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Du bildest dir das nicht ein: Wenn ein .JEF-Design mit mehreren Objekten „fest“ in einem einzigen Farbwechsel ankommt, fühlt es sich an, als würde die Software deine Gestaltung ausbremsen.
Die ruhige Wahrheit aus der Praxis: Du kannst innerhalb eines einzigen Farbwechsels auf der Janome Horizon Memory Craft 15000 trotzdem die Garnfarbe ändern – nur eben über die Stichposition, nicht über ein „Auftrennen“ der Objekte.
Dieser Beitrag baut den exakten Ablauf aus dem Video nach (Horizon Link Suite → Embroidery Simulator → Stichzahl notieren → auf der Janome 15000 per Rechner-Sprung anfahren). Zusätzlich ergänze ich die praxisrelevanten Gewohnheiten rund um Vorbereitung und Neustart, damit der Sticklauf sauber bleibt. Das eigentliche Risiko ist nicht das Finden der Stichnummer – sondern was mit Fadenspannung, Vernähpunkten und Passung passiert, wenn du eine Maschine mitten im Lauf stoppst und wieder startest.

Das eigentliche Problem: zusammengefasste .JEF-Farblagen in Horizon Link Suite (und warum du nichts „falsch“ machst)
In Horizon Link Suite (Embroidery Link Tool) kommt eine .JEF-Datei häufig so an, dass mehrere Objekte innerhalb einer Farblage zusammengefasst sind. In der Design List kannst du nach unten scrollen und siehst klar: Eine Lage kann mehrere getrennte Elemente enthalten – z. B. mehrere Blätter oder viele kleine Details – die du gern in unterschiedlichen Farben sticken würdest.
Die Einschränkung ist technisch, nicht persönlich. In diesem Workflow kannst du das Design nicht auseinandernehmen wie in einer vollwertigen Digitalisier-Software (z. B. Wilcom oder Hatch). Der klassische Weg – Objekte in separate Farbwechsel zu trennen – steht hier schlicht nicht zur Verfügung.
Genau deshalb ist dieser Workaround so wertvoll: Statt die Datei strukturell zu „splitten“, suchst du die exakte Stichzahl, an der Objekt A endet und Objekt B beginnt. Danach lässt du die Maschine genau an dieser Stelle anhalten bzw. dorthin springen, um die Garnfarbe manuell zu wechseln.
Wenn du eine janome Stickmaschine nutzt und dich bei Kaufdesigns eingeschränkt fühlst, ist das eine dieser „versteckt offensichtlichen“ Fähigkeiten, mit denen aus einer starren Datei wieder ein anpassbares Design wird.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die dir später Nerven spart: Stopp planen, Neustart planen, Vernähpunkte mitdenken
Bevor du überhaupt den Simulator öffnest, musst du deine Rahmenbedingungen festlegen. Ein Stopp mitten im Lauf unterbricht den Rhythmus der Maschine – und genau darauf musst du dich einstellen.
Frag dich:
- Umfang: Änderst du nur ein Objekt (z. B. ein Blatt von Schwarz auf Rot), oder planst du viele Wechsel (z. B. „Regenbogen“-Effekt über mehrere Elemente)?
- Menge: Ist es ein Einzelstück – oder willst du das auf 50 Shirts reproduzieren? (Bei Serie: Lies unten den Abschnitt Upgrade-Pfad – manuelle Stopps fressen Durchsatz.)
Ein Stopp innerhalb eines Farbwechsels bringt drei typische Praxisrisiken mit:
- Passung/Ausrichtung: Der Stoff kann sich minimal entspannen, wenn die Maschine stoppt – das nächste Objekt sitzt dann sichtbar versetzt.
- Fadennester: Ein unsauberer Neustart kann unten am Greiferbereich ein „Bird’s Nest“ verursachen.
- Sichtbare Vernähpunkte/Knoten: Vernähungen, die sonst unauffällig bleiben, können als kleine „Knubbel“ oben sichtbar werden.
Prep-Checkliste (BEVOR du die Software öffnest)
- Dateiformat prüfen: Sicherstellen, dass es wirklich eine .JEF-Datei ist.
- Ziel definieren: Den konkreten Farbwechsel/Layer identifizieren, in dem du „splitten“ willst.
- Prinzip „letzter Stich“: Du suchst den letzten Stich des ersten Objekts – direkt bevor der Sprung/Versatz zum nächsten Objekt passiert.
- Hilfsmittel bereitlegen: Notizblock + Stift (nicht auf Gedächtnis verlassen).
- Stabilität im Blick: Wenn du rutschige (Nylon, Satin) oder elastische Ware (Jersey) einspannst, bedenke: Manuelle Stopps verstärken jede Schwäche beim Einspannen. Gegebenenfalls mit passender Stabilisierung arbeiten (z. B. mit zusätzlichem wasserlöslichem Topping bei problematischen Oberflächen).
Warnung: Mechanische Sicherheit. Sobald du zum Schneiden von Sprungstichen oder zum Einfädeln in den Nadelbereich greifst: Fuß vom Pedal (falls vorhanden) bzw. die „Lock“-Funktion nutzen. Unbeabsichtigtes Anlaufen beim Einfädeln kann schwere Fingerverletzungen verursachen.

Embroidery Simulator in Horizon Link Suite aktivieren (die Klickfolge, die wirklich zählt)
Die Navigation in Horizon Link Suite ist nicht immer intuitiv. Die Stichzählung findest du nicht zuverlässig in der normalen „Edit“-Ansicht – du musst in den Simulator.
Geh exakt so vor:
- Horizon Link Suite öffnen und das Design laden.
- Zum Reiter Home wechseln.
- View Embroidery auswählen (das Symbol wird dunkler/markiert).
- Oben im Menüband den Reiter View anklicken.
- Embroidery Simulator starten.
Im Simulator ändert sich die Oberfläche: Du siehst Wiedergabe-Controls (Start/Play, Pause usw.) und – entscheidend – den Stitch Counter (Stichzähler).

Den exakten Stich-Übergang finden (der „Sprungmoment“, den du suchst)
Jetzt kommt die Detektivarbeit: Du simulierst den Sticklauf, um den Moment zu finden, an dem ein Objekt fertig ist und die Maschine zum nächsten Bereich „springt“.
Im Simulator kannst du über ein Dropdown/Navigation in unterschiedlichen Schritten vor- und zurückgehen:
- Layer (zu grob)
- 100 Stiche (grobe Sprünge)
- 10 Stiche (zum Annähern)
- 1 Stich (präzises „Einrasten“)
Die Annäherungsmethode:
- Play/Start laufen lassen, bis du in die Nähe des gewünschten Objekts kommst, dann sofort Pause.
- Im Dropdown auf 10 Stiche stellen und vorwärts klicken, bis das Objekt fast fertig ist.
- Auf 1 Stich umstellen.
- Jetzt wirklich Stich für Stich vorwärts klicken.
- Visueller Hinweis: Du suchst den Moment, in dem eine lange gerade Linie (Sprungstich/Travel) erscheint oder das Fadenkreuz/der Marker plötzlich an eine neue Position springt.
Die Stichzahl unmittelbar vor diesem Sprung ist dein Breakpoint.
Wenn du bei anspruchsvollen Einspannen für Stickmaschine-Jobs arbeitest (z. B. Taschen/Teile, die im Rahmen „kämpfen“), achte darauf, nicht mitten in einem Bereich zu stoppen, der gerade stark aufbaut. Je sauberer der Übergangspunkt, desto stressfreier der Neustart.

Stichzahl notieren wie eine Produktionsnotiz (weil es genau das ist)
Klingt banal – ist aber der Punkt, an dem die meisten Fehler passieren. Du glaubst, du merkst dir „404“. Spätestens nach Einfädeln und einem kurzen Ablenkungsmoment ist die Zahl weg.
Schau im Simulator in die Anzeige des Stichzählers. Im Video-Beispiel passiert der Sprung nach Stich 404.
Notiere es so:
- Stopp 1: 404 (Wechsel Schwarz → Rot)
- Stopp 2: 1167 (Wechsel Rot → Grün)
Das ist dein „Flugplan“. Die Farbinformation direkt neben der Zahl verhindert Verwechslungen an der Maschine.

Nicht verzetteln: So rettest du dich, wenn 100-Stich-Sprünge über das Detail hinausschießen
Überschießen passiert fast immer: Einmal zu oft „100 Stiche“ – und du bist über den Übergang hinweg.
Die Lösung:
- Simulation nicht neu starten.
- Richtung auf Backward umstellen.
- In 100er- oder 10er-Schritten zurück, bis du klar vor dem Sprung bist.
- Wieder auf Forward und dann in 1 Stich-Schritten sauber herantasten.
Wie beim Einparken: Wenn du drüber bist, setzt du zurück und rollst langsam rein – du fährst nicht „einfach weiter“.

Das zweite Beispiel (1167) zeigt: Die Methode funktioniert über das ganze Design hinweg
Im Video wird ein zweiter Breakpoint bei Stich 1167 gezeigt.
Das bestätigt den Ansatz: Du bist nicht auf einen einzigen Wechsel begrenzt. Theoretisch kannst du sehr viele Farbwechsel in einem Design setzen – praktisch gilt aber: Jeder manuelle Stopp kostet Zeit. Im Video wird auch klar, dass das Durchklicken im Simulator Geduld braucht.
Wenn du merkst, dass du für ein Design sehr viele Stopps notierst, prüfe nüchtern, ob der Zeitaufwand zur gewünschten Individualisierung passt.

Auf der Janome 15000 mit dem Rechner-Symbol zur exakten Stichzahl springen (das ist der Kern des „Hacks“)
Jetzt geht’s vom PC an die Maschine. Du hast deine Notizen mit den Stichzahlen (z. B. 404, 1167).
Auf dem Janome-15000-Bildschirm „Ready to Sew“:
- Suche das Symbol, das wie ein kleiner Rechner/Calculator aussieht.
- Antippen – es öffnet sich ein Zahlenfeld.
- Deine erste Breakpoint-Zahl eingeben: 404.
- Mit OK/Enter bestätigen.
- Praxis-Check: Du hörst, wie der Stickarm/der Rahmen in Position fährt. Am Bildschirm sollte die Position genau an den Endpunkt von Objekt A springen.
Damit hast du das Design „gesplittet“, ohne die Datei zu digitalisieren. Du nutzt im Prinzip eine Sprung-/Wiederaufnahme-Funktion gezielt für den Farbwechsel.
Viele, die mit Standard-Stickrahmen für Stickmaschine arbeiten, wünschen sich mehr Kontrolle – diese Rechner-Funktion ist genau dafür ein extrem starkes Werkzeug.

Der Neustart ist wichtiger als der Stopp: So wechselst du Garn ohne hässliche Vernähpunkte oder Spannungsdrama
Hier kommt der Praxis-Teil, der im Alltag den Unterschied macht. Das Video zeigt dir, wie du springst – aber die saubere Ausführung beim Wiederanlaufen entscheidet über die Optik.
Beim Neustart nach einem manuellen Stopp ist die Fadenspannung nicht „sofort“ stabil. Die ersten Stiche sind kritisch.
Protokoll „Sauberer Neustart“:
- Garn wechseln: Neue Farbe einfädeln.
- Unterfaden kurz prüfen: Ist die Unterfadenspule knapp? Dann jetzt wechseln – ein Unterfadenabriss direkt nach dem Farbwechsel ist besonders nervig.
- Fadenende festhalten: Oberfadenende mit leichter Spannung festhalten.
- Erste Stiche beobachten: Start drücken, 3–4 Stiche laufen lassen, dann loslassen.
- Nach kurzer Strecke schneiden: Nach ca. 10 Stichen kurz pausieren und Fadenenden sauber kürzen.
Entscheidungslogik: Stabilisierung bei manuellen Stopps
Weil du den Prozess unterbrichst, ist dein Vlies die „Verankerung“, die Passung stabil hält.
- Dehnbare Maschenware (T-Shirts/Jersey) → stabilere Lösung wählen, weil Handling im Rahmen Bewegung verstärkt.
- Gewebe (Denim/Canvas) → meist weniger kritisch, weil der Stoff selbst formstabiler ist.
- Hochflor (Frottee/Fleece) → wasserlösliches Topping hilft, damit die neuen Stiche beim langsameren Wiederanlauf nicht im Flor versinken.

Tempo vs. Präzision: Die Stich-Schrittweite so wählen, dass du keine Stunde verlierst
Effizienz zählt – du willst nicht ewig nach einer Zahl suchen.
Bewährter Navigationsrhythmus:
- Mit 100 Stichen Strecke machen.
- Auf 10 Stiche wechseln, wenn du nah dran bist.
- 1 Stich nur für die letzten Klicks.
Der Simulator kann träge reagieren – langsam klicken und dem Bildschirm Zeit geben, nachzuziehen.
Wenn du mit einer Einspannstation für Stickrahmen arbeitest, um Textilien sauber auszurichten, willst du diese Präzision nicht durch hektisches „Überklicken“ im Simulator verspielen.

Den Simulator richtig verlassen (damit du nicht wieder in der Wiedergabe landest)
Klingt nebensächlich, ist aber in der Praxis ein häufiger Stolperstein:
- Im Simulator auf Exit klicken.
- Zurück zum Reiter Home.
- Embroidery Edit auswählen, um wieder in den normalen Arbeitsmodus zu kommen.
Nicht einfach das Fenster „wegklicken“ – sonst verlierst du ggf. den Kontext.

Profi-Tipps aus der Praxis: Wo es bei Farbwechseln mitten im Farbwechsel typischerweise schiefgeht
Hier sind die häufigsten Fehlerbilder, die bei diesem Vorgehen auftreten – und wie du sie systematisch eingrenzt.
1. Der „Geister-Knoten“
- Symptom: Ein kleiner harter Knubbel oben am Neustartpunkt.
- Ursache: Vernähung/Tie-off wurde ungünstig getroffen und beim Neustart entsteht erneut eine sichtbare Sicherung.
2. Farbverwechslung
- Symptom: Du stoppst bei 404 – und weißt an der Maschine nicht mehr, welche Farbe als Nächstes kommt.
- Ursache: Unklare Notizen.
3. Rahmenspuren / Rahmenabdrücke
- Symptom: Bei langen Projekten mit vielen Stopps entstehen Druckspuren vom Rahmen.
- Ursache: Langes Einspannen unter Druck.
4. „Warum ist die Spannung plötzlich komisch?“
- Symptom: Die neue Farbe wirkt locker oder bildet Schlaufen.
- Ursache: Beim manuellen Einfädeln wurde die Fadenspannungseinheit nicht sauber getroffen.
Upgrade-Pfad: Wann der Hack perfekt ist – und wann du dein Setup ändern solltest
Die Stichzahl-Methode ist ein starker Trick für gelegentliche Individualisierung. Wenn du aber produktiv arbeiten willst, musst du erkennen, wann der Hack zum Flaschenhals wird.
Szenario A: „Ich hasse Rahmenspuren und langes Einspannen.“ Wenn du viele manuelle Farbwechsel machst, bleibt das Textil lange unter Spannung. Klassische Rahmen können Abdrücke hinterlassen.
- Upgrade: Ein Magnetrahmen.
- Warum: Magnetkraft hält sicher, ohne Fasern so stark zu quetschen. Korrekturen gehen schneller, und Abdrücke werden reduziert.
Warnung: Magnet-Sicherheit. Magnetrahmen arbeiten mit sehr starken Magneten. Finger können schmerzhaft eingeklemmt werden. Mindestens 6 inches Abstand zu Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Kreditkarten und Laptops halten.
Szenario B: „Ich habe 20 Shirts mit je 3 Farbwechseln.“ 20 Teile × 3 Stopps = 60 Unterbrechungen. Das zerstört den Durchsatz.
- Upgrade: Eine schnelle Mehrnadelstickmaschine (z. B. SEWTECH-Serie).
- Warum: Mehrere Farben sind gleichzeitig eingefädelt; Stopps sind geplant, nicht manuell erzwungen.
Szenario C: „Nach dem erneuten Einspannen ist alles schief.“
- Upgrade: Eine Einspannstation für Stickrahmen.
- Warum: Wiederholgenaue Positionierung verbessert die Ausrichtung – besonders, wenn Designs über mehrere Einspannungen laufen.
Szenario D: Kompatibilität prüfen
- Ausrüstung immer abgleichen. Ein Set Stickrahmen für janome memory craft 500e kann ähnlich aussehen wie 15000-Rahmen, aber die Aufnahme/Mechanik kann abweichen. Prüfe die Kompatibilität zu deinem Maschinenarm.
Setup-Checkliste (direkt bevor du auf „Start“ drückst)
- [ ] Stichzahlen (Breakpoints) sind notiert und gegengeprüft.
- [ ] Garnfarben liegen in der richtigen Reihenfolge bereit.
- [ ] Unterfadenspule ist mindestens zu 50% gefüllt.
- [ ] Stoff ist sicher eingespannt.
- [ ] Maschine ist frei von alten Einstellungen/Designs.
Ablauf-Checkliste (während des Stickens)
- [ ] Stopp: Bei der notierten Stichzahl pausieren.
- [ ] Schneiden: Faden der vorherigen Farbe trennen.
- [ ] Wechsel: Neue Farbe einfädeln (Floss-Check: sitzt in den Spannungsscheiben).
- [ ] Halten: Fadenende leicht festhalten.
- [ ] Start: 3–5 Stiche anlaufen lassen.
- [ ] Kontrolle: Stichbild prüfen (keine Schlaufen).
- [ ] Fadenende kürzen: Nach kurzer Strecke sauber schneiden und normal weiterlaufen lassen.
FAQ
- Q: Wie können Nutzer der Janome Horizon Memory Craft 15000 die Garnfarbe innerhalb eines einzigen zusammengefassten .JEF-Farbwechsels in Horizon Link Suite ändern?
A: Nutze Breakpoints über Stichzahlen und die Stichsprung-/Rechner-Funktion der Janome 15000, statt zu versuchen, Objekte in der Software zu trennen.- Horizon Link Suite öffnen → Home → View Embroidery → View-Reiter → Embroidery Simulator.
- Bis zum Zielobjekt laufen lassen, dann in 10-Stich-Schritten und zum Schluss in 1-Stich-Schritten den Sprungmoment finden.
- Die Stichzahl direkt vor dem Sprung (Jump/Positionswechsel) notieren, dann diese Zahl am Rechner-Symbol der Janome 15000 eingeben und mit der neuen Farbe weitersticken.
- Erfolgscheck: Rahmen/Stickarm fährt exakt an den Endpunkt von Objekt A, und die nächsten Stiche beginnen nach dem Farbwechsel auf Objekt B.
- Wenn es nicht klappt: Prüfen, ob es wirklich eine .JEF-Datei ist, und den Breakpoint erneut mit 1-Stich-Schritten suchen (oft liegt man 1–3 Stiche daneben).
- Q: Welcher visuelle Hinweis zeigt im Horizon Link Suite Embroidery Simulator den richtigen Breakpoint-Stich für einen Farbwechsel mitten im Farbwechsel bei Janome-.JEF-Dateien?
A: Der richtige Breakpoint ist die Stichzahl unmittelbar bevor der Simulator die lange Sprunglinie zeichnet oder das Fadenkreuz plötzlich an eine neue Position springt.- Simulator nahe an das Ziel laufen lassen, pausieren und in 10-Stich-Schritten annähern.
- Für die letzten Klicks auf 1-Stich-Schritte wechseln und genau beobachten.
- Auf dem Stich direkt vor der langen Travel-/Sprunglinie stoppen.
- Erfolgscheck: Ein weiterer Klick erzeugt klar den Sprung/Travel in den nächsten Bereich, statt im gleichen Objekt weiterzufüllen.
- Wenn es nicht klappt: Mit Backward (10/100) zurück und erneut in 1-Stich-Schritten vorarbeiten, damit du nicht „hinter“ dem Sprung landest.
- Q: Wie können Nutzer der Janome Horizon Memory Craft 15000 reagieren, wenn Horizon Link Suite den Breakpoint beim Springen in 100-Stich-Schritten überschießt?
A: Nicht neu starten – im Simulator auf Backward umstellen, über den Sprung zurückgehen und dann mit 10 und 1 Stich wieder sauber herantasten.- Richtung auf Backward stellen und in 100 oder 10 Stichen zurück, bis du klar vor dem Sprung bist.
- Wieder auf Forward und in 10 Stichen annähern.
- Mit 1 Stich den exakten Breakpoint finden.
- Erfolgscheck: Du kannst wiederholt auf derselben „direkt vor dem Sprung“-Stichzahl landen.
- Wenn es nicht klappt: Langsamer klicken und dem Simulator Zeit geben (Lag kann dazu führen, dass es wie ein Klick wirkt, aber weiter springt).
- Q: Wie verhindern Nutzer der Janome Horizon Memory Craft 15000 nach einem Stichsprung-Farbwechsel Fadennester und unsaubere Startpunkte?
A: Das Oberfadenende für die ersten 3–5 Stiche festhalten und nach kurzem Lauf schneiden, damit die Spannung sauber greift.- Auf die neue Farbe wechseln und einen kurzen „Floss“-Check machen, damit der Faden sicher in den Spannungsscheiben sitzt.
- Unterfadenspule vor dem Neustart prüfen und bei Bedarf jetzt wechseln.
- Oberfadenende leicht festhalten, Start drücken, nach 3–4 Stichen loslassen.
- Nach ca. 10 Stichen kurz pausieren und Fadenenden dicht am Stoff kürzen.
- Erfolgscheck: Die ersten Stiche liegen flach, ohne Schlaufen oben und ohne Fadenknäuel unten.
- Wenn es nicht klappt: Komplett neu einfädeln und den Floss-Check wiederholen – „nicht in den Spannungsscheiben“ ist eine häufige Ursache.
- Q: Welche Stabilisierung hilft, Passungsfehler zu vermeiden, wenn Nutzer der Janome Horizon Memory Craft 15000 mehrere manuelle Stopps für Farbwechsel machen?
A: Wähle die Stabilisierung nach Material, weil manuelle Stopps jede Bewegung verstärken – bei Maschenware ist eine stabilere Verankerung sinnvoll, und bei Hochflor hilft ein Topping.- Bei dehnbaren Shirts/Jersey eine stabilere Stabilisierung nutzen, damit Handling beim Farbwechsel weniger verschiebt.
- Bei Gewebe (Denim/Canvas) je nach gewünschtem Finish stabilisieren.
- Bei Frottee/Fleece wasserlösliches Topping ergänzen, damit Stiche beim Wiederanlauf nicht einsinken.
- Erfolgscheck: Nach dem Neustart sitzt das nächste Objekt ohne sichtbaren Versatz/„Schatten“.
- Wenn es nicht klappt: Einspannsicherheit prüfen – manuelle Pausen zeigen oft, ob der Stoff im Rahmen nachgibt.
- Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen im Nadelbereich sollten Nutzer der Janome Horizon Memory Craft 15000 beim Schneiden von Sprungstichen oder beim Garnwechsel mitten im Design beachten?
A: Maschine sperren („Lock“) bzw. unbeabsichtigtes Starten verhindern, bevor Hände in den Nadelbereich kommen.- Lock-Modus aktivieren (oder Fuß vom Pedal), bevor du schneidest oder einfädelst.
- Finger aus dem Nadelweg halten.
- Erst starten, wenn Hände komplett frei sind und der Fadenweg geprüft ist.
- Erfolgscheck: Die Maschine kann nicht „aus Versehen“ anlaufen, während du im Nadelbereich arbeitest.
- Wenn es nicht klappt: Im Janome-15000-Handbuch die korrekte Sperr-/Disable-Prozedur für dein Setup nachschlagen.
- Q: Wann sollten Nutzer der Janome Horizon Memory Craft 15000 im Produktionsalltag von manuellen Stichsprung-Farbwechseln auf Magnetrahmen oder eine Mehrnadelstickmaschine umsteigen?
A: Nutze manuelle Stichsprünge für gelegentliche Individualisierung – steige um, wenn Stopps Rahmenspuren verursachen, die Ausbringung bremsen oder die Ausrichtung leidet.- Level 1 (Technik): Breakpoints nutzen, wenn es nur wenige Stopps sind und es ein Einzelauftrag ist.
- Level 2 (Tooling): Magnetrahmen einsetzen, wenn lange Einspannzeit zu Rahmenspuren führt oder häufig nachjustiert werden muss.
- Level 3 (Kapazität): Auf Mehrnadelstickmaschine umsteigen, wenn viele Wiederholungen mit vielen Farbwechseln nötig sind (manuelle Unterbrechungen zerstören den Durchsatz).
- Erfolgscheck: Weniger Stillstandszeit und weniger sichtbare Fehler (weniger Abdrücke, weniger Neustart-Probleme, bessere Passung).
- Wenn es nicht klappt: Manuelle Stopps pro Teil und Zusatzminuten tracken – steigen die Werte, ist der Hack ausgereizt.
- Q: Welche Magnet-Sicherheitsregeln sollten Nutzer bei Magnetrahmen während langer Stickläufe auf der Janome Horizon Memory Craft 15000 beachten?
A: Magnetrahmen wie Industrie-Magnete behandeln: Quetschungen vermeiden und Abstand zu Implantaten und empfindlichen Gegenständen halten.- Mindestens 6 inches Abstand zu Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Kreditkarten und Laptops.
- Magnete kontrolliert und mit ruhiger Hand aufsetzen, damit sie nicht „zuschnappen“.
- Magnete getrennt und stabil lagern, damit sie nicht unkontrolliert zusammenknallen.
- Erfolgscheck: Stoff sitzt sicher ohne harte Abdrücke, und das Handling bleibt kontrolliert.
- Wenn es nicht klappt: Anwendung pausieren und die Handhabung anpassen – starke Magnete erfordern oft langsames, beidhändiges Ausrichten.
