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Personalisierte Stickerei steht und fällt mit Schrift. Eine Kundin verzeiht vielleicht eine minimale Farbabweichung in einem Blumenmotiv – aber ein Name, der schief sitzt oder sich zusammenzieht, fällt sofort auf. In der Maschinenstickerei ist Text gnadenlos, weil unser Auge Symmetrie in Sprache automatisch erkennt.
In diesem PE-DESIGN NEXT-„White Paper“-Guide gehen wir bewusst über reines „Klick hier, klick da“ hinaus. Wir zerlegen den Workflow: ein sauberes Textobjekt anlegen, es mit den Transform-Werkzeugen (Bogen oben, Bogen unten und Scherung) formen, anschließend kontrolliert skalieren, ohne die Stichdichte zu ruinieren, und am Ende eine .PES exportieren, die in der Praxis produktionsfähig ist.
Egal ob du als Hobby-Stickerin Rahmenspuren vermeiden willst oder als angehender Shop-Betreiber reproduzierbare Ergebnisse brauchst: Wir behandeln Text als kleines Engineering-Projekt – nicht nur als Deko.

Arbeitsfläche zuerst fixieren: PE-DESIGN NEXT Design Settings + Brother-Stickrahmengröße (130 × 180 mm)
Bevor du eine Schrift auswählst, definierst du deine digitale „Leinwand“. Ein typischer Anfängerfehler: im „irgendeinem“ Arbeitsbereich designen und später auf die Stickrahmengröße „zurecht schrumpfen“. Das kann Stichdichte und Geometrie (gerade bei Bögen) sichtbar verschlechtern.
In der Stickerei gilt: Das Setup bestimmt das Ergebnis. Wenn die Seitengröße in der Software nicht zu deinem realen Stickrahmen passt, riskierst du Rahmenkontakt (Nadel/Stickfuß trifft den Rahmen) oder ein Design, das am Bildschirm zentriert aussieht, aber am Kleidungsstück off sitzt.
In Layout & Editing folgst du strikt dieser „Pre-Flight“-Reihenfolge:
- Layout & Editing öffnen.
- Wenn der Assistent erscheint: New klicken.
- Design Settings öffnen.
- Machine Type wählen: Single Needle oder Multi-Needle – passend zu deiner Maschine.
- Hoop Size wählen: Im Video wird explizit 130 × 180 mm eingestellt.
- OK klicken.
Warum das für deine Praxis wichtig ist: Beim Einspannen ist die Spannung am Rand meist höher als in der Mitte. Wenn du die Arbeitsfläche korrekt definierst, planst du den Text von Anfang an innerhalb der realen Grenzen – und positionierst ihn gezielt in einem Bereich, der sich später stabil einspannen lässt.


Prep-Checkliste ("Zero-Failure"-Standard)
- Aktion: Prüfen, dass du wirklich in Layout & Editing arbeitest.
- Aktion: Machine Type kontrollieren. (Hinweis: Multi-Needle-Setups können sich in Optionen/Kommandos unterscheiden.)
- Sicht-Check: Passt die Ausrichtung (Hochformat/Querformat) des virtuellen Stickrahmens zum realen Stickrahmen auf deinem Tisch?
- Produktions-Check: Wenn du für Kundschaft arbeitest: Stickrahmen-Limit/Format direkt notieren (z. B. „130×180“).
- Unterfaden-Check: Für den Probestick sollte auf der Rückseite ein sauberer Unterfadenanteil sichtbar sein (nicht „oben durchgezogen“).
Saubere Schrift schnell setzen: PE-DESIGN NEXT Text Tool + Font Style 042
Gute Schrift braucht eine stabile Basis. Jetzt erzeugen wir das Textobjekt.
- Text Tool ("A"-Symbol) auswählen.
- Schrift wählen: Im Tutorial wird Font Style 042 genutzt.
- Praxis-Hinweis: Blockschriften sind für Einsteiger oft robuster als sehr feine Skripte, weil sie weniger extrem schmale Stichsäulen haben.
- In die freie Fläche klicken, um den Cursor zu setzen.
- Text tippen: „BROTHER“ (oder dein Wunschtext).
- Enter drücken, um das Objekt zu bestätigen.
Sichtbare Hinweise (damit du weißt, in welchem Modus du bist):
- Gestrichelte Kontur: Du bist noch im Texteingabemodus.
- Feste Griffe (schwarze Quadrate): Das Objekt ist „fertig“ und kann bewegt/skaliert werden.


Die „Kleinschrift“-Falle: Wenn du den Text später sehr klein machen willst (z. B. Brusttaschen-Logo), sei vorsichtig: Stickgarn hat Volumen. Werden Buchstaben zu klein, liegen Einstiche zu dicht – das führt in der Praxis schnell zu harter, „knubbeliger“ Schrift und kann sich beim Sticken durch deutlich höhere Belastung bemerkbar machen.
- Praxis-Ansatz: Lieber etwas größer anlegen und erst nach einem Teststick final entscheiden.
Der „Green Diamond“-Hebel: Arc Top Transform für gebogene Schrift
Das ist die Kerntechnik für klassische „Varsity/Collegiate“-Bögen. Du biegst den Text über Transform, ohne ihn neu zu erstellen.
- Text Attributes öffnen (rechte Seite).
- Transform aktivieren (Häkchen setzen).
- Icon 1 (Arc Top) wählen: Baseline wölbt sich nach oben.
- Green Diamond finden: Er sitzt zentral oberhalb des Textes.
- Aktion: Diamond nach unten/nach innen ziehen → stärkerer Bogen.
- Aktion: Diamond nach oben/nach außen ziehen → flacherer Bogen.
Merksatz für die Handbewegung: Der Green Diamond ist dein „Bogen-Regler“ – näher ran = enger, weiter raus = flacher.



Rahmenspuren in der Praxis: Gebogene Schrift landet häufig eher im oberen Bereich des Stickfelds. Bei klassischen Kunststoffrahmen wird dann oft sehr stark angezogen, um den Stoff dort stabil zu halten – das kann bei empfindlichen Materialien sichtbare Rahmenspuren hinterlassen.
Wenn du regelmäßig mit hoher Platzierungsgenauigkeit arbeitest und dabei Markierungen vermeiden willst, setzen viele Profis auf Magnetrahmen für brother. Der Stoff wird dabei über Magnetkraft gehalten, statt über „Schraubdruck“ – das kann das Positionieren erleichtern und Fasern weniger quetschen.
Kurve umdrehen ohne neu zu bauen: Arc Bottom Transform (und warum der Diamond wandert)
Für den unteren „Rocker“-Text gilt eine andere Geometrie – deshalb sitzt der Regler an einer anderen Stelle.
- Textobjekt auswählen.
- Im Transform-Bereich Icon 2 (Arc Bottom) wählen.
- Green Diamond lokalisieren: Er sitzt jetzt seitlich am Textpfad.
- Aktion: Diamond nach innen ziehen → engeres „Smile“.
- Aktion: Diamond nach außen ziehen → flacher.
Praxisbeobachtung: Die Buchstaben „fächern“ sich dabei sichtbar auf – das ist normal und dient der Lesbarkeit.


Kompatibilitäts-Check: Bevor du den Bogen final machst: Prüfe, ob die Breite innerhalb der maximalen Stickfläche bleibt. Lege die Feldgrenzen immer zuerst fest. Eine kleine Referenz zu brother Stickrahmen Größen am Arbeitsplatz verhindert, dass du einen schönen Bogen erstellst, der später nicht in den Rahmen passt.
Profi-Reset: Transform deaktivieren, dann über den oberen Mittelgriff skalieren
Manchmal ist „zurück auf Start“ der schnellste Weg. PE-DESIGN NEXT erlaubt das ohne Umwege.
- Transform-Häkchen entfernen: Der Text wird sofort wieder gerade.
- Objekt markieren: Schwarze Griffe müssen sichtbar sein.
- Oberen mittleren schwarzen Griff greifen.
- Nach oben ziehen, um die Schrift vertikal zu strecken.


Warnung: Dichte-/Optik-Zone beim Skalieren
Wenn du Text stark in eine Richtung ziehst, verändert sich die Wirkung der Stichabstände.
* Risiko: Wirkt zu „offen“ → Stoff scheint durch.
* Risiko: Wirkt zu „massiv“ → steif, unruhiger Stichlauf.
* Praxis-Check: Vor dem Speichern die Darstellung/Ansicht prüfen (z. B. Stich-/Realistic-Ansicht), ob die Flächen gleichmäßig wirken.
Produktionskontext: Wenn du häufig Textgrößen anpassen musst, ist das ein typischer Zeitfresser. Sauberer Workflow (korrekte Feldgröße, dann formen, dann zentrieren, dann exportieren) spart hier am meisten Zeit – unabhängig davon, ob du Single Needle oder Mehrnadelstickmaschine nutzt.
Dynamik ohne „Wellen“: Shear/Slant Transform über den Diamond oben links
Scherung/Schrägstellung gibt Schrift „Speed“ bzw. einen Italic-Look.
- Transform wieder aktivieren.
- Scher-/Slant-Transformation auswählen (je nach Auswahl kann die Standard-Transformation aktiv sein).
- Green Diamond finden: Er sitzt jetzt oben links.
- Aktion: Diamond nach oben oder unten bewegen.
- Ergebnis: Die Buchstaben kippen/schrägen sichtbar.


Warum Schrägschrift schneller verzieht: Schräg laufende Stiche ziehen stärker „diagonal“ am Material. Wenn das Einspannen nicht sauber ist, wirkt ein schräges Wort schnell wie eine Welle.
Tool-Tipp: Für reproduzierbare Ergebnisse hilft eine Einspannstation für Maschinenstickerei, weil du das Kleidungsstück gerade ausrichtest und gleichmäßig einspannst, bevor die kritischen Stiche laufen.
Der eine Klick gegen „Warum ist das schief?“: Arrange → Align → Move to Center
Positionierung nie „nach Augenmaß“. Pixel täuschen.
- Arrange-Tab öffnen.
- Align-Dropdown öffnen.
- Move to Center wählen.

Referenzpunkt: Damit springt das Design auf den Mittelpunkt der Arbeitsfläche. Für sauberes Einspannen und reproduzierbare Platzierung ist das der sichere Standard.
Setup-Checkliste (vor dem Export)
- Aktion: Ist der Bogen links/rechts optisch symmetrisch?
- Sicht-Check: Auf 100% zoomen – wirken Kanten sauber?
- Logik-Check: Transform korrekt an/aus gesetzt (keine ungewollte Doppelwirkung)?
- Ausrichtung: War Move to Center wirklich der letzte Positionierungsschritt?
- Feldabgleich: Stimmt das Layout weiterhin mit 130 × 180 mm überein?
Eine PES, die du später wiederfindest: Flower Menu → Save As („BROTHER TRANSFORM“)
Dateiorganisation ist die unsichtbare Grundlage für saubere Produktion.
- „Flower“ (Datei)-Menü öffnen.
- Save As wählen.
- Benennung: Nutze ein Schema wie
KUNDE_PROJEKT_RAHMENGRÖSSE(z. B.BROTHER_TRANSFORM_5x7.pes). - Dateityp: .PES (Brother-Standard).


Hinweis aus der Praxis (auch passend zur Frage in den Kommentaren „wo kann ich das herunterladen?“): Im Video gibt es keinen Download – du erstellst die Datei selbst. Wenn du sauber speicherst, baust du dir Schritt für Schritt eine eigene Bibliothek an wiederverwendbaren Text-Templates auf.
Sauber ausgeben: Home Tab → Send (USB Media / Machine / Card / Link)
Der letzte digitale Schritt ist die Übergabe an die Maschine.
- Home Tab > Send öffnen.
- Methode wählen:
- USB Media: (häufigster Weg) Nur angeschlossene Optionen sind auswählbar.
- Send to Machine: Direkte Verbindung.

Wichtige Nuance: PE-DESIGN NEXT deaktiviert Ausgabemethoden, die nicht verbunden sind. Wenn „USB“ grau ist: Stick neu einstecken. Und: Achte auf die Rahmenlimits. Sende kein 5×7-Layout an ein Setup, das auf Stickrahmen 4x4 für brother ausgelegt ist – die Maschine kann die Datei ablehnen. Immer erst Feld/Stickrahmen abgleichen.
Ablauf-Checkliste (Übergang zur Maschine)
- Aktion: Datei sauber auf USB speichern (nicht „halb“ aus Cloud/Email herausziehen).
- Sicht-Check: Auf dem Maschinenbildschirm die Begrenzung abfahren/anzeigen lassen: Kommt irgendetwas gefährlich nah an den Rahmen?
- Unterfaden-Check: Reicht der Unterfaden für den kompletten Schriftzug? (Unterfadenwechsel mitten im Buchstaben ist unnötig stressig.)
Realitätscheck beim Sticken: Warum gebogene Schrift auf Stoff scheitert (und wie du es verhinderst)
Die Datei kann perfekt sein – Stoff ist trotzdem „lebendig“. Er dehnt sich, verschiebt sich und reagiert auf Zug.
Troubleshooting: Der Text sieht nicht aus wie am Bildschirm
| Symptom | Likely Cause | Quick Fix (Level 1) | The Pro Solution (Level 2) |
|---|---|---|---|
| Puckering (Wrinkles around letters) | Basic hoop tension is too loose. | Tighten hoop screw (finger tight + 1 turn). | Use a Magnetic Hoop to clamp fabric without dragging. |
| "Gaposis" (Space between outline & fill) | Fabric shifting during stitch. | Use spray adhesive (505) + heavy stabilizer. | Switch to Cutaway Stabilizer (Mesh) for stability. |
| White Loops on top of letters | Bobbin tension too loose. | Clean the bobbin case race; re-thread. | Check tension with a gauge (standard ~18-22g). |
| Sinking (Text disappears into fuzz) | Fabric has high pile (towels). | Use water-soluble topping (Solvy). | Use a knockdown stitch underlay. |
Decision Tree: Fabric & Stabilizer Pairing
New Rule Advice: Stabilizer is cheaper than ruined shirts. When in doubt, go heavier.
- Is the fabric Stretchy (T-shirt, Polo)?
- YES: You MUST use Fusible Mesh / Cutaway. Tearaway will fail, and text will distort.
- NO: Proceed to 2.
- Is the fabric White/Light?
- YES: Use "No Show" Mesh to prevent stabilizer shadow.
- NO: Standard Cutaway is fine.
- Is the hoop leaving marks?
- YES: Stop tightening the screw. Switch to a Magnetrahmen.
Safety Warning: Mechanical Hazards
* Needles: Embroidery needles are sharp and move at 600-1000 stitches per minute. Never put your hands inside the hoop area while the machine is running.
* Eye Protection: Needles can break and shatter. If you hear a loud "CRACK," stop immediately. Wear glasses when observing closely.
Safety Warning: Magnetic Hoops
* Pinch Hazard: Magnetic hoops snap together with extreme force (up to 30lbs). Keep fingers clear of the mating surfaces.
* Medical Devices: These magnets are powerful. Keep them at least 6 inches away from pacemakers, insulin pumps, and credit cards.
Der Upgrade-Pfad, der wirklich Sinn ergibt: Von Einzelstücken zu wiederholbarer Produktion
Den „Green Diamond“ in PE-DESIGN NEXT zu beherrschen, ist Schritt 1. Wenn aber aus „1 Shirt“ plötzlich „10 Shirts“ werden, verschiebt sich der Engpass oft von der Software hin zu Einspannen, Positionierung und Durchsatz.
So kannst du entscheiden, wann welches Upgrade sinnvoll ist:
Szenario A: „Ich hasse Einspannen. Alles sitzt schief und es kostet Zeit.“
- Ansatz: Ergonomie und Wiederholbarkeit. Für viele Brother-Nutzer ist ein Magnetrahmen für Brother PE800 ein naheliegender Schritt, weil das Einspannen schneller und weniger „schraubenlastig“ wird.
Szenario B: „Ich ruiniere Stoffe mit Rahmenspuren.“
- Ansatz: Gleichmäßiger Klemmdruck statt Schraubdruck. Magnetrahmen können helfen, Fasern weniger zu quetschen – besonders bei empfindlichen Materialien.
Szenario C: „Bei Serienaufträgen frisst der Farbwechsel die Zeit.“
- Ansatz: Dann ist die Single-Needle-Plattform oft der Flaschenhals – hier kann eine Mehrnadelstickmaschine den Workflow deutlich beschleunigen.
Schlussgedanke: Schrift bestimmt den wahrgenommenen Wert deiner Stickerei. Nutze PE-DESIGN NEXT, um Geometrie und Passung sauber zu setzen – und verlasse dich in der Umsetzung auf korrektes Einspannen und passende Stabilisierung.
FAQ
- Q: Wie stelle ich in PE-DESIGN NEXT (Layout & Editing) die richtige Brother-Stickrahmengröße (130 × 180 mm) ein, bevor ich Text eingebe, damit Stichdichte und Zentrierung nicht ruiniert werden?
A: Lege zuerst in den Design Settings die Stickrahmengröße fest und baue die Schrift dann innerhalb genau dieses Feldes – nicht „generisch“ designen und später verkleinern.- Layout & Editing öffnen und im Assistenten New klicken
- Design Settings öffnen, den passenden Machine Type (Single Needle oder Multi-Needle) wählen, dann Hoop Size: 130 × 180 mm einstellen und OK klicken
- Prüfen, ob die Ausrichtung (Hoch-/Querformat) am Bildschirm zum realen Stickrahmen passt
- Erfolgskontrolle: Der virtuelle Stickrahmen entspricht in Proportion/Ausrichtung dem realen, und das Design liegt klar innerhalb der Begrenzung (nicht „am Rand klebend“)
- Wenn es trotzdem schief läuft: Machine Type und Hoop-Auswahl erneut prüfen – ein falsches Feld kann dazu führen, dass „zentriert am Bildschirm“ später an der Maschine off-center stickt
- Q: Wie steuert der „Green Diamond“ in den PE-DESIGN NEXT Text Attributes den Arc-Top-Bogen, und wie passe ich die Kurve sicher an?
A: Nutze Transform → Arc Top und ziehe den Green Diamond, um die Krümmung zu regeln, ohne den Text neu aufzubauen.- Textobjekt markieren, Text Attributes öffnen und Transform aktivieren
- Icon 1 (Arc Top) wählen und den Green Diamond oberhalb des Textes lokalisieren
- Diamond nach unten/nach innen ziehen = stärkerer Bogen; nach oben/nach außen = flacher
- Erfolgskontrolle: Der Bogen ist links/rechts symmetrisch und bleibt innerhalb der Breite deines Stickfelds
- Wenn es trotzdem nicht passt: Nach dem Formen Arrange → Align → Move to Center ausführen und prüfen, ob das Design weiterhin in das gewählte Feld passt
- Q: Was ist in PE-DESIGN NEXT der richtige Weg, Schrift zu zentrieren, damit der Brother-Stickrahmen 130 × 180 mm gerade stickt und es am Kleidungsstück nicht „schief“ wirkt?
A: Zentriere über die Koordinatenfunktion, nicht nach Augenmaß: Arrange → Align → Move to Center.- Arrange öffnen und das Align-Dropdown aufklappen
- Move to Center als letzten Positionierungsschritt vor Speichern/Senden ausführen
- Auf 100% zoomen und nach Transform-Änderungen die Geometrie optisch kontrollieren
- Erfolgskontrolle: Das Design springt auf den Feldmittelpunkt, und die Begrenzungs-/Trace-Anzeige an der Maschine nähert sich dem Rahmen nicht einseitig
- Wenn es trotzdem schief ist: Prüfen, ob die Arbeitsfläche (Hoop Size) wirklich dem realen Stickrahmen entspricht – ein Mismatch ist eine häufige Ursache
- Q: Wenn gebogene Schrift in PE-DESIGN NEXT auf dehnbaren Shirts Kräuselung (Puckering) verursacht: Welche Stabilisierung und Einspann-Checks sollte ich zuerst testen, bevor ich den Stickrahmen wechsle?
A: Behandle Puckering zuerst als Stabilisierung-/Einspann-Thema: korrekt einspannen und das passende Stickvlies für Stretch verwenden.- Einspannspannung sauber herstellen (nicht „lasch“ einspannen)
- Dehnbare Stoffe (T-Shirt, Polo) mit Fusible Mesh / Cutaway stabilisieren (Tearaway ist bei Stretch oft zu schwach)
- Bei Bedarf temporär fixieren (z. B. Sprühzeitkleber), um Verrutschen zu reduzieren
- Erfolgskontrolle: Im Probestick werden Falten um die Buchstaben deutlich weniger, und der Stoff bleibt nach dem Ausspannen flach
- Wenn es trotzdem nicht reicht: Ein Magnetrahmen kann gleichmäßiger klemmen und beim Positionieren weniger „ziehen“
- Q: Was verursacht auf einer Brother-Stickmaschine weiße Schlaufen oben auf Buchstaben (Unterfaden kommt nach oben), und was ist die schnellste Fix-Reihenfolge?
A: Weiße Schlaufen oben deuten meist auf Unterfaden-/Fadenweg-/Spannungsprobleme hin – zuerst reinigen und neu einfädeln, bevor du tiefer in Einstellungen gehst.- Greifer-/Spulenkapselbereich reinigen (Flusen entfernen)
- Maschine sorgfältig neu einfädeln (Oberfaden und Unterfadenweg) und erneut testen
- Wenn vorhanden: Spannung mit Messgerät prüfen (häufig genannt ~18–22 g, aber maßgeblich ist dein Handbuch)
- Erfolgskontrolle: Oben saubere Oberfadenabdeckung; hinten nur ein schmaler Unterfadenanteil im Probestick
- Wenn es bleibt: Stabilisierung/Einspannen mitprüfen – Stoffbewegung kann Schlaufen optisch verstärken
- Q: Was sind die wichtigsten Sicherheitsregeln im Stickrahmenbereich bei 600–1000 Stichen pro Minute, um Nadelverletzungen und Schäden zu vermeiden?
A: Hände konsequent aus dem Stickbereich halten und bei ungewöhnlichen Geräuschen sofort stoppen.- Finger/Werkzeuge komplett außerhalb der Rahmenbewegung halten, während die Maschine stickt
- Bei einem lauten „CRACK“ sofort stoppen (möglicher Nadelbruch) und vor dem Neustart prüfen
- Bei naher Beobachtung Schutzbrille tragen, da Nadeln brechen/splittern können
- Erfolgskontrolle: Kein Anschlagen, keine ungewöhnlichen Geräusche, kein Kontakt zwischen Nadel/Stickfuß und Rahmen
- Wenn es kritisch wird: Begrenzung/Trace an der Maschine prüfen – Rahmenkontakt passiert oft durch zu große Designs
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten bei Magnetrahmen (Quetschgefahr und medizinische Geräte)?
A: Magnetrahmen sind starke Klemmen: Sie können hart zuschnappen und müssen von bestimmten Geräten ferngehalten werden.- Finger beim Schließen aus den Kontaktflächen halten (Quetschgefahr)
- Magnetrahmen mindestens 6 inches von Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Kreditkarten und ähnlichem fernhalten
- Stoff ruhig positionieren und den Rahmen kontrolliert schließen (nicht „zuschnappen lassen“)
- Erfolgskontrolle: Rahmen schließt ohne Quetschen, und das Material zeigt weniger Rahmenspuren
- Wenn es trotzdem passiert: Schließbewegung verlangsamen und Handposition konsequent ändern – die meisten Quetscher passieren beim hastigen Ausrichten
- Q: Wenn PE-DESIGN NEXT Textstickerei immer wieder Rahmenspuren, schiefe Platzierung oder langsame Produktion durch Farbwechsel verursacht: Wie wähle ich sinnvoll zwischen Technik-Verbesserung, Magnetrahmen und Mehrnadelstickmaschine?
A: Richte das Upgrade am Engpass aus: erst Setup/Technik stabilisieren, dann Einspann-Tooling verbessern, dann Kapazität erhöhen, wenn das Volumen es fordert.- Level 1 (Technik): Design Settings/Hoop Size zuerst, Move to Center nutzen, passend stabilisieren (Cutaway bei Stretch; Topping bei hohem Flor)
- Level 2 (Tool): auf Magnetrahmen wechseln, wenn Rahmenspuren oder wiederholtes Neu-Einspannen/Schiefzug das Hauptproblem sind
- Level 3 (Produktion): auf Mehrnadelstickmaschine wechseln, wenn Auftragsmenge und Farbwechselzeit der limitierende Faktor werden
- Erfolgskontrolle: Der nächste Probestick zeigt saubere Schrift, weniger Markierungen, weniger Re-Hoops und konstante Platzierung
- Wenn es trotzdem hakt: Dominantes Symptom dokumentieren (Rahmenspur vs. Puckering vs. Durchsatz) und gezielt nur diese Stellschraube zuerst lösen
