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Wenn ein 6-Kopf-Produktionsmonster wie die Ricoma CHT2-1506 plötzlich stillsteht, ist diese Stille lauter als die Maschine selbst. Es ist das Geräusch von gestoppter Produktion, näher rückenden Deadlines und schrumpfenden Margen.
Als Bediener ist die erste Reaktion oft Frust oder Panik. Habe ich etwas kaputt gemacht? Ist das Timing verstellt? Brauche ich einen Techniker?
Hier ist die Wahrheit aus der Praxis: 90% der „Maschinenfehler“ sind in Wirklichkeit „Variablenfehler“. Meist sind es nicht Stahl und Motoren—sondern Faden, Spannung, Einspann-Stabilität oder der Zustand der Nadel.
Dieser Leitfaden entmystifiziert typische Aussetzer und „mechanische Launen“. Wir gehen weg von „raten und probieren“ hin zu einem systematischen Diagnose-Workflow mit klaren Checks. Außerdem zeigen wir dir, wo der „Sweet Spot“ für die Produktion liegt—und ab wann nicht deine Technik das Problem ist, sondern dein Setup (z. B. Standard-Stickrahmen), das unter realen Produktionsbedingungen an Grenzen kommt.

Der „Nicht in Panik verfallen“-Primer: Triage für die CHT2-1506
Bevor du zum Schraubendreher greifst: Stopp. Viele verursachen mehr Schaden durch unnötiges Verstellen als durch das ursprüngliche Problem. Arbeite strikt nach dem Prinzip „niedrige Kosten → hohe Kosten“:
- Physischer Fadenweg: (Oberfaden, Nadel, Unterfaden/Spule) — kostet nichts.
- Die Variablen: (Einspannen, Stickvlies) — günstig zu korrigieren.
- Das Digitale: (Datei, Format) — zeitaufwendig in der Umsetzung.
- Das Mechanische: (Timing, Greiferspalt) — hohes Risiko.
Sicherheit zuerst:
Warnung: Mechanische Gefahr. Bevor deine Hände in die Nähe von Nadelstange, Rotationsgreifer oder Hubmechanik (Reciprocator) kommen: Not-Aus drücken oder komplett ausschalten. Eine gewerbliche Mehrnadelstickmaschine „fühlt“ keine Finger. Wenn ein Sensor auslöst oder die Maschine einen Trimm-Zyklus startet, während du ein Vogelnest entfernst, kann das Drehmoment schwere Verletzungen verursachen oder Bauteile (z. B. Nadelstangen) beschädigen.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung: Pre-Flight-Diagnose
Erfahrene Profis „laden“ nicht einfach und drücken Start. Sie machen kurze, taktile Checks, die Fehler abfangen, bevor der erste Stich läuft. Genau diese „unsichtbare Arbeit“ trennt einen sauberen Lauf von einem Chaos.
1. Der Fingernagel-Test (Nadelzustand)
Eine Nadel mit Grat ist ein Faden-Schredder.
- Aktion: Fahre mit dem Fingernagel die vordere Rille entlang und über die Spitze.
- Sensorik-Check: Spürst du ein „Haken“, Kratzen oder Widerstand, ist die Nadel durch. Nicht „polieren“—tauschen.
- Standard: DBxK5-Nadeln im kommerziellen Bereich. 75/11 als Allrounder; 80/12 für Caps oder dickes Canvas.
2. Der „Floss“-Test (Fadenweg)
Flusen sind der natürliche Feind stabiler Spannung.
- Aktion: Vor dem Einfädeln durchs Nadelöhr ein paar Meter Faden durch die Spannungseinheit/Guides ziehen.
- Sensorik-Check: Es muss gleichmäßig und „butterweich“ laufen. Wenn du ein ruckeliges „greifen und loslassen“ spürst, sitzt Flusen/Dreck in den Spannungsscheiben oder ein Fadenführer ist eingelaufen.
3. Der „Trommelfell“-Check (Einspannen)
- Aktion: Tippe auf den Stoff im Stickrahmen.
- Sensorik-Check (Sound): Es sollte wie ein straffes Trommelfell klingen. Klingt es dumpf oder wellt sich der Stoff, programmierst du Nadelbrüche vor.
Genau hier bricht der Workflow oft. Wenn du bei dicken Hoodies oder rutschiger Performance-Ware mit Standardrahmen keine reproduzierbare Spannung hinbekommst, ist das häufig eine Hardware-Grenze, kein „Skill-Problem“. Deshalb investieren viele Betriebe in eine Einspannstation für Stickmaschinen, um die Einspannkraft zu standardisieren und Ermüdung/Schwankungen aus dem Prozess zu nehmen.

Fadenriss: Die „Sweet-Spot“-Strategie für die Spannung
Fadenrisse sind der Produktivitätskiller Nr. 1. Im Video werden Spannung und Fadenweg als Hauptursachen genannt—hier sind die Checks, die du in der Produktion wirklich brauchst.
Schritt 1: Oberfadenspannung kalibrieren
Gewerbliche Maschinen laufen in der Regel mit höherer Spannung als Haushaltsmaschinen.
- Zugtest: Maschine einfädeln, aber den Faden noch nicht durchs Nadelöhr führen. Dann den Faden zu dir ziehen.
- Sensorik-Anker: Der Widerstand sollte sich anfühlen wie Zahnseide zwischen den Zähnen—fest, aber gleichmäßig.
- Messwert (wenn du ein Spannungsmessgerät nutzt): Ziel sind 100g bis 130g für Polyester 40wt. Unter ca. 90g drohen Schlaufen/Looping, über ca. 150g reißt der Faden schneller.
Schritt 2: Fadenweg sauber halten
- Aktion: Prüfe die „Check Spring“ (die kleine Drahtfeder, die sichtbar auf/ab arbeitet).
Schritt 3: Geschwindigkeit bewusst wählen
Nur weil die CHT2 1000 Stiche/Minute kann, heißt das nicht, dass es für jedes Motiv sinnvoll ist.
- Praxis-Tipp: Für den ersten Lauf auf einem neuen Material/Job auf 650–750 SPM runtergehen („Safety Zone“). Du bist oft schneller fertig, weil du nicht alle paar Minuten neu einfädeln musst.

Nadelbruch: Auslenkung und der „Flagging“-Effekt
Nadelbrüche sind heftig—und fast immer ein Setup-Thema. Im Video werden „Dichte“ und „lockeres Einspannen“ genannt. Das ist die Physik dahinter:
Wenn der Stoff im Stickrahmen nicht stabil ist, bewegt er sich mit der Nadel auf und ab („Flagging“). Dadurch trifft die Nadel nicht sauber durchs Loch, sondern schlägt gegen Metall (Stichplatte/Throat Plate). Sofortiger Bruch.
Die Lösung: Einspann-Technik vs. Handkraft
Wenn du einen Standardrahmen bei einer dicken Jacke nicht straff genug bekommst—oder wenn straffes Einspannen bei empfindlichen Polos dauerhafte Rahmenabdrücke verursacht—bist du am Limit klassischer Rahmen.
Genau in diesem Szenario werden Magnetrahmen für Stickmaschine vom „Nice-to-have“ zur echten Produktionslösung.
- Mechanik: Statt Reibschluss (Innenring in Außenring drücken) arbeiten Magnete mit vertikaler Klemmkraft.
- Nutzen: Weniger „Pop-out“ des Innenrings und stabileres Halten über Nähte/Volumen—beides reduziert Nadelbrüche.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnetrahmen können Finger massiv einklemmen. Nicht in die Nähe von Herzschrittmachern oder empfindlicher Elektronik bringen. Magnete kontrolliert seitlich auseinander schieben, nicht auseinander hebeln.

Unterfaden/Spule: „Drop Test“ & das magische „P“
Wenn der Unterfaden nicht sauber greift oder du weißen Unterfaden oben im Motiv siehst, ist die Spule/Spulenkapsel der erste Verdächtige.
1. Laufrichtung: Das magische „P“
Wenn du die Spulenkapsel in der Hand hältst und auf die Spule schaust, sollte der Faden ein „P“ bilden (vom oberen Bereich nach links ablaufend). Sieht es aus wie eine „9“, ist die Spule falsch herum.
- Warum? Die Drehrichtung erzeugt die nötige Gegen-Spannung.
2. Spannung: Der „Jo-Jo“-Drop-Test
Dafür brauchst du kein Messgerät—nur Schwerkraft.
- Aktion: Am Unterfaden-Ende halten und die Spulenkapsel frei hängen lassen.
- Sensorik-Check:
- Zu fest: Die Kapsel hängt starr und bewegt sich auch beim leichten Ruckeln nicht.
- Zu locker: Die Kapsel fällt sofort durch.
- Genau richtig: Die Kapsel hängt, aber bei einem kurzen Handgelenk-„Ruck“ (wie beim Jo-Jo) fällt sie ca. 1–2 Inch und stoppt. (Messwert-Ziel: 18g–25g).
3. Das fühlbare „Klick“ beim Einsetzen
Beim Einsetzen der Spulenkapsel in den Rotationsgreifer:
- Aktion: So weit eindrücken, bis du ein klares metallisches KLICK hörst.
- Praxis-Hinweis: Kein Klick = nicht richtig eingerastet. Dann kann die Nadel anschlagen und Folgeschäden verursachen.

Fehlstiche: Das „Stickvlies-Sandwich“
Fehlstiche wirken wie ein Timing-Problem—sind aber sehr oft Physik: Der Greifer verpasst die Fadenschlinge, weil sich das „Sandwich“ (Stoff + Stickvlies) bewegt.
Der 3-Punkt-Fix
- Frische Nadel: Eine minimal verbogene Nadel bildet keine saubere Schlinge.
- Neu einfädeln: Ein ausgelassener Fadenführer verändert die Schlingenbildung massiv.
- Backing/Stickvlies: (siehe Decision Tree unten). Wenn du Piqué (Polos) mit Tear-Away stickst: Stopp. Das ist ein typischer Auslöser für Instabilität und Fehlstiche—die Stabilisierung muss stabil sein.
Praxis-Check: Wenn du nach Stickrahmen für ricoma oder kompatiblen Alternativen suchst, achte darauf, dass die Halterungen/Bracket-Verbindungen spielfrei sitzen. Ein wackeliger Rahmen überträgt Vibration auf den Stoff—die Schlinge kollabiert, bevor der Greifer sie fassen kann.

Vogelnester: Reset durch korrektes Neueinfädeln
Ein „Vogelnest“ ist der katastrophale Fadenknäuel zwischen Stichplatte und Spulenkapsel—die Maschine blockiert.
Die kontraintuitive Wahrheit: Vogelnester kommen selten vom Unterfaden. Meist ist es fehlende/nahezu null Oberfadenspannung. Wenn der Oberfaden nicht in den Spannungsscheiben sitzt, fällt er lose in die Maschine und knotet sich.
Das Protokoll
- Nicht brutal ziehen: Sonst verbiegst du Cutter/Trimmer.
- Schneiden & entfernen: Rahmen abnehmen, von unten vorsichtig freischneiden und den Greiferbereich säubern.
- „Floss“-Technik: Beim Neueinfädeln oben den Faden an der Garnrolle festhalten und unten nahe der Nadel kräftig ziehen, sodass der Faden spürbar tief zwischen die Spannungsscheiben „einschnappt“. Liegt er nur oben auf, kommt das Vogelnest sofort wieder.
Auch hier hilft eine Magnetische Einspannstation indirekt: Wenn der Stoff wirklich plan und straff eingespannt ist, reduzierst du Flagging—und damit Schlingen-/Spannungsprobleme, die Vogelnester begünstigen.

Digitale Hygiene: USB & Dateiformate
Du drückst „Load“—und die Maschine zeigt nichts an.
- Format: Die CHT2 erwartet .DST (Industrie-Standard).
- Dateiname: Kurz und simpel (unter 8 Zeichen ist am sichersten), nur alphanumerisch. Kein „Wedding_Dress_Final_Final_V2.pes“. Besser:
WED01.DST. - Root-Verzeichnis: Designs nicht in zig Unterordnern verstecken—direkt ins Root der USB-Sticks legen.

Geräusche & Wartung: Das Öl-Ritual
Eine laute Maschine ist eine Maschine, die um Pflege bittet. Der Rotationsgreifer läuft mit sehr hoher Drehzahl—er braucht einen Ölfilm.
- Frequenz: Laut Video/Workflow: zweimal pro Woche bei ca. 4 Stunden Betrieb bzw. einmal pro Woche (regelmäßig). (Im Zweifel gilt immer der Wartungsplan im Handbuch.)
- Stelle: Ein Tropfen (wirklich nur einer) auf die Laufbahn (Raceway) des Rotationsgreifers.
- Zusatz-Check: Wenn etwas vibriert/klappert: Schrauben am Kopf/Chassis prüfen und mit Schraubendreher nachziehen.

Fabric-to-Stabilizer Decision Tree
Nicht raten—entscheide logisch. Damit eliminierst du einen großen Teil der Probleme, bevor du überhaupt startest.
| Fabric Type | Challenge | Stabilizer Choice | Needle | Use Magnetic Hoop? |
|---|---|---|---|---|
| Pique Knit (Polos) | Stretchy, Pucker-prone | Cutaway (2.5oz) | 75/11 Ballpoint | Recommended (No hoop burn) |
| Twill/Canvas (Caps) | Thick, Dense | Tearaway (Firm) | 80/12 Sharp | Yes (Needs strong hold) |
| Performance (DriFit) | Slippery, Thin | No-Show Mesh (Cutaway) | 75/11 Ballpoint | Critical (Prevents slipping) |
| Towel/Fleece | High Pile (Sinks stitches) | Tearaway (Back) + Solvy (Topper) | 75/11 Sharp | Yes (Easy to hoop thickness) |
Hinweis zu Solvy: Das ist ein wasserlösliches Topper-Material. Ohne Topper „versinken“ Stiche bei Frottee schnell im Flor.
Der Upgrade-Pfad: Von Troubleshooting zu stabiler Produktion
Wenn du trotz sauberer Technik ständig gegen dieselben Variablen kämpfst, ist möglicherweise dein Equipment der Engpass.
1. Stabilitäts-Engpass
Wenn du Serien von 50+ Shirts fährst und die Handgelenke schmerzen oder du wegen Rahmenabdrücken Ausschuss hast, sind Magnetrahmen oft der nächste Schritt.
- Suche: Begriffe wie „SEWTECH magnetic hoops“ führen dich zu kompatiblen Optionen für die CHT2.
2. Workflow-Engpass
Wenn Einspannen länger dauert als Sticken, lohnt sich eine Einspannstation.
- Kontext: Viele Shops suchen nach hoop master Einspannstation-Systemen, um Ausrichtungszeit zu reduzieren. Konstante Platzierung = weniger Reklamationen.
3. Kapazitäts-Engpass
Wenn deine einzelne CHT2 stabil läuft, du aber die Aufträge nicht mehr schaffst, ist Skalierung dran. Ein vernetzter Maschinenpark oder zusätzliche spezialisierte SEWTECH multi-needle units erlaubt z. B. Caps auf einer Maschine und Flachware auf einer anderen—mehr Durchsatz ohne doppelte Arbeitszeit.
Checklisten: Dein täglicher Flight Plan
Prep-Checkliste (täglich)
- Rotationsgreifer geölt (1 Tropfen).
- Spulenbereich mit Druckluft ausgeblasen (Flusen entfernen).
- Nadelcheck (Fingernagel-Test auf Grate).
- Verbrauchsmaterial-Check: Sind Fadenschere/Snips, Sprühkleber und Markierstift griffbereit?
Setup-Checkliste (pro Job)
- Design ist .DST und korrekt ausgerichtet (Rotation prüfen!).
- Unterfadenspannung geprüft (Jo-Jo-Drop-Test).
- Oberfaden sauber „eingeflosst“ in die Spannungsscheiben.
- Stoff „trommelfest“ eingespannt (bei dicken Teilen ggf. Magnetrahmen).
- Passendes Stickvlies nach Decision Tree gewählt.
- Geschwindigkeit für den ersten Lauf auf „Safety Zone“ (650–750 SPM) gesetzt.
Betriebs-Checkliste („Keep it running“-Gewohnheiten)
- Die ersten 500 Stiche beobachten (hier passieren die meisten Risse).
- Auf den „gleichmäßigen Lauf“ hören—Klackern = sofort stoppen.
- Bei Fadenriss Nadel auf „klebrige“ Rückstände (z. B. von Sprühkleber) prüfen, bevor du neu einfädelst.
Wenn du diese sensorischen Checks beherrschst und die Grenzen von Verbrauchsmaterial und Stickrahmen realistisch einschätzt, bist du nicht mehr nur Bediener—du arbeitest wie ein Produktionsverantwortlicher. Ziel ist nicht nur, die Maschine zu „reparieren“, sondern den Prozess zu kontrollieren. Wenn du bereit für ruhigere Produktion bist, prüfe, ob deine Stickrahmen für Stickmaschine der Aufgabe gewachsen sind—und gutes Gelingen.
FAQ
- Q: Wie können Ricoma CHT2-1506 Bediener Nadelprobleme vor Produktionsstart mit dem Fingernagel-Test an einer DBxK5-Nadel erkennen?
A: Jede Nadel, die sich rau anfühlt, wird ersetzt—eine DBxK5 mit Grat nicht „polieren“, sondern tauschen.- Aktion: Maschine per Not-Aus stoppen bzw. ausschalten, Nadel entnehmen und mit dem Fingernagel die vordere Rille sowie die Spitze abfahren.
- Aktion: Eine frische DBxK5 einsetzen (75/11 als Standard; 80/12 für Caps oder dickes Canvas).
- Erfolgskontrolle: Der Fingernagel gleitet komplett glatt, ohne „Haken“ oder Kratzen.
- Wenn es weiterhin auftritt: Einspann-Stabilität (Flagging) prüfen und den Oberfadenweg neu einfädeln, damit der Faden korrekt sitzt.
- Q: Was ist der richtige „Sweet Spot“ für die Oberfadenspannung bei der Ricoma CHT2-1506 mit Polyester 40wt, und wie prüft man das ohne Rätselraten?
A: Oberfadenspannung so einstellen, dass es sich wie Zahnseide anfühlt—mit Messgerät sind 100g–130g ein guter Zielbereich.- Aktion: Maschine einfädeln, aber den Faden nicht durchs Nadelöhr führen; den Faden zu dir ziehen und den Widerstand fühlen.
- Aktion: Mit Messgerät Richtung 100g–130g einstellen (unter ~90g oft Schlaufen; über ~150g oft Fadenriss).
- Erfolgskontrolle: Der Zug ist fest und gleichmäßig (nicht ruckelig, nicht „tot“ locker), wie Zahnseide zwischen den Zähnen.
- Wenn es weiterhin auftritt: Flusen aus den Spannungsscheiben entfernen und prüfen, ob der Faden wirklich durch die Check Spring läuft.
- Q: Wie verhindern Ricoma CHT2-1506 Bediener Vogelnester unter der Stichplatte, wenn die Maschine während eines Trimm-Zyklus blockiert?
A: Oberfaden korrekt resetten—Vogelnester entstehen meist durch fehlende Oberfadenspannung, nicht durch den Unterfaden.- Aktion: Sicher stoppen, nicht reißen; Fadenknäuel von unten aufschneiden/entfernen und den Spulenbereich freimachen.
- Aktion: Oberfadenweg neu einfädeln und den Faden „einflossen“, indem du oben an der Garnrolle hältst und unten nahe der Nadel kräftig ziehst, damit er tief in die Spannungsscheiben einschnappt.
- Erfolgskontrolle: Der Faden sitzt tief zwischen den Spannungsscheiben und zieht mit gleichmäßigem Widerstand statt frei durchzufallen.
- Wenn es weiterhin auftritt: Fadenführung durch die Check Spring verifizieren und für den Neustart die Geschwindigkeit auf 650–750 SPM reduzieren.
- Q: Wie stellen Ricoma CHT2-1506 Bediener Spulenlaufrichtung und Unterfadenspannung mit dem „magischen P“ und dem Jo-Jo-Drop-Test ein, damit kein weißer Unterfaden oben sichtbar ist?
A: Spule so einlegen, dass der Faden ein „P“ bildet, und die Unterfadenspannung so einstellen, dass die Kapsel bei einem Ruck 1–2 Inch kontrolliert abfällt.- Aktion: Spulenkapsel halten und prüfen, ob der Faden als „P“ (nicht „9“) abläuft—das stellt die richtige Drehrichtung sicher.
- Aktion: Jo-Jo-Drop-Test: Kapsel hängen lassen; mit einem kurzen Handgelenk-Ruck soll sie 1–2 Inch fallen und stoppen (Messwert-Ziel 18g–25g).
- Erfolgskontrolle: Die Kapsel fällt nicht frei durch, hängt aber auch nicht starr—sie reagiert kontrolliert mit 1–2 Inch Abfall.
- Wenn es weiterhin auftritt: Spulenkapsel neu einsetzen, bis ein klares metallisches Klick zu hören ist; ohne Klick sitzt sie oft nicht korrekt.
- Q: Wie stoppen Ricoma CHT2-1506 Bediener Nadelbrüche durch Flagging, wenn sie dicke Jacken oder instabile Strickware mit Standardrahmen besticken?
A: „Trommelfest“ einspannen, um Flagging zu stoppen—wenn Standardrahmen ohne Rahmenabdrücke oder Pop-out nicht stabil halten, sind Magnetrahmen der nächste sinnvolle Schritt.- Aktion: Auf den eingespannten Stoff tippen und nachspannen, bis es wie eine straffe Trommel klingt (nicht dumpf) und keine Wellen sichtbar sind.
- Aktion: Für den ersten Lauf auf 650–750 SPM reduzieren, um Auslenkung zu minimieren, während du das Setup validierst.
- Erfolgskontrolle: Der Stoff bleibt flach, bewegt sich kaum auf/ab, und Nadelanschläge/Brüche hören auf.
- Wenn es weiterhin auftritt: Als Stabilitätslimit des Rahmens behandeln—auf stärkere Klemmung (oft magnetisch) wechseln statt „überzuziehen“ und Material zu beschädigen.
- Q: Welche mechanischen Sicherheitsmaßnahmen sollten Ricoma CHT2-1506 Bediener befolgen, bevor sie ein Vogelnest in der Nähe von Rotationsgreifer, Nadelstange oder Hubmechanik entfernen?
A: Immer Not-Aus drücken oder komplett ausschalten, bevor Hände in den Nadel-/Greiferbereich gehen.- Aktion: Not-Aus betätigen (oder ausschalten), bevor du an Nadelstange, Rotationsgreifer arbeitest oder Fadenknäuel entfernst.
- Aktion: Wenn möglich zuerst den Stickrahmen abnehmen und Fäden von unten schneiden statt nahe am Trimmer zu reißen.
- Erfolgskontrolle: Die Maschine kann nicht anlaufen, trimmen oder sich bewegen, wenn Bedienelemente versehentlich berührt werden; die Nadelstange steht.
- Wenn es weiterhin unsicher wirkt: Auf vollständigen Stillstand warten und den Stromstatus erneut prüfen—nicht auf Sensoren als „Fingerschutz“ verlassen.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten für Magnetrahmen an der Ricoma CHT2-1506, um Fingerverletzungen und Risiken für medizinische Geräte zu vermeiden?
A: Magnetrahmen als Quetschgefahr behandeln und von Herzschrittmachern sowie empfindlicher Elektronik fernhalten.- Aktion: Magnete zum Trennen seitlich auseinander schieben; nicht mit den Fingerspitzen im Quetschbereich auseinander hebeln.
- Aktion: Magnetrahmen von Herzschrittmachern und sensibler Elektronik fernhalten und kontrolliert lagern.
- Erfolgskontrolle: Finger kommen nie zwischen die Klemmflächen; Trennung erfolgt kontrolliert durch Schieben.
- Wenn es unsicher wird: Stoppen und Handling neu ansetzen—mit zwei Händen, langsam und reproduzierbar, bis sichere Routine entsteht.
- Q: Wenn die Ricoma CHT2-1506 Produktion wegen Rahmenabdrücken, langsamem Einspannen oder ständigem Neueinfädeln scheitert: Wie sieht ein praxisnaher Upgrade-Pfad von Technik über Tools bis Kapazität aus?
A: Erst Variablen stabilisieren, dann Stabilitäts-Tools upgraden, dann Workflow/Kapazität erweitern—nur wenn der Engpass bleibt.- Aktion: Level 1 (Technik) optimieren: Spannung prüfen (100g–130g), Fadenweg reinigen, trommelfest einspannen, ersten Testlauf mit 650–750 SPM.
- Aktion: Level 2 (Tools) upgraden, wenn Einspannen limitiert: Magnetrahmen gegen Rahmenabdrücke/Pop-outs; Einspannstation, wenn Platzierungsgeschwindigkeit/-konstanz der Engpass ist.
- Erfolgskontrolle: Weniger Stopps in den ersten 500 Stichen, weniger Handgelenkbelastung und konstante Platzierung über 50+ Teile ohne Ausschuss.
- Wenn es weiterhin scheitert: Level 3 (Kapazität) erst nach stabiler Einrichtung—zusätzliche Maschinen lohnen sich, wenn Aufträge mehr sind als eine stabile Linie leisten kann.
