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In Millimetern denken: Der Profi-Standard
Digitalisieren ist eine dieser Stickerei-Disziplinen, bei denen ein „kleiner“ Setup-Fehler still und leise einen kompletten Probestick ruinieren kann – gerade am Anfang. In dieser ersten PE Design 10 Lektion richtest du die Software so ein, wie es in der Praxis üblich ist: Du misst in Zoll, wenn der Kunde eine Größe vorgibt, aber du denkst in Millimetern, sobald du Dichte, Zugausgleich (Pull Compensation) und Stichverhalten steuerst.
Warum ist dieser Wechsel so wichtig? Weil es in der realen Stickerei nicht nur darum geht, wie etwas am Bildschirm aussieht, sondern um Physik: Nadelablenkung, Fadenspannung und Materialverzug werden in Millimetern gewonnen oder verloren.
Du lernst:
- Zoll ↔ Millimeter sofort umzuschalten (Lineale), damit du sowohl Kundensprache (Größe) als auch Maschinensprache (Parameter) sauber trennst.
- Millimeter für Stichlängen-Grenzen zu nutzen (im „Sicherheitsbereich“ von 1 mm bis 10 mm).
- Die häufigste Anfängerfalle zu vermeiden: in Zoll zu arbeiten und am Ende „kugelsichere“ Patches zu erzeugen, weil sich die Dichte „komisch“ anfühlt.

Warum mm zählt (und warum Zoll trotzdem vorkommt)
Im Video beschreibt Kathleen einen typischen Ablauf: Ein Kunde bestellt z. B. ein „2 inch“-Motiv – dafür sind Zoll praktisch zum Kommunizieren und groben Skalieren. Sobald du aber digitalisierst, sprechen Profis in Millimetern, weil die Qualitäts-Parameter (Dichte, Zugausgleich usw.) in mm angegeben und feinjustiert werden.
Merke: Dichte ist der Abstand zwischen Stichreihen.
- 0,4 mm ist ein gängiger Wert für Tatami-Füllungen.
- Wenn du das versehentlich als 0,4 inch interpretierst, entstehen riesige Lücken.
- Wenn du während des Arbeitens ständig im Kopf umrechnest, passiert früher oder später ein Rechenfehler – und der landet dann als Fehlentscheidung im Stichbild.



Profi-Tipp (spart Probesticke): Wenn ein Design am Bildschirm „okay“ wirkt, aber beim Sticken zu schwer, steif oder verzogen wird (oft hörbar als gleichmäßiges, hartes „Wummern“/„Thump-thump-thump“), prüfe als Erstes, ob du gedanklich Einheiten gemischt hast. Dichte und Zugausgleich lassen sich am zuverlässigsten beurteilen, wenn du konsequent im metrischen Modus bleibst.
Arbeitsplatz optimieren mit der Quick-Access-Toolbar
PE Design 10 hat viele Registerkarten. Je mehr du digitalisierst, desto mehr Zeit verlierst du mit dem Suchen nach denselben wenigen Befehlen. Die Lösung ist simpel: Baue dir eine Quick-Access-Toolbar, die zu deinen wiederkehrenden Handgriffen passt.
Das spart nicht nur Sekunden – es schützt deinen Arbeitsfluss. Jedes Mal, wenn du „aus dem Stichpfad rausgerissen“ wirst, steigt die Gefahr von Fehlklicks oder unlogischen Stichfolgen.

Schritt-für-Schritt: Häufig genutzte Tools hinzufügen (Beispiel: Duplicate)
- Tool finden: Suche den Befehl, den du ständig brauchst (Kathleen zeigt Duplicate).
- Rechtsklick: Klicke direkt auf das Icon im Ribbon.
- Hinzufügen: Wähle Add to Quick Access Toolbar.
- Kontrolle: Das Icon erscheint oben links im Fensterrand (bei Speichern/Rückgängig).


Erwartetes Ergebnis: Du kannst duplizieren (und andere Standardaktionen) ohne Registerkarten-Wechsel. Das reduziert Fehlbedienungen und hält dich im Design-„Flow“.
Was gehört in die Toolbar? (praktisches Starter-Set)
Im Video wird Duplicate hinzugefügt. Für einen sauberen Start empfehle ich, sofort 3 „High-Frequency“-Tools zu sammeln:
- Duplicate: Für Wiederholungen/Serien.
- Select Object: Um Elemente schnell zu greifen.
- Reshape/Node Edit: Für Kurven- und Knotenarbeit.
Behandle die Toolbar wie ein Cockpit: Nur das, was du ständig brauchst, gehört nach oben.
Achtung (typisches Anfänger-Verhalten): Viele Einsteiger öffnen Tabs immer wieder nur, um Basisinfos zu prüfen (Schrift, Farbe, Attribute). In PE Design 10 reicht oft schon das Anklicken des Objekts, damit die relevanten Infos im Ribbon sichtbar werden – nutze diese Rückmeldung, bevor du dich durch Menüs klickst.
Thread Trims & Sprungstiche sichtbar machen
Eine der wichtigsten „Qualitäts-Sichtbarkeits“-Verbesserungen in PE Design 10 ist: zu sehen, wo die Software Trims erwartet. Kathleen zeigt, dass die Trimmscheren in der Stitch View sichtbar werden – und genau diese Anzeige hilft dir, Stopps, Trims und potenzielle Sprungstich-Probleme vor dem Sticken einzuschätzen.


Schritt-für-Schritt: In die Stitch View wechseln (damit Trims erscheinen können)
- Ansichten finden: Es gibt mehrere Ansichten, u. a. Realistic Preview.
- Stitch View wählen: Statt „schöner“ 3D-Optik siehst du den tatsächlichen Stich-/Fadenpfad.
Checkpoint: Du siehst eine stichbasierte Darstellung (feine Linien), nicht die realistische Fadensimulation.
Erwartetes Ergebnis: Stichdetails werden sichtbar – inklusive Trim-Anzeige, wenn die nächsten zwei Einstellungen stimmen.
Warum das in der Praxis zählt
Auch im Hobbybereich beeinflussen Trims dein Ergebnis direkt:
- Geräusch & Lauf: Läuft die Maschine gleichmäßig oder stoppt/trimmt sie ständig?
- Optik & Haltbarkeit: Lange Sprungfäden können hängen bleiben und später zu Verzug/Puckern führen.
- Arbeitszeit: Manuelles Nachschneiden kostet Zeit.
Im Kleinbetrieb wirkt sich das auf den Durchsatz aus: Jeder zusätzliche Stopp ist Stillstand. Genau hier wird Software-Setup zur Produktionsentscheidung.
Wenn du regelmäßig Logos/Namen/Teamwear stickst (wiederholte Einspannungen), spürst du den Unterschied zwischen „läuft sauber durch“ und „muss dauernd betreut werden“ sehr schnell.
Mehrnadel-Einstellung verstehen (der entscheidende Schalter)
Das ist der kontraintuitive Schritt, der eine typische Frage aus den Kommentaren löst: „Ich habe eine Ein-Nadel-Maschine, deshalb ist ‚View Thread Trimming‘ nicht aktiv / ich sehe keine Scheren.“
Kathleen zeigt im Video: Damit Trimmscheren in der Software sichtbar werden, musst du in den Design Settings Multi-needle machine aktivieren – auch wenn du physisch nur eine Ein-Nadel-Maschine nutzt.


Schritt-für-Schritt: Mehrnadel-Logik aktivieren (auch für Ein-Nadel-Nutzer)
- Navigation: Über den Bereich mit dem Blumen-Icon (File/Design) Design Settings öffnen.
- Auswahl: Unter Machine Type Multi-needle machine aktivieren.
Checkpoint: Du stellst nicht deine reale Maschine um – du aktivierst die Trim-/Stopp-Visualisierung in der Software. Eine Ein-Nadel-Maschine (z. B. Brother PE800) ignoriert zusätzliche Nadel-Logik, aber du bekommst die Anzeige der Trims im Design.
Erwartetes Ergebnis: PE Design 10 kann jetzt Trimmscheren anzeigen (wenn die View-Option ebenfalls aktiv ist).
Schritt-für-Schritt: Trim-Längen-Schwelle prüfen
Im Video wird im Output-Bereich gezeigt: Sprungstiche werden nur getrimmt, wenn sie mindestens 2.0 mm lang sind.
- In Design Settings zum Tab Output wechseln.
- Mindestlänge für Jump-Stitch-Trim auf 2.0 prüfen.

Checkpoint: Die 2,0 mm sind im Video der gezeigte Praxiswert. Wichtig ist: Du verstehst, dass diese Schwelle steuert, wann überhaupt ein Trim vorgesehen ist.
Erwartetes Ergebnis: Deine Trim-Logik entspricht dem, was du beim Sticken erwartest.
Praxisprinzip: Warum „HALF STITCH“ existiert (und was das über Stichphysik sagt)
In den Kommentaren wird nach der Funktion HALF STITCH gefragt. Die Erstellerin erklärt: Bei engen Kurven gehen manche Stiche nur „halb“, um Fadenrisse zu vermeiden und keine Löcher ins Material zu stanzen; sie schaltet es aus, wenn sie Puffy stickt.
Das zeigt das Grundprinzip: Stichverhalten ist nicht nur „Design“, sondern Mechanik. Enge Radien bündeln Einstiche auf kleinem Raum – zu viel Dichte und volle Stiche erhöhen Reibung, Hitze und Nadelablenkung.
Darum ist Sichtbarkeit (Stitch View, Trims) so wertvoll: Du erkennst Risiken, bevor du Stoff und Maschine belastest.
Warnung: Digitalisier-Entscheidungen können mechanische Probleme auslösen – zu hohe Dichte, enge Kurven ohne geeignete Stichlogik oder ungünstige Stichreihenfolge erhöhen das Risiko von Nadelbruch und Materialschäden. Immer auf ähnlichem Restmaterial testen. Wenn du ein hartes „Crunch“-Geräusch hörst: sofort stoppen.
Produktions-Denkweise: Wenn Software-Effizienz auf Realität trifft
Bei Wiederholaufträgen sind nicht die Softwarekosten der „Hidden Cost“, sondern Minuten pro Lauf: zusätzliche Stopps, zusätzliche Trims, zusätzliches manuelles Schneiden.
- Bei Einzelstücken ist mehr „Babysitting“ tolerierbar.
- Bei 50–200 Teilen brauchst du einen Workflow, der skaliert.
Hier kann eine Mehrnadelstickmaschine im Produktionsumfeld sinnvoll werden – nicht nur wegen Geschwindigkeit, sondern wegen weniger manueller Farbwechsel.
Und wenn Einspannen dein Engpass ist, kann ein Magnetrahmen-Workflow interessant sein: Entscheidend ist, ob er Einspannzeit reduziert und gleichmäßige Spannung liefert.
Integriertes Handbuch nutzen (PDF)
PE Design 10 hat ein eingebautes digitales Handbuch. Im Video wird gezeigt, wo es sitzt: ein kleines Fragezeichen-/Buch-Icon oben rechts. Kathleen öffnet das PDF und nutzt den Index, um direkt zu einem Thema zu springen (Beispiel: Centering).

Schritt-für-Schritt: Handbuch öffnen und gezielt springen
- Icon finden: Fragezeichen-/Buch-Icon oben rechts anklicken.
- PDF öffnen: Das Handbuch öffnet sich (meist im Standard-PDF-Viewer).
- Suchen: Über den Index (oder Ctrl+F) das Thema finden.
- Springen: Seitenzahl anklicken, um direkt zur Stelle zu gelangen.



Erwartetes Ergebnis: Du hörst auf zu raten. In der Stickerei bedeutet „raten“ oft: „Kleidungsstück ruiniert“.
Praxis-Realität aus den Kommentaren: „Wo finde ich die nächste Lektion?“
Ein wiederkehrendes Anfängerproblem ist nicht die Funktion – sondern die Orientierung. Die Erstellerin erklärt: Unter dem Video auf den Kanalnamen klicken, dann sieht man alle Videos in Reihenfolge; über Playlists lässt sich das Lernen strukturieren.
Primer
Wenn du ganz neu in PE Design 10 bist, ist der schnellste Gewinn nicht ein „Fancy Feature“, sondern ein sauberer, wiederholbarer Grundaufbau. Diese Anleitung macht aus Lektion 1 eine checklistenbasierte Routine: weniger Überraschungen, Trims sichtbar bevor du stickst, und Gewohnheiten, die vom Hobby bis zum Auftrag funktionieren.
Ein Workflow-Hinweis: Wenn du parallel einen physischen Ablauf (Einspannen, Vlies, Serienproduktion) aufbaust, lohnt sich oft eine feste Einspannstation für Stickmaschinen, damit Softwarezeit und Maschinenzeit nicht gegeneinander arbeiten; genau dort wird ein System wie eine Einspannstation für Stickmaschinen zum echten Produktivitätshebel, weil Vliese, Rahmen und Teile in einem Fluss organisiert sind.
Prep
Bevor du Einstellungen klickst, richte deine „Digitalisier-Umgebung“ so ein wie eine Maschine vor dem Lauf: Reibung rausnehmen, Nacharbeit reduzieren, und sicherstellen, dass du das, was du siehst, auch verifizieren kannst.
Versteckte Verbrauchsmaterialien & Checks (was Anfänger oft vergessen)
Auch wenn diese Lektion softwarelastig ist: Deine Digitalisier-Entscheidungen landen am Ende im Stoff. Halte das bereit, damit du schnell testen kannst:
- Nadeln: Frische 75/11 Nadeln (guter Startpunkt).
- Garn: Standard 40wt Polyester passend zur visualisierten Dichte.
- Stickvlies: Cutaway für Maschenware, Tearaway für Webware.
- Tools: Kleine gebogene Fadenschere/Schneiderschere für manuelle Sprungfäden.
- Wartung: Fusselbürste für den Greifer-/Spulenbereich (Staub verändert Spannung – dann wirkt Digitalisieren „schlecht“, obwohl es ein Maschinenproblem ist).
- Testmaterial: Reststoff ähnlich dem Endprojekt.
Wenn du auf Brother-Haushaltsmaschinen stickst, schauen sich viele später einen Magnetrahmen für brother pe800 an, um Rahmenspuren zu reduzieren und das Einspannen zu beschleunigen – entscheide das aber danach, ob dein Material und dein Projekttyp wirklich von konstanter Spannung und schnellerem Setup profitieren.
Prep-Checkliste (Ende Prep)
- Einheiten sicher: Ich kann die Lineale oben links zwischen Zoll und mm umschalten.
- Mindset: Meine Standard-Einheit fürs Digitalisieren ist mm (Zoll nur für Kundengröße).
- Toolset: Ich kenne 3–5 Tools für die Quick-Access-Toolbar (Start: Duplicate).
- Visualisierung: Ich kann in die Stitch View wechseln.
- Support: Ich finde das Handbuch-Icon (oben rechts) für schnelle Hilfe.
Setup
Dieser Abschnitt folgt den Setup-Schritten aus der Lektion – ergänzt um Checkpoints, damit du sicher bist, dass jede Änderung wirklich aktiv ist.
1) Zoll ↔ Millimeter an den Linealen umschalten
- Aktion: Den kleinen Umschalter oben links am Schnittpunkt der Lineale anklicken.
- Nutzung: Zoll verwenden, wenn du eine Kundenangabe nachbaust (Beispiel im Video: ca. 2 inch).
- Wechsel: Für Digitalisier-Parameter zurück auf mm.
Checkpoint: Die Linealskala ändert sich sichtbar: Zoll-Markierungen sind weiter auseinander, mm-Markierungen dichter.
2) Quick-Access-Toolbar aufbauen
- Aktion: Rechtsklick auf ein Ribbon-Tool (Beispiel: Duplicate).
- Aktion: Zur Quick-Access-Toolbar hinzufügen.
Checkpoint: Das Icon erscheint oben links im Fensterrand.
3) Multi-needle machine aktivieren (für Trim-Visualisierung)
- Aktion: Design Settings öffnen.
- Aktion: Multi-needle machine aktivieren.
Checkpoint: Die Software-Logik für Trim-Anzeige ist jetzt verfügbar.
4) View Thread Trimming einschalten
- Aktion: Zum View-Tab wechseln.
- Aktion: View Thread Trimming aktivieren.
Checkpoint: Scheren-Icons erscheinen im Arbeitsbereich dort, wo Trims vorgesehen sind.
Setup-Checkliste (Ende Setup)
- Lineale lassen sich zwischen Zoll und mm umschalten.
- Duplicate (und weitere Tools) sind in der Quick-Access-Toolbar.
- Design Settings stehen auf Multi-needle machine.
- View Thread Trimming ist aktiv.
- Ich sehe Scheren-Icons in der Stitch View.
Operation
Jetzt nutzt du das Setup so, wie es gedacht ist: Stichverhalten prüfen, bevor du exportierst und stickst.
Schritt-für-Schritt: „Pre-Flight“-Check für jedes Design
- Größe prüfen (Kundensprache): Auf Zoll umschalten und Gesamtgröße kontrollieren.
- Digitalisieren prüfen (Profi-Sprache): Zurück auf mm und stichrelevante Parameter (Dichte, Pull Comp) in mm beurteilen.
- Workflow-Speed: Über die Quick-Access-Toolbar duplizieren/bearbeiten ohne Tab-Suche.
- Trim-Verhalten: In die Stitch View wechseln und prüfen, ob Scheren-Icons dort sitzen, wo du Stopps/Trims erwartest (oft zwischen Buchstaben oder Farbflächen).
- Handbuch: Wenn etwas unklar ist, PDF-Handbuch öffnen und gezielt zum Thema springen.
Erwartete Ergebnisse:
- Du kommunizierst Größen in Zoll, ohne deine Digitalisier-Parameter zu „verziehen“.
- Du kannst vorhersagen, wo die Maschine stoppt/trimmt.
- Du reduzierst Überraschungs-Trims und manuelles Nachschneiden.
Wenn du häufig neu einspannst, prüfe, ob dein physisches Setup dich bremst: Viele Betriebe kombinieren einen festen Ablauf mit Magnetrahmen, um Belastung zu reduzieren und schneller zu laden – und genau dort kann Einspannstation mehr sein als ein Tisch: ein System für konstante Platzierung.
Operation-Checkliste (Ende Operation)
- Größe in Zoll geprüft (nur wenn nötig).
- Digitalisier-Parameter in mm geprüft.
- Trims in Stitch View geprüft und Scherenpositionen bestätigt.
- Mindest-Trim-Länge (2.0 mm) geprüft, damit keine unnötigen Trims/Probleme entstehen.
- Ich weiß, wo das Handbuch ist und wie ich über den Index springe.
Warnung: Wenn du Magnetrahmen nutzt (z. B. Snap Hoop oder generische Magnetrahmen): Magnete von Herzschrittmachern/implantierten Geräten fernhalten. Quetschgefahr beachten – starke Magnete können mit hoher Kraft zuschnappen.
Quality Checks
Ein sauberes Setup ist nur dann wertvoll, wenn es zu verlässlichen Entscheidungen führt. Nutze diese Checks, um sicherzustellen, dass deine Software-Ansicht zum realen Stichverhalten passt.
Check 1: Einheitendisziplin
- Wenn du stichbezogene Parameter (Dichte, Unterlage) änderst, musst du in mm arbeiten.
- Wenn du nur die Endgröße für den Kunden bestätigst, sind Zoll okay.
Check 2: Trim-Sichtbarkeits-Logik
- Stitch View muss aktiv sein.
- Multi-needle machine muss in Design Settings aktiv sein.
- View Thread Trimming muss aktiviert sein.
Check 3: „Skaliert das für Produktion?“
Wenn du verkaufen willst, stelle dir eine Frage: „Wie oft wiederhole ich exakt diesen Ablauf?“
- Einmal: auf Lernen optimieren.
- 100-mal: auf Wiederholbarkeit optimieren.
Dann wird Tool-ROI real: Ein schnellerer Einspann-Workflow (z. B. ein dime Snap Hoop Magnetrahmen-Ansatz oder ein Magnetrahmen-System) kann Handling-Zeit reduzieren – aber nur, wenn die Spannung konstant bleibt und keine Ausrichtungsdrifts entstehen. Test: Stoff leicht anziehen – er sollte sich straff wie eine Trommel anfühlen.
Troubleshooting
Hier sind die häufigsten Probleme – direkt aus der Lektion und passend zu den Fragen aus den Kommentaren.
Symptom: Ich sehe keine Trimmscheren (Thread-Trimming-Icons)
Wahrscheinliche Ursachen (aus der Lektion):
- Multi-needle machine ist in Design Settings nicht aktiviert (häufigster Fehler).
- View Thread Trimming ist nicht angehakt.
- Du bist nicht in der Stitch View (sondern noch in Realistic/3D View).
Fix:
- Design Settings → Multi-needle machine aktivieren.
- View-Tab → View Thread Trimming aktivieren.
- Prüfen, ob du wirklich in der Stitch View bist.
Symptom: „View Thread Trimming“ ist bei meiner Ein-Nadel-Umgebung nicht aktiv
Wahrscheinliche Ursache: Die Trim-Visualisierung hängt an der Mehrnadel-Logik.
Symptom: Mein Design hat zu viele Stopps/Trims (oder zu wenige)
Wahrscheinliche Ursache: Die Mindestlänge für Jump-Stitch-Trim passt nicht zu deinem Designstil.
Symptom: Ich verstehe nicht, wofür eine Funktion ist (Beispiel: Half Stitch)
Wahrscheinliche Ursache: Du siehst eine Digitalisier-Funktion ohne den Zweck.
Entscheidungsbaum: Wann lohnt sich ein Workflow-Upgrade?
- Stickst du 1–5 Teile pro Woche (Hobbytempo)?
- Ja: Standardrahmen behalten; Software-Grundlagen festigen und Probesticke machen.
- Nein: Weiter zu Frage 2.
- Ist Einspannzeit oder Rahmenspuren dein #1 Engpass?
- Ja: Magnetrahmen-Systeme prüfen; bewerte Wiederholgenauigkeit und Stoffhalt.
- Pfad: Bei Brother-Haushaltsmaschinen vergleichen viele Optionen wie Magnetrahmen für Brother PE800-Lösungen, um Rahmenspuren zu reduzieren und schneller zu laden.
- Nein: Weiter zu Frage 3.
- Ist Farbwechsel-Standzeit/Throughput dein Engpass?
- Ja: Eine Mehrnadelstickmaschine kann der nächste Schritt sein.
- Nein: Fokus auf Digitalisierqualität: Trims, Stichreihenfolge, Dichte, Tests.
Wenn du Einspannsysteme vergleichst, wirst du oft hoop master Einspannstation-Setups sehen: Behandle das als Workflow-System, nicht als Gadget – miss Zeitersparnis pro Einspannung und Fehlerreduktion bei der Ausrichtung.
Results
Nach diesem Lesson-1-Setup sollte dein PE Design 10 Arbeitsplatz deutlich vorhersehbarer arbeiten:
- Du kannst sofort zwischen Zoll und Millimeter umschalten.
- Du weißt, warum mm der Profi-Standard für Digitalisier-Parameter ist.
- Deine Quick-Access-Toolbar reduziert Tab-Wechsel und beschleunigt Bearbeitung.
- Du siehst Trimmscheren in der Stitch View, indem du Multi-needle machine und View Thread Trimming aktivierst.
- Du kannst das integrierte Handbuch öffnen und über den Index gezielt springen.
Wenn dein nächstes Ziel konstante Ergebnisse (oder bezahlte Aufträge) sind, halte den Workflow im Gleichgewicht: Software-Visualisierung verhindert schlechte Dateien, ein sauberer physischer Ablauf verhindert Zeitverlust. Wenn Einspannen der langsamste Schritt wird, kann eine mighty hoop Anleitung (oder ein anderer Magnetrahmen-Ansatz) Teil eines sinnvollen Upgrade-Pfads sein – aber erst, wenn deine Designlogik sitzt und Trims/Stichverhalten in der Software zuverlässig vorhersehbar sind.
