„I’m His Witch“ auf der Baby Lock Aventura II sticken: Floating-Methode, die Stoff spart, Volumen bringt und saubere Schrift liefert

· EmbroideryHoop
Dieser praxisnahe Stitch-out führt dich durch Reginas „I’m His Witch“-Block auf der Baby Lock Aventura II – mit einer echten Floating-Methode: Du spannst nur das Stickvlies ein, stickst eine Platzierungslinie, legst Volumenvlies (Batting) für mehr Loft auf, heftest es fest und springst dann im Farbwechsel einen Stopp zurück, um anschließend den Stoff exakt im gleichen Umriss festzuheften. Danach folgen das Spinnennetz-Füllmuster und die Schrift. Du lernst außerdem, warum ein sehr heller Hintergrundfaden entscheidend ist, wie „Buchstabe für Buchstabe“ die Passung verbessert, und was du bei Fadenstau/Birdnesting mit abgebrochener Nadelspitze sicher tun solltest.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du schon mal ein Block-Design mit zigtausend Stichen gesehen hast und dachtest: „Sieht easy aus … bis ich es mache“, dann kennst du eine Grundregel der Maschinenstickerei: Das ist Physik, die sich als Kunst tarnt.

Der Floating-Workflow in Reginas „I’m His Witch“-Projekt wirkt simpel – nur das Stickvlies einspannen und den Stoff obenauf legen – aber er belohnt saubere Vorbereitung und bestraft Abkürzungen. Wenn die Reibung nicht stimmt, wandert der Stoff. Wenn die Spannung im Stickrahmen ungleichmäßig ist, bekommst du Falten/Puckering (oft als „Waffel-Effekt“ beschrieben).

Diese Anleitung bildet Reginas Stich-Reihenfolge auf der Baby Lock Aventura II nach – ergänzt um die „Werkstatt-Ebene“: kurze Kontrollpunkte (sehen/fühlen/hören), sichere Abläufe und die typischen Stellen, an denen es in der Praxis hakt.

Close up of Baby Lock Aventura II machine with hoop attached.
Introduction

Der Beruhigungs-Moment: Warum die Floating-Methode auf der Baby Lock Aventura II funktioniert (auch wenn du Stoff nicht gern einspannst)

Floating ist aus einem Grund so beliebt: Kontrolle. Wenn du nur das Stickvlies einspannst, musst du keine dicken Lagen oder sperrige Teile in den Rahmen zwingen. Regina arbeitet mit einer Platzierungsnaht (die „Karte“) und einer Heftnaht/Tack-down (der „Anker“). So kannst du ein 9-Zoll-Stoffquadrat für ein 8-Zoll-Blockdesign sauber positionieren – ohne typische Rahmenabdrücke am Sichtstoff.

Wenn du mit einem Floating-Stickrahmen-Workflow arbeitest, ist der größte Vorteil die Flexibilität: Du kannst Volumen hinzufügen („Fluff“), Hintergründe schnell wechseln und sparst dir das mühsame Einspannen dicker Quiltschichten.

Die Physik beim Floaten (kurz & wichtig):

  • Ziel: Der Stoff soll mit genügend Reibung plan auf dem Stickvlies liegen, damit er sich nicht vor dem Nähfuß zusammenschiebt.
  • Realität: Der Transporteur ist unten; die Spannung kommt praktisch nur aus dem Stickvlies und der Fixierung durch die Heftnaht.
Machine stitching the silver placement line on bare stabilizer.
Placement Stitch

Reginas „unsichtbare“ Vorbereitung: Stickvlies, SF101 und Batting ohne Knitter unter der Stickerei

Bevor du am Display irgendetwas bestätigst, stabilisierst du die Material-„Physik“. Regina setzt auf einen klaren Aufbau:

  1. Basis: Sie spannt Pellon No-Show Mesh (Polymesh) ein. Warum? Im Gegensatz zu Tear-away bleibt Mesh unter dichter Stickerei stabil.
  2. Sichtstoff stabilisieren: Sie bügelt Pellon SF101 Shape-Flex auf die Rückseite des Sichtstoffs. Warum? Der Stoff wird spürbar formstabiler und verzieht sich weniger beim Sticken.
  3. Volumen: Sie dämpft ihr Batting kurz an. Warum? Batting aus der Box hat Knicke/„Memory“-Falten; Dampf entspannt diese, ohne das Volumen platt zu drücken.

Wichtig: In Reginas Ablauf wird kein Sprühkleber gezeigt. Wenn du ihn nutzt, entscheide das nach deinem eigenen Workflow – diese Anleitung bleibt bei der im Video gezeigten Methode.

Vorbereitung – Checkliste (bitte vor „Start“ prüfen)

  • Maß-Check: Blockgröße 8 inch; Stoff zugeschnitten auf 9 inch square.
  • Rahmen-Check: Du spannst nur das No-Show Mesh ein. Klopfprobe: eher „trommelig“ als dumpf.
  • SF101-Check: SF101 ist sauber aufgebügelt. Fühlprobe: der Stoff ist leicht steifer.
  • Batting-Check: Falten sind ausgedämpft – nicht platt gebügelt (Loft soll bleiben).
  • Nadel-Check: Nadel ist in Ordnung (bei Problemen später: sofort tauschen).
  • Startfarbe: Regina beginnt mit Silber.
Placing the batting layer onto the hoop.
Floating Batting

No-Show Mesh im Klemmrahmen einspannen: straff, aber ohne das Mesh zu verziehen

Regina nutzt einen klassischen Kunststoff-Klemmrahmen. Entscheidend ist „plan und gestützt“ – nicht „bis zum Anschlag überdehnt“. Wenn du Mesh zu stark verziehst, kann sich das Gewebe verformen und das Design nach dem Ausspannen schief wirken.

Typischer Schmerzpunkt: Standardrahmen brauchen Handkraft, und ungleichmäßiges Anziehen führt schnell zu ungleichmäßiger Spannung.

Praxis-Upgrade (wenn du es regelmäßig brauchst): Wenn du oft mit Handermüdung, ungleichmäßiger Spannung oder wiederkehrenden Problemen beim Einspannen kämpfst, ist das ein typischer Anlass, über Magnetrahmen für baby lock nachzudenken. Magnetrahmen klemmen gleichmäßiger und schneller als klassische Innen-/Außenringe.

Aligning the main fabric piece over the tacked batting.
Floating Fabric

Platzierungsnaht auf „blankem“ Stickvlies: deine Versicherung gegen Stoffverschwendung

Regina stickt zuerst eine Platzierungsnaht direkt auf das eingespannte Stickvlies. Das ist eine einfache Laufnaht, die dir exakt zeigt, wo Batting und Stoff liegen müssen.

  • Sichtbarkeit: Silber auf weißem Mesh ist schwer zu sehen – Regina sagt das auch. Für die Kamera ist es kaum sichtbar, für dich am Rahmen meist schon.
  • Warum das wichtig ist: Du kannst den Stoff gerade ausrichten. Wenn der Fadenlauf schief liegt, kann sich der Block später optisch verdrehen.
Hand gently guiding the fabric edge while the machine tacks it down.
Tacking Fabric

Batting floaten für mehr Loft: „Extra Fluff“ ohne Falten und ohne Verschieben

Nach der Platzierungsnaht legt Regina Batting über den Umriss. Sie wollte es erst weglassen, entscheidet sich dann aber für mehr Volumen (Pillow-Feeling).

Wichtig im Ablauf: Regina heftet zuerst das Batting fest. Das ist der stabile Weg – Batting und Stoff gleichzeitig zu fixieren erhöht das Risiko, dass sich die Lagen unterschiedlich bewegen.

Machine stitching the decorative spiderweb background fill.
Background Stitching

Der „Zurückspringen“-Trick an der Baby Lock: Batting heften, dann Stoff im gleichen Umriss nachheften

Das ist der Kern, der den Workflow reproduzierbar macht:

  1. Sticken: Color Stop 2 (Heftnaht) laufen lassen, um das Batting zu fixieren.
  2. Navigation: Am Display zur Startposition von Color Stop 2 zurückgehen (Regina nutzt die +/- Navigation).
  3. Auflegen: Das 9-inch fabric square über das geheftete Batting legen und sauber ausrichten.
  4. Wiederholen: Den gleichen Heftstopp erneut sticken – jetzt wird der Stoff fixiert.

So nutzt du denselben Heftumriss für beide Lagen, ohne „Pi mal Daumen“.

Wenn du Serien machst: Bei vielen identischen Blöcken wird „nach Augenmaß“ schnell ungleichmäßig. Dann hilft eine Einspannstation für Stickmaschinen, weil der Stickrahmen stabil liegt und du wiederholbar messen/positionieren kannst.

Comparison of two silver thread spools to discuss color weight.
Thread Selection

Setup-Checkliste (direkt bevor das Füllmuster startet)

  • Abdeckung: Batting deckt die Platzierungsnaht vollständig ab.
  • Stofflage: Stoff deckt Batting vollständig ab; von der Mitte nach außen glattstreichen.
  • Reihenfolge: Maschine steht wirklich wieder auf dem Heftstopp (nach dem Zurückspringen).
  • Kantenkontrolle: Überstände sind nicht unter den Rahmen geschoben, wo sie versehentlich mit festgenäht werden.
  • Maschinencheck: Nähfuß/Schraube sitzt fest (Regina bemerkt eine gelockerte Schraube – ein typischer Vibrations-Effekt).

Spinnennetz-Füllmuster in sehr hellem Silber: die „Es wird doppelt gestickt“-Regel

Regina wählt für den Spinnennetz-Hintergrund ein sehr helles Silber. Der Grund ist praxisrelevant:

  • Das Muster läuft über Linien mehrfach.
  • Mehrfachstiche bauen Höhe auf und wirken optisch dunkler als der Faden auf der Spule.

Typische Falle: Mittelgrau oder Schwarz lässt den Hintergrund „zu laut“ werden und nimmt der Schrift die Wirkung. Für dichte Hintergründe: lieber 1–2 Nuancen heller starten.

Showing the blue thread spool for the word 'HIS'.
Thread Selection

Saubere Schrift auf der Baby Lock Aventura II: Buchstaben einzeln sticken statt als Wort

Regina stickt „HIS“ (Blau), „I’M“ (Hot Pink) und „WITCH“ (Smoky Gray). Ihre Qualitäts-Technik: jeden Buchstaben einzeln auswählen und sticken, statt das ganze Wort als Gruppe durchlaufen zu lassen.

Warum das die Passung verbessert: Wenn ein Wort am Stück gestickt wird, kann sich das Material über die ersten Buchstaben minimal verschieben. Am Ende landet die Kontur dann nicht mehr sauber auf der Füllung (Halo-Effekt). Buchstabe für Buchstabe zwingt die Maschine praktisch zu einer erneuten Ausrichtung pro Zeichen.

Wenn du bei Schrift regelmäßig Passungsprobleme hast, kann es auch am Halte-Druck liegen: Klassische Rahmen lassen Lagen eher „arbeiten“. Stickrahmen für Stickmaschine mit gleichmäßiger Klemmung können das Material ruhiger halten.

The word 'HIS' fully stitched in blue on the fabric.
Reviewing Stitch out

Warum Regina Schwarz meidet – und warum Smoky Gray oft die stressfreiere Wahl ist

Regina sagt offen, dass sie Schwarz „nicht vertraut“ und lieber Smoky Gray nutzt. In der Praxis ist das nachvollziehbar: Manche Anwender erleben bei Schwarz häufiger Probleme (z. B. weil es sich im Lauf anders verhält als hellere Farben).

Pragmatischer Tipp aus dem Video-Kontext: Wenn du eine dunkle Optik willst, aber „sicher“ sticken möchtest, ist Smoky Gray oft die angenehmere Alternative – gerade bei Details, die nicht komplett „absaufen“ sollen.

Und wenn du dein Setup effizienter machen willst: Magnetrahmen für Stickmaschine beschleunigen das Handling – aber saubere Fadenführung und stabile Materialien bleiben die Basis.

Stitching the letter 'I' in hot pink.
Lettering

Hut, Band, Schnalle, Fledermäuse: einfache Farbwechsel – und warum Multicolor-Garn hier enttäuschen kann

Regina stickt den Hut (Lila), das Band (variegated Gold – Experiment) und die Schnalle (Dunkelrot).

Ergebnis: Das Multicolor/Variegated-Garn zeigt am schmalen Hutband kaum Streifen.

Merksatz: Variegated braucht Strecke, damit Farbwechsel sichtbar werden. Bei sehr kurzen/schmalen Bereichen wirkt ein Uni-Garn oft sauberer und „geplanter“.

Stitching the word 'WITCH' in smoky gray thread.
Lettering

Wenn Fadenstau/Birdnesting zur abgebrochenen Nadelspitze führt: Reginas sicherer Reset-Ablauf

Während des Stickens kommt es zu einem Problem (Faden zieht hoch/bleibt oben hängen), Regina stoppt und findet eine abgebrochene Nadelspitze. Sie sammelt Bruchstücke in einer kleinen Dose (bei ihr eine alte Kaugummi-Dose).

Sicherer Ablauf (praxisnah):

  1. Sofort stoppen: Nicht „zu Ende laufen lassen“.
  2. Faden lösen: Oberfaden abschneiden, Bereich freilegen.
  3. Bruchstück finden: Die fehlende Spitze muss gefunden werden, bevor du weiterstichst.
  4. Neu einfädeln & Nadel prüfen/ersetzen: Regina startet danach neu.
Troubleshooting the machine after a thread jam; re-threading needle.
Troubleshooting

Entscheidungslogik für Materialaufbau bei solchen Blöcken (basierend auf Reginas Stack)

Reginas Stack ist klar: No-Show Mesh + SF101 + Batting. Daraus lässt sich eine einfache Praxislogik ableiten:

  • Wenn du einen formstabilen Baumwollstoff nutzt:
    • SF101 aufbügeln + No-Show Mesh einspannen (Reginas Methode).
  • Wenn du Loft willst (z. B. Kissenoptik):
    • Batting floaten und separat festheften, dann Stoff festheften.
  • Wenn du viele Blöcke wiederholst:

Abschluss-Check: So sollte das Ergebnis aussehen

Regina zeigt den fertigen „I’m His Witch“-Block zusammen mit dem passenden „I’m Her Boo“-Block. Die Designgrößen reichen von 4x4 bis 8x12.

QC (Pass/Fail) für diesen Block:

  • Pass: Schrift wirkt sauber, ohne sichtbare Versätze.
  • Pass: Hintergrund liegt flach; der Block wirkt nicht verzogen.
  • Fail: Deutliche Falten/Wellen um das Füllmuster (Hinweis auf zu wenig Stabilität oder ungleichmäßige Spannung beim Einspannen).
Showing a gum container used to store broken needles safely.
Tip Sharing

Sinnvolle Upgrade-Reihenfolge (ohne „Gadget-Lotto“)

Wenn die Technik sitzt, verschiebt sich der Engpass von „Wie geht’s?“ zu „Wie geht’s schneller und reproduzierbar?“

  1. Stabilität zuerst: Wenn du wiederkehrend Puckering/Verzug hast, optimiere Einspannung und Materialaufbau – und prüfe, ob ein Magnetrahmen (z. B. Magnetrahmen für Stickmaschine) dir gleichmäßigeres Klemmen bringt.
  2. Workflow als Nächstes: Für wiederholte Blöcke sorgt eine Magnetische Einspannstation für konstante Platzierung.
  3. Kapazität: Wenn dich Farbwechsel aufhalten, ist eine Mehrnadelstickmaschine der logische Schritt.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnetrahmen können kräftig einklemmen. Abstand zu Herzschrittmachern und empfindlichen Karten/Datenträgern halten.

Betriebs-Checkliste (der „No-Drama“-Lauf)

  • Farbwechsel prüfen: Nach dem Zurückspringen sicherstellen, dass wirklich der richtige Stopp aktiv ist.
  • Fadenweg: Nach jedem Farbwechsel kurz am Faden ziehen – gleichmäßiger Widerstand.
  • Geräusche ernst nehmen: Ungewohnte Klack-/Schlaggeräusche → stoppen und prüfen.
  • Kontrolle vor dem Ausspannen: Schrift kurz checken, solange alles noch im Rahmen liegt.
Holding up the finished 'I'm His Witch' block to the camera.
Final Reveal

FAQ

  • Q: Wie spanne ich Pellon No-Show Mesh auf der Baby Lock Aventura II im Klemmrahmen ein, ohne das Mesh zu verziehen oder Puckering zu provozieren?
    A: Spanne das No-Show Mesh „trommelfest“, aber nicht überdehnt – ein verzogenes Mesh kann das Design nach dem Ausspannen schief wirken lassen.
    • Klemme lösen, Mesh gleichmäßig einlegen, dann in kleinen Schritten anziehen, damit die Spannung rundum gleich bleibt.
    • Vor dem Sticken eine Klopfprobe machen.
    • Erfolgscheck: Das Mesh wirkt glatt (ohne Wellen) und klingt eher wie eine straffe Trommelhaut (nicht dumpf).
    • Wenn es trotzdem nicht passt … weniger aggressiv anziehen und neu einspannen; sichtbare Gewebeverzerrung ist ein Zeichen von Dehnung, nicht nur von „fest“.
  • Q: Was ist beim Floating auf der Baby Lock Aventura II der richtige Materialaufbau mit Pellon No-Show Mesh, Pellon SF101 Shape-Flex und Batting, um den „Waffel-Effekt“ zu vermeiden?
    A: Nutze Reginas Stack – No-Show Mesh eingespannt, SF101 auf den Stoff aufgebügelt, Batting gefloatet und separat festgeheftet – damit dichte Stickerei den Hintergrund nicht verzieht.
    • Nur Pellon No-Show Mesh als Basis einspannen.
    • Pellon SF101 Shape-Flex vorab auf die Rückseite des Sichtstoffs aufbügeln.
    • Batting kurz dämpfen, dann auflegen und erst festheften, bevor der Stoff aufgelegt wird.
    • Erfolgscheck: Das Stoffquadrat bleibt plan und zeigt keine tiefen Falten um das Hintergrund-Füllmuster.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … prüfen, ob SF101 wirklich vollständig fixiert ist (Stoff fühlt sich spürbar stabiler an) und Batting/Stoff nicht in einem Schritt zusammen festheften.
  • Q: Wie nutze ich auf der Baby Lock Aventura II den Trick „zurück zu Color Stop 2“, um erst Batting und dann den Stoff ohne Rätselraten exakt im gleichen Umriss festzuheften?
    A: Erst Color Stop 2 als Heftnaht für das Batting sticken, dann per +/- Navigation zum Start von Color Stop 2 zurückgehen und denselben Heftstopp erneut sticken – jetzt mit aufgelegtem Stoff.
    • Color Stop 2 sticken, um das Batting zu sichern.
    • Am Display per +/- zum Start von Color Stop 2 zurückspringen.
    • Das 9-inch fabric square auflegen, von der Mitte nach außen glattstreichen, dann Color Stop 2 erneut sticken.
    • Erfolgscheck: Die zweite Heftnaht läuft exakt auf der ersten Linie, ohne Versatz und ohne Blasen.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … stoppen und prüfen, ob Stoffkanten irgendwo unter dem Rahmen liegen und ob der Nähfuß fest sitzt.
  • Q: Warum wirkt ein dichtes Spinnennetz-Hintergrund-Füllmuster auf der Baby Lock Aventura II dunkler – und welche Maßnahme hilft gegen Verrutschen bei dichten Flächen?
    A: Dichte Füllmuster laufen oft mehrfach über dieselben Linien, dadurch wirkt der Faden dunkler. Wähle daher 1–2 Nuancen heller und reduziere bei langen dichten Abschnitten die Geschwindigkeit, um Vibrationen zu senken.
    • Für Hintergründe, die „zurücklaufen“, bewusst eine hellere Nuance wählen.
    • Bei dichten Bereichen langsamer sticken, um Materialwanderung durch Vibration zu reduzieren.
    • Erfolgscheck: Der Hintergrund bleibt optisch im Hintergrund und der Stoff kriecht nicht sichtbar.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … Einspannung/Stickvlies-Spannung prüfen und bei Batting besonders sorgfältig glattlegen.
  • Q: Wie verhindere ich bei Floating-Blöcken auf der Baby Lock Aventura II den „Halo-Effekt“/Versatz bei Wörtern wie „HIS“, „I’M“ und „WITCH“?
    A: Sticke jeden Buchstaben einzeln statt das ganze Wort als Gruppe – so reduzierst du Passungsdrift über die Wortlänge.
    • In der Auswahl am Gerät jeweils einen Buchstaben anwählen und sticken, dann den nächsten.
    • Vor Start der Schrift den Stoff/Batting-Aufbau nochmals glattstreichen.
    • Erfolgscheck: Konturen treffen sauber auf die Füllung, ohne weiße „Spalten“.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … mögliches „Flagging“ (Material-Bounce) durch ungleichmäßigen Halt prüfen; gleichmäßigeres Klemmen kann helfen.
  • Q: Was ist die sichere Vorgehensweise auf der Baby Lock Aventura II, wenn nach einem Fadenstau/Birdnesting eine Nadelspitze abbricht?
    A: Sofort stoppen, die fehlende Spitze finden und erst weitersticken, wenn der Bereich frei ist.
    • STOP drücken und nicht weiterlaufen lassen.
    • Oberfaden trennen, Stickbereich freilegen und das Bruchstück suchen (am besten sicher aufbewahren, damit klar ist, dass es „vollständig“ ist).
    • Nadel prüfen/ersetzen und neu einfädeln.
    • Erfolgscheck: Danach läuft die Stickerei ohne erneutes Klopfen/Blockieren.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … nicht weiterlaufen lassen, sondern den Bereich erneut auf Fremdkörper prüfen.
  • Q: Wann lohnt sich für Baby-Lock-Aventura-II-Anwender der Umstieg vom Kunststoff-Klemmrahmen auf einen Magnetrahmen oder sogar auf eine Mehrnadelstickmaschine, wenn man viele Quiltblöcke stickt?
    A: Wenn das Problem reproduzierbar ist – Rahmenabdrücke, Handermüdung, ungleichmäßige Spannung oder zu viel Zeitverlust durch Farbwechsel – nicht bei einem einmaligen Lernfehler.
    • Level 1 (Technik): Einspannung gleichmäßig, No-Show Mesh + SF101 sauber vorbereiten, dichte Bereiche kontrolliert sticken.
    • Level 2 (Tool): Magnetrahmen, wenn wiederkehrend ungleichmäßige Klemmung/Ergonomie die Qualität bremst.
    • Level 3 (Kapazität): Mehrnadelstickmaschine, wenn Farbwechsel auf der Ein-Nadel-Maschine den Durchsatz limitieren.
    • Erfolgscheck: Einspannzeit sinkt deutlich und Serienblöcke werden gleichmäßiger in Rand und Planlage.
    • Wenn es trotzdem nicht passt … zusätzlich eine Einspannstation für wiederholgenaue Platzierung nutzen und Verbrauchsmaterial (Nadel, Stickvlies) konsequent prüfen.