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Schrift sieht am Bildschirm immer „einfach“ aus – saubere Linien, scharfe Kanten, perfekte Ausrichtung. Das ist verführerisch. Aber erfahrene Sticker:innen wissen: Der Bildschirm lügt, bis die Maschine es bestätigt.
Du tippst „Brother“, drückst Start – und dann kommt die Realität: wellige Grundlinie, zu enge Laufweite (Kerning) oder der gefürchtete Ring aus Rahmenabdrücken rund um den Text.
Wenn du Brother PE-DESIGN NEXT (Layout & Editing) für Basisschrift nutzt, ist der Klick-Pfad zwar simpel. Der Unterschied zwischen „funktioniert irgendwie“ und „produktionsfähig“ steckt aber in den unsichtbaren Schritten: wie du die Grenzen des Stickrahmens sauber setzt, wie du mit Materialphysik umgehst und wie du gegen die mechanische Belastung stabilisierst.
Diese Anleitung baut den Workflow aus dem Tutorial nach – ergänzt um praxiserprobte Gewohnheiten aus dem Stickalltag. Wir gehen vom Software-Ablauf bis zur Realität von Nadel und Faden, damit dein Text so sauber stickt, wie er am Monitor aussieht.

Erst Ruhe reinbringen: Layout & Editing ist einfach – wenn du Stickrahmen und Maschinentyp früh festnagelst
Wenn du Layout & Editing öffnest, erscheint der Assistent. Der typische Anfängerreflex: schnell durchklicken, um zum „Spaßteil“ (Tippen) zu kommen.
Stopp.
Die „Design Page“-Einstellungen sind die Grenzen deiner Realität. In der Maschinenstickerei kannst du diese Realität später nicht ohne Nebenwirkungen „einfach skalieren“.
Im gezeigten Workflow starten wir mit New und öffnen sofort Design Settings, um festzulegen:
- Machine Type: Single needle oder Multi-needle.
- Hoop Size: 100 × 100 mm (4x4).
Warum „Machine Type“ nicht nur ein Etikett ist
Warum interessiert das die Software? Weil sich eine Single-needle-Maschine und eine Multi-needle-Maschine in der Praxis anders „verhalten“ – vor allem bei Bezug auf Mittelpunkt/Startpunkt und wie strikt du dich an die programmierte Mitte halten musst, um nicht in den Rahmen zu fahren.
- Single-needle machines orientieren sich in der Regel stark am geometrischen Mittelpunkt des Stickrahmens.
- Multi-needle machines erlauben oft flexiblere Startpunkte, verlangen aber beim Einrichten eine sehr saubere Passung zur programmierten Mitte, damit es keine Kollision mit dem Rahmen gibt.
Die 100×100-mm-Grenze
Im Tutorial wird der 100 × 100 mm-Rahmen gewählt. Das ist der „Wahrheitstest“ in der Stickerei: Wenn du auf 200×300 mm designst, aber nur ein 4x4-Stickfeld hast, musst du später schrumpfen. Und Schrumpfen bei dichter Schrift erhöht die Stichdichte – das führt schnell zu Fadenrissen und „kugelsicher“ steifer Schrift.
Pro-Regel: Stelle deinen digitalen Arbeitsbereich immer exakt auf deine physische Realität ein. Wenn du nach Stickrahmen für brother Maschinen suchst, prüfe die tatsächlich nutzbare Stickfläche deines konkreten Modells. Ein Rahmen kann mechanisch passen – wenn die Software das Feld aber auf 100 mm begrenzt, wird die Maschine außerhalb dieses Bereichs nicht sticken.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung vor dem Tippen: Design Settings, Rahmen-Realität und ein sauberer Start
Bevor du das Text-Werkzeug anklickst, nimm dir 60 Sekunden für Vorbereitung. Das ist dein „Pre-Flight Check“.
So sieht es im Video aus:
- PE-DESIGN NEXT (Layout & Editing) starten.
- New wählen.
- Design Settings öffnen.
- Machine Type und Hoop Size (100 × 100 mm) definieren.
Der Perspektivwechsel: Sieh das weiße Quadrat nicht als Leinwand, sondern als Sicherheitszone.
- Sicherheitsreserve: Designe Text nicht bis an die rote Begrenzung. Wenn du rundum Luft lässt (im Tutorial als Praxisregel ca. 10 mm), ist es deutlich wahrscheinlicher, dass die Nadel bei minimaler Versatz-Einspannung nicht in den Kunststoffrahmen trifft.
- Praxischeck: Beim späteren Einspannen willst du, dass das Material beim Antippen „trommelartig“ klingt. Nahe am Rand ist die Spannung oft ungleichmäßig – das begünstigt Verzug.
Start-Checkliste: „Null-Fehler“
- Dateistatus: Sicher New (keine alte Vorlage überschreiben).
- Maschinenabgleich: Machine Type passt zur realen Maschine (Single needle oder Multi-needle).
- Rahmenabgleich: Arbeitsfläche steht auf 100 × 100 mm (oder deinen Zielrahmen).
- Randreserve: Gedanklich rundum Platz lassen (Praxisregel: ca. 10 mm).

Text eingeben mit dem PE-DESIGN NEXT Text Tool (und die eine Taste, die wirklich „abschließt“)
Texteingabe fühlt sich an wie Textverarbeitung – verhält sich aber eher wie Vektor-Objekte.
Workflow:
- Text tool anklicken (A-Symbol).
- Die erste Tool-Option wählen (Standard Text).
- Nahe der Mitte der Design Page klicken.
- Tippen: „Brother Int“
- KRITISCH: Enter auf der Tastatur drücken.
Die „Enter“-Falle: In Word macht Enter eine neue Zeile. In PE-DESIGN NEXT bestätigt Enter das Textobjekt.
- Vor Enter: Eingabemodus (Kontur/Umriss während des Tippens).
- Nach Enter: Objekt ist „gesetzt“ (solide Umrandung mit schwarzen Handles; der Reiter Text Attributes wird aktiv).
Das ist wichtig, weil du viele Einstellungen (Schrift, Ausrichtung, Zeilenabstand) erst sauber bearbeiten kannst, wenn das Objekt bestätigt ist.

Schriften in Brother PE-DESIGN auswählen ohne Raten: Vorschau in „Text Attributes“ richtig nutzen
Wenn das Textobjekt ausgewählt ist (solide Umrandung), ist Text Attributes deine Schaltzentrale.
Vorgehen:
- Font-Dropdown öffnen.
- Die Liste zeigt eine Vorschau deiner aktuellen Textzeichen (die ersten sechs Buchstaben) – nicht nur ein generisches „ABC“.
- Im Video wird die Schrift „031“ gewählt.
Praxisanker: Achte in der Vorschau bewusst auf die Abstände zwischen den Buchstaben.
- Serifen-Schriften: Bei kleinen Höhen oft schwer sauber zu sticken; feine Enden „verschwinden“ schneller.
- Block/Sans-Serif: Meist die sicherste Wahl für gute Lesbarkeit auf strukturierter Ware.
Wenn du mit unterschiedlichen brother Stickrahmen arbeitest, gilt: Rahmenstabilität beeinflusst die Passung. Ein wackeliger Rahmen plus feine Script-Schrift ist eine typische Kombination für sichtbare Versatz-Effekte.

Schriftgröße ändern in PE-DESIGN NEXT: Handle-Regeln gegen „dünngezogen“ und verzerrte Schrift
Beim Skalieren entstehen sehr viele Qualitätsprobleme. Im Video wird die manuelle Größenänderung über die schwarzen Handles um das Textobjekt gezeigt.
Handle-Logik:
- Eck-Handles: proportional skalieren (Seitenverhältnis bleibt erhalten).
- Oben/Unten mittig: nur Höhe ändern.
- Links/Rechts mittig: nur Breite ändern.
Gefahrenzone: Wenn du z. B. seitlich ziehst und die Breite stark veränderst, veränderst du nicht nur die Optik, sondern auch die Stichgeometrie.
- Optik: Schrift wirkt „gequetscht“ oder „zu schmal“.
- Stickbild: Satinstiche können zu lang (schlaufen) oder zu eng (Fadenstress) werden.
Goldene Regel: Für 90 % aller Anpassungen Eck-Handles verwenden. Wenn du „in eine Form passen“ musst, ist es meist besser, die Schriftart zu wechseln statt eine Schrift zu verzerren.



Der „Exaktgröße“-Move: Texthöhe auf 30,0 mm setzen (warum Konsistenz besser ist als Augenmaß)
Manuelles Ziehen ist okay für die Optik – aber in der Praxis zählt Reproduzierbarkeit. Im Video wird dafür das Text Size-Dropdown genutzt.
Workflow:
- Text Size-Pfeil anklicken.
- Einen konkreten Wert wählen (z. B. 30.0 mm).
Warum das wichtig ist: Wenn du mehrere Teile als Serie stickst, führt „nach Gefühl“ schnell zu sichtbaren Abweichungen. Ein fixer Zahlenwert sorgt dafür, dass die Schrift über alle Teile hinweg gleich bleibt.
Hinweis zum 4x4-Feld: Im 100×100-mm-Limit brauchst du Reserve. Wenn du das Feld ständig bis zum Rand ausreizt, wird das Einspannen fehleranfälliger, weil dir die Toleranz fehlt. Das ist ein typischer Grund, warum Anwender nach einem brother 4x4 Magnetrahmen suchen: schnelleres, gleichmäßigeres Einspannen und weniger Stress beim Nachjustieren – ohne das ganze Teil neu „aus dem Rahmen“ zu holen.
Vorhandenen Text im „Text Attributes“-Feld bearbeiten (schnell korrigieren ohne neu aufzubauen)
Um „Brother Int“ zu „Brother Sews“ zu ändern, musst du nicht löschen und neu tippen.
So editierst du sauber:
- Textobjekt auswählen.
- Im Text Attributes-Fenster das Text-Eingabefeld nutzen (nicht auf der Zeichenfläche neu tippen).
- „Int“ markieren.
- „Sews“ tippen.
- Enter drücken.
So bleiben Schrift, Größe und Einstellungen erhalten – und nur der Inhalt wird aktualisiert.
Der Ctrl+Enter-Trick für zweizeiligen Text (und warum normales Enter nicht funktioniert)
Das ist in dieser Version der häufigste Stolperstein.
Ziel: Eine zweite Zeile im selben Textobjekt. Problem: Normales „Enter“ beendet die Texteingabe.
Lösung:
- Cursor im Attribute-Textfeld ans Ende setzen.
- Ctrl gedrückt halten + Enter drücken (Zeilenumbruch innerhalb des Objekts).
- „& Embroiders“ tippen.
- Enter drücken, um das Objekt zu bestätigen.
Abstand visuell prüfen: In der Oberfläche ist Line Spacing sichtbar (im Video z. B. 10.0 mm).
- Achte darauf, dass sich Ober- und Unterlängen zwischen den Zeilen nicht berühren.
- Wenn Zeilen zu eng sind, werden Sprungstiche zwischen den Zeilen unruhig und schwer zu schneiden.



Text zweimal zentrieren (ja, zweimal): Zeilenausrichtung vs. „Move to center“ im Stickrahmen
Viele zentrieren die Zeilen – vergessen aber, das gesamte Design im Stickfeld zu zentrieren. Das sind zwei verschiedene Bezugssysteme.
Schritt 1: Intern zentrieren
In Text Attributes auf Center Alignment klicken.
- Ergebnis: Die Zeilen werden zueinander mittig ausgerichtet.
Schritt 2: Im Stickfeld zentrieren
Zum Reiter Arrange wechseln.
- Align -> Move to center.
- Ergebnis: Der komplette Textblock springt in die geometrische Mitte des 100×100-Feldes.
Warum das doppelte Zentrieren zählt: Wenn du mit einer Einspannstation für Maschinenstickerei arbeitest, richtest du das Material nach den Rahmen-Mittelmarkierungen aus. Ist deine Datei digital auch nur ein paar Millimeter versetzt, ist das Ergebnis trotz perfektem Einspannen sichtbar off-center. Digitale und physische Mitte müssen rechnerisch übereinstimmen.


.PES speichern und an die Brother-Maschine senden (USB, direkt oder Karte)
Der letzte digitale Schritt ist die Ausgabe.
Speichern (Backup):
- File (Flower Menu) -> Save As.
- Als .PES speichern.
Senden (Transfer):
- Home Tab -> Send.
- Optionen:
- Send to USB Media
- Send to your machine (Direktverbindung)
- Write to card (Karten-Workflow)
Wenn etwas ausgegraut ist: Im Video wird klar: Nur die Methoden, für die Hardware/Verbindung vorhanden ist, sind aktiv. Ist z. B. kein Karten-Writer angeschlossen, bleibt „Write to card“ deaktiviert.


Der Abschnitt „Warum es schlecht stickt“: Materialphysik, Stabilisierung und was Software nicht lösen kann
Software ist Mathematik. Textil ist beweglich. Die Software tut so, als wäre dein Material starr – ist es aber nicht.
Beim Einstich drückt die Nadel das Material nach unten, beim Hochgehen zieht sie es wieder hoch (Flagging). Gleichzeitig ziehen Stiche das Material zusammen (Pull). Wenn du das nicht berücksichtigst, wird aus einer perfekten Form schnell ein verzogenes Stickbild.
Entscheidungslogik: Stabilisierung passend zum Material
Nicht raten – systematisch entscheiden.
- Szenario A: Stabiler Webstoff (Denim, Canvas, Twill)
- Aktion: Tear-Away-Vlies.
- Szenario B: Instabiler Strick (T-Shirt, Polo, Sweater)
- Aktion: Cut-Away-Vlies.
- Begründung: Strick dehnt sich; Tear-Away gibt unter Belastung nach.
- Szenario C: Hoher Flor (Frottee, Fleece, Samt)
- Aktion: Cut-Away unten + wasserlösliches Topping oben.
- Begründung: Ohne Topping „versinkt“ Schrift im Flor.
Der Rahmen-Faktor: Wenn du dicke oder rutschige Ware mit Standard-Kunststoffrahmen einspannst, entstehen schnell Rahmenabdrücke. Genau hier wird das Thema Magnetrahmen für Stickmaschine praktisch: Magnetische Rahmen klemmen ohne Reib-Zug, reduzieren Abdrücke und machen das Einspannen bei schwierigen Materialien oft deutlich entspannter.
Warnung: Mechanische Sicherheit. Beim Positionieren unter der Nadel Hände konsequent aus dem Nadelbereich halten. Eine Stickmaschine läuft mit hoher Stichzahl pro Minute – ein Nadelstich ist eine ernsthafte Verletzung.
Fehlerdiagnose bei Schrift: praxistaugliche Checks
Bevor du Schrift oder Software beschuldigst, prüfe die Physik.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Prioritäts-Fix |
|---|---|---|
| Weißer Unterfaden oben sichtbar | Oberfadenspannung/Einlegen falsch ODER Unterfaden nicht korrekt eingesetzt. | 1. Oberfaden neu einfädeln (Nähfuß OBEN). <br> 2. Prüfen, dass die Spule gegen den Uhrzeigersinn abläuft. |
| Lücken zwischen Kontur und Füllung | Material wandert im Rahmen. | 1. Cut-Away-Vlies nutzen. <br> 2. Fester einspannen („trommelartig“). |
| Schrift wirkt „aufgeblasen“/klobig | Zu hohe Dichte für die Größe. | Text größer wählen oder dünnere Schrift nutzen. |
| „Send“ ist ausgegraut | USB/Verbindung nicht erkannt. | Anderen USB-Port testen. Sicherstellen, dass das Medium korrekt erkannt wird. |
| Nadelbruch bei kleiner Schrift | Nadel/Thread-Kombination passt nicht oder Nadel ist beschädigt. | 75/11 oder 80/12 nutzen; Nadel auf Krümmung prüfen. |
Upgrade-Pfad: Wann Technik reicht – und wann Tooling sinnvoll wird
Mit Standard-Equipment sind saubere Ergebnisse möglich, aber Effizienz entscheidet über die Werkzeugwahl.
Typischer Engpass: Für ein Einzelstück ist ein normaler Kunststoffrahmen okay. Bei Serien (z. B. 20 Polos) kosten ständiges Nachspannen und Nachjustieren Zeit – und erhöhen das Risiko von Rahmenabdrücken.
Lösungshierarchie:
- Level 1 (Technik): Passendes Vlies wählen und Setup sauber stabilisieren.
- Level 2 (Tooling): Wenn Rahmenabdrücke oder schwierige Materialien dich bremsen, sind Magnetrahmen für brother eine gängige Lösung: schnelleres Klemmen, weniger Druckspuren, reproduzierbarer.
- Level 3 (Maschine): Wenn dich das 100×100-Limit oder häufige manuelle Farbwechsel dauerhaft ausbremsen, ist eine Multi-needle-Plattform eine betriebliche Entscheidung.
Viele setzen gezielt auf einen Magnetrahmen für brother-Workflow, um zwischen Hobby-Tempo und konstanter Serienqualität eine Brücke zu schlagen.
Magnet-Sicherheitswarnung: Magnetrahmen nutzen starke Neodym-Magnete. Quetschgefahr. Fernhalten von Herzschrittmachern/Insulinpumpen sowie magnetischen Datenträgern. Magnete seitlich abziehen (schieben), nicht nach oben abhebeln.
Setup-Checkliste (Final Gate)
Erledige das, bevor du „Start“ drückst.
- Stickrahmen: Richtiger Rahmen montiert (100×100 mm geprüft).
- Design: Text bestätigt (Enter), zentriert, Größe geprüft.
- Stickvlies: Passend zum Material gewählt (Cut-Away bei Strick!).
- Nadel: Neu/scharf und passend eingesetzt.
- Freigang: Kein Stoff unter dem Rahmen eingeklemmt, der hinten mitfestgestickt wird.
Ablauf-Checkliste (während des Stickens)
- Layer 1 beobachten: Unterlage (Underlay) prüfen – wirkt sie locker, sofort stoppen.
- Geräuschcheck: Gleichmäßiger Rhythmus ist gut; hartes Klacken deutet auf Kontakt/ stumpfe Nadel hin.
- Fäden schneiden: Wenn keine Auto-Trimmung vorhanden ist, lange Sprungfäden rechtzeitig schneiden.
- Stop-Taste bereit: Hand in Reichweite, besonders bei feinen Konturen.
PE-DESIGN NEXT zu beherrschen heißt: sauber eingeben. Maschinenstickerei zu beherrschen heißt: sauber ausführen. Wenn du digitale Passung und physische Praxis zusammenbringst (und dir ggf. mit einem Magnetrahmen für brother den Alltag erleichterst), fällt Schrift durch Präzision auf – nicht durch Probleme.
FAQ
- Q: Warum müssen in Brother PE-DESIGN NEXT (Layout & Editing) „Machine Type“ und „Hoop Size (100 × 100 mm)“ vor dem Tippen von Schrift festgelegt werden?
A: Weil diese Einstellungen das reale Stickfeld und das Zentrierverhalten definieren – und spätere Größenänderungen schnell Dichte- und Verzerrungsprobleme erzeugen.- Öffne Design Settings direkt nach New und stelle Machine Type passend zur realen Single-needle- oder Multi-needle-Maschine ein.
- Wähle exakt den Rahmen, den du wirklich stickst (im Beispiel: 100 × 100 mm / 4×4), und designe innerhalb dieser Grenze.
- Lass Reserve: Schrift idealerweise rundum ca. 10 mm Abstand zum Rand für Rahmen-/Sicherheitsfreigang.
- Erfolgskontrolle: Der komplette Textblock liegt sichtbar innerhalb der Begrenzung und berührt die rote Box nicht.
- Wenn es trotzdem scheitert … nicht immer weiter „kleinschrumpfen“; lieber dünnere Schrift wählen oder einen größeren Rahmen einplanen.
- Q: Warum beendet Enter im Brother PE-DESIGN NEXT Text Tool die Texteingabe, statt eine neue Zeile zu erzeugen?
A: In PE-DESIGN NEXT bestätigt Enter das Textobjekt; für eine zweite Zeile innerhalb desselben Objekts brauchst du Ctrl + Enter.- Erste Zeile tippen und anschließend im Attribute-Textfeld weiterbearbeiten.
- Ctrl halten und Enter drücken, um innerhalb des Objekts einen Zeilenumbruch zu setzen.
- Enter (ohne Ctrl) erst drücken, wenn du das gesamte Textobjekt bestätigen willst.
- Erfolgskontrolle: Die Kontur ist solide, schwarze Handles sind sichtbar, und Text Attributes ist aktiv.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Textobjekt erneut anklicken und im Text Attributes-Eingabefeld bearbeiten (nicht auf der Fläche neu tippen).
- Q: Wie sollte Schrift in Brother PE-DESIGN NEXT skaliert werden, ohne dass sie „dünngezogen“, verzerrt oder schlecht stickt?
A: Skaliere primär über die Eck-Handles (proportional). Separate Breiten-/Höhenverzerrung kann die Stichstruktur und Optik verschlechtern.- Eck-Handles ziehen für proportionale Skalierung (sicherer Standard).
- Seiten- oder oben/unten-Handles nur nutzen, wenn du bewusst verzerren willst.
- Lieber die Schriftart wechseln, statt eine Schrift durch Verzerren passend zu „quetschen“.
- Erfolgskontrolle: Schrift wirkt nicht „skinny“/gequetscht, Satinsäulen sehen nicht überlang oder instabil aus.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Text größer machen oder auf eine einfachere Blockschrift wechseln.
- Q: Was verursacht bei einer Brother-Stickmaschine weißen Unterfaden oben auf der Schrift – und was ist der schnellste Fix?
A: Meist stimmt der Oberfadenweg/die Spannung nicht oder die Unterfadenspule sitzt nicht korrekt – zuerst neu einfädeln.- Oberfaden neu einfädeln mit Nähfuß OBEN.
- Prüfen, dass die Spule korrekt sitzt und gegen den Uhrzeigersinn abläuft.
- Einen kurzen Test (erste Unterlage) laufen lassen, bevor du das ganze Motiv stickst.
- Erfolgskontrolle: Oben dominiert der Oberfaden; keine durchgehende „weiße Schiene“.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … Spulensitz erneut prüfen und dann Fadenweg/Spannung gemäß Handbuch kontrollieren.
- Q: Wenn bei Schrift Lücken zwischen Kontur und Füllung entstehen: Was ist die wahrscheinlichste Einspann-/Vlies-Lösung?
A: Häufig wandert das Material – also stärker stabilisieren und fester einspannen, damit es unter Nadelkraft nicht arbeitet.- Bei instabilem Strick auf Cut-Away umstellen.
- So einspannen, dass es sich „trommelartig“ anfühlt.
- Erfolgskontrolle: Konturen landen sauber auf der Füllung, besonders in Kurven und Ecken.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … mehr Randreserve lassen und prüfen, ob das Design in der Software wirklich mittig im Rahmen liegt.
- Q: Wie beurteilt man Spannung und Setup am sichersten, bevor ein kompletter Schriftzug durchläuft?
A: Beobachte die ersten Unterlagestiche und höre auf das Laufgeräusch – frühe Warnzeichen sparen Material.- Starten und Layer 1 (Underlay) auf Lockerheit/Unruhe prüfen.
- Auf gleichmäßigen Rhythmus achten; hartes Klacken deutet auf Probleme hin.
- Lange Sprungfäden bei fehlender Auto-Trimmung rechtzeitig schneiden.
- Erfolgskontrolle: Underlay wirkt kontrolliert, Geräusch bleibt konstant.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … sofort stoppen und Einfädeln, Nadelzustand und Einspannung prüfen.
- Q: Welche Sicherheitsregel gilt beim Positionieren von Material unter der Brother-Sticknadel bei Schrift?
A: Hände konsequent aus dem Nadel-/Nähfußbereich halten, da die Maschine mit hoher Geschwindigkeit stickt und ein Nadelstich eine ernsthafte Verletzung ist.- Rahmen/Material positionieren, bevor du Start drückst – Hände außerhalb der Nadelbahn.
- Bei Verschieben sofort stoppen und Setup korrigieren.
- Nicht versuchen, Stoff „mit den Fingern“ in Position zu halten – das löst man über Einspannen und Stabilisierung.
- Erfolgskontrolle: Hände bleiben beim Anlauf und den ersten Stichen weg vom Nadelbereich.
- Wenn es trotzdem kritisch wird … pausieren, neu einspannen/stabilisieren und erst dann weiter.
- Q: Wenn Rahmenabdrücke und langsames Einspannen bei Brother-4×4-Schriftjobs ständig auftreten: Wie sieht der sinnvolle Upgrade-Pfad von Technik zu Tooling zu Maschinenkapazität aus?
A: Behandle es als Workflow-Problem: erst Stabilisierung/Setup optimieren, dann Magnetrahmen für schnelleres Klemmen erwägen, und erst bei dauerhaften Feld-/Farbwechsel-Limits auf Multi-needle umsteigen.- Level 1 (Technik): Passendes Vlies wählen und Setup stabil halten.
- Level 2 (Tooling): Magnetrahmen nutzen, wenn Standardrahmen Abdrücke machen oder bei dicker/rutschiger Ware langsam sind.
- Level 3 (Maschine): Auf Multi-needle wechseln, wenn 100×100-Limit und manuelle Farbwechsel dauerhaft die Produktion bremsen.
- Erfolgskontrolle: Einspannen geht schneller, weniger Abdrücke, Platzierung bleibt über Serien konstant.
- Wenn es trotzdem nicht klappt … prüfen, ob das Design in der Software wirklich mittig sitzt und ob genug Randreserve eingeplant ist.
