ITH-Teddybär-Gesicht auf einer HOLIAUMA 15-Nadel: Saubere Fell-Applikation, keine klebrigen Rahmen und eine Wendeöffnung, die du wirklich schließen kannst

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie du ein In-the-Hoop (ITH) Teddybär-Gesicht auf einer HOLIAUMA 15-Nadel-Stickmaschine mit Kunstfell/Minky stickst – mit klaren Kontrollpunkten fürs Trimmen, Fixieren mit Malerkrepp statt Sprühkleber, Ausrichtung/Passung, bewusst gesetzten Stopps und der „rechts auf rechts“-Montage. Dazu kommen die entscheidenden Gewohnheiten rund um die kleine Wendeöffnung, damit sie nicht aus Versehen zugestickt wird und sich später sauber per Leiterstich schließen lässt.
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Inhaltsverzeichnis

Plush-Stickerei Masterclass: Die „Wissenschaft“ hinter dem In-the-Hoop-Teddybär

Plush-Stickerei ist so ein Projekt, das auf Bildern super niedlich aussieht – und dann in der Praxis sofort zu Fusseln überall, wandernden Lagen und einer Wendeöffnung führt, die „mysteriöserweise“ doch zugenäht wird. Dazu kommt diese ganz spezielle Anspannung: ein falscher Handgriff, teures Minky ist ruiniert – oder im schlimmsten Fall bricht eine Nadel in der Maschine.

Wenn du mit einer robusten Mehrnadelstickmaschine arbeitest – vielleicht kennst du die holiauma 15-Nadel Stickmaschine aus Tutorials oder besitzt eine vergleichbare Produktionsmaschine – dann hast du genug Leistung. Aber Leistung löst das Problem nicht; Kontrolle schon. Der Schlüssel ist die Reihenfolge: genau wissen, wann du stoppst, wann du schneidest, wann du fixierst – und wann deine Hände definitiv nicht in die „Gefahrenzone“ gehören.

Diese Anleitung bildet den Workflow aus dem Video nach: ein ITH-Teddybär-Gesicht, gestickt auf einer 15-Nadel-Maschine. Wir zerlegen den Ablauf so, dass Kunstfell/Minky, Magnetrahmen und doppelt gebogene Scheren aus einem chaotischen Prozess einen reproduzierbaren machen.

Close-up of the magnetic hoop clamped on the machine with the operator using curved scissors.
Trimming appliqué fabric

Keine Panik: Die Maschine ist stark genug – wenn du die Physik von Flor respektierst

Kunstfell und Minky sind nicht „schwierig“, weil die Maschine nicht durchkommt, sondern weil der Flor (die flauschige Oberfläche) Instabilität erzeugt. Er verdeckt Linien, kriecht in den Nadelweg und macht das Trimmen zur Operation „im Blindflug“.

Der Workflow unten basiert auf zwei Prinzipien, die im Video konsequent umgesetzt werden:

  1. Mechanische Kontrolle: Material wird über Magnetkraft und Klebeband stabilisiert – ohne Sprühkleber.
  2. Strategisches Trimmen: Erst wenn eine Nahtlinie die Form definiert (Tackdown), wird sauber bis an die Linie zurückgeschnitten.

Im Video wird mit Stopps gearbeitet, um genau diese Kontrollmomente zu erzwingen. (Hinweis: Im Video wird keine konkrete SPM-Empfehlung als Zahl vorgegeben – der Fokus liegt auf Stopps, Sichtkontrolle und sauberem Fixieren.)

The multi-needle machine head actively stitching a black satin stitch on the nose area.
Machine embroidery running

Das „unsichtbare“ Setup: Was Profis vorbereiten, bevor die Maschine startet

Bevor du Start drückst, richtest du dir alles so ein, dass du während der kritischen Schritte nicht improvisieren musst. Bei Plush entscheidet das oft darüber, ob du sauber trimmen kannst – oder ob du hektisch wirst.

Werkzeug-Set (und warum genau das)

  • Doppelt gebogene Schere (Double Curved Scissors): Im Video das zentrale Tool fürs Applikations-Trimmen im Rahmen. Durch die nach oben gebogene Form kommst du dicht an die Naht, ohne in Unterlage/Stickvlies oder an den Rahmen zu geraten.
  • Ausreißbares Stickvlies (Tear-away): Die stabile Basis im Rahmen.
  • Blaues Malerkrepp (Blue Painter’s Tape): Fixiert Fell/Minky ohne Kleberreste am Rahmen – im Video ausdrücklich als Alternative zu Sprühkleber genutzt.
  • Stickgarn: Oberfaden/Unterfaden passend zum Motiv.
  • Kontrast-Trick: Platzierungs-/Tackdown-Linien in einer Farbe, die sich deutlich vom Fell abhebt, damit du beim Schneiden eine klare „Landebahn“ hast.

Wenn du Plush regelmäßig stickst, ist ein Magnetrahmen nicht nur Komfort, sondern ein Konsistenz-Tool: dicke, federnde Materialien lassen sich im Magnetrahmen oft gleichmäßiger halten, ohne dass du mit Schraubrahmen gegen Materialrückstellkräfte „kämpfst“.

Warnung: Sicherheit zuerst. Hände niemals unter/nahe an die Nadel, während die Maschine läuft oder testet. Plush verleitet dazu, „kurz festzuhalten“. Im Video wird ausdrücklich gewarnt: Finger nicht unter die Nadel bringen.

Operator applying blue tape to the corners of the fabric in the hoop.
Securing fabric

Prep-Checkliste (kurz, aber entscheidend)

  • Vlies sitzt fest: Stickvlies sauber und straff im Rahmen.
  • Schere griffbereit: Die doppelt gebogene Schere liegt so, dass du sie ohne Suchen greifen kannst.
  • Klebeband vorbereitet: Ein paar Streifen Malerkrepp vorab abreißen – mit „fusseligen Händen“ wird Band abreißen sonst zur Geduldsprobe.
  • Materialzugabe: Applikations-/Fellstücke mit ausreichender Zugabe zuschneiden, damit die Platzierung sicher abgedeckt ist.
Placing the beige fur fabric onto the hoop for the face base.
Fabric placement

Kunstfell einspannen: Erst stabilisieren, dann mit Tape sichern

Plush „wandert“ auf zwei Arten: das Trägergewebe kann seitlich rutschen, und der Flor kriecht in Richtung Naht/Needle Path. Im Video wird Sprühkleber bewusst vermieden.

Warum ohne Sprühkleber? Im Video ist der Grund ganz praktisch: Wer Sprühkleber nutzt, muss später die Rahmen reinigen – und genau das will die Anleitung vermeiden. Malerkrepp ist minimal langsamer, aber sauber und wiederholbar.

Für Serienarbeit wird ein Magnet-Stickrahmen oft gewählt, weil das Einspannen weniger Kraft/Handarbeit braucht: Rahmen schließen, Magnetkraft übernimmt den Druck.

Detailed view of cutting thick fur fabric with double curved scissors around the stitched outline.
Appliqué trimming

Applikation trimmen: „Rasieren“ statt grob schneiden

1) Der erste Zuschnitt (präzise arbeiten)

Im Video startet der Prozess mit dem Trimmen der Applikation im eingespannten Zustand.

  • Aktion: Mit der Spitze der doppelt gebogenen Schere knapp an der Kante entlang arbeiten.
  • Warum diese Schere: Durch die Krümmung reduzierst du das Risiko, in Unterlage oder Rahmen zu schneiden.
  • Ziel: Dicht an die Nahtlinie, ohne die Naht selbst zu verletzen.
Operator pointing to the finished nose satin stitch verifying alignment.
Quality check

2) Satinstich (Deckung prüfen)

Die Maschine stickt den Satinstich um die Nasen-Applikation.

  • Kontrollblick: Der Satinstich muss die Schnittkante zuverlässig abdecken.
  • Wenn Kante sichtbar bleibt: Im Video wird deutlich, dass man dann nachtrimmen muss (die Applikation war an einer Stelle nicht nah genug geschnitten).
Placing the backing fabric face down over the embroidery to close the toy.
Assembly

3) Fell fürs Gesicht fixieren (Tape statt Kleber)

Die Bedienerin entfernt Pins und arbeitet mit Klebeband.

  • Praxislogik: Tape fixiert flächig, ohne punktuell zu verziehen.
  • Anwendung: Im Video wird Tape an Stellen genutzt, wo das Material nicht sauber anliegt.
  • Erfolgskriterium: Das Fell liegt ruhig/plan, ohne dass Ecken hochstehen.
Operator tucking the fur pile inward at the bottom edge to create a clean turning gap.
Detailing

4) Nach dem Tackdown: eng zurückschneiden

Nach der Tackdown-Naht wird überschüssiges Fell sehr dicht an der Nahtlinie zurückgeschnitten, um die Form (z. B. Schnauzenbereich) sauber zu definieren.

  • Tipp aus dem Video: Tackdown/Platzierung in Kontrastfarbe sticken – dann siehst du exakt, wo du schneiden musst.
Machine stitching the tack down line over the thick fur.
Stitching

Ausrichtung/Passung: Den „Vertrag“ der Platzierungsnaht einhalten

Im Video wird die Passung kontrolliert: Satinstich vs. Platzierungslinie. Denk an die Platzierungsnaht als Grenze: Wenn dein Material diese Linie nicht sauber abdeckt, stickt die Maschine in „Luft“ oder trifft die Kante ungünstig.

  • Praxis-Check: Vor dem nächsten Schritt kurz stoppen, rausfahren (Frame Out) und prüfen, ob alles dort sitzt, wo es sitzen soll.
Holding up the double curved scissors to show the profile.
Tool demonstration

Programmierte Stopps: Der Workflow-Booster bei Plush

Für den Hinterkopf-Teil werden im Video mehrere Stopps gesetzt (vor Stich #5, #6 und #10). Warum? Weil Plush-Projekte echte „Handgriffe“ brauchen: Fell glätten, Ohren einlegen, Orientierung prüfen – das geht nicht vollautomatisch.

Gerade beim Umstieg auf Mehrnadelstickmaschinen ist das Stopps-Setzen (und das Arbeiten in klaren Sequenzen) einer der größten Hebel gegen Ausschuss.

The hoop removed from the machine briefly to check alignment.
Inspection

Setup-Checkliste (Pause-Protokoll)

  • Stopps aktiv: Stopps vor den Einlege-/Kontrollschritten sind gesetzt.
  • Sichtbare Markierungen: Ohren-Position in einer gut sichtbaren Farbe sticken.
  • Zugriff planen: Bei Bedarf Rahmen vorfahren (Frame Out), statt „unter dem Kopf“ zu hantieren.
Operator setting up the control panel for stop commands.
Software setup

Ohren einsetzen: Symmetrie schlägt Millimeter-Perfektion

Im Video werden die Ohren so platziert, dass sie nach innen zeigen (in Richtung Gesichtsbereich).

  • Typische Falle: Zu viel Messen, zu wenig der Platzierungsnaht vertrauen.
  • Besser: Platzierungsnaht als Referenz nutzen und die Ohren so fixieren, dass die Kante sauber überlappt.
  • Fixieren: Im Video wird Tape genutzt, weil es sich wiederverwenden lässt und schnell geht.
Placing blue tape on the fabric to mark ear location or secure loose fur.
Taping

„Rechts auf rechts“ montieren

Das ist klassische Nählogik, angewendet im Stickrahmen: Rückseite mit der flauschigen Seite nach unten auf das gestickte Vorderteil legen (flauschig auf flauschig).

  • Überlappung: Im Video wird eine Überlappung von ca. 0.5 inch genannt.
  • Warum: Zu wenig Überlappung kann dazu führen, dass die Naht nicht sauber greift.
Checking the gap area before the final stitch run.
Pre-stitch check

Wendeöffnung: Die „Flor-reinstecken“-Technik

Dieser Schritt entscheidet darüber, ob du die Öffnung später entspannt per Hand schließen kannst.

  • Problem: Langer Flor drückt sich in die Nahtzugabe und wird dann mitgefasst.
  • Lösung (im Video): Flor im Bereich der Wendeöffnung aktiv nach innen wegstecken, bevor die nächste Naht läuft.
  • Erfolgskriterium: An der Öffnung siehst du eher das Trägergewebe/Backing als herausstehende Fellspitzen.
The machine completing the final perimeter stitch on the reverse side of the fabric.
Final stitching

Im Video wird außerdem der Middle Marker im Design erwähnt, damit die Wendeöffnung nicht versehentlich zugestickt wird – als visuelles „Stoppschild“.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen haben hohe Klemmkraft. Finger nicht zwischen die Magnetflächen bringen. Von Geräten/Karten fernhalten, die empfindlich auf Magnetfelder reagieren.

Entscheidungslogik: Setup an Material und Ablauf anpassen

Nicht raten – systematisch entscheiden:

1. Wie „florig“ ist dein Material?

  • Kürzerer Flor (Minky):
    • Risiko: moderates Wandern.
    • Ansatz: Ausreißvlies + Tape.
  • Langer Flor (Kunstfell):
    • Risiko: höheres Wandern + Flor im Nahtbereich.
    • Ansatz: Magnetrahmen + konsequente Stopps zum Glätten und Wegstecken.

2. Wie hoch ist dein Durchsatz?

  • Einzelstücke: Tape/Stopps reichen meist.
  • Serien: Ein standardisierter Einspannplatz spart Zeit. Begriffe wie Einspannen für Stickmaschine sind hier nicht Marketing, sondern echte Prozesszeit.

3. Kämpfst du mit Rahmenspuren oder instabiler Spannung?

  • Dann: Magnetrahmen/Clamp-Lösung testen – gleichmäßiger Druck, weniger „Kampf“ beim Einspannen.
  • Optional: Eine Magnetische Einspannstation kann den Ablauf standardisieren, wenn du häufig einspannst.

Troubleshooting: „Plush-Doc“ – schnell prüfen, schnell beheben

Symptom Wahrscheinliche Ursache Schnelltest / Fix
Arbeitsplatz voller Fusseln Fell/Minky fusselt beim Schneiden. Gehört dazu – plane Reinigung/Absaugung ein (im Video wird das als normal beschrieben).
Schnittlinie schlecht zu sehen Garnfarbe verschmilzt mit Material. Platzierung/Tackdown in Kontrastfarbe sticken (im Video ausdrücklich empfohlen).
Wendeöffnung wird zugestickt Flor liegt im Nahtbereich oder Markierung übersehen. Vor dem nächsten Lauf stoppen, Flor wegstecken, Middle Marker als Orientierung nutzen.

Vom Basteln zur Produktion: Was wirklich den Unterschied macht

Wenn du ein einzelnes Plush-Projekt machst, kommst du mit Geduld und Tape durch. Wenn du mehrere Stücke stickst, werden Einspannzeit, Kontrollstopps und sauberes Trimmen zu echten Kostentreibern.

Drei Hebel aus dem gezeigten Workflow:

  1. Technik: Kontrastlinien, Stopps, Flor wegstecken.
  2. Konstanz: Magnetrahmen für wiederholbares Einspannen bei dicken Materialien.
  3. Ablauf: Stopps bewusst setzen und jeden Kontrollpunkt als Pflicht-Check behandeln.

Operations-Checkliste (die letzten 60 Sekunden)

  • Orientierung: Rückseite liegt rechts auf rechts (flauschig auf flauschig).
  • Überlappung: Ca. 0.5 inch rundum abgedeckt.
  • Wendeöffnung: Flor im Öffnungsbereich nach innen weggesteckt.
  • Freigängigkeit: Kein Tape/keine Ohrspitzen im Nadelweg.
  • Stopp-Bereitschaft: Bei ungewöhnlichem Geräusch sofort stoppen.

Plush wird beherrschbar, sobald du den Flor kontrollierst – dann macht die Maschine den Rest.

FAQ

  • Q: Wie spanne ich langfloriges Kunstfell für einen In-the-Hoop-Plush-Teddybären auf einer Mehrnadelstickmaschine ein, ohne dass Sprühkleber alles verschiebt?
    A: Spanne zuerst stabil ein und nutze dann blaues Malerkrepp als Fixierung statt Sprühkleber.
    • Klemmen: Stickvlies und Material zuerst stabil im Rahmen fixieren, bevor du zusätzlich sicherst.
    • Tape: Malerkrepp an den Kanten/Problemstellen fest andrücken, damit nichts seitlich rutscht.
    • Vorbereitung: Ein paar kurze Tape-Streifen vorab abreißen und bereitlegen.
    • Erfolgskontrolle: Das Fell liegt flach, Ecken heben nicht ab, und beim leichten Zug am Trägergewebe bewegt sich die Lage nicht.
    • Wenn es trotzdem wandert: Zusätzlichen Stopp einplanen, Material glätten und neu tapen.
  • Q: Welche Nadel ist am besten für Minky oder Kunstfell bei Plush-Stickerei auf einer Mehrnadelstickmaschine, um Nadelbruch zu reduzieren?
    A: Im Video wird kein konkreter Nadeltyp als „beste Wahl“ festgelegt; entscheidend ist, dass du mit kontrollierten Stopps arbeitest und die Lagen sauber stabilisierst.
    • Praxis: Vor dem Lauf prüfen, ob Materialstapel (Fell + Vlies + ggf. weitere Lagen) sauber liegt und nicht „buckelt“.
    • Erfolgskontrolle: Ruhiger Lauf ohne auffällige Schläge/Anschlagen.
    • Wenn es Probleme gibt: Stopps nutzen, Lage glätten und die Fixierung (Tape) verbessern.
  • Q: Wie straff muss ausreißbares Stickvlies für ITH-Plush sein, und wie teste ich die Spannung vor dem Sticken?
    A: Das Vlies sollte gleichmäßig straff im Rahmen sitzen, damit sich die Lagen nicht verziehen.
    • Einspannen: Vlies glatt und ohne Falten einspannen.
    • Test: Sicht- und Tastcheck – keine Wellen, keine lockeren Bereiche.
    • Nachjustieren: Wenn es irgendwo nachgibt, neu einspannen.
    • Erfolgskontrolle: Das Vlies bleibt plan, auch wenn du Material auflegst und leicht glattstreichst.
  • Q: Wie trimme ich Applikationsstoff für eine ITH-Teddybär-Nase sauber mit doppelt gebogener Schere, ohne Vlies oder Stiche zu verletzen?
    A: Schneide kontrolliert und dicht an der Nahtlinie – die doppelt gebogene Schere hilft dir, parallel zum Rahmen zu bleiben.
    • Ansetzen: Mit der Scherenspitze arbeiten und in kleinen „Bissen“ schneiden.
    • Abstand: Sehr nah an die Nahtlinie, ohne die Naht zu kappen.
    • Erfolgskontrolle: Der Satinstich deckt die Kante sauber ab.
    • Wenn Kanten durchscheinen: Nachtrimmen, bevor du weiterarbeitest (im Video passiert genau das an einer Stelle).
  • Q: Wie verhindere ich, dass die Wendeöffnung bei einem ITH-Plush-Teddybären aus langflorigem Kunstfell zugestickt wird?
    A: Stecke den Flor im Bereich der Wendeöffnung aktiv nach innen weg und nutze die Markierung im Design zur Orientierung.
    • Stopp: Vor dem kritischen Nahtlauf anhalten.
    • Wegstecken: Flor mit Fingern/Werkzeug aus der Nahtlinie schieben.
    • Markierung: Den Middle Marker als visuelles „Stoppschild“ nutzen.
    • Erfolgskontrolle: Entlang der Öffnung ist eher das Trägergewebe sichtbar als Fellspitzen.
    • Wenn es trotzdem passiert: Zusätzlichen programmierten Stopp direkt vor dem Schließen einplanen und erneut prüfen.
  • Q: Wie sollte die Satinstich-Deckung auf einer Plush-Applikationsnase aussehen, und was bedeutet es, wenn Stoffkanten durchscheinen?
    A: Der Satinstich muss die Schnittkante vollständig abdecken; sichtbare Kanten bedeuten meist, dass nicht nah genug zurückgeschnitten wurde.
    • Prüfen: Direkt nach dem Nasenlauf kontrollieren.
    • Korrigieren: Kante vorsichtig nachtrimmen, bevor der nächste Schritt startet.
    • Erfolgskontrolle: Keine sichtbaren Rohkanten an der Satinstich-Umrandung.
  • Q: Was sind die wichtigsten Sicherheitsregeln für Finger, Nadeln und Magnetrahmen beim Sticken von Plush auf einer Mehrnadelstickmaschine?
    A: Hände aus dem Nadelbereich halten und Magnetrahmen als Werkzeug mit hoher Klemmkraft behandeln.
    • Finger weg: Im Video wird klar gewarnt, die Finger nicht unter die Nadel zu bringen.
    • Zugriff: Lieber stoppen/Frame Out nutzen, statt während der Bewegung einzugreifen.
    • Magnetkraft: Vorsicht vor Quetschstellen beim Schließen/Handhaben des Rahmens.
    • Erfolgskontrolle: Alle „Handgriffe“ passieren nur im Stopp – nicht während die Maschine läuft.