen abnehmen und flach auf den Tisch legen, dann Mylar/Tüll trimmen.
- Rahmen wieder sauber einsetzen und fortsetzen.
- Erfolgskontrolle: Der Rahmen lässt sich ohne Verkanten wieder einsetzen und die nächste Naht trifft exakt.
- Wenn es weiter auftritt: Rahmen-Spannung und Lagenfixierung prüfen – Handling kann bei klassischen Rahmen Spannung verändern.
- Q: Welche Nadel-/Unterfaden-Vorbereitung hilft bei dichten Layern wie 0.140" Satin + Candlewicking-Overlay auf der Baby Lock Solaris 2?
A: Starte mit einer frischen Topstitch 75/11 oder 80/12 und stelle sicher, dass die Unterfadenspule mindestens zu 50% gefüllt ist, bevor du dichte Satin-/Candlewicking-Lagen stickst.- Neue Topstitch 75/11 oder 80/12 einsetzen.
- Unterfadenspule mindestens halb voll.
- Beim Satin auf das Geräusch achten: bei deutlicher Veränderung stoppen und prüfen.
- Erfolgskontrolle: Satin-Kante läuft gleichmäßig ohne wiederholte Fadenrisse.
- Wenn es weiter auftritt: Nadel erneut wechseln und prüfen, ob „No Sew“ unerwünschte Linien unter der Kontur wirklich entfernt hat.
- Q: Wie vermeide ich unnötigen Aufbau unter der Ornament-Kappe, wenn ich in Baby Lock Solaris 2 IQ Designer die Kreis-Kontur erstelle (Radierer-/„No-Sew-Gap“-Methode)?
A: Zoome hinein und radiere eine präzise Lücke in die Kreislinie dort, wo die Kappe sitzt, damit die Satin-Kontur vor der Kappe stoppt.- Auf 200% zoomen und Grid ON (1-inch grid) aktivieren.
- Kappe (Pennant) platzieren und kurz aus dem Weg schieben.
- Eraser > Square > Size 100% nutzen, um den oberen Kreisabschnitt zu entfernen (Lücke leicht schmaler als die Kappe).
- Erfolgskontrolle: In der Vorschau stoppt die Satin-Kontur klar links der Kappe und setzt rechts wieder an – ohne Satin unter der Kappe.
- Wenn es weiter auftritt: Lücke bei 200% sauberer setzen – kleinste Restpixel können noch Stiche erzeugen.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten für Magnetrahmen für Stickmaschine bei Appliqué-Workflows (Quetschgefahr und Risiken für Elektronik/Herzschrittmacher)?
A: Magnetrahmen sind starke Neodym-Magnete: Finger aus der Klemmzone halten und Abstand zu Herzschrittmachern, Kreditkarten und empfindlicher Elektronik einhalten.- Magnete langsam und kontrolliert trennen/aufsetzen, um Quetschstellen zu vermeiden.
- Abstand zu Herzschrittmachern und Kreditkarten.
- Magnetrahmen nicht an Displays/empfindliche Elektronik anlegen.
- Erfolgskontrolle: Rahmen sitzt gleichmäßig, ohne „Zuschlagen“, und klemmt den Stoffaufbau gleichmäßig.
- Wenn es nicht sauber sitzt: absetzen, neu ausrichten – nicht mit Kraft „zwingen“.
