Nie wieder Stickdateien „verlieren“: PES-Designs richtig herunterladen, ZIPs sofort erkennen und ein Ordnersystem aufbauen, das du wirklich nutzt (Baby Lock + Windows)

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Anleitung zeigt, wie du Stickdesigns bei Urban Threads und Sweet Pea kaufst und herunterlädst, für Baby Lock das richtige PES-Format auswählst, ungezippte vs. gezippte Downloads sicher erkennst und Dateien mit der einfachen „Zwei-Fenster“-Methode im Windows-Explorer aus dem Downloads-Ordner in deine Stickbibliothek verschiebst – plus bewährte Ordnungsroutinen, damit das „Wo ist meine Datei hin?!“-Chaos gar nicht erst entsteht.
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Inhaltsverzeichnis

Die digitale Brücke zur Maschine: Stickdateien professionell herunterladen & sauber organisieren

Wenn du schon einmal ein tolles Stickdesign online gekauft hast – und danach 20 Minuten lang panisch durch Ordner geklickt hast, weil die Datei „einfach weg“ war – dann ist diese Frustration absolut nachvollziehbar. In der Praxis gehen mehr Nerven für „verschollene Dateien“ drauf als für abgebrochene Nadeln.

Die Lücke zwischen „Design gekauft“ und „Design gestickt“ ist für Einsteiger der häufigste Abbruchpunkt: Die Maschine ist bereit, das Stickvlies liegt schon zugeschnitten – aber die Datei hängt irgendwo im digitalen Niemandsland.

Jennifer von Lakeshore Sewing zeigt einen Workflow am Windows-PC, der nicht nur „richtig“, sondern vor allem wiederholbar und produktionstauglich ist. Wir zerlegen ihre Methode zur Formatauswahl (PES für Baby Lock), zu Download-Optionen (ZIP vs. unzipped) und zur „Side-by-Side“-Dateiverwaltung. Und wir klären, warum diese Schritte später ganz real Zeit sparen – auch wenn du „nur“ zuhause stickst.

Jennifer from Lakeshore Sewing sitting at a table with a laptop, introducing the topic.
Introduction

Erst die Panik rausnehmen: Deine Baby Lock hat das Design nicht „verloren“ – Windows hat es nur in Downloads abgelegt

Wenn Anfänger sagen: „Meine Maschine findet die Datei nicht“, liegt es in den meisten Fällen nicht an der Maschine, sondern am Ablauf. Die Datei liegt noch im Windows-Ordner Downloads – also in einer Art digitaler Sammelschublade – statt in deiner Stickbibliothek oder auf dem USB-Stick.

Jennifer arbeitet konsequent auf Tempo und Wiederholbarkeit. Im professionellen Umfeld behandeln wir Dateispeicher wie ein Materialregal: Wenn du Nadeln, Unterfadenspulen und Schere in eine Kiste wirfst, suchst du ständig. Mit Stickdateien ist es exakt dasselbe.

Der entscheidende Perspektivwechsel: Ein Download ist nicht das Ende, sondern der Wareneingang. Die Datei muss „ausgepackt“ (falls ZIP) und „einsortiert“ (in deinen Ordner) werden, bevor sie wirklich einsatzbereit ist.

Urban Threads website homepage showing the 'Yin Yang Gnomies' design.
Browsing Design

Urban Threads: Das richtige Format wählen – PES direkt auf der Produktseite (Baby-Lock-tauglich)

Auf Urban Threads geht Jennifer direkt ins Format-Dropdown und wählt PES. PES ist das passende Format für Baby Lock (und Brother).

Warum das so wichtig ist (technisch, aber praxisnah): Jede Maschinenfamilie „spricht“ ihr eigenes Dateiformat.

  • PES: Brother / Baby Lock
  • JEF: Janome
  • VP3: Husqvarna Viking / Pfaff
  • DST: Industriestandard (z. B. Tajima)

Konvertierungssoftware gibt es – trotzdem gilt für einen sauberen Workflow: Wenn möglich immer das native Format herunterladen. Jede Konvertierung ist ein zusätzlicher Schritt und kann (je nach Datei/Software) zu unerwünschten Abweichungen führen.

Dropdown menu on the website open to select the embroidery format 'PES'.
Selecting Format

So gehst du auf der Urban-Threads-Produktseite vor

  1. Design auswählen: Jennifer nimmt „Yin Yang Gnomies“.
  2. Format-Dropdown öffnen: Erstmal nur auf das Format achten.
  3. Passendes Format wählen: PES (für Baby Lock/Brother).
  4. Größe prüfen: Wähle die Größe, die zu deinem realen Stickfeld/Stickrahmen passt.
Selecting the specific design size dimensions 7.80x7.76 inches.
Selecting Size

Profi-Hinweis (Stickfeld/Stickrahmen als harte Grenze): Viele kaufen reflexartig „Largest Size“, weil es nach mehr Gegenwert aussieht. Wenn dein maximales Stickfeld aber z. B. 5x7" ist, wird ein größeres Design schlicht nicht sauber geladen/gestickt. Genau an diesem Punkt beginnen viele, sich strukturiert mit Stickrahmen-Größen zu beschäftigen – z. B. mit Magnetrahmen Größen für babylock – um das verfügbare Stickfeld im Alltag besser auszunutzen und weniger neu einspannen zu müssen.

Download-Option „Unzipped vs. Zipped“: Wenn möglich einen Schritt sparen

In der Bestellhistorie zeigt Jennifer einen kleinen, aber extrem wirksamen Effizienz-Hack: die Wahl zwischen zipped und unzipped.

Sie wählt Unzipped, weil sie eine einzelne Datei herunterlädt.

  • Zipped (komprimiert): Wie ein verschlossener Koffer. Praktisch für viele Dateien auf einmal – aber erst nach dem Entpacken nutzbar.
  • Unzipped (nicht komprimiert): Sofort einsatzbereit, kein Entpacken nötig.
Order history page showing download options for 'Unzipped' vs 'Zipped'.
Reviewing Download Options

So gehst du in der Bestellhistorie vor

  1. Bestellungen öffnen: In deinem Konto zur Kauf-/Order-Historie.
  2. Download-Optionen prüfen: Gibt es „Zipped“ und „Unzipped“?
  3. Reibung minimieren: Bei einer einzelnen Datei – wenn verfügbar – Unzipped wählen.
  4. Download starten: Klicken und den Download im Browser beobachten.
Browser download bar at the bottom showing the completed download of the .PES file.
Confirming Download

Visueller Anker: Schau im Browser unten (oder je nach Browser oben/rechts) auf die Download-Anzeige. Warte, bis der Download vollständig abgeschlossen ist, bevor du weiterklickst.

Warnung: Digitale Hygiene. Seriöse Stickseiten liefern Stickdateien wie .PES/.JEF/.DST. Wenn dir irgendwo eine Datei zum „Installieren“ angeboten wird (z. B. .EXE), nicht öffnen – löschen.

Die Garn-/Thread-Liste nicht überspringen: Das ist dein Stickplan (und deine Einkaufsliste)

Jennifer stoppt kurz bei einem Schritt, den viele auslassen: der Thread List / Produktionsübersicht.

Urban Threads stellt eine Liste bereit (auch als PDF anklickbar). Ignoriere das nicht. Du siehst dort u. a. Farbwechsel, Reihenfolge und wichtige Eckdaten.

Digital thread list PDF showing breakdown of thread colors and steps.
Reviewing Documentation
Close up of thread list details mentioning Madeira rayon thread.
Checking Consumables

Praxis-Check anhand echter Daten

Im Video hat das Design „Yin Yang Gnomies“ eine Stichzahl von 52.046.

Einordnung für die Praxis:

  • Einsteigerfreundlich: 5.000 – 15.000 Stiche
  • Mittel: 15.000 – 30.000 Stiche
  • Sehr dicht/aufwendig: 50.000+ Stiche

52k ist sehr dicht. Das wirkt auf Stoff wie eine „Rüstung“.

  • Risiko: Auf dünnem Shirt-Material führt das schnell zu Wellen/Puckern, wenn die Stabilisierung zu schwach ist.
  • Konsequenz: Dichte Designs verlangen saubere Stabilisierung und korrektes Einspannen.

Gerade bei solchen Dateien merkt man in der Praxis schnell, ob der Stickrahmen zuverlässig hält oder ob es zu Schlupf kommt. Die Thread-Liste ist damit auch eine Art „Warnschild“, bevor du teuren Stoff riskierst.

Die Zwei-Fenster-Methode im Windows-Explorer: Aus Downloads in deinen Stickordner ziehen

Das ist der Kern der Anleitung. Jennifer umgeht „Speichern unter“-Verwirrung mit einer sehr visuellen Drag-and-Drop-Methode.

Sie öffnet zwei Explorer-Fenster:

  1. Links: Downloads (die Sammelschublade).
  2. Rechts: Zielordner (z. B. Desktop > Embroidery Files > Anbieter).
Windows File Explorer opening to the default Downloads folder.
Opening File Explorer
Context menu opening to select 'Open new window' for file explorer.
Opening Second Window
Two File Explorer windows arranged side-by-side on the desktop.
preparing to Move Files
Navigating the right-hand window into the 'Embroidery Files' subfolder.
Locating Destination
Mouse cursor dragging the embroidery file from the left window to the right window.
Drag and Drop Action

Schritt-für-Schritt (Windows)

  1. Explorer öffnen: Gelbes Ordnersymbol anklicken – und ein zweites Fenster zusätzlich öffnen.
  2. Linkes Fenster setzen: In Downloads gehen und die frisch geladene Datei finden.
  3. Rechtes Fenster setzen: Zu deiner Bibliothek navigieren (z. B. Desktop > Embroidery Files > Urban Threads).
  4. Anordnen: Beide Fenster nebeneinander legen, sodass du beide gleichzeitig siehst.
  5. Verschieben: Datei im linken Fenster anklicken, Maustaste halten, ins rechte Fenster ziehen.
  6. Kontrolle: Loslassen – die Datei sollte links verschwinden und rechts im Zielordner auftauchen.

Kurz-Checkliste vor dem Download („Pre-Flight“)

(am besten, bevor du überhaupt den Browser öffnest)

  • Format klar: Ich kenne das passende Format (z. B. PES).
  • Stickfeld klar: Ich kenne mein maximales Stickfeld/Stickrahmenmaß.
  • Bibliothek vorhanden: Ein Hauptordner für Stickdateien ist angelegt (leicht auffindbar, z. B. am Desktop).
  • Garnplanung: Ich habe die Thread-Liste/Farbwechsel im Blick.

Sweet Pea sieht anders aus: ZIP-Datei am „Reißverschluss“-Symbol erkennen

Jennifer wechselt zu Sweet Pea, um die Variante zu zeigen: Hier kommt der Download als ZIP-Datei.

So erkennst du es sofort:

  • Symbol: Ordner/Datei mit einem sichtbaren Reißverschluss.
  • Endung: Dateiname endet auf .ZIP.
The file successfully appearing in the 'Urban Threads' destination folder.
File Transfer Complete
Sweet Pea Embroidery website homepage.
Browsing second vendor
Sweet Pea download page showing English vs German zip file options.
Selecting Download Language

Umgang mit komprimierten Dateien

  1. Download: Englische Version auswählen.
  2. Auffinden: ZIP in Downloads suchen (Reißverschluss-Symbol).
  3. Entpacken (entscheidend): Je nach Workflow/Maschine kann es Probleme geben, wenn man „aus dem ZIP heraus“ arbeitet.
    • Aktion: Rechtsklick auf die ZIP-Datei → „Alle extrahieren…“ → „Extrahieren“.
    • Ergebnis: Es entsteht ein normaler Ordner ohne Reißverschluss. Aus diesem Ordner weiterarbeiten.

Der „unsichtbare“ Profi-Schritt: Ordnersystem so aufbauen, dass du nichts doppelt kaufst

Unordnung führt in der Praxis direkt zu Doppelkäufen: Man findet das Design nicht, denkt „hab ich wohl nicht gekauft“ – und zahlt nochmal.

Jennifer nutzt sinngemäß Embroidery Files > Vendor Name. Für Wachstum ist eine etwas feinere Struktur hilfreich:

Bewährte Bibliotheks-Struktur:

  • 00_Embroidery_Master
    • 01_By_Vendor (Urban Threads usw. – gut für Kaufhistorie)
    • 02_By_Category (Weihnachten, Tiere, Floral – gut fürs Wiederfinden)
    • 03_In_Production (alles, was gerade aktiv gestickt wird)

Warum das zählt: Sobald du mehr Dateien hast (oder für Serienproduktion arbeitest), wird ein chaotisches System zum echten Zeitfresser. Sauber starten ist leichter als später aufräumen.

Entscheidungshilfe: Stabilisierung & Einspannen passend zu Stoff und Stichdichte wählen

Die Datei ist da – jetzt kommt die physische Realität. Eine perfekte Datei scheitert, wenn Stoff und Stabilisierung nicht passen.

Szenario A: Sehr dichte Datei (z. B. 52k Stiche) auf Maschenware/Stretch

  • Stickvlies: Cutaway (statt Tear-away).
  • Einspannen: Straff, aber ohne den Stoff zu verziehen.
  • Risiko: Rahmenspuren durch zu starkes Anziehen, wenn man versucht, „mit Druck“ zu kompensieren.

Szenario B: Empfindliche Materialien (z. B. Samt, Performance Wear)

  • Stickvlies: No-Show Mesh (Cutaway) + wasserlöslicher Topper.
  • Einspannen: Klassische Rahmen können Flor/Material drücken.
  • Praxis-Upgrade: Genau hier schauen viele nach Magnetrahmen für Stickmaschine, weil Magnetrahmen den Stoff ohne Schraubdruck halten und Rahmenspuren reduzieren können.

Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnetrahmen sind Quetschgefahr für Finger und sollten mit Abstand zu Herzschrittmachern sowie magnetempfindlichen Medien gehandhabt werden. Immer kontrolliert schließen, nicht „zuschnappen“ lassen.

Setup-Checkliste (Maschine & Arbeitsplatz)

(damit digitale Datei und physischer Aufbau zusammenpassen)

  • Datei-Transfer: Datei ist aus dem PC in den Zielordner verschoben und anschließend auf USB/Maschine kopiert.
  • Ausrichtung: Passt Hoch-/Querformat zur Rahmenlage auf dem Maschinenbildschirm?
  • Nadel: Frische, passende Nadel (je nach Material). Bei dichten Designs rächt sich eine stumpfe Nadel schnell.
  • Unterfaden: Unterfadenspule ausreichend gefüllt (bei 40.000+ Stichen willst du nicht stehenbleiben).
  • Topper: Bei strukturierten Stoffen (Frottee/Fleece) wasserlöslichen Topper einplanen.

Workflow-Upgrade: Wenn du häufig neu einspannen musst, weil die Platzierung nicht reproduzierbar ist, kann eine Einspannstation für Maschinenstickerei helfen, die Positionierung konsistenter zu machen – besonders bei Serien wie „Left Chest“ auf mehreren Shirts.

Troubleshooting aus der Praxis: Symptom → Ursache → Quick Fix

Wenn etwas schiefgeht: nicht hektisch werden. Arbeite die Punkte systematisch ab.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Quick Fix
„Datei nicht gefunden“ an der Maschine Falsches Format / Datei liegt noch in Downloads Prüfen, ob wirklich PES geladen wurde. Datei sauber in deine Bibliothek verschieben und dann auf USB kopieren. Außerdem prüfen: Endung .PES und Designgröße passend zum Stickfeld.
„Corrupt Data“ / „Datenfehler“ ZIP nicht korrekt entpackt / aus dem ZIP gearbeitet Am PC: Rechtsklick auf ZIP → „Alle extrahieren…“ → dann die Datei aus dem entpackten Ordner verwenden.
Wellen/Puckern im Stoff Stichdichte vs. Stabilisierung Bei dichten Designs auf Cutaway wechseln und korrekt einspannen (straff, nicht gedehnt).
Rahmenspuren Zu viel Druck durch klassischen Rahmen Dampf kann optisch helfen; künftig Druck reduzieren und Stabilisierung passend wählen. Bei wiederkehrendem Problem Haltesystem prüfen (z. B. Stickrahmen für Stickmaschine).
Versatz/Schiefstand Platzierungsfehler Vor dem Einspannen Mittelpunkte markieren und die Ausrichtung am Maschinenbildschirm gegenprüfen.

Sinnvolle Upgrade-Reihenfolge: Wann Tools wirklich Zeit sparen (und wann nicht)

Wenn der Datei-Workflow sitzt, verschiebt sich der Engpass oft vom „Datei finden“ zum „Einspannen“.

  1. Level 1 (Hobby): Standardrahmen nutzen, Workflow sauber halten.
  2. Level 2 (Nebenjob): Wenn häufiges Schrauben nervt oder du regelmäßig Stückzahlen machst, sind Magnetrahmen eine typische Zeitersparnis – z. B. mighty hoop Magnetrahmen für babylock.
  3. Level 3 (Produktion): Wenn Farbwechsel und Stückzahl der limitierende Faktor werden, ist eine Mehrnadelstickmaschine der logische nächste Schritt.

Finaler Go/No-Go-Check (vor dem Start)

  • Design geladen: Richtige Datei am Bildschirm ausgewählt.
  • Rahmenweg frei: Nichts blockiert den Bewegungsbereich.
  • Nähfuß unten: Klingt banal, passiert aber.
  • Erster Lauf bewusst: Bei dichten Dateien lieber kontrolliert starten und Qualität priorisieren.

Wenn du deine Dateien mit der „Zwei-Fenster“-Methode konsequent aus Downloads herausziehst und deine Bibliothek sauber pflegst, wird Maschinenstickerei deutlich entspannter: Datei finden, richtig einspannen, sticken lassen.

Praktischer Zusatz aus dem Alltag: Wenn du – wie im Kommentar angedeutet – nach „Teil 2“ suchst: Speichere dir solche Technikvideos direkt als Lesezeichen oder notiere dir den Kanalnamen, damit du Folgeteile schneller wiederfindest.

FAQ

  • Q: Warum zeigt eine Baby-Lock-Stickmaschine nach dem Download einer Urban-Threads-PES-Datei auf den USB-Stick „Datei nicht gefunden“?
    A: Häufige Ursachen sind ein falsches Download-Format oder ein USB-Stick/Dateiablage, die die Maschine nicht sauber erkennt.
    • Prüfen: Design auf der Produktseite wirklich als PES (Brother/Baby Lock) auswählen.
    • Ordnung: Datei aus Downloads in eine klare Ordnerstruktur verschieben und erst dann auf USB kopieren.
    • Kontrolle: Dateiendung muss auf .PES enden und die Designgröße muss zum maximalen Stickfeld passen.
    • Erfolgskontrolle: Der Designname erscheint auf dem Baby-Lock-Display und lässt sich ohne „nicht gefunden“ öffnen.
  • Q: Wie behebe ich bei Baby Lock die Meldung „Corrupt Data“, wenn das Sweet-Pea-Design als ZIP heruntergeladen wurde?
    A: ZIP vollständig entpacken, bevor du die Stickdatei auf den USB-Stick kopierst; das Arbeiten „im ZIP“ führt häufig zu Fehlern.
    • Finden: ZIP in Downloads am Reißverschluss-Symbol und an .ZIP erkennen.
    • Entpacken: Rechtsklick → Alle extrahieren…Extrahieren.
    • Transfer: Stickdatei aus dem entpackten Ordner auf USB kopieren.
    • Erfolgskontrolle: Die Maschine lädt das Design ohne „Corrupt Data“.
    • Wenn es weiter auftritt: Datei erneut herunterladen und erneut entpacken; nichts „installieren“ – Stickdateien sind .PES / .JEF / .DST / .VP3, nicht .EXE.
  • Q: Warum öffnet ein Urban-Threads-Design auf Baby Lock nicht, wenn man „Largest Size“ herunterlädt?
    A: Die Designgröße kann größer sein als das maximale Stickfeld der Maschine/der verfügbare Stickrahmen – dann lässt sich die Datei trotz korrektem Format nicht sinnvoll laden.
    • Prüfen: Designgröße auf der Produktseite vor dem Download ansehen.
    • Abgleichen: Größe wählen, die zum realen Stickfeld passt.
    • Vermeiden: Ausrichtung (Hoch/Quer) mit der Rahmenlage am Maschinenbildschirm abgleichen.
    • Erfolgskontrolle: Vorschau lädt und die Maschine lässt den Stickvorgang zu.
    • Wenn es weiter scheitert: Nächstkleinere Größe wählen und erneut testen.
  • Q: Welche Stabilisierung und welches Einspannen hilft bei 50.000+ Stichen auf einem dünnen T-Shirt gegen Puckern?
    A: Cutaway-Stabilisierung und kontrolliertes, straffes Einspannen ohne Dehnung sind entscheidend; Tear-away ist bei hoher Dichte ein häufiger Fehler.
    • Wechsel: Cutaway statt Tear-away.
    • Einspannen: Stoff straff, aber nicht gedehnt einspannen.
    • Erfolgskontrolle: Nach dem Sticken liegt der Stoff flach, ohne Wellen am Rand.
    • Wenn es weiter puckert: Einspannspannung und Stabilisierung erneut prüfen; bei Schlupf Haltesystem/Stickrahmen überprüfen.
  • Q: Wie verhindere ich Rahmenspuren, wenn ich für dichte Designs sehr straff einspannen muss?
    A: Rahmenspuren entstehen meist durch zu viel Druck/Schraubspannung bei klassischen Rahmen; Dampf kann vorhandene Spuren mildern, künftig hilft weniger Klemmdruck bei passender Stabilisierung.
    • Soforthilfe: Spuren vorsichtig mit Dampf entspannen.
    • Anpassung: „Straff“ einspannen, ohne den Stoff zu quetschen oder zu dehnen.
    • Unterstützung: Stabilisierung passend zur Dichte wählen, damit du nicht über Druck „kompensierst“.
    • Erfolgskontrolle: Nach dem Sticken sind kaum sichtbare Rahmenringe vorhanden.
    • Wenn es wiederholt passiert: Auf ein Haltesystem umsteigen, das mit weniger Reibdruck arbeitet.
  • Q: Wie gehe ich sicher mit starken Magnet-Stickrahmen um (Quetschgefahr/medizinische Risiken)?
    A: Magnetrahmen als Quetschgefahr behandeln und Abstand zu Herzschrittmachern sowie magnetempfindlichen Medien halten; langsames, kontrolliertes Schließen verhindert Verletzungen.
    • Abstand: Finger aus dem Schließbereich nehmen, bevor Magnetteile zusammenkommen.
    • Kontrolle: Rahmen kontrolliert schließen, nicht „zuschnappen“ lassen.
    • Sicherheit: Magnetrahmen mit Abstand zu sensiblen Geräten/Medien lagern und handhaben.
    • Erfolgskontrolle: Gleichmäßige Klemmung ohne plötzliches Zuschlagen.
    • Wenn es schwierig wird: Anhalten, neu ausrichten, niemals mit Kraft „zwingen“.
  • Q: Wann lohnt sich der Umstieg von Standardrahmen auf Magnetrahmen oder später auf eine Mehrnadelstickmaschine für Produktion?
    A: Stufenweise vorgehen: Erst den Datei-Workflow stabil machen, dann beim Engpass „Einspannen“ aufrüsten, und erst bei hohem Volumen/Farbwechseln über Mehrnadel nachdenken.
    • Level 1 (Optimieren): Dateien per Zwei-Fenster-Methode aus Downloads in eine Master-Bibliothek verschieben.
    • Level 2 (Tool-Upgrade): Wenn Einspannen/Schrauben bremst oder regelmäßig Stückzahlen anstehen, können Magnetrahmen Zeit sparen.
    • Level 3 (Kapazität): Wenn Farbwechsel und Menge limitieren, ist eine Mehrnadelstickmaschine sinnvoll.
    • Erfolgskontrolle: Mehr Output ohne mehr Neu-Einspannen, Versatz oder Neustarts.
    • Wenn es nicht besser wird: Erst den echten Engpass identifizieren (Dateiablage vs. Einspannen vs. Farbwechsel), bevor du investierst.