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Garnkarten einrichten (Isacord, Madeira usw.)
Umfärben ist nicht nur „Design hübscher machen“ am Monitor. In der Praxis der Maschinenstickerei sind Farbentscheidungen Arbeitsanweisungen: Sie bestimmen, welche Konen du greifst, wie viele Farbwechsel anfallen und ob ein Patch am Ende wirklich zu den CI-Vorgaben eines Kunden passt.
In dieser Anleitung schauen wir uns den Workflow in Hatch Embroidery 2 an – rund um Garnkarten (Thread Charts) und Designpaletten. Wichtig ist dabei nicht nur, welche Buttons du klickst, sondern wie du das, was du am Bildschirm siehst, sauber in eine eindeutige Garn-/Code-Logik für die Produktion übersetzt.

Was du lernst (und warum das in der Produktion zählt)
Hatch Embroidery 2 bietet mehrere Umfärbe-Workflows, um die Lücke zwischen Pixel und Garn zu schließen:
- Design auf eine reale Garnmarke standardisieren, indem du eine physische Garnkarte auswählst (im Beispiel: Isacord 40).
- Vorhandene Designfarben matchen – also auf den jeweils nächstliegenden Farbton aus dieser Garnkarte umstellen.
- Neue Farben zur Palette hinzufügen, ohne bestehende Objekte sofort umzuschalten.
- Grafisch umfärben, indem du gezielt Bereiche anklickst: Pick Color (Pipette) und Apply Current Color (Farbeimer).
Auch wenn du „nur“ digitalisierst: Viele Produktionsfehler entstehen genau hier. Ein Design kann auf einem hinterleuchteten RGB-Monitor stimmig wirken – und später auf dem Arbeitsblatt/Worksheet so unklar sein, dass in der Werkstatt jemand „Blau“ falsch interpretiert. Wenn deine Datei „Blue“ sagt, ihr aber im Betrieb nach Codes wie „Isacord 3641“ arbeitet, entsteht Mehrdeutigkeit – und Mehrdeutigkeit ruiniert in der Stickerei Ware.
Vorbereitung: versteckte Verbrauchsmaterialien & Pre-Flight-Checks
Bevor du in der Software loslegst, hol dich kurz in die physische Realität zurück: Software ist abstrakt – Stickerei ist mechanisch.
Verbrauchsmaterialien (die physische „Wahrheit“):
- Physische Garnkarte: Verlass dich nicht auf Monitorfarben. Arbeite mit einer echten Garnkarte (mit realen Garnwicklungen) der Marke, die du tatsächlich einsetzt (Isacord, Madeira usw.).
- Neutrallicht/Daylight-Lampe (5000K): Beurteile Garnfarben unter neutralem Licht, nicht unter warmen Innenraum-Lampen.
- Referenzen vom Kunden: Wenn es um CI geht: Hex/Pantone frühzeitig einholen, bevor du Farben „nach Gefühl“ baust.
Pre-Flight-Logikcheck:
- Bestandscheck: Weise in Hatch keine Farbe zu, die du nicht im Regal hast – außer du planst sie sofort zu beschaffen.
- Maschinenlogik: Bei einer Einnadelmaschine ist jeder Farbwechsel ein echter Stopp. Bei einer Mehrnadelstickmaschine hast du mehr Spielraum. Wenn du schon beim Umfärben an deine reale Maschine denkst, sparst du dir später Frust.
Prep-Checkliste (vor dem ersten Klick)
- Bestand verifizieren: Welche Garnmarke nutzt du wirklich (z. B. Isacord 40wt)?
- Workspace: Hatch öffnen und so einrichten, dass Threads-Docker und Design Colors-Leiste sichtbar sind.
- Ziel definieren: Kurz notieren, was geändert werden soll (z. B. „Rote Hibiskusblüten auf Orange für Sommer-Variante“).
- Backup: Kopie der originalen .EMB speichern (
Design_v1.EMB). - Sichtprüfung: Auf ca. 200% zoomen: Gibt es winzige Farbsplitter/Details, die beim Umfärben leicht „mit erwischt“ werden?
Warnung (Mechanische Sicherheit): Auch wenn es hier um Software geht: Das Ergebnis läuft später als Hochgeschwindigkeitsprozess an der Maschine. Beim Probesticken Hände, Haare, Kordeln usw. konsequent vom Nadelbereich fernhalten. Eine Nadel mit hoher Stichzahl pro Minute ist praktisch unsichtbar – und nicht verzeihend.

Schritt-für-Schritt: die Garnkarte auswählen, mit der du wirklich arbeiten willst
Im Video wird zuerst das Design auf eine konkrete Garnkarte standardisiert. Das ist digital gesehen wie „Werkbank aufräumen“: Du arbeitest nur noch mit dem, was du in der Praxis auch einsetzen kannst.
- Docker öffnen: Im Threads-Docker (rechts) auf Select Thread Charts klicken.
- Standard entfernen: In der Liste die aktuell aktive Standardkarte (oft „Royal“/generisch) markieren und mit dem „<“-Pfeil entfernen.
- Deine Realität wählen: In der Markenliste Isacord 40 suchen und mit dem „>“-Pfeil hinzufügen.
- Bestätigen: Mit OK schließen.
Checkpoint: Im Threads-Docker sollte jetzt die Isacord-40-Liste angezeigt werden. Du arbeitest nicht mehr mit „theoretischen“ Farben, sondern mit einer Bibliothek realer Garncodes.
Erwartetes Ergebnis: Wenn du jetzt Farben zuweist, referenziert Hatch konkrete Codes (z. B. „Isacord …“). Damit spricht dein Worksheet dieselbe Sprache wie dein Garnregal.

Methode 1: Farben über den Threads-Docker matchen
Das ist die „Produktionsleiter-Methode“: strukturiert, nachvollziehbar und am sichersten, wenn dein Ziel ist, die vorhandene Farbwirkung zu behalten (Rot bleibt Rot, Blau bleibt Blau), aber auf eindeutige Markencodes umzustellen.
Gerade im Betrieb verhindert dieser Ablauf, dass verschiedene Personen „Blau“ unterschiedlich interpretieren und dadurch Chargen uneinheitlich werden.
Schritt-für-Schritt: eine Designfarbe auf den nächstliegenden Garncode matchen
- Slot aktivieren: In der Design Colors-Leiste (unten) das Farbfeld anklicken, das du zuordnen willst.
- Passenden Ton suchen: Im Threads-Docker (Isacord 40) den nächstliegenden Farbton auswählen. Hatch unterstützt dabei: die nächstliegenden Treffer werden typischerweise oben sortiert.
- Zuweisen: Den Garnfarbton im Docker einmal anklicken.
- Kontrollieren: Hatch überträgt die Garn-Definition (Code + Farbdefinition) in den aktuellen Designfarben-Slot.
- Wiederholen: Für alle verwendeten Farben in der Palette durchführen.
Setup-Checkliste (Standardisierung)
- Eindeutigkeit: Jede verwendete Designfarbe hat einen konkreten Code aus der Garnkarte (keine „generischen“ RGB-Farben als Restbestand).
- Kontrast: Passt der neue Ton zum geplanten Stoff (Hintergrundfarbe/Material)?
- Konsolidierung: Wenn zwei sehr ähnliche Blautöne im Design sind: prüfen, ob beide auf denselben Code gemappt werden können (spart Farbwechsel).
Checkpoint: In der Designfarben-Leiste verändern sich die Farbfelder oft minimal im Ton, sobald sie auf die Isacord-Definitionen umgestellt sind.
Erwartetes Ergebnis: Deine Palette ist nicht mehr „künstlerische Idee“, sondern eine eindeutige Pickliste.

Schnelloption aus dem Video: Match All
Im Transkript wird der Befehl Match All erwähnt: Damit weist Hatch automatisch für alle Designfarben den jeweils nächstliegenden Treffer aus der ausgewählten Garnkarte zu.
- Wann sinnvoll: Viele Farben, wenig Zeit, „nah dran“ reicht.
- Wann vermeiden: Logos/CI, hochwertige Verläufe oder sensible Hauttöne. Der Algorithmus bewertet RGB-Abstand – nicht „Wärme“, „Lebendigkeit“ oder den Effekt von Garn-Glanz.
Qualitätscheck: Bildschirmfarbe vs. gestickte Farbe (so arbeiten erfahrene Shops)
Bildschirmvorschauen sind praktisch – aber sie lügen effizient. Garn hat Glanz (wirkt auf Rundungen heller) und Textur (wirft Mikro-Schatten), die Pixel nicht abbilden.
Ein zuverlässiger Workflow:
- Mit Methode 1 ein sauberes Worksheet/Farbsetup erzeugen.
- Mit dem Ausdruck/der Liste ans Garnregal gehen.
- Praxischeck: Konen nebeneinander halten: harmoniert das oder „beißt“ es sich?
- Lichttest: Unter neutralem Licht bzw. am Fenster prüfen, ob der Eindruck kippt.
Wenn du für Produktion arbeitest, gehört zur schnellen Digitalisierung auch ein schneller physischer Ablauf. Viele suchen nach how to use magnetic embroidery hoop-Anleitungen, sobald klar wird: Perfekte Farben bringen nichts, wenn das Teil schief eingespannt ist. Ein System wie magnetische Stickrahmen kann das Einspannen beschleunigen und Rahmenspuren reduzieren – damit sitzt das sauber umgefärbte Motiv später auch wirklich plan auf dem Kleidungsstück.

Methode 2: Eigene Farben zur Palette hinzufügen
Manchmal willst du bestehende Farben nicht ersetzen, sondern die Palette erweitern, um Varianten vorzubereiten. Typisch: Du möchtest mehrere Grüntöne „parken“, bevor du dich entscheidest.
Schritt-für-Schritt: neuen Farbslot mit dem „+“-Button anlegen
Im Video wird gezeigt, wie neue Paletten-Slots angelegt und mit konkreten Isacord-Farben befüllt werden.
- Slot anlegen: In der Designfarben-Leiste auf Add Palette Color (+) (ganz rechts) klicken. Es erscheint ein neues, zunächst „leeres“ Farbfeld.
- Farbe auswählen: In der Isacord-40-Liste im Threads-Docker scrollen.
- Slot füllen: Den gewünschten Farbton anklicken – das neue Feld übernimmt ihn.
Im Beispiel werden u. a. 1902 Poinsettia und 5531 Pear hinzugefügt. Das entspricht dem Gedanken „Ich lege mir diese Konen schon mal bereit“.
Checkpoint: Das neue Farbfeld hängt am Ende der Palette.
Erwartetes Ergebnis: Die Palette ist erweitert, aber das Design selbst hat sich noch nicht verändert – du bereitest Optionen vor.

Schritt-für-Schritt: Farben „on-the-fly“ per Doppelklick hinzufügen
Im Video wird ein schneller Shortcut gezeigt:
- Im Threads-Docker die gewünschte Farbe finden.
- Doppelklick auf die Farbe.
- Hatch hängt sie sofort als neuen Slot ans Ende der Designfarben-Leiste.
Praxisanker: Dieses schnelle „Klick-Klick“ ist ideal, um unten eine kleine Auswahl an Alternativen aufzubauen, ohne ständig über Menüs zu gehen.

Profi-Workflow: Palettenwachstum kontrollieren
Farben hinzufügen ist leicht – Ordnung halten ist der eigentliche Job. Eine Palette mit vielen ungenutzten Farben sorgt später für Verwechslungen.
- Faustregel: Wenn du es nicht sticken wirst, nimm es aus der Palette raus.
- Sequenz-Check: Nach dem Umfärben immer den Sequence-Docker prüfen. Vermeide, dass die Maschine Farbe 1 näht, dann Farbe 2, dann wieder Farbe 1. Farben möglichst bündeln, um Farbwechsel/Stops zu reduzieren.
Methode 3: Grafisch umfärben mit Pick- und Apply-Tools
Das ist die „Designer-Methode“: sehr intuitiv – du klickst direkt auf das Objekt („dieses Blütenblatt soll orange werden“). Für Einsteiger ist sie aber auch fehleranfälliger, weil ein falscher Klick schnell ein kleines Detail erwischt.

Schritt-für-Schritt: Pick Color (Pipette) + Apply Current Color (Farbeimer)
- Pipette aktivieren: Pick Color (Pipetten-Symbol) wählen.
- Über das Motiv fahren: Cursor über das Design bewegen.
- Visuelles Signal: Beim Darüberfahren werden Bereiche hervorgehoben/umrandet – Hatch zeigt dir, was beim Klick „gegriffen“ wird.
- Farbe aufnehmen: Auf das gewünschte Objekt klicken (z. B. den blauen „ALOHA“-Text). Diese Farbe wird zur Current Color.
- Neue Farbe wählen: Im Threads-Docker eine neue Farbe anklicken (z. B. 330 Tangerine). Die Current Color ist jetzt Tangerine.
- Farbeimer aktivieren: Apply Current Color (Farbeimer-Symbol) wählen.
- Ziel anvisieren: Über das Objekt fahren, das geändert werden soll (z. B. rote Blütenblätter) und auf die Hervorhebung warten.
- Anwenden: Klicken, um die neue Farbe auf dieses Objekt anzuwenden.
Checkpoint: Haben wirklich nur die Blütenblätter gewechselt – oder auch angrenzende Elemente? Wenn etwas schiefgeht: Ctrl+Z.
Erwartetes Ergebnis: Das gezielte Element ändert sofort die Farbe, ohne dass der Rest des Designs ungewollt mitzieht.

Zwei „Apply“-Verhalten, die du unterscheiden musst
Hatch unterscheidet praktisch zwischen globalen und lokalen Änderungen:
- Methode 1 (global): Wenn du einen Slot in der Design Colors-Leiste änderst, ändern sich alle Objekte, die diesen Slot nutzen.
- Methode 3 (lokal): Mit dem Apply-Farbeimer kannst du selektiv einzelne Objekte umfärben, auch wenn mehrere Objekte ursprünglich dieselbe Farbe haben.

Effizienz-Hinweis (Shop-Realität)
Bei Kundenanpassungen ist Geschwindigkeit gleich Marge. Aber jede zusätzliche Variante kann an der Maschine zum Engpass werden.
Begriffe wie magnetic embroidery hoop sind oft der Einstieg in effizientere Abläufe: Magnetrahmen lassen sich schnell schließen, statt Schraubrahmen mühsam nachzuziehen – besonders bei dickeren oder „zickigen“ Materialien. So bleibt die Maschine weniger im Leerlauf, während du deine frisch erstellten Farbvarianten abarbeitest.

Warum exakte Garnfarben in der Maschinenstickerei wichtig sind
Sauberes Farbmanagement ist nicht nur Optik, sondern ein QA-System.
Entscheidungsbaum: welche Umfärbe-Methode passt zu deinem Auftrag?
- Kunde mit strengen CI-Vorgaben?
- JA: Methode 1. Exakte Garnkarte wählen und Codes sauber zuordnen. Nicht raten.
- NEIN: Weiter zu 2.
- Du baust Varianten (z. B. Sommer/Winter)?
- JA: Methode 2. Saisonfarben erst in die Palette laden, dann gezielt zuweisen.
- NEIN: Weiter zu 3.
- Nur ein einzelnes Element ändern (z. B. „Auge blau“)?
- JA: Methode 3. Grafisch picken und anwenden.
- NEIN: Meist ist Methode 1 die richtige „Aufräum“-Methode.
Praxis-„Warum“: Farbwahl beeinflusst auch Einspannen und Stabilisierung
Farbe ist nicht nur Pigment – sie wirkt auf Material und Lesbarkeit.
- Kontrast & Sichtbarkeit: Dunkles Garn auf dunklem Stoff „verschwindet“. Wenn du z. B. auf „Schwarz auf Navy“ umfärbst, kann es sein, dass du Dichte/Unterlage anpassen musst, damit es sichtbar bleibt.
- Garnart: Im Video wird Isacord 40 genutzt. Wenn du auf eine andere Garnart wechselst, kann sich das Stickverhalten ändern (Glanz, Reißfestigkeit) – und damit ggf. auch die nötige Maschineneinstellung.
- Einspannen: Umfärben für Hoodie vs. T-Shirt ist Alltag. Denk daran: Der Stickrahmen für Stickmaschinen muss zum Material passen. Wenn ein Rahmen bei dickem Material nicht stabil hält, leidet die Passung – und deine neuen Farben „wandern“ im Mehrfarblauf. Magnetrahmen werden in solchen Fällen oft genutzt, um gleichmäßiger zu halten.
Skalierung: wenn Software nicht mehr der Engpass ist
Wenn du die Umfärbe-Tools beherrschst, wandert der Engpass oft in die physische Produktion: Einfädeln, Farbwechsel, Einspannen.
- Level 1: Besseres Einspannen. Eine hooping station hilft, Platzierung und Ausrichtung reproduzierbar zu machen.
- Level 2: Mehrnadelsystem. Bei Designs mit vielen Farben reduziert eine Mehrnadelstickmaschine die manuellen Wechsel.
Quality Checks
Erfahrene Digitalisierer vermeiden teure Fehler mit einem „Digital Pre-Flight“.
Farb- & Sequenz-Checks, die du nicht überspringen solltest
- Garnkarte prüfen: Zeigt der Threads-Docker wirklich noch die Zielkarte (z. B. Isacord 40)?
- Palettenhygiene: In der Designfarben-Leiste leere Slots oder doppelte/unnötige Farben entfernen.
- Sequenzlogik: Sequence-Docker öffnen.
- Schlecht: Farbe 1 -> Farbe 2 -> Farbe 1 -> Farbe 2.
- Gut: Farbe 1 (alles) -> Farbe 2 (alles).

Erwartete Ergebnisse nach einem sauberen Umfärben
- Optik: Vorschau zeigt das neue Farbschema korrekt.
- Daten: Worksheet/Print Preview listet konkrete Codes (z. B. „1902 Poinsettia“) statt „Red“.
- Ablauf: Sequenz ist auf weniger Farbwechsel optimiert.

Troubleshooting
Typische Praxisprobleme bei diesen Methoden:
| Symptom | Likely Cause | The Fix (Low Cost -> High Cost) |
|---|---|---|
| „Ich habe die Blüte angeklickt, aber der Stiel hat sich auch geändert.“ | Blüte und Stiel sind gruppiert oder teilen sich denselben Farbslot (globale Änderung). | Ctrl+U zum Ungroup nutzen oder Methode 3 (Farbeimer) verwenden, um gezielt einzelne Objekte zu ändern. |
| „Der Farbeimer funktioniert nicht / Nichts wird hervorgehoben.“ | Falscher Modus (z. B. TrueView/3D) oder falsches Tool aktiv. | In einen Ansichts-/Bearbeitungsmodus wechseln, der Objektwahl erlaubt. Maus langsam bewegen, bis die Umrandung erscheint. |
| „Die Farbe wirkt am Bildschirm neon/falsch.“ | Monitor-Kalibrierung bzw. RGB-Darstellung weicht von realem Garn ab. | Der Maßstab ist die physische Garnkarte. Nicht „nach Monitor“ korrigieren, wenn dadurch der Code nicht mehr stimmt. |
| „Rahmenspuren nach dem Sticken.“ | Schraubrahmen zu stark angezogen, um Halt zu bekommen. | Auf einen Magnet-Stickrahmen wechseln: Magnetkraft hält gleichmäßig, ohne Reibung/Abdrücke durch Über-Spannung. |
| „Nach Farbänderungen kräuselt/puckert das Motiv.“ | Stoff hat sich im Lauf bewegt oder Stabilisierung ist zu schwach. | Stabilisierung prüfen (bei Maschenware oft Cutaway). Magnetrahmen können helfen, die Spannung gleichmäßiger zu halten. |
Results
Nach diesem Workflow hast du die Farbdaten in deinen Stickdateien deutlich besser im Griff – weg vom Raten, hin zu reproduzierbarer Produktion.
Du kannst jetzt:
- Standardisieren: Design auf eine konkrete Garnkarte (Isacord 40) festlegen.
- Matchen: Generische Farben in produktionsfähige Codes übersetzen.
- Erweitern: Paletten für Varianten sauber vorbereiten.
- Ausführen: Einzelne Elemente schnell und gezielt grafisch umfärben.

Operations-Checkliste (Final Gate)
- Garnkarte bestätigt: Ist die Garnkarte im Docker wirklich die, die du im Betrieb nutzt?
- Palettenhygiene: Sind ungenutzte/„leere“ Farben entfernt?
- Sequenz optimiert: Sind gleiche Farben gebündelt, um unnötige Wechsel zu vermeiden?
- Benennung: Datei eindeutig speichern:
DesignName_Isacord_SummerV1.EMB. - Einspann-Strategie: Ist der passende Stickrahmen gewählt (Standard vs. magnetisch je nach Material)?
Software zu beherrschen ist Schritt 1. Den physischen Ablauf (Garnhandling, Stabilisierung, schnelles Einspannen) zu beherrschen ist Schritt 2. Wenn du mehr Zeit mit dem Rahmen als mit dem Sticken verbringst, lohnt es sich, über passende magnetic embroidery hoop-Lösungen nachzudenken, damit dein Einspannprozess mit deiner neuen Digitizing-Geschwindigkeit mithält.
Warnung (Magnet-Sicherheit): Wenn du für mehr Effizienz auf Magnetrahmen umsteigst: Industriemagnete sind extrem stark. Abstand zu Herzschrittmachern, Kreditkarten und Datenträgern halten. Finger nicht zwischen die Magnetflächen bringen (Quetschgefahr) und die vorgesehenen Laschen/Griffe nutzen.

