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Wenn du schon einmal in deinen Näh-/Stickbereich gekommen bist, auf den Produktionsplan geschaut hast – und dann feststellst, dass genau das eine Teil fehlt, das überall im Rückstand ist –, dann kennst du diesen echten Logistik-Stress in der Maschinenstickerei. Im Video sieht man die spürbare Erleichterung, als gleich vier große Kartons ankommen: endlich wieder Standard-Stickrahmen auf Lager. Aber wir bleiben nicht beim Unboxing-Gefühl stehen.
Dieser Leitfaden ist nicht nur ein Lager-Update, sondern eine praxisorientierte Anleitung zu Einspann-Mechanik: Wie du Brother-Rahmengrößen (8x12, 6x10, 6x6) sinnvoll einsetzt, wie du einen Workflow aufbaust, der Stoffverzug minimiert, und welche Handgriffe den Unterschied zwischen „frustrierend“ und „reproduzierbar professionell“ machen. Egal ob Ein-Nadel-Haushaltsmaschine oder der Blick Richtung Upgrade: Wie du den Stoff hältst, entscheidet über Passung, Stichbild und Reklamationsquote.

Der Moment „Die Stickrahmen sind da“: Warum Brother-Stickrahmen echten Druck auslösen (und wie du ihn schnell rausnimmst)
Rückstände sind nicht einfach „Shopping-Nerv“. Es geht um Fähigkeit: In der Maschinenstickerei ist der Stickrahmen kein Zubehör – er ist die Basis. Er definiert dein maximales Stickfeld, deine Ausrichtung/Passgenauigkeit und am Ende auch, wie planbar du Aufträge abarbeitest.
Wenn die passende Rahmengröße fehlt, entstehen in der Praxis typischerweise drei Problemfelder:
- Erzwungene Improvisation: Du nimmst einen zu großen Stickrahmen für ein kleines Motiv. Dadurch kann der Stoff in der Mitte „arbeiten“ (Flagging = Auf- und Abbewegung), was Fadennester und unsaubere Konturen begünstigt.
- Rahmenspuren (Rahmenabdrücke): Du ziehst den Schraubrahmen zu fest an, um fehlenden Halt zu kompensieren – besonders kritisch bei empfindlichen oder flauschigen Materialien (z. B. Samt, Frottee).
- Workflow-Bremsen: Du musst ständig neu einspannen/umspannen, statt in einem sauberen Ablauf zu produzieren.
Eine verlässliche Quelle für Stickrahmen für brother Stickmaschinen bedeutet: weniger Stillstand, weniger Improvisation. Aber: Haben ist Schritt 1 – sauber beherrschen ist Schritt 2.

Realitätscheck zur Nachlieferung: Brother Quattro Innov-is 6000D 8x12 – plus 6x10 und 6x6 (und die 8x8-Frage)
Im Video wird beim Auspacken klar benannt, welche Größen tatsächlich angekommen sind: 8x12, 6x10 und 6x6. Außerdem wird erwähnt, dass noch nicht geprüft wurde, ob 8x8 dabei ist – und ebenso, dass 9,5x14 ebenfalls (noch) nicht bestätigt wurde. Diese Reihenfolge ist nicht zufällig: Sie spiegelt die Größen wider, die im Alltag am häufigsten gebraucht werden.
Physische Grenzen & „Sicherheitszone“
Jeder Stickrahmen hat eine mechanische Grenze und eine Zone, in der das Material stabil bleibt. Als robuste Praxisregel gilt: Nicht näher als 1/2 inch (1,2 cm) an die Kante des Innenrings sticken.
- 8x12 (die große Fläche): Für größere Platzierungen wie Rückenbereiche, Quilt-Blöcke oder lange Schriftzüge.
- Risiko: Je größer die Fläche, desto eher entsteht in der Mitte ein „Trampolin-Effekt“. Gerade im Zentrum braucht es oft mehr Stabilisierung, als man intuitiv denkt.
- 6x10 (der Allrounder): Deckt viele Standardplatzierungen ab und ist oft der beste Kompromiss aus Stickfeld und kontrollierbarer Spannung.
- 6x6 (das Präzisionswerkzeug): Für kleinere Platzierungen und Teile, bei denen maximale Kontrolle wichtiger ist als Fläche.
Wenn du mit einer brother Stickmaschine mit 8x12 Stickrahmen arbeitest: Behandle das große Feld wie ein „Verstärker“ – kleine Einspannfehler werden sichtbarer. Passt das Motiv in 6x10, nimm 6x10 – auch wenn 8x12 gerade schon montiert ist.

Das „unsichtbare“ Setup vor dem Einspannen: Stoff, Stickvlies und ein 30-Sekunden-Sanity-Check
Anfänger verdächtigen oft zuerst die Maschine (Fadenspannung, Datei, Nadel). Profis schauen zuerst auf den Untergrund: Viele „schlechte Stiche“ sind in Wahrheit „schlechte Physik“ – der Stoff bewegt sich beim Einstich.
Bevor du überhaupt einen Stickrahmen anfasst, stabilisiere die Variablen.
Verbrauchsmaterial, das den Unterschied macht
- Temporärer Sprühkleber (z. B. 505): Um Stoff und Stickvlies leicht zu verbinden, damit in der Rahmenmitte nichts rutscht.
- Passendes Stickvlies: Cutaway für Maschenware/Stretch, Tearaway für stabile Webware.
- Wasserlöslicher Markierstift: Für saubere Mittellinien/Kreuzmarken.
Der 30-Sekunden-Sanity-Check (Fühlen + Sehen)
Teste an einem Reststück, bevor du ein fertiges Teil riskierst:
- Lege dein Stoff/Vlies-Sandwich flach auf den Tisch.
- Lege die Handfläche mittig auf und drehe sie minimal.
- Visuell: Wellen sich Stofflagen „weg“ wie Wasser?
- Haptisch: Fühlt es sich rutschig/ungeankert an?
Wenn ja: Noch nicht einspannen. Dann brauchst du entweder stärkeres Stickvlies oder eine bessere (leichte) Sprühklebung.
Wenn du einen wiederholbaren Ablauf aufbauen willst, suchen viele nach einer Einspannstation für Maschinenstickerei. Eine Einspannstation hält den Außenring stabil, sodass du mit beiden Händen glattstreichen kannst – und reduziert nebenbei Ermüdung in Handgelenk und Unterarm.
Prep-Checkliste (kurz vor dem Einspannen)
- Stabilität: Passt das Stickvlies zur Ware? (Faustregel: Wenn der Stoff dehnt, darf das Vlies nicht „mitdehnen“.)
- Markierung: X/Y-Mitte sauber angezeichnet? (Nicht nach Augenmaß.)
- Hardware: Mit dem Finger über den Innenring fahren: Gibt es Grate/Kerben, die empfindliche Stoffe ziehen können? Falls ja: sehr vorsichtig glätten.
- Sauberkeit: Rückseite prüfen: lose Fäden/Flusen können bei hellen Stoffen durchscheinen.

6x6, 6x10 oder 8x12: Entscheidungslogik, die Umspannen und Flagging reduziert
Effizient arbeitet, wer den kleinsten passenden Stickrahmen nutzt. Mehr „freie“ Stofffläche im Rahmen bedeutet mehr Bewegung.
Entscheidungsbaum: „Klein, straff, kontrollierbar“
- Motivmaß prüfen: Rundum 1 inch (2,5 cm) Sicherheitszugabe addieren.
- Ist das Motiv (inkl. Zugabe) größer als 6x6?
- Nein: 6x6 verwenden (maximale Kontrolle, minimaler Verzug).
- Ja: weiter zu Schritt 3.
- Ist das Motiv (inkl. Zugabe) größer als 6x10?
- Nein: 6x10 verwenden (für viele Anwendungen der beste Standard).
- Ja: weiter zu Schritt 4.
- Ist es ein dichtes Motiv (> 25.000 Stiche) auf dehnbarer Ware?
- Ja: 8x12 – aber zusätzlich eine Lage Stickvlies unterlegen („floaten“) oder einen Magnetrahmen nutzen, um „Hourglassing“ (seitliches Einziehen) zu reduzieren.
- Nein: 8x12 mit passender Standard-Stabilisierung.
Wenn du nach einem Stickrahmen 6x10 für Stickmaschine suchst: Achte auf Formstabilität und sauberen Sitz. Ein verzogener Rahmen ist ein Problemverstärker.

Der Fix, der wirklich zählt: Einspannen, damit der Stoff nicht wandert (auch ohne Einspannstation)
Das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten – und eine der häufigsten Fehlerquellen. Klassische zweiteilige Schraubrahmen halten über Reibung und Schraubdruck. Wenn du den Stoff nach dem Festziehen noch „geradeziehst“, dehnst du Fasern. Nach dem Ausspannen zieht sich der Stoff zurück – die Stickerei nicht. Ergebnis: Wellen/Puckering.
„Neutrale Spannung“ (so, dass es reproduzierbar wird)
- Lockern: Schraube am Außenring so weit öffnen, dass der Innenring ohne Kraft „reinfallen“ könnte.
- Sandwich: Stickvlies und Stoff über den Außenring legen.
- Einsetzen: Innenring mit den Handflächen gleichmäßig nach unten drücken (nicht mit Fingerspitzen punktuell).
- Fühltest: Stoff straff, aber nicht „trommelhart“. Beim Antippen eher ein dumpfes „Papp“-Geräusch als ein hohes „Ping“.
- Festziehen: Schraube anziehen. Danach nicht mehr an den Stoffkanten ziehen.
Wenn Rahmenspuren auftauchen: der richtige Trigger fürs Umdenken
Siehst du nach dem Ausspannen einen glänzenden Ring/Abdruck, war der Rahmen zu fest oder das Material zu empfindlich.
Tool-Upgrade-Pfad (ohne Drama):
- Level 1 (Technik): „Floating“: Nur das Stickvlies einspannen, Stoff oben auflegen/ fixieren.
- Level 2 (Werkzeug): Magnetrahmen: Statt zu quetschen, wird gleichmäßig von oben geklemmt – Rahmenspuren werden deutlich seltener.
Warnung: Quetschgefahr. Beim Einsetzen des Innenrings Hände/Finger nur auf der Oberseite führen. Nicht zwischen Innen- und Außenring geraten – das kann schmerzhaft einklemmen.

Workflow am Versandtag: Erst „Shout Hooray“-Bestellungen, dann Stickrahmen (so bleiben Profis handlungsfähig)
Effizienz heißt nicht hektisch sein, sondern weniger unnötige Handgriffe. Im Video wird ein klarer Tagesplan genannt: erst die „Shout Hooray“-Aufträge fertigstellen, dann die frisch eingetroffenen Rahmen ausliefern. Übertrage das auf deinen Ablauf mit Batching.
„Rule of 6“ als einfache Batch-Logik: Wenn 6 Teile anstehen:
- Schneiden: Stickvlies für alle 6 Teile in einem Rutsch zuschneiden.
- Markieren: Mittellinien auf allen 6 Teilen anzeichnen.
- Einspannen: Teil 1 einspannen und sticken – während die Maschine läuft, Teil 2 vorbereiten (ideal: mit zweitem Rahmen).
Hier lohnt sich ein Satz zusätzlicher brother Stickrahmen: Ein „Lade-Rahmen“ und ein „Lauf-Rahmen“ erhöhen den Durchsatz selbst auf einer Ein-Nadel-Maschine deutlich.
Praxis-Insight: Wenn du mehr Zeit mit Einspannen als mit Sticken verbringst, bist du am „Ein-Nadel-Limit“. Dann ist der nächste sinnvolle Schritt oft entweder Magnetrahmen (Zeit pro Einspannung runter) oder perspektivisch eine Mehrnadelstickmaschine.

Tischhöhe ist nicht nur Komfort – sie beeinflusst die Platzierungsgenauigkeit (Koala vs. Unique Furniture Mindset)
Maschinenstickerei ist körperlich. Ist der Tisch zu hoch, ziehst du die Schultern hoch (Spannung). Ist er zu niedrig, krümmst du dich (Rücken).
Ergonomie-Regel „Ellbogen 90°“: Wenn du an deiner Einspannfläche stehst, sollten die Ellbogen ungefähr im 90°-Winkel sein. So drückst du den Rahmen mit Körpergewicht statt mit Handgelenk.
- Schiefzieh-Effekt: Wenn du dich über einen zu niedrigen Tisch beugst, drückst du unbewusst stärker mit der dominanten Hand – die Ausrichtung wird schief, obwohl die Markierung „eigentlich“ passt.
- Upgrade-Idee: Eine feste Einspannstation für Stickrahmen hält den Rahmen, beide Hände bleiben frei zum Glätten.

Kommentar-Ecke als Werkstatt-Tipp: Quilts, Kimberbell-Projekte – und warum die Rahmengröße hier besonders zählt
In den Kommentaren wird deutlich: Viele Zuschauer*innen sind aktuell stark bei Maschinenstickerei (teils auch in Kombination mit Quilt-Projekten). Gerade beim Quilten ist die Herausforderung oft die Materialstärke: Du spannst nicht nur einen Stoff, sondern ein „Sandwich“.
Klassische Kunststoffrahmen kommen bei Volumen schneller an Grenzen – der Innenring kann bei dickem Aufbau eher nachgeben.
- Praxis-Fix: Ein Magnetrahmen passt sich der Dicke besser an, weil die Klemmkraft senkrecht und gleichmäßig wirkt.
- Konsequenz: Bei ITH-/Block-Projekten ist jede Bewegung kritisch: Sobald etwas rutscht, stimmt die Passung am Ende nicht mehr. Dann lieber konsequent stabilisieren und die kleinste passende Rahmengröße wählen.

Troubleshooting für die „gruseligen“ Fälle: Wenn Rahmen, Stoff und Workflow kippen
Wenn etwas schiefgeht: nicht raten. Diagnose von „physisch“ nach „digital“.
Troubleshooting-Tabelle (praxisnah)
| Symptom | Wahrscheinliche physische Ursache | Quick Fix | Langfristige Lösung |
|---|---|---|---|
| Lücken in Konturen | Stoff hat sich beim Sticken bewegt. | Kleineren Rahmen nutzen; Vlies-Verbund prüfen. | Auf Cutaway umstellen (bei dehnbarer Ware). |
| Rahmenspuren | Reibung/Quetschung durch Kunststoffringe. | Dampf/ausbürsten (je nach Material). | Auf Magnetrahmen umsteigen (Klemmprinzip). |
| Nadelbruch | Nadel trifft den Rahmen. | Motiv in Software neu zentrieren. | Sicherstellen, dass die Maschine die montierte Rahmengröße „kennt“. |
| Wellen/Puckering | Stoff wurde beim Einspannen gedehnt. | Mit „neutraler Spannung“ einspannen (nicht ziehen). | Einspannstation nutzen, gleichmäßiger Druck. |
| Handgelenk-Schmerz | Zu viel Kraft fürs Schrauben nötig. | Schraube nicht „überdrehen“. | Magnetrahmen nutzen, Schrauben entfällt. |
Wenn du Stickrahmen für Stickmaschine vergleichst, priorisiere Formstabilität und Grip. Ein günstiger Rahmen, der sich verzieht, kostet dich schnell mehr durch Ausschuss als er spart.

Upgrade-Pfad (ohne Hard Sell): Wann Brother-Standardrahmen reichen – und wann du sinnvoll aufrüstest
Standardrahmen sind funktional, aber nicht immer effizient.
Standard-Kunststoffrahmen reichen, wenn:
- du überwiegend flache Baumwolle/Canvas stickst,
- du geringe Stückzahlen machst,
- du budgetorientiert arbeitest.
Upgrade auf Magnetrahmen (SEWTECH / Mighty Hoop), wenn:
- Problem: Griffkraft/Handgelenk macht nicht mit.
- Anwendung: dicke Materialien (Handtücher, Taschen, Quilt-Sandwich), die im Kunststoffrahmen schwieriger zu halten sind.
- Business Case: du schneller einspannen musst, um Deadlines zu halten.
Upgrade auf Mehrnadelstickmaschine (SEWTECH), wenn:
- du Aufträge ablehnst, weil Farbwechsel zu viel Zeit fressen,
- du produktionsorientiert arbeiten willst.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Moderne Magnetrahmen nutzen sehr starke Neodym-Magnete.
1. Quetschgefahr: Teile schnappen schnell zusammen – Finger frei halten.
2. Medizinisch: Mindestens 6 inches Abstand zu Herzschrittmachern.
3. Elektronik: Abstand zu Kreditkarten und mechanischen Festplatten.

Setup-Checkliste: Der schnellste Weg, um „Ich hab doch richtig eingespannt… oder?“ zu vermeiden
- Rahmen wählen: Kleinste Größe, die Motiv + 1 inch Puffer abdeckt.
- Maschine prüfen: Genug Platz für den Stickarm, nichts im Weg.
- Nadel: Frische Nadel? (Wechsel als Routine – z. B. nach mehreren Produktionsstunden.)
- Unterfaden: Unterfadenspule ausreichend gefüllt?
- Einspannen & montieren: Stoff einspannen, dann Rahmen an die Maschine.
- Trace/Trial: „Trace/Trial“-Funktion laufen lassen, damit die Nadel nicht an den Rahmen kommt.
Wenn du Einspannstation im Arbeitsbereich einsetzt: fest verschrauben oder rutschfest unterlegen. Eine rutschende Station produziert schiefe Einspannungen.

Betriebs-Checkliste: Worauf du während des Stickens achten solltest (damit du Probleme nicht erst nach dem Ausspannen siehst)
- Die ersten 100 Stiche: Genau beobachten – wenn etwas wandert, dann meist am Anfang.
- Sound-Check: Gleichmäßiges „thump-thump“ ist gut; ein „click-click“ kann auf Fadenstress hindeuten.
- Sichtprüfung: Unterfaden oben sichtbar? (Spannung). Stoff „flaggt“? (Einspann-/Stabilisierungsthema).
- Nicht eingreifen: Hände nicht auf Rahmen/Tisch abstützen, während der Stickarm arbeitet.

Maschinenstickerei ist der Weg von „hoffentlich klappt’s“ zu „ich weiß, dass es klappt“. Dieses Vertrauen kommt aus sauberem Werkzeugverständnis. Ob du gerade frisch gelieferte Brother-Rahmen auspackst oder auf Magnetrahmen umsteigst, um Handgelenke und Zeit zu sparen: Der Stickrahmen ist das Fundament. Richtig stabilisieren, neutral einspannen – und die Physik arbeitet für dich.
FAQ
- Q: Wie nah an den Rand können Brother 8x12-, 6x10- oder 6x6-Stickrahmen ohne Verzug sticken?
A: Ein sicherer Startwert ist, das Motiv mindestens 1/2 inch (1,2 cm) von der Kante des Innenrings entfernt zu halten.- Messen: Vor der Rahmenwahl rundum einen Puffer um das gesamte Motiv einplanen.
- Umsetzen: In der Software das Motiv nach innen verschieben, wenn ein Bereich zu nah an die Rahmenwand kommt.
- Erfolgskontrolle: Konturen „ziehen“ am Rand nicht auf und der Stoff wellt sich nicht zur Rahmenkante hin.
- Wenn es trotzdem scheitert: Wenn möglich auf den nächstkleineren Rahmen wechseln (Motiv + Puffer muss noch passen), um Bewegung zu reduzieren.
- Q: Welche „unsichtbaren“ Hilfsmittel verhindern, dass Stoff im Brother-Stickrahmen schon vor dem Start rutscht?
A: Temporärer Sprühkleber, das passende Stickvlies und ein wasserlöslicher Markierstift helfen vor dem Einspannen.- Verbinden: Stoff leicht auf das Stickvlies sprühheften, damit die Mitte nicht gleitet.
- Abgleichen: Cutaway für Maschenware/Stretch, Tearaway für stabile Webware.
- Markieren: Mittellinien/Kreuzmarken zeichnen statt nach Augenmaß auszurichten.
- Erfolgskontrolle: Beim schnellen Handflächen-Dreh-Test wellt sich der Stoff nicht und fühlt sich nicht rutschig an.
- Wenn es trotzdem scheitert: Auf stärkeres Stickvlies wechseln oder die Sprühheftung verbessern, bevor du einspannst.
- Q: Wie spannt man in einem Brother-Kunststoff-Schraubrahmen ein, ohne dass es nach dem Ausspannen wellt?
A: Mit „neutraler Spannung“ einspannen und nach dem Festziehen nicht mehr an den Stoffkanten ziehen.- Lockern: Außenring so weit öffnen, dass der Innenring ohne Widerstand eingesetzt werden kann.
- Drücken: Innenring mit den Handflächen gleichmäßig einsetzen (nicht mit Fingerspitzen).
- Festziehen: Erst festziehen, wenn der Stoff sauber sitzt – danach nicht mehr „nachziehen“.
- Erfolgskontrolle: Klopftest klingt dumpf (Pappe), nicht hoch wie eine Trommel.
- Wenn es trotzdem scheitert: Stoff „floaten“ (nur Stickvlies einspannen, Stoff oben auflegen/fixieren), um Dehnung zu vermeiden.
- Q: Wie wählt man zwischen Brother 6x6, 6x10 und 8x12, um Umspannen und „Flagging“ zu vermeiden?
A: Nutze den kleinsten Rahmen, der das Motiv plus rundum 1 inch (2,5 cm) Puffer abdeckt.- Messen: Motivgröße prüfen und den Puffer vor der Entscheidung addieren.
- Priorisieren: Wenn 6x6 passt, 6x6 nehmen; für viele Anwendungen 6x10; 8x12 nur wenn nötig.
- Stabilisieren: Bei dichten Motiven (>25.000 Stiche) auf dehnbarer Ware im 8x12 zusätzlich eine Vlieslage unterlegen („floaten“) oder Magnetrahmen nutzen, um „Hourglassing“ zu reduzieren.
- Erfolgskontrolle: Der Stoff „flaggt“ in den ersten Stichen nicht und das Motiv bleibt passgenau ohne Versatz.
- Wenn es trotzdem scheitert: Wenn möglich eine Rahmengröße kleiner gehen oder die Stabilisierung in der Mitte großer Rahmen erhöhen.
- Q: Wodurch entstehen Rahmenspuren bei Brother-Kunststoffrahmen – und was hilft bei Samt, Handtüchern oder empfindlichen Stoffen?
A: Rahmenspuren kommen meist durch zu starkes Anziehen oder Reibung der Kunststoffringe; Floating oder ein Magnetrahmen reduziert die Klemm-/Reibbelastung.- Reduzieren: Schraube nicht „auf Anschlag“ anziehen, sondern Stabilisierung und Sprühheftung korrekt einsetzen.
- Floaten: Nur Stickvlies einspannen, Stoff oben auflegen/fixieren, damit der Flor weniger gequetscht wird.
- Upgrade: Magnetrahmen nutzen, weil er von oben klemmt statt zu „mahlen“.
- Erfolgskontrolle: Nach dem Ausspannen bleibt kein glänzender Ring/abgedrückter Flor sichtbar.
- Wenn es trotzdem scheitert: Innenring auf Grate/Kerben prüfen und bei Bedarf sehr vorsichtig glätten.
- Q: Wie verhindert man Nadelbrüche, wenn die Nadel den Brother-Rahmen trifft?
A: Motiv neu zentrieren und vor dem Sticken immer „Trace/Trial“ laufen lassen.- Prüfen: Sicherstellen, dass die Maschine auf die tatsächlich montierte Rahmengröße eingestellt ist.
- Trace: Trace/Trial ausführen, um den Nadelweg gegen den Rahmen zu prüfen.
- Freiraum: Umgebung freiräumen, damit der Stickarm frei laufen kann.
- Erfolgskontrolle: Trace läuft ohne kritische Nähe, und der Sticklauf bleibt ohne Rahmenkontakt.
- Wenn es trotzdem scheitert: Motivgröße/Position so anpassen, dass keine Stichbahn an die Rahmenbegrenzung kommt.
- Q: Was sind die wichtigsten Sicherheitsrisiken bei Brother-Schraubrahmen und starken Magnetrahmen?
A: Hauptgefahren sind Quetschverletzungen beim Einsetzen sowie das schnelle Zuschnappen von Magneten; Hände korrekt platzieren und Magnete von sensiblen Geräten fernhalten.- Schützen: Beim Einsetzen des Schraubrahmens Finger nur oben auflegen – nie zwischen Innen- und Außenring.
- Kontrollieren: Bei Magnetrahmen Finger frei halten, da Teile schnell zusammenziehen.
- Abstand: Magnetrahmen mindestens 6 inches von Herzschrittmachern, Kreditkarten und mechanischen Festplatten fernhalten.
- Erfolgskontrolle: Rahmen lässt sich ohne schmerzhaftes Einklemmen schließen; Magnetteile werden kontrolliert zusammengeführt (kein „Zuschlagen“ auf Finger).
- Wenn es trotzdem scheitert: Tempo rausnehmen, Handposition ändern und auf einer flachen Fläche oder mit Station schließen, um die Ausrichtung zu kontrollieren.
