HappyJapan HCU2-1501 richtig ölen wie in der Produktion: tägliche „A“-Greifer-Ölung + wöchentliche „B“-Nadelstangen- & Reciprocator-Routine

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Wartungsanleitung macht aus dem A/B-Schmierplan-Aufkleber der HCU2-1501 eine wiederholbare Routine ohne Rätselraten. Du lernst exakt, wo du beim Rotationsgreifer die Laufbahn/Ridge ölst (A), welche Zugangsbohrungen für die Nadelstangen zu bedienen sind (B), wie du den Kopf auf Nadel 1 verfährst, um den Reciprocator über den gelben Kanal zu erreichen (B), und wann Tropföl vs. Sprühöl zulässig ist – inklusive kleiner Gewohnheiten, die Geräusche, Wärmeentwicklung und vorzeitigen Verschleiß im Produktionsalltag reduzieren.
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Inhaltsverzeichnis

Wartungssicherheit an der HappyJapan HCU2-1501: Ein Produktionsleitfaden für die A/B-Ölroutine

Wenn du eine HappyJapan HCU2-1501 lange genug im Einsatz hast, erscheinen irgendwann konkrete Wartungshinweise am Display. Für neue Bediener kann so ein plötzlicher Hinweis Stress auslösen: „Habe ich etwas kaputt gemacht? Steht die Produktion gleich?“

Die Realität aus dem Produktionsalltag: Reibung ist der Feind von Laufzeit und Marge. Die HCU2-1501 ist für hohe Stichzahlen gebaut – und das A/B-Ölsystem ist schlicht die Art der Konstrukteure, Reibung zu kontrollieren, bevor daraus Hitze, Geräusche und teure Ersatzteile werden.

Diese Anleitung baut das Standard-Video zu einem „Werkstatt-Praxispapier“ aus. Es geht nicht nur um „wohin mit dem Öl“, sondern auch um Kontrollpunkte, Timing und typische Fehler. Egal ob du eine einzelne Maschine betreibst oder mehrere multi needle embroidery machine im Shop laufen lässt: Diese Routine ist deine Versicherung gegen Stillstand.

HappyJapan HCU2-1501 machine wide shot with title text 'HOW TO OIL YOUR MACHINE'.
Intro Slide

Der Schlüssel: Den „Place To Oil“-Aufkleber richtig lesen

An der rechten Gehäuseseite der HappyJapan HCU2-1501 sitzt ein Referenz-Aufkleber („Place To Oil“). Das ist keine unverbindliche Empfehlung, sondern die Karte.

Das System ist zweigeteilt – zwei Wartungsrhythmen:

  • Schedule A (täglicher Puls): erscheint alle 125.000 Stiche (in vielen Betrieben etwa täglich).
  • Schedule B (wöchentlicher Reset): erscheint alle 1.000.000 Stiche (oft etwa wöchentlich).

Umdenken: Stichzahl statt Kalender – und wie man es praxistauglich macht

Der Aufkleber arbeitet mit Stichzahlen. In der Praxis vereinfachen viele Bediener das über feste Gewohnheiten.

  • „Unterfaden-Regel“: Wenn du nicht ständig auf den Zähler schauen willst: Schedule A ungefähr bei jedem zweiten Unterfadenwechsel erledigen. Die Maschine steht ohnehin, die Greiferzone ist offen – und Wartung wird Teil des Workflows statt Unterbrechung.
Close-up of the 'Place To Oil' reference decal on the side of the machine showing Schedule A and B.
Explaining schedules
Finger pointing to the rotary hook diagram on the reference decal.
Identifying Schedule A location

Phase 1: Die „unsichtbare“ Vorbereitung (bevor du Öl anfasst)

Eine schmutzige Maschine zu ölen ist wie ein dreckiges Auto zu wachsen: Du schließt den Schmutz ein. Flusen wirken wie ein Schwamm – tropfst du Öl auf Flusen, entsteht eine abrasive Paste, die Metall schneller verschleißt.

Bevor der erste Tropfen kommt, schaffst du dir im Kleinen eine „saubere Zone“.

Das kleine Praxis-Set (oft wichtiger als im Handbuch)

  1. Druckluft (Dose) oder weiche Bürste: um Staub/Flusen zu lösen.
  2. Pinzette: um Fadenreste aus der Greiferzone zu ziehen.
  3. Fusselfreies Tuch: um Tropfen aufzufangen.
  4. Taschenlampe: damit du die Laufbahn wirklich siehst – nicht „nach Gefühl“ triffst.

Warnung: Mechanische Sicherheit. Finger, Werkzeuge, Schmuck und weite Ärmel von bewegten Teilen fernhalten. Niemals in Greifer- oder Nadelbereich greifen, während die Maschine läuft. Vor der Vorbereitung sicherstellen, dass die Maschine steht.

Vorbereitungs-Checkliste

  • Sichtprüfung: Mit Licht in die Rotationsgreifer-Einheit leuchten. Liegt ein „Filz“ aus grauen Flusen? Vorsichtig entfernen.
  • Fadenreste prüfen: Keine losen Fadenenden dürfen um Wellen/Greiferbereich gewickelt sein.
  • Öl prüfen: Nur klares/weißes Nähmaschinenöl verwenden. Keine dunklen Öle und keine Haushaltsmittel wie WD-40 (Lösemittel, kein Schmieröl).
  • Timing planen: Schedule A an den Start eines Laufs legen; Schedule B ans Tagesende.

Phase 2: Schedule A – Rotationsgreifer (das tägliche Ritual)

Schedule A betrifft ausschließlich den Rotationsgreifer. Dieses Bauteil läuft mit sehr hoher Drehzahl – die Toleranzen sind klein.

Video und Aufkleber sind eindeutig: Wir ölen nicht „irgendwo“. Ziel ist die Laufbahn/Ridge – also die metallische Spur, auf der der Greiferkorb läuft.

View of the rotary hook area with the bobbin case removed.
Preparing to oil hook
Finger pointing to the specific metal ridge acting as the raceway on the rotary hook.
Pointing out exact oiling spot

Vorgehen

  1. Spulenkapsel entnehmen: So hast du freie Sicht.
  2. Ridge/Laufbahn finden: Suche die glänzende Metallspur am äußeren Umfang der Greiferbaugruppe (wie eine schmale, polierte „Schiene“).
  3. Öl auftragen:
    • Menge: 1–2 Tropfen.
    • Ziel: direkt auf die Ridge/Laufbahn.
    • Zulässig: Klassisches flüssiges Nähmaschinenöl ist Standard. Das Video zeigt außerdem: Sprühöl ist an dieser Greiferstelle ebenfalls möglich.
Holding a bottle of standard sewing machine oil drops.
Showing oil type options
Holding a can of spray oil near the rotary hook.
Showing spray oil option
Indicating the full circumference of the rotary hook ridge.
Explaining the oil path

Kontrollpunkt: Woran du erkennst, dass es passt

  • Optisch: Die Laufbahn wirkt leicht glänzend – aber es steht kein Öl „unten im Greiferraum“.
  • Geräusch: Ein trockener Greifer klingt oft leicht „zischend“/„kratzig“. Nach dem Ölen und Anlaufen sollte es gleichmäßiger und ruhiger werden.

Warum „direkt vor dem Sticken“?

Weil die Rotation das Öl verteilt: Sobald die Maschine läuft, verteilt der Greifer das Öl über 360° der Laufbahn. Ölst du und lässt es über Nacht stehen, zieht die Schwerkraft das Öl nach unten – oben startest du dann wieder trockener.

Phase 3: Sprühöl vs. Tropföl – klare Regeln statt Bauchgefühl

Das ist in vielen Betrieben ein häufiger Stolperstein. Die HCU2-1501 hat hier eindeutige „Ja/Nein“-Zonen:

  • Rotationsgreifer (Schedule A): Tropföl = JA. Sprühöl = JA.
  • Nadelstangen (Schedule B): Tropföl = JA. Sprühöl = JA.
  • Reciprocator (Schedule B): Tropföl = JA. Sprühöl = NEIN.

Warum diese Unterscheidung? Sprühöl erzeugt Nebel. In der offenen Greiferzone ist das beherrschbar. Im engen, gezielten Reciprocator-Kanal (gelber Filz) ist Sprühöl zu unkontrolliert – es kann sich verteilen, wo es nicht hingehört. Hier zählt Präzision: Tropfen statt Nebel.

Phase 4: Schedule B – Oberkopf (das wöchentliche Ritual)

Schedule B betrifft die Bauteile mit Hubbewegung: Nadelstangen und Reciprocator. Diese Teile drehen nicht – sie laufen auf/ab.

Teil 1: Nadelstangen schmieren

Mit der Zeit können Nadelstangen „zäh“ werden (altes Öl, Ablagerungen). Das kann Geräusche und unruhigen Lauf begünstigen.

Wide shot of the needle bar area faceplate.
Transition to Schedule B
Finger pointing to the upper row of oiling holes on the white faceplate.
Locating needle bar oil points
Pointing to the oiling holes located underneath the silver LED light bar.
Locating lower needle bar oil points

Vorgehen:

  1. Zugangsbohrungen finden: An der unteren Frontplatte die Bohrungen (im Video/Schema 1–15).
  2. Zusätzliche Bohrungen: Schmierpunkte unter der LED-Leiste lokalisieren.
  3. Ölen: Pro Bohrung einen Tropfen oder einen kurzen Sprühstoß.
  4. Systematisch arbeiten: Von Nadel 1 bis Nadel 15 – nichts auslassen.

Timing-Regel: Am besten am Schichtende. Hier ist „einwirken lassen“ sinnvoll.

Teil 2: Reciprocator (kritischer Schritt)

Diesen Schritt lassen Einsteiger oft aus, weil man den Schmierpunkt erst erreicht, wenn der Kopf in Position gefahren wird. Der Reciprocator-Zugang (gelber Kanal) ist nur in einer bestimmten Stellung frei.

Touchscreen display showing the needle selection menu.
Preparing to move head
Finger selecting Needle 1 on the touchscreen.
Commanding head movement
The entire head assembly moving to the far left side.
Machine in motion

Sichere Bewegungssequenz:

  1. Am Touchscreen arbeiten.
  2. Needle Selection (Nadelwahl) öffnen.
  3. Nadel 1 auswählen.
  4. Warten: Der Kopf fährt ganz nach links. Erst weiterarbeiten, wenn die Bewegung vollständig beendet ist.
Pointing to the yellow channel/felt exposed by the head movement.
Identifying reciprocator point
Applying liquid drop oil to the yellow reciprocator channel.
Oiling Reciprocator

Gelber Kanal – Vorgehen:

  1. Links am Kopf in den geöffneten Bereich schauen: gesucht ist der gelbe Filz-/Kanal.
  2. Werkzeugwechsel: Sprühdose wegstellen. Tropföl nehmen.
  3. Ölen: 1–2 Tropfen direkt in/auf den gelben Filzkanal.
  4. Warum Filz? Der Filz dient als Reservoir und gibt das Öl kontrolliert ab.

Fehlersuche: Wenn „gewartet“ sich trotzdem nicht gut anfühlt

Auch mit Routine kann etwas schiefgehen. Diese Tabelle hilft, Wartungsfehler von echten Problemen zu trennen.

Symptom (Wahrnehmung) Wahrscheinliche Ursache Lösung
Hohes „Quietschen“ aus dem Spulen-/Greiferbereich Laufbahn noch trocken (Punkt verfehlt) Schedule A wiederholen und wirklich die Ridge/Laufbahn treffen, nicht das Gehäuse.
Ölflecken auf dem Textil nach dem Start Zu viel Öl Vorbeugung: Nach Schedule A kurz auf Reststoff anlaufen lassen, um Überschuss „abzuschleudern“.
„Zäher“ Lauf/ungewöhnliche Geräusche im Kopfbereich Nadelstangen nicht gleichmäßig geölt oder Ablagerungen Nadelstangenpunkte sauber halten und dann gleichmäßig nach Schedule B ölen.
Mahlendes Geräusch beim Verfahren des Kopfes Reciprocator zu trocken Gelben Filzkanal prüfen und 1–2 Tropfen Tropföl setzen (kein Sprühöl).
Wartungshinweise bleiben Zähler/Anzeige nicht zurückgesetzt Wartung ist mechanisch, die Meldung ist digital: Wartungszähler im Menü zurücksetzen.

Über Wartung hinaus: „Workflow Health“-Check

Die Maschine läuft nach A/B-Ölung sauber – trotzdem ist der Output zu niedrig? Dann ist der Engpass oft nicht SPM, sondern Zeit am Rahmen.

Wenn du deinen happy japan Stickmaschine-Workflow sauber standardisierst, wird die Maschine schneller „frei“ – und dann fällt auf, wo Zeit verloren geht.

Entscheidungshilfe: Technikproblem oder Tool-Upgrade?

Szenario 1: Rahmenspuren als Dauerproblem

  • Auslöser: Du verbringst viel Zeit damit, Abdrücke von Standardrahmen auszudämpfen.
  • Diagnose: Klemmkraft wirkt punktuell.
  • Option 1: „Floating“ (mit selbstklebendem Stickvlies statt Einspannen des Shirts).
  • Option 2 (Tool-Upgrade): Magnetrahmen verteilen die Spannung gleichmäßiger und reduzieren Rahmenspuren.

Szenario 2: Dicke Jacken/Canvas als Kraftakt

  • Auslöser: Dicke Nähte/Jacken lassen sich nur mit Kraft in Standardrahmen schließen.
  • Diagnose: Reibschluss + Handkraft sind der limitierende Faktor.
  • Option 1: Rahmenschraube stark lösen (Risiko: Schlupf).
  • Option 2 (Tool-Upgrade): Magnetrahmen schließen über Magnetkraft und sind bei dicken Kanten oft deutlich schneller.

Szenario 3: Volumen-Engpass

  • Auslöser: Großauftrag (z. B. 500 Shirts). Die Maschine läuft gut, steht aber zwischen den Läufen lange wegen Einspannen.
  • Diagnose: Maschinenkapazität > Bedienkapazität.
  • Option: Zweite Einspannstation oder – falls noch nicht vorhanden – Umstieg auf eine 15-Nadel-Plattform.

Warnung: Magnet-Sicherheitsregeln. Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Magneten.
* Quetschgefahr: Magnete können schlagartig schließen – Finger freihalten.
* Medizinische Geräte: Abstand zu Herzschrittmachern/Insulinpumpen einhalten.

Begriffe aus der Praxis

Wenn du nach Optimierungen für Industrie-Stickmaschinen suchst, tauchen Begriffe auf, die Wartung und Produktion verbinden.

Begriffe wie magnetic embroidery hoop sind nicht nur Zubehör, sondern echte Produktivitätshebel. In der Praxis sieht man oft: Wer die „langweiligen Basics“ (A/B-Ölung) im Griff hat, kann Tools sinnvoll einsetzen. Umgekehrt gilt: Wenn eine 15-Nadel-Stickmaschine nicht sauber läuft, ist eine stabile Wartungsroutine die Voraussetzung, bevor du über „noch schneller“ nachdenkst.

Abschluss-Checkliste (zum Ausdrucken)

Standardisiere das im Betrieb.

Täglich (A – Greifer):

  • Maschine steht?
  • Flusen entfernt?
  • 1–2 Tropfen auf die Laufbahn/Ridge?
  • Kurztest auf Reststoff?

Wöchentlich (B – Nadelstangen/Reciprocator):

  • Schichtende?
  • 1 Tropfen in die Frontplatten-Bohrungen?
  • Kopf auf Nadel 1 verfahren?
  • 1–2 Tropfen (NUR FLÜSSIG) in den gelben Reciprocator-Kanal?
  • Maschine aus, damit es einwirken kann?

Wartung ist keine lästige Pflicht, sondern ein Ritual: die kurze „Unterhaltung“ mit der Maschine, damit beim Start des nächsten Millionen-Stiche-Jobs nur ein gleichmäßiger Lauf zu hören ist.

FAQ

  • Q: Welche Verbrauchsmaterialien und Werkzeuge sollte man vor der A/B-Ölroutine an einer HappyJapan HCU2-1501 bereitlegen?
    A: Lege dir zuerst ein kleines „Sauberkeits-Set“ bereit, denn Öl auf Flusen kann zu einer abrasiven Paste werden und den Verschleiß beschleunigen.
    • Bereitlegen: Druckluftdose oder weiche Bürste, Pinzette, fusselfreies Tuch und eine Taschenlampe.
    • Prüfen: Mit der Taschenlampe in den Rotationsgreifer leuchten und graue Flusenmatten sowie Fadenreste entfernen.
    • Verifizieren: Nur klares/weißes Standard-Nähmaschinenöl verwenden; dunkle Öle vermeiden und WD-40 vermeiden (Lösemittel, kein Schmieröl).
    • Erfolgskontrolle: Der Greiferbereich ist sichtbar sauber (keine „Filzmatten“), bevor Öl aufgetragen wird.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Stoppen und erneut reinigen – nicht „mehr Öl“ als Ersatz für Sauberkeit verwenden.
  • Q: Wie viele Tropfen Öl gehören bei Schedule A (125.000 Stiche) auf die Rotationsgreifer-Laufbahn der HappyJapan HCU2-1501?
    A: Verwende 1–2 Tropfen direkt auf der Laufbahn/Ridge des Rotationsgreifers – nicht auf dem umliegenden Gehäuse.
    • Entfernen: Spulenkapsel herausnehmen, damit du freie Sicht hast.
    • Zielen: Die glänzende Metallspur (Laufbahn/Ridge) am äußeren Umfang der Greiferbaugruppe identifizieren.
    • Auftragen: 1–2 Tropfen genau auf diese Spur setzen (Sprühöl ist an dieser Greiferstelle zulässig).
    • Erfolgskontrolle: Die Laufbahn glänzt leicht, ohne dass sich unten im Greiferbereich Öl sammelt.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Schedule A wiederholen und prüfen, ob das Öl wirklich auf der Ridge gelandet ist; anschließend kurz auf Reststoff laufen lassen, um Überschuss zu verteilen.
  • Q: Wann sollte Schedule A an der HappyJapan HCU2-1501 durchgeführt werden – direkt vor dem Sticken oder am Tagesende?
    A: Schedule A (Greifer) idealerweise direkt vor dem Sticken durchführen, damit die Rotation das Öl gleichmäßig über die Laufbahn verteilt.
    • Planen: Am Start eines Laufs ölen, nicht „über Nacht“.
    • Laufen lassen: Nach dem Ölen ca. ~30 Sekunden auf Reststoff sticken, um Öl zu verteilen und Überschuss abzuschleudern.
    • Hinhören: Auf die Veränderung des Laufgeräuschs achten.
    • Erfolgskontrolle: Der Bereich klingt weniger trocken/kratzig und insgesamt gleichmäßiger.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Bei Flecken künftig weniger Öl verwenden und den Reststoff-Testlauf konsequent machen.
  • Q: Darf man bei Schedule B (1.000.000 Stiche) Sprühöl im gelben Reciprocator-Filzkanal der HappyJapan HCU2-1501 verwenden?
    A: Nein. Am Reciprocator der HappyJapan HCU2-1501 kein Sprühöl verwenden – dort ausschließlich Tropföl in den gelben Filzkanal.
    • Verfahren: Am Touchscreen die Nadelwahl öffnen, Nadel 1 auswählen und warten, bis der Kopf ganz links steht und stoppt.
    • Finden: Den gelben Filz-/Kanal auf der linken Seite lokalisieren.
    • Auftragen: Sprühdose wegstellen und 1–2 Tropfen flüssiges Öl direkt auf/in den Filz geben.
    • Erfolgskontrolle: Der Filz wirkt leicht benetzt (nicht knochentrocken/hellgrau), und das Verfahren klingt ruhiger.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Prüfen, ob der Kopf wirklich vollständig auf Nadel 1 positioniert ist und ob der richtige gelbe Kanal geölt wurde.
  • Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten vor dem Reinigen oder Ölen im Greifer- und Nadelbereich der HappyJapan HCU2-1501?
    A: Die HappyJapan HCU2-1501 muss vollständig stehen, bevor Hände oder Werkzeuge in die Nähe von Greifer oder Nadeln kommen – niemals an bewegten Teilen arbeiten.
    • Stoppen: Sicherstellen, dass keine Bewegung mehr stattfindet.
    • Sichern: Finger, Pinzette, Bürste, Schmuck und weite Ärmel aus dem Greifer-/Nadelbereich fernhalten.
    • Reinigen: Flusen und Fadenreste nur bei stehender Maschine entfernen.
    • Erfolgskontrolle: Nichts bewegt sich, während du im Greiferbereich arbeitest.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Wenn der Kopf unerwartet verfährt, zurücktreten und den Maschinenzustand am Bedienfeld prüfen, bevor du fortfährst.
  • Q: Warum kann die HappyJapan HCU2-1501 trotz Wartung ein hohes Quietschen aus dem Spulenbereich machen?
    A: Ein hohes Quietschen aus dem Spulen-/Greiferbereich bedeutet meist, dass die Laufbahn noch trocken ist oder der Tropfen die Laufbahn/Ridge nicht getroffen hat.
    • Wiederholen: Schedule A erneut durchführen und gezielt auf die glänzende Laufbahn/Ridge zielen.
    • Prüfen: Vorher Flusen entfernen; Flusen können Öl aufsaugen und die Schmierung verhindern.
    • Testen: Kurz auf Reststoff laufen lassen und auf die Geräuschänderung achten.
    • Erfolgskontrolle: Das Quietschen verschwindet und der Lauf wird gleichmäßiger.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Prüfen, ob der Wartungszähler im Menü zurückgesetzt wurde (Wartung ist mechanisch, Meldungen sind digital) und ob Fadenreste um die Greiferwelle liegen.
  • Q: Wie kann ein Betrieb Rahmenspuren reduzieren und die Einspannzeit verkürzen, wenn die Wartung an der HappyJapan HCU2-1501 bereits konsequent läuft?
    A: Wenn die HappyJapan HCU2-1501 sauber läuft, aber die Produktion trotzdem langsam ist, liegt der Engpass oft beim Einspannen: erst Technik optimieren, dann Magnetrahmen prüfen, dann Kapazität skalieren.
    • Level 1: „Floating“ mit selbstklebendem Stickvlies testen, wenn Rahmenspuren das Hauptproblem sind.
    • Level 2: Magnetrahmen nutzen, um Spannung gleichmäßiger zu verteilen und das Einspannen zu beschleunigen – besonders an dicken Nähten.
    • Level 3: Wenn die Maschine zwischen Läufen minutenlang wegen Einspannen steht, zweite Station oder Umstieg auf eine 15-Nadel-Plattform erwägen.
    • Erfolgskontrolle: Kürzere Zeiten zwischen den Läufen und weniger Nacharbeit (Dämpfen) wegen Rahmenspuren.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Einen kompletten Zyklus messen (Stickzeit vs. Einspannzeit), um zu bestätigen, dass wirklich der Einspann-Workflow limitiert.
  • Q: Welche Magnet-Sicherheitsregeln sollten Bediener beim Einsatz von starken Magnetrahmen beachten?
    A: Magnetrahmen sind industrielle Quetschgefahren und müssen von medizinischen Geräten ferngehalten werden.
    • Finger frei halten: Magnete können schlagartig schließen und stark quetschen.
    • Kontrolliert schließen: Den oberen Magnetteil gezielt führen – nicht „fallen lassen“.
    • Abstand halten: Magnetrahmen von Herzschrittmachern und Insulinpumpen fernhalten.
    • Erfolgskontrolle: Der Rahmen schließt sicher, ohne unkontrolliertes Zuschlagen oder Fingerquetschen.
    • Wenn es trotzdem nicht passt: Nutzung stoppen, bis der Bediener den Rahmen reproduzierbar kontrolliert schließen kann und der Arbeitsbereich frei ist.