Manuelle Digitalisierung in Hatch: Offene vs. geschlossene Formen, Objekteigenschaften und ein sauberer Workflow

· EmbroideryHoop
Dieser praxisnahe Leitfaden führt dich durch die Grundlagen der manuellen Digitalisierung in Hatch Embroidery aus dem Video: wo die wichtigsten Werkzeuge sitzen, wie du offene vs. geschlossene Objekte sicher unterscheidest, wie sich Kontextleiste (Context Bar) und Object Properties je nach Auswahl verändern und wie du mit Reshape (H) die „Anatomie“ eines Objekts überprüfst. Dazu bekommst du einen wiederholbaren Entscheidungs-Workflow, klare Qualitäts-Checkpoints und Troubleshooting für typische Anfängerfehler – damit deine Designs planbar sticken, bevor du überhaupt Stoff einspannst.
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Inhaltsverzeichnis

Einführung in die Digitizing Toolbox von Hatch

Manuelles Digitalisieren in Hatch Embroidery bedeutet weniger „schöne Formen zeichnen“ – und viel mehr, vor dem ersten Klick die richtigen Konstruktionsentscheidungen zu treffen. Aus der Praxis: Genau hier entstehen Produktionsprobleme – oder sie werden verhindert.

Wenn du Digitalisieren wie Vektorgrafik (Illustrator oder CorelDraw) behandelst, wirst du dich wundern, warum es beim Sticken „trotzdem“ nicht passt. In der Stickerei hat jedes Objekt physische Folgen: Zug, Schrumpf, Dichte. Hatch bietet deshalb je nach Objekttyp nur die Stichoptionen an, die technisch überhaupt Sinn ergeben – damit dein Stickbild so läuft, wie du es erwartest.

In dieser Lektion schlagen wir die Brücke zwischen Software-Logik und Werkstatt-Realität:

  • Orientierung: Wo die zentralen Digitalisier-Werkzeuge liegen und wofür sie da sind.
  • Kernlogik: Warum Hatch strikt zwischen Closed Shapes (echte Flächen/„Formen“) und Open Shapes (echte Linien) unterscheidet.
  • Kontextabhängigkeit: Wie sich Context Bar und Object Properties dynamisch an deine Auswahl anpassen.
  • Diagnose: Wie du mit dem Reshape Tool (H) das „Skelett“ sichtbar machst und Objekt-Integrität prüfst.
  • Workflow: Eine robuste Reihenfolge für die Werkzeugwahl (erst Fill vs. Outline, dann Open vs. Closed).

Ein Mindset, das dir Stunden spart: Digitalisieren ist „Design für Produktion“. Auch wenn du Hatch heute erst lernst – das Ziel ist morgen eine saubere, reproduzierbare Stickdatei, egal ob du ein einzelnes Patch stickst oder einen 50er-Lauf auf einer Mehrnadelstickmaschine.

Title card 'Manual Digitizing Basics' with a colorful dragonfly embroidery design in the background.
Video introduction.

Der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Formen

Hatch arbeitet mit zwei grundlegenden Objekttypen. Den Unterschied zu verstehen ist entscheidend, weil er bestimmt, wie die Maschine fährt – und wie der Stoff reagiert.

Geschlossene Formen = „Gummiband“

Geschlossene Formen sind das, was die meisten unter „Form“ verstehen: Kreis, Quadrat, Dreieck, Herz. Sie haben eine durchgehende Kontur – ohne echten Anfang und ohne echtes Ende. Im Video wird das anhand mehrerer Herz-Varianten gezeigt.

Die Logik hinter Closed Shapes: Stell dir eine geschlossene Form wie einen Behälter vor: Sie hat ein Innen und ein Außen.

  • Das Innen kann gefüllt werden (Tatami, Satin, Embossed Fills).
  • Das Außen ist die Kontur/der Rand (Run Stitch, Satin Border).

Darum kann ein geschlossenes Objekt in Hatch z. B. sein:

  • Eine gefüllte Fläche (z. B. ein „volles“ Herz).
  • Eine geschlossene Kontur als Satin (breiter Rand).
  • Eine geschlossene Kontur als Run (dünner Rand).
Diagram emphasizing 'Closed Objects' have a continuous outline.
Defining closed objects.

Offene Formen = „Schnur“

Offene Formen sind Linien bzw. Pfade. Sie haben immer zwei Enden: Startpunkt und Endpunkt (Entry/Exit). Selbst wenn du die Knoten so schiebst, dass es optisch wie ein Loop aussieht, bleibt es für die Software eine „Schnur“ mit zwei Enden.

Warum das wichtig ist: Open Shapes sind grundsätzlich Outline-Objekte. Du kannst keine Fläche „füllen“, wenn es keine geschlossene Kontur gibt. Wenn du ein offenes Objekt markierst und dich wunderst, warum Fill ausgegraut ist: Hatch verhindert damit, dass du eine Datei konstruierst, die so nicht sinnvoll als Fläche gestickt werden kann.

Using the Reshape tool (H) shows the start point and endpoints at the top cleft of the heart outline.
Proof that a shape is open.

Warum das an der Maschine zählt (Realitätscheck aus der Produktion)

Die Entscheidung „open/closed“ ist einer der größten Hebel für Stickqualität und Durchlaufzeit.

  1. Closed Shapes (Fills): Sie erzeugen deutlich mehr Zug („Pull“). Beim Füllen wird der Stoff in die Fläche gezogen. Wenn du z. B. auf dehnbaren Polos eine Fläche ohne saubere Stabilisierung stickst, entstehen schnell Lücken oder Verzug.
    • Merksatz: Hohe Stichzahlen brauchen sauberes Einspannen und passende Stabilisierung. Wenn du hier mit Verzug kämpfst, ist Technik der erste Fix – aber in der Praxis kann ein Upgrade auf Magnetrahmen für Stickmaschine zusätzlich helfen, weil der Stoff gleichmäßiger gehalten wird als in vielen Standardrahmen.
  2. Open Shapes (Outlines): Sie sind schneller, aber „zarter“. Ein einfacher Run kann im Flor von Frottee verschwinden.
    • Praxis-Tipp: Bei strukturierten Materialien in Object Properties gezielt verstärken (z. B. Double/Triple Run) oder auf eine Satin Line wechseln.
Object list showing different icons for closed loop vs open line.
Identifying objects in the layer list.

Context Bar und Object Properties richtig lesen

Hatch ist kontextsensitiv. Das heißt: Die Oberfläche zeigt dir nur das, was für das aktuell ausgewählte Werkzeug/Objekt überhaupt möglich ist.

Die Context Bar ändert sich je nach Werkzeug/Objekt

Wenn du eine einfache geschlossene Form auswählst, zeigt die Context Bar die passenden Optionen für geschlossene Geometrie – insbesondere Reshape sowie die Umschalter Fill/Outline.

Top horizontal Context Bar highlighted, showing Reshape, Fill, and Outline buttons.
Highlighting context-aware tools.

Wechselst du auf ein Open-Shape-Werkzeug, ändert sich die Context Bar erneut. Das reduziert „Button-Chaos“ und verhindert Fehlbedienung.

Object Properties: Hier werden Stiche „gebaut“

Das Object-Properties-Docker (meist rechts) ist der Maschinenraum deiner Datei. Auf dem Bildschirm siehst du vielleicht ein pinkes Herz – aber die eigentliche Konstruktion steckt in den Object Properties:

  • Stitch Type: Satin, Tatami, Run, Triple Run usw.
  • Technik/Engineering: Underlay, Pull Compensation, Stitch Density.
  • Special Effects: Im Video wird Elastic Embossed Fill gezeigt.
Object Properties docker on the right highlighted, showing Stitch Type tabs.
Explaining where stitch settings live.

Typischer Anfänger-Irrtum: Farbe ist keine „Objekteigenschaft“ im technischen Sinn. Farbe ist eine visuelle Zuordnung aus der Palette. Das Stichverhalten steuerst du über Object Properties.

A heart shape with 'Elastic Embossed Fill' pattern applied.
Demonstrating special effects.

Praxisregel: „Properties zuerst“ spart Nacharbeit

In der Produktion kostet Nacharbeit Zeit. Zwei typische Workflow-Fehler sind:

  1. Falsche Anatomie: Du digitalisierst eine offene Linie, obwohl du eine Fläche wolltest (falsches Werkzeug).
  2. Falsche Technikdaten: Du hast die richtige Form, setzt aber Stichart/Einstellungen zu spät – und duplizierst dann schon fehlerhafte Objekte.

Der Workflow aus dem Video (Fill vs. Outline vor dem Digitalisieren festlegen) ist genau das, was Profis machen, um Revisionen zu reduzieren.

Reshape Tool verwenden (Shortcut H)

Das Reshape Tool (H) ist dein Diagnosewerkzeug. Es ist das „Röntgenbild“ deiner Datei.

Was du sehen solltest

Wenn du ein Objekt auswählst und H drückst, zeigt Hatch die Struktur:

  • Nodes: Knotenpunkte (gelbe Quadrate/Kreise), die die Form definieren.
  • Startpunkt: als grünes Quadrat/Raute.
  • Endpunkt: als rotes Kreuz.

Wenn Start (grün) und Ende (rot) direkt übereinander liegen, wirkt es optisch „geschlossen“ – konstruktiv ist es aber weiterhin eine offene Linie.

The File menu opening to create a new design, shortcut CTRL+N visible.
Creating new file.

Wann Reshape dein erster Schritt sein sollte

Nutze Reshape sofort, wenn:

  • Button gesperrt: Du willst Fill, aber das Symbol ist ausgegraut. (Diagnose: Open Shape ausgewählt.)
  • Unlogische Sprünge/Wege: Die Maschine fährt unerwartet quer durchs Motiv. (Diagnose: Entry/Exit ungünstig.)
  • Alte Dateien bearbeiten: Du musst erst verstehen, wie das Objekt aufgebaut ist.

Praxis-Hinweis zur Lernkurve

Ein Kommentar zeigt: Jemand fängt gerade erst mit Hatch an. Genau so ist es realistisch. Der erste Meilenstein ist nicht „künstlerisch“, sondern strukturell: Du solltest beim Blick auf ein Objekt erkennen können „Closed Satin Border“ vs. „Open Run Stitch“.

Workflow: Das richtige Werkzeug auswählen

Das Video zeigt einen einfachen Entscheidungs-Workflow. Bevor du ein Werkzeug anklickst, stell dir zwei Fragen.

Slide listing '2 Questions' for workflow: 1. Fill or Outline? 2. Open or Closed?
Explaining the decision matrix.

Die zwei Fragen (Logik vor dem Klick)

  1. Will ich eine Fläche (Fill) oder eine Linie/Kontur (Outline)?
  2. Muss die Struktur offen (Start/Ende) oder geschlossen (Loop) sein?

Regeln:

  • Wenn du Fill willst, brauchst du immer eine Closed Shape.
  • Wenn du Outline willst, kann es Open oder Closed sein.

Schritt-für-Schritt: Die saubere Reihenfolge

Im Video wird eine klare „Setup -> Draw“-Sequenz gezeigt, die in der Praxis sehr gut funktioniert:

  1. Digitize Closed Shape anklicken (Werkzeugwahl).
  2. In Object Properties den Tab Fill wählen (Absicht festlegen).
  3. Elastic Embossed Fill auswählen (Textur/Effekt).
  4. Pink in der Farbpalette wählen (visuelle Zuordnung).
  5. Form im Raster zeichnen (Ausführung).
Top left toolbox highlighted in red showing graphic tools.
Explaining the toolbox.

Checkpoints (kurz prüfen, bevor du weitergehst)

  • Context Bar: Sind Fill/Outline-Umschalter sichtbar? (Wenn nicht: falsches Objekt/Werkzeug.)
  • Properties Docker: Siehst du die Stichart, die du wirklich willst?
  • Verhalten: Wird die Fläche nach dem Bestätigen sofort als Fill dargestellt?

Fill in Outline umwandeln

Im Video wird ein gefülltes Herz markiert und per Outline in eine Kontur umgewandelt, danach Undo (Ctrl+Z). Das ist sehr nützlich für saubere, passgenaue Ränder: Dupliziere die Fläche, wandle die Kopie in Outline um – fertig ist ein exakt passender Rand.

Toolbar showing the conversion from Fill to Outline.
Converting object types.
The Fill icon is greyed out/disabled because an open shape is selected.
Explaining limitations of open shapes.

Prep

Digitalisieren ist nur 50% der Arbeit. Die anderen 50% sind physisch. Eine perfekte Datei kann wie ein Digitalisierfehler aussehen, wenn Setup und Materialführung schlampig sind.

Software Prep

  • Neues Design starten (Ctrl+N).
  • Object Properties sichtbar lassen (nicht „wegklicken“).
Object Properties panel highlighted while selecting different heart stitch types.
Changing stitch attributes.

Versteckte Verbrauchsmaterialien & physische Vorbereitung

Wenn du deine neuen Digitalisier-Skills testest, brauchst du kontrollierte Bedingungen. Wenn sich zu viele Variablen ändern, weißt du nicht, ob der Fehler aus der Datei oder aus dem Setup kommt.

  • Nadeln: Mit einer frischen 75/11 starten. Eine beschädigte Nadel verursacht Fadenprobleme, die Anfänger oft fälschlich als „Dichteproblem“ interpretieren.
  • Stickvlies (Fundament):
    • Dehnbare Stoffe (Strick/Polos): Cutaway.
    • Stabile Stoffe (Webware/Denim): Tearaway ist möglich.
  • Einspannen: Häufig der größte Fehlerpunkt. „Trommelfest“ ist gut – aber nicht verzogen. Wenn du den Stoff beim Einspannen dehnst, wird ein Kreis schnell zum Oval.
  • Trigger: Wenn du bei dicken Materialien kämpfst oder Rahmenspuren (glänzende Ringe) auf empfindlichen Textilien bekommst, ist das oft eine Hardware-Grenze. Viele suchen dann nach how to use magnetic embroidery hoops, weil Magnetrahmen den Stoff fest halten können, ohne die Reibung klassischer Rahmen.

Prep-Checkliste

  • Software: Neues Design (Ctrl+N) offen, Einheiten geprüft.
  • Interface: Object Properties sichtbar.
  • Verbrauchsmaterial: Stickvlies passend zum Material (Cutaway bei Strick!).
  • Hardware: Unterfadenbereich gereinigt; frische Nadel eingesetzt.
  • Einspannen: Stoff straff, aber nicht gedehnt.

Warning: Beim Testen von Stickdateien: Hände aus dem Bereich der Nadelstange. Wenn du mit Tools wie magnetic hoops arbeitest, beachte die Quetschgefahr. Die Magnete sind stark – Finger aus der „Schnappzone“ halten und Abstand zu Herzschrittmachern.

Setup

Setup ist dein „Decision Tree“, damit du beim Erstellen nicht gegen die Software arbeitest.

Interface-Synchronisation

  • Werkzeug in der Digitizing Toolbox wählen.
  • In der Context Bar kurz prüfen, ob der Modus passt.
  • In Object Properties Parameter setzen.

Decision Tree: Objekttyp wählen

Nutze diesen Ablauf für jedes Element:

  1. Willst du eine gefüllte Fläche (Fill)?
    • JA: Du brauchst ein Closed Shape-Werkzeug.
      • Aktion: Fill Type (Tatami/Satin) in den Properties festlegen.
    • NEIN: Weiter zu Schritt 2.
  2. Willst du eine Linie/Kontur (Outline)?
    • JA:
      • Kontur um eine Form? -> Closed Shape (in Properties auf Outline stellen).
      • Freie Linie/Detail? -> Open Shape.
  3. Audit:
    • Unsicher? -> H (Reshape) drücken, grün/rot prüfen.

Setup-Checkliste

  • Tool: Richtig gewählt (Open vs. Closed).
  • Context: Context Bar zeigt passende Optionen.
  • Properties: Stichart vor dem Setzen der Punkte gewählt.
  • Farbe: Kontrastfarbe gewählt (hilft beim Kontrollblick).
  • Audit: Reshape bestätigt Anatomie (offene Enden vs. geschlossener Loop).

Operation

Hier geht es um wiederholbare Gewohnheiten, die zu konstanten Ergebnissen führen.

Schritt-für-Schritt Ablauf

  1. Initialisieren: Leere Arbeitsfläche öffnen.
  2. Werkzeug wählen: Nach Decision Tree.
  3. Kontext prüfen: Optionen müssen zur Absicht passen.
  4. Stich-„Physik“ setzen: Stichart (z. B. Elastic Embossed Fill) in Object Properties wählen.
    • Praxis-Check: Underlay nötig? (Im Video werden Underlay & Co. als typische Properties genannt.)
  5. Farbe wählen: Visuelle Zuordnung.
  6. Digitalisieren: Punkte im Raster setzen.

Qualitäts-Checkpoints

  • „Greyed Out“-Check: Wenn Fill ausgegraut ist: STOP. Sehr wahrscheinlich ist es ein Open Shape.
  • Loop-Check: In der Objektliste/Objects Tab prüfen: Loop-Icon = geschlossen, Linien-Icon = offen.

Produktionshinweis: Wenn du für wiederkehrende Aufträge digitalisierst (z. B. 20 Logos), ist konstantes Einspannen genauso wichtig wie die Datei. Viele Betriebe nutzen eine Einspannstation für Maschinenstickerei, um Position und Spannung reproduzierbar zu halten.

Operation-Checkliste

  • Logik: „Fill vs. Outline“ und „Open vs. Closed“ korrekt entschieden.
  • Reihenfolge: Properties gesetzt -> Objekt erstellt.
  • Verifikation: Anatomie per Icon oder Reshape (H) geprüft.
  • Konvertierungstest: Closed Shapes testweise Fill/Outline toggeln (Undo zum Rückgängig).

Warning: Sticharten nicht „blind“ umstellen (z. B. Run zu schwerem Satin/Tatami), ohne Stitch Density zu prüfen. Zu hohe Dichte kann Fadenstau („bird’s nest“) oder Nadelbruch verursachen.

Quality Checks

Bevor du in ein Maschinenformat (DST/PES) exportierst, mach diesen Pre-Flight.

1) Objekt-Anatomie prüfen

Komplexe Objekte nacheinander auswählen, H drücken: Sind Start/Endpunkte logisch? Sind „geschlossene“ Formen wirklich geschlossen – oder nur überlappende Linien?

2) Properties prüfen

Durch die Objekt-Reihenfolge klicken und Object Properties beobachten: Wechselt eine feine Satin-Kontur plötzlich auf eine massive Tatami-Fläche? Jetzt finden statt am Kleidungsstück.

3) Workflow-Konsistenz

Wenn du nach dem Zeichnen ständig mit Reshape Grenzen „reparierst“, setz die Punkte bewusster. Sauberes Digitalisieren ist Rhythmus.

Beginner-Hardwarefrage: System-Spezifikation

Kommentar fragt: „does anyone use hatch with 8gm ram?“ Hatch rechnet viel. 8GB sind oft das Minimum; bei komplexeren Designs (z. B. Embossed Fills) kann es zäh werden. Wenn Zoomen/Ansicht „klebt“, Browser-Tabs schließen.

Troubleshooting

Symptom: Fill lässt sich nicht auswählen

  • Wahrscheinliche Ursache: Du hast ein Open Shape ausgewählt.
  • Sofort-Fix: Löschen und mit einem Closed-Shape-Werkzeug neu erstellen.
  • Vorbeugung: Decision Tree vor der Werkzeugwahl.

Symptom: Linie sieht geschlossen aus, verhält sich aber offen

  • Wahrscheinliche Ursache: Start/Ende liegen nur übereinander, sind aber nicht „geschlossen“.
  • Sofort-Fix: Per Reshape (H) bestätigen; ggf. in der Software eine Schließen-Funktion nutzen.

Symptom: Optionen verschwinden aus der Context Bar

  • Wahrscheinliche Ursache: Du hast ein anderes Objekt oder den Hintergrund angewählt.
  • Sofort-Fix: Das gewünschte Objekt erneut selektieren.

Symptom: Kontur „verschwindet“ im Material

  • Wahrscheinliche Ursache: Physisch/materialbedingt – ein Run ist zu dünn für hohen Flor (z. B. Frottee/Fleece).
  • Sofort-Fix: In Object Properties von „Single Run“ auf „Triple Run“ oder „Backstitch“ wechseln.
  • Vorbeugung: Wenn Material wandert und Stiche „schluckt“, Einspannen prüfen. Standardrahmen können rutschen. Stickrahmen für Stickmaschine mit magnetischer Klemmung halten voluminöse Materialien oft stabiler und drücken den Flor gleichmäßiger an.

Results

Wenn du den Unterschied zwischen Open und Closed Shapes beherrschst, hast du die größte Hürde beim manuellen Digitalisieren genommen.

  • Regel sitzt: Fills brauchen Closed Shapes.
  • Werkzeuge sitzen: Context Bar führt dich; Object Properties sind deine Technikzentrale.
  • Diagnose sitzt: Reshape (H) zeigt dir die Wahrheit.

Für die Produktion gilt: Konsistenz ist alles. Saubere Dateien (Hatch) plus konstantes Setup bringen planbare Ergebnisse. Wenn du mit Rahmenspuren, Handgelenkbelastung oder ungleichmäßigem Einspannen kämpfst, ist oft das Tooling der Engpass. Eine Einspannstation für Stickmaschinen oder ein Magnetrahmen sind in vielen Workflows nicht „nice to have“, sondern echte Skalierungshelfer.

Next Step: Erstelle eine „Lab-Datei“: eine Open Shape, eine Closed Fill und eine Closed Outline. Auf Reststücken teststicken. Dieses Maschinen-Feedback ist oft der schnellste Lehrer.