Sweet Pea „Beauty Blocks Runner“ – Block 4 ohne die typischen ITH-Appliqué-Probleme sticken (Flip-and-Fold, saubere Schnitte, flache Nähte)

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung übersetzt den Stitch-out von Sweet Peas „Beauty Blocks Runner“ (Block 4) in einen klaren, wiederholbaren Workflow: Cutaway-Stickvlies einspannen, Volumenvlies fixieren, Flip-and-Fold-Applikationssegmente mit konstanten Nahtzugaben arbeiten, dekorative Satinstiche und Quiltmotive sticken, den Block exakt begradigen und anschließend Reihen zusammennähen sowie das Projekt mit sauberem Wenden und Schließen fertigstellen. Dazu bekommst du praxiserprobte Kontrollpunkte gegen Wellen, dicke Kreuzungen und versetzte Übergänge – plus sinnvolle Optionen, wenn du viele Blöcke in Serie produzierst.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du schon einmal einen In-The-Hoop-(ITH)-Block aus dem Stickrahmen genommen hast und dachtest: „Sieht super aus … aber warum fühlt er sich dick, wellig oder minimal schief an?“ – damit bist du nicht allein. Der Sweet Pea Beauty Blocks Runner ist absolut machbar, aber er belohnt eine ruhige, wiederholbare Routine: stabil einspannen, konsequent zurückschneiden und Nahtzugaben diszipliniert behandeln.

Maschinenstickerei ist erfahrungsbasierte Physik. Es geht nicht nur darum, auf „Start“ zu drücken – du kontrollierst Fadenspannung, Stoffzug und Reibung. Dieser Beitrag baut den Ablauf zu einem werkstatttauglichen Prozess um, den du über einen ganzen Runner hinweg reproduzieren kannst. Ich bleibe bei den Schritten aus dem Tutorial, ergänze aber die „alten Hasen“-Checkpoints (sehen, hören, fühlen), damit deine Blöcke flach bleiben und das Zusammennähen entspannt läuft.

Splash screen showing three different sizes of the finished Beauty Runner against a branded background.
Intro

Kurz & beruhigend: Was Block 4 deinem Stickrahmen wirklich abverlangt

Block 4 ist ein ITH-Flip-and-Fold-Applikationsblock. Das heißt: Du stapelst mehrere Stoffsegmente über Volumenvlies und Stickvlies und schließt das Ganze mit dichten dekorativen Satinstichen ab.

Die versteckte Herausforderung ist nicht das Muster, sondern Stoffzug (Fabric Pull). Mit jeder Lage will das Material „nach innen“ arbeiten. Wenn deine Einspannspannung von Block 1 bis Block 10 variiert, liegt der Runner später nicht plan. Der Schlüssel ist, die Stoffspannung zu kontrollieren, während du wiederholt Stoff platzierst, eine Naht stickst, umklappst, straff hältst, feststichst und zurückschneidest.

Wenn du mehrere Blöcke am Stück planst, hilft ein Perspektivwechsel: weg vom „Hobby-Modus“, hin zum „Produktionsmodus“. Profis denken in Mehrfach-Einspannen Maschinenstickerei-Strategien: Wie richte ich meinen Arbeitsplatz so ein, dass sich das fünfzehnte Einspannen exakt so anfühlt wie das erste? Ziel: identische Spannung – jedes Mal.

Embroidery machine needle area illuminated, showing stabilizer hooped and ready.
Prep

Die Vorbereitung, die ITH-Applikation „brav“ macht: Cutaway, Volumenvlies und ein sauberer Rahmen

Das Tutorial startet mit dem Einspannen des Vlieses und dem Auflegen des Volumenvlieses. Dieses Fundament entscheidet über die Endqualität.

Warum Stabilität hier alles ist: Für einen Tischläufer, der genutzt, bewegt und ggf. gewaschen wird, ist Ausreißvlies oft zu wenig – es hält die Stichbelastung langfristig schlechter. Im Video wird Cutaway verwendet. Cutaway bleibt als Stützstruktur im Projekt und stabilisiert die vielen Einstiche über Stoff + Volumenvlies.

Der „Trommelfell“-Test: Tippe auf das eingespannte Cutaway. Es soll sich straff anfühlen und eher „knackig“ klingen – ohne dass du das Vlies überdehnst.

Warnung: Nadelsicherheit. Beim Flip-and-Fold hältst du Stoff oft nah am Nadelbereich straff. Finger aus der Gefahrenzone. Nutze lieber ein Stiletto/Nahtführer oder das Radiergummi-Ende eines Bleistifts, wenn es eng wird.

Checkliste vor dem ersten Stich

  • Vlies-Check: Cutaway, gleichmäßig eingespannt – keine Wellen, kein „Durchhängen“.
  • Rahmen-Hygiene: Innenring/Anlageflächen am Stickrahmen von Flusen befreien – Schmutz führt bei Serienarbeit schnell zu Schlupf.
  • Material-Handling: Volumenvliesstücke vorab zuschneiden, damit du nicht mit einer schweren Rolle am Rahmen hantierst.
  • Werkzeug-Setup: Gebogene Applikationsschere griffbereit (dominante Hand), damit du beim Trimmen nicht ständig umgreifen musst.
Hands using applique scissors to trim batting close to the stitch line inside the hoop.
Trimming Batting

Die 1–2-mm-Regel beim Zurückschneiden: Erst Volumenvlies feststicken, dann konsequent trimmen

Video-Schritt: Volumenvlies auf das eingespannte Vlies legen, feststicken, Rahmen aus der Maschine nehmen und das Volumenvlies ca. 1–2 mm neben der Naht zurückschneiden.

Warum 1–2 mm – und nicht bündig? Bündig geschnitten kann sich das Volumenvlies später unter dichten Satinstichen minimal zurückziehen – die Kante wirkt dann „hohl“. Lässt du zu viel stehen, wird die Satinkante unruhig und wirkt „wulstig“. 1–2 mm ist der praxiserprobte Mittelweg.

Hör-Checkpoint: Beim Trimmen willst du ein weiches, sauberes „Schneiden“. Wenn es „knirscht“, schneidest du vermutlich ins Vlies/Naht oder erwischst Fäden – sofort stoppen und prüfen.

Praxis-Tipp: Nicht das Handgelenk verdrehen. Lege den Rahmen flach auf und drehe den Rahmen, während die Schere möglichst parallel zur Oberfläche bleibt.

Trimming excess purple fabric from the placement stitch applique.
Trimming Applique

Stoff A als Platzierungs-Applikation: „Nahtzugabe stehen lassen“ – die Gewohnheit, die Blöcke rettet

Video-Schritt: Platzierungslinie für Abschnitt A sticken, Stoff A rechts auf rechts (also rechte Stoffseite nach oben) auflegen, feststicken, dann zurückschneiden.

Wichtiger Unterschied: An den Außenkanten des Blocks musst du Stoff stehen lassen. Nicht überall bündig zurückschneiden – diese Reserve ist später deine Nahtzugabe beim Zusammennähen der Blöcke.

Sicht-Checkpoint: Innenkanten (Übergänge zwischen Segmenten) dürfen sauber und knapp sein. Außen herum darf es bewusst „unaufgeräumt“ wirken – dort wird später genäht.

Placing the red Fabric B face down for the flip-and-fold technique.
Fabric Placement

Flip-and-Fold mit Stoff B: Die 1/4"-Überlappung verhindert spätere „Überraschungs-Lücken“

Hier scheitern viele beim ersten Mal.

Video-Schritt:

  1. Die sauber getrimmte Kante von Stoff A als Orientierung nutzen.
  2. Stoff B links auf links (also linke Stoffseite nach oben) platzieren und die Platzierungslinie um 1/4 inch überlappen.
  3. Naht sticken, dann umklappen (auf rechts) und feststicken.

Warum diese Überlappung zählt: Beim Umklappen „verbraucht“ die Stoffdicke etwas Länge. Die 1/4"-Überlappung ist deine Sicherheitsreserve.

  • Zu wenig Überlappung: Volumenvlies blitzt an der Kante durch.
  • Zu viel Überlappung: Es entsteht eine Kante/Erhöhung, die sich später abzeichnet.

Wenn dir der Rahmen beim Platzieren wegrutscht, kann eine Einspannstation für Stickmaschinen als „dritte Hand“ helfen: Der Rahmen liegt stabil, und du kannst die Überlappung kontrollierter ausrichten.

Finger holding the folded red fabric taut while the machine stitches it down.
Stitching Flip and Fold

Den Fächer aufbauen (Stoffe A–E): Wiederholbarer Rhythmus schlägt Tempo – jedes Mal

Video-Schritt: Flip-and-Fold für die weiteren Segmente wiederholen, jeweils trimmen und die Nahtzugaben an den Außenkanten stehen lassen.

Ein bewährter Studio-Rhythmus, der Fehler reduziert:

  1. Platzieren (linke Seite oben).
  2. Prüfen (Überlappung).
  3. Naht sticken.
  4. Umklappen & Fingerpressen (Kante sauber ausformen).
  5. Feststicken.
  6. Trimmen (kontrolliert, nicht „auf gut Glück“).

Fühl-Checkpoint: Nach dem Umklappen mit dem Finger über die Nahtkante streichen: Sie soll flach und gleichmäßig sein. Wenn es „blubbert“, war die Lage beim Feststicken nicht straff genug – lieber sofort korrigieren, bevor du weiter aufbaust.

Serienrealität: Bei vielen Blöcken summieren sich Ein- und Ausspannvorgänge. Genau hier greifen viele Profis zu Magnetrahmen für Stickmaschine – weniger Kraftaufwand, gleichmäßiger Druck, und damit konstantere Ergebnisse über die Serie.

Trimming magenta fabric in the fan progression.
Progressive Applique

Dekorative Satinstiche & Quiltmotive: Jetzt „erzählt“ die Maschine den Block zu Ende

Video-Schritt: Die Maschine stickt dekorative Satinstiche zwischen den Segmenten sowie Quiltmotive (z. B. Kreise/Zickzack).

Praxis-Checkpoint: Bei dichten Satinstichen über mehreren Lagen lohnt es sich, aufmerksam auf das Stichbild und die Geräusche zu achten. Wenn die Maschine „härter“ klingt oder der Stoff sichtbar zieht, ist das ein Hinweis, dass du Stabilität/Spannung prüfen solltest.

Rahmen-/Größenhinweis aus dem Video: Das Design wird für mehrere Rahmengrößen angeboten (4x4, 5x5, 6x6, 7x7). Wenn du mit kleineren Rahmen arbeitest (z. B. wie ein Stickrahmen 4x4 für brother), ist sauberes Einspannen und gleichmäßiges Vlies besonders wichtig, damit die Fläche stabil bleibt.

Machine embroidering decorative satin stitches on the assembled fabric pieces.
Embroidery

Block begradigen: Rollschneider + Lineal, exakt 1/2" von der äußeren Stichlinie

Video-Schritt: Block ausspannen und mit Rollschneider/Lineal die Nahtzugabe auf exakt 1/2 inch ab äußerer Stichlinie zurückschneiden.

Warum das den Unterschied macht: Mit der Schere entstehen schnell minimale Winkelabweichungen. Bei vielen Blöcken addiert sich das – der Runner „zieht“ dann in eine Kurve.

Warnung: Rollschneider-Sicherheit. Klinge sofort nach dem Schnitt sichern. Nicht schneidende Hand flach auf dem Lineal, Finger weg von der Kante.

Setup-Checkliste (Begradigen)

  • Außennaht prüfen: Ist die äußere Stichlinie durchgehend? (Wenn Unterfaden leer war: erst sichern, dann ausspannen.)
  • Klinge scharf: Stumpfe Klingen ziehen am Stoff und verziehen den Schnitt.
  • Anlegen: Die 1/2"-Markierung am Lineal direkt auf die Stichlinie legen – nicht „ungefähr daneben“.
The fully stitched Block 1 still in the hoop, showing all colors and quilting.
Block Completion

Blöcke zu Reihen zusammennähen: Naht „unsichtbar“ machen – knapp innerhalb der Bordüre

Video-Schritt: Blöcke rechts auf rechts legen, Kanten/Übergänge ausrichten und auf der Nähmaschine knapp innerhalb der bereits gestickten Bordüre nähen.

Der Kerntrick: Du nähst so, dass die Naht später nicht auffällt: knapp innerhalb der gestickten Linie, damit die Bordüre die Konstruktionsnaht optisch schluckt.

Clips statt Nadeln: Im Video werden Clips verwendet. Das ist bei Lagen aus Stoff + Vlies + Volumen oft sauberer, weil Nadeln die Schichten leichter verschieben.

Wenn du das Thema Rahmen/Einspannen generell optimieren willst, ist es sinnvoll, sich mit passenden Stickrahmen für Stickmaschine zu beschäftigen – gerade bei Serienprojekten zählt reproduzierbare Spannung.

Arranging multiple finished blocks on a white table to decide the runner layout.
Layout

Nähte aufbügeln: Bulk jetzt flach bekommen – oder später dauerhaft damit kämpfen

Video-Schritt: Nähte aufbügeln (im Video: auseinanderbügeln), damit die Kreuzungen flacher werden.

Praxis-Hinweis: An Kreuzungen (wo vier Blöcke zusammentreffen) entsteht Materialstau durch Vlies/Volumen. Auseinanderbügeln reduziert die Höhe deutlich.

Wenn es an den Kreuzungen zu dick wird: Im Video wird empfohlen, überschüssiges Vlies in den Nahtzugaben an den Schnittpunkten zurückzuschneiden, damit es weniger aufträgt.

Using a sewing machine to join two blocks together with red Wonder clips holding them.
Joining Blocks

Rückseite (Stoff G): Wendeöffnung lassen und die Außenkante sauber nähen

Video-Schritt: Rückseitenstoff rechts auf rechts anlegen und rundum nähen, dabei eine 6 inch (15 cm) Wendeöffnung lassen.

Warum diese Öffnung sinnvoll ist: Durch das Volumen ist das Projekt „sperrig“. Mit einer ausreichend großen Öffnung wendest du kontrollierter, ohne Nähte zu stressen.

Pressing the seam open with an iron.
Pressing

Wenden, Ecken ausformen, Öffnung schließen: Der „Essstäbchen“-Trick für saubere Kanten

Video-Schritt: Durch die Öffnung wenden, mit einem Essstäbchen (oder ähnlichem Tool) Ecken/Kanten ausformen, bügeln und die Öffnung per Hand schließen.

Sicht-Checkpoint: Ecken sollen klar und rechtwinklig wirken – nicht wie „Hundsohren“. Drücke vorsichtig: Ein zu spitzes Werkzeug kann durchstoßen.

Optional aus dem Video: Zusätzlich kann entlang der langen Mittelnaht „in the ditch“ durch alle Lagen abgesteppt werden, damit Vorderseite und Rückseite stabil miteinander verbunden bleiben.

Abschluss-Checkliste (Qualität)

  • Nahtbild: Sind beim Zusammennähen irgendwo Konstruktionsnähte sichtbar? Dann beim nächsten Mal minimal weiter innerhalb der Bordüre nähen.
  • Planlage: Runner auf den Tisch legen – liegt er flach? Falls nicht: erneut pressen.
  • Kreuzungen: Fühlen sich Schnittpunkte hart/dick an? Dann Vlies in den Nahtzugaben an den Kreuzungen (wie im Video erwähnt) moderat reduzieren.
Sewing machine stitching the backing fabric to the front runner along the edge.
Attaching Backing

Entscheidungsbaum: Vlies- und Einspann-Entscheidungen für einen Runner

Nutze diese Logik, um zu entscheiden, ob du eher an Technik oder Werkzeugen ansetzen solltest.

1. Machst du nur 1–2 Blöcke als Test?

  • JA: Standard-Stickrahmen reicht. Fokus auf gleichmäßiges Einspannen und sauberes Trimmen.
  • NEIN: Du produzierst viele Blöcke am Stück. -> Weiter zu 2.

2. Wo liegt dein Engpass?

  • „Meine Handgelenke leiden beim Rahmen-Schrauben.“ -> Option: Magnetrahmen für brother (passend zu deiner Maschine).
  • „Ich habe Rahmenspuren/Rahmenabdrücke oder ungleichmäßigen Druck.“ -> Option: Magnetrahmen verteilen den Druck gleichmäßiger.
  • „Ich verliere Zeit beim Einspannen.“ -> Option: Zweiten Rahmen nutzen („einen einspannen, einen sticken“).

3. Ist dein Workflow das Problem – nicht die Maschine?

  • „Ich verliere den Überblick bei vielen Blöcken.“ -> Option: In Etappen arbeiten: erst alle Blöcke bis zum gleichen Schritt, dann weiter (gleiches Material, gleiche Routine).

Warnung: Sicherheit bei Magnetrahmen. Magnete sind sehr stark.
1. Quetschgefahr: Finger aus den Kontaktflächen halten.
2. Medizin: Abstand zu Herzschrittmachern.
3. Elektronik/Karten: Nicht direkt auf Displays oder Kreditkarten ablegen.

Hands using a chopstick inside the turned runner to push out the seams.
Turning Out

Sinnvolle Upgrades: schneller einspannen, sauberere Ergebnisse, bessere Serienkonstanz

Der Unterschied zwischen „frustig“ und „läuft“ ist bei ITH-Projekten oft schlicht Konstanz. Wenn du nur gelegentlich einen Runner machst, ist das beste Upgrade meist Routine: 1–2 mm sauber trimmen, Außen-Nahtzugaben stehen lassen, Kreuzungen flach bügeln.

Wenn du häufiger stickst oder in Serie arbeitest, sollten Tools echte Probleme lösen:

  • Problem: Einspannen kostet Kraft/führt zu Schlupf.
  • Option: brother Stickrahmen-Upgrades – insbesondere magnetische Varianten (Kompatibilität zur eigenen Maschine prüfen).
  • Problem: Unterschiedliche Spannung von Block zu Block.
  • Option: Sauberes Cutaway + stabiler Arbeitsplatz + gleichbleibender Ablauf.

Maschinenstickerei ist das systematische Reduzieren von Variablen. Fang bei Vlies, Trimmen und Einspannkonstanz an – und lass später gutes Zubehör die „schwere Arbeit“ bei Stabilität und Spannung übernehmen. Viel Spaß beim Sticken!

FAQ

  • Q: Wie spanne ich Cutaway für Sweet Pea ITH Beauty Blocks Runner Block 4 ein, damit der Block nicht wellig oder aus dem Winkel wird?
    A: Spanne Cutaway gleichmäßig und straff ein und halte diese Einspannspannung bei jedem Block konstant – in der Praxis löst Konstanz die meisten „wellig/unsquare“-Probleme.
    • Vor dem Sticken den „Trommelfell“-Test machen: straff, aber ohne das Vlies zu verziehen.
    • Den Innenring des Stickrahmens reinigen, damit bei wiederholtem Einspannen nichts rutscht.
    • Volumenvlies vorab zuschneiden und den Ablauf standardisieren, damit sich Block 1 und Block 15 im Rahmen identisch anfühlen.
    • Erfolgskontrolle: Das eingespannte Vlies zeigt keine Wellen/keinen Durchhang.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … beim Projekt (Nutzung/Waschen) bei Cutaway bleiben und bei vielen Blöcken über einen Magnetrahmen nachdenken, um den Druck gleichmäßiger zu halten.
  • Q: Wie nah sollte das Volumenvlies nach der Fixiernaht bei Sweet Pea ITH Beauty Blocks Runner Block 4 zurückgeschnitten werden – und was passiert bei falschem Trimmen?
    A: Schneide das Volumenvlies ca. 1–2 mm neben der Naht zurück; dieser kleine Rand verhindert „hohle“ Kanten und vermeidet eine wulstige Satinkante.
    • Nach dem Feststicken den Rahmen aus der Maschine nehmen und 1–2 mm außerhalb der Naht schneiden (nicht bündig, nicht zu breit).
    • Den Rahmen auf einer flachen Unterlage drehen statt das Handgelenk zu verdrehen.
    • Beim Schneiden auf das Geräusch achten: Wenn es „knirscht“, sofort stoppen (oft triffst du Vlies/Naht).
    • Erfolgskontrolle: Die Kante ist gleichmäßig und knapp außerhalb der Stichlinie.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … Schere prüfen (stumpf = rupft) und beim Trimmen bewusst langsamer arbeiten; ungleichmäßige Kanten zeichnen sich später als Wellen/Beulen ab.
  • Q: Warum darf Stoff A bei Sweet Pea ITH Beauty Blocks Runner Block 4 an den Außenkanten nicht bündig zurückgeschnitten werden?
    A: Weil der Überstand an der Außenkante deine Nahtzugabe fürs spätere Zusammennähen der Blöcke ist.
    • Innenkanten sauber trimmen, aber am Außenumfang bewusst Stoff stehen lassen.
    • Außenkanten anders behandeln als Innenkanten, damit die Naht später stabil bleibt.
    • Erfolgskontrolle: Stoff A ist an Übergängen sauber, außen herum ist Reserve vorhanden.
    • Wenn es trotzdem schiefgeht … fehlende Nahtzugabe lässt sich nicht „nachträglich“ wiederherstellen; am sichersten ist, den Block neu zu machen.
  • Q: Wie platziere ich Stoff B beim Sweet Pea ITH Flip-and-Fold-Block 4, damit keine Lücken entstehen, durch die das Volumenvlies sichtbar wird?
    A: Lege Stoff B mit der linken Seite nach oben und überlappe die Platzierungslinie um ca. 1/4 inch, bevor du die Naht stickst.
    • Die getrimmte Kante von Stoff A als optische Führung nutzen und die Überlappung kontrollieren.
    • Naht sticken, umklappen und mit dem Finger eine saubere Kante ausformen, bevor festgestickt wird.
    • Wenn der Rahmen beim Platzieren rutscht: Rahmen stabil ablegen oder mit einer Einspannstation arbeiten.
    • Erfolgskontrolle: Nach dem Umklappen deckt die Kante das Volumenvlies vollständig ab – kein „Peek-through“.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … Stoff B vor dem Weitersticken neu platzieren; kleine Fehler werden nach den dekorativen Satinstichen sehr sichtbar.
  • Q: Welche Stickgeschwindigkeit ist bei dichten dekorativen Satinstichen über Stoff und Volumenvlies in Sweet Pea ITH Beauty Blocks Runner Blöcken sinnvoll?
    A: Arbeite bei dichten Satinstichen aufmerksam und reduziere bei Bedarf die Geschwindigkeit, damit der Block nicht stärker gezogen wird – entscheidend sind stabile Basis (Cutaway) und konstante Einspannung.
    • Vor den dekorativen Satinstichen/Quiltmotiven besonders auf Stoffzug und Stichbild achten.
    • Wenn die Maschine beim Sticken „härter“ wirkt oder das Material stärker arbeitet: Nadelzustand prüfen und ggf. wechseln.
    • Erfolgskontrolle: Satinstiche liegen sauber, und die Blockkanten bleiben stabil.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … Einspannspannung und Cutaway-Basis prüfen; Geschwindigkeit allein kompensiert keine instabile Grundlage.
  • Q: Wie begradige ich Sweet Pea ITH Beauty Blocks Runner Blöcke exakt – und warum ist ein Rollschneider besser als eine Schere?
    A: Begradige jeden Block mit Patchworklineal und Rollschneider auf exakt 1/2 inch ab äußerer Stichlinie; so vermeidest du schiefe Winkel, die sich im Runner als „Banane“ zeigen.
    • Die 1/2"-Markierung am Lineal direkt auf die äußere Stichlinie legen und mit scharfer Klinge schneiden.
    • Schere vermeiden: kleine Winkelabweichungen summieren sich über viele Blöcke.
    • Vor dem Ausspannen prüfen, ob die Außenlinie vollständig gestickt ist.
    • Erfolgskontrolle: Ecken sind echte 90° und gestapelte Blöcke passen sauber.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … Klinge tauschen (stumpf = zieht) und das Lineal wirklich auf der Stichlinie ausrichten.
  • Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen verhindern Fingerverletzungen beim Sweet Pea ITH Flip-and-Fold – und welche Regeln gelten bei Magnetrahmen?
    A: Halte Finger aus dem Nadelbereich (nutze Hilfswerkzeuge zum Führen) und behandle Magnetrahmen als Quetschgefahr mit medizinischen/elektronischen Einschränkungen.
    • Stoff nahe der Nadel mit Stiletto oder Bleistiftende führen statt mit Fingerspitzen.
    • Rollschneider nach jedem Schnitt sichern und die freie Hand flach auf dem Lineal halten.
    • Bei Magnetrahmen Finger aus den Kontaktflächen nehmen – Magnete schnappen abrupt zu.
    • Erfolgskontrolle: Keine Hände im Nadelpfad, und Magnetteile lassen sich ohne „Beinahe-Quetscher“ montieren.
    • Wenn es trotzdem kritisch wird … Arbeitsposition/Beleuchtung anpassen und Magnetrahmen von Herzschrittmachern sowie von Displays/Kreditkarten fernhalten.