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Du bildest es dir nicht ein: Wenn man zum ersten Mal einen großen 5x12 Multi-Position-Stickrahmen an eine Brother PE770, PE780 oder NV1250 klickt, fühlt es sich an, als hätte die Maschine plötzlich „mehr Fläche“. Es sieht so aus, als könntest du jetzt lange Motive in einem Durchgang sticken.
Kannst du nicht.
Aber: Lass dich davon nicht ausbremsen. Du kannst längere Motive sehr sauber sticken – wenn du den 5x12-Rahmen nicht als „größere Stickfläche“, sondern als präzises Umsetz-/Repositionier-Werkzeug verstehst. Der Erfolg hängt an einem klaren Workflow: sauberes Layout in der Software, exakte Maße und eine reproduzierbare Ausrichtung am Stoff.
Unten findest du die „Werkstatt-Version“ der Video-Anleitung (mit Brother BES Lettering Software) – ergänzt um die entscheidenden Kontrollpunkte, damit dir nicht der gefürchtete Versatz bzw. die „Naht“ zwischen den Teilstücken entsteht.

Die harte Wahrheit zur Brother PE770 / PE780 / NV1250: Das Stickfeld bleibt 5x7
Der wichtigste Satz aus dem Video, der dir Stunden an Fehlersuche spart: Das reale Stickfeld der Maschine ist mechanisch auf 5x7 Zoll begrenzt.
Egal wie groß der Kunststoffrahmen ist – der Stickarm fährt nur innerhalb dieses 5x7-Bereichs. Wenn jemand sagt „Die Maschine piept und will nicht sticken“ oder „Die Datei lässt sich nicht nähen“, liegt es fast immer daran, dass die geladene Datei (oder ein Teil davon) das 5x7-Feld überschreitet – auch wenn das Motiv optisch in den 5x12-Rahmen passen würde.
Damit es funktioniert, nutzt du das Prinzip „Split & Shift“:
- Layout: Du baust das komplette Motiv in einer langen Rahmenansicht auf, damit Abstände/Optik stimmen.
- Split: Du teilst das Motiv in Abschnitte (z. B. oberer und unterer Teil).
- Zentrieren: Du speicherst jeden Abschnitt separat – jeweils perfekt zentriert in einer normalen 5x7-Ansicht.
- Umsetzen: Du setzt den Rahmen an der Maschine über die Tab-Positionen um und richtest die Nadel auf deine Markierung aus.
Wenn du dich mit Mehrfach-Einspannen Maschinenstickerei beschäftigst: Genau diese Logik ist der Standard auf Maschinen mit kleinem Stickfeld. Sie verhindert die meisten Passungsfehler, die durch „Pi mal Daumen“-Ausrichtung entstehen.
Warnung: Mechanische Sicherheitsgefahr. Finger, weite Ärmel und lange Haare gehören beim Positionieren nicht in den Nadelbereich. Gerade beim „kurzen Ausrichten“ auf Markierungen vergisst man schnell, dass die Maschine jederzeit loslaufen kann. Eine Nadel mit hoher Stichzahl macht keine Pause.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die Multi-Position-Sticken planbar macht (statt Glückssache)
Amateure hoffen – Profis bereiten vor. Bevor du überhaupt die Software öffnest, muss die physische Basis stimmen. Bei Multi-Position-Workflows scheitert es in der Praxis häufiger an Stoff/Markierung/Einspannen als an der Mathe.
Material & Tools (praxisnah)
Im Video werden die Basics genannt. Für reproduzierbare Ergebnisse solltest du Folgendes griffbereit haben:
- Brother BES Lettering Software (oder eine Software mit vergleichbaren Funktionen).
- Markierstift: Im Video wird ein Kreidestift erwähnt. Wichtig ist vor allem: Die Linien müssen den gesamten Umsetzvorgang über sichtbar bleiben.
- Taschenrechner: Für die „Halbe-Höhe“-Berechnung.
- Der 5x12 Multi-Position-Stickrahmen.
Vorbereitung, die viele überspringen (und dann den Rahmen verantwortlich machen)
- Stabilisieren mit Blick auf „Push/Pull“: Lange Motive erzeugen mehr Zug-/Schubkräfte. Wenn sich der Stoff nach Teil 1 minimal verzieht, entsteht beim Teil 2 schnell ein sichtbarer Spalt.
- Gerade Referenzlinie: Zeichne die vertikale Mittellinie länger als der Rahmen. So erkennst du beim Einspannen sofort, ob der Stoff im Rahmen verdreht sitzt.
- Sichtprüfung auf Verdrehung: Lege die vertikale Linie an die Referenzmarken/Notches des Rahmens an, bevor du final festziehst.
Kurz-Checkliste vor der Software
- Maschine prüfen: Es geht um 5x7-Modelle (PE770 / PE780 / NV1250 bzw. Baby-Lock-Äquivalente).
- Markieren & Messen: Lineal/gerade Kante + Markierstift + Taschenrechner bereit.
- Testmaterial: Erst auf Probestoff üben, nicht am finalen Kleidungsstück.
- Design-Plan: Built-in Fonts oder einzelne Buchstaben/Importe?
- Goldene Regel: Für die Passung immer die „Center/Zentrieren“-Funktion nutzen – nicht per Hand „hinziehen“.

Den 5x12-Rahmen in Brother BES als Custom Hoop anlegen (mit den echten Maßen)
Im Video wird in BES ein neuer Rahmen angelegt. Das ist Pflicht, weil die Software die exakten Koordinaten braucht – nicht den „Spitznamen“ 5x12.
Diese Werte eingeben (wie im Video)
Auch wenn man ihn „5x12“ nennt: Runde Werte führen zu Abweichungen. Nutze die gezeigten technischen Maße:
- Breite: 5.12 Zoll
- Höhe: 11.81 Zoll
Workflow in BES:
- Hoop-Dropdown öffnen.
- Select Hoop wählen.
- New klicken.
- Breite 5.12 und Höhe 11.81 eintragen.
- Als „5 by 12 hoop“ speichern (oder ähnlich eindeutig).
Praxis-Hinweis: Diese Dezimalwerte sind nicht „Pingeligkeit“, sondern Passungsgrundlage. Wenn Software-Rahmen und reale Tab-Zonen nicht zusammenpassen, landet die Nadel beim Umsetzen schnell ein paar Millimeter daneben – und das sieht man besonders bei Schriften sofort.
Wer saubere Einspannen für Stickmaschine-Workflows aufbauen will, behandelt die Software-Ansicht als technische Vorlage: stimmt die Vorlage nicht, stimmt die Umsetzung nicht.

Wort in BES sinnvoll teilen, damit die Abstände gleich bleiben (Beispiel EAG + LES)
Im Video wird „EAGLES“ genutzt, weil 6 Buchstaben sich sauber 3/3 teilen lassen – ideal zum Lernen.
Layout-Methode aus dem Video
- Textblock 1: „EAG“ erstellen.
- Textblock 2: Kopieren/Einfügen und zu „LES“ ändern.
- Abstand optisch setzen: Den Abstand zwischen „G“ und „L“ so platzieren, dass er natürlich wirkt. Die vertikale Position ist an dieser Stelle noch egal.
- Ausrichten: Beide Blöcke markieren → Arrange → Vertical Center.
- Drehen: Die Gruppe um 90° drehen, sodass das Wort im langen Rahmen „hoch“ läuft.
- Gesamt zentrieren: Mit Center das komplette Layout exakt in die Mitte des 5x12-Rahmens setzen.
Warum das so gut funktioniert: Die 5x12-Ansicht ist hier dein „Layout-Jig“ (Schablone). Du nutzt sie nur, um die Beziehung/Abstände der Buchstaben festzulegen. Danach wird getrennt und für 5x7 produziert.
Typische Praxisfalle aus den Fragen: längere Wörter „passen“ nach dem Split nicht mehr sauber
In den Rückfragen taucht sinngemäß auf: „Mein Wort hat mehr als 6 Buchstaben – nach dem Teilen passt die Ausrichtung nicht.“
Das ist oft kein Maschinenfehler, sondern Schriftlogik:
- Unterschiedliche Zeichenbreiten/Höhen: Je nach Font, Groß-/Kleinschreibung und Buchstabenform sind Teilstücke optisch und geometrisch unterschiedlich.
- Konsequenz: Du musst ggf. asymmetrisch teilen – also nicht exakt „in der Mitte der Buchstabenanzahl“, sondern nahe am visuellen Zentrum.
Wenn du häufiger neu einspannst, können auf empfindlichen Materialien auch Rahmenspuren entstehen. In solchen Fällen schauen viele nach Magnetrahmen Anleitung-Lösungen – sie können das Einspannen schneller und schonender machen, ersetzen aber nicht die Ausrichtungslogik.
Die Mathe, die die „Naht“ verschwinden lässt: Höhe halbieren, Offsets am Stoff markieren
Hier entscheidet sich alles. Die meisten Fehlschläge entstehen, weil die Nadelposition „geschätzt“ wird. Nicht schätzen – messen.
Du berechnest den Needle-Center-Offset: den Abstand von deinem Stoff-Nullpunkt (Mitte) zum Mittelpunkt des jeweiligen Teilstücks.
Schritt A — Master-Kreuz am Stoff anlegen
- Eine vertikale Mittellinie über die gesamte relevante Länge zeichnen (länger als der Rahmen).
- Eine horizontale Mittellinie dort zeichnen, wo die Designmitte sitzen soll.
- Kontrollpunkt: Der Schnittpunkt ist dein (0,0). Er muss beim Einspannen sichtbar bleiben.
Schritt B — Oberer Teil (EAG): Offset berechnen
In der Software nur den oberen Block (EAG) auswählen und die Maße ablesen:
- Designhöhe: 5.86 Zoll (Beispiel aus dem Video).
Rechnung:
- 5.86 ÷ 2 = 2.93 Zoll.
Markierung:
- Von der horizontalen Mittellinie 2.93 Zoll nach oben messen.
- Dort eine kurze horizontale Markierung setzen („Top Start“).
Schritt C — Unterer Teil (LES): Offset berechnen
Unterer Block (LES) auswählen:
- Designhöhe: 4.84 Zoll.
Rechnung:
- 4.84 ÷ 2 = 2.42 Zoll.
Markierung:
- Von der horizontalen Mittellinie 2.42 Zoll nach unten messen.
- Dort eine Markierung setzen („Bottom Start“).
Warum das funktioniert
Stoff ist nicht „starr“. Durch Einspannen/Umsetzen kann er minimal arbeiten. Wenn du aber beide Teilstücke konsequent auf denselben Stoff-Nullpunkt beziehst (dein Master-Kreuz), wird die Passung reproduzierbar.
Wenn du das in Serie machst, ist das Messen jedes Mal lästig – hier kann ein Magnetrahmen für brother pe770 beim Handling Zeit sparen. Aber wichtig: Magnetkraft macht schneller, nicht „automatisch passgenau“. Die Linien und Offsets bleiben Pflicht.

Jede Hälfte korrekt speichern: auf 5x7 umschalten, zentrieren, dann als PES exportieren
Jetzt wechselst du von „Layout“ zu „Produktion“. Die Maschine versteht nur 5x7 – also bekommt sie zwei sauber zentrierte 5x7-Dateien.
Datei 1: Oben (EAG)
- Nur den Block „EAG“ auswählen.
- Wichtig: Rahmenansicht auf 5x7 (130 x 180 mm) umstellen.
- Zentraler Schritt: Arrange → Center.
- Warum: Damit liegt der Designmittelpunkt exakt auf der Maschinenmitte (0,0).
- Save As: als PES speichern.
Datei 2: Unten (LES)
- Neues Fenster/neue Datei öffnen.
- 5x7-Rahmenansicht wählen.
- „LES“ einfügen/auswählen.
- Arrange → Center (nicht manuell ziehen).
- Als PES speichern.
Checkliste, bevor du zur Maschine gehst
- Custom Hoop: 5.12 x 11.81 wurde fürs Layout verwendet.
- Split: Zwei saubere Gruppen/Abschnitte.
- Zentrierung: Jede Gruppe einzeln in 5x7 zentriert.
- Export: Zwei getrennte PES-Dateien.
- Stoffmarkierung: Vertikale Linie + horizontale Mittellinie + zwei Zielmarken (oben/unten).

Den 5x12 Multi-Position-Stickrahmen an der Maschine umsetzen: über die Tabs, nicht nach Gefühl
Jetzt bist du an der Maschine. Hier greift die Mechanik des Multi-Position-Rahmens.
Aus den Praxisinfos (Rückfragen/Antwort): Der Rahmen hat seitlich mehrere runde Tabs/Rastpunkte zum Einrasten an der Maschine. Du startest z. B. mit den hinteren Tabs und setzt danach auf die vorderen Tabs um (oder umgekehrt) – ohne den Stoff aus dem Rahmen zu nehmen.
So richtest du sauber aus
- Stoff einspannen: Die vertikale Linie an den Referenzmarken des Rahmens ausrichten und fixieren.
- Kontrollpunkt: Die Linie darf nicht „schräg“ zum Rahmen laufen.
- Datei 1 laden (oberer Teil): Erste PES-Datei laden.
- Rahmen einrasten (Position 1): Mit dem ersten Tab-Set einrasten.
- Nadel auf Markierung: Nadel so positionieren, dass sie exakt über der „Top Start“-Markierung steht.
- Praxischeck: Nadel vorsichtig absenken, um zu sehen, ob die Spitze wirklich den Kreuzungspunkt trifft.
- Sticken: Teil 1 sticken.
- Umsetzen: Rahmen abnehmen, Stoff bleibt eingespannt.
- Rahmen einrasten (Position 2): Auf das andere Tab-Set umsetzen.
- Datei 2 laden (unterer Teil): Zweite PES-Datei laden.
- Nadel auf „Bottom Start“ ausrichten: Wieder exakt auf den Kreuzungspunkt.
- Sticken: Teil 2 sticken.
„Nicht ruinieren“-Liste
- Nadelpunkt geprüft: Nadel kurz absenken statt nur „drüber schweben“.
- Tab-Logik: Für den zweiten Teil wirklich umsetzen (Tab-Position wechseln), nicht nur „ein bisschen schieben“.
- Design nicht verschieben: In der Software zentrieren – an der Maschine nur zur Markierung ausrichten.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Wenn du statt Kunststoffrahmen mit Magnetrahmen arbeitest: Magnete sind Quetschgefahr und müssen von Herzschrittmachern/implantierten Geräten ferngehalten werden. Finger beim Schließen aus dem Klemmspalt.
Entscheidungslogik: 2 Dateien oder mehr – und wo du trennst
Nicht jedes Motiv ist ein 6-Buchstaben-Wort.
Start: Ist dein Motiv höher als 6.8 Zoll?
- Nein: Nutze lieber den normalen 5x7-Rahmen – weniger Variablen, mehr Sicherheit.
- Ja: Splitten.
Text oder Muster?
- Text: Kannst du zwischen Wörtern trennen?
- Ja: Das ist meist die sauberste Trennstelle.
- Nein: Zwischen Buchstaben trennen.
- Muster: Gibt es eine natürliche „Pause“/Leerfläche?
- Ja: Dort trennen.
- Nein (vollflächig): Für Einsteiger ist das extrem anspruchsvoll – die Naht wird sehr wahrscheinlich sichtbar.
Ungerade Buchstabenanzahl?
- Ja: Trenne möglichst nahe am visuellen Zentrum. Ein Teil wird größer sein.
- Vorgabe aus der Praxis: Solange kein Teil das 7"-Maximalfeld überschreitet, ist es machbar.
- Nein: Gleichmäßig teilen.
Wenn du bei häufigem Umsetzen Rahmenspuren bekommst, ist das ein typischer Grund, sich brother Magnetrahmen anzusehen – weniger Reibdruck, oft weniger Abdrücke.
Troubleshooting: „Es passt trotzdem nicht“ (Symptom → Ursache → Fix)
Symptom: „Die Maschine piept und startet nicht.“
- Wahrscheinliche Ursache: Du hast die lange Gesamtdatei geladen oder ein Teilstück ist größer als 5x7.
Symptom: „Zwischen den Teilen ist ein Spalt.“
- Wahrscheinliche Ursache: Die Ausrichtung wurde „nach Gefühl“ gemacht oder das Design wurde (statt zu zentrieren) verschoben.
Symptom: „Die Teile sind links/rechts versetzt.“
- Wahrscheinliche Ursache: Keine saubere vertikale Referenzlinie oder Stoff im Rahmen verdreht.
- Prävention: Vertikale Linie länger zeichnen und beim Einspannen an den Rahmenmarken kontrollieren.
Symptom: „Ich habe die Software nicht.“
- Ursache: In den Fragen kommt genau das vor: Ohne BES lässt sich der gezeigte Workflow nicht 1:1 nachklicken.
- Lösung: Du brauchst eine Software, die (1) Custom Hoop anlegen, (2) Splitten/Objekte trennen, (3) in 5x7 zentrieren und (4) als PES exportieren kann. Die Menünamen unterscheiden sich – die Logik bleibt gleich.
Upgrade-Pfad (wenn du keine Lust mehr auf Schrauben & Umsetzen hast): schneller, konstanter, weniger Rahmenspuren
Wenn du die Technik beherrschst, merkst du: Der Engpass ist oft nicht die Software, sondern das Einspannen/Umsetzen.
So bewertest du den Bedarf:
- Trigger: Du machst Serien (z. B. viele Namen) und verlierst Zeit beim Einspannen oder siehst Rahmenspuren.
- Kriterium: Wenn du regelmäßig mehrere Minuten nur fürs Einspannen brauchst, kostet das Produktionszeit.
- Optionen:
- Technik: Saubere Markierungen + konsequentes Zentrieren + kontrolliertes Umsetzen über Tabs.
- Tool-Upgrade: Ein Magnetrahmen 5x7 für brother kann das Einspannen beschleunigen und bei manchen Materialien schonender sein.
Wenn du nach einem bestimmten Fit suchst, z. B. Magnetrahmen für brother pe900, prüfe vor dem Kauf immer die Kompatibilität zur jeweiligen Maschinen-Generation.
Schlusswort: Der 5x12 Multi-Position-Stickrahmen ist keine Zauberei – er ist ein Präzisionswerkzeug. Wenn du dich an die Reihenfolge hältst – in der Software zentrieren, am Stoff messen, an der Markierung ausrichten – bekommst du lange Stickereien, die wie „aus einem Stück“ wirken.
FAQ
- Q: Warum piept eine Brother PE770 / PE780 / NV1250 und verweigert das Sticken, obwohl ein 5x12 Multi-Position-Stickrahmen eingespannt ist?
A: Weil die Brother PE770 / PE780 / NV1250 mechanisch nur innerhalb eines 5x7-Felds sticken kann. Die geladene PES-Datei ist dann meist größer als 5x7 – auch wenn sie optisch in den 5x12-Kunststoffrahmen passt.- Lade die korrekt gesplittete Datei (oben oder unten), die sicher unter 5x7 bleibt.
- In der Software auf 5x7-Rahmenansicht umschalten und Arrange → Center nutzen, bevor du jede Hälfte speicherst.
- Als zwei separate PES-Dateien exportieren (eine pro Abschnitt), nicht als lange Gesamtdatei.
- Erfolgskontrolle: Die Maschine akzeptiert die Datei ohne Piepen und die Vorschau liegt innerhalb der 5x7-Grenze.
- Wenn es weiterhin scheitert: Prüfe, ob ein Abschnitt das 5x7-Feld „auch nur um 1 mm“ überschreitet, und speichere neu.
- Q: Welche exakte Rahmengröße muss in Brother BES für einen „5x12“ Multi-Position-Stickrahmen eingetragen werden, damit die Tab-Positionen zur Brother PE770 / PE780 / NV1250 passen?
A: Nutze die technischen Maße 5.12" (Breite) × 11.81" (Höhe) – nicht gerundete 5" × 12".- In BES ein neues Hoop-Profil anlegen und 5.12 (Breite) sowie 11.81 (Höhe) eintragen.
- Dieses Profil nur für die lange Layout-Phase verwenden (Abstände/Gesamtposition).
- Erfolgskontrolle: Die Bildschirm-Rahmenzonen passen zu den realen Tab-Zonen, sodass die Ausrichtung nicht um ein paar Millimeter driftet.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Sicherstellen, dass die Split-Dateien später in einer 5x7-Ansicht zentriert wurden, bevor exportiert wird.
- Q: Wie verhindert man bei Brother PE770 / PE780 / NV1250 beim Split-&-Shift mit 5x12 Multi-Position-Stickrahmen einen sichtbaren Spalt in der Mitte?
A: Nicht schätzen, sondern für jeden Abschnitt den Nadelmittelpunkt als Offset von der Stoffmitte aus berechnen und markieren.- Eine lange vertikale Mittellinie und eine horizontale Mittellinie als Master-Kreuz auf den Stoff zeichnen.
- In der Software die Höhe jedes Abschnitts ablesen, durch 2 teilen und diesen Wert vom horizontalen Mittelpunkt nach oben (oberes File) bzw. nach unten (unteres File) abtragen.
- An der Maschine die Nadel vor dem Sticken exakt auf die jeweilige Kreuzmarke setzen.
- Erfolgskontrolle: Beim Absenken trifft die Nadelspitze exakt den Schnittpunkt aus vertikaler Linie und „Top Start“/„Bottom Start“.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Prüfe, ob jeder Abschnitt vor dem Speichern in einer 5x7-Ansicht zentriert wurde.
- Q: Wie speichert man gesplittete PES-Dateien für Brother PE770 / PE780 / NV1250 korrekt, damit beide Hälften im 5x12 Multi-Position-Stickrahmen sauber registrieren?
A: Jede Hälfte muss vor dem PES-Export in einer Standard-5x7-Ansicht (130 × 180 mm) zentriert werden.- Oberen Abschnitt wählen, auf 5x7 umschalten, Arrange → Center, dann als PES speichern.
- Für den unteren Abschnitt eine neue Datei öffnen, auf 5x7 umschalten, Arrange → Center, dann als zweite PES speichern.
- Nicht „optisch hinschieben“, sondern konsequent die Center-Funktion verwenden.
- Erfolgskontrolle: Beide PES-Dateien laden auf der Maschine als zentrierte Motive, sodass die Nadel-zu-Markierung-Ausrichtung reproduzierbar ist.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Prüfe, ob du versehentlich die lange Gesamtdatei statt der Split-Dateien lädst.
- Q: Woran erkennt man beim Umsetzen, ob der Stoff korrekt eingespannt ist (ohne Verdrehung oder Mikro-Verschieben)?
A: Über gleichmäßige Spannung und eine lange vertikale Referenzlinie als „Verdreh-Detektor“.- Prüfe nach dem Einspannen, ob die vertikale Linie parallel zu den Rahmenmarken läuft.
- Wenn die Linie im Rahmen „wandert“ oder schräg steht, neu einspannen.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Umsetzen bleibt die vertikale Linie gerade und die Markierungen sind noch sauber sichtbar.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Stabilisierung und Einspannkontrolle verbessern – bei langen Motiven zeigen sich Schwächen besonders stark.
- Q: Welche Markier- und Stabilisierungshilfen unterstützen bei Brother PE770 / PE780 / NV1250 konsistente Split-&-Shift-Ergebnisse bei langen Motiven?
A: Entscheidend ist, dass die Markierungen den Umsetzprozess überstehen und der Stoff zwischen den Hälften nicht „arbeitet“.- Markiere so, dass die Linien beim Einspannen/Umsetzen nicht verschwinden oder verwischen.
- Achte darauf, dass der Stoff nach Teil 1 nicht sichtbar in Richtung Stickerei „zieht“, bevor Teil 2 kommt.
- Erfolgskontrolle: Nach dem ersten Teil bleibt die Fläche um die Stickerei flach, und die Zielmarken sind noch klar erkennbar.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Neu einspannen und die Ausrichtung über die Linien konsequent prüfen.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten beim Ausrichten der Nadel und beim Umsetzen mit 5x12 Multi-Position-Stickrahmen oder Magnetrahmen?
A: Behandle das Positionieren wie einen aktiven Stickbereich: Hände weg von der Nadel, und Magnetrahmen als Quetsch- und Medizinprodukt-Risiko.- Finger/Ärmel/Haar aus dem Nadelbereich halten – die Maschine kann sofort starten.
- Nadel vorsichtig absenken, um den Treffpunkt auf der Markierung zu verifizieren.
- Bei Magnetrahmen: Abstand zu Herzschrittmachern/Implantaten halten und Finger beim Schließen aus der Klemmzone.
- Erfolgskontrolle: Ausrichtung ohne Hand im Nadelweg; Rahmen schließt ohne Quetschen.
- Wenn es weiterhin nicht passt: Stoppen und die Rahmenposition über das korrekte Tab-Set neu setzen (erstes Tab-Set für File 1, zweites Tab-Set für File 2).
