Janome CM17 Einstellungen, die wirklich zählen: Keine Fadennester mehr, weniger Flagging und Stickbilder mit Profi-Finish

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung macht aus dem Einstellungsmenü der Janome CM17 eine echte Setup-Routine für den Alltag: Was du zuerst anpasst, was du besser unangetastet lässt – und wie du die drei größten Ärgernisse vermeidest: Fadennester („Bird’s Nests“), Flagging und wellige/„hausgemachte“ Stoffverzüge. Zusätzlich bekommst du eine klare Stabilizer-Entscheidungshilfe, Sicherheits-Hinweise und einen realistischen Upgrade-Pfad für schnelleres, saubereres Einspannen, wenn du deinen Workflow skalieren willst.
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Inhaltsverzeichnis

Janome CM17 im Griff: Praxisleitfaden zu Einstellungen, Sicherheit und Stichqualität

Wenn du schon einmal das Einstellungsmenü der Janome CM17 geöffnet hast und dabei dieses mulmige Gefühl hattest – „ein falscher Tipp und ich zerschieße mir das Projekt“ – dann bist du nicht allein. Die Maschine ist technisch beeindruckend, aber sie ist auch gnadenlos ehrlich: falsche Defaults oder falsche Annahmen zeigen sich sofort als Fadennester, Flagging, wellige Nähte oder ein Fadenabschneider, der viel zu früh stumpf wird.

Aus der Praxis gilt: Maschinenstickerei ist ein Spiel aus Variablen. Die Einstellungen sind nur ein Teil davon.

Dieser Guide macht aus der üblichen Menü-Tour eine professionelle Kalibrier- und Start-Routine: mit den konkreten Werten aus dem Video, klaren Kontrollpunkten (was du sehen/hören/fühlen solltest) und dem „Warum“, damit du nicht Symptomen hinterherläufst.

Sharon pointing to the 'Cog' icon on the massive Janome CM17 touchscreen to enter settings.
Entering the settings menu

Keine Panik: Kontrolle statt Chaos

Ins Einstellungsmenü kommst du über das Zahnrad-Symbol unten rechts am CM17-Touchscreen. Dort findest du Reiter für Common (Allgemein), Sewing (Nähen), Embroidery (Sticken) sowie Wi-Fi und Language (Sprache).

Zwei Dinge, die du vorab fest im Kopf haben solltest:

  1. Common/Allgemein wirkt auf alles (Nähen und Sticken).
  2. Hardware schlägt Software. Wenn die Stick-Stichplatte/Needle Plate für Stickmodus montiert ist, begrenzt die Maschine die verfügbaren Nutzstiche im Nähmodus weitgehend auf Geradstich – als Schutz vor falscher Kombination aus Stichplatte/Fuß/Stich. Das kann keine Einstellung „wegklicken“.

1. Das „unsichtbare“ Setup (Common/Allgemein): Sicherheit & Ergonomie

Bevor du an Spannung oder Stickparameter gehst, stellst du die „Grundnerven“ der Maschine ein. Klingt langweilig – verhindert aber teure Fehler.

Sound/Lautstärke: Dein akustisches Feedback

  • Empfehlung: 2 oder 3 (nicht stumm schalten).
  • Warum: Ohne Ton übersiehst du schnell, dass du einen Button berührt hast. Und noch wichtiger: Du verlierst ein Diagnose-Tool. Eine sauber laufende Maschine klingt gleichmäßig; wenn etwas nicht stimmt, hörst du oft ein anderes Rhythmusbild (z. B. ein deutliches „thump-thump“ bei Bewegung/Flagging).

Maßeinheiten: Genauigkeit im Stickalltag

  • Empfehlung: Millimeter (mm).
  • Warum: Viele Vorlagen/Schablonen und Raster beziehen sich auf mm; im Video wird auch betont, dass Templates weltweit typischerweise in mm gedacht sind. Das macht Positionierung und Passung nachvollziehbarer.

Reinigungs-Erinnerung: „Phantom“-Spannungsprobleme vermeiden

  • Empfehlung: Erinnerung aktiv lassen (im Video wird das Reinigen des Spulenkorbs/Bobbin Holder als sinnvoller Reminder erwähnt).
  • Warum: Flusen im Spulenbereich können sich wie ein Spannungsproblem anfühlen – und du drehst an Einstellungen, obwohl eigentlich Reinigung nötig ist.
    • Praxis-Check: Beim Ausbürsten gezielt in Ecken/Übergängen nach kompaktem, grauem Fusselbelag schauen.

Spulgeschwindigkeit: Die Elastizitäts-Falle

  • Video-Hinweis: Im Beispiel steht die Spulgeschwindigkeit auf 5 – das kann oft funktionieren.
  • Praxis-Empfehlung: Wenn du mit dehnbaren/„stretchy“ Fäden spulst oder schon einmal eine fest sitzende Spule hattest: langsamer spulen.
  • Symptom: Die Spule sitzt nach dem Spulen so fest auf der Spulachse, dass sie kaum abgeht.
  • Lösung: Spule manuell abwickeln, bis sie frei wird (langsam und nervig). Vorbeugen: Spulgeschwindigkeit reduzieren.

Stichplatten-Hebedauer (Needle Plate Lifter Time)

  • Empfehlung: 4 Sekunden.
  • Warum: Ergonomie/Sicherheit. Du hast genug Zeit, die Platte kontrolliert zu greifen und zu entnehmen, ohne zu hetzen.

> Prep-Checkliste („Pre-Flight“)

  • Modus-Check: Bist du im Näh- oder Stickmodus? (Reiter verhalten sich unterschiedlich.)
  • Stichplatten-Check: Ist die passende Stichplatte für deine Arbeit montiert?
  • Sound-Check: Hörst du den Bestätigungston?
  • Einheiten-Check: Steht alles auf mm?
  • Baseline sichern: Foto/Screenshot deiner aktuellen Einstellungen machen, bevor du verstellst.

Warnung (Mechanische Sicherheit): Beim Testen („nur ein Stich“) mit Start/Stop Hände, Haare und weite Ärmel konsequent aus dem Nadelbereich halten. Lege dir eine feste „Sicherheitszone“ außerhalb des Stickrahmen-Umfangs an.


2. Näh-Einstellungen: Den „hausgemachten Look“ vermeiden

Im Reiter Sewing verhinderst du Wellen, Verzug und typische Anfängerfehler, die später auch beim Sticken sichtbar werden.

Fadenabschneiden nach Auto-Lock: Die Regel für Verschleißteile

  • Einstellung: OFF bei Spezialfäden; ON bei Standardfaden, wenn du es nutzen willst.
  • Warum: Metallic- oder dicke Spezialfäden belasten den Fadenabschneider stark. Im Video wird klar gewarnt, dass Metallic/dicke Fäden den Cutter schneller verschleißen.
  • Praxis-Konsequenz: Ein stumpfer Cutter schneidet nicht sauber, Fäden ziehen nach – das kann Folgeprobleme verursachen.

Nähfußdruck (Presser Foot Pressure): Gegen Wellen und Dehnung

  • Anpassung: Bei schrägem Fadenlauf oder elastischen Stoffen Druck reduzieren.
  • Warum: Zu hoher Druck kann Stoff beim Transport dehnen → Wellen/„Ripple“.
    • Praxis-Check: Wenn sich vor dem Fuß sichtbar eine Welle aufbaut, Druck schrittweise runter und auf Probestück testen.

Auto-Tension global vs. projektbezogen

  • Empfehlung: Globale Auto-Tension nur ändern, wenn du wirklich dauerhaft mit einem abweichenden Setup arbeitest. Sonst lieber projektbezogen anpassen.
  • Warum: Eine globale Änderung wirkt auf alles – und du suchst später Fehler an der falschen Stelle.

> Setup-Checkliste (Nähmodus)

  • Material/Faden: Bei Metallic/Spezialfaden: Auto-Cut OFF?
  • Stoppposition: Nadelstopp auf DOWN (hilft beim Drehen/Pivot)?
  • Druck: Probestück ohne Wellenbildung?
  • Pivot-Höhe: Standard im Video: 3,0 mm (bei dickerem Material ggf. anpassen).

3. Stick-Einstellungen: Hier entscheidet sich die Qualität

Im Reiter Embroidery werden kleine Fehler sofort sichtbar – aber hier kannst du auch am meisten gewinnen.

Switching to the 'Embroidery Settings' tab indicated by a hoop icon.
Entering embroidery mode configuration

Stickfußhöhe (Embroidery Foot Height): Der Flagging-Killer

  • Standardwert im Video: 1,7 mm.
  • Anpassungslogik (aus dem Video):
    • Dicke Materialien: Fußhöhe höher stellen.
    • Dünne Stoffe: Fußhöhe niedriger stellen, damit der Stoff besser gehalten wird.
  • Warum (Flagging): Wenn der Fuß zu hoch steht, kann der Stoff beim Nadelhub mitgehen („flaggen“). Dann wandert der Faden, es entstehen Fehlstiche oder Nester.
    • Sicht-Check: Langsam laufen lassen und beobachten: hebt der Stoff beim Hochgehen der Nadel sichtbar ab? Dann Fußhöhe senken.

Hinweis zum Keyword-Kontext: Viele, die nach Einspannen für Stickmaschine suchen, fokussieren nur auf strammes Einspannen – dabei ist die Stickfußhöhe oft der zweite, genauso entscheidende Hebel gegen Stoffbewegung.

Adjusting 'Embroidery Foot Height' specifically to 1.7mm.
Preventing flagging

One Stitch Stop: Fadennester am Start verhindern

  • Einstellung: ON.
  • Ablauf (wie im Video gezeigt):
    1. Oberfaden-Ende leicht festhalten.
    2. Start drücken: Die Maschine macht einen Stich und stoppt.
    3. Am Oberfaden ziehen, bis der Unterfaden nach oben geholt ist.
    4. Start drücken und normal weitersticken.
  • Warum: Ohne hochgeholten Unterfaden kann der Oberfaden am Anfang unter das Motiv gezogen werden – das endet als „Nest/Booger“ auf der Rückseite und kann im Spulenbereich Ärger machen.
Toggling 'One Stitch Stop' to ON.
Configuring nest prevention

Maximale Geschwindigkeit: Sinnvolle Obergrenze setzen

  • Einstellung im Video: Max Speed 1200 spm (als Limit im Menü).
  • Praxis-Empfehlung: Setze im Menü eine realistische Obergrenze und nutze den physischen Speed-Slider zum Drosseln, wenn Material/Faden/Design es verlangen.
  • Warum: Höhere Geschwindigkeit erhöht die Anforderungen an Fadenführung, Spannung und Materialstabilität. Bei dichten Motiven oder empfindlichen Fäden ist „langsamer“ oft „sauberer“.
Speed setting menu showing max speed of 1200 spm.
Setting machine limits

Fadenabschneiden (Sprungstiche)

  • Einstellung: Bei Metallic/dicken Spezialfäden OFF.
  • Warum: Gleiche Logik wie im Nähmodus: Spezialfäden beschleunigen den Verschleiß am Messer. (In den Kommentaren wird zwar erwähnt, dass Kingstar Metallic bei jemandem geschnitten wird; die Erstellerin weist aber darauf hin, dass das Messer trotzdem schneller verschleißen kann.)

> Betriebs-Checkliste (Stickmodus)

  • Stickfußhöhe: Passend zur Materialdicke eingestellt (gegen Flagging)?
  • One Stitch Stop: ON und Unterfaden nach oben geholt?
  • Speed-Limit: Sinnvolle Obergrenze gesetzt, dann mit Slider feinregeln?
  • Sensoren: Oberfadenriss-Sensor ON (außer bei Spezialanwendungen wie Perforieren ohne Faden).

4. Faden & Farbe: Der Bildschirm lügt

Im Video wird gezeigt, wie du eine Garnpalette nach Hersteller auswählst (z. B. Robison-Anton).

The thread brand selection screen showing options like Janome, Madeira, and Robison-Anton.
Selecting color palette
Sharon holding up a physical threading chart with real thread samples.
Comparing digital vs physical colors
  • Realität: Bildschirmfarben (Licht/RGB) sind keine echten Garnfarben (Färbung/Material). Exakte Übereinstimmung ist selten.
  • Profi-Workflow: Bildschirm für Orientierung/Kontrast nutzen – die finale Auswahl über physische Garnkarte bzw. echte Garnproben am Stoff.
  • Praxis-Hinweis aus den Kommentaren: Design-Ersteller nutzen beliebige Farbzuordnungen. Entscheidend ist, dass du deine Garne am Stoff „auditionierst“ (anhalten/abgleichen), statt dich an Markenlisten festzubeißen.

5. Rahmen-Kalibrierung & die Physik der Bewegung

Final settings page showing 'Grid Size' set to 10mm.
Finalizing embroidery setup

Im Menü gibt es Hoop Calibration und Grid Size (im Video: 10 mm). Das hilft bei Ausrichtung – aber Software kann keine physische Bewegung im Stickrahmen wegzaubern.

  • Kernprinzip: Wenn der Stoff im Stickrahmen rutscht, kann die Maschine noch so korrekt positionieren – die Passung im Material stimmt trotzdem nicht.
  • Raster/Grids: Ein 10-mm-Raster ist praxisnah, weil es gut zu vielen Schablonen/Templates passt.

Upgrade-Pfad: Magnetrahmen

Wenn du mit gleichmäßiger Spannung, Handkraft oder Wiederholgenauigkeit kämpfst, ist es logisch, nach Stickrahmen für Stickmaschine-Upgrades zu suchen.

  • Prinzip: Magnetrahmen arbeiten mit vertikaler Magnetkraft statt Schraub-Reibung.
  • Workflow-Nutzen: Konstanteres Halten und oft schnelleres Einspannen – besonders, wenn du viele Teile nacheinander verarbeitest.
  • Praxis-Einordnung: Begriffe wie Magnetrahmen für Stickmaschine stehen für einen Workflow-Schritt Richtung reproduzierbarem Einspannen.

Warnung (Magnet-Sicherheit): Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete.
* Quetschgefahr: Ringe nie unkontrolliert „zuschnappen“ lassen.
* Medizin/Elektronik: Abstand zu Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik halten.


6. Stabilizer-Entscheidungshilfe (Stoff → Vlies)

Keine Einstellung kompensiert das falsche Stickvlies. Nutze diese Logik, bevor du im Menü „herumdrehst“.

1. Ist der Stoff dehnbar (T-Shirt/Jersey)?

  • JA: Cutaway (ggf. mit Sprühzeitkleber). Tear-away führt bei Tragebelastung eher zu instabilen Stichen.
  • NEIN: Weiter zu Schritt 2.

2. Ist der Stoff instabil oder sehr fein (Seide/Rayon)?

  • JA: No-Show Mesh (Cutaway).
  • NEIN: Weiter zu Schritt 3.

3. Ist der Stoff stabil (Denim/Canvas)?

  • JA: Tear-away kann passen.

4. Hat der Stoff Flor/Schlingen (Frottee/Samt)?

  • JA: Wasserlösliches Topper obenauf + stabiles Vlies unten, damit Stiche nicht „versinken“.

7. Fehlersuche nach Symptom: Schnell zur Ursache

Symptom Praxis-Check Wahrscheinliche Ursache Lösung
Spule sitzt fest Spule geht kaum von der Achse. Zu schnelles Spulen mit dehnbarem Faden. Spulgeschwindigkeit reduzieren; fest sitzende Spule durch manuelles Abwickeln lösen.
Fadennest am Start Großer Knoten auf der Rückseite. Oberfaden wurde am Anfang „untergezogen“. One Stitch Stop ON, Unterfaden nach oben holen.
Flagging Stoff „hüpft“, unruhiger Lauf. Stickfußhöhe zu hoch. Stickfußhöhe senken (dünne Stoffe näher an Standard/unter Standard).
Wellen/Verzug Stoff wirkt gedehnt/rippelig. Nähfußdruck zu hoch. Nähfußdruck reduzieren.
Stichauswahl eingeschränkt Viele Stiche fehlen im Nähmodus. Stick-Stichplatte montiert. Passende Stichplatte montieren (Hardware-Limit beachten).

> „Verbrauchsmaterialien“, die oft vergessen werden

Fehlende Kleinteile verursachen unnötige Stopps:

  • Temporärer Sprühzeitkleber: Hilft beim Fixieren („Floating“) – besonders in Kombination mit Magnetrahmen.
  • Nadeln (75/11, Jersey & Universal/Sharp): Regelmäßig wechseln.
  • Wasserlöslicher Markierstift: Für Mittelpunkte/Ausrichtung ohne Dauerflecken.

8. Upgrade-Pfad: Wann sich Skalierung lohnt

Wenn die Einstellungen sitzen, ist der Engpass oft nicht mehr „Menü“, sondern Workflow-Physik.

Wenn du dich dabei ertappst, nach janome Stickmaschine-Leistung vs. Produktions-Workflow zu vergleichen, hilft diese Einordnung:

  • Hobby-Engpass: Du brauchst 10 Minuten zum Einspannen für ein 5-Minuten-Design.
    • Ansatz: Magnetrahmen für schnelleres, reproduzierbares Einspannen.
  • Produktions-Engpass: Viele Teile, viele Farben – und die Abläufe kosten Zeit.
    Hinweis
    Im Video geht es um Einstellungen; zu Apps/Workflows wird in den Kommentaren explizit mehr Content gewünscht, ist hier aber nicht Bestandteil.

Und wenn du Tools wie hoop master Einspannstation oder hoopmaster Einspannstation recherchierst: Das sind vor allem Konsistenz-Hilfen. Wenn du (noch) keine große Station willst, löst ein guter Magnetrahmen in der Praxis oft schon einen großen Teil der Ausrichtungs- und Einspann-Frustration.

Schlussgedanke

Deine Janome CM17 braucht keine „Tricks“, sondern eine Baseline, der du vertraust:

  1. Sound an.
  2. One Stitch Stop an.
  3. Stickfußhöhe passend zum Material.

Wenn diese drei Punkte stimmen, fühlen sich Stickbilder nicht mehr nach Glück an – sondern nach kontrollierbarer Qualität.

FAQ

  • Q: Welche Janome CM17 Einstellungen verhindern Unterfaden-„Bird’s Nests“ (Fadennester) am Start der Stickerei?
    A: Aktiviere One Stitch Stop (ON) und hole den Unterfaden vor dem Weitersticken nach oben.
    • Halte das Oberfaden-Ende leicht fest und drücke Start, sodass die Janome CM17 genau einen Stich macht und stoppt.
    • Ziehe am Oberfaden, bis der Unterfaden auf die Stoffoberseite kommt.
    • Drücke Start erneut und sticke normal weiter.
    • Erfolgskontrolle: Die Rückseite startet sauber (kein großer Knoten/„Booger“ in den ersten Stichen).
    • Wenn es trotzdem passiert: Neu einfädeln und den Spulenbereich reinigen – Flusen können Spannungsprobleme imitieren.
  • Q: Wie stoppe ich „Flagging“ beim Sticken mit der Janome CM17, wenn der Stoff hüpft und es zu Fehlstichen kommt?
    A: Stelle die Stickfußhöhe (Embroidery Foot Height) passend zur Materialdicke ein.
    • Bei dünnen Stoffen die Fußhöhe senken (im Video: näher an 1,7 mm, bei Bedarf darunter), damit der Stoff gehalten wird.
    • Bei dicken/voluminösen Materialien die Fußhöhe anheben, damit der Fuß nicht zu tief läuft.
    • Lasse die Maschine langsam laufen und beobachte die Stoffbewegung beim Nadelhub.
    • Erfolgskontrolle: Der Stoff hebt beim Hochgehen der Nadel nicht sichtbar von der Stichplatte ab.
    • Wenn es trotzdem passiert: Einspannen und Stickvlies prüfen – Einstellungen können Stoffbewegung im Stickrahmen nicht vollständig kompensieren.
  • Q: Warum kann eine Spule bei der Janome CM17 auf der Spulachse festklemmen, und welche Spulgeschwindigkeit ist sinnvoll?
    A: Zu schnelles Spulen mit dehnbarem Faden kann dazu führen, dass die Spule sich „festzieht“ und auf der Achse klemmt.
    • Wenn du dieses Problem kennst: Spulgeschwindigkeit reduzieren (im Video wird vor dem Risiko bei hoher Geschwindigkeit gewarnt).
    • Wenn die Spule bereits fest sitzt: Faden manuell abwickeln, bis sie sich lösen lässt.
    • Erfolgskontrolle: Die Spule lässt sich ohne Kraft von der Achse abnehmen.
    • Wenn es trotzdem passiert: Fadenart prüfen (dehnbar) und nicht am oberen Limit spulen.
  • Q: Wann sollte ich bei der Janome CM17 das automatische Fadenschneiden ausschalten, um den Cutter zu schonen?
    A: Bei Metallic- und dicken Spezialfäden solltest du Auto-Cut OFF stellen und manuell schneiden.
    • Im Nähmodus „Thread Cut after Auto-Lock“ bei Metallic/dicken Fäden OFF.
    • Im Stickmodus Sprungstich-Schneiden bei Metallic/dicken Fäden OFF.
    • Erfolgskontrolle: Fadenenden werden sauber getrennt, ohne dass Fäden nachziehen.
    • Wenn es trotzdem Probleme gibt: Geschwindigkeit reduzieren und den Startablauf (One Stitch Stop) konsequent durchführen.
  • Q: Welches Stickvlies (Stabilizer) ist für T-Shirts, Strickware, Handtücher und feine Stoffe bei der Janome CM17 sinnvoll?
    A: Wähle das Stickvlies zuerst passend zum Stoff – falsches Vlies übersteuert jede Einstellungsänderung.
    • Cutaway für dehnbare Stoffe wie T-Shirts/Jersey.
    • No-Show Mesh (Cutaway) für feine/instabile Stoffe.
    • Tear-away für stabile Stoffe, wenn es passt.
    • Bei Frottee/Samt zusätzlich wasserlöslichen Topper obenauf.
    • Erfolgskontrolle: Stoff bleibt nach dem Sticken flach, Stiche versinken nicht und brechen nicht.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Einspannen/Stickrahmen-Halt prüfen und bei dichten Motiven langsamer sticken.
  • Q: Welche „versteckten Verbrauchsmaterialien“ sollten Janome CM17 Nutzer bereithalten, um Ausfälle zu vermeiden?
    A: Ein kleines Set an Verbrauchsmaterialien reduziert die häufigsten Stopps und Qualitätsprobleme.
    • Temporärer Sprühzeitkleber zum Fixieren/Floating (hilfreich auch mit Magnetrahmen).
    • Nadeln regelmäßig wechseln.
    • Wasserlöslicher Markierstift für saubere Zentrier- und Ausrichtungsmarken.
    • Erfolgskontrolle: Wiederholbares Einspannen und saubere Starts mit weniger Neu-Einspannen.
    • Wenn es trotzdem hakt: Reinigungsroutine im Spulenbereich ernst nehmen – Flusen sind ein häufiger Störfaktor.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Testen von Janome CM17 Einstellungen und beim Arbeiten mit Magnetrahmen?
    A: Behandle Nadelbereich und Neodym-Magnete als echte Verletzungsrisiken.
    • Hände/Haare/weite Kleidung beim „nur ein Stich“-Test konsequent außerhalb des Stickrahmen-Umfangs halten.
    • Die Stichplatten-Hebedauer (z. B. 4 Sekunden) nutzen, damit du die Platte ohne Hektik entnehmen kannst.
    • Magnetrahmen kontrolliert schließen, nicht zuschnappen lassen (Quetschgefahr).
    • Abstand zu Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik halten.
    • Erfolgskontrolle: Keine Hände im Nadelpfad, Magnete schließen kontrolliert ohne Schlag.
    • Wenn es unsicher wird: Job pausieren und Arbeitsplatz neu organisieren – Unfälle passieren meist bei „schnellen Korrekturen“.