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Wenn du dich fragst, ob In-the-Hoop (ITH) „wirklich“ eine Disziplin ist, die sich zu meistern lohnt – oder nur das nächste Bastel-Loch – liefert Mary (die „Machine Embroidery Queen“) eine angenehm bodenständige Perspektive. Ihr Punkt: Als Hobby ist ITH relativ gut kalkulierbar, weil nach der Anschaffung der Maschine vor allem laufende Kleinteile anfallen: Faden, Material, Stickvlies und ein paar Werkzeuge.
Aus Sicht der Praxis ist das absolut nachvollziehbar – mit einer wichtigen Ergänzung: ITH ist nicht nur „Handarbeit“, sondern Mikro-Fertigung. Du nutzt eine CNC-ähnliche Maschine, um aus Lagenmaterial und Garn ein fertiges Objekt zu „konstruieren“ (z. B. Täschchen, Anhänger, Coaster). Genau deshalb entscheidet nicht „Talent“, sondern Prozessdisziplin.
Ich habe Marys Kernaussagen in einen ausführbaren Arbeitsplan übersetzt, der dich von „hoffentlich klappt’s“ zu „ich weiß, warum es klappt“ bringt – mit klaren Checks, typischen Fehlerbildern und Sicherheitsregeln, die Finger und Material schützen.

Schluss mit dem „Verschwende-ich-gerade-Geld?“-Stress: Warum ITH ein seriöses Hobby ist
Die Unsicherheit vor einer teuren Anschaffung ist real. Marys Argument deckt sich mit dem, was man auch im professionellen Umfeld sieht: ITH erzeugt hohen Nutzwert aus vergleichsweise günstigen Verbrauchsmaterialien. Du stickst nicht nur ein Motiv auf Stoff – du fertigst ein Objekt (z. B. Reißverschlusstasche, Untersetzer, Hochzeits-Andenken) weitgehend „im Rahmen“.
Für Einsteiger wirkt die Lernkurve steil. Aber im Gegensatz zum Freihandnähen bestimmt nicht primär deine Handführung die Stichqualität – Maschinenstickerei ist daten- und prozessgetrieben. Denk in einer wiederholbaren Kette:
Datei → Stabilisierung (Stickvlies) → Einspannen → Sticklauf → Finish
Sobald du die „Physik des Einspannens“ verstanden hast, verschwindet viel Frust. Du hörst auf, Material zu „verzocken“, und fängst an, Ergebnisse zu planen. Ob du mit einer Haushaltsmaschine arbeitest (Mary nennt u. a. Janome 500E und Brother PE770) oder später über ein Upgrade nachdenkst: Passung schlägt Tempo.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die Mary meint: Was ITH professionell wirken lässt (statt selbstgemacht)
Mary nennt die Basics: Faden, Material, Stickvlies. In der Praxis heißt „Basics“ aber nicht „egal welches“. Ein Großteil der Probleme entsteht bevor du Start drückst – denn die Maschine kann nur so sauber sticken, wie du stabilisierst und einspannst.
Verbrauchsmaterial & Tools, die dir wirklich helfen
Neben dem Offensichtlichen sind diese Dinge in der Praxis besonders nützlich:
- Temporärer Sprühkleber (z. B. 505): Hilft beim „Floating“ (Material auf Vlies fixieren), damit Lagen nicht wandern.
- Gebogene Fadenschere/Curved Tip Snips: Zum sauberen Kürzen von Sprungstichen, ohne in den Knoten zu schneiden.
- Nahttrenner & Pinzette: Für Korrekturen – lieber griffbereit als panisch suchen.
- 75/11 Sticknadeln: Solider Standard. Wechsel regelmäßig; eine stumpfe Nadel klingt beim Durchstich eher „dumpf“ als „sauber“.
Pre-Flight-Check (kurz, aber konsequent)
Diese Punkte verhindern viele typische Anfängerfehler:
- Freigängigkeit: Hinter/um den Stickarm nichts, was den Schlitten blockiert.
- Unterfaden-Check: Starte kein dichtes ITH-Design mit „halb leerer“ Unterfadenspule.
- Nadelzustand: Wenn der Faden plötzlich reißt oder das Stichbild rau wird: Nadel zuerst tauschen.
- Rahmen-/Design-Passung: Design muss zur tatsächlich nutzbaren Stickfläche passen (nicht nur „Rahmen sieht groß genug aus“).
- Sicherheitszone: Scheren/Tools nicht im Bewegungsbereich des Stickarms ablegen.
Warnung: Mechanische Gefahr. Hände niemals im Rahmenbereich, wenn die Maschine bereit ist zu sticken. Zum Kürzen von Fäden immer erst „Stop/Lock“ drücken.

Der einfache Software-Workflow (Computer + SewWhat-Pro), ohne dich zu überfordern
Mary empfiehlt SewWhat-Pro zur Dateiverwaltung. Unabhängig vom Programm ist die entscheidende Disziplin: Dateiorganisation. Du sammelst schnell sehr viele Designs – ohne System kaufst du Dinge doppelt oder findest sie nicht wieder.
Ein Ablagesystem, das in der Praxis funktioniert
Statt alles in „Downloads“ zu werfen:
- Ebene 1 (Kategorie): /Taschen, /FreestandingLace, /Applikation
- Ebene 2 (Quelle): /DesignerName
- Ebene 3 (Projekt): /Files + /PDF_Instructions + /Fotos
Profi-TippDateinamen mit Eckdaten versehen. Statt
flower_01.peslieberFlower_4x4_20k_Stitches.pes.
Wenn du bestimmte Stickrahmen für Stickmaschine nutzt, ergänze den Rahmentyp im Ordnernamen (z. B. „Projekt_A_Magnetic_5x7“). So lädst du nicht versehentlich eine Datei, die einen Rahmen voraussetzt, den du gerade nicht vorbereitet hast.

Wähle dein erstes ITH-Projekt wie ein Profi: „Schnelle Erfolgserlebnisse“ statt das schwierigste süße Motiv
Mary nennt z. B. Snap-Pouches oder Bingo-Karten-Designs. Das ist motivierend – aber didaktisch ist eine klare Schwierigkeitsleiter oft der schnellere Weg zu sauberen Ergebnissen.
Progression für Einsteiger
- Level 1: Untersetzer/Coaster. Flach, stabil, wenig Risiko – ideal für Materialhandling.
- Level 2: Filz-Tag/Ornament. Zwei Lagen, Satinkante – trainiert Vorder-/Rückseiten-Passung.
- Level 3: Reißverschlusstasche. Hier lernst du Stop/Start und das Arbeiten mit „Einlege-Schritten“.
- Level 4: Gefütterte Tasche / Mehrfach-Einspannen. Präzision und Wiederholbarkeit.
Mary mag Mehrfach-Einspannen. Wichtig dazu: Ausrichtung ist gnadenlos. Wenn du nach Mehrfach-Einspannen Maschinenstickerei suchst, rechne damit: Ein kleiner Versatz im ersten Rahmen wird im zweiten sichtbar. Deshalb erst Einspannen + Stabilisierung im Single-Hoop sicher beherrschen.

Realitätscheck Einspannen: „Trommelfest“ kann Stoff verziehen (und ITH-Passung ruinieren)
„So straff wie eine Trommel“ ist einer der gefährlichsten Anfänger-Tipps – vor allem bei elastischen Materialien. Wenn du Jersey überdehnst, entspannt er sich nach dem Ausspannen wieder. Kreise werden oval, Kanten laufen weg: Rücksprung/Material-Rebound.
Goldstandard: Neutral straff.
- Tast-Test: Oberfläche glatt und fest wie frisch gebügelt – nicht wie ein Trampolin.
- Klopf-Test: Eher ein dumpfer Ton als ein hoher „Ping“.
Entscheidungshilfe: Material → Stickvlies-Strategie
Als physikalischer Startpunkt (Design-Anleitung hat Vorrang):
- Szenario A: Elastisch (T-Shirt/Jersey)
- Risiko: Verzug im Stichbild.
- Empfehlung: Schneidvlies (Cut-away) (Mesh oder mittlere Stärke). Material mit Sprühkleber auf Vlies fixieren, beim Einspannen nicht ziehen.
- Szenario B: Gewebt/stabil (Baumwolle/Denim)
- Risiko: Wellenbildung bei dichten Flächen.
- Empfehlung: Reißvlies (Tear-away) (mittel). Material vorher bügeln.
- Szenario C: Hoher Flor (Frottee/Samt)
- Risiko: Stiche versinken + Rahmenabdrücke (Flor plattgedrückt).
- Empfehlung: Wasserlöslicher Topper + Magnetrahmen (reduziert Druckstellen).
- Szenario D: ITH-Konstruktion (z. B. Reißverschlusstasche)
- Risiko: Objekt wird „labberig“.
- Empfehlung: Mittleres Reißvlies oder Schneidvlies, je nachdem, wie viel Stand du willst.
Wenn du mit Rahmenabdrücken kämpfst, ist das oft weniger „Unfähigkeit“ als eine Kombination aus Material + Rahmen-Druck. Genau deshalb führt die Recherche zu Einspannen für Stickmaschine häufig zu magnetischen Lösungen.

Setup, das Handgelenke schont: Einspannstation, Schablonen – und wann Magnetrahmen Sinn ergeben
Mary spricht über die Freude am Hobby – in der Praxis kommt oft auch körperliche Belastung dazu. Wiederholtes Einspannen mit klassischen Schraubrahmen kostet Zeit und kann die Handgelenke stressen.
Ergonomie & Wiederholbarkeit: Tooling-Upgrades
Wenn du Serien machst (z. B. viele Weihnachtsornamente), wird „per Hand drücken und schrauben“ schnell zum Engpass.
- Platzierungssysteme: Tools wie hoopmaster sind im Markt bekannt, wenn Motive immer an exakt derselben Stelle sitzen sollen. Für ITH reicht oft sauberes Markieren – aber Wiederholbarkeit ist der Schlüssel.
- Magnetrahmen: Wenn du mehrfach neu einspannen musst, weil es schief sitzt, oder wenn dicke Lagen schwierig sind, kann ein Magnetrahmen viel Frust sparen. Er klemmt gleichmäßig von oben – ohne „ziehen und schrauben“.
- Für Brother-Nutzer kann die Suche nach Magnetrahmen für brother pe770 passende Optionen sichtbar machen.
- Für Janome-Nutzer sind janome 500e Stickrahmen ein typischer Einstiegspunkt, um die verfügbare Stickfläche planbar zu nutzen.
- Viele, die nach Magnetrahmen für janome 500e suchen, wollen konkret Rahmenabdrücke auf empfindlichen ITH-Materialien reduzieren.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Industriestarke Magnetrahmen arbeiten mit kräftigen Neodym-Magneten.
* Quetschgefahr: Schließt schnell – Finger weg von der Kante.
* Medizinische Geräte: Mindestens 6 inches Abstand zu Herzschrittmachern.
* Elektronik: Smartphones/Kreditkarten nicht direkt auf Magnete legen.
Zusätzlich kann eine einfache Einspannstation-Lösung helfen, damit der Außenrahmen fixiert bleibt, während du Material sauber ausrichtest.

Marys ITH-Geschenkstrategie trifft ins Schwarze: Dinge machen, die Menschen behalten (Hochzeit, Santa, Memorial)
Marys psychologischer Kern ist stark: Nutzen + Personalisierung = wird behalten. Ein generischer Untersetzer ist austauschbar. Ein Untersetzer mit Datum/Initialen wird Erinnerung.
„Produktion“ statt Einzelstück-Denken (auch als Hobby)
Wenn du viele Teile machst, behandle es wie einen kleinen Batch:
- Batch-Vorbereitung: Vlies und Zuschnitte vorab in Serie vorbereiten.
- Ablauf wie am Band: Einspannen → Sticken → Ausspannen. Fäden nicht zwanghaft nach jedem Teil perfekt trimmen – lieber gesammelt am Ende.
- Dokumentation: Notiere Schriftgröße und Farbwahl, damit Nachbestellungen identisch werden.

Der „Nicht zerdenken“-Moment: Anfangen ohne Angst – und trotzdem Anfänger-Desaster vermeiden
Mary sagt: einfach starten. Das ist richtig – aber starte mit Testmaterial.
Goldregel: Nie den ersten Lauf auf dem finalen Teil sticken. Ein günstiger Probestoff (z. B. einfache Baumwolle) zeigt dir schnell:
- Wo die Nadel tatsächlich landet (Ausrichtung).
- Ob die Fadenspannung plausibel ist (Unterfaden oben sichtbar = Warnsignal).
- Ob das Design für dein Vlies zu dicht ist.
Du „kaufst“ dir Erkenntnis mit billigem Material, um teure Teile zu schützen.

Warum es funktioniert: Stoff-Physik, Vlies-Verhalten und sauberere ITH-Ergebnisse
Wer die Kräfte im Stickbild versteht, arbeitet deutlich stabiler:
- Pull: Stiche ziehen Material in Stichrichtung zusammen.
- Push: Stichlagen drücken Material seitlich weg.
Wenn Mary von „Secrets“ für professionellere Ergebnisse spricht, geht es genau darum: diese Kräfte zu kontrollieren – über Vlies, Einspannen und Designwahl.
- Dichte: Wenn sich ein Teil „hochrollt“, ist die Dichte oft zu hoch oder die Stabilisierung zu schwach.
- Stand: Strukturelle ITH-Teile profitieren häufig von Schneidvlies, weil Form und Maße länger stabil bleiben.

Setup-Checkliste (direkt bevor du Start drückst)
Diese Reihenfolge verhindert viele „Fadennester“ (Unterfaden-Knäuel unter der Stichplatte).
- Oberfaden neu einfädeln: Komplett neu einfädeln und den Faden sauber in die Spannungsscheiben „einflossen“.
- Unterfaden-Laufrichtung: Unterfadenspule gemäß Diagramm einsetzen (bei vielen Drop-ins gegen den Uhrzeigersinn / „P“-Form).
- Rahmen verriegelt: Rahmen muss sauber am Stickarm einrasten – leicht rütteln, nichts darf klappern.
- Nähfußhöhe: Bei dicken ITH-Lagen (z. B. Volumenvlies) so einstellen, dass nichts schiebt oder hängen bleibt.
- Geschwindigkeit: Für ITH langsamer arbeiten – im Entwurf steht 600 SPM als Richtwert. Höheres Tempo erhöht bei dicken Stellen/Reißverschlussnähe das Risiko von Nadelablenkung.

Während des Stickens: Worauf du achten solltest, damit du Probleme früh stoppst
Maschinenstickerei ist nicht „Start drücken und weggehen“ – zumindest nicht, bevor du Datei und Setup kennst.
Sensorik-Diagnose:
- Sehen: Läuft der Fadenweg ruhig von der Spule oder ruckelt er?
- Hören: Ein gleichmäßiger Rhythmus ist gut. Ein plötzliches „Klatschen“ kann auf einen Fehler im Fadenweg hindeuten. Schleif-/Knackgeräusche: sofort stoppen (Rahmenkontakt/Nadelproblem).
- Riechen: Wenn Elektronik heiß riecht: pausieren. Haushaltsmaschinen haben faktisch eine Belastungsgrenze.

Troubleshooting der drei typischen „Anfänger-Schrecken“, die Mary anspricht (und was wirklich hilft)
1) Angst, die Maschine zu beschädigen
- Realität: Viele Maschinen stoppen bei harten Kollisionen.
- Vorbeugung: Vor dem Start die Begrenzung/„Trace“-Funktion nutzen, damit das Motiv sicher im Rahmen bleibt.
2) Angst, Stoff zu „ruinieren“
- Realität: Stoff ist ersetzbar – Erinnerungsstücke nicht.
3) Angst vor „Komplexität“ (Reißverschluss/Futter)
- Realität: Es ist eine Abfolge von Schritten.

Der Upgrade-Moment: Wenn aus dem Hobby „Das könnte ich verkaufen“ wird (und was zuerst sinnvoll ist)
Mary erwähnt ihren Online-Shop. Dieser Übergang passiert, wenn du merkst: Zeit ist der Engpass.
Ein sinnvoller Upgrade-Pfad orientiert sich am Bottleneck:
Szenario A: „Ich hasse Einspannen / Handgelenke tun weh / ich habe Abdrücke.“
- Lösung: Tooling verbessern.
- Produkt: Magnetrahmen.
- Effekt: Schnellere Wechsel und weniger Druckstellen.
Szenario B: „Ich wechsle ständig Farben.“
- Lösung: Maschine upgraden.
- Produkt: Mehrnadelstickmaschine.
- Effekt: Farben einmal aufrüsten, Design läuft ohne ständiges Umspulen.
Szenario C: „Meine Ergebnisse sind inkonsistent.“
- Lösung: Verbrauchsmaterial standardisieren.
- Produkt: Konstantes Stickvlies und zuverlässige Garne.

Nach dem Sticken: Checkliste fürs saubere Finish
- Fäden schneiden: Sprungstiche sauber kürzen, bevor du das Vlies entfernst.
- Stickvlies entfernen:
- Reißvlies: Mit dem Daumen die Stiche stützen und vom Motiv weg abreißen.
- Schneidvlies: Mit gebogener Schere knappkantig zurückschneiden.
- Pressen: Von links dämpfen oder mit Press-/Bügeltuch arbeiten. Polyester-Garn nicht direkt „braten“.
- Kontrolle: Unterfaden-Schlaufen/„Loopies“ prüfen und ggf. nach hinten ziehen.

Fazit: Wenn du ein Hobby willst, das schnell Freude macht, liefert ITH – aber mit Kontrolle
Mary hat recht: ITH ist eine Art Superkraft. Du kannst in einem kleinen Raum Dinge herstellen, die sehr „fertig“ wirken.
Der Schlüssel ist Kontrolle: Kontrolle in der Vorbereitung, beim Einspannen und bei der Geschwindigkeit. Starte mit einfachen Projekten, baue Sicherheit auf – und wenn dich etwas bremst (Einspannen, Druckstellen, Farbwechsel), denk daran: Es gibt Profi-Werkzeuge, die genau diese Probleme adressieren.
Dein erstes Projekt ist vielleicht nicht perfekt. Das zehnte ist verschenktauglich. Und das hundertste kann der Anfang von „mehr“ sein.
FAQ
- Q: Wie verhindere ich Fadennester (Fadenknäuel unter der Stichplatte) bei In-the-Hoop auf einer Brother PE800 oder Janome 500E?
A: Fädle die Maschine neu ein und prüfe die Unterfaden-Laufrichtung, bevor du neu startest; die meisten Fadennester beginnen mit einem Einfädel- oder Spulenfehler – das ist häufig und kein Drama.- Oberfaden komplett neu einfädeln und den Faden mit „Flossing“-Bewegung sauber in die Spannungsscheiben setzen.
- Unterfadenspule gemäß Drop-in-Diagramm einsetzen (bei vielen gegen den Uhrzeigersinn / „P“-Form).
- Prüfen, ob der Rahmen vollständig am Stickarm eingerastet ist und nicht klappert.
- Erfolgskontrolle: Der Start zeigt eine saubere Unterseite (kein wachsender Knoten) und der Faden läuft ohne Ruckeln.
- Wenn es weiter passiert: sofort stoppen, Rahmen abnehmen, Knäuel entfernen und erst nach erneutem Einfädeln wieder starten.
- Q: Was ist die sicherste Methode, Sprungstiche bei einer ITH-Reißverschlusstasche auf Brother PE800 oder Janome 500E zu schneiden, ohne die Finger zu gefährden?
A: Stoppe/„Locke“ die Maschine, bevor deine Hände in die Nähe des Rahmenbereichs kommen; der Antrieb ist schneller als menschliche Reflexe.- Vor jedem Schneiden in Nadel-/Rahmennähe „Lock“ oder „Stop“ drücken.
- Mit gebogener Fadenschere Sprungstiche bündig schneiden, ohne am Knoten zu ziehen.
- Schere und magnetische Tools erst in den Arbeitsbereich nehmen, wenn die Maschine wirklich steht.
- Erfolgskontrolle: Keine Hand im Rahmenbereich, solange die Maschine betriebsbereit ist; Schnitte sind sauber ohne beschädigte Stiche.
- Wenn es nicht klappt: Schneiden auf die Nacharbeit nach dem letzten Stich verschieben.
- Q: Wie straff sollte der Stoff im Stickrahmen für ITH sein, um Rücksprung und Passungsprobleme auf Brother PE800 oder Janome 500E zu vermeiden?
A: Vermeide „trommelfest“; ziele auf neutral straff, damit der Stoff glatt und fest ist, ohne gedehnt zu werden.- Stoff glattstreichen wie ein frisch gebügeltes Laken; elastische Stoffe nicht „auf Klang“ ziehen.
- Tast-Test: fest und flach, nicht trampolinartig.
- Klopf-Test: dumpfer Ton statt hoher „Ping“.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Ausspannen bleiben Formen stabil (Kreise bleiben rund) und die Ausrichtung driftet nicht sichtbar.
- Wenn es weiter passiert: Stabilisierung anpassen (Schneidvlies ist bei elastischen Stoffen ein sicherer Startpunkt) und ohne Zug neu einspannen.
- Q: Welche Stickvlies-Kombination ist ein sicherer Startpunkt für typische ITH-Materialien (Jersey, Denim, Handtücher, Samt) auf Brother PE800 oder Janome 500E?
A: Richte das Stickvlies zuerst nach dem Materialverhalten aus; die meisten ITH-Probleme kommen von der Stabilisierung, nicht von der Maschine.- Schneidvlies (Mesh oder mittlere Stärke) für Jersey/T-Shirts; Material mit temporärem Sprühkleber auf Vlies fixieren und beim Einspannen nicht dehnen.
- Mittleres Reißvlies für stabile Webware wie Baumwolle/Denim; vorher bügeln, um Wellenbildung zu reduzieren.
- Wasserlöslicher Topper bei Frottee/Samt, damit Stiche nicht versinken; ein Magnetrahmen kann helfen, den Flor weniger zu quetschen.
- Erfolgskontrolle: Stiche liegen sauber obenauf, wenig Wellenbildung, kein „Versinken“ im Flor.
- Wenn es weiter Probleme gibt: Probestick auf günstigem Stoff machen und Vliesstärke anpassen, bevor du das finale Material nutzt.
- Q: Woran erkenne ich bei einem ITH-Testlauf auf Brother PE800 oder Janome 500E, ob die Fadenspannung passt?
A: Mach zuerst einen günstigen Probelauf und achte darauf, ob Unterfaden oben sichtbar wird – das ist das schnellste Warnsignal.- Design zuerst auf günstigem Probestoff sticken, bevor du das finale Teil bestickst.
- Oberseite prüfen: Wenn weißer Unterfaden durchscheint, ist das ein klares Ungleichgewicht.
- Fadenlauf von der Spule beobachten: Er sollte gleichmäßig laufen, nicht ruckeln.
- Erfolgskontrolle: Oben deckendes Stichbild ohne Unterfaden-Durchscheinen, unten ordentlich ohne Schlaufen.
- Wenn es weiter nicht passt: Oberfaden erneut einfädeln und die Nadel tauschen, wenn der Durchstich „dumpf“ wirkt.
- Q: Wann sollte ich bei ITH-Reißverschlusstaschen oder dicken Lagen auf Brother PE800 oder Janome 500E auf 600 SPM reduzieren?
A: Reduziere die Geschwindigkeit, um Nadelablenkung und Kollisionen mit Hardware zu vermeiden; dicke Lagen und Reißverschluss-Schritte sind typische Risiko-Zonen.- Für ITH mit Volumen, mehreren Lagen oder Reißverschluss-Schritten die Geschwindigkeit auf etwa 600 SPM senken.
- Nähfußhöhe bei dicken Paketen so einstellen, dass der Fuß das Projekt nicht schiebt.
- Wenn du nahe an Zähnchen/Hardware arbeitest: langsam und kontrolliert.
- Erfolgskontrolle: Rhythmischer Lauf ohne Schleifen/Schlagen, keine sichtbare Nadelablenkung.
- Wenn es weiter kritisch ist: stoppen und mit der Trace-Funktion prüfen, ob der Stichweg sicher innerhalb der Rahmenzone bleibt.
- Q: Wie nutze ich industriestarke Magnetrahmen bei ITH sicher, um Quetschungen und Geräte-Interferenzen zu vermeiden?
A: Behandle Magnetrahmen wie ein Spannwerkzeug: Finger weg von der Kante und Magnete fern von medizinischen Geräten und empfindlicher Elektronik.- Fingerspitzen beim Schließen nicht an die Rahmenkante bringen; Magnete können schlagartig schließen.
- Mindestens 6 inches Abstand zu Herzschrittmachern und ähnlichen Geräten einhalten.
- Smartphones/Kreditkarten nicht direkt auf die Magnete legen.
- Erfolgskontrolle: Rahmen schließt ohne Fingerkontakt an der Klemmkante, Material wird gleichmäßig gehalten ohne plattgedrückten Flor.
- Wenn es nicht passt: Für diesen Schritt auf einen Standardrahmen wechseln und Materialschutz (Topper/Vlies/Einspannmethode) neu bewerten.
