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Wenn du schon einmal ein „fertiges“ In-the-Hoop-(ITH)-Projekt geöffnet hast und dachtest: „Super … nur leider falscher Name, falscher Look und irgendwie stimmt die Stichreihenfolge nicht“, dann bist du nicht allein. Genau an dieser Stelle brechen viele ab – aus Angst, die Datei zu „zerstören“.
Als Maschinensticker:innen wissen wir: Eine ITH-Datei ist nicht einfach ein Bild, sondern ein konstruktiver Ablaufplan. Er legt fest, wann positioniert wird, wann Material aufgelegt wird, wann gesichert (tack-down) wird – und wann die Kante final geschlossen wird. Wer diese Reihenfolge ohne Verständnis verändert, riskiert Fehlstiche, Fadenknäuel und im schlimmsten Fall Nadelprobleme – besonders auf Vinyl/ Kunstleder.
In diesem mySewnet-Workflow nehmen wir den integrierten ITH-Gepäckanhänger (die florale „Rosie“-Vorlage) und bauen ihn so um, dass er wirklich zu „BOB“ passt. Dabei geht es nicht nur ums Klicken von Buttons: Wir verbinden jede Software-Änderung mit der praktischen Auswirkung an der Maschine, damit du am Ende ein sauber versiegeltes, professionell wirkendes Ergebnis bekommst.

Sicher starten in mySewnet „Project in the Hoop“: Gepäckanhänger + Floral auswählen (ohne zu verkopfen)
Brenda startet in mySewnet Embroidery Software im Reiter Create und wählt Project in the Hoop. In der Kategorie-Auswahl nimmt sie Luggage Tag, entscheidet sich für den Stil Floral und bestätigt.
Warum ist dieser Einstieg so wichtig? Weil der Assistent nicht nur „Artwork“ lädt, sondern eine Bau-Reihenfolge: Platzierungslinie, Stopp zum Auflegen des Materials, Tack-down, Motivstickerei und die abschließende Kante. Wenn du das als „Konstruktionsplan“ statt als „Deko-Datei“ betrachtest, wird das Bearbeiten deutlich entspannter.

Die „versteckte“ Vorbereitung, die viele überspringen – bevor du irgendeine ITH-Datei bearbeitest
Bevor du etwas schneidest, löschst oder einfügst, brauchst du einen kurzen Pre-Flight-Check. In der Praxis scheitern modifizierte ITH-Dateien oft nicht an mySewnet, sondern daran, dass Material und Ablauf nicht zusammen gedacht werden (z. B. Kunstleder/„oilcloth“ auf Vlies).
Vorbereitungs-Checkliste (VOR der Bearbeitung erledigen):
- Quelle prüfen: Sicherstellen, dass du wirklich aus Create > Project in the Hoop > Luggage Tag > Floral gestartet bist.
- Layer logisch einteilen: Gedanklich trennen in Konstruktion (Umriss/Abschlusskante), Deko (Blumen) und Info (Text).
- Material festlegen: Entscheide jetzt, womit du den Anhänger machst (Brenda nennt z. B. pleather oder oilcloth). Das beeinflusst, ob du später eher „floatest“ statt einzuspannen.
- Änderungsplan notieren: (1) Floral entfernen, (2) Name ersetzen, (3) Grafik hinzufügen.
Wenn du solche Anhänger in Serie machen willst (z. B. Team-/Vereinsgeschenke), ist genau hier der Punkt, an dem eine Einspannstation für Maschinenstickerei im Workflow Zeit spart: Gleiche Vorbereitung, gleiche Ausgangslage – weniger Überraschungen beim Sticken.

Design Player als Trockenlauf nutzen: Stopp-Punkt, Trim-Moment und Abschluss erkennen
Brendas nächster Schritt ist der, den man sich wirklich angewöhnen sollte: Sie öffnet den Design Player, um den Ablauf zu simulieren.
Im Design Player wird die Reihenfolge sichtbar:
- Platzierungslinie: Zuerst wird nur auf dem Stickvlies markiert, wo das Material liegen soll.
- Stopp (Farbwechsel/Stop): Die Maschine hält an, damit du das Obermaterial (z. B. Kunstleder/„oilcloth“) auflegen kannst.
- Tack-down: Eine Sicherungsnaht, die das Material fixiert.
- Motivstickerei: Die dekorativen Elemente.
- Finish: Text und die abschließende Satinkante.

Warum diese Vorschau die meisten „Mein ITH ist auseinandergefallen“-Probleme verhindert
ITH funktioniert wie ein Rezept: Die Reihenfolge ist genauso wichtig wie die Zutaten.
- Der Stopp ist nicht verhandelbar: Wenn dieser Stopp/Color-Change fehlt, wird weiter auf nacktem Vlies gestickt – das Projekt ist sofort „off“.
- Tack-down ist tragend: Diese Naht hält das Obermaterial flach. Ohne sie kann das Material „flaggen“ (hochschlagen), was zu unsauberen Stichen und Stress an der Nadel führt.
- Die Satinkante versiegelt: Sie schließt die Kante und sorgt dafür, dass die Schnittkante sauber eingefasst ist.
Gerade bei Vinyl/Kunstleder sind Fehlstiche gnadenlos: Einstiche bleiben sichtbar. Der Design Player ist dein risikofreier Probelauf.
In mySewnet entgruppieren: Umriss vs. Name vs. Floral (Film Strip verstehen)
Um sauber zu bearbeiten, brauchst du Zugriff auf die einzelnen Bestandteile. Brenda markiert das gruppierte Design und klickt oben in der Toolbar auf Ungroup.
Der Film Strip ist dabei deine „Röntgenansicht“: Er zeigt nun die Komponenten getrennt:
- Outline/Umriss (Konstruktions-Layer – mit Respekt behandeln)
- Name („Rosie“ – austauschbar)
- Floral (Motiv – entfernbar)


Profi-Gewohnheit: Konstruktions-Layer schützen, Deko-Layer bearbeiten
Denk wie beim Bauen: Umriss und Abschlussstiche sind die „tragenden Wände“. Text und Blumen sind die Tapete.
Goldene Regel beim ITH-Editieren:
- Deko kannst du frei ändern.
- Text kannst du sicher ersetzen.
- Platzierung/Tack-down/Abschluss solltest du nicht „aus Versehen“ verschieben – sonst passt der Aufbau nicht mehr.
Floral sauber entfernen: Modify-Tab, Box Select + Cut (und Stray Points ernst nehmen)
Um das florale Motiv loszuwerden, wählt Brenda den entsprechenden Layer und wechselt in den Reiter Modify.
Sie zoomt unten rechts deutlich hinein (wirklich nah). Dann:
- Box Select: Rahmen um den Blumenbereich ziehen.
- Cut: Ausschneiden.
- Kritischer Schritt: Sie entdeckt kleine „Staubpunkte“ (übrig gebliebene Stichpunkte) und schneidet diese nachträglich ebenfalls weg.




Was „extraneous points“ an der Maschine anrichten können
In der Software wirken einzelne Punkte harmlos. In der Praxis können sie echte Fehlerquellen sein:
- Ungewollte Einstiche: Ein einzelner Stich an der falschen Stelle ist auf glattem Vinyl sofort sichtbar.
- Fadenknäuel-Risiko: Isolierte Mini-Stiche können ungünstig verriegeln und unten „Nester“ begünstigen.
- Haptik/Optik: Auf Kunstleder fühlt sich ein Fehlstich wie ein „Pickel“ an – und sieht auch so aus.
Dass Brenda diese Punkte konsequent entfernt, ist keine Pedanterie, sondern saubere Produktionslogik.
„Rosie“ im Film Strip löschen und eigenen Namen einsetzen (ohne gegen die Software zu kämpfen)
Zurück in der Hauptansicht geht Brenda in den Film Strip, markiert den „Rosie“-Textlayer und löscht ihn.

Dann personalisiert sie neu:
- Reiter Letter öffnen.
- „BOB“ eingeben.
- Apply klicken.
Der neue Text erscheint – aber oft zunächst zu klein.

Die Methode, die du dir merken solltest: Edit Lettering mit festem Maß (30 mm)
Text über Eckpunkte „frei“ zu skalieren ist bei Schrift oft keine gute Angewohnheit, weil das Ergebnis je nach Objekt/Schrift nicht sauber neu berechnet wirkt. Brenda macht es korrekt über die Eigenschaften:
Rechtsklick auf den Text → Edit Lettering → Größe auf 30 mm setzen.

So ist die Schrift in einer definierten Größe angelegt – und du arbeitest reproduzierbarer.
Wenn du solche Tags in Kleinserie machst, ist Ausrichtung dein größter Gegner: „Pi mal Daumen“ mittig klappt einmal – aber nicht 50-mal. Hier kann eine Magnetische Einspannstation helfen, weil du wiederholbar gerade/zentriert arbeitest und deine Referenzen konstant bleiben.
Neue Grafik (Football) einfügen und korrekt skalieren: Control-Taste + blaue Griffe
Statt Floral setzt Brenda eine Football-Grafik aus der Zwischenablage ein:
- Einfügen (Paste)
- Positionieren
- Erkennungsmerkmal: Die blauen Griffe zeigen den Skaliermodus. Mit gedrückter Control-Taste zieht sie an einer Ecke, um proportional zu skalieren.


Warum proportionale Skalierung bei dichten Motiven wichtig ist
Wenn du ein Stickobjekt verzerrst (nicht proportional), verändern sich Winkel und Flächenwirkung – das Motiv kann „ziehen“ oder unruhig wirken.
Brenda zeigt hier vor allem: Proportionen halten, damit das Motiv optisch sauber bleibt.
Für dichte Motive auf Vinyl wird in der Praxis häufig „Floating“ genutzt: Stickvlies wird eingespannt, das Obermaterial beim Stopp aufgelegt und vom Tack-down fixiert. Genau dafür ist die Floating-Stickrahmen-Arbeitsweise im ITH-Kontext so verbreitet.
„Finish muss zuletzt“: Film Strip so sortieren, dass die Satinkante alles versiegelt
Dieser Schritt trennt „geht irgendwie“ von „sieht fertig aus“.
Brenda findet im Film Strip den Layer für die Finishing Stitch (abschließende Satinkante) und zieht ihn ganz nach unten – damit er zuletzt gestickt wird.

Layer-Logik (als Merkhilfe):
- Platzierung/Tack-down = Fundament
- Text = Inhalt
- Deko (Football) = Motiv
- Satinkante = Rahmen/Versiegelung
Wenn die Satinkante zu früh kommt, können spätere Stiche darüberlaufen – das wirkt unruhig und die Kante ist nicht „final“ geschlossen.
Setup-Checkliste (vor dem Export / vor dem Sticken)
- Reihenfolge prüfen: Design Player noch einmal durchlaufen lassen. Ist der Stopp da? Kommt die Satinkante wirklich zuletzt?
- Sauberkeit: In Modify stark zoomen – sind alle floral-Stray-Points weg?
- Textgröße: Ist der Name bei 30 mm gut lesbar?
- Proportionen: Ist der Football nicht „eiförmig“?
- Unterfaden-Check: Ist genug Unterfaden auf der Spule? Wenn beim finalen Satin-Finish der Unterfaden ausgeht, leidet die Kante sofort sichtbar.
Wenn du wiederholt produzierst, können Einspannstation zusammen mit vorgeschnittenen Vlies-Zuschnitten die Rüstzeit deutlich reduzieren.
Stickvlies + Obermaterial: Entscheidungshilfe für ITH-Gepäckanhänger (Pleather/Oilcloth vs. „zickige“ Materialien)
Brenda empfiehlt pleather oder oilcloth – beides ist sinnvoll, weil es nicht ausfranst. Gleichzeitig sind solche Materialien oft dicker und reagieren empfindlich auf Druckspuren.
Entscheidungshilfe: Stickvlies & Einspann-Strategie
- Ist das Material dick/empfindlich gegen Druck (z. B. Kunstleder/Vinyl/Leather-ähnlich)?
- JA: Material nicht in den Stickrahmen einspannen. Nur das Stickvlies einspannen und das Obermaterial beim Stopp „floaten“.
- NEIN: Weiter zu 2.
- Ist das Material rutschig oder dehnbar (dünnes Vinyl, elastische Mischungen)?
- JA: Mehr Stabilität über ein passendes Stickvlies einplanen; beim Auflegen sauber ausrichten, damit der Tack-down nicht „schiebt“.
- NEIN: Weiter zu 3.
- Bekommst du es nicht flach, ohne Druckspuren zu riskieren?
- JA: Ein Magnetrahmen ist hier in der Praxis eine gängige Lösung, weil er gleichmäßig klemmt und ohne Schraubdruck arbeitet.
- NEIN: Mit Standardrahmen arbeiten und auf plan/gleichmäßig achten.
Warnhinweis: Mechanische Sicherheit. Beim Stopp zum Auflegen des Materials arbeitest du nah an der Nadelzone. Vor dem Neustart Hände komplett aus dem Bereich nehmen und die ersten Stiche beobachten.
Warum ITH-Ergebnisse sauberer werden: Handling, Kantenkontrolle und Ablaufdisziplin
Software ist nur ein Teil. Die Ausführung entscheidet.
1) Stickvlies nicht „überziehen“
Für ITH muss das Vlies plan und straff liegen – aber nicht überdehnt. Zu starkes Spannen kann nach dem Ausspannen zu Verzug führen.
2) Sicherer Halt ohne Kampf
Bei dickeren Materialien ist das „Festschrauben“ am Rahmen oft der Stresspunkt. Genau deshalb schauen viele irgendwann nach Magnetrahmen für Stickmaschinen: Der Halt kommt über Magnetkraft statt über Schraubdruck.
3) Magnet-Sicherheit ernst nehmen
Warnhinweis: Magnetische Sicherheit. Magnetrahmen sind sehr stark: Quetschgefahr für Finger, Abstand zu Herzschrittmachern und empfindlicher Elektronik einhalten.
Typische mySewnet-Modify-Probleme früh lösen (bevor sie beim Sticken eskalieren)
Auch bei sauberem Workflow passieren Fehler. Hier eine strukturierte Hilfe – direkt aus dem gezeigten Vorgehen abgeleitet.
Symptom: „Nach dem Cut sind noch Punkte übrig.“
- Wahrscheinliche Ursache: Box Select hat nicht jeden einzelnen Punkt erwischt.
- Schnelltest: In Modify weiter hineinzoomen und nach isolierten Punkten suchen.
- Lösung: Punkte erneut mit Box Select markieren und Cut wiederholen.
Symptom: „Der Name wirkt zu klein.“
- Wahrscheinliche Ursache: Standardgröße nach Apply.
- Lösung: Rechtsklick → Edit Lettering → 30 mm setzen.
Symptom: „Der Football ist verzogen.“
- Wahrscheinliche Ursache: Skalierung ohne proportionale Führung.
- Lösung: Proportional skalieren wie gezeigt (Control + Ecke ziehen).
Symptom: „Die Kante wirkt nicht sauber ‚fertig‘.“
- Wahrscheinliche Ursache: Finish-Layer nicht zuletzt.
- Lösung: Finishing Stitch im Film Strip ganz nach unten ziehen und im Design Player prüfen.
Von Einzelstück zu Kleinserie: Was dir dieser Workflow wirklich beibringt
Wenn du diesen Ablauf beherrschst, kannst du nicht nur Gepäckanhänger, sondern viele ITH-Projekte sauber anpassen: Schlüsselanhänger, Patches, Untersetzer.
Wenn du von 1 Stück auf 50 Stück gehst, verschiebt sich der Engpass oft von der Software zur Produktion.
Produktions-Hierarchie (praxisnah):
- Level 1 (Technik): Floating-Methode nutzen, um empfindliche Materialien nicht zu markieren.
- Level 2 (Werkzeug): Wenn Druckspuren/Handling nerven, sind Magnetrahmen in der Praxis eine schnelle, wiederholbare Klemm-Lösung.
- Level 3 (Kapazität): Wenn Farbwechsel und Rüstzeit dominieren, ist eine Mehrnadelstickmaschine der nächste logische Schritt.

Abschluss-Checkliste (vor dem finalen „Start“)
- Software: Design Player zeigt Platzierung → Stopp → Tack-down → Motiv/Text → Satinkante zuletzt.
- Film Strip: Finish-Layer ist ganz unten.
- Modify: Keine Stray-Points mehr.
- Unterfaden: Spule ausreichend gefüllt.
- Erster Schritt: Platzierungslinie auf dem Stickvlies kurz laufen lassen und prüfen, ob alles sauber sitzt.
FAQ
- Q: In mySewnet Embroidery Software „Create > Project in the Hoop > Luggage Tag > Floral“: Was sollte ich prüfen, bevor ich eine ITH-Gepäckanhänger-Datei bearbeite?
A: Mach zuerst einen Pre-Flight-Check – die meisten ITH-Fehler entstehen, weil Layer geändert werden, ohne Material und Ablauf mitzudenken.- Bestätigen: Start wirklich über Create > Project in the Hoop > Luggage Tag > Floral (nicht irgendeine importierte Datei).
- Einteilen: Layer gedanklich trennen in Konstruktion (Umriss/Satinkante), Deko (Floral) und Info (Text), bevor du etwas löschst.
- Festlegen: Obermaterial jetzt auswählen (pleather/oilcloth/dickes Vinyl wird oft gefloatet statt eingespannt).
- Erfolgskontrolle: Design Player zeigt Platzierungslinie, einen klaren Stopp/Color-Change, dann Tack-down, danach Motiv/Text – und die Satinkante zuletzt.
- Wenn es trotzdem scheitert: Design Player erneut öffnen und prüfen, ob der Stopp noch vorhanden ist und die Abschlusskante nicht nach vorne gerutscht ist.
- Q: Warum braucht ein ITH-Gepäckanhänger im mySewnet Design Player einen Stopp/Color-Change, und wie prüfe ich das vor dem Sticken?
A: Der Stopp/Color-Change muss bleiben – ohne ihn wird auf nacktem Stickvlies weitergestickt und der ITH-Aufbau funktioniert nicht.- Öffnen: Design Player und die Sequenz vor dem Export Schritt für Schritt ansehen.
- Prüfen: Platzierungslinie zuerst auf dem Stickvlies, dann ein klarer Stopp/Color-Change, danach Tack-down zum Fixieren des Obermaterials.
- Bestätigen: Die Satinkante läuft ganz am Ende.
- Erfolgskontrolle: Die Vorschau zeigt einen eindeutigen „Pause-Punkt“ genau dort, wo das Material aufgelegt werden soll.
- Wenn es trotzdem scheitert: Im Film Strip nachsehen, ob Stopp- oder Finish-Layer gelöscht/verschoben wurden, dann erneut previewen.
- Q: Welche Layer sollte ich bei ITH-Gepäckanhängern im mySewnet Film Strip niemals verschieben – und welche darf ich löschen/ersetzen?
A: Behandle Platzierung/Tack-down/Finish als Konstruktions-Layer und verschiebe sie nicht; lösche/ersetze nur Deko und Text.- Entgruppieren: Ungroup nutzen, damit Outline (Konstruktion), Name (ersetzbar) und Floral (entfernbar) getrennt sichtbar sind.
- Löschen: Nur den Floral-Layer und den ursprünglichen Namens-Layer entfernen.
- Schützen: Platzierungs- und Tack-down-Linien nicht „aus Versehen“ verschieben, außer du konstruierst die Form komplett neu.
- Erfolgskontrolle: Design Player zeigt weiterhin Platzierung → Stopp → Tack-down → Motiv → Satinkante zuletzt.
- Wenn es trotzdem scheitert: Letzte strukturelle Änderung rückgängig machen und prüfen, ob wirklich nur Deko/Text bearbeitet wurde.
- Q: Wie können „Stray Points“ nach Box Select + Cut im mySewnet Modify-Tab bei einem ITH-Projekt Probleme verursachen?
A: Entferne jeden einzelnen Punkt – winzige Reststiche können ungewollte Einstiche und unsaubere Stichmomente verursachen.- Zoomen: In Modify deutlich stärker hineinzoomen als „komfortabel“ wirkt.
- Schneiden: Nach Box Select + Cut gezielt nach „Staubpunkten“ suchen und diese ebenfalls cutten.
- Prüfen: Auch nach isolierten Stichen außerhalb des eigentlichen Motivbereichs schauen.
- Erfolgskontrolle: Bei hoher Vergrößerung sind keine isolierten Stichpunkte mehr vorhanden.
- Wenn es trotzdem scheitert: Problemstellen auf auffällig dichte Bereiche prüfen und das betreffende Element bereinigen.
- Q: Warum ist es bei ITH-Text in mySewnet besser, die Größe über Edit Lettering (z. B. 30 mm) zu setzen statt an den Ecken zu ziehen?
A: Mit Edit Lettering setzt du eine definierte Größe (z. B. 30 mm) und arbeitest reproduzierbarer, statt „nach Gefühl“ zu skalieren.- Löschen: Original-Name im Film Strip entfernen.
- Einfügen: Neuen Text im Letter-Tab eingeben und Apply.
- Setzen: Rechtsklick → Edit Lettering → 30 mm eintragen.
- Erfolgskontrolle: Der Text ist in der Vorschau klar und gut lesbar.
- Wenn es trotzdem scheitert: Text größer wählen und eine einfache Blockschrift verwenden.
- Q: Welche Stickvlies- und Einspann-Strategie hilft bei ITH-Gepäckanhängern aus pleather, oilcloth oder ähnlichen Materialien, um Druckspuren zu vermeiden?
A: Wenn das Material leicht Druckspuren bekommt oder dick ist: nicht einspannen – nur das Stickvlies einspannen und das Obermaterial beim Stopp auflegen (floating).- Einspannen: Nur Stickvlies in den Stickrahmen.
- Floaten: Vinyl/pleather beim Stopp auflegen und durch Tack-down fixieren lassen.
- Ausrichten: Plan und glatt arbeiten, nicht „überziehen“.
- Erfolgskontrolle: Keine sichtbaren Druckspuren, und der Tack-down hält das aufgelegte Material ohne Verrutschen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Mehr Stabilität über passendes Stickvlies einplanen und das Material beim Auflegen sauber glätten.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen sind beim Neustart nach dem ITH-Stopp wichtig – und was ist die wichtigste Warnung bei Magnetrahmen?
A: Hände beim Neustart komplett aus der Nadelzone nehmen; Magnetrahmen sind starke Werkzeuge mit Quetschgefahr und müssen von Herzschrittmachern sowie empfindlicher Elektronik ferngehalten werden.- Sicher auflegen: Material nur im vollständigen Stopp platzieren.
- Kontrolliert starten: Vor dem Drücken von Start Finger weg, die ersten Stiche beobachten.
- Magnete bewusst handhaben: Magnetteile langsam zusammenführen und Finger aus dem Klemmweg halten.
- Erfolgskontrolle: Neustart ohne Handnähe zur Nadel, und der Rahmen schließt ohne Quetschen.
- Wenn es trotzdem scheitert: Sofort stoppen, Sequenz im Design Player prüfen und sicherstellen, dass Finish und Stopp korrekt liegen.
