Trevor-Palooza 2.0 (13.–15. Nov. 2025): Was du lernst, was du mitbringen solltest und wie du schneller zu besseren Ergebnissen kommst

· EmbroideryHoop
Trevor Conquergoods Trevor-Palooza 2.0 bei Mulqueen Sewing (Tempe, Arizona) ist ein praxisnahes, von Floriani gesponsertes Maschinenstickerei-Event mit Garnstickerei, Mylar mit Mesh, Freestanding Lace, Fransen, „Thread Velvet“, Cutwork und mehrlagiger Applikation – inklusive Bonus-Designs für Teilnehmende. Dieser Leitfaden übersetzt das, was der Kurs verspricht, in eine umsetzbare Vorbereitung (Nadeln, Stickvlies, Hilfsmittel, Sicherheit), hilft bei der Entscheidung zwischen 1-Tag vs. 2-Tage und zeigt typische Qualitäts- und Workflow-Fallen, die auftreten, wenn du diese Techniken zuhause oder in einer kleinen Produktion nacharbeitest.
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Inhaltsverzeichnis

Wer ist Trevor Conquergood?

Wenn du dich in der Maschinenstickerei schon länger bewegst, kennst du vermutlich das „Plateau der Frustration“: Du hast eine gute Maschine – aber die Ergebnisse sind mal top, mal enttäuschend. Die, die dieses Plateau verlassen, sind nicht zwingend die mit dem teuersten Setup, sondern die, die Stickerei als planbaren Prozess behandeln – nicht als Ratespiel.

Trevor Conquergood steht genau für diese Denkweise. Mit über 40 Jahren Erfahrung vermittelt er nicht nur „welchen Knopf man drückt“, sondern die Grundlagen dahinter: warum Stiche entstehen, warum Materialien sich verhalten wie sie sich verhalten – und wie du Fehler systematisch vermeidest. In diesem Guide schauen wir uns das Programm an, das er für „Trevor-Palooza 2.0“ bei Mulqueen Sewing in Tempe, Arizona ankündigt, und übersetzen es in eine praktische, wiederholbare Arbeitsweise (SOP) für dein eigenes Studio.

Title card showing 'Attention Embroiderers of All Levels' and event name 'Trevor-Palooza 2.0'.
Video intro

Einordnung: Von der „Event-Ankündigung“ zum Praxis-Leitfaden

Das Video ist in erster Linie eine Einladung – dieser Text ist dein Arbeitsleitfaden. Wir schließen die Lücke zwischen „ich habe davon gehört“ und „ich kann es sauber sticken, ohne Nadeln zu brechen oder Teile zu ruinieren“.

  1. Technik zerlegen: Was bei Garn, Mylar und 3D-Effekten physikalisch passiert.
  2. Praxis-Checks: Woran du während des Stickens erkennst, ob es „richtig läuft“.
  3. Workflow stabilisieren: Wenn du vom Hobby in Richtung Auftragsarbeit gehst, entstehen Reibungsverluste oft beim Einspannen und Positionieren. Eine Einspannstation für Stickmaschine kann hier für reproduzierbare Ausrichtung und weniger Ausschuss sorgen.
Trevor speaking to the camera with event details on the right side of the screen.
Introduction

Das Programm: Trevor-Palooza 2.0 in der Praxis gedacht

Das Programm wirkt auf den ersten Blick simpel – ist es aber nicht. Viele der Techniken verunsichern, weil „fremde Materialien“ in den Stichbereich kommen oder weil du nach dem Sticken schneiden/weiterverarbeiten musst. Genannt werden:

  • Garnstickerei: Struktur durch Aufnähen/Übersticken dicker Fasern.
  • Mylar & Mesh: Reflektierende Folie in Kombination mit leichtem Netz.
  • Freestanding Lace (FSL): Spitze, die ohne Trägerstoff stabil bleibt.
  • Dimensionale Effekte: Fransen, „Thread Velvet“ und Cutwork.
  • Mehrlagige Applikation: Tiefe durch mehrere Stofflagen.
Graphic overlay detailing 'Embroidery Fun' and sponsor information.
Event description

Warum Specialty-Techniken „Respekt“ machen

Weil sie deine Fehlertoleranz verkleinern. Baumwolle verzeiht viel; Mylar, Garn oder Schnitttechniken verzeihen wenig. Wichtig: Die meisten Probleme sind keine „Maschinenprobleme“, sondern Vorbereitungsprobleme.

  • Physik: Der Stoff wandert, weil der Stickrahmen nicht stabil genug hält.
  • Materialwahl: Das Stickvlies löst sich zu schnell auf oder ist zu steif/zu weich für den Fall des Materials.
  • Geometrie: Die Nadel trifft Garn/Volumen ungünstig, wird abgelenkt – es kommt zu Fehlstichen oder Fadenriss.

Entscheidungshilfe: „Material-Rezept“ (Stoff + Stickvlies)

Bevor du ein Design startest, wähle dein „Sandwich“ bewusst. Diese Logik reduziert Trial-and-Error.

START: Was ist die Haupt-Herausforderung?

  1. „Das Objekt soll frei stehen.“ (z. B. Spitze, Anhänger)
    • Prinzip: Du brauchst ein Trägermaterial, das stabilisiert und später verschwindet.
    • Rezept: Schweres wasserlösliches Vlies (vilene-ähnlich) x 2 Lagen. Heat-Away für Spitze nur verwenden, wenn es ausdrücklich so vorgesehen ist.
  2. „Ich schneide Löcher in den Stoff.“ (z. B. Cutwork, Reverse Applikation)
    • Prinzip: Der Stoff verliert Stabilität – das Vlies muss temporär die „neue Stoffbasis“ sein.
    • Rezept: Starkes Cut-Away. (Mesh/Polymesh kann hier zu schwach sein; eher klassisches Cut-Away in der genannten Stärke.)
  3. „Ich sticke auf einer glatten, rutschigen, reflektierenden Oberfläche.“ (z. B. Mylar)
    • Prinzip: Nadelstiche wirken wie eine Perforation – die Folie kann entlang der Einstiche reißen.
    • Rezept: Mittleres Cut-Away (Basis) + Mylar + leichtes wasserlösliches Topping (damit der Fuß die Folie nicht „schiebt“/einhakt).
  4. „Ich baue 3D-Textur auf.“ (z. B. Garn, Fransen)
    • Prinzip: Mehr Reibung, mehr Zug, mehr Risiko für Fadenstress.
    • Rezept: Festes Tear-Away (bei Gewebe) oder Cut-Away (bei Maschenware) + Oberfadenspannung um 10–15 % reduzieren.
Trevor describing specific embroidery techniques like yarn and mylar.
Curriculum overview

Technischer Deep Dive: Garn, Mylar und Thread Velvet

Trevor hebt diese Bereiche besonders hervor. So setzt du sie mit „Industrie-Brille“ um.

Text on screen listing techniques: 'Dimensional embroidery techniques like fringe and thread velvet'.
Listing techniques

Garn & Couching: Den „Thump“ kontrollieren

Bei Garnstickerei wird im Prinzip über ein dickes Material genäht.

  • Risiko: Ist der Nähfuß zu niedrig, schiebt/zieht er das Garn – das Motiv verzieht sich.
  • Abhilfe: Falls deine Maschine es zulässt, Nähfußhöhe um 1–2 mm erhöhen.
  • Geschwindigkeit: Solche Designs nicht mit 1000 SPM durchjagen. Der praxisnahe Bereich liegt bei 400–600 SPM.
  • Praxis-Check: Ein gleichmäßiges thump-thump kann normal sein. Ein hartes Knacken oder „Schleifen“ deutet darauf hin, dass Garn/Fadenführung hängen bleibt.

Wenn du das in Serie machen willst (z. B. 20+ Hoodies), wird manuelles Einspannen schnell zum Engpass. Eine standardisierte Positionierung über Einspannstation hilft, dass das Motiv jedes Mal an der gleichen Stelle landet – statt „nach Augenmaß“.

Mylar & Mesh: Das „Drift“-Problem

Mylar ist rutschig. Legst du es nur auf, kann es sich schon beim Unterleger verschieben („Crinkle Drift“).

  • Abhilfe: Eine Heftnaht/„Basting Box“ (lockerer Geradstich-Rahmen um die Fläche) vor dem Hauptdesign.
  • Fixierung: Temporärer Sprühkleber (505) oder Papier-/Medical-Tape an den Ecken – idealerweise so, dass Mylar am Vlies fixiert ist und nicht „im Rahmen schwimmt“.

Dimensionale Effekte: Fransen und „Velvet“

Bei „Thread Velvet“ werden Satinspalten gestickt und anschließend werden die Schlaufen durch Aufschneiden gelöst.

  • Kritischer Fehler: Zu früh schneiden.
  • Praxis-Tipp: Einen Tropfen Nahtversiegler (Fray Check) auf der Rückseite an die Verriegelungsstiche/Anker geben, bevor du vorne die Schlaufen schneidest. Das reduziert das Risiko, dass sich das Motiv beim Waschen aufzieht.
Trevor discussing the inspiration and projects for new embroiderers.
Speaking

Bonus-Designs: Digitale Dateien sinnvoll managen

Teilnehmende erhalten eine Stitchitize-Designsammlung sowie Arizona-inspirierte Designs.

Side panel text detailing the 'Special Gift From Trevor's Family Business'.
Bonus announcement

Die Falle „Dateien sammeln, nie nutzen“

Lass die Dateien nicht einfach im Download-Ordner liegen.

  1. Sichten: In deiner Software öffnen. Stichzahl und Dichte prüfen.
  2. Testen: Ein „Stichproben-Buch“ ist Gold wert. Sticke auf Filz- oder Denim-Resten. Notiere hinten mit Permanentmarker Datum, verwendete Nadel und Stickvlies. So baust du dir eine echte Referenzbibliothek auf.

Event-Logistik & Anmeldung

Trevor nennt zwei Optionen:

  • 13. November (1 Tag): „Sampler“ – gut, wenn du Inspiration willst und einen Überblick.
  • 14.–15. November (2 Tage): „Deep Dive“ – sinnvoll, wenn du die Techniken wirklich beherrschen und reproduzierbar umsetzen willst.
Trevor enthusiastically describing the Arizona-themed designs.
Speaking
Clear display of event dates for the 1-day and 2-day options.
Schedule announcement
Trevor holds up a small blue embroidery hoop containing a vintage patch.
Showcasing sample work

Einschätzung für Gewerbe & Nebenproduktion

Wenn dich die 2-Tage-Option reizt, stößt du vermutlich gerade an Workflow-Grenzen. Stell dir ehrlich diese Fragen:

  • „Verbringe ich mehr Zeit mit Einspannen als mit Sticken?“
  • „Schiebe ich mehrfarbige Designs vor mir her, weil die Fadenwechsel nerven?“

Wenn ja, ist das ein Signal: Specialty-Techniken laufen am besten, wenn du nicht permanent gegen dein Setup arbeitest. Im Text wird als Beispiel eine SEWTECH multi-needle machine genannt, um Fadenwechsel zu entschärfen – und eine ergonomische Einspannstation für Stickrahmen gegen Ausrichtungsstress und Ermüdung.

Continued display of the vintage 1980s embroidery design hoop.
Showcasing sample work
Trevor pointing to the registration website URL on the screen overlay.
Call to action
Trevor wrapping up his message.
Conclusion
Full screen slide detailing the bonus text and teaching syllabus (hooping, stabilizers).
Event details text

Vorbereitungsphase: Der „Flight Check“

Amateure hoffen – Profis prüfen. Bevor du komplexe Techniken (Spitze, Garn, Cutwork) startest, mach die Startbahn frei.

Versteckte Verbrauchsmaterialien & das „unsichtbare“ Werkzeug

Du hast wahrscheinlich Garn und Stoff. Aber hast du auch das?

  • Medical Paper Tape: Zum Fixieren von Mylar/Applikation ohne Klebereste.
  • Gebogene Applikationsschere: Für Cutwork praktisch Pflicht. Gerade Scheren erhöhen das Risiko, in den Stoff zu schneiden.
  • Isopropylalkohol: Um Kleber-/Ablagerungen von der Nadel zu entfernen.
  • Neue Nadeln: Die Größe macht einen Unterschied.
    • Standard: 75/11 Sharp.
    • Garn/Metallic: 90/14 Topstitch (Correction: Größeres Öhr reduziert Reibung).

Warnung: Mechanik- & Personensicherheit
Bei Cutwork oder Fransen arbeitest du beim Trimmen oft nah an der Nadel. Immer einen „Hard Stop“ machen (Pedal weg / Stop drücken), bevor Schere oder Finger in die Nähe der Nadelstange kommen. Ein unbeabsichtigter Start kann zu schweren Verletzungen oder zu einer zerplatzenden Nadel auf Augenhöhe führen.

Prep-Checkliste

  • Nadel-Check: Ist die Nadel frisch? (Wenn sie >8 Stunden gelaufen ist: wechseln.) Ist die Größe passend (90/14 für Garn, 75/11 für Mylar)?
  • Unterfaden-Check: Ist die Unterfadenspule mindestens zu 50 % voll? (Bei Spitze mitten im Lauf leer werden ist fatal.)
  • Stichplatte: Platte abnehmen und Flusen ausblasen. Fransen-Designs produzieren extrem viel Fussel, die Sensoren zusetzen können.
  • Verbrauchsmaterial: Ist dein wasserlösliches Vlies „knackig“ (gut) oder „labberig/feucht“ (schwer sauber einzuspannen)? Bei Bedarf vorsichtig mit Föhn trocknen.

Setup-Phase: Die Physik des Einspannens

Im Programm wird Einspannen explizit erwähnt – und es ist in der Praxis die Variable Nr. 1 für Qualität.

Der Irrtum „trommelfest“

Viele Anfänger hören: „So fest wie eine Trommel einspannen.“ Das ist riskant.

  • Realität: Wenn du Maschenware (T-Shirt) beim Einspannen überdehnst, entspannen sich die Fasern nach dem Ausspannen wieder – die Stiche aber nicht. Ergebnis: Kräuseln/Puckering.
  • Richtiges Gefühl: „Neutral straff“: keine Falten, aber auch keine verzogene Fadenlage/Grainline.

Problem klassischer Schraubrahmen (und was hilft)

Klassische Schraub-Stickrahmen hängen stark von Handkraft und Reibung ab. Typische Folgen:

  1. Rahmenabdrücke: Besonders bei Flor/Velours oft dauerhaft.
  2. Handgelenkbelastung: Limitiert Stückzahlen.
  3. Inkonstanz: Schraube lockert sich bei hoher Geschwindigkeit.

Upgrade-Pfad: Wenn du diese Punkte kennst, lohnt sich der Blick auf Magnetrahmen.

  • Für Haushaltsmaschinen: Schonender für empfindliche Materialien (weniger Rahmenabdrücke).
  • Für Produktion: Schnelles „auflegen und einrasten“ steigert Durchsatz.

Suchbegriffe wie hoop master Einspannstation oder hochwertige magnetische Rahmen passend zu deiner Maschine helfen dir, den Unterschied zwischen „schrauben und hoffen“ und „snap-and-go“ einzuordnen.

Warnung: Sicherheit bei Magnetkraft
Industrie-Magnetrahmen sind sehr stark.
* Quetschgefahr: Finger können beim Schließen sofort eingeklemmt werden.
* Medizinische Geräte: Starke Magnete mindestens 6 inches von Herzschrittmachern oder Insulinpumpen fernhalten.
* Elektronik: Abstand zu Karten/Displays halten.

Setup-Checkliste

  • Ausrichtung: Markierungen am Material treffen die Rahmenmittelmarken.
  • Spannung: Material liegt glatt, aber nicht gedehnt (Fadenlauf/Grainline auf Verzerrung prüfen).
  • Freigängigkeit: Prüfen, ob der Stickrahmen am Maschinenarm frei läuft und nirgends anschlägt.
  • Upgrade-Check: Bei Magnetrahmen sicherstellen, dass die Magnete vollständig sitzen und keine überschüssige Materialdicke eingeklemmt wird.

Betriebsphase: Ausführen & „mit den Sinnen“ überwachen

Jetzt wird gestickt.

Schritt-für-Schritt: Der Ausführungs-Loop

Schritt 1: „Trace“ (Vorflug)

Immer „Trace“/„Design Outline“ laufen lassen. Beobachte die Nadelposition im Verhältnis zur Rahmenkante.

  • Warum: Damit du keine Nadel an der Rahmenkante abbrichst.

Schritt 2: Die ersten 500 Stiche (Gefahrenzone)

Nicht weggehen. Die meisten Fehler (Fadennest, Vlies-Verschiebung) passieren am Anfang.

  • Visuell: Der Faden muss sauber von der Garnrolle laufen – ohne Ruckeln.
  • Akustisch: Ein gleichmäßiges „Surren“ ist gut. „Klappern“ = sofort stoppen.

Schritt 3: Zwischenstopps (Trimmen & Reinigen)

Für Applikation oder Cutwork:

  1. Maschine stoppt.
  2. Stoff trimmen. Schere flach führen. Spitzen leicht nach oben anstellen, damit du nicht ins Vlies schneidest.
  3. Maschine starten.

Schritt 4: Endkontrolle vor dem Ausspannen

Bevor du ausspannst:

  1. Passung prüfen (trifft Kontur auf Füllung?).
  2. Fehlstiche prüfen.
  • Merksatz: Wenn du ausspannst, ist Korrigieren kaum noch möglich. Zweimal prüfen, einmal ausspannen.

Wenn du klein-gewerblich arbeitest, ist Konsistenz deine Währung. Ein dediziertes Stickrahmen für Stickmaschine Setup (gemeint: Mehrnadelstickmaschine mit Zylinderrahmen) kann Stillstand reduzieren, weil du ein Teil im Rahmen lassen kannst, während du das nächste vorbereitest.

Betriebs-Checkliste

  • Speed-Check: Läuft die Maschine auf „sicherer“ Geschwindigkeit (z. B. 600 SPM) statt Maximum?
  • Sound-Check: Klingt es rhythmisch und gleichmäßig?
  • Tension-Check: Siehst du hinten ca. 1/3 Unterfaden (weiß) auf der Rückseite der Satinspalte? (Das ist gute Spannung.)
  • Sicherheit: Hände weg von der Nadelstange während des Laufs.

Troubleshooting: Systematisch statt hektisch

Wenn etwas schiefgeht: nicht raten, sondern strukturiert prüfen.

Symptom Wahrscheinliche Ursache (Low Cost) Wahrscheinliche Ursache (High Cost) Lösung
Faden reißt / franst auf Alte Nadel / minderwertiges Garn Grat an der Stichplatte Nadel auf Topstitch 90/14 wechseln. Hochwertiges Polyester-Garn verwenden.
Fadennest (Unterfaden-Knäuel) Spannung wird „gebaut“: Oberfaden hat den Fadenhebel verpasst. Greifer-/Spulenkapsel-Timing verstellt. Oberfaden komplett neu einfädeln. Beim Einfädeln muss der Nähfuß OBEN sein.
Passung (Lücken / Kontur versetzt) Material im Rahmen gerutscht. X/Y-Riemen der Maschine locker. Festeres Vlies (Cut-Away) nutzen. Für enge/geschlossene Teile Zylinderrahmen für Ärmel einsetzen, um Zug/Drag zu reduzieren.
Kräuseln/Puckering Material beim Einspannen gedehnt. Dichte im Design zu hoch. „Neutral straff“ einspannen. Magnetrahmen verteilen Druck gleichmäßiger.

Ergebnisse & nächster Entwicklungsschritt

Events wie Trevor-Palooza sind stark, um die Möglichkeiten der Maschinenstickerei zu sehen. Die Realität beherrschst du aber im Studio: durch saubere Wiederholung, passende Materialien und ein Setup, das dich nicht ausbremst.

Wenn dir das Ergebnis gefällt, aber der Prozess nervt (ständiges Neu-Einfädeln, Handschmerzen vom Einspannen, ruinierte Teile), nimm diese Reibung ernst. Sie zeigt oft, wo Infrastruktur fehlt:

  1. Problem: Rahmenabdrücke / Handgelenkschmerz. -> Lösung: Magnetrahmen.
  2. Problem: Positionierfehler / schiefe Logos. -> Lösung: Stickrahmen für Stickmaschine kombiniert mit einer Station wie HoopMaster.
  3. Problem: Fadenwechsel / geringe Stückzahl. -> Lösung: SEWTECH Layout / Mehrnadelstickmaschine.

Beherrsche die Variablen – Stickvlies, Stickrahmen, Nadel – und die Maschine liefert reproduzierbar.

Full screen slide detailing the bonus text and teaching syllabus (hooping, stabilizers).
Event details text