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ITH Kürbis-Mug-Rug in PE Design 10 meistern: Der „Null-Frust“-Leitfaden
Wenn du schon einmal auf einen digitalisierten Stipple-/Meander-Hintergrund geschaut hast und gedacht hast: „Wie schneide ich da ein sauberes Fenster rein, ohne dass die Software mich in den Wahnsinn treibt?“, dann bist du hier genau richtig.
Diese Anleitung basiert auf Sues PE-Design-10-Tutorial, in dem ein Kürbis-Mug-Rug komplett „from scratch“ in einem 5x7-Stickrahmen aufgebaut wird. Wir gehen aber bewusst tiefer als nur „klick hier, klick da“: Du bekommst praxisnahe Kontrollpunkte – also die kleinen, aber entscheidenden Prüfungen, die verhindern, dass ITH-Projekte an den zwei häufigsten Stellen scheitern:
- Eine Datei sieht am Bildschirm perfekt aus, stickt aber mit Lücken, übertriebener Dichte oder seltsamen Überlappungen aus.
- Das Einspannen wird zum Zeit- und Kraftfresser (und hinterlässt Rahmenspuren).

1. Erstmal runterfahren: Deine Datei ist reparierbar (auch wenn es sich nicht so anfühlt)
Viele Einsteiger lieben diese Art Tutorial, weil es zeigt, wie aus simplen Formen ein fertiges Projekt wird. Gleichzeitig ist die Frustration real: „Remove Overlap funktioniert nicht“ oder „Mein Kürbis wirkt flach“. Das sind keine Zeichen dafür, dass du „schlecht digitalisierst“ – das sind typische Stolpersteine, bis man die Logik von PE Design wirklich verinnerlicht.
Zwei Denk-Anker, bevor du ein Werkzeug anfasst
- In Endgröße digitalisieren: Nicht „später skalieren“. Stichparameter (Dichte, Pitch) skalieren nicht immer sauber mit. Wenn du einen 5x7-Mug-Rug willst, baue ihn in 5x7.
- Natur ist nicht perfekt: Kürbisse sind organisch. Leichte Unregelmäßigkeiten wirken am Ende oft hochwertiger als „klinisch perfekte“ Kurven.
Praxis-Realität bei dicken Lagen Mug Rugs sind ein Sandwich: Stickvlies, Volumenvlies/Watting, Grundstoff, Applikationsstoff und später Rückseite. Das in einen Standard-Kunststoffrahmen zu pressen kostet Handkraft und führt schnell zu Rahmenspuren. Wenn sich Einspannen bei ITH für dich wie der härteste Teil anfühlt: Es gibt Upgrade-Wege wie Magnetrahmen für Stickmaschine. Diese halten über Magnetkraft statt über Reibung – das beschleunigt das Einspannen und reduziert Stoffquetschungen.

2. Das „unsichtbare“ Fundament: Lagenlogik & Realitäts-Check
Das hier ist die Digitalisierphase – aber deine Entscheidungen müssen zur physischen Stickrealität passen. Du zeichnest nicht nur Linien, du gibst einer Maschine klare Befehle.
Lagenlogik (dein Bauplan)
- Platzierungslinie: Zeigt, wo Watting und Grundstoff liegen sollen.
- Fixiernaht (Tackdown): Sichert Watting/Stoff, damit nichts wandert.
- Stipple-/Meander-Hintergrund: Quilting-Textur (muss dort „ausgestanzt“ werden, wo später das Motiv sitzt).
- Applikations-Rahmen: Position → Tackdown → Satin-Abdeckung.
- Kürbis & Ranken: Dekor/Motiv.
- Finale Naht: Schließt die „Envelope“-Rückseite (ohne Handnähen).
Checkliste vor dem Zeichnen
- Rahmeneinstellung: Prüfe, ob Design Page auf 5" x 7" steht.
- Einheiten-Check: Arbeitest du in mm oder inch? (0.15 inch ist ein brauchbarer Quilting-Abstand; 0.15 mm ist praktisch vorprogrammiertes Fadenreißen).
- Stop-Plan: Weißt du, wie deine Maschine Stopps auslöst? Meist brauchst du unterschiedliche Farben, damit die Maschine anhält (z. B. Farbe 1 Platzierung, Farbe 2 Tackdown).
Warnung: Digitalisieren ist „sicher“, das Aussticken ist es nicht. Bei ITH greifst du zum Glätten oder Trimmen nah an die Nadel. Nie unter den Nadelbereich greifen, wenn die Maschine läuft. Finger an den äußeren Rahmenrand.

3. Basis sauber setzen: Das Fundament-Rechteck
Sue startet mit dem einfachsten Fundament: einem Rechteck, das die Mug-Rug-Grenze definiert.
Arbeitsschritte (PE Design 10)
- Öffne die Seite mit 5x7-Stickrahmen.
- Wähle Shapes > Rectangle.
- Stelle die Kontur auf Running Stitch (Sewing Attributes).
- Zeichne ein Rechteck ca. 6 x 4 inches.
- Entscheidend: Arrange > Move to Center.
Sicht-Check: Achte darauf, dass zwischen Rechteck und der roten Sicherheitslinie im Rahmen sichtbar Luft bleibt. Wenn du die rote Linie berührst, steigt das Risiko, dass der Fuß am Rahmen anschlägt.
Warum Zentrieren in der Praxis zählt: Wenn du einen Standard-Stickrahmen 5x7 für brother nutzt, ist sauberes Zentrieren die einfachste Versicherung gegen „Danger Zone“ am Rand – dort ist die Spannung oft am instabilsten.

4. Der „gequiltete“ Look: Stipple-Füllung & Dichte im Griff
Jetzt kommt die Quilting-Textur. Dafür duplizierst du dein Basis-Rechteck und wandelst es um.
Schritt-für-Schritt Aufbau
- Dupliziere das Rechteck zweimal.
- Objekt 1 (Platzierung): Farbe A.
- Objekt 2 (Tackdown): Farbe B.
- Objekt 3 (Hintergrund): Farbe C. Rechtsklick > Sewing Attributes.
- Fülltyp auf Stipple Stitch (Meandering) stellen.
- Line Sew (Kontur) auf Not Sewn setzen.
Dichte verstehen (damit es nicht „bretthart“ wird)
Sue arbeitet mit Run Pitch 0.08 inch und Spacing 0.15.
- Praxis-Hinweis: 0.08 inch ist kurz – sieht knackig aus, braucht aber mehr Zeit und kann das Watting stärker „platt“ machen.
- Bildschirm-Check: Wenn die Vorschau wie eine dunkle, fast geschlossene Fläche wirkt, ist der Abstand zu eng. Du willst sichtbare „Inseln“/Zwischenräume.

5. Der „Remove Overlap“-Trick (der echte Nervenschoner)
Das ist der Kern des Tutorials – und die Stelle, an der die meisten Fehler passieren. Ziel: Ein sauberes „Keks-Ausstech“-Fenster im Stipple, damit der Kürbis später auf glattem Stoff sitzt und nicht auf der unruhigen Quilting-Struktur.
Exakter Workflow
- Erstelle eine geschlossene Füllform (der „Ausstecher“) dort, wo das Zentrum-Motiv sitzen soll.
- Lege diese Form über das Stipple-Objekt.
- Auswahl-Reihenfolge: Erst das Stipple-Objekt anklicken. Dann Strg halten und die Ausstecher-Form anklicken. Beide müssen markiert sein.
- Gehe zu Home > Modify Overlap > Remove Overlap.
- Lösche danach die Ausstecher-Form (außer du brauchst sie noch als Basis für die Applikation).
Erfolgsbild: Nach dem Löschen des Ausstechers bleibt im Stipple eine sauber „weiße“ Aussparung.

6. Wenn „Remove Overlap“ nicht funktioniert: Diagnose statt Raten
Wenn du klickst und nichts passiert – oder das Falsche verschwindet – nicht in Panik verfallen. Geh systematisch vor.
Symptom → Diagnose → Lösung
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Schnelllösung |
|---|---|---|
| Es passiert nichts. | Falsche Auswahl-Reihenfolge. | Erst Stipple (Basis), dann Ausstecher (Form) auswählen. Nochmal ausführen. |
| „Remove Overlap“ ist ausgegraut. | Mindestens ein Objekt wird nicht als Stichobjekt erkannt. | Prüfen, ob es echte Stichobjekte/Formobjekte sind (nicht „unfertige“ Imports). |
| Loch ist da, aber teilweise noch „gefüllt“. | Ausstecher ist keine saubere geschlossene Füllform. | Ausstecher als Fill anlegen (nicht nur Kontur) und geschlossen halten. |
- Praxis-Tipp für Wiederholgenauigkeit: Wenn die Aussparung zwar korrekt ist, aber beim Aussticken die Passung nicht stimmt (Motiv sitzt „neben dem Loch“), ist das oft kein Software-, sondern ein Einspann-/Ausrichtungsproblem. Eine Einspannstation für Stickmaschinen sorgt für reproduzierbare Ausrichtung, damit Stoff und Rahmen jedes Mal gleich sitzen.

7. Applikation schneller bauen: Der „Applique Wizard“-Shortcut
Statt Position, Tackdown und Satin manuell als drei Schritte zu bauen, lässt du PE Design die Routinearbeit erledigen.
Wizard-Einstellungen
- Wähle die mittlere Form.
- Applique Wizard öffnen.
- Einstellungen:
- Applique Material: No (außer du willst eine Vorlage drucken).
- Position Line: Yes.
- Tackdown Line: Yes.
- Covering Stitch: Yes (Satin).
- Output: Replace (ersetzt die einfache Form durch die 3-Schritt-Kombi).
Kontrollpunkt: In der Objekt-/Farbliste sollten jetzt drei getrennte Ereignisse statt einer einzelnen Form stehen.

8. Manuell digitalisieren: Den Kürbis „punchen“
Sue nutzt Manual Punch, um eine Kürbis-Vorlage nachzuzeichnen. Das gibt dir Kontrolle, die „Auto-Digitize“ in der Regel nicht liefert.
Der Werkzeug-Rhythmus
- Linksklick: Punkt setzen.
- Z-Taste: Umschalten auf gerade Linien (Kanten/Ecken).
- X-Taste: Umschalten auf Kurven (Bezier).
- Überlappungs-Regel: Bei den Kürbis-Segmenten („Rippen“) sollten benachbarte Flächen leicht überlappen.
- Warum? Durch Zug/Push der Stiche entstehen sonst schnell helle Spalten.
Zielbild: Mehrere Segmente statt „eine flache Fläche“ – das ist die Basis für den nächsten Profi-Schritt.

9. „3D“-Wirkung ohne Tricks: Stichrichtungen variieren
Damit der Kürbis runder wirkt, änderst du pro Segment die Stichrichtung.
- Linkes Segment: 135°.
- Mittleres Segment: 90° (vertikal).
- Rechtes Segment: 45°.
Warum das wirkt: Garn reflektiert Licht. Unterschiedliche Winkel verändern den Glanz – dadurch entsteht Tiefe, ohne dass du Schaum/Polster brauchst.
- Praxis-Entlastung: Wenn du an einer Einnadelmaschine ungern ständig Farben wechselst, helfen unterschiedliche Stichrichtungen, mit einem Orange trotzdem „mehrdimensional“ zu wirken. Und wenn dich das ständige Ein- und Ausspannen bei Serien belastet: Ein Magnetrahmen für brother kann das Klemmen deutlich erleichtern.

10. Ranken & Envelope-Closure: Die letzten Schritte
Sue zeichnet Ranken mit Open Curve und stellt sie auf Triple Stitch (oft auch „Bean Stitch“ genannt).
- Warum Triple Stitch: Ein einfacher Laufstich verschwindet schnell im Material/Watting. Triple Stitch steht sichtbar „obenauf“.
- Reihenfolge: Wenn die Ranken hinter dem Kürbis liegen sollen, müssen sie vor dem Kürbis kommen; sollen sie obenauf, danach.
Die finale Envelope-Naht: Dupliziere das allererste Rechteck, schiebe es ans Ende der Reihenfolge und stelle es auf Triple Stitch. Das gibt Stabilität beim Wenden.

11. Pre-Flight-Check: Kurz prüfen, bevor du speicherst
Bevor du auf USB speicherst: einmal auditieren – das spart Material.
- Stopps/Farbwechsel: Haben Platzierung, Tackdown, Stipple und Applikation unterschiedliche Farben? (Wenn alles „Black“ ist, näht die Maschine ohne Pause durch.)
- Start/Endpunkte: Gibt es Sprungstiche quer durchs Fenster? (Start/Endpunkte an den Rand legen.)
- Dichte-Check: Wirkt die Kürbisfüllung deutlich dichter als erwartet? (Dann Parameter prüfen – viele Nutzer merken hier Unterschiede.)
- Reihenfolge: Platzierung → Tackdown → Stipple → Fenster-Applikation → Deko → Schlussnaht.
Konstanz-Tipp: Wenn du diese Mug Rugs verkaufen willst, zählt Wiederholgenauigkeit. Viele Profis nutzen eine hoop master Einspannstation, damit Platzierungslinien jedes Mal exakt parallel zum Fadenlauf sitzen.

12. Entscheidungsbaum: Stoff- & Stickvlies-Strategie
Das Video zeigt die Software – aber die Materialien entscheiden, ob es sauber wird.
Szenario A: Standard Mug Rug (Patchwork-Baumwolle + Low-Loft-Watting)
- Einspannen: Stickvlies einspannen (z. B. weiches Mesh oder Tearaway). Watting/Stoff „floaten“.
- Ergebnis: Weich und flexibel.
Szenario B: Dichtes Stipple / hoher Stichcount
- Einspannen: Medium Cutaway einspannen.
- Ergebnis: Stabil, weniger Verzug – das Rechteck bleibt sauber.
Verbrauchsmaterial, das oft unterschätzt wird: 505 Temporary Spray Adhesive oder Medical Paper Tape – hilfreich, wenn Watting vor dem Tackdown nicht wandern darf.
Wenn du dicke Lagen (Watting + Cutaway + Baumwolle) schwer sauber einspannen kannst, sind Magnetrahmen für Stickmaschinen in der Praxis eine gängige Lösung: Sie klemmen „von oben“ und reduzieren Pop-outs und Quetschspuren.

13. Ablauf an der Maschine: So setzt du die Datei sicher um
Jetzt bist du an der Maschine – so läuft der Prozess kontrolliert.
- Platzierung: Linie 1 auf Stickvlies sticken. Watting/Stoff fixieren und über der Linie platzieren.
- Tackdown: Linie 2 sticken. Check: Liegt alles glatt? Blasen jetzt werden später Falten.
- Stipple: Beobachten. Wenn der Stoff „schiebt“/Wellen bildet („snowplowing“), sofort stoppen und an den Rändern sichern.
- Applikation: Position sticken. Stoff auflegen. Tackdown sticken.
- Trimmen: Rahmen aus der Maschine nehmen (nicht ausspannen). Mit Applikationsschere knapp an der Naht trimmen.
- Deko: Kürbis/Ranken sticken.
- Schließen: Rückseitenstoff Right Sides Together (RST) auflegen, Ecken sauber fixieren, Schlussnaht sticken.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen sind stark. Finger können eingeklemmt werden. Nicht in die Nähe von Herzschrittmachern oder magnetempfindlicher Elektronik bringen.
Wenn du eine Brother-Maschine nutzt: Der Magnetrahmen 5x7 für brother muss zur Maschine passen, damit es keine Kollisionen (Nadelstange/Fuß vs. Rahmen) gibt.

14. Upgrade-Pfad: Vom Hobby zur Kleinserie
Ein Kürbis-Mug-Rug ist ein Projekt. Fünfzig Stück für einen Herbstmarkt sind Produktion.
So kannst du Upgrades nach echten Schmerzpunkten priorisieren:
- Schmerzpunkt: Handgelenkbelastung & Rahmenspuren.
- Lösung: Magnetische Rahmen bzw. eine Magnetische Einspannstation. Der Gewinn ist weniger Ausschuss und weniger körperliche Belastung.
- Schmerzpunkt: Trimmzeit & Fadenrisse.
- Lösung: Gute Applikationsschere; ggf. robustes Polyestergarn.
- Schmerzpunkt: Tempo & Stückzahl.
- Lösung: Wenn du an einer Einnadelmaschine ständig Farben wechselst, geht viel Zeit in Setup. Mehrnadelstickmaschinen reduzieren Unterbrechungen im Ablauf.
Dieses Kürbis-Projekt ist ein perfekter Einstieg: Digitalisierlogik in PE Design 10 sauber beherrschen, den Material-Sandwich stabil aufbauen – und erst dann Tools upgraden, wenn die Menge es wirklich verlangt.

FAQ
- Q: Warum passiert in Brother PE Design 10 bei „Modify Overlap > Remove Overlap“ manchmal gar nichts, wenn ich ein sauberes Fenster aus einem Stipple-Hintergrund ausstanzen will?
A: Der häufigste Grund ist die Auswahl-Reihenfolge – zuerst das Stipple-Objekt, dann die Ausstecher-Form.- Auswahl: Erst das Stipple-/Hintergrundobjekt anklicken, dann mit Strg+Klick die geschlossene Ausstecher-Füllform dazu wählen (beide müssen markiert sein).
- Klick: Home > Modify Overlap > Remove Overlap, danach die Ausstecher-Form löschen.
- Erfolgscheck: Nach dem Löschen ist eine saubere „weiße“ Aussparung im Stipple sichtbar (nicht nur teilweise unterbrochene Linien).
- Wenn es weiter scheitert: Prüfen, ob der Ausstecher wirklich eine geschlossene Fill-Form ist (nicht nur Kontur) und ob beide Objekte als gültige Stichobjekte erkannt werden.
- Q: Warum ist „Modify Overlap > Remove Overlap“ in Brother PE Design 10 ausgegraut, wenn ich mit einem Stipple-Stitch-Hintergrund arbeite?
A: „Remove Overlap“ ist meist deaktiviert, weil mindestens ein ausgewähltes Element nicht als Stichobjekt erkannt wird.- Prüfen: Importierte Objekte/Grafiken müssen ggf. erst in Stichdaten bzw. eine korrekte Füllform umgewandelt werden.
- Neu auswählen: Stipple-Objekt anklicken, dann Strg+Klick auf die Ausstecher-Füllform (beide müssen markiert sein).
- Erfolgscheck: Der Befehl wird anklickbar und erzeugt eine sichtbare Aussparung im Stipple.
- Wenn es weiter scheitert: Den Ausstecher als einfache, geschlossene Fill-Form neu anlegen und die Auswahl-Schritte wiederholen.
- Q: Wie hilft Zentrieren in Brother PE Design 10 bei einem 5x7 (130x180mm) Stickrahmen, damit der Stickfuß beim ITH-Mug-Rug-Rechteck nicht am Rahmen anschlägt?
A: Durch Zentrieren reduzierst du das Risiko, in die „Gefahrenzone“ nahe der roten Begrenzungslinie zu sticken.- Setzen: Vor dem Zeichnen prüfen, ob die Design Page auf 5" x 7" (130x180mm) steht.
- Zentrieren: Nach dem Zeichnen Arrange > Move to Center.
- Erfolgscheck: Zwischen Rechteck und roter Sicherheitslinie ist sichtbar Abstand; nichts berührt oder überschreitet die Begrenzung.
- Wenn es weiter kritisch ist: Rechteck verkleinern oder neu positionieren, bis es sicher innerhalb der Begrenzung liegt.
- Q: Wie können inch-vs.-mm-Einstellungen bei Stipple in Brother PE Design 10 zu Fadenrissen führen, wenn ich Werte wie 0.15 eingebe?
A: 0.15 ist als inch-Abstand plausibel, aber 0.15 mm ist extrem eng und kann zu übermäßigen Einstichen und Fadenrissen führen.- Prüfen: Vor dem Eingeben kontrollieren, ob PE Design 10 in inch oder mm arbeitet.
- Neu eingeben: Werte erst nach Einheiten-Check setzen (nicht „blind“ übernehmen).
- Erfolgscheck: In der Vorschau sind sichtbare Zwischenräume („Inseln“) statt einer fast geschlossenen Fläche.
- Wenn es weiter Probleme gibt: Stipple etwas „öffnen“ und auf dem gleichen Material-Sandwich teststicken.
- Q: Wie erzwinge ich bei einem ITH-Mug-Rug-Stickout Stopps zwischen Platzierung und Tackdown, wenn meine Stickmaschine nach Farbwechseln pausiert?
A: Weise den einzelnen Schritten unterschiedliche Farben zu, damit die Maschine an den richtigen Stellen anhält.- Zuweisen: Platzierung = Farbe 1, Tackdown = Farbe 2, Stipple = Farbe 3, Applikationsschritte nach Bedarf weitere Farben.
- Prüfen: In der Farb-/Ereignisliste müssen getrennte Events sichtbar sein (nicht alles „Black“).
- Erfolgscheck: Die Maschine stoppt nach der Platzierungslinie, damit du Watting/Stoff auflegen kannst.
- Wenn es weiter durchläuft: Objekte umsortieren/umfärben, bis die Reihenfolge Platzierung → Tackdown → Stipple → Applikation → Deko → Schlussnaht stimmt.
- Q: Was mache ich beim ITH-Mug-Rug-Stipple an der Maschine, wenn der Stoff anfängt zu „schieben“ („snowplowing“) und Wellen unter der Nadel bildet?
A: Sofort stoppen und die Lagen sichern, bevor die Welle fest eingestickt wird.- Stoppen: Sobald sich eine Welle aufbaut, Maschine pausieren.
- Sichern: Stoff an den Rändern glatt fixieren (z. B. mit Tape), dann weitersticken.
- Erfolgscheck: Vor den nächsten Stichen liegt alles flach; das Stipple läuft ohne Faltenrücken.
- Wenn es weiter passiert: Material-Sandwich (Vlies/Watting) und Fixierung vor Tackdown neu bewerten.
- Q: Wann sind 505 Temporary Spray Adhesive oder Medical Paper Tape beim ITH-Mug-Rug-Lagenaufbau nötig, um Watting vor dem Tackdown zu halten?
A: Immer dann, wenn Watting oder Stoff „gefloatet“ wird und vor der Fixiernaht nicht wandern darf.- Anwenden: Watting leicht auf dem Stickvlies fixieren, bevor Tackdown läuft.
- Glätten: Blasen und Falten vor dem Sticken entfernen (was jetzt blubbert, wird später Falte).
- Erfolgscheck: Nach Tackdown ist alles flach fixiert und relativ zur Platzierungslinie nicht verrutscht.
- Wenn es weiter rutscht: Mehr Fixierpunkte an Kanten/Ecken setzen und sicherstellen, dass Tackdown vor dichterem Quilting kommt.
- Q: Bei dicken ITH-Mug-Rug-Sandwiches (Stickvlies + Watting + Stoffe): Wann sollte ich von Technik-Optimierung auf Magnetrahmen oder eine Mehrnadelstickmaschine umsteigen?
A: Stufenweise: Erst Technik stabilisieren, dann Magnetrahmen bei Einspann-Problemen/Rahmenspuren, und Mehrnadel erst, wenn Farbwechsel und Stückzahl der Engpass sind.- Level 1 (Technik): Lagen floaten und Watting mit Spray/Tape sichern; bei „snowplowing“ stoppen; Platzierung/Tackdown als getrennte Farb-Stopps.
- Level 2 (Tool): Auf Magnetrahmen/Frames wechseln, wenn dicke Lagen Rahmenspuren, Pop-outs oder Handgelenkbelastung verursachen.
- Level 3 (Produktion): Mehrnadelstickmaschine, wenn wiederholte Farbwechsel und Durchsatz bei Serien (z. B. dutzende Mug Rugs) ineffizient werden.
- Erfolgscheck: Einspannen wird reproduzierbar ohne Quetschspuren, und die Passung zwischen Aussparung, Applikation und Schlussnaht bleibt stabil.
- Wenn es weiter scheitert: Eine Einspannstation für konstante Ausrichtung ergänzen und vor dem Einsatz von Magnetrahmen immer Kompatibilität/Freiraum prüfen.
