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Wenn bei dir die Melco-OS-Erinnerung „2,000,000 Stitch Maintenance“ sofort Stress auslöst, bist du nicht allein. Viele Bediener haben Sorge, dass man eine laufende Maschine durch „Wartung“ erst recht verstellt. Aus der Praxis gilt aber: Wartung ist keine Reparatur – sie ist ein Reset-Ritual.
Richtig ausgeführt sorgt diese Routine direkt für ruhigeren Lauf, gleichmäßigere Schlittenbewegung und weniger „mysteriöse“ Fadenrisse. Diese Anleitung baut die Standard-Sequenz aus Melco OS als praxisorientierten Ablauf nach – mit den Checks, die im Alltag wirklich zählen (z. B. ob das Messer korrekt „sitzt“ und wie du die Stichplatte optisch sauber zentrierst).

Die 2.000.000-Stiche-Erinnerung in Melco OS: Was sie im Produktionsalltag wirklich bedeutet (und warum sie sich „wöchentlich“ anfühlt)
Im Video wird das Intervall an einem Betrieb mit 400.000 Stichen pro Tag erklärt – dadurch erscheint die Wartung ungefähr wöchentlich. In der Realität ist die Stichzahl aber nur ein Faktor.
Sieh die 2.000.000-Stiche-Marke als „Check-Engine-Lampe“, nicht als exakten Kilometerzähler. Fusselaufkommen, Materialmix und Arbeitsumgebung beeinflussen, wie schnell sich Laufbahnen und Mechanik „trocken“ oder schwergängig anfühlen.
Praxis-Check mit den Sinnen: Nicht nur auf den Bildschirm schauen – hör und fühl deine melco Stickmaschine.
- Geräusch: Wird aus dem gleichmäßigen dumpf-dumpf der Nadelstangen ein hartes klack-klack?
- Gefühl: Wirkt die Bewegung eher „kratzig“ statt sauber gleitend?
- Wenn du solche Veränderungen vor 2 Mio. Stichen bemerkst, zieh die Wartung vor.

Die „versteckte“ Vorbereitung vor dem Klick auf „Step“: Stickrahmen, Treiber und Kollisionsrisiken, vor denen Melco OS ausdrücklich warnt
In Melco OS gehst du zu Tools → Settings → Timers und wählst „2,000,000 Stitch Maintenance“. Aber bevor du „Step“ startest, muss der Arbeitsbereich frei sein.
Die Software-Warnung ist nicht optional. Entferne unbedingt:
- Alle eingespannten/angebauten Stickrahmen.
- Den Wide Angle Cap Driver (wird in der Praxis häufig vergessen).
- Alle Klemmsysteme wie melco fast clamp pro.
Warum das so wichtig ist: Während der Sequenz bewegt die Maschine den Arm/Schlitten deutlich. Bleibt ein Treiber oder Rahmen montiert, kann es zu einer Kollision mit Stichplatte oder Unterarm kommen – aus einer Wartung wird dann schnell ein echter Schaden.

Verbrauchsmaterial & Werkzeug (was du wirklich brauchst)
- Nähmaschinenöl (idealerweise mit feiner Dosierspitze).
- Fusselfreies Tuch (Mikrofaser ist ideal; Küchenpapier hinterlässt Partikel).
- Druckluft (Dose oder Kompressor mit moderatem Druck).
- 2,5-mm-Inbusschlüssel.
- Taschenlampe (Handy geht – Stirnlampe ist am Unterarm deutlich angenehmer).
Vorbereitung – Checkliste (vor dem ersten Tropfen Öl)
- Menü: Du bist im Wartungsablauf in Melco OS.
- Freigang: Alle Stickrahmen, Klemmen und der Cap Driver sind ab.
- Werkzeug: 2,5-mm-Inbus liegt bereit.
- Zeitfenster: Plane insgesamt ca. 20 Minuten ein (inkl. der verpflichtenden 10-Minuten-Einwirkzeit).
Warnung (Quetschgefahr): Finger, weite Ärmel und Schmuck aus dem Nadelbereich und vom Unterarm fernhalten. Zwischen den Schritten kann sich die Maschine bewegen.
Der Needle-Drive-Ölpunkt mit 25 Tropfen: Der Schritt, den viele zu schnell „abhaken“ – und sich dann über „trockenen“ Lauf wundern
Nach „Next“ positioniert die Maschine den Nadelkasten so, dass ein kleines Ölloch zugänglich ist. Darüber werden Filze im Antrieb mit Öl versorgt.
Die „Docht“-Regel (Wicking):
- Ölloch lokalisieren (Taschenlampe hilft).
- 25 Tropfen langsam dosieren. Wichtig: Kein Strahl – wirklich Tropfen zählen.
- 10 Minuten warten, erst dann „Next“ drücken.
Warum warten? Das Öl muss über Schwerkraft und Kapillarwirkung in den Kanal laufen und die Filze sättigen. Wenn du sofort weiterklickst, kann Öl durch Bewegung eher verteilt/verschleudert werden, bevor es dort ankommt, wo es hin soll.

Überölen – Realitätscheck (Elektronik schützen)
Melco ist hier sehr klar: Überölen kann Elektronik beschädigen. Öl wandert und kann an Stellen laufen, wo es nicht hingehört.
- Sichtkontrolle: Wenn Öl am Eingang steht, „pfützt“ oder außen Richtung Elektronik läuft: Stopp – sofort abwischen.
- Mengen-Disziplin: 25 Tropfen sind der Standard in der Sequenz. (Im Video wird ausdrücklich vor Überölen gewarnt.)
Upper V-Rail reinigen und ölen: Zwei Flächen, zwei Tropfen – und der Schlitten läuft wieder sauber
Die V-Rail beeinflusst die Laufruhe und damit auch die Passung. Die Schiene hat zwei Flächen: vorn (zu dir) und hinten (zur Maschine).
Ablauf:
- Reinigen: Mit dem fusselfreien Tuch erst die Vorderseite wischen, dann das Tuch falten und die Rückseite wischen.
- Ölen: Je ein Tropfen auf Vorder- und Rückseite.
- Position: Tropfen möglichst nah am Nadelkasten setzen (wie im Video gezeigt).
Wenn Melco OS die andere Seite anfordert, den Vorgang dort wiederholen.



Untere Nadelstangen durch die Abdeckungsöffnungen ölen: Die Touch–Pull–Touch-Methode für sauberes Arbeiten
Das ist ein Feingefühl-Schritt: Du ölst durch Öffnungen in der Abdeckung – ohne Technik landet Öl schnell auf Kunststoff statt auf der Nadelstange.
„Touch–Pull–Touch“ (wie im Video demonstriert):
- Touch: Dosierspitze an die Nadelstange anlegen – noch nicht drücken.
- Pull: Spitze minimal zurückziehen, bis sich ein Tropfen bildet.
- Touch: Wieder an die Nadelstange – der Tropfen läuft sauber an der Stange herunter.
Tipp aus dem Video: Eine Taschenlampe erleichtert das Finden der Stangen durch die Öffnungen deutlich.


Wenn du mehrere Industrie-Stickmaschinen betreibst, lohnt es sich, diese Technik im Team zu standardisieren – sie reduziert Ölnebel/Ölflecken nach der Wartung.
Obere Nadelstangen nahe der PCB ölen: Der sichere Ansatz, damit kein Öl auf die Leiterplatte kommt
Das ist der kritischste Schritt in Richtung Elektronik. Zwischen den Nadelpositionen (im Video: Bereich zwischen Nadeln 6–12) sitzt eine Printed Circuit Board (PCB).
Sicherer Ablauf:
- Ansatzwinkel: Dosierspitze zuerst an der PCB vorbei führen.
- Dann erst Tropfen bilden: Erst wenn du „hinter“ der PCB bist, den Tropfen formen.
- Übertragen: Tropfen an die Nadelstange geben, damit er an der Stange herunterläuft.
Wichtig: Niemals mit einer bereits „hängenden“ Öltropfen-Spitze über/quer an der PCB vorbei fahren.

Zwischen-Check (bevor du den Unterarm öffnest)
- Untere Nadelstangen: Über Touch–Pull–Touch geölt?
- Obere Nadelstangen: Kein Öl auf/nahe der PCB?
- Sauberkeit: Überschüssiges Öl außen am Nadelkasten abgewischt?
- Werkzeug: 2,5-mm-Inbus für den Unterarm bereit?
Warnung (Elektronik): Öl auf der PCB kann zu sporadischen Fehlern führen, die teuer zu diagnostizieren sind. Wenn doch ein Tropfen landet: vorsichtig mit Druckluft weg von den Bauteilen ausblasen und sofort mit einem trockenen, fusselfreien Tuch abtupfen.
Stichplatte und Link Cover demontieren: Der 2,5-mm-Inbus-Schritt, bei dem später oft zu fest angezogen wird
Jetzt geht es an den Unterarm.
- Mit dem 2,5-mm-Inbus die zwei Schrauben lösen und herausnehmen.
- Stichplatte abheben.
- Link Cover abnehmen (magnetisch gehalten; vorne anheben).


Kurzer Hinweis zu Magneten (und warum sie im Workflow helfen)
Du merkst sofort: Das Link Cover „schnappt“ über Magnete sauber in Position. Genau deshalb setzen viele Betriebe im Einspannprozess zunehmend auf Magnetrahmen für Stickmaschine: gleichmäßige Klemmkraft ohne Schraubdruck – und oft weniger Rahmenabdrücke auf empfindlichen Materialien.
Trimmer-Service am beweglichen Messer: Ein Tropfen, 10 Bewegungen – und „ganz nach hinten“, sonst wird’s unangenehm
Dieser Schritt beugt Fehltrims und Trimmer-Störungen vor.
Protokoll:
- Ausblasen: Bereich mit Druckluft von Fusseln befreien.
- Ölen: Einen Tropfen oben auf das bewegliche Messer, dort wo Metall auf Metall läuft.
- Einlaufen: Mit dem Inbus das Messer 10× vor/zurück bewegen.
- Endposition: Messer ganz nach hinten schieben.
Kritischer Check: Ist das Messer nicht vollständig hinten, kann es beim Zusammenbau nicht korrekt über den Pin greifen – das kann direkt beim ersten Start blockieren.


Stichplatte wieder montieren – bewusst „locker“: Der Trick, damit das Zentrieren überhaupt möglich ist
Stichplatte wieder einsetzen, aber die Schrauben noch nicht final festziehen.
Praxisregel: Schrauben ansetzen, bis die Platte anliegt – dann minimal lösen, sodass sich die Platte noch leicht verschieben lässt. Genau dieses „Spiel“ brauchst du im nächsten Schritt.
Stichplatte zentrieren mit E-Stop und Z-Schaft: Ruhig, langsam – und Fadenrisse vermeiden
Das ist der wertvollste Teil der Routine: Eine zentrierte Stichplatte verhindert, dass die Nadel am Lochrand reibt (typische Ursache für Fadenfransen und Fadenrisse).
Präzisionsablauf (wie im Video):
- E-Stop drücken: Der rote Not-Aus löst die Haltekraft am Z-Schaft.
- Manuell absenken: Von unten/innen an den Z-Schaft greifen und langsam drehen, bis die Nadel in Richtung Stichplattenloch kommt.
- Sichtkontrolle: Nadel in das Loch führen.
- Ausrichten: Stichplatte so verschieben, dass die Nadel perfekt mittig steht.
- Optischer Anker: Rundum gleichmäßiger Abstand („Halo“) zwischen Nadel und Lochrand.
- Fixieren: Schrauben festziehen, während die Nadel unten steht.
- E-Stop lösen: Maschine geht wieder in „Head Up“.


Troubleshooting: Widerstand oder Blockade beim Absenken?
Wenn du beim manuellen Absenken merkst, dass es „hart“ anschlägt:
- Wahrscheinliche Ursache (Video): Das Trimmer-Messer ist nach vorn gewandert und blockiert den Weg.
- Lösung: Nadel wieder hochdrehen, Stichplatte abnehmen, Messer ganz nach hinten in Home-Position schieben, erneut montieren und nochmal zentrieren.
Hinweis aus der Praxis/Kommentare: Wenn du den Z-Schaft nicht drehen kannst oder deine Maschine/der Unterarm anders aufgebaut ist („I do not have the red arm“), dann nicht mit Gewalt arbeiten. In dem Fall ist die sichere Vorgehensweise, die Melco-spezifische Zugänglichkeit/Alternative für dein Modell im Service-Handbuch bzw. beim Hersteller/Techniker abzuklären.
Warum das Zentrieren so entscheidend ist: Wie ein minimaler Versatz zu dauernden Fadenrissen führt
Wenn die Nadel am Lochrand reibt:
- kann sich am Loch eine scharfe Kante bilden,
- die den Faden wie ein Messer beschädigt,
- und die Nadelbahn minimal ablenkt.
Gerade bei Dauerbetrieb mit Stickrahmen für melco lohnt es sich, diese Ausrichtung regelmäßig zu prüfen.
Entscheidungsbaum: Besserer Halt beim Einspannen – ohne Tape, das an der Maschine stört
Ein häufiger Auslöser für Probleme ist „kreatives Einspannen“: Tape/Wraps am Rahmen erhöhen zwar Grip, können aber an Anbauteilen anliegen und Bauteile (z. B. Platten/Abdeckungen) aus der Position drücken.
Entscheidungsbaum – Stoff rutscht / Rahmenabdrücke / Produktionsfluss
- Szenario A: Stoff rutscht im Rahmen.
- Riskant: Tape (z. B. Gaffer Tape) am Rahmen, besonders an Bereichen, die unten an der Maschine/Platte anliegen.
- Besser (Kommentar + Antwort im Thread): „Sandwich“-Methode: Einen Ring aus stärkerem Cutaway-Vlies zusätzlich einspannen, sodass der Rahmen mehr „Material auf Material“ greift. Dabei kann im oberen Vlies ein Fenster für das Motiv ausgeschnitten werden – genäht wird durch Stoff und eine Lage Vlies, während im Rahmenbereich zusätzliches Vlies für Grip sorgt.
- Szenario B: Rahmenabdrücke auf empfindlichen Teilen.
- Riskant: Rahmen zu locker lassen (führt zu Flagging und Fadenrissen).
- Option: Magnetrahmen für Stickmaschine für gleichmäßige Klemmung – Finger aus der Snap-Zone.
- Szenario C: Einspannen ist der Engpass.
- Wenn du mehr Zeit am Rahmen als an der Maschine verbringst, prüfe passende Stickrahmen für melco Stickmaschine und ggf. eine Einspannstation für Maschinenstickerei für reproduzierbare Passung.
Warnung (Magnet-Sicherheit): Magnetrahmen haben hohe Klemmkraft. Finger fernhalten und Abstand zu medizinischen Implantaten (z. B. Herzschrittmachern) einhalten.
Upgrade-Pfad (ohne Hard Sell): Wenn Wartung dir einen Workflow-Engpass zeigt
Wartung ist auch Bestandsaufnahme.
- Wenn das ständige Festziehen an Schraubrahmen die Handgelenke belastet, sind Magnetrahmen eine echte Entlastung.
- Wenn du bei Aufträgen ständig an Grenzen stößt, ist eine Mehrnadelstickmaschine oft der nächste logische Schritt.
Betriebs-Checkliste (60 Sekunden vor „Finish“)
- Freigang: Stickrahmen und Cap Driver sind weiterhin ab.
- Ölpunkt: Needle Drive mit 25 Tropfen versorgt und 10 Minuten gewartet.
- V-Rail: Beide Flächen gereinigt und je ein Tropfen Öl gesetzt.
- Elektronik: Kein Öl auf der PCB.
- Ausrichtung: Stichplatte erst nach Zentrierung bei abgesenkter Nadel festgezogen.
- Trimmer: Messer 10× bewegt und ganz nach hinten gesetzt.
- Reset: E-Stop gelöst; Maschine fährt normal in „Head Up“.
Klicke Finish: Der Timer wird zurückgesetzt, die Schmierung ist erledigt, und die Mechanik ist sauber ausgerichtet – bereit für die Produktion.
FAQ
- Q: Was bedeutet die „2,000,000 Stitch Maintenance“-Erinnerung in Melco OS für eine melco Stickmaschine im Produktionsalltag wirklich?
A: Behandle die Melco-OS-Erinnerung wie eine „Check-Engine-Lampe“, nicht wie einen perfekten Kalenderplan – führe die Wartung früher durch, wenn sich Lauf oder Geräuschbild verändert.- Hören: Vergleiche ein normales, gleichmäßiges Nadelstangen-Geräusch mit einem harten „Klackern“.
- Fühlen: Achte darauf, ob sich die Bewegung eher „kratzig“ statt sauber gleitend anfühlt.
- Handeln: Wartung vorziehen, wenn sich durch Fusselaufkommen/Umgebung der Lauf verschlechtert.
- Erfolgskontrolle: Nach Reinigen/Ölen läuft die Maschine ruhiger und gleichmäßiger.
- Wenn es weiter Probleme gibt: V-Rail-Reinigung und das Zentrieren der Stichplatte erneut prüfen, bevor du wieder in die Produktion gehst.
- Q: Was muss ich entfernen, bevor ich in Melco OS bei „2,000,000 Stitch Maintenance“ auf „Step“ klicke, um Kollisionen zu vermeiden?
A: Entferne vor dem Start alle Anbauten im Bereich, weil die Wartungssequenz den Arm bewegt und montierte Hardware kollidieren kann.- Entfernen: Alle montierten Stickrahmen abnehmen.
- Entfernen: Den Wide Angle Cap Driver abziehen.
- Entfernen: Klemmsysteme deinstallieren (z. B. melco fast clamp pro), damit der Bereich wirklich frei ist.
- Erfolgskontrolle: Die Maschine kann die Bewegungen ausführen, ohne dass etwas an Stichplatte/Unterarm anstößt.
- Wenn es trotzdem hakt: Sofort stoppen und prüfen, ob noch ein Rahmen, Treiber oder eine Klemme montiert ist.
- Q: Wie öle ich den Needle-Drive-Ölpunkt während der Melco-OS-„2,000,000 Stitch Maintenance“-Routine korrekt (25 Tropfen + 10 Minuten)?
A: Zähle 25 einzelne Tropfen in das Ölloch und warte volle 10 Minuten, bevor du „Next“ drückst – sonst kann das Öl die Filze nicht richtig durchtränken.- Finden: Nach dem Positionieren des Nadelkastens das kleine Ölloch mit Licht suchen.
- Dosieren: 25 Tropfen (kein Strahl), langsam und kontrolliert.
- Warten: 10 Minuten, damit Kapillarwirkung/Schwerkraft wirken.
- Erfolgskontrolle: Kein Öl steht/pfützt am Eingang, und der Bereich wirkt nicht mehr „trocken“.
- Wenn etwas nicht passt: Überschuss sofort abwischen und auf keinen Fall Öl in Richtung Elektronik laufen lassen.
- Q: Wie reinige und öle ich die Upper V-Rail korrekt, damit der Schlitten sauber läuft?
A: Beide Flächen reinigen und dann je einen kleinen Tropfen Öl auf Vorder- und Rückseite nahe am Nadelkasten setzen (und auf der anderen Seite wiederholen, wenn Melco OS dazu auffordert).- Wischen: Vorderseite wischen, Tuch falten, Rückseite wischen.
- Prüfen: Rückstände am Tuch sind normal – wichtig ist, dass die Flächen sauber sind.
- Ölen: Je ein Tropfen auf beide Flächen.
- Erfolgskontrolle: Der Lauf fühlt sich gleichmäßiger an.
- Wenn es nicht besser wird: Erneut reinigen und sicherstellen, dass wirklich beide Flächen geölt wurden.
- Q: Wie öle ich die oberen Nadelstangen nahe der PCB, ohne Elektronik zu gefährden?
A: Führe die Dosierspitze zuerst an der PCB vorbei, bilde den Tropfen erst danach und übertrage ihn auf die Nadelstange – niemals mit tropfender Spitze über die PCB.- Positionieren: Durch den Zwischenraum der Nadelstangen so ansetzen, dass die Spitze hinter der PCB ist.
- Dosieren: Nur so viel drücken, dass ein kontrollierter Tropfen entsteht.
- Reinigen: Überschuss außen am Nadelkasten sofort abwischen.
- Erfolgskontrolle: Kein sichtbares Öl auf der grünen Leiterplatte.
- Wenn doch Öl draufkommt: Mit Druckluft vorsichtig wegblasen (weg von Bauteilen) und mit fusselfreiem Tuch abtupfen.
- Q: Wie behebe ich Trimmer-Blockaden oder Widerstand beim manuellen Absenken der Nadel direkt nach dem Zentrieren der Stichplatte mit E-Stop und Z-Schaft?
A: Wenn sich die Nadel beim Zentrieren nicht sauber absenken lässt, steht das bewegliche Trimmer-Messer oft nicht „ganz hinten“ – Position zurücksetzen und erneut versuchen.- Prüfen: Nicht mit Gewalt am Z-Schaft drehen, wenn es hart anschlägt.
- Zurücksetzen: Stichplatte abnehmen und das bewegliche Messer ganz nach hinten schieben.
- Wiederholen: Stichplatte bewusst locker montieren, E-Stop drücken, Nadel absenken, zentrieren, dann festziehen.
- Erfolgskontrolle: Die Nadel fällt ohne Reiben ins Loch und fühlt sich nicht „blockiert“ an.
- Wenn es weiter klemmt: Trimmer-Schritt (1 Tropfen + 10 Bewegungen) wiederholen und Endposition kontrollieren.
- Q: Was ist die sicherste Methode gegen Stoffrutschen oder Rahmenabdrücke ohne Tape am Rahmen – und wann sind Magnetrahmen für Stickmaschine sinnvoll?
A: Vermeide Tape am Rahmen, weil es an Kontaktstellen Bauteile stören kann; nutze für Rutschen die Vlies-„Sandwich“-Methode und setze Magnetrahmen bei empfindlichen Teilen ein – mit Vorsicht wegen der Klemmkraft.- Gegen Rutschen: Cutaway-Vlies als zusätzliche Lage so einsetzen, dass der Rahmen stabil „Material auf Material“ greift (Fenster im oberen Vlies möglich).
- Gegen Rahmenabdrücke: Nicht zu locker einspannen; Magnetrahmen klemmen gleichmäßiger.
- Gegen Zeitverlust: Wenn Einspannen bremst, passende Rahmen/Prozesse standardisieren.
- Erfolgskontrolle: Material bleibt stabil, und empfindliche Teile zeigen weniger Abdrücke nach dem Ausspannen.
- Wenn es trotzdem Probleme gibt: Prüfe, ob am Rahmen unten etwas aufträgt (z. B. Tape), das an der Maschine anliegt, und entferne es aus Kontaktbereichen.
