Janome MB-4 einfädeln, sodass es wirklich hält: Garnständer-Setup, Spannungsscheiben und schnelle Farbwechsel ohne Stress

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung zeigt, wie du Konen und Spulen an der Janome MB-4 sauber auf dem Garnständer vorbereitest, den korrekten Einfädelweg für Nadel Nr. 1 (inkl. Vor-Spannungsführung, Spannungsscheiben, Fadenfeder/Check Spring und Fadenhebel) Schritt für Schritt abarbeitest, den „Handy Needle Threader“ richtig nutzt und Farbwechsel mit der Knoten-Durchzieh-Methode deutlich beschleunigst – plus kurze Kontrollpunkte, die Garnrutschen, „falsche Spannung“ und unnötige Stillstandszeit verhindern.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du schon einmal vor einem Mehrnadelkopf wie der Janome MB-4 standest und dachtest: „Ein falscher Handgriff – und ich fädle eine Stunde neu ein“, dann ist dieses Gefühl absolut nachvollziehbar.

Ich habe über viele Jahre Bediener:innen geschult, und ich kann dir sagen: Die Maschine ist ein ehrlicher Mechaniker. Sie „ärgert“ dich nicht – sie verlangt Präzision. Reibung an den Fadenführungen, das Arbeiten der Fadenfeder (Check Spring), der Griff der Spannungsscheiben – das ist ein physisches System.

Diese Anleitung baut den Standard-Einfädelweg für Nadel Nr. 1 nach, ergänzt aber die Praxis-Checkpoints, die in Handbüchern oft fehlen: Was sich „richtig“ anfühlt, wo du Widerstand erwarten musst und welche Mini-Kontrollen dir Fehlersuche ersparen. Außerdem streifen wir Workflow-Upgrades – z. B. magnetisches Einspannen – die aus einer Hobby-Ecke eine reproduzierbare Produktionsroutine machen.

Graphic overlay showing the MB4 machine with 4 thread cones placed on the rear spool pins.
Setting up the spool stand

Den Janome MB-4 Garnständer so einrichten, dass der Faden sauber abläuft (Filzringe, Halter, Netze)

Die Maschine kann nur so sauber sticken, wie der Faden zugeführt wird. Bevor du überhaupt an die Spannungseinheit gehst, schau dir den Garnständer an. In der Praxis sind viele „Spannungsprobleme“ in Wahrheit Zuführprobleme.

Im Video werden Konen/Spulen mit einer klaren Logik auf die Garnstifte gesetzt:

  • Vordere Reihe: aktive Garne (laufen gerade).
  • Hintere Reihe: Reserve/Standby (für den nächsten Job vorbereitet).

So wird es mechanisch stabil:

  • Große Konen (King Spools): unten großer Filzring + Spulenauflage/Spool Rest. Der Filz dämpft und verhindert, dass die Kone „hart“ auf dem Stift arbeitet.
  • Kleine Spulen (Rayon/Poly): Filzring(e) nutzen und die Spule mit einem Spulenhalter sichern.
    • Praxis-Check: Wenn du den Garnständer leicht bewegst, darf die kleine Spule nicht am Stift klappern oder „tanzen“.
Placing a large felt ring onto the spool pin base.
Preparing for thread cone
Securing a small thread spool with a spool holder disk.
Securing thread

Wann du ein Garnnetz brauchst (und warum das nicht „optional“ ist)

Das Video zeigt ein typisches Problem: Wenn der Faden nach unten rutscht und sich unten „staut“, kann er hängen bleiben. Das erzeugt schlagartig mehr Zug – und der Faden reißt.

Wrapping a black net over a thread cone to prevent tangling.
Applying thread net

In der Praxis (z. B. an einer janome mb4 Stickmaschine) nutzt man Garnnetze besonders bei „glatten“ Garnen, die gern von der Kone abstehen/„aufballonieren“ (z. B. Rayon oder Metallic).

Kleine Helfer, die hier wirklich zählen:

  1. Garnnetze: passend zuschneiden (im Video als Abhilfe gegen das Abrutschen/Verheddern gezeigt).
  2. Pinzette: zum sauberen Einlegen in enge Führungen.
  3. Silikonspray: (Optional) nur als Hinweis aus dem Draft – falls du es nutzt, dann sparsam und kontrolliert.

Warnung (Mechanische Sicherheit): Finger, lange Haare, Schmuck und weite Ärmel aus dem Bereich von Fadenhebel und Nadelstange halten. In der Praxis laufen diese Maschinen sehr schnell; ein Hängenbleiben kann zu Nadelbruch oder Quetschungen führen.

Vorbereitung – Checkliste (Garnständer & Fadenzufuhr)

  • Basis-Check: Große Konen sitzen auf großem Filzring + Spulenauflage.
  • Halter-Check: Kleine Spulen sind mit Halter gesichert und bewegen sich nicht auf dem Stift.
  • Ablauf-Check: Faden läuft frei ab (keine Haker an Etikett-/Kleberand oder Kerben).
  • Netz-Check: Garnnetz montiert, wenn der Faden nach unten rutscht/„puddelt“.
  • Rüstzeit: Farben für den nächsten Auftrag stehen hinten bereit.
Title card 'Threading the needle No. 1' appearing over the machine.
Section transition

Nadel Nr. 1 an der Janome MB-4 einfädeln, ohne die „unsichtbaren“ Führungen zu verpassen

Im Video wird betont: Der Einfädelweg ist bei allen Nadeln sehr ähnlich. Wenn Nadel Nr. 1 sitzt, sitzt der Rest in der Regel auch.

Starte mit der Garnkone/-spule für Nadel Nr. 1 auf dem rechten Garnstift.

Hand guiding the orange thread under the silver leaf guide on the thread mast.
Upper threading

Oberer Weg: Führungsstange → Blattfeder-Führung → Vor-Spannung

Hier geht es darum, Reibung und „Zerren“ zu vermeiden.

  1. Faden nach oben ziehen und von hinten durch das rechte Loch der Führungsstange führen.
    • Warum von hinten? So kommt der Faden in einem flacheren Winkel an und läuft ruhiger.
  2. Faden unter die Blattfeder-Führung legen.
  3. Nach unten zur rechten Vor-Spannung führen.
  4. Durch das Führungsloch ebenfalls von hinten einlegen.

Praxis-Check: Wenn du hier am Faden ziehst, muss es gleichmäßig laufen – ohne ruckartige Widerstände. Ruckeln bedeutet oft: Faden hängt an der Spulenkante oder am Etikett.

Spannungsscheiben richtig „setzen“ (hier scheitert Einfädeln am häufigsten)

Der wichtigste Punkt aus der Praxis: Es reicht nicht, den Faden nur „in die Nähe“ der Spannungsscheiben zu legen. Er muss zwischen den Scheiben sitzen.

Die Methode aus dem Video ist dabei entscheidend:

  • Faden mit beiden Händen führen (eine Hand Richtung Garnständer, eine Hand Richtung Maschine), damit er straff ist.
  • Den Faden kräftig unter die Spannungsscheiben „einflossen“ (wie Zahnseide).
  • Danach um den Führungsstift von rechts nach links legen.
Two hands manipulating the thread to floss it into the tension disk assembly.
Seating tension

Den Spannungs-Lösehebel im richtigen Moment nutzen

Ein kritischer Tipp aus dem Video: Den Spannungs-Lösehebel zurückdrücken, damit die Scheiben vor dem Einlegen öffnen.

Pushing the tension release lever mechanism.
Opening tension disks

Tast-Check (sehr zuverlässig):

  • Hebel zurück (Scheiben offen): Der Faden lässt sich leicht einlegen.
  • Hebel wieder nach vorn (Scheiben zu): Wenn du am Faden ziehst, spürst du klaren Widerstand.
    • Hinweis aus dem Draft: Dort wird ein Messwert (100–130 g) für 40wt Polyester erwähnt. Als Praxis-Check gilt: Es darf nicht „schlabbern“ – wenn es sich fast widerstandsfrei anfühlt, sitzt der Faden meist nicht in den Scheiben.

Wenn du an einer janome 4-Nadel-Stickmaschine oben auf dem Stoff Schlaufen siehst, liegt das sehr oft daran, dass der Oberfaden außerhalb der Spannungsscheiben „mitläuft“.

Fadenfeder (Check Spring) und Fadenhebel sauber treffen (die V-Form zeigt dir: passt)

Die Fadenfeder beeinflusst die Fadenkontrolle im Stichaufbau. Wenn du sie verfehlst, entstehen schnell „Vogelnester“.

  1. Faden nach unten im rechten Kanal führen.
  2. Durch das Öhr der Fadenfeder von rechts nach links.
    • Praxis-Check: Im Video sieht man, wie der Faden sauber ins Öhr läuft – das ist wichtiger als „Tempo“.
  3. Faden wieder nach oben zum Fadenhebel ziehen und durch dessen Öhr führen.
Passing the thread through the eye of the check spring from right to left.
Threading check spring
Threading the eye of the take-up lever at the top of the stroke.
Threading take-up lever

Sichtkontrolle: Von vorn auf den Kopf schauen: Der Fadenweg bildet eine klare „V“-Form (runter zur Fadenfeder, hoch zum Fadenhebel). Siehst du eher ein „U“ oder eine gerade Linie, wurde die Fadenfeder meist verpasst.

Untere Führungen bis zur Nadel Nr. 1 abschließen (Nadelstangen-Fadenführung nicht überspringen)

Jetzt der Endspurt – wie im Video gezeigt:

  • Nach unten durch die untere Führungsplatte.
  • Kritischer Schritt: Den Faden hinter die kleine Nadelstangen-Fadenführung speziell für Nadel Nr. 1 legen.

Warum diese kleine Führung zählt: Sie hält den Faden dicht an der Nadelstange. Ohne sie kann der Faden bei höheren Geschwindigkeiten „peitschen“ und dadurch schneller aufscheuern/reißen. In der Praxis wird dieser Punkt oft übersehen, wenn man an Projekten in Stickrahmen für Stickmaschine arbeitet und dann „unerklärliche“ Fadenprobleme sucht.

Checkliste (Einfädelweg bestätigen)

  • Einlaufwinkel: Obere Führungsstange von hinten eingefädelt.
  • Spannung: Scheiben waren geöffnet, Faden wurde „eingeflossen“, Widerstand ist spürbar.
  • Geometrie: Klare „V“-Form an Fadenfeder/Fadenhebel.
  • Stabilität: Faden liegt hinter der kleinen Nadelstangen-Fadenführung.
  • Fadenende: Fadenende ist kontrolliert (gekürzt oder sicher gehalten).
The final guide right above the needle bar is threaded.
Final guide before needle

„Handy Needle Threader“ so benutzen, wie er gedacht ist (Dreieck nach oben, sanft schieben)

Der „Handy Needle Threader“ ist sehr hilfreich – aber er braucht Gefühl statt Kraft.

Das 7-Schritte-Protokoll (aus dem Video):

  1. Faden in die Y-Kerbe am Werkzeug einlegen.
  2. Ausrichtung: Das Dreieck-Markierung zeigt nach oben.
  3. Die V-Kerbe über den Nadelschaft setzen.
  4. Werkzeug sanft am Nadelschaft nach unten schieben.
  5. Weiter schieben, bis der kleine Stift ins Nadelöhr greift.
  6. Leicht drücken – es entsteht eine Fadenschlaufe hinter dem Öhr.
  7. Werkzeug langsam abziehen und die Schlaufe nach hinten herausziehen.
Close up of the 'Handy Needle Threader' tool showing the Y-notch.
Tool preparation
Demonstrating the triangle alignment mark on the needle threader tool.
Tool orientation
Sliding the white needle threader tool down the needle shaft.
Needle threading action

Der „Langsam-abziehen“-Trick

Das Video warnt ausdrücklich: langsam abziehen.

  • Warum? Wenn du ruckartig ziehst, nimmt das Werkzeug die Schlaufe oft wieder mit zurück.
  • Handgriff: Ruhig abziehen, damit die Schlaufe hinter dem Öhr stehen bleibt.

Farbwechsel an der Janome MB-4 beschleunigen: Knoten-Durchzieh-Methode (ohne den ganzen Weg neu zu fädeln)

Das ist ein echter Effizienzhebel: Du musst nicht jedes Mal den kompletten Weg neu einfädeln.

Workflow „Knoten durchziehen“ (wie im Video):

  1. Alten Faden oben an der Kone/Spule abschneiden.
  2. Neue Farbe aufsetzen.
  3. Alten und neuen Faden zusammenknoten.
  4. Spannungsscheiben öffnen: Spannungs-Lösehebel betätigen, damit die Scheiben öffnen. (entscheidend)
  5. Am Faden von der Nadelseite ziehen, bis der Knoten bis zur Nadel kommt.
  6. Knoten vor dem Nadelöhr abschneiden und dann mit dem Threader einfädeln.
Tying a knot between the old orange thread and new purple thread.
Changing thread colors
Pulling the thread through near the needle bar until the knot appears.
Pulling thread through

Warum der Hebel dabei so wichtig ist

Wenn du einen Knoten durch geschlossene Spannungsscheiben ziehen willst, reißt der Faden schnell. Deshalb: erst öffnen, dann ziehen.

Gerade bei Designs in Stickrahmen für Stickmaschine ist Stillstandszeit teuer – ein sauberer Farbwechsel spart im Alltag spürbar Zeit pro Farbwechsel.

Warum diese Schritte funktionieren: stabile Zuführung, echte Spannung, reproduzierbares Ergebnis

Wer das „Warum“ versteht, arbeitet nicht mehr nach Gefühl, sondern nach System.

1) Zuführprobleme sehen aus wie Spannungsprobleme

Konstante Spannung braucht konstanten Fadenlauf. Wenn eine Spule wackelt oder der Faden unten hängen bleibt, „kämpfen“ die Spannungsscheiben gegen wechselnde Bedingungen. Filzringe/Halter stabilisieren die Mechanik.

2) „Zwischen den Scheiben“ vs. „nur dran vorbei“

Spannungsscheiben wirken nur, wenn der Faden wirklich dazwischen sitzt. Läuft er außen vorbei, ist die Spannung praktisch null – das zeigt sich oft als Schlaufen oben.

Einspannen upgraden, wenn Einfädeln nicht mehr dein Engpass ist (Magnetrahmen vs. klassische Stickrahmen)

Sobald das Einfädeln sitzt, wird oft das Einspannen zum Engpass. Klassische Schraubrahmen sind langsamer, können Rahmenabdrücke verursachen und sind bei dicken Stellen (Nähte/Reißverschlüsse) mühsam.

Hier steigen viele Betriebe auf Magnetrahmen für Stickmaschine um: starke Magnete klemmen das Material schnell und gleichmäßig, ohne es „in den Ring zu zwingen“.

Warnung (Magnet-Sicherheit): Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Neodym-Magneten.
* Quetschgefahr: Finger nicht zwischen die Magnete bringen.
* Medizinische Sicherheit: Abstand zu Herzschrittmachern/Implantaten einhalten (mindestens 12 inches, wie im Draft angegeben).

Entscheidungshilfe: Lohnt sich ein Upgrade?

Bedingung Diagnose Empfohlenes Upgrade
Abdrücke/Glanzstellen? Klassische Rahmen drücken Fasern platt. Magnetrahmen (flacher Druck, weniger Abdrücke).
Dicke Kanten/Nähte? Klassisch schwer einzuspannen. Magnetrahmen (kommt besser über Höhenunterschiede).
Handgelenke/Ermüdung? Schrauben kostet Zeit und Kraft. Magnetische Einspannstation (ergonomischer).
Produktionsmenge? Viele Teile pro Woche. hooping station for embroidery machine (Konstanz).

Für Einzelstücke zu Hause reichen Standardrahmen oft aus. Wenn du aber in Richtung Aufträge/Serie gehst, führen Suchbegriffe wie how to use magnetic embroidery hoop meist direkt zu den Werkzeugen, die den Durchsatz erhöhen.

Schnellhilfe für die häufigsten MB-4 Einfädel-Probleme

Hier eine „First-Responder“-Tabelle entlang der Video-Logik.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Fix Vorbeugung
Faden staut sich unten („puddling“) Faden rutscht an der Kone/Spule nach unten. Garnnetz montieren. Vor Start kurz prüfen, ob der Faden sauber abläuft.
Knoten reißt beim Durchziehen Spannungsscheiben sind geschlossen. Spannungs-Lösehebel öffnen. Routine: „Hebel öffnen, dann ziehen“.
Oberfaden-Schlaufen Faden sitzt nicht in den Scheiben. Faden einflossen („flossing“). Am Faden an der Nadelseite Widerstand prüfen.
Faden scheuert/reißt Untere Führung/Nadelstangenführung verpasst. Nadelstangen-Fadenführung prüfen. Sichtcheck vor dem Einfädeln ins Öhr.

„Wie im Betrieb“: 1 Minute Checks, bevor du Start drückst

Profis hoffen nicht – sie arbeiten nach Protokoll. Bevor du auf Start gehst:

Betriebs-Checkliste (Pre-Flight)

  • Spulen/Konen stabil: nichts wackelt, nichts hakt am Etikett.
  • Widerstand im System: Am Faden im Nadelbereich ziehen – klarer Zug ist spürbar.
  • Fadenweg stimmt: Die „V“-Form am Fadenhebel ist sichtbar.
  • Freigängigkeit: Stickrahmen/Arbeitsbereich frei, keine Hindernisse.
  • Sicherheit: Hände aus dem Nadelbereich.

Wenn du die Haptik des Einfädelwegs beherrschst und dein Einspann-Workflow passt, arbeitest du nicht mehr gegen die Maschine – du produzierst zuverlässig.

FAQ

  • Q: Wie verhindere ich Oberfaden-Schlaufen an der Janome MB-4 beim Einfädeln von Nadel Nr. 1?
    A: Oberfaden-Schlaufen entstehen an der Janome MB-4 sehr häufig, weil der Faden nicht wirklich zwischen den Spannungsscheiben sitzt.
    • Den Spannungs-Lösehebel zurückdrücken, damit die Scheiben vor dem Einlegen öffnen.
    • Den Faden mit beiden Händen straff halten und kräftig unter die Spannungsscheiben „einflossen“, dann um den Führungsstift von rechts nach links legen.
    • Im Nadelbereich am Faden ziehen und prüfen, ob die Scheiben greifen.
    • Erfolgscheck: Du spürst deutlich „zahnigen“ Widerstand (nicht fast widerstandsfrei). Der Draft nennt als Richtwert für 40wt Polyester oft 100–130 g.
    • Wenn es weiter auftritt: Prüfen, ob der Faden oben wirklich von hinten in die Führungsstange läuft und nicht an Spulenkante/Etikett hängen bleibt.
  • Q: Wann sollte ich an der Janome MB-4 ein Garnnetz auf Rayon- oder Metallic-Konen verwenden?
    A: Nutze ein Garnnetz an der Janome MB-4, wenn der Faden an der Kone/Spule nach unten rutscht und sich unten staut („puddling“), weil das zu plötzlichen Zugspitzen und Fadenrissen führt.
    • Netz so anbringen, dass es die Kone/Spule sicher umfasst (im Draft als grob „untere 2/3“ beschrieben; passend zuschneiden).
    • Test: Faden leicht abziehen und prüfen, ob er ohne Aufballonieren sauber abläuft.
    • Pinzette bereithalten, falls das Netz den Lauf etwas bremst und du sauber nachführen musst.
    • Erfolgscheck: Der Faden läuft gleichmäßig ab und fällt nicht unten in eine „Fadenpfütze“.
    • Wenn es weiter passiert: Auf Kerben an der Kone, klebrige Etikettkanten oder eine wackelnde Spule (Filzring/Halter) prüfen.
  • Q: Woran erkenne ich, dass der Fadenweg von Nadel Nr. 1 an der Janome MB-4 korrekt über Fadenfeder (Check Spring) und Fadenhebel läuft, um Vogelnester zu vermeiden?
    A: An der Janome MB-4 erzeugt die korrekte Führung über Fadenfeder und Fadenhebel eine klare „V“-Form; das Verpassen der Fadenfeder ist eine häufige Ursache für Vogelnester.
    • Faden im rechten Kanal nach unten führen und durch das Öhr der Fadenfeder von rechts nach links.
    • Faden wieder nach oben führen und durch das Öhr des Fadenhebels.
    • Von vorn auf den Kopf schauen und die Geometrie prüfen, bevor du unten weiterfädelst.
    • Erfolgscheck: Deutliche „V“-Form (runter zur Fadenfeder, hoch zum Fadenhebel), nicht „U“ oder gerade.
    • Wenn es weiter auftritt: Zuerst den Sitz in den Spannungsscheiben neu prüfen – falscher Sitz kann ähnliche Symptome erzeugen.
  • Q: Was verursacht Fadenaufscheuern/Fadenrisse bei hoher Geschwindigkeit nach dem Einfädeln von Nadel Nr. 1 an der Janome MB-4, obwohl sich die Spannung normal anfühlt?
    A: Fadenaufscheuern kann auftreten, wenn der Faden nicht hinter der kleinen Nadelstangen-Fadenführung von Nadel Nr. 1 liegt und dadurch bei höherer Geschwindigkeit „peitscht“.
    • Untere Führungen wie gewohnt einfädeln und dann bewusst hinter die kleine Nadelstangen-Fadenführung für Nadel Nr. 1 legen.
    • Fadenende kürzen oder kontrollieren, damit es beim Anlaufen nicht in den Nadelbereich gezogen wird.
    • Kurzen Testlauf mit moderater Geschwindigkeit machen, bevor du wieder schneller produzierst.
    • Erfolgscheck: Der Faden läuft dicht an der Nadelstange und das Aufscheuern stoppt.
    • Wenn es weiter passiert: „V“-Form an Fadenfeder/Fadenhebel prüfen und sicherstellen, dass am Garnständer nichts hakt.
  • Q: Wie wechsle ich an der Janome MB-4 schnell die Garnfarbe mit der Knoten-Durchzieh-Methode, ohne Fadenriss oder Stress an Bauteilen?
    A: Die Knoten-Durchzieh-Methode funktioniert zuverlässig nur dann, wenn die Spannungsscheiben vorher mit dem Spannungs-Lösehebel geöffnet werden.
    • Alten Faden oben am Garnständer abschneiden (kurzes Ende stehen lassen), neue Kone montieren und einen kleinen Knoten setzen.
    • Spannungs-Lösehebel betätigen, damit die Scheiben öffnen, bevor du ziehst.
    • Von der Nadelseite ziehen, damit der Knoten durchläuft, dann den Knoten vor dem Nadelöhr abschneiden.
    • Erfolgscheck: Der Knoten läuft ohne ruckartiges Hängenbleiben durch und der neue Faden kommt sauber im Nadelbereich an.
    • Wenn es nicht klappt: Sofort stoppen und den Hebel erneut öffnen – einen Knoten durch geschlossene Scheiben zu zwingen führt schnell zu Fadenriss.
  • Q: Welche Verbrauchsmaterialien und Werkzeuge brauche ich, um an der Janome MB-4 Zuführprobleme am Garnständer beim Einfädeln schnell zu beheben?
    A: Für eine stabile Fadenzufuhr an der Janome MB-4 brauchst du ein paar kleine Teile – ohne sie kommen „Spannungsprobleme“ oft wieder.
    • Passende Filzringe und Spulenhalter/Spulenauflagen nutzen, damit Konen/Spulen nicht wackeln.
    • Garnnetze bereithalten für glatte Garne, die aufballonieren oder nach unten rutschen.
    • Pinzette nutzen, um Fäden sauber durch Führungen zu legen, ohne sie aufzurauen.
    • Erfolgscheck: Bei leichtem Wackeln klappert nichts, und der Faden lässt sich gleichmäßig abziehen.
    • Wenn es weiter hakt: Mögliche Hängepunkte (Etikettkleber, Kerben) zuerst beseitigen, bevor du an der Spannung drehst.
  • Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Einfädeln und Testen an der Janome MB-4 im Bereich von Fadenhebel und Nadelstange?
    A: Behandle den Bereich um Nadelstange und Fadenhebel als Quetsch- und Aufprallzone – besonders bei Testläufen mit hoher Geschwindigkeit.
    • Finger, lange Haare, Schmuck und weite Kleidung vom Bereich Fadenhebel/Nadelstange fernhalten.
    • Fadenenden kontrolliert halten und vor dem Start die Hände aus dem Nadelbereich nehmen.
    • Prüfen, dass Stickrahmen und Nähfußbereich frei sind, bevor du anlaufen lässt.
    • Erfolgscheck: Ein kurzer Testlauf ist möglich, ohne dass Fadenenden oder Hände in bewegte Teile geraten.
    • Wenn etwas unsicher wirkt: Sofort stoppen und mit einer langsamen, bewussten Pre-Flight-Checkliste neu starten.