Tajima DG/ML by Pulse v14 Tour: Schnellere Auswahl, smartere Workspaces und Draw-Fusion-Workflow Vektor↔Stich

· EmbroideryHoop
Dieser praxisnahe Walkthrough erklärt das Interface-Update von Tajima DG/ML by Pulse Version 14 und den Draw-Fusion-Workflow, der CorelDRAW direkt mit dem Digitalisieren verbindet. Du lernst, wie du mit Tabs und Fly-outs schneller navigierst, überlagerte Objekte ohne Frust auswählst, benutzerspezifische Workspaces speicherst, Vektoren per Auto Shape Recognition in Stiche umwandelst (und Ergebnisse mit Pull Compensation sauber nacharbeitest) sowie Stichdaten zurück in Vektorgrafik konvertierst – inklusive Qualitätschecks und typischer Korrekturen, damit es in der Produktion keine Überraschungen gibt.
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Inhaltsverzeichnis

Tajima DG/ML V14 meistern: Von Vektorgrafik zu produktionsreifen Stichen

Wenn du schon einmal nachts um 23 Uhr vor dem Bildschirm gesessen hast – das Logo in CorelDRAW sieht perfekt aus, aber die Stickprobe wirkt am Ende steif wie eine Schutzweste – dann ist dieser Leitfaden für dich.

Aus der Praxis: Zwischen „Software-Theorie“ und „Produktions-Realität“ liegt bei der Maschinenstickerei oft genau die eine Einstellung, die über saubere Kanten, stabile Flächen und ruhigen Maschinenlauf entscheidet. Tajima DG/ML by Pulse Version 14 ist nicht nur ein Zeichenprogramm, sondern die Schnittstelle zwischen deiner Gestaltung und den physikalischen Grenzen von Faden und Material.

In diesem Deep Dive gehen wir bewusst über das Handbuch hinaus. Wir behandeln:

  • Kognitive Ergonomie: Wie du das v14-Interface so nutzt, dass es mit deinem Workflow arbeitet – nicht dagegen.
  • Der „Click of Death“: Wie du den Layer-Auswahlkampf mit Multi-Select beendest.
  • Vektor-Alchemie: Wie Draw Fusion Artwork in Stiche übersetzt, ohne unnötig „brettharte“ Stickerei zu erzeugen.
  • Die Physik des Zuges: Warum Pull Compensation (0,1–0,2 mm) entscheidend ist, um Lücken zu vermeiden.
Pulse Today startup screen showing articles and support links.
Software startup

Reality Check: Software-Geschwindigkeit ist wertlos, wenn die Mehrnadelstickmaschine alle 30 Sekunden wegen Fadenriss steht. Je sauberer dein Workflow hier ist, desto profitabler wird deine Zeit an der Maschine.


1. Interface-Navigation: „Mentale Reibung“ reduzieren

Digitalisieren ist Kopfarbeit. Jede Sekunde, die du nach einem Tool suchst, fehlt dir beim Korrigieren von Stichwinkeln, Unterlagen oder Übergängen. Das Redesign in Version 14 zielt genau darauf: weniger Sucherei, mehr Fokus.

Start Tab vs. Design Tabs – so nutzt du es sinnvoll

Beim Start landest du auf Pulse Today. Das ist deine „Schaltzentrale“: zuletzt verwendete Dateien, Training, Dokumentation und Support.

New Document Wizard dialog box showing options for blank designs or import.
Creating a new file

Der eigentliche Produktivitätsgewinn kommt aber durch den Tabbed Workflow. Statt Fensterchaos behandelt v14 Designs wie Browser-Tabs – du wechselst schnell zwischen mehreren offenen Dateien.

The main interface layout highlighting the Start Tab and Design Tab.
Interface tour

Praxis-Tipp für saubere Versionierung: Bei komplexen Jobs arbeite ich fast immer mit zwei Tabs:

  1. Client_Original_V1 (gesperrt/unangetastet).
  2. Working_Edit_V2 (hier passieren alle Änderungen).

So vermeidest du den Klassiker: „Original überschrieben und kein Backup gespeichert.“

Das „Always-On“-Properties Panel

In der Produktion ist „raten“ gleich „zocken“. v14 hält das Properties Panel beim Selektieren permanent sichtbar – wie ein Cockpit.

Properties panel on the right side showing settings for a selected basket design.
Reviewing object properties

Im gezeigten Beispiel sind diese Werte besonders relevant:

  • Stichlänge: 3,5 mm – ein praxisnaher Bereich für Standard-40wt Rayon/Poly. Zu kurz (<3,0 mm) kann optisch „rau“ wirken; zu lang (>5,0 mm) steigt das Risiko für Haken/Schlaufen.
  • Dichte: 4,5 pt – eine typische, eher „leichte“ Abdeckung.
    • Praxis-Check: Gehst du deutlich dichter, wird die Fläche schnell steif. Gehst du deutlich offener, scheint das Material durch. 4,0–4,5 pt ist häufig ein stabiler Ausgangspunkt.
  • Unterlage: Center run – das Fundament. Ohne passende Unterlage wird die Oberfläche selten reproduzierbar.

Fly-outs: Aufgeräumt arbeiten, ohne Infos zu verlieren

Du brauchst die Thread Chart nicht dauerhaft im Blick, wenn du gerade Knotenpunkte formst. v14 nutzt Fly-outs u. a. für Sequence View und Thread Chart: mit der Maus drüberfahren = einblenden, wegfahren = ausblenden.

The basket design with the black outline highlighted after a second click.
Demonstrating multi-select tool
Sequence View flyout panel appearing on the right side.
Hovering over sidebar

Typische Falle: Wenn die Sequenz ausgeblendet ist, übersieht man schnell unnötige Farbwechsel oder Sprünge. Schneller Fix: Vor dem Speichern die Sequence View bewusst einblenden und prüfen, ob Farben nicht hin- und herspringen (z. B. Blau → Rot → Blau). Das kostet an der Maschine Zeit und Nerven.


2. Smarter arbeiten: Multi-Select & Guides

Multi-Select Tool (gegen „Rage Clicks“)

Ein Klassiker: Du willst die Kontur auswählen, aber die Software greift immer wieder die Fläche darunter.

Das Multi-Select Tool löst das über eine „Tiefen-Auswahl“:

  • Klick 1: oberstes Objekt (meist Fläche/Füllung).
  • Klick 2 (gleiche Stelle): nächstes Objekt darunter (z. B. Kontur/Outline).
Tool Guide panel explaining the steps for using a specific tool.
Using help features

Zeitgewinn in der Praxis: Wenn du regelmäßig auf 800 % zoomst, nur um eine Linie zu erwischen, ist das ein Signal. Multi-Select spart pro Korrektur Sekunden – über den Tag summiert sich das massiv.

Tool Guides & Shortcuts

Für Einarbeitung oder wenn du selten genutzte Tools auffrischen willst, ist der Tool Guide hilfreich: Er erklärt das aktive Werkzeug Schritt für Schritt. In Kombination mit Shortcuts entsteht schnell Routine.


3. Draw Fusion: CorelDRAW direkt im Digitalisier-Workflow

Hier passiert das „Magische“ – und genau hier entstehen auch viele Fehler, wenn man blind vertraut. Draw Fusion integriert CorelDRAW innerhalb von Tajima DG/ML, sodass du Vektoren zu Stichen und Stiche zurück zu Vektoren konvertieren kannst.

Zoomed-in view of the basket bow with the Global View window active.
Navigating zoom

Die Wahrheit über „Auto Shape Recognition“

Im Video wird bewusst von Auto Shape Recognition gesprochen – nicht von „Auto-Digitalisieren“. Das ist wichtig für die Erwartungshaltung.

  • Vektoren sind Mathematik: Linien sind theoretisch unendlich scharf.
  • Stiche sind Physik: Faden hat Breite (ca. 0,4 mm) und zieht am Material.

Draw Fusion übersetzt also Mathematik in Physik. Das funktioniert oft sehr gut – aber die entscheidenden 20 % sind deine Qualitätsarbeit.

Schritt für Schritt: Vektor → Stich

  1. Draw Fusion in DG/ML starten.
  2. Vektordatei öffnen (im Video z. B. das „Austin“-Logo).
  3. File Switch wählen, um die Konvertierung auszulösen.
  4. Die Engine weist anhand der Geometrie Sticharten zu (breite Formen = Tatami/Füllung; schmale Formen = Satin/Säule).
  5. Sofort prüfen (Details, Kanten, Stichwinkel, Sequenz).
Saving a customized workspace configuration from the drop-down menu.
Customizing interface
Draw Fusion vector view showing the 'Austin' logo in CorelDRAW mode.
Vector editing

Hinweis zur Praxis-Kompatibilität: Wenn du zwar „generisch“ digitalisierst, aber am Ende auf einer sehr spezifischen tajima Stickmaschine produzierst, ist der native Workflow oft der stabilere Weg als ein späterer Export über Dritt-Tools – weil du näher an der vorgesehenen Datenlogik bleibst.


4. Der bidirektionale Workflow

Konvertierung nacharbeiten (der „menschliche Faktor“)

Software „kennt“ keine Materialdehnung. Im Video wird ein kleiner schwarzer „Swoosh“ nach der Konvertierung sichtbar problematisch – zu dünn, nicht sauber in der Form.

Draw Fusion settings dialog box for converting artwork to embroidery.
Configuring conversion

So gehst du vor:

  1. Node Editing: Wackelige Winkel/Verläufe manuell begradigen.
  2. Pull Compensation: Im Video wird dafür 0,1–0,2 mm erhöht.

Warum das zählt: Bei Satin entsteht durch Fadenspannung ein Zug-Effekt. Eine 5-mm-Säule am Bildschirm kann real als 4,5 mm enden – und dann blitzt Material durch.

  • Merksatz für die Kontrolle: Wenn es am Bildschirm minimal „zu kräftig“ wirkt, ist es auf Stoff oft genau richtig. Pull Comp hilft, die Zielbreite im Stichbild zu treffen.

Stich → Vektor (für Kundendateien)

Du kannst den Prozess auch umdrehen: Aus einer vorhandenen Stickdatei (im Video „Simplot“) wird wieder Vektorgrafik.

  1. Stickdesign auswählen.
  2. Convert Sewing to Artwork klicken.
  3. Formen in der Corel-Ansicht nacharbeiten.
The 'Austin' logo fully converted into embroidery stitches within Tajima DG/ML.
Reviewing conversion result
Editing the pull compensation of a specific satin stitch segment.
Refining stitches

Das Killer-Feature ist die Kopplung: Änderst du z. B. das „O“ im Stickteil, aktualisiert sich die Form in der Corel-Ansicht automatisch – und umgekehrt.

'Simplot' embroidery design before conversion to vector.
Stitch to vector process
'Simplot' design converted into flat vector graphic in Corel view.
Vector usage
Reshaping the letter 'O' in the Simplot design using node handles.
Editing shape

5. Primer: Der physische Reality Check

Bevor du „softwareseitig“ finalisierst: Die beste Datei scheitert, wenn das Fundament instabil ist.

Verbrauchsmaterial & Vorbereitung

Für reproduzierbare Ergebnisse brauchst du mehr als Software. Stelle sicher:

  1. Stickvlies/Backing: Cutaway für Maschenware/Stretch, Tearaway für stabile Webware.
  2. Nadeln: 75/11 Sharp für Webware, 75/11 Ballpoint für Maschenware.
  3. Einspannhilfe: Raster/Markierungen, damit die Ausrichtung stimmt.

Engpass Einspannen: Klassische Kunststoffrahmen arbeiten über Reibung und Schraube. Das kann Rahmenabdrücke verursachen oder – schlimmer – das Material rutscht, wodurch Konturen trotz korrekter Pull Compensation nicht passen.

Wenn du häufig mit Ausrichtung oder Rahmenabdrücken kämpfst, lohnt sich ein Blick auf Magnetrahmen. Sie klemmen gleichmäßiger, ohne Fasern so stark zu quetschen. Begriffe wie Magnetische Einspannstation sind besonders für Serienproduktion interessant.

Prep-Checkliste

  • Artwork: Vektor ist sauber (keine Kreuzungen, keine unnötig vielen Nodes).
  • Größenlimit: Design passt in die verfügbaren tajima Stickrahmen Größen im Betrieb.
  • Material-Map: Klar, ob Beanie (viel Stretch) oder Jeansjacke (stabil).
  • Maschine: Unterfadenspannung geprüft (Drop-Test: hält, rutscht mit leichtem Schnippen).
  • Farbfolge: Gegen die realen Garnkonen an der Maschine geprüft.

6. Setup und Workspace

Im Video wird gezeigt, wie man einen eigenen Workspace speichert.

Final view showing simultaneous update of stitch and vector files.
Synchronization check

Warum das wichtig ist: Muskelgedächtnis. Wenn Tools ständig woanders liegen, verlierst du Flow. Sinnvoll sind z. B. ein „Digitizing“-Workspace (mehr Vektor-/Form-Tools) und ein „Production“-Workspace (mehr Sequenz/Output).

Global View vs. Detail View

Nicht ausschließlich bei 600 % arbeiten. Nutze das Global View-Fenster, um beim Node-Feintuning die Gesamtbalance im Blick zu behalten.

Setup-Checkliste

  • Workspace: Standard-Layout „Digitizing“ geladen.
  • Properties Panel: sichtbar für direktes Feedback.
  • Fly-outs: Sequence View per Sidebar-Hover erreichbar.
  • Grid: auf 10 mm (oder 1 inch) zur realen Skalierung.
  • Eingabe: Maus/Tablet ergonomisch eingestellt.

7. Ablauf: Der Konvertierungs-Workflow

Ein effizienter Pfad von „Kundenmail“ zu „maschinenfertig“:

  1. Pulse Today öffnen: sauber starten oder Template laden.
  2. Import & Analyse: Vektor reinholen, „unmögliche“ Details erkennen (z. B. Text unter 4 mm).
  3. Draw Fusion: Vector -> Stitch ausführen.
  4. Safety Pass:
    • Unterlage: große Flächen mit passender Basis.
    • Winkel: Stichwinkel korrigieren, die gegen Materiallauf arbeiten.
    • Verbindungen: Ein-/Ausstiche so setzen, dass Sprungstiche minimiert werden.
  5. Multi-Select-Edits: Konturen vs. Flächen gezielt trennen, um Dichte/Parameter sauber zu justieren.
  6. Simulation: langsame Wiedergabe ansehen; lange Sprünge über Sichtbereiche vermeiden.

Hardware-Hinweis: Wenn du auf fertigen Caps arbeitest: Der Kappenrahmen für tajima begrenzt, wie nah du an den Schirm kommst. Positioniere das Design im Feld so, dass es nicht zu einem Treffer am Rahmen kommt.

Warnung: Mechanische Sicherheit
Beim Testlauf Hände aus dem Bereich der Nadelstange halten. Nadelbruch kann Splitter schleudern. Bei neuen, ungetesteten Designs und hohen Geschwindigkeiten (1000+ SPM) ist Augenschutz sinnvoll.

Operations-Checkliste

  • Dateiname: als .pxf (editierbar) und als .dst (Stichdaten) gespeichert.
  • Layer-Check: Hintergrundflächen vor Details.
  • Text-Check: Schrift lesbar, mindestens 4–5 mm Höhe.
  • Start/Stop: sinnvoll gesetzt (oft unten mittig oder mittig).
  • Simulation: Stichlauf geprüft, lange Sprünge erkannt.
  • Sync: Vektor und Stichdaten stimmen überein, wenn beides an den Kunden geht.

8. Qualitätschecks & Entscheidungen

Wie entscheidest du, was wirklich an die Maschine darf? Nutze diese Logik.

Decision Tree: Der Materialfaktor

Material Stickvlies-Empfehlung Pull-Comp-Einstellung Hinweis
Baumwoll-T-Shirt Cutaway (Medium) 0,2 mm Mehr Zug, braucht stabile Basis.
Piqué Polo Cutaway (Mesh/No-show) 0,2–0,3 mm Struktur „frisst“ Details, neigt zum Einsinken.
Denim/Canvas Tearaway 0,1 mm Stabil, Standardkompensation reicht oft.
Performance Wear Cutaway + Solvy Topper 0,2 mm Rutschig, Topper hilft gegen Einziehen.

Wenn du mit klassischen Stickrahmen für tajima arbeitest, musst du bei T-Shirts oft konsequenter einspannen, damit nichts wandert. Mit Magnetrahmen kann die Haltekraft gleichmäßiger wirken, ohne das Material so leicht zu verziehen.


9. Troubleshooting-Guide

Wenn es schiefgeht (und das passiert), hilft diese Matrix bei der schnellen Diagnose.

Symptom Wahrscheinliche Ursache Fix (niedrige Kosten $\to$ höhere Kosten)
Auswahl-Frust: „Ich erwische immer die Fläche, nicht die Kontur!“ Überlagerte Objekte Multi-Select: 1× klicken (Fläche), 2× gleiche Stelle (Kontur).
Lücken im Design: Stoff blitzt zwischen Fläche und Rand. Pull Compensation fehlt/zu niedrig Pull Comp erhöhen: 0,1–0,2 mm im Properties Panel. Nicht nur die Kontur „per Hand“ verschieben.
Bretthartes Stickbild: Fläche fühlt sich wie Plastik an. Dichte zu hoch / Überlagerungen Dichte reduzieren: z. B. von 3,5 pt auf 4,5 pt. Zusätzlich prüfen, ob doppelte/verdeckt liegende Stiche vorhanden sind.
Zackige Kanten: Kurven wirken wie Treppen. Auto-Shape bei Details ungenau Manuelles Node-Edit: Linien/Nodes in Draw Fusion glätten.
Rahmenabdrücke: Ringmarke im Stoff. Zu hoher Einspanndruck Ausdämpfen oder auf Tajima Stickrahmen (magnetisch) umsteigen, um Druck gleichmäßiger zu verteilen.

Warnung: Magnet-Sicherheit
Wenn du für die Produktion auf starke Magnetrahmen umsteigst: Neodym-Magnete haben hohe Kraft.
* Quetschgefahr: Rahmen können schlagartig zuschnappen – Finger schützen.
* Medizinische Sicherheit: Abstand zu Herzschrittmachern/Insulinpumpen.
* Elektronik: Abstand zu sensibler Elektronik und Magnetstreifen.

Fazit

Tajima DG/ML v14 liefert mit Multi-Select, Draw Fusion und Live Sync starke Werkzeuge für einen schnelleren Digitalisier-Workflow. Trotzdem gilt: Software ist die Karte – nicht das Gelände.

Erst die Kombination aus digitalen Einstellungen und physischer Praxis bringt reproduzierbare Ergebnisse: passendes Stickvlies, sinnvolle Dichten (4,0–4,5 pt) und sauberes Einspannen.

  • Datei perfekt, aber Einspannen locker → Kräuseln/Verzug.
  • Einspannen stabil, aber Pull Compensation = 0 → Lücken.

Beherrsche das Interface, damit dein Kopf frei bleibt für Material, Zug und Stichreihenfolge. Wenn du dauerhaft gegen Verrutschen oder Rahmenabdrücke kämpfst, ist die nächste sinnvolle Investition vielleicht nicht ein Plugin, sondern Magnetrahmen zur Standardisierung deiner Taschenrahmen für tajima- oder Shirt-Produktionsplätze.

Jetzt Tabs aufräumen – und eine Teststickerei laufen lassen.