Melco 30.000.000-Stich-Wartung: Ruhig, sicher und ohne Schäden – Nähfußnocke & Nadelkasten-Führungen richtig fetten

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Wartungsanleitung macht den Melco-„30.000.000 Stitch Maintenance“-Wizard zu einer sicheren, wiederholbaren Routine: So findest du den Timer in Melco OS, entfernst Stickrahmen/Spannsysteme (inkl. Wide Angle Driver) für ausreichend Freigang, nimmst die vorderen Oberarm-Abdeckungen ab, ohne Schrauben zu verlieren, trägst HP Grease nur dort auf, wo es hingehört (und nirgendwo sonst), montierst die Abdeckungen im „Floating“-Zustand, um Nadelstangen-Schäden zu verhindern, und reinigst/fettest anschließend die Nadelkasten-Führungen mit einem hauchdünnen Film. Dazu bekommst du klare Checkpoints, typische Fehlerbilder und praxisnahe Hinweise, wie du Stillstand und Bedienerbelastung im Produktionsalltag reduzierst.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du schon einmal eine Melco-Kopfabdeckung geöffnet hast und dachtest: „Ein falscher Klick und ich rufe den Support für einen teuren Vor-Ort-Termin“, bist du nicht allein. Diese Sorge ist nachvollziehbar. Der Antrieb einer gewerblichen Stickmaschine ist komplex – und die „30.000.000 Stitch Maintenance“ wirkt beim ersten Mal einschüchternd. Besonders die Warnung „Nicht auf Next drücken, sonst fallen Nadelstangen“ hängt vielen im Kopf.

Die Realität aus der Praxis: Angst entsteht durch fehlende Sichtbarkeit. Wenn du verstehst, warum das Fett genau dorthin muss, wo es hingehört, und was passiert, wenn du Schritte überspringst, wird aus dem „Risiko“ ein sauberer Ablauf.

Diese Anleitung bildet den standardisierten Melco-Workflow nach – mit Fokus auf Bedienbarkeit und Wiederholbarkeit. Wir folgen nicht nur einem Wizard, wir schützen die Lebensdauer deiner Maschine. Es geht darum, Fettwanderung zu vermeiden (der stille Killer), Führungen wirklich sauber zu bekommen, ohne Mikro-Fussel zu hinterlassen, und die softwaregestützte Ausrichtung so zu nutzen, dass sie für dich arbeitet.

Software interface showing the Maintenance settings and Timers tab menu path.
Software Setup

Der 30.000.000-Stich-Timer in Melco OS: Wann du ihn laufen lassen solltest (und warum „alle 3 Monate“ Sinn ergibt)

Im Video wird das als „30.000.000 stitch maintenance“ beschrieben – und als praxisnaher Rhythmus gilt: etwa alle drei Monate, wenn der Timer nicht automatisch erscheint.

Der technische Hintergrund: Nähfußnocke und Nadelkasten-Führungen sind hochbewegte Kontaktstellen. Sie brauchen nicht einfach „mehr Schmierung“, sondern saubere Schmierung. Über viele Millionen Stiche wird altes Fett zusammen mit Staub und Mikro-Fasern (u. a. aus Garn) zu einer feinen, leicht abrasiven Paste. Wenn du zu lange wartest, läuft die Maschine nicht nur „trocken“ – du reibst im Extremfall an Präzisionsflächen.

Wenn du deine melco Stickmaschine im Alltag stark auslastest (lange Schichten, dichte Flächen, viele Farbwechsel), behandle den Wizard als Zuverlässigkeits-Tool, nicht als Hinweis, den man wegklickt. Das Ziel ist nicht „mehr Fett“, sondern: Reinigen und erneuern. Alte Paste raus, frisches HP Grease als Film rein – damit der Nadelkasten ohne Widerstand läuft.

Praxis-Hinweis (aus den Rückmeldungen): Diese Wartung ist seit den rot-weißen AMAYA-Generationen Bestandteil der 30.000.000-Stich-Wartung und gilt grundsätzlich für Melco-Maschinen. Je nach Software-Version und Modell können Schritte, Bilder und Schraubanzahlen leicht variieren – die Software zeigt dir aber maschinenspezifische Hinweise (Schraubanzahl, Tropfen-/Fettpunkte, Abbildungen). Verlass dich bei der Anzahl der Schrauben auf deinen Bildschirm – und bei der Vorgehensweise auf die Technik in dieser Anleitung.

Technician gesturing near the embroidery machine head explaining the hoop removal warning.
Safety Warning

Die „unsichtbare“ Profi-Vorbereitung: Bett freimachen, Werkzeuge bereitstellen, Fussel nicht zu Schleifpaste machen

Unerfahrene schrauben sofort los. Profis investieren 5 Minuten Vorbereitung, damit keine Schraube im Maschinenkopf verschwindet und du nicht mit offener Abdeckung nach Werkzeugen suchst.

Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien aus dem Video (genau diese Art brauchst du):

  • 3-mm-Inbusschlüssel: aus dem Operator-Kit.
  • 2,5-mm-Inbusschlüssel: aus dem Operator-Kit.
  • HP Grease (High Performance): meist rot/rosa. Nicht durch Nähmaschinenöl oder andere Fette ersetzen.
  • Applikator: z. B. Spritze/Spender oder ein dedizierter Auftragestift.
  • Wattestäbchen: für Nuten und Führungsrillen.
  • Fusselfreies Tuch: z. B. Mikrofasertuch (sicherer als Papier, das Staub abgibt).

Warum diese Vorbereitung zählt:

  1. Kontaminationskontrolle: Die Führungsnut ist ein Fusselmagnet. Ein „fusseliges“ Tuch hinterlässt genau dort Material, wo du anschließend Fett aufträgst.
  2. Fettwanderung vermeiden: Fett auf der falschen Nockenfläche verteilt sich – und wird dann zur Klebefläche für Garnstaub.

Warnung: Mechanische Sicherheit. Behandle den Kopf so, als könnte er jederzeit verfahren. Finger aus Quetschstellen rund um Nadelkasten, Nähfuß und Abdeckungen – besonders, wenn der Wizard gleich eine Position anfährt.

Vorbereitungs-Checkliste (erst weiter, wenn alles abgehakt ist):

  • Material bereit: HP Grease geöffnet, Applikator griffbereit.
  • Werkzeuge getrennt: 3 mm und 2,5 mm liegen getrennt (falsche Größe = Schraubenkopf rund).
  • Sauberes Reinigungsmedium: Wattestäbchen / fusselfreies Tuch bereit.
  • Schrauben-Sicherung: Magnet-Schälchen oder Klebeband (Klebeseite nach oben) liegt bereit.
  • Freigang: Maschinenbett komplett frei (kein Stoff, keine Schere, keine Flaschen).
Close up of the right side of the machine head showing the locations of the 5 screws.
Disassembly

Melco Maintenance Wizard starten: Tools → Settings → Timers (und dann die Software führen lassen)

Versuche nicht, das „aus dem Bauch heraus“ manuell zu verfahren. Der Wizard ist dein Sicherheitsnetz.

Im Video ist der Pfad:

  • Tools → Settings → Timers tab
  • 30.000.000 stitch auswählen
  • Step klicken, um den Wizard zu starten

Der Wizard übernimmt zwei Dinge, die du manuell nicht sauber nachbildest:

  1. Sequenzierung: Er verfährt den Nadelkasten in Positionen, die Schrauben und Schmierpunkte zugänglich machen.
  2. Sicherheitslogik: Er warnt dich vor Bewegungen, die Schäden verursachen können, wenn Abdeckungen nicht montiert sind.

Pro-Tipp aus dem Video-Kontext: Wenn der Timer nicht erscheint, du aber bei Farbwechseln ein „trockenes/kratziges“ Geräusch wahrnimmst, starte die Wartung aktiv. Geräusche sind oft das früheste Warnsignal.

Using the Allen wrench case to create leverage for a tight screw.
Troubleshooting/Technique

Der wichtigste Freigang-Schritt: Stickrahmen, Spannsysteme und Wide Angle Driver abnehmen

Der Wizard warnt früh: „Remove Hoops“. Das ist keine Empfehlung. Im Video wird der Wide Angle Driver (Cap Driver) ausdrücklich als Teil genannt, der für Freigang entfernt werden soll.

Genau hier verlieren viele Zeit: Man lässt „nur kurz“ eine Vorrichtung montiert – dann verfährt der Kopf, kollidiert oder kommt in ungünstige Positionen. Sauberer Standard in der Produktion: Wartung startet immer mit freiem Bett.

Wenn du im Alltag Stickrahmen für melco nutzt, bau dir die Routine: Vor Wartung immer alles runter – Stickrahmen, Klemmsysteme, Cap Driver.

Warnung: Rahmenspuren-Risiko. Wenn du Wartung hinauszögerst, weil du ungern ausspannst: Zu langes Einspannen kann dauerhafte Abdrücke verursachen.

Applying red HP grease to the back side of the internal cam mechanism.
Lubrication

Rechte vordere Oberarm-Abdeckung: Abnehmen ohne Schraubenverlust und ohne ausgenudelte Köpfe

Wir starten auf der rechten Seite. Im Video ist der Werkzeugwechsel entscheidend:

  • 3 mm für die größeren Schrauben.
  • 2,5 mm für die kleine untere Schraube.

Die „Finger-Falle“-Technik (entscheidend):

  1. Losbrechmoment: Schrauben lokalisieren. Wenn eine Schraube sehr fest sitzt: nicht mit dem Handgelenk „reißen“. Nutze Hebel.
  2. Die kleine zuerst: Die kleine 2,5-mm-Schraube zuerst herausdrehen – sie geht am leichtesten verloren.
  3. Abdeckung sichern: Beim Lösen der letzten Schrauben eine Hand an der Abdeckung lassen.
  4. Herausdrehen durch Drehen: Abdeckung so drehen, dass die Ecke hinter dem Nadelkasten frei wird – nicht verkanten.
  5. Schraube „einfangen“: Wenn eine Schraube noch in der Abdeckung steckt: mit dem Finger sichern, während du die Abdeckung wegdrehst.

Checkpoint:

  • Abdeckung löst sich durch Drehen der Ecke hinter dem Nadelkasten, ohne Gewalt.
  • Alle Schrauben sind gezählt und gesichert (Magnet-Schale/Klebeband).
Finger lifting the presser foot slightly to expose the cam follower.
Maintenance Technique

Rechte Nähfußnocke fetten: HP Grease nur auf die Rückseite (nicht vorne, nicht seitlich)

Das ist der präziseste Moment. „Irgendwo Fett hin“ rächt sich später.

Geometrie der Nocke: Im Video wird sie wie eine „Achterbahn-Schiene“ beschrieben: Vorderseite (zu dir), Seitenkante und die Rückseite (versteckt).

Exakte Stelle: HP Grease auf die Rückseite der Nocke auftragen – dort läuft der Kontakt.

No-Go-Zonen:

  • Nicht auf die Vorderseite.
  • Nicht auf die Seitenkante.

Warum: Fett auf der falschen Fläche schmiert nicht – es sammelt Garnstaub und wird zur klebrigen Schicht, die sich später im Kopf verteilt.

Checkpoint:

  • Kontrollierte Menge rotes Fett ist nur auf der richtigen Rückseite sichtbar.
  • Die Vorderseite bleibt sauber/trocken.
Applying grease to the top surface of the upper presser foot cam follower.
Lubrication

„Anheben, nicht verklemmen“: Oberen Nähfußnocken-Mitnehmer fetten, ohne den Nähfuß festzusetzen

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Vorgehen:

  1. Anheben: Nähfuß leicht an der hinteren Biegung anheben, um den oberen Mitnehmer sichtbar zu machen.
  2. Punktauftrag: Einen kleinen Tupfer HP Grease auf die Oberseite des Mitnehmers geben.
  3. Langsam absenken: Nähfuß langsam ablassen – das verteilt das Fett.

Warnung: Verklemm-Gefahr. Den Nähfuß nicht nach hinten hinter die Nadelklemme drücken – laut Video kann er sich dort festsetzen. Nur vertikal anheben/absenken.

Checkpoint:

  • Beim Anheben ist kurz die obere Kante des Mitnehmers sichtbar.
  • Fett sitzt auf der Oberseite, nicht verschmiert an Nadelstange/Umgebung.
  • Der Nähfuß senkt sich sauber ab.
Rotating the right upper arm cover back behind the needle case for reinstallation.
Reassembly

Der „Floating Cover“-Trick rechts: Vor „Next“ wieder montieren (verhindert Nadelstangen-Schäden)

Stopp. Das ist der Schritt, der echte Schäden verhindert.

Risiko: Die vordere Oberarm-Abdeckung ist nicht nur Optik. Sie wirkt als Halteschiene/Retainer für die Nadelstangen. Wenn du im Wizard auf „Next“ klickst, ohne dass die Abdeckung montiert ist, kann der Nadelkasten verfahren – und Nadelstangen können herausfallen. Das führt zu Crash/Service.

Floating-Montage:

  1. Einhaken & drehen: Abdeckung wieder einsetzen, Ecke hinter den Nadelkasten führen.
  2. Schrauben setzen: Schrauben ganz eindrehen, bis sie anliegen.
  3. Leicht lösen: Dann minimal zurückdrehen, sodass die Abdeckung ganz leicht „schwimmt“.
  4. Freigang prüfen: Abdeckung muss bündig genug sein, damit sie beim Verfahren nicht am Nadelkasten hängen bleibt.
  5. Erst dann: Next klicken.

Checkliste (nicht auf Next klicken, bevor das stimmt):

  • Rechte Abdeckung ist montiert.
  • Schrauben sitzen an, sind aber leicht gelöst (Floating).
  • Abdeckung steht nicht schief.
  • Die kleine untere Schraube ist eingesetzt.
Pointing out the rail that holds needle bars in place, emphasizing the warning.
Warning Explanation

Nadelkasten richtet aus: Nach der Bewegung die sichtbaren Schrauben festziehen

Die Ausrichtung passiert aktiv:

  • Du klickst Next.
  • Der Nadelkasten verfährt und drückt die Abdeckung in die korrekte Position.
  • Danach ziehst du die jetzt zugänglichen Schrauben fest.

Das ist der Sinn des „Floating“: Hand-Ausrichtung kann minimal danebenliegen; die Maschine richtet über ihre Geometrie sauber aus.

Cleaning the needle case rail with a cotton swab.
Cleaning

Rechte Nadelkasten-Führung reinigen & fetten: Wattestäbchen, keine Fussel, nur ein dünner Film

Jetzt ist die rechte Führung zugänglich.

Ablauf:

  1. Reinigen: Mit sauberem Wattestäbchen alte Fett-/Staubmischung aus der Nut holen.
  2. Neu fetten: Frisches HP Grease als sehr dünnen Film auftragen.

Mengenregel: „Film“ statt „Klecks“.

  • Ein Klecks wird weggeschoben, sammelt Schmutz und kann später auf Textilien gelangen.
  • Ein Film schmiert, ohne zu wandern.

Checkpoint:

  • Nut ist vor dem Fetten sichtbar sauber.
  • Danach nur ein leichter rötlicher Schimmer – keine „Wulst“.
Applying a thin film of HP grease to the clean rail.
Lubrication

Linke vordere Oberarm-Abdeckung: Vier Schrauben, 3 mm Inbus, gleiche Technik

Der Wizard führt dich nun zur linken Seite.

  • Werkzeug: 3-mm-Inbusschlüssel (im Video typischerweise 4 Schrauben).

Gleiche Technik: Wenn eine Schraube fest sitzt: Hebel über das Inbus-Set/Griff nutzen (wie im Video gezeigt). Beim Herausdrehen/Abnehmen wieder die „Finger-Falle“ nutzen, damit nichts herunterfällt.

Hinweis aus den Rückmeldungen: Je nach Modell können Abdeckung und Schraubanzahl abweichen – die Software zeigt dir die maschinenspezifischen Bilder/Anweisungen. Die Grundtechnik bleibt gleich.

Removing the left upper arm front cover by rotating it out.
Disassembly

Linke Nähfußnocke fetten: Nur die rechtsseitig gerichtete Fläche (Vorderseite sauber halten)

Links ist die Orientierung entscheidend.

Exakte Stelle:

  • HP Grease auf die rechtsseitig gerichtete Fläche des Nockenhebels.
  • Vorderseite vermeiden.

Korrektur, falls passiert: Wenn Fett auf die Vorderseite kommt: sofort mit sauberem Wattestäbchen abnehmen.

Applying grease to the side of the left presser foot cam arm.
Lubrication

Linke Abdeckung wieder „floaten“ und ausrichten lassen: Setzen, leicht lösen, nach Bewegung festziehen

Auch links gilt: nicht nachlässig werden – das Risiko besteht auf beiden Seiten.

  1. Montieren: Abdeckung einsetzen (Zapfen in die Aufnahme, Ecke hinter den Nadelkasten).
  2. Floating: Schrauben ganz rein, dann leicht zurück.
  3. Wackeltest: Minimales Spiel ist gewollt.
  4. Freigang: Schraubenköpfe tief genug, damit nichts am Nadelkasten streift.
  5. Next klicken.

Notfall-Protokoll (aus dem Video): Wenn in dieser Phase Strom weg ist oder E-Stop gedrückt wurde: nicht „mit der Hand weiterhelfen“. Bewegung stoppen und Support kontaktieren.

Reinstalling the left cover by hooking the corner behind the needle case.
Reassembly

Linke Führung abschließen: Fussel raus, dann dünnen HP-Grease-Film auftragen

Letzter mechanischer Schritt:

  • Reinigen: Alte graue Paste/Fussel aus der linken Nut entfernen.
  • Fetten: Dünnen Film frisches HP Grease.
  • Kontrolle: Keine Wattestäbchen-Fasern im Fett.

Danach kannst du im Wizard Finish klicken.

Final application of grease to the left side rail using a swab.
Lubrication

Warum das funktioniert: Fettplatzierung, saubere Führungen und was dir die Maschine „akustisch“ sagt

Wir haben die Schritte abgearbeitet – jetzt die Logik dahinter.

1) Fett gehört auf Kontaktgeometrie, nicht „wo man gut hinkommt“

Ungeübte fetten, was sichtbar ist. Profis fetten, was tatsächlich gleitet. Rechts ist es die Rückseite der Nocke, links die rechtsseitige Fläche.

2) Führungen sind Präzision – nicht nur „läuft weich“

Die Führungsnut steuert Bewegung. Ablagerungen erzeugen Mikro-Vibrationen. Das kann sich in der Stickqualität bemerkbar machen.

3) Die Abdeckung ist strukturell, nicht kosmetisch

Die Abdeckung ist Teil des Haltesystems für Nadelstangen. Wer das versteht, nimmt „Floating Cover“ ernst.

4) Geräusch ist Frühwarnsystem

Nach der Wartung sollte das Verfahren gedämpft und „satt“ klingen, nicht kratzig. Wenn du Reiben hörst: stoppen, Schrauben lösen, wieder floaten und ausrichten lassen.

Troubleshooting: Zwei typische „Oh nein“-Momente (mit den Lösungen aus dem Video)

Symptom Wahrscheinliche Ursache Quick Fix Vorbeugung
Schraube lässt sich nicht lösen Hoher Anzug/zu wenig Hebel. Hebel: Inbus so nutzen, dass du mit dem Set/Griff eine Art T-Hebel bekommst (wie im Video). Später nur „handfest“ anziehen.
Nadelstangen fallen heraus / Schaden droht „Next“ geklickt ohne montierte Abdeckung. E-Stop/Stop: Nicht weiter verfahren. Oft ist Support/Techniker nötig. Nie „Next“, bevor die Abdeckung montiert und „floating“ ist.
Fett auf der falschen Nockenfläche Abrutschen/zu viel am Applikator. Sofort reinigen: Mit sauberem Wattestäbchen abnehmen. Präzise dosieren, Applikator sauber halten.

Praxis-Entscheidung: Standard-Stickrahmen vs. schnelleres Spannen für weniger Stillstand

Wartung sorgt für Verfügbarkeit – effizientes Spannen sorgt für Durchsatz. Wenn dich schon das Abnehmen der Rahmen nervt, steckt ein Workflow-Flaschenhals dahinter.

Entscheidungsbaum:

  1. Symptom: „Ich brauche länger zum Einspannen als die Maschine zum Sticken.“
  2. Symptom: „Hände/Handgelenke tun nach Schichten weh.“
    • Diagnose: Belastung durch Schraubrahmen.
    • Option: mighty hoops für melco (oder vergleichbare Magnetrahmen-Systeme) – Magnete übernehmen die Haltekraft.
  3. Symptom: „Ich habe Rahmenspuren auf empfindlichen Stoffen.“
    • Diagnose: Punktuelle Klemmkraft.
    • Option: Magnetrahmen verteilen den Druck oft gleichmäßiger.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen haben hohe Klemmkraft. Abstand zu Implantaten (z. B. Herzschrittmacher) halten. Finger beim Schließen aus dem Spalt – Quetschgefahr. Team in sicherer Handhabung schulen.

Upgrade-Perspektive: Weniger Stillstand, wenn die Wartung sitzt

Wenn du die 30M-Wartung sicher beherrschst, ist die Maschine zuverlässig – dann lohnt der Blick auf den Ablauf. Viele suchen nach how to use magnetic embroidery hoop-Videos, weil sie merken: Die Maschine ist schnell, aber das Handling am Bett kostet Zeit.

  • Kappenproduktion: Wenn der Wide Angle Driver bei Wartung im Weg ist, plane Kappen in Blöcken, damit du weniger oft umrüstest.
  • Große Motive: Ein xl Stickrahmen für melco kann Re-Einspannen reduzieren.
  • Skalierung: Wenn du ständig „machine busy“ als Engpass hast, kann ein zusätzlicher Workflow mit weiteren Mehrnadelstickmaschinen sinnvoll sein.

Abschluss-Checkliste (Finaler Reality-Check)

Nicht weggehen, bevor das passt:

  • Abdeckungen: Beide vorderen Oberarm-Abdeckungen waren vor jeder Wizard-Bewegung montiert.
  • Ausrichtung: Schrauben erst nach der Ausrichtung durch den Nadelkasten festgezogen.
  • Fett korrekt: HP Grease nur auf den gezeigten Kontaktflächen (rechts Rückseite, links rechtsseitige Fläche).
  • Sauberkeit: Führungen vor dem Fetten von alter Paste gereinigt.
  • Freigang: Bett frei; Stickrahmen/Spannsystem kann danach wieder sicher montiert werden.
  • Software: „Finish/OK“ geklickt; Maschine in sicherem Idle.

Danach: Testlauf. Hinhören. Wenn es ruhig und „satt“ klingt, hast du alles richtig gemacht.

FAQ

  • Q: Wann sollte die Melco-OS-30.000.000-Stich-Wartung ausgeführt werden, wenn das Timer-Pop-up nicht erscheint?
    A: In der Produktion etwa alle 3 Monate, wenn der Timer nicht automatisch auffordert – und früher, wenn der Kopf bei Farbwechseln „trocken/kratzig“ klingt.
    • Melco OS öffnen und Tools → Settings → Timers tab → 30.000.000 stitch auswählen → Step klicken.
    • Ziel als „reinigen und erneuern“ verstehen: alte graue/schwarze Paste aus den Führungen entfernen, bevor frisches HP Grease draufkommt.
    • Erfolgskontrolle: Verfahrbewegungen/Farbwechsel klingen gedämpft und sauber, nicht hohl oder kratzig.
    • Wenn es weiterhin auffällig ist: Abdeckungs-Ausrichtung (Floating/Align) prüfen – starkes Reiben kann von schief festgezogener Abdeckung kommen.
  • Q: Welche Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien brauche ich, bevor ich den Melco-30.000.000-Stich-Wartungswizard starte?
    A: Lege die Werkzeuge vorher bereit: 3-mm-Inbus, 2,5-mm-Inbus, HP Grease (rot/rosa), Applikator, Wattestäbchen und ein fusselfreies Tuch.
    • Maschinenbett komplett freimachen und eine Magnet-Schale oder Klebeband (Klebeseite nach oben) zum Sichern der Schrauben bereitlegen.
    • 3 mm und 2,5 mm trennen, damit du keine Schraubenköpfe rund drehst.
    • Nur fusselfreie Tücher/Wattestäbchen nutzen; keine Papiertücher, die Staub/Fasern abgeben.
    • Erfolgskontrolle: Alles ist in Griffweite, bevor der Wizard die erste Bewegung ausführt.
    • Wenn es Probleme gibt: Keine anderen Schmierstoffe substituieren; HP Grease verwenden und bei sichtbarer Fusselkontamination erneut reinigen.
  • Q: Warum warnt Melco OS mit „Remove Hoops“, und was muss entfernt werden, um Kollisionen während des Wizards zu vermeiden?
    A: Entferne alle Stickrahmen und Spannsysteme – insbesondere den Wide Angle Driver (Cap Driver) – weil der Wizard den Kopf/Nadelkasten verfährt und montierte Hardware im Weg sein kann.
    • Stickrahmen/Spannsysteme und Cap Driver abnehmen, bevor du die frühen Warnungen wegklickst.
    • Bett frei halten (kein Stoff, keine Schere, keine Flaschen, keine Vorrichtungen), damit der Kopf vollständig links/rechts verfahren kann.
    • Erfolgskontrolle: Die Maschine verfährt ohne Kontakt, ohne abrupten Stopp und ohne „Anstoßen“.
    • Wenn es trotzdem hakt: Auf vergessene Anbauten (Cap Driver/Vorrichtungen) prüfen und den Wizard mit komplett freiem Bett neu starten.
  • Q: Wie entferne ich die rechte vordere Oberarm-Abdeckung, ohne Schrauben zu beschädigen oder die kleine Schraube zu verlieren?
    A: Zuerst die kleine 2,5-mm-Schraube entfernen, dann die größeren Schrauben mit 3 mm lösen und die Abdeckung mit der „Finger-Falle“ sichern, damit nichts in die Maschine fällt.
    • Losbrechmoment mit Hebel lösen (kontrolliert, nicht mit „Handgelenk-Ruck“); bei Bedarf den Inbus mit dem Set/Griff als Hebel verlängern.
    • Beim Lösen der letzten Schrauben eine Hand an der Abdeckung lassen und sie dann hinter dem Nadelkasten herausdrehen – nicht erzwingen.
    • Lose Schrauben beim Wegdrehen mit dem Finger „einfangen“ und sofort sichern.
    • Erfolgskontrolle: Abdeckung löst sich ohne Kratzer; alle Schrauben sind vollständig vorhanden.
    • Wenn es nicht klappt: Stoppen, sobald ein Kopf rund wird; Inbus vollständig einstecken und mit kontrolliertem Hebel arbeiten.
  • Q: Wo genau muss HP Grease an den Melco-Nähfußnocken hin, damit kein Fett wandert und sich Fussel anlagern?
    A: HP Grease nur auf die Kontaktflächen: rechts ausschließlich auf die Rückseite der Nocke, links ausschließlich auf die rechtsseitig gerichtete Fläche – die Vorderseiten sauber und trocken lassen.
    • Kontrolliert auftragen; nicht auf Flächen schmieren, die keine Gleitlast tragen.
    • Wenn Fett auf die Vorderseite kommt: sofort mit sauberem Wattestäbchen entfernen.
    • Erfolgskontrolle: Rotes Fett ist nur auf der vorgesehenen Fläche sichtbar; Vorderseite bleibt sauber.
    • Wenn es wieder passiert: Präziser dosieren (z. B. mit Spritzen-Applikator) und „Klebeflächen“ erneut reinigen.
  • Q: Warum muss die vordere Oberarm-Abdeckung vor „Next“ im Wizard im „Floating“-Zustand montiert werden?
    A: Weil die Abdeckung als Retainer/Halteschiene wirkt: Wenn du ohne montierte Abdeckung auf „Next“ klickst, können Nadelstangen herausfallen und es kann zum Crash kommen.
    • Abdeckung einsetzen, Schrauben bis Anschlag eindrehen und dann ca. 1/4–1/2 Umdrehung zurückdrehen, damit sie minimal „floatet“.
    • Prüfen, dass sie bündig genug sitzt und nicht am Nadelkasten hängen bleibt; dann „Next“ klicken und die Ausrichtung durch die Bewegung abwarten.
    • Erst nach der Bewegung die zugänglichen Schrauben festziehen.
    • Erfolgskontrolle: Kein Reiben; Verfahrgeräusch ist ruhig.
    • Wenn es klemmt oder Nadelstangen fallen: sofort stoppen, nichts mit Gewalt bewegen – häufig ist Techniker-/Supporthilfe nötig.
  • Q: Wie reinige und fette ich die Melco-Nadelkasten-Führungen bei der 30.000.000-Stich-Wartung, damit kein Fett auf Textilien gelangt?
    A: Erst die Nut vollständig reinigen, dann nur einen hauchdünnen Film HP Grease auftragen (Schimmer statt Klecks), damit überschüssiges Fett nicht wandert.
    • Nut mit sauberem Wattestäbchen reinigen, bis alte graue/schwarze Paste entfernt ist.
    • Frisches HP Grease als dünnen, leicht transparenten Film auftragen.
    • Auf Wattestäbchen-Fasern im Fett prüfen und entfernen.
    • Erfolgskontrolle: Vorher sichtbar sauber; nachher nur leichter rötlicher Film ohne Wulst.
    • Wenn trotzdem Fett auf Ware auftaucht: Menge weiter reduzieren und prüfen, ob Fett auf falschen Nockenflächen sitzt und nach vorne wandert.