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Wenn du schon einmal einen normalen Stift an ein Notizbuch geklipst hast – und fünf Minuten später ist er irgendwo verschwunden – dann ist dieses Projekt genau die „Konstruktionslösung“, die im Alltag wirklich funktioniert. Rebeccas ITH (In-The-Hoop) Magnet-Lesezeichen ist ein anfängerfreundliches Projekt und ideal, um Vinylreste sinnvoll zu verwerten. Gleichzeitig gilt: Vinyl, Magnete und Elastic in einem einzigen Stickrahmen bedeuten Reibung, Aufbauhöhe und ein paar ganz reale mechanische Risiken.
Hier gibt es ein paar typische „Killerfehler“ – Presserfuß bleibt am Loop hängen, Magnetkraft ist zu schwach oder Magnete kippen/flippen in Richtung Stichplatte. Das kann dir das Projekt in Sekunden ruinieren.
Ich führe dich deshalb durch die Abfolge wie in einem Werkstatt-Handbuch: mit klaren Prüfpunkten, Sicherheitschecks und praktischen Ankerpunkten, damit das Ergebnis nicht nur hübsch aussieht, sondern im Einsatz auch zuverlässig hält.

Das fertige ITH-Magnet-Lesezeichen: Warum dieses Design wirklich funktioniert (Stiftgewicht, Magnetkraft, Form)
Das Prinzip ist eigentlich simpel: Du stickst das Lesezeichen komplett „im Rahmen“, erzeugst zwei kleine „Schlitz-Boxen“, fädelst Fold-Over Elastic (FOE) durch diese Schlitze zu einer Stiftschlaufe und „fängst“ die Magnete auf der Rückseite unter einer Abdeckung/Rückseite ein.
Ob das Teil am Ende in deinem „verkaufsfähig“-Stapel landet oder im Mülleimer, entscheiden vor allem zwei physikalische Faktoren:
- Hebelwirkung & Stiftgewicht: Ein Lesezeichen mit einem schweren Metall-Kugelschreiber verhält sich anders als mit einem leichten Gelstift. Der Stift wirkt wie ein Hebel. Ist das Lesezeichen zu schmal, „dreht“ das Gewicht es von der Seite weg. Genau deshalb hat Rebecca die Form später angepasst: etwas breiter und etwas kürzer, damit mehr Fläche am Papier anliegt und das Ganze weniger „floppt“.
- Das „Air-Gap“-Prinzip: Magnetkraft nimmt mit Abstand extrem schnell ab. Dein Ziel ist, den Abstand zwischen den Magneten so klein wie möglich zu halten. Das heißt: Materialwahl für die Rückseite und das Kürzen der FOE-Enden sind keine Optik-Frage, sondern entscheidend für die Funktion.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung vor dem Sticken: Vlies, Vinyl, Elastic, Tape und Magnete so wählen, dass du nicht neu anfangen musst
Rebecca hält die Materialwahl bewusst flexibel – super für Hobby, aber für reproduzierbare Ergebnisse lohnt es sich, die Variablen einzugrenzen. Vinyl dehnt sich nicht wie Jersey, aber es kann wandern. Außerdem kann es bei Standardrahmen zu Rahmenabdrücken kommen.
Stickvlies (das Fundament)
Im Video nutzt Rebecca Cutaway. Sie erwähnt, dass Tearaway gehen kann – für dieses Projekt mit Zugbelastung (Stift rein/raus) ist Cutaway in der Praxis die sichere Basis.
- Empfehlung: Nimm ein mittleres Cutaway. Beim Einfädeln und Spannen des FOE entsteht Zug an den Schlitzen; Tearaway kann hier leichter einreißen.
- Rahmenabdrücke vermeiden: Wenn du einen Standardrahmen nutzt, zieh ihn nicht „auf Anschlag“ fest. Sauberes Einspannen für Stickmaschine heißt: stabil und plan, aber ohne das Vinyl sichtbar zu quetschen. (Viele polstern den Innenring – wichtig ist nur: nicht übertreiben und die Passung nicht verfälschen.)
Vinyl + Rückseite (Aufbauhöhe im Griff behalten)
In den Kommentaren kam die Frage nach dem Rückseitenmaterial. Rebecca antwortet: Oly-Fun bei einem, Vinyl bei den anderen.
- Oly-Fun: Sehr dünnes, nicht fransendes Nonwoven – ideal, wenn deine Maschine wenig Fußhub/Platz hat.
- Vinyl als Rückseite: Optisch „wertiger“ und abwischbar, aber: zwei Lagen Vinyl + Elastic + Magnete = deutlich mehr Aufbauhöhe.
- Praxis-Entscheidung: Bei Home-Maschinen mit geringer Fußfreiheit (Rebecca testet explizit auf der Brother PE900) ist Oly-Fun als Rückseite der stressfreiere Start.
Fold-Over Elastic (FOE)
- Breite: 1/2 inch (Standard).
- Schnittlänge: 3.5 inches. Nicht „Pi mal Daumen“ – diese Länge gibt dir genug Reserve zum Einstellen der Schlaufe, ohne dass zu viel Material hinten aufträgt.
Magnetwahl (entscheidend – und sicherheitsrelevant)
Rebecca vergleicht Standard-Magnete (schwarze Scheiben) mit Rare Earth/Neodym.
- Standard (schwarze Scheiben): Funktioniert oft für Papier, kann bei Stiftgewicht aber zu schwach sein.
- Neodym (Rare Earth): Deutlich stärker und laut Rebecca zudem dünner (sie nennt ca. 1 mm dünner als die anderen). Das hilft bei knapper Fußfreiheit.
Clearance-Hinweis: Gerade bei Maschinen wie der Brother PE900 zählt jeder Millimeter. Wenn du regelmäßig an Grenzen kommst, kann ein passender Rahmen (z. B. Stickrahmen für brother PE900) und generell ein flacheres Setup den Unterschied machen.
„Versteckte“ Verbrauchsmaterialien, die dir Ärger sparen
- Papier-/Malerband: Lässt sich gut wieder abziehen und hält den Loop zuverlässig flach.
- Klebepunkte (Zots) oder starkes doppelseitiges Tape: Für Magnete extrem hilfreich.
- Scharfe Klinge + Schneidematte: Für saubere Schlitze ohne Ausfransen/Wegrutschen.
Prep-Checkliste (bevor die Maschine läuft)
- Cutaway sauber und plan im Stickrahmen eingespannt.
- Vinylstück deckt die Platzierungsnaht rundum sicher ab.
- Rückseitenmaterial zugeschnitten und griffbereit (Oly-Fun oder Vinyl).
- FOE exakt auf 3.5 inches zugeschnitten.
- Magnete getrennt bereitgelegt (nicht lose übereinander – sie „springen“ sonst).
- Nadel frisch eingesetzt (Vinyl verzeiht keine stumpfe Spitze).
- Unterfaden korrekt eingelegt; farblich ist es bei geschlossener Kante meist unkritisch.
Warnung: Klingensicherheit. Für Vinyl-Schlitze brauchst du Druck. Eine stumpfe Klinge ist gefährlicher, weil du mehr Kraft aufwenden musst und leichter abrutschst. Schneide auf einer Matte und immer vom Körper weg.

Platzierungsstich auf eingespanntem Vlies: Ruhiger Start für saubere Ausrichtung
Video-Schritt: Ersten Farbstopp direkt auf das Vlies sticken.
Praxis-Feinschliff: Das ist deine „Landkarte“. In dieser Datei können kleine Markierungen/Kreise für die Magnetposition enthalten sein. Wenn sie fehlen, platzierst du die Magnete später nach Augenmaß – Rebecca macht das in manchen Dateien ebenfalls so und achtet dabei vor allem auf ausreichende Fußfreiheit.
Sicht-/Qualitätscheck:
- Optik: Läuft die Naht sauber und ohne Schlaufen? Wenn schon hier etwas nicht stimmt, erst Spannung/Einzug prüfen, bevor Vinyl draufkommt.
Checkpoint:
- Umriss ist klar sichtbar.
- Magnetmarkierungen (falls vorhanden) liegen nicht zu nah an der späteren Außennaht.

Vinyl auflegen + Führungsstich: Oberschicht fixieren, ohne Wellen
Video-Schritt: Vinyl rechts auf rechts (schöne Seite nach oben) über die Platzierungsnaht legen und den nächsten Schritt sticken.
Dieser Schritt erzeugt zwei kleine, vertikale Rechtecke – das sind deine Schlitz-Ziele.
Checkpoint:
- Vinyl liegt plan.
- Die beiden Rechtecke sind klar und vollständig gestickt.

Schlitze für das Elastic schneiden: Ein sauberer Schnitt mittig
Video-Schritt: Mit gerader Klinge die Mitte der Rechtecke einschneiden.
Die „Nicht-verkacken“-Regel: Du musst durch Vinyl und Vlies schneiden, darfst aber die Stickkante nicht verletzen. Wenn du die Umrandungsstiche anritzt, kann das FOE später unter Zug das Material aufreißen.
Technik:
- Rahmen auf eine feste, plane Unterlage legen.
- Lineal anlegen (hilft, wirklich mittig zu bleiben).
- Ein kontrollierter Schnitt – nicht „sägen“.
Checkpoint:
- Schlitz geht komplett durch Vinyl und Vlies.
- Die Stichumrandung ist 100 % intakt (ggf. kurz mit gutem Licht prüfen).

Fold-Over Elastic einfädeln: Erst straff, dann auf Loop-Größe einstellen
Video-Schritt: FOE-Enden von vorne nach hinten durch die Schlitze drücken (mit Stiletto/Pokey Tool).
Haptik-Anker: Es sollte sich beim Durchziehen stramm anfühlen. Zu locker = Schlitz zu groß, der Loop lässt sich schwer kontrollieren.
Einstellen: Rebecca zieht erst straff (gegen Falten), dann holt sie etwas Länge zurück, um die Schlaufe zu formen.
- Praxis-Tipp aus dem Video/Kommentar-Kontext: Wenn du ein Initial/Herz o. Ä. ergänzen willst, empfiehlt Rebecca, das vor dem Einsetzen des Elastics zu sticken.
- Loop-Größe: Nimm deinen echten Stift als „Messlehre“. Er soll gut reinpassen, aber nicht schlabbern.

Der Tape-Trick, der alles rettet: Loop flach fixieren
Video-Schritt: Loop auf der Vorderseite mit Papier-/Malerband flach abkleben.
Warum das Pflicht ist: Der Presserfuß hat nur wenig Luft. Ein aufstehender Loop kann beim Umsetzen hängen bleiben und Vinyl verziehen oder den Lauf stoppen. Rebecca betont das deutlich und klebt am Ende selbst „paranoid“ lieber noch einmal nach.
Zwischen-Checkliste:
- Loop-Größe mit Stift geprüft.
- Loop flach und sicher abgeklebt.
- FOE-Enden hinten liegen sauber und ohne Verdrehung.

Magnete + Rückseite auf der Rückseite: Der kritische Aufbau
Video-Schritt: Rahmen umdrehen und auf der Rückseite arbeiten.
Das ist der technisch heikelste Teil.
- FOE-Enden kürzen: So kürzen, dass sie hinter den Schlitzen sicher gefasst sind, aber nicht in den Magnetbereich ragen.
- Praxislogik: Liegt Elastic zwischen Magnet und Gegenmagnet, wird der Abstand größer – die Haltekraft sinkt.
- Magnete sichern: Mit Zots oder starkem Tape fixieren.
- Wichtig (aus Rebeccas Update): Sehr starke Neodym-Magnete können sich während des Stickens verdrehen/flippen, weil sie zur metallischen Stichplatte/Throat Plate „ziehen“. Deshalb: richtig gut sichern (z. B. zusätzlich überkleben).
- Rückseite auflegen: Oly-Fun oder Vinyl vollflächig über den Bereich legen.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Starke Magnete sind Quetschgefahr und müssen so fixiert sein, dass sie sich beim Sticken nicht lösen oder drehen. Wenn du hörst/merkst, dass sich ein Magnet bewegt: sofort stoppen, Rahmen raus, neu sichern.


Schlussnaht an der Maschine: Der „Bean Stitch“-Verschluss
Video-Schritt: Letzten Schritt sticken – die Umrandung läuft doppelt (für mehr Halt).
Praxis-Feinschliff: Rebecca empfiehlt, die Maschine genau zu beobachten – gerade wegen der geringen Fußfreiheit (sie testet dafür bewusst auf der Brother PE900).
Hinweis zu Rahmen/Setup: Wenn du bei solchen Projekten regelmäßig mit Aufbauhöhe kämpfst, kann ein flacheres Rahmensystem helfen. Für viele ist das der Punkt, an dem ein Magnetrahmen für brother pe900 (oder passend zum eigenen Modell) interessant wird: weniger „Rahmenwand“, mehr Übersicht und oft entspannteres Handling bei dicken Lagen.


Ausschneiden & Finish wie für den Verkauf
Video-Schritt: Aus dem Rahmen nehmen, rundum zurückschneiden, Tape entfernen.
Sauberer Abschluss:
- Tape abziehen: Flach zurückziehen (nicht ruckartig nach oben), damit Vinyl nicht unnötig gestresst wird.
- Rundung schneiden: Mit scharfer Schere gleichmäßig entlang der Naht schneiden.

Warum typische Fehler passieren: Einspannen, Aufbauhöhe und Magnetverhalten
Wenn du dieses Projekt beherrschst, verstehst du automatisch die Kräfte dahinter.
Material-Logik: Rückseite & Magnete
- Wenig Fußfreiheit (z. B. Brother PE800/PE900):
- Rückseite: Oly-Fun (dünn)
- Magnete: Neodym (stark, oft dünner)
- Schwerer Stift / mehr Stabilität:
- Form: eher breiter/etwas kürzer (wie Rebeccas Update)
- Magnete: extra stark (Rebecca empfiehlt Rare Earth)
- Serienfertigung:
- Erst ein Muster komplett testen (inkl. Magnet-Sicherung und Fußfreiheit), dann erst in Stückzahl gehen.
Troubleshooting der „kritischen“ Probleme
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Lösung | Vorbeugung |
|---|---|---|---|
| Fuß bleibt am Loop hängen | Loop steht hoch | Stoppen, Loop flach drücken und neu tapen | Loop immer flach abkleben |
| Magnet flippt/verdreht | Starker Magnet zieht zur Stichplatte | Rahmen raus, Magnet neu fixieren | Zots/Tape + zusätzlich überkleben |
| Magnet hält den Stift schlecht | Magnet zu schwach oder Abstand zu groß (Elastic liegt drüber) | Stärkere Magnete, FOE-Enden aus Magnetzone wegkürzen | „Air Gap“ minimieren |
Upgrade-Pfad: Von „einmal“ zu zuverlässig
Für ein einzelnes Lesezeichen reichen saubere Vorbereitung, Tape-Disziplin und sichere Magnetfixierung. Wenn du aber mehrere Stück am Stück machst, wird der Standardrahmen oft zum Engpass.
Ein Magnetrahmen kann bei Vinyl helfen, weil du weniger Druckstellen riskierst und häufig entspannter mit Aufbauhöhe arbeitest. Wenn du dich generell nach Optionen umsiehst, starte am besten mit Magnetrahmen für Stickmaschine passend zu deinem Maschinenmodell.
Arbeits-Checkliste (damit du es am Ende nicht versaust)
- Platzierung: Vinyl deckt die Platzierungsnaht komplett ab?
- Schlitze: Sauber geschnitten, ohne die Stichkante zu verletzen?
- Elastic: Eingefädelt → straffgezogen → Loop eingestellt → flach abgeklebt?
- Enden: Hinten gekürzt, nicht im Magnetbereich?
- Magnete: Stark genug und sicher fixiert (bei Neodym zusätzlich überklebt)?
- Rückseite: Vollflächig abgedeckt?
- Kontrolle: Beim letzten Schritt Maschine beobachten (Fußfreiheit/Magnetbewegung)?


Wenn du Tape, Magnetwahl und saubere Fixierung als feste Bestandteile des Designs behandelst, wird aus einem „riskanten“ ITH-Projekt ein zuverlässig wiederholbarer Artikel. Viel Erfolg beim Sticken.
FAQ
- Q: Welches Stickvlies sollte man für ein ITH Vinyl-Magnet-Lesezeichen auf einer Brother PE900 verwenden, damit die Schlitze für das Elastic nicht ausreißen?
A: Nimm als zuverlässige Basis ein mittleres Cutaway-Stickvlies, weil Vinyl + FOE an den Schlitzen Zug erzeugt.- Cutaway sauber und plan im Stickrahmen einspannen, aber nicht so fest, dass Vinyl sichtbar gequetscht wird.
- Erst die Platzierungsnaht auf dem Vlies sticken, dann Vinyl auflegen und feststicken.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Schneiden und Einfädeln fühlt sich der Schlitzbereich stabil an und beginnt beim strammen Ziehen nicht einzureißen.
- Wenn es trotzdem scheitert … Tearaway für diese Datei vermeiden und prüfen, ob du beim Schlitz die Stichumrandung verletzt hast.
- Q: Wie stellt man die Maschinengeschwindigkeit für ein ITH Vinyl-Lesezeichen mit Magneten auf einer Brother PE800 oder Brother PE900 ein, um Nadelbrüche und Kollisionen zu vermeiden?
A: Die frühen Schritte moderat laufen lassen und beim finalen Umlauf über die Aufbauhöhe deutlich langsamer arbeiten – und vor allem aufmerksam beobachten.- Platzierung/Führungsnähte in ruhigem, kontrolliertem Tempo sticken.
- Vor dem letzten Schritt prüfen, dass Magnete sicher fixiert sind (bei sehr starken Magneten zusätzlich überkleben).
- Erfolgskontrolle: Der letzte Umlauf läuft gleichmäßig ohne „Haken“/Rucken und ohne Anzeichen, dass sich Magnete bewegen.
- Wenn es trotzdem scheitert … sofort stoppen, Rahmen entnehmen und Magnetposition/Fixierung sowie die Magnetdicke (Neodym ist laut Rebecca oft dünner) prüfen.
- Q: Welche Nadelart und -größe eignet sich zum Sticken von Vinyl bei einem ITH Magnet-Lesezeichen, um Kleben und Fehlstiche zu reduzieren?
A: Starte mit einer frischen, spitzen Nadel; Vinyl verzeiht keine stumpfe Spitze.- Vor Projektstart eine neue Nadel einsetzen.
- Erfolgskontrolle: Schon die Platzierungsnaht auf dem Vlies ist sauber und ohne Schlaufen, bevor Vinyl überhaupt ins Spiel kommt.
- Wenn es trotzdem scheitert … früh stoppen und zuerst Oberfadenspannung/Einzug prüfen, statt „durchzunähen“.
- Q: Wie schneidet man die Schlitze für Fold-Over Elastic (FOE) bei einem ITH Vinyl-Lesezeichen, ohne die Rechteck-Stichkante zu durchtrennen?
A: Ein kontrollierter, mittiger Schnitt durch Vinyl und Vlies – ohne Hin-und-her-Sägen.- Rahmen auf eine plane Unterlage legen und mit Lineal führen.
- Nur durch Material schneiden, nicht in die Umrandungsstiche.
- Erfolgskontrolle: Der Schlitz öffnet sauber, und die Rechteck-Stichkante ist bei genauer Kontrolle vollständig intakt.
- Wenn es trotzdem scheitert … Klinge sofort wechseln (stumpf = mehr Druck = höheres Abrutschrisiko).
- Q: Warum bleibt der Presserfuß beim letzten Schritt am Fold-Over-Elastic-Loop hängen – und was hilft wirklich?
A: Der Loop steht zu hoch; er muss vor dem letzten Umlauf konsequent flach abgeklebt werden.- Maschine stoppen, Loop flach drücken und neu abkleben.
- Erfolgskontrolle: Der Fuß läuft über den Bereich, ohne zu bumpen oder das Vinyl zu verschieben.
- Wenn es trotzdem scheitert … Loop-Größe mit dem echten Stift neu einstellen, erneut abkleben und erst dann weitersticken.
- Q: Wie verhindert man, dass Neodym-Magnete während des Stickens kippen oder zur Stichplatte der Stickmaschine „springen“?
A: Magnete mit Klebepunkten/starkem Tape fixieren und bei sehr starken Magneten zusätzlich überkleben.- Magnete einzeln platzieren und sofort sichern.
- FOE-Enden so kürzen, dass sie nicht über den Magnetbereich laufen (Abstand klein halten).
- Erfolgskontrolle: Beim vorsichtigen Kippen des Rahmens bewegen sich die Magnete nicht.
- Wenn es trotzdem scheitert … Rahmen rausnehmen und neu sichern – nicht „zu Ende sticken“, wenn ein Magnet lose ist.
- Q: Wann lohnt sich der Umstieg vom Standardrahmen auf einen Magnetrahmen bei dicken ITH-Projekten mit Vinyl + Elastic + Magneten?
A: Wenn geringe Fußfreiheit, wiederkehrende Hänger oder Druckstellen im Vinyl das Ergebnis unzuverlässig machen.- Level 1 (Technik): Loop immer abkleben und Magnete konsequent sichern.
- Level 2 (Tool): Ein Magnetrahmen kann Handling und Profil bei dicken Lagen verbessern.
- Erfolgskontrolle: Der letzte Umlauf läuft ohne Hänger, und das Vinyl zeigt nach dem Ausspannen keine starken Rahmenabdrücke.
