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Schriftzüge auf der Stickmaschine wirken „einfach“ – bis plötzlich ein Buchstabe im Script-Font in der Luft hängt, die Abstände komisch aussehen oder der Text auf dem Display rot wird und du nicht weißt, was du gerade „kaputt“ gemacht hast.
Ich habe zwanzig Jahre im kommerziellen Stickbereich gearbeitet, und ich sage es ganz klar: Text ist der ultimative Stresstest. Er ist dicht, er ist gnadenlos, und er verzeiht nichts. Wenn ein Blütenblatt 1 mm daneben liegt, wirkt es „künstlerisch“. Wenn ein „A“ 1 mm daneben liegt, wirkt es wie ein Fehler.
Wenn du eine Singer SE9180 besitzt, hast du bereits einen erstaunlich leistungsfähigen Schrift-Editor direkt in der Maschine: 10 Schriften, mehrere Zeichensätze, Größenoptionen, Laufweiten-/Abstandswerkzeuge, Bogenfunktionen und (der echte Gamechanger) die Möglichkeit, Text zu „Ungroupen“ und einzelne Buchstaben gezielt zu verschieben. Die Maschine ist das Instrument – du bist die Person, die es sauber einrichtet.

Keine Panik: Singer-SE9180-Schrift sieht am Bildschirm oft „komisch“ aus (und das ist normal)
Viele Einsteiger erschrecken beim Vorschau-Bild der SE9180: kantig, grob, leicht „zerhackt“. Das ist eine Limitierung der Bildschirmdarstellung – nicht zwingend das spätere Stickergebnis. Die Anzeige ist ein Planungswerkzeug, kein Beauty-Rendering. Wie im Video erwähnt: Gestickt wirken die Schriften oft deutlich besser als auf dem Display.
Trotzdem solltest du lernen, nicht auf „Schönheit“ zu schauen, sondern auf die Technik:
- Rahmen-Grenzcheck: Bleibt das Motiv innerhalb der Stickrahmen-Grenze? (Schwarz = ok; rot = außerhalb/zu groß).
- Verschmelzungs-Risiko: Sind Buchstaben so eng, dass sie beim Sticken „zusammenlaufen“? Faden hat Volumen – was am Screen gerade noch getrennt ist, kann gestickt schnell zu dicht werden.
- Baseline/Grundlinie: Sitzen Script-Buchstaben auf einer optisch sauberen Grundlinie – oder hast du ein „schwebendes G/R“?
Praxis-Insight: Behandle die Vorschau wie eine technische Zeichnung. Keine „Vermutung“ auf ein teures Kleidungsstück sticken. Ein kurzer Probestick auf einem ähnlichen Stoffrest spart dir später das Auftrennen (und im Gewerbe: Zeit = Geld).

Die „unsichtbare“ Vorbereitung vor dem T-Icon: Stoff + Stickvlies + Einspannen, die den Sticklauf retten
Das Video konzentriert sich zurecht auf den On-Screen-Workflow – aber in der Praxis wird Schriftqualität meistens vor dem Tippen entschieden.
Schrift ist in kleiner Fläche sehr stichdicht. Dadurch entstehen starke Zugkräfte: Der Faden zieht den Stoff zusammen, es kann zu Wellenbildung/Verzug kommen. Wenn deine Stabilisierung schwach ist, verzieht sich der Schriftzug.
Wenn du Quilt-Labels, Namen auf Kleidung, Daten oder Monogramme stickst, plane zwei Dinge ein:
1) Stabilität: Du brauchst eine Basis, die dem „Nadelhämmern“ standhält. 2) Wiederholbarkeit: Der Stoff muss jedes Mal mit gleicher Spannung sitzen.
Rahmenspuren ("Hoop Burn") in der Praxis: Klassische Schraubrahmen werden oft „mit Kraft“ angezogen. Anfänger ziehen dann zu fest (Fasern werden gequetscht – besonders bei empfindlichen Materialien), oder sie spannen zu locker ein, weil sie Spuren vermeiden wollen – dann wandert der Stoff.
Genau hier kann ein Magnetrahmen im Alltag helfen: Magnetkraft statt Reibung – dadurch weniger Rahmenspuren bei gleichzeitig stabiler Spannung. Und wenn du Serien stickst (z. B. 20 Teamshirts), ist die Zeitersparnis beim Einspannen spürbar.
Vorbereitungs-Checkliste (bevor du überhaupt tippst)
- Hardware prüfen: Sicherstellen, dass der große Stickrahmen montiert ist und in der Maschine korrekt ausgewählt wird.
- Spannungs-Check: Stoff im Rahmen leicht antippen – er sollte sich gleichmäßig straff anfühlen (kein „schlabbriges Papier“).
- Garnwahl: Bewährtes 40wt-Stickgarn verwenden; bei sehr kleinem Text rächt sich minderwertiges Garn schnell durch Fadenrisse.
- Stickvlies passend wählen: Nicht raten – Vlies nach Material auswählen (siehe Entscheidungsbaum weiter unten).
- Platzierung reproduzierbar machen: Wenn du wiederholt gleich positionieren musst, hilft eine saubere, wiederholbare Einspannroutine – ggf. mit einer hooping station damit die Platzierung nicht „driftet“.
- Werkzeuge bereit legen: Kleine Schere/Curved Snips, Pinzette und passende Sticknadeln (für Text oft ein guter Startpunkt: 75/11 – immer mit Maschinenhandbuch gegenprüfen).
Warnhinweis: Nadeln können brechen. Bei dichtem Text reicht ein kleiner Zug am Stoff, um die Nadel in die Stichplatte zu lenken. Schutzbrille/Brille tragen, Hände aus dem Nadelbereich, niemals unter den Nähfuß greifen, wenn die Maschine läuft.

Text-Menü auf der Singer SE9180 schnell finden: Tulpe/Blume (Design) → T (Text)
Im Stickmodus tippt die Anleitung auf das Tulpen-/Blumen-Designsymbol, um in den Designbereich zu wechseln, und dann auf das „T“-Symbol, um die Schrift-/Lettering-Oberfläche zu öffnen. Dort erscheint die Liste der 10 integrierten Schriftstile.
Strategischer Tipp aus der Werkstatt: Wähle die Schrift so, dass du dir später Arbeit sparst.
- Blockschriften: sehr gut lesbar, meist weniger Risiko für Baseline-Probleme.
- Script-Schriften: elegant, aber häufiger Nacharbeit (Baseline/Kerning) nötig.

Tippen wie ein Profi: Groß/Klein, Zahlen und Symbole auf der SE9180-Tastatur
Die Bildschirmtastatur ist simpel, wenn du die Umschalter kennst:
- Pfeil nach oben: Umschalten zwischen Groß- und Kleinbuchstaben.
- „123“: Zahlen und Symbole.
Gestaltungs-Tipp: Wörter werden oft über ihre „Silhouette“ wahrgenommen. ALL CAPS wirkt schnell blockig. Gemischte Schreibweise (z. B. „Singer“ statt „SINGER“) sieht häufig ausgewogener aus.
Wenn du dich generell im Bereich singer Stickmaschinen umsiehst: Genau diese Art von direkter Textbearbeitung an der Maschine ist eine Stärke der SE9180 – du kannst viel erledigen, ohne sofort an den PC zu müssen.


S/M/L-Buchstaben im selben Wort mischen (ohne alles neu zu tippen)
Ein Detail, das viele übersehen: Bei Schriften mit Größenoptionen (S/M/L) gilt laut Video: Größe auswählen, bevor du den jeweiligen Buchstaben eingibst.
So kannst du innerhalb eines Wortes einzelne Buchstaben größer/kleiner setzen – z. B. den letzten Buchstaben bewusst betonen.
Wofür ist das praktisch?
- Monogramme: Initiale hervorheben.
- Quilt-Labels: „handgemachter“ Look.
- Wortmarken-Optik: Ein „Logo-ähnlicher“ Schriftzug ohne zusätzliche Digitalisierungssoftware.

Setup-Checkliste (direkt nach der Schriftauswahl)
- Erst Schrift, dann Größe: Prüfen, ob die Schrift S/M/L anbietet.
- Planung: Wenn du Größen mischst, vorher festlegen, welche Buchstaben abweichen.
- Raster nutzen: Das Hintergrundraster als „Lineal“ für Ausrichtung/Zeilenabstand.
- Sicherheitsabstand: Nicht bis an die Grenze planen – lieber Luft zur Rahmenkante lassen.
Realistisch bleiben: Integrierte Schriften lassen sich am Screen nur ±20 % skalieren
Im Video wird die Grenze klar genannt: Integrierte Schriften lassen sich direkt am Display nur 20 % kleiner oder 20 % größer skalieren.
Praxis-Note: Das ist kein „Mangel“, sondern Schutz vor typischen Stickproblemen.
- Zu stark verkleinert: Stichdichte steigt, es wird „bretthart“, Fadenrisse/Nadelbruch werden wahrscheinlicher.
- Zu stark vergrößert: Stiche stehen zu weit auseinander, der Stoff scheint durch (Gapping).
Wenn du deutlich andere Größen brauchst:
- Andere integrierte Größe (S/M/L) wählen (falls vorhanden).
- Externe Software nutzen (z. B. Quick Font).
- Layout ändern (kürzerer Text, andere Platzierung).
Wenn du mit einer Näh- und Stickmaschine Aufträge machst, ist diese ±20%-Regel oft der Unterschied zwischen sauberem Durchlauf und Nacharbeit.
Laufweite/Abstand korrigieren: Spacing-Tool nutzen – und auf „Rot“ achten
Für gleichmäßige Abstandsänderungen im ganzen Wort nutzt die Anleitung das Spacing-/Spread-Icon (Pfeile nach außen). Damit vergrößerst du den Abstand zwischen allen Buchstaben gleichmäßig.
Zwei wichtige Effekte:
1) Gleichmäßig: Schnell, wenn du nur „etwas mehr Luft“ brauchst. 2) Rote Warnung: Sobald der Text außerhalb des stickbaren Bereichs liegt, wird er rot. Das ist die harte Grenze.
Wenn es rot wird: Abstand reduzieren, Text innerhalb der Grenzen zentrieren oder innerhalb der erlaubten Limits verkleinern.


Kerning-Rettung: Ungroup → einzelnen Buchstaben schieben → Script-Schrift sauber machen
Das ist die Technik, die aus „getippt“ ein „gestaltet“ macht. In der Typografie heißt der Abstand zwischen bestimmten Buchstaben Kerning.
Wenn eine Script-Schrift Baseline-Probleme hat (z. B. ein G oder R sitzt zu hoch), tippt die Anleitung auf Ungroup (überlappende Quadrate). Danach:
- kannst du einen einzelnen Buchstaben auswählen,
- siehst am Rahmen, dass nur dieses Zeichen aktiv ist,
- verschiebst ihn per Stift/Touch oder mit den Pfeiltasten in kleinen Schritten.
Im Video wird das am Wort „SINGER“ gezeigt: Das G sitzt zu hoch und wird auf die optische Grundlinie „runtergezogen“.



Warum das funktioniert (das „Warum“)
Script-Schriften verhalten sich wie Handschrift. Buchstaben mit Unterlängen oder komplexen Formen (z. B. g, y oder ein verschnörkeltes R) wirken optisch schnell „aus der Reihe“. Die Maschine platziert mathematisch – dein Auge bewertet optisch. Du bist die letzte Instanz.
Praxis-Tipp: Beurteile nicht nur „Lesbarkeit“, sondern auch Fluss: Wirkt die Linie ruhig? Gibt es „Löcher“ oder Kollisionen?
Nach dem Korrigieren unbedingt wieder gruppieren: damit das Wort als Einheit bleibt
Nach dem Verschieben einzelner Buchstaben wird im Video wieder Group gewählt, damit der Schriftzug wieder ein Objekt ist.
Wichtig: Nicht überspringen. Wenn du ungruppiert zentrierst oder verschiebst, kann schnell ein Punkt, ein i-Tüpfelchen oder ein einzelner Buchstabe „stehen bleiben“. Gruppieren fixiert deine Korrekturen.

Text bogenförmig setzen: oben oder unten – und bei Bedarf danach wieder Ungroup
Die Anleitung zeigt, dass du Schrift auf einen Bogen legen kannst – nach oben oder nach unten.
Bogen-Schrift ist ideal für:
- Abzeichen/Embleme: Name oben, Jahr unten.
- Quilt-Labels: kurze Phrasen im Bogen.
Wichtig: Durch den Bogen verändern sich optische Abstände. Wenn einzelne Buchstaben danach „komisch“ wirken: erst biegen, dann Ungroup und gezielt nachkorrigieren.

Text mit Motiv kombinieren – Stichreihenfolge folgt der Reihenfolge des Hinzufügens
Um ein grafisches Element hinzuzufügen, geht die Anleitung zurück ins Design-Menü (Blume) und wählt z. B. ein Nähmaschinen-Icon.
Produktions-Realität: Die Maschine stickt in der Reihenfolge, in der Elemente hinzugefügt wurden.
- Beispiel: Erst Text, dann Motiv.
- Konsequenz: Wenn sich Elemente überlappen, kann das spätere Element das frühere „überdecken“. Wenn Text oben liegen soll, muss er entsprechend später hinzugefügt werden.

Pre-Flight-Check vor dem Start
- Farb-/Statuscheck: Ist alles schwarz (nicht rot) und sauber im Rahmen platziert?
- Freigängigkeit: Klemmen/Stickarm – nichts darf kollidieren.
- Fadenlauf: Ein paar Zentimeter Oberfaden abziehen – läuft er frei oder hakt er?
- Stichreihenfolge: Passt die Reihenfolge (Hintergrund zuerst, Details zuletzt)?
- Gruppierung: Ist der Text nach dem Kerning wieder gruppiert?
Einfacher Stickvlies-Entscheidungsbaum für Schrift (damit der Text nicht wellt)
Weil im Video auf einem stabilen Muster gearbeitet wird, scheitern viele erst beim Umstieg auf echte Kleidung. Hier ein praxisnaher Entscheidungsbaum.
Entscheidung: Material → Stabilisierung
1) Ist der Stoff dehnbar (T-Shirt, Jersey, Strick)?
- Ja: Cutaway (Mesh) ist Pflicht – Tearaway gibt bei Dehnung nach.
- Nein: weiter zu 2.
2) Ist der Stoff ein stabiler Webstoff (Patchwork-Baumwolle, Denim, Canvas)?
- Ja: Tearaway reicht oft aus und lässt sich sauber entfernen.
- Nein: weiter zu 3.
3) Ist der Stoff flauschig/strukturiert (Frottee, Fleece, Samt)?
- Ja: unten Tearaway oder Cutaway (je nach Stabilität) und oben wasserlöslicher Topper.
- Warum? Damit kleine Buchstaben nicht im Flor „versinken“.
Einspann-Upgrade: Wenn dir Lagen verrutschen (Stoff + Vlies), sind Magnetrahmen für Stickmaschine oft eine echte Hilfe: Sie klemmen den „Sandwich“ gleichmäßig, ohne beim Schließen zu ziehen.
Warnhinweis Magnet-Sicherheit: Magnetrahmen arbeiten mit starken Neodym-Magneten. Finger aus der Kontaktzone halten (Quetschgefahr). Unbedingt fernhalten von Herzschrittmachern, Insulinpumpen und empfindlicher Elektronik.
Praxisfragen aus den Kommentaren: Quick Font, „Wo ist der Download?“ und nicht-lateinische Alphabete
In den Kommentaren tauchen drei typische Praxisprobleme auf.
„Ich finde den Font-Download auf der Seite nicht – Hilfe!“
Im Video wird Quick Font als kostenloses Programm auf der mySewnet-Seite erwähnt – und genau hier verlieren viele den Überblick.
- Vorgehen: Auf der mySewnet-Website gezielt nach „Downloads“/„Software“ suchen.
- Praxis-Check: Wenn Links umziehen (kommt vor), nach „mySewnet Quick Font download“ suchen und nur von offiziellen Quellen laden.
„Wenn ich neue Fonts runterlade – wie nutze ich sie dauerhaft?“
Quick Font arbeitet als „Übersetzer“: Es nimmt TrueType-Schriften vom PC/Mac und erzeugt daraus stickbare Dateien, die du auf einen USB-Stick speicherst.
- Workflow: USB in die SE9180 stecken, Datei/Schrift von dort laden.
- Praxis-Hygiene: Einen kleinen USB-Stick nur für Stickdateien nutzen – übersichtlich halten, damit die Maschine beim Browsen nicht träge wird.
Wenn du viele Namen nacheinander stickst, ist der Engpass meist nicht der USB, sondern das reproduzierbare Einspannen. Eine Einspannstation für Stickrahmen hilft, damit „Name 1“ und „Name 15“ wirklich an derselben Stelle landen.
„Kann ich arabische Buchstaben/Alphabet hochladen, um Phrasen zu schreiben?“
Das Video zeigt Umschalten zwischen Zeichensätzen/Symbolen – aber bei nicht-lateinischen Schriften ist oft die Schriftverbindung/Zeichenformung das Problem.
- Herausforderung: In Sprachen wie Arabisch ändern sich Buchstabenformen je nach Verbindung.
- Praxisweg: Häufig ist es zuverlässiger, den Text am Computer in Software zu setzen und als fertige Stickdatei zu importieren, statt ihn direkt an der Maschine zu tippen.
Der „Sampler“-Habit: der schnellste Weg, Schriften sicher auszuwählen
Am Ende empfiehlt die Anleitung einen gestickten Schrift-Sampler – das ist extrem praxisnah.
- So geht’s: Stoffrest mit passendem Stickvlies einspannen. „ABC“ und „123“ in Schrift 1 sticken, dann Schrift 2 usw. bis alle 10.
- Warum: Bildschirmvorschauen täuschen bei Dichte und Wirkung – der gestickte Sampler ist die Wahrheit.
- Nutzen: Bei Kundenwünschen („etwas Verspieltes“) hast du in Sekunden eine sichere Auswahl.
Upgrade-Logik, die wirklich Sinn ergibt: Wann besseres Einspannen mehr bringt als noch mehr Bildschirm-Editing
On-Screen-Editing ist stark – aber es kann Physik nicht aushebeln. Wenn der Stoff während des Stickens 2 mm wandert, rettet kein „Nudging“ mehr das Ergebnis.
Diese Upgrade-Logik hat sich bewährt:
- Level 1 (Maschine): Ungroup/Kerning nutzen, wenn Abstände/Baseline nicht passen. (Kosten: 0).
- Level 2 (Verbrauchsmaterial): Bei Wellenbildung zuerst Stickvlies und Nadel optimieren, dann auf Reststück testen. (Kosten: niedrig).
- Level 3 (Hardware): Wenn Rahmenspuren, Handgelenkbelastung oder ungleichmäßige Spannung dein Problem sind, lohnt sich der Blick auf Stickrahmen für Stickmaschine mit Magnetkraft.
- Level 4 (Workflow): Bei Stückzahlen sind Systeme wie hoop master Einspannstation der Einstieg in reproduzierbare Platzierung – und damit in effiziente Produktion.

FAQ
- Q: Warum sieht die integrierte Schrift der Singer SE9180 in der Bildschirmvorschau gezackt oder klobig aus?
A: Das ist bei der Singer SE9180 normal – die Vorschau ist nur eine grobe Darstellung, gestickt wirkt die Schrift meist deutlich glatter.- Nicht auf „Schönheit“ fixieren, sondern den Grenzcheck machen: Ist das Motiv schwarz (rot = außerhalb)?
- Auf Verschmelzungs-Risiko achten: Wenn Buchstaben am Screen berühren, kann Fadenvolumen sie beim Sticken „zusammenschieben“.
- Einen kurzen Probestick auf ähnlichem Stoff mit vergleichbarem Stickvlies machen, bevor du das echte Teil stickst.
- Erfolgskontrolle: Der Test zeigt saubere Kanten ohne unerwartetes Zusammenlaufen oder dicke Überlagerungen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Dichte-Risiko senken – z. B. Blockschrift wählen oder den Abstand leicht erhöhen.
- Q: Wie verhindere ich Wellenbildung und Verzug bei kleinem Text auf einer Singer SE9180 Stickmaschine?
A: Starte mit Stoff + Stickvlies – bei Schrift wird das Ergebnis oft vor dem Tippen entschieden.- Stickvlies nach Material wählen: Dehnbares braucht Cutaway; stabile Webware klappt oft mit Tearaway; Frottee/Fleece/Samt brauchen unten Stabilisierung plus wasserlöslichen Topper.
- Gleichmäßig und fest einspannen; der „Stoff + Vlies“-Sandwich darf nicht wandern.
- Zuverlässiges 40wt-Stickgarn und eine frische 75/11-Nadel als sicherer Startpunkt nutzen (mit Handbuch abgleichen).
- Erfolgskontrolle: Nach dem Sticken liegt das Wort flach, ohne Wellen um die Buchstaben.
- Wenn es trotzdem scheitert: Erst Stabilisierung verbessern, dann erneut auf Reststück testen, bevor du an Schrift-Einstellungen drehst.
- Q: Woran erkenne ich die richtige Einspannspannung für Singer-SE9180-Schrift, und was ist das Warnzeichen für „Rahmenspuren“?
A: Für Text sollte das Einspannen fest, aber nicht „zerquetschend“ sein – zu starkes Anziehen im Schraubrahmen kann auf empfindlichen Stoffen Rahmenspuren hinterlassen.- Stoff im Rahmen antippen: Er sollte sich gleichmäßig straff anfühlen, nicht locker.
- Bei samtigen/markempfindlichen Materialien nicht „mit Muskelkraft“ überziehen, um dauerhafte Ringe zu vermeiden.
- Neu einspannen, wenn der Stoff leicht rutscht oder schon vor dem Sticken wellig wirkt.
- Erfolgskontrolle: Der Stoff bleibt stabil, der Schriftzug driftet nicht während des Stickens.
- Wenn es trotzdem scheitert: Einen Magnetrahmen in Betracht ziehen, um Rahmenspuren zu reduzieren und trotzdem stabil zu klemmen.
- Q: Was mache ich, wenn die Schrift auf der Singer SE9180 nach dem Spacing-Tool rot wird?
A: Rot bedeutet bei der Singer SE9180: Das Motiv liegt außerhalb des stickbaren Bereichs – das ist ein harter Stopp.- Abstand reduzieren, bis der Text wieder schwarz wird.
- Innerhalb der Limits verkleinern oder den Schriftzug in den Rahmenbereich zurück zur Mitte schieben.
- Prüfen, ob der richtige Stickrahmen montiert und in der Maschine ausgewählt ist.
- Erfolgskontrolle: Der komplette Text ist schwarz und klar innerhalb der Rahmenlinien.
- Wenn es trotzdem scheitert: Text kürzen, kleinere integrierte Größe (S/M/L) wählen (falls vorhanden) oder Layout ändern.
- Q: Wie korrigiere ich bei Script-Schriften der Singer SE9180 einen Buchstaben, der zu hoch oder zu tief sitzt (Kerning/Baseline-Fix)?
A: Ungroup nutzen, nur den Problem-Buchstaben verschieben und danach wieder Group aktivieren, damit der Schriftzug als Einheit bleibt.- Ungroup tippen, den falsch sitzenden Buchstaben auswählen und per Pfeilen oder Drag fein positionieren.
- Baseline optisch ausrichten, damit Script-Schrift natürlich „fließt“ (häufig kritisch: G, R sowie Buchstaben mit Unterlänge).
- Danach Group tippen, bevor du den Schriftzug verschiebst oder zentrierst.
- Erfolgskontrolle: Der Schriftzug wirkt auf einer Linie und lässt sich als ein Objekt bewegen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Bei gebogenem Text zuerst den Bogen reduzieren und dann den Buchstaben erneut nachkorrigieren.
- Q: Warum lassen sich integrierte Schriften der Singer SE9180 nur etwa ±20 % skalieren – und was, wenn ich viel größer/kleiner brauche?
A: Die Singer SE9180 begrenzt die Skalierung, um Dichteprobleme zu vermeiden – zu starkes Skalieren führt sonst zu Fadenrissen oder Lücken.- Wenn du andere Größen brauchst: integrierte S/M/L-Option nutzen (falls vorhanden).
- Externe Software (z. B. Quick Font) verwenden, um eine passend digitalisierte Größe zu erzeugen, statt am Screen zu „erzwingen“.
- Bei Größenwechseln immer einen kleinen Probestick machen.
- Erfolgskontrolle: Keine „brettharte“ Überdichte (zu klein) und kein Durchscheinen des Stoffes (zu groß).
- Wenn es trotzdem scheitert: Schriftstil wechseln – Blockschriften tolerieren Zielgrößen oft besser.
- Q: Welche Nadel-Sicherheitsregeln sollten Anfänger beim Sticken von dichtem Text auf der Singer SE9180 beachten?
A: Dichte Schrift belastet die Nadel stärker – Hände weg vom Nadelweg und Augen schützen, weil Nadeln brechen können.- Brille tragen und Finger aus dem Nadelbereich halten.
- Niemals unter den Nähfuß greifen, wenn die Maschine läuft.
- Nicht am Stoff ziehen – schon leichter Zug kann die Nadel in die Stichplatte lenken.
- Erfolgskontrolle: Kein „Knacken“, keine Nadelanschläge, kein sichtbares Nadelwackeln.
- Wenn es trotzdem scheitert: Stoppen, Nadel wechseln, Einspannen prüfen und erst auf Reststück neu starten.
- Q: Welche Sicherheitsregeln gelten bei der Nutzung von Magnetrahmen für Schrift auf Kleidung?
A: Magnetrahmen können stark quetschen – Magnete wie eine Mausefalle behandeln und von Implantaten/empfindlicher Technik fernhalten.- Finger aus der Kontaktzone halten, wenn Magnetteile zusammengeführt werden.
- Magnete kontrolliert und getrennt lagern, damit sie nicht unkontrolliert zuschnappen.
- Magnetrahmen fernhalten von Herzschrittmachern, Insulinpumpen und empfindlicher Elektronik.
- Erfolgskontrolle: Stoff wird gleichmäßig geklemmt, ohne zu rutschen, und lässt sich ohne „Ziehen“ positionieren.
- Wenn es trotzdem scheitert: Stoff + Stickvlies neu ausrichten und prüfen, dass Klemmen/Stickarm frei laufen, bevor du startest.
