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Magnetrahmen vs. klassische Schraubrahmen: Praxis-Leitfaden für präzises Einspannen
Wenn du schon einmal mit einem klassischen Schraubrahmen gekämpft hast – Rändelschraube festziehen, bis die Finger wehtun, und trotzdem wandert der Stoff beim Schließen des Innenrings – dann kennst du die „Einspann-Müdigkeit“, die sowohl Hobby-Setups als auch kleine Produktionsabläufe ausbremst. Magnetrahmen werden oft als „Abkürzung“ für Geschwindigkeit verkauft. Das stimmt teilweise – in der Praxis sind sie vor allem Werkzeuge für materialschonendes Einspannen und ergonomisch sichereres Arbeiten.
Die Physik bleibt aber die Physik: (1) starke Magnete verzeihen keine unachtsame Handhabung, und (2) ein Magnetrahmen ist nur das Spannsystem – er behebt keine Setup-Fehler (z. B. falscher Fuß oder fehlende Nadel).
In dieser technischen Auswertung zerlegen wir einen Praxistest von Tiara mit einem Sotech-Magnetrahmen (5x7-Klasse, ca. 130×180 mm) an einer Brother Innov-is NV6750D. Wir machen daraus eine wiederholbare SOP (Standard Operating Procedure) – inklusive der „unsichtbaren“ Sicherheitschecks und Kontrollpunkte, die den Unterschied zwischen „irgendwie geht’s“ und sauber reproduzierbaren Ergebnissen ausmachen.

Unboxing des Sotech-Magnetrahmens (5x7-Klasse): die „Nullzustand“-Kontrolle
Bevor du Stoff einspannst, beginnt saubere Stickerei mit dem Verständnis des Ausgangszustands deines Equipments. Im Paket sind der Magnetrahmen (Rahmenteile), eine Anleitung sowie eine Raster-/Grid-Schablone.

Aufbau & Funktionsprinzip
- Chassis (unterer Metallrahmen): Das Fundament. Er sollte auf der Arbeitsfläche möglichst plan aufliegen.
- Klemme (oberer Magnetrahmen): Er erzeugt den senkrechten Anpressdruck. Anders als Schraubrahmen (seitliche Reibung, die Stoff leicht „zieht“) arbeitet der Magnetrahmen mit gleichmäßigem Druck von oben.
- Ausrichtungsmarken: Kerben/Pfeile, mit denen du beide Hälften sauber zueinander ausrichtest.


Der entscheidende Perspektivwechsel: Behandle das nicht wie einen Tupperdeckel. Du bist hier der „Ausrichtungs-Computer“. Wenn du den Magnetrahmen schief schließt (erst links „einrasten“, dann rechts herunterziehen), bringst du Torsion/Verzug in den Stoff. Diese Torsion ist der unsichtbare Grund, warum rechteckige Umrandungen später als Trapez wirken.
Warnung: Quetschgefahr & Magnet-Sicherheit
Kraft: Diese Magnete sind sehr stark und schnappen schneller zu, als man reagieren kann. Finger konsequent nur an den Außengriffen* halten – niemals zwischen die Rahmenhälften.
* Medizin: Wenn du (oder jemand in deiner Umgebung) einen Herzschrittmacher oder eine Insulinpumpe nutzt, halte Abstand und beachte die Vorgaben des Geräteherstellers – starke Magnetfelder können medizinische Elektronik beeinflussen.
Die „versteckte“ Vorbereitung an der Brother Innov-is NV6750D: Pre-Flight-Routine
Die meisten Stickprobleme entstehen, bevor überhaupt „Start“ gedrückt wird. Im Test gab es zwei klassische Stolpersteine: Die Maschine war noch fürs Nähen konfiguriert (Nähfuß montiert) und es war keine Nadel eingesetzt.



Damit du nicht mitten im Job wieder alles auseinandernehmen musst, nutze diese Pre-Flight-Routine:
PREP-CHECKLISTE: die „Kill Chain“
Wenn ein Punkt NEIN ist: nicht starten.
- [ ] Modus-Check: Ist die Stickeinheit (Arm) montiert und sauber verriegelt?
- [ ] Fuß-Check: Ist der Stickfuß (W+) montiert? Kontrollblick: Er wirkt wie eine „schwebende“ Schlaufe/Haube und sitzt höher als ein normaler Nähfuß.
- [ ] Nadel-Logik: Ist eine frische Sticknadel eingesetzt?
- Faustregel: Größe 75/11 für Standardgewebe, 90/14 bei „zäheren“ Lagen/Stabilisierung.
- Risiko: Eine „Näh“-Nadel kann Stickgarn eher beschädigen. Für Maschenware sind Stick-/Topstitch-Nadeln (Kugelspitze/Light Ballpoint) oft die bessere Wahl.
- [ ] Fadenweg: Ist für Stickbetrieb korrekt eingefädelt (bei Haushaltsmaschinen: vorne nach hinten durch das Nadelöhr)?
- [ ] Freigang: Liegen keine Schere, Spulen oder magnetische Ablagen im Fahrweg des Stickwagens?
Workflow-Upgrade: Wenn du beim Einspannen regelmäßig mit verrutschendem Unterrahmen oder schiefem Fadenlauf kämpfst, kann eine Magnetische Einspannstation den Unterrahmen beim Einspannen stabilisieren. Das ist der Unterschied zwischen „nach Augenmaß“ und „reproduzierbar“ – gerade bei Serien.
Einspannen von Vichy/Karo-Stoff: die „Flat-First“-Methode
Tiara nutzt ein Reststück blau-weiß karierten Stoff. Für Tests ist das ideal, weil das Druckraster Verzug sofort sichtbar macht.
Vorgehen
- Unterrahmen platzieren: Auf eine harte, plane Fläche legen (nicht auf ein gepolstertes Bügelbrett).
- Stoff auflegen: Glatt ausstreichen.
- Sensorik-Check: Mit einer Hand den Stoff „neutral“ halten (flach, aber nicht gezogen) und den oberen Magnetrahmen gleichmäßig absenken.

Der „Trommelfell“-Mythos: Anfänger hören oft: „Spann den Stoff trommelfest.“ Das ist riskant. Nach dem Ausspannen entspannt sich der Stoff – das Motiv kann dann puckern.
- Richtiges Gefühl: Neutralspannung. Der Stoff liegt glatt, aber die Karos bleiben quadratisch. Wenn die Karos zu Rauten werden, hast du überdehnt.
Rahmenspuren (Rahmenabdrücke): Klassische Rahmen hinterlassen auf empfindlichen Materialien (z. B. Samt, Performance-Wear) schneller Abdrücke. Wenn du damit zu kämpfen hast, sind Einspannen für Stickmaschine-Techniken mit Magnetrahmen ein logischer nächster Schritt, weil der gleichmäßige Anpressdruck Fasern oft weniger quetscht als der Reibring eines Schraubrahmens.
Montage am Stickarm: „Click & Wiggle“
Tiara setzt den Rahmen in den Stickwagen ein. Diese Verbindung ist ein zentraler Punkt für Passung/Ausrichtung.

Aktion: Rahmenhalterung in den Stickwagen einschieben. Kontrollpunkte (Hören & Fühlen):
- Hören/Fühlen: Ein klarer mechanischer Klick bzw. ein spürbares Einrasten.
- Wackeltest: Vor dem Festziehen den Rahmen leicht seitlich bewegen. Er darf nicht „lose“ zum Wagen stehen, sondern muss mit dem Wagen mitgehen.
- Festziehen: Knauf handfest anziehen – keine Zange.
Wenn du einen Magnetrahmen für brother suchst: Die Halterung/Geometrie muss zur Maschinenfreigängigkeit passen. Vollständig eingerastet verhindert sie den typischen „Schattenversatz“, bei dem Konturen neben der Füllung landen.
Motivwahl & Trace: die Sicherheitsgrenze
Tiara wählt ein integriertes „H“-Monogramm. Integrierte Motive sind für Hardwaretests sinnvoll, weil sie zur Grundabstimmung der Maschine passen.

Trace (Probe-/Umfahrfahrt)
Trace nicht überspringen. Magnetrahmen haben oft andere Außenmaße/Höhen als Kunststoffrahmen. Aktion: „Trace“ / „Check Size“ ausführen. Sichtkontrolle: Beobachte die Nadelstange/den Weg entlang der Motivgrenze im Verhältnis zum Metallrahmen. Achte auf mindestens 2 mm Abstand zwischen Nadelweg und Rahmen an den breitesten Stellen. Ein Treffer bei hoher Geschwindigkeit kann Nadelbruch verursachen und im schlimmsten Fall die Abstimmung (Timing) belasten.
Für alle, die einen Magnetrahmen für brother einsetzen: Dieser Trace-Schritt ist die wichtigste Sicherheitsschicht, um sicherzustellen, dass dein konkretes Modell die Rahmenhöhe und -kontur sauber freigängig fährt.
Einfädel-Logik: vorne-nach-hinten vs. links-nach-rechts
Tiara nennt einen wichtigen Unterschied:
- Haushaltsmaschinen: Nadelöhr von vorne nach hinten einfädeln.
- Industrie: häufig links nach rechts (modellabhängig).

Warum das zählt: Die Nadelgeometrie (u. a. Hohlkehle/Scarf) ist so ausgelegt, dass der Greifer die Fadenschlinge zuverlässig aufnehmen kann. Falsche Einfädelrichtung oder eine falsch eingesetzte Nadel führt schnell zu Fehlstichen bzw. „es stickt gar nicht“.
Warnung: Mechanische Sicherheit
Beim Einfädeln Maschine sichern (z. B. ausschalten oder Bedienung sperren). Ein versehentlicher Start, während die Finger am Nadelöhr sind, kann zu Stichverletzungen führen.
Probestick: Diagnosepunkte & Beobachtungen
Tiara startet über die grüne Start/Stop-Taste. Für den ersten Durchgang nutzt sie normales Polyester-Nähgarn.

Beobachtung: Der Rahmen hält stabil. Wichtig: Normales Nähgarn wirkt oft matter/„fädiger“ als klassisches Stickgarn.
- Ergebnis: Das Stichbild kann weniger dicht/glänzend wirken.
- Einordnung: Das ist kein Rahmenproblem, sondern eine Material-/Garnwahl.
SETUP-CHECKLISTE: Final Countdown
- [ ] Mechanik: Rahmen sitzt? Knauf fest?
- [ ] Freigängigkeit: Trace ohne Rahmenkontakt?
- [ ] Verbrauchsmaterial:
- Praktisch: Kleine gebogene Fadenschere/Applikationsschere für Sprungstiche griffbereit?
- Praktisch: Unterfadenspule mindestens 50% voll?
- [ ] Stabilisierung: Vlies verwendet? (Für einen Testrest ggf. nicht – für ein Produkt: immer.)
Bei einem Magnetrahmen ist die Stabilität oft so gut, dass man zu früh schneller wird. Empfehlung aus der Praxis: Erstlauf moderat (ca. 400–600 SPM, je nach Maschine), dann steigern, wenn alles sauber läuft.
Farbwechsel & Konturen: der Präzisionszyklus
Tiara wechselt auf pinkes Stickgarn für Details und anschließend auf gelbes Isacord für die Kontur.



Der kritische Moment: Jeder Farbwechsel ist ein Risikopunkt.
- Trennen: Oberfaden schneiden.
- Einfädeln: Sicherstellen, dass der Faden korrekt in den Spannungsscheiben sitzt. Sensorik: Faden leicht „flossen“ – du spürst Widerstand.
- Fadenende sichern: Darauf achten, dass das Fadenende nicht unter dem Fuß hängen bleibt.

Wenn du in den ersten Stichen Schlaufen oben siehst: Oberfadenspannung zu gering bzw. Faden nicht sauber in der Spannung. Wenn Unterfaden nach oben gezogen wird (helle Punkte im Motiv): Oberfadenspannung zu hoch.
Beim Vergleich verschiedener Magnetrahmen für Stickmaschine gilt: Die Haltekraft beeinflusst die Passung besonders bei Stop-and-Go (Farbwechsel, Fadenschnitt). Ein schwacher Magnet kann beim Anfassen/Trimmen minimal nachgeben. Im Test blieb der Sotech-Rahmen stabil.
Fehlersuche: Passungsdrift vs. Datei/Digitalisierung
Tiara sieht eine kleine Lücke zwischen Füllung und Kontur. Ist es Maschine, Rahmen oder Datei?
Strukturierte Fehlersuche
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Prüfung / Lösung |
|---|---|---|
| Lücke nur auf einer Seite | Stoff kriecht/verschiebt sich | Einspann-Thema. Zu locker eingespannt oder beim Montieren gezogen. Einspannen neu, Sitz der Magnetflächen prüfen, ggf. stärker stabilisieren. |
| Lücke gleichmäßig rundum | Digitalisierung (Pull Compensation) | Datei-Thema. Die Datei kompensiert den Zug nicht ausreichend. Datei anpassen/ersetzen statt am Rahmen „herumzudrehen“. |
| Lücke unregelmäßig/unsauber | Flagging | Stabilisierung. Stoff hebt/schwingt mit der Nadel. Mehr/geeignetes Vlies einsetzen und flacher einspannen. |
| Kontur nach Farbwechsel versetzt | Passungsverlust | Mechanik/Handling. Rahmen beim Farbwechsel berührt/verschoben? Wagen hat Schritt verloren? |
Viele suchen nach embroidery machine calibration problems, obwohl in der Praxis oft „Flagging“ dahintersteckt: Der Stoff hebt mit der Nadel, weil er nicht flach genug geklemmt/stabilisiert ist. Der umlaufende Druck eines Magnetrahmens kann Flagging oft besser reduzieren als ein Schraubrahmen, der seine Hauptspannung an einer Stelle aufbaut.
Ergebnisbewertung
Tiara bestätigt: Die Magnete haben sich nicht bewegt, und die Rückseite sieht sauber aus.


Kennzahl für die Praxis: Prüfe die Ausrichtungsmarken (Pfeile/Kerben) am Rahmen. Sind sie noch deckungsgleich? Wenn der obere Rahmen auch nur 1 mm gewandert ist, kann das auf zu viel Materialstärke oder einen Kontakt mit Fuß/Rahmen hindeuten. Im Test blieb die Ausrichtung stabil.
Entscheidungslogik: Stoff, Vlies & Rahmenstrategie
Im Test wurde auf einfachem Stoffrest gearbeitet – in der Praxis brauchst du ein System. Nutze diese Logik, um deinen Aufbau zu planen.
Decision Tree: Was kommt unter den Rahmen?
- Ist der Stoff dehnbar (T-Shirt, Hoodie, Strick)?
- JA: Cut-Away (dauerhafte Stabilisierung).
- NEIN: weiter mit Schritt 2.
- Ist der Stoff stabil (Denim, Canvas, Vichy/Karo)?
- JA: Tear-Away (leichte Unterstützung).
- NEIN: weiter mit Schritt 3.
- Ist der Stoff „rutschig“ oder „weich“ (Satin, Samt, Stepp/Puffer)?
- JA: Magnetrahmen (weniger Abdrücke) + Sprühzeitkleber + Cut-Away.
- Hat der Stoff Flor/Schlingen (Frottee, Fleece)?
- JA: wasserlösliches Topper-Vlies obenauf, damit Stiche nicht einsinken.
Praxis-Entscheidung: Wann lohnt sich das Upgrade?
Der Test zeigt: Der Magnetrahmen funktioniert. Aber wann lohnt sich die Investition?
Drei Schmerzstufen & passende Lösung:
- Stufe 1: Rahmenspuren & Handgelenkbelastung.
- Szenario: Empfindliche Textilien oder viele Teile am Stück; Schraubrahmen hinterlassen Abdrücke und Einspannen kostet Kraft.
- Lösung: Sotech-Magnetrahmen als Ergonomie- und Qualitätsupgrade.
- Stufe 2: „Ich kann dicke Teile nicht sauber einspannen.“
- Szenario: Jacke, Tasche, dicke Lagen – der Innenring springt oder sitzt nicht stabil.
- Lösung: Magnetrahmen – sie klemmen Materialstärken oft toleranter.
- Stufe 3: „Ich wechsle mehr Garn als ich sticke.“
- Szenario: Viele Logos mit mehreren Farben auf einer Ein-Nadel-Maschine.
- Lösung: Mehrnadelstickmaschine – Farben vorbestücken, weniger Stopps.
CHECKLISTE: Nach dem Lauf
- [ ] Rückseite prüfen: Unterfadenanteil bei Satinstichen ca. 1/3 der Stichbreite (gute Spannung).
- [ ] Rahmen prüfen: Hat sich der Magnetrahmen verschoben? (Wenn ja: Material zu dick oder Rahmenkontakt.)
- [ ] Stoff prüfen: Viele Einstichlöcher am Rand? (Nadel zu groß/zu stumpf.)
Executive Summary
Der Praxistest zeigt: Ein 5x7-Magnetrahmen ist für Brother-Haushaltsmaschinen eine stabile, alltagstaugliche Lösung. Er reduziert den Kraftaufwand beim Einspannen deutlich. Gleichzeitig bleibt die Grundregel: Der Rahmen beschleunigt nur das, was du ihm vorgibst – deshalb sind Pre-Flight-Checks (Fuß/Nadel) und saubere Stabilisierung entscheidend.
Investiere in den Prozess – dann zahlt sich das Tool in Tempo und Wiederholgenauigkeit aus. Überspringst du den Prozess, machst du Fehler nur schneller.
FAQ
- Q: Wie mache ich das richtige Pre-Flight-Setup an einer Brother Innov-is NV6750D, bevor ich einen Sotech-Magnetrahmen (5x7-Klasse) nutze?
A: Mach vor dem Start einen kurzen „Modus–Fuß–Nadel–Faden–Freigang“-Check, weil die meisten Fehler passieren, bevor überhaupt gestickt wird.- Prüfe, ob die Stickeinheit (Arm) montiert und verriegelt ist.
- Montiere den Stickfuß (W+) und setze eine frische Sticknadel ein.
- Fädle für den Stickbetrieb ein und räume den Fahrweg frei (keine Schere, Spulen oder Ablagen im Bewegungsbereich).
- Erfolgskontrolle: Der Stickfuß (W+) wirkt wie eine schwebende Schlaufe/Haube (sitzt höher als ein Nähfuß), und der Stickwagen kann frei laufen.
- Wenn es trotzdem hakt … Stoppe und prüfe erneut, ob nicht noch der Nähfuß montiert ist und ob wirklich eine Nadel eingesetzt wurde.
- Q: Wie vermeide ich eingeklemmte Finger und Risiken für medizinische Geräte beim Umgang mit einem Sotech-Magnetrahmen mit starken Magneten?
A: Behandle den Rahmen wie ein Werkzeug mit Quetschgefahr und fasse ihn nur an den Außengriffen an – starke Magnete können schneller zuschnappen als man reagiert.- Finger konsequent nur außen an den Griffen halten; niemals zwischen oberen Magnetrahmen und unteren Metallrahmen greifen.
- Den oberen Rahmen gleichmäßig absenken statt erst eine Seite „einrasten“ zu lassen und die andere Seite herunterzuziehen.
- Magnetrahmen von Herzschrittmachern/Insulinpumpen fernhalten und die Sicherheitsvorgaben des Geräteherstellers beachten.
- Erfolgskontrolle: Der obere Rahmen sitzt ohne abruptes „Zuschlagen“, und die Finger kommen nie in den Spalt zwischen die Rahmenhälften.
- Wenn es trotzdem schwierig ist … Langsamer schließen und auf einer harten, stabilen Fläche arbeiten, damit der Unterrahmen beim Schließen nicht verrutscht.
- Q: Wie spanne ich Vichy-/Karostoff korrekt mit einem 5x7-Magnetrahmen ein, damit keine Verzerrung und keine trapezförmigen Umrandungen entstehen?
A: Nutze „flat-first“ mit Neutralspannung – Magnetrahmen klemmen am besten, wenn der Stoff flach liegt und nicht gedehnt wird.- Den unteren Metallrahmen auf einen harten, flachen Tisch legen (keine gepolsterte Unterlage wie ein Bügelbrett).
- Stoff glatt auflegen und neutral halten (flach, aber nicht ziehen), dann den oberen Magnetrahmen gerade nach unten schließen.
- Den „trommelfest“-Mythos vermeiden; Stoff nicht auf Spannung ziehen.
- Erfolgskontrolle: Die Karos bleiben quadratisch (nicht rautenförmig), und die Stofffläche wirkt glatt ohne Verdrehung.
- Wenn es trotzdem schief wird … Neu einspannen und darauf achten, den oberen Rahmen gleichmäßig zu schließen; schiefes Schließen bringt Torsion in den Stoff.
- Q: Wie montiere ich einen Magnetrahmen am Brother-Stickwagen, damit das Motiv nicht mit einem versetzten „Schatten“ gestickt wird?
A: Nutze den „Click & Wiggle“-Test – die Passung hängt davon ab, dass die Halterung vollständig im Stickwagen sitzt.- Rahmenhalterung in den Stickwagen einschieben, bis sie sauber sitzt.
- Auf ein deutliches Einrasten/Klicken achten.
- Vor dem Festziehen leicht wackeln; der Rahmen muss mit dem Stickwagen mitgehen und darf nicht separat Spiel haben.
- Erfolgskontrolle: Ein klarer Klick/Einrastpunkt ist spürbar, und der Rahmen lässt sich nicht unabhängig vom Wagen verschieben.
- Wenn es trotzdem nicht passt … Rahmen abnehmen, neu einsetzen und den Click-&-Wiggle-Test wiederholen, bevor du startest.
- Q: Wie verhindere ich, dass die Nadel einer Brother Innov-is NV6750D beim Trace/Check Size gegen einen Metall-Magnetrahmen schlägt?
A: Trace/Check Size immer ausführen und den Freigang prüfen, weil Magnetrahmen andere Außenmaße haben können als Kunststoffrahmen.- Trace/Check Size vor dem Sticken starten.
- Den Nadelweg entlang der Motivgrenze beobachten und den Abstand zum Metallrahmen prüfen.
- Mindestens 2 mm Sicherheitsabstand zwischen Nadelweg und Magnetrahmen einhalten.
- Erfolgskontrolle: Trace läuft ohne Beinahe-Kontakt, und der Abstand bleibt sichtbar.
- Wenn es trotzdem kritisch wird … Sofort stoppen, Motiv zentrieren oder kleiner wählen, bevor du mit Geschwindigkeit stickst.
- Q: Wie finde ich die Ursache für Lücken zwischen Füllung und Kontur nach dem Sticken mit Magnetrahmen (Stoffverschiebung vs. Digitalisierung vs. Flagging)?
A: Nutze das Muster der Lücke zur Diagnose: einseitig = meist Stoffkriechen, gleichmäßig = meist Digitalisierung/Pull Compensation, unregelmäßig = oft Flagging.- Lückenbild vergleichen: nur eine Seite = wahrscheinlich Stoff verschoben; gleichmäßig rundum = wahrscheinlich Pull Compensation; unregelmäßig/unsauber = wahrscheinlich Flagging.
- Einspannen prüfen: Magnetrahmen vollständig geschlossen, Stoff beim Montieren nicht gezogen.
- Stabilisierung verbessern, wenn Flagging vermutet wird: mehr/geeignetes Vlies einsetzen und Stoff flacher klemmen.
- Erfolgskontrolle: Beim nächsten Test landet die Kontur sauber auf der Füllung ohne konstantes Lückenmuster.
- Wenn es trotzdem bleibt … Bei gleichmäßiger Lücke rundum als Datei-Thema behandeln und Motiv anpassen/ersetzen statt weiter am Einspannen zu drehen.
- Q: Wann sollte ein Shop von Schraubrahmen auf Sotech-Magnetrahmen umsteigen oder noch weiter auf eine Mehrnadelstickmaschine für Produktion?
A: Richte das Upgrade nach dem Engpass aus: Magnetrahmen lösen Rahmenspuren/Ermüdung und dicke Materialstärken, Mehrnadelstickmaschinen lösen zu viele manuelle Farbwechsel.- Magnetrahmen wählen, wenn Rahmenspuren, Handgelenkbelastung oder instabiles Einspannen bei dicken Teilen (Jacken/Taschen) der Hauptbottleneck ist.
- Mehrnadelstickmaschine wählen, wenn der größte Zeitverlust durch manuelle Farbwechsel entsteht (z. B. viele Logos mit mehreren Farben).
- Vorher Prozesse optimieren: Pre-Flight-Checks, Trace-Freigang und passende Vlies-Kombination reduzieren vermeidbare Fehler, bevor du investierst.
- Erfolgskontrolle: Durchlaufzeit sinkt, weil Einspannen schneller/konstanter wird (Magnetrahmen) oder Farbwechselzeiten wegfallen (Mehrnadelstickmaschine).
- Wenn es trotzdem nicht besser wird … Workflow auditieren (falscher Fuß, fehlende Nadel, Trace übersprungen, falsche Stabilisierung), bevor du die Maschine als Limit annimmst.
