Baby Lock Solaris Zierstiche zu Custom Fabric machen (ohne den „Warum ist das ein Chaos?“‑Moment)

· EmbroideryHoop
Diese praxisnahe Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie du auf der Baby Lock Solaris 2 die Zierstich-Bibliothek (Kategorie 6) zusammen mit der Border/Repeat-Funktion (das „Rubik’s-Cube“-Symbol) nutzt, um einen vollflächigen, zweilagigen Custom-Fabric-Hintergrund direkt am Bildschirm aufzubauen. Du lernst die exakte On-Screen-Reihenfolge von der Motivauswahl bis zur Matrixfüllung, wie du Abstände so steuerst, dass sich die Lagen sauber „ineinander“ setzen, und welche Vorbereitungen (Stoff, Stickvlies, Einspannen) Falten, Verrutschen und unnötige Fehlstickereien vermeiden.
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Inhaltsverzeichnis

Wenn du schon einmal auf den Baby Lock Solaris-Bildschirm geschaut hast und dachtest: „Ich weiß, dass diese Maschine mehr kann als das, was ich gerade mache“ – dann ist diese Technik genau so ein „versteckt vor der Nase“-Feature, das deine Hintergrundgestaltung komplett verändert.

Im Video nutzt die Gastgeberin die integrierten Zierstiche der Baby Lock Solaris 2 (die, die wie Nähmaschinenstiche aussehen) und baut daraus eine vollflächige „Custom Fabric“-Fläche im Stickrahmen. Danach legt sie ein zweites Motiv in die Negativräume – und erzeugt so ein komplett neues Textilmuster direkt in der Maschine.

Und ja: Beim ersten Versuch landet man schnell bei einem überfüllten, überlappenden Durcheinander. Die gute Nachricht: Die Lösung ist fast immer eine Kombination aus sauber eingestelltem Abstand, stabiler Einspannung und etwas Geduld mit dem Wiederhol-Tool.

Host holding up a clear orange Kimberbell project bag.
Showing class kit contents

Der „Nicht-Panik“-Realitätscheck: Die Baby Lock Solaris 2 kann Custom Fabric direkt am Bildschirm aufbauen

Das ist weder „von Null digitalisieren“ noch ein reiner Software-Trick. Du nutzt Funktionen, die bereits in der Stickoberfläche der Solaris 2 stecken:

  • Ziermotive in Kategorie 6 (Bibliothek mit dem „Wirbel“-Symbol)
  • Grundlegendes Bearbeiten (Farbe, Größe)
  • Border/Repeat-Funktion (das Symbol, das im Video als „Rubik’s Cube“ beschrieben wird)

Der Nutzen ist besonders für Quilter:innen und Maschinenstickerei-Fans groß: Du kannst einen abgestimmten Hintergrundpanel sticken, der bewusst gestaltet wirkt – als hättest du den Stoff genau so gekauft.

Close up of the 'Dream It, Create It' event flyer featuring Trish Keller.
Promoting upcoming event

Die versteckte Bibliothek finden: Solaris „Embroidery“-Modus + Kategorie 6 Ziermuster (Wirbel-Symbol)

Vom Startbildschirm tippt die Gastgeberin auf Embroidery und navigiert dann zu Kategorie 6 – dem Icon mit Wirbeln/Ziermotiven. Dort sitzen die Designs, die „wie Nähstiche“ aussehen.

Zwei wichtige Hinweise aus der Demo:

1) Einige Icons können ausgegraut sein. 2) Ausgegraute Inhalte können laut Gastgeberin mit neueren Upgrades zusammenhängen.

Wenn deine Kategorie-6-Ansicht anders aussieht als in Tutorials: Nicht sofort an dir zweifeln – häufig ist es schlicht ein anderer Firmware-/Upgrade-Stand.

Camera panning to the Baby Lock Solaris screen.
Transitioning to demo mode
Solaris 2 home screen displaying the 'Embroidery' selection button.
Navigating interface

Warnung: Mechanische Sicherheit: Hände, weite Ärmel und Schmuck immer aus dem Nadelbereich fernhalten – besonders bei dichten, vollflächigen Stickmustern. Solche Stickläufe dauern oft länger als erwartet, und man greift schnell „nur kurz zum Prüfen“ hinein, während die Maschine noch läuft. Schwere Verletzungen können in Sekundenbruchteilen passieren.

Die „unsichtbare“ Vorbereitung, die Profis zuerst machen: Stoff + Stickvlies so wählen, dass die Vollflächenfüllung plan bleibt

Das Video konzentriert sich auf den On-Screen-Workflow – aber ob eine vollflächige Zierstich-Füllung gelingt, entscheidet sich bevor du auf Start drückst.

Wenn du den Stickrahmen bis an die Kante füllst, lässt du die Maschine den Stoff in viele Richtungen wiederholt durchstechen und „ziehen“ (oft 20.000+ Stiche). Physik: Stiche ziehen Material nach innen. Typische Folgen:

  • Wellen/Rippeln: Der Stoff steht wie eine „Kartoffelchip“-Welle.
  • Verrutschen: Die zweite Lage landet nicht mehr mittig.
  • Verzug: Rechteckige Flächen werden schief.

In der Praxis brauchst du ein stabiles „Sandwich“, damit sich das Muster aufbaut – nicht die Welle.

Praktischer Entscheidungsbaum: Stickvlies nach Einsatzzweck wählen

Diese Übersicht hilft, Frust zu vermeiden. Hinweis: „Float“ bedeutet: Stickvlies einspannen und den Stoff obenauf legen, meist mit temporärem Sprühkleber fixiert.

Endverwendung Hauptrisiko Empfohlener Aufbau
Quiltblock / Wandbehang Verzug/Falten Mittleres Cutaway (2.5oz) – bleibt dauerhaft drin und stützt die Dichte.
Handtuch / Rückseite sichtbar Rückseite unangenehm Schweres wasserlösliches Vlies (oben & unten) oder Tearaway (bei geringer Stichzahl).
Patchwork-/Piecing-Hintergrund Schrumpf/Schieben Aufbügelbares No-Show Mesh – verbindet dauerhaft und reduziert das „Kriechen“.

Bei einem kleinen Brustlogo ist rundherum „Luft“. Bei einer vollflächigen Matrixfüllung nicht. Der Stoff steht über das ganze Feld unter kontinuierlicher Stichspannung. Du brauchst den „Trommeltest“: Stoff antippen – klingt/fühlt es sich nicht wie eine straffe Trommel an, ist es zu locker.

Wenn du regelmäßig mit Rahmenspuren (Druckstellen) oder ungleichmäßigem Klemmdruck bei großen Stickläufen kämpfst, ist genau das ein Einsatzbereich, in dem Magnetrahmen für Stickmaschine den Workflow verbessern können. Durch die vertikale Magnetkraft liegt die Stoffebene oft gleichmäßiger an, ohne Fasern so stark zu quetschen – das hilft bei sauberen, randvollen Füllungen.

Vorbereitungs-Checkliste (bevor du den Bildschirm antippst)

  • Nadel prüfen: Mit dem Fingernagel über die Spitze streichen. Spürst du irgendeinen Haken (Grat), wechseln. Eine 75/11 ist für Standard-Baumwolle ein solider Start.
  • Fadenmenge: Vollflächenfällungen fressen Garn. Starte mit einer vollen Spule (mindestens 1000 m).
  • Stoff einspannen: „Trommeltest“ machen. Kein klarer Trommel-Sound? Neu einspannen.
  • Unterfadenbereich: Greifer-/Spulenkapselbereich reinigen. Schon wenig Flusen können bei langen Läufen die Spannung destabilisieren.

Pro-Tipp: Denk an die „versteckten Verbrauchsmaterialien“. Temporärer Sprühkleber (z. B. 505) und Pinzette bereitlegen – die Pinzette brauchst du für saubere Fadentrims zwischen den Lagen.

Basismotiv wählen: Solaris Schneeflocken-Zierstich + „Set“ + Farbe zur besseren Sichtbarkeit ändern

In der Demo scrollt die Gastgeberin zu einem Schneeflocken-Motiv. Es erscheint zunächst klein und schwarz im Raster.

Ihre Reihenfolge:

1) Schneeflocke auswählen 2) Set tippen 3) In Edit die Farbe ändern (sie wählt Teal/Grünblau), damit man es am Bildschirm besser erkennt

Diese Farbänderung ist nicht nur „Optik“ – sie ist ein praktischer visueller Anker, damit du Hintergrund und Vordergrund später sauber trennst.

Menu showing buttonhole options available in embroidery mode.
Demonstrating capabilities
Decorative stitch library showing leaf and vine patterns.
Browsing design library
Selection of the snowflake design, appearing small and black on the grid.
Initial design placement

Motivgröße ausreizen: Solaris „Size“-Tool (von 1.24" × 0.49" auf 2.49" × 0.98")

Als Nächstes nutzt sie das Size-Werkzeug und tippt mehrfach auf „Vergrößern“, bis das Motiv die maximal zulässige Größe für dieses Design erreicht.

Die im Video sichtbaren Größen:

  • Schneeflocke initial: 1.24" × 0.49"
  • Schneeflocke vergrößert: 2.49" × 0.98"

Warum das wichtig ist: Die Wiederholung baut auf dieser „Einheit“ auf. Ist die Einheit zu klein, brauchst du extrem viele Wiederholungen – das erhöht Laufzeit und Risiko für Fadenrisse. Größere Einheiten ergeben oft ein ruhigeres, saubereres Stichbild.

Color palette menu open, changing design color to teal.
Editing design properties

Der Rubik’s-Cube-Button, der alles verändert: Solaris Border Function für eine Matrixfüllung

Jetzt kommt die Funktion, die diese Technik überhaupt möglich macht.

Die Gastgeberin tippt auf das Border Function-Icon – sie beschreibt es als Rubik’s Cube – und beginnt, Wiederholungen hinzuzufügen.

Ihr Ablauf ist sehr konkret:

1) Wiederholungen vertikal hinzufügen, bis eine Spalte entsteht. 2) Dann auf horizontal/Matrix umschalten, um die Breite zu füllen. 3) So lange ergänzen, bis der Stickrahmen mit dem Schneeflocken-Raster gefüllt ist.

Praxisanker: Die Maschine meldet sich typischerweise (Signalton/Pop-up), wenn das Maximum an Designs erreicht ist. Das ist kein Fehler, sondern ein Limit – dann nicht weiter „draufdrücken“.

Screen showing the resize tool maximizing the snowflake dimensions.
Resizing design
Host pointing to the 'Border Function' icon (resembles a Rubik's cube).
Activating repeat function
The entire hoop grid filled with teal snowflakes in a matrix pattern.
Matrix fill complete

Setup-Checkliste (direkt bevor du die Vollfüllung „festnagelst“)

  • Größe bestätigt: Ist das Basismotiv groß genug, um sauber zu sticken?
  • Sichtbarkeit: Ist die Farbe klar vom Raster zu unterscheiden?
  • Limit im Blick: Ist der Rahmen gefüllt, ohne dass du das Limit mehrfach „überdrückst“?
  • Dichte einschätzen: Wirkt es am Bildschirm wie ein geschlossener Farbblock, ist es für Standard-Baumwolle eventuell zu dicht – Wiederholungen reduzieren.

Chaos kontrollieren: Solaris Abstandspfeile nutzen, um Überlappung zu vermeiden und Negativraum zu schaffen

Nachdem die teal-farbene Schneeflocken-Matrix den Rahmen füllt, nutzt sie die Abstandspfeile (Minus/Plus), um die Fläche zu entzerren und bewusst Lücken zu erzeugen.

Genau das trennt „gewolltes Design“ von „Zufallsmatsch“. Sie justiert so lange, bis ein klarer „Kanal“ bzw. eine „Spur“ in der Mitte entsteht.

Removing columns to create spacing between the designs.
Adjusting density

Warum das funktioniert (aus der Praxis)

Beim Layering dekorierst du nicht nur – du managst Stichphysik. Dichte Flächen ziehen Material nach innen; Abstand gibt dem Stoff Raum und schafft eine saubere „Landebahn“ für die zweite Lage.

Wenn du solche Panels später wiederholbar produzieren oder verkaufen willst, zählt konstante Platzierung. Viele Werkstätten gehen dann Richtung Einspannstation, weil damit die Ausrichtung reproduzierbarer wird und weniger Zeit fürs Neueinspannen draufgeht.

Zweites Motiv layern: Add-Menü + vergrößern + auf Rot umfärben + in die Lücke ziehen

Sobald der Hintergrund bewusst Negativraum hat, geht sie zurück zu Add und wählt ein zweites Zierstich-Motiv (ein kleines geometrisches Sternmotiv).

Ihre Reihenfolge:

1) Zweites Motiv hinzufügen. 2) Größer skalieren. 3) Farbe auf Rot ändern. 4) Das Motiv per Drag-&-Drop in die Mitte des Negativraums ziehen.

Wichtiger Moment: Sie färbt kurz das falsche Element um und scrollt dann in der Ebenenliste zum richtigen Layer. Das ist ein typischer Stolperstein: Vor jeder Änderung prüfen, welche Ebene/ welches Objekt gerade markiert ist.

A second single red design placed centrally over the teal background.
Layering step

Lagen „verzahnen“: Rotes Motiv ebenfalls mit Border Function wiederholen, bis es „perfekt dazwischen“ sitzt

Jetzt wendet sie die Border Function auch auf das rote Motiv an.

Ziel ist nicht nur „mehr“, sondern Ausrichtung:

  • Die roten Motive sollen im Negativraum „schweben“.
  • Sie sollen die teal-Schneeflocken nicht berühren (außer es ist genau so gewollt).

Der Rat aus dem Video ist simpel und richtig: Mit den Pfeiltasten den Abstand so lange feinjustieren, bis die Muster optisch „einrasten“. Wenn es am Bildschirm schon gedrängt aussieht, wird es real schnell zu einer extrem dichten, steifen Fläche.

Using the repeat function to multiply the red design into the gaps.
Interleaving patterns

So sieht „fertig“ aus: Vollflächiges, zweifarbiges Custom-Fabric-Muster (14.35" × 8.82")

Wenn beide Lagen sauber ineinander gesetzt sind, zeigt die Solaris ein vollständiges Custom-Fabric-Design, das den Stickrahmen füllt.

Im Video wird die Gesamtgröße mit 14.35" × 8.82" angezeigt.

Damit hast du im Grunde eine neue Textiloberfläche erzeugt – nutzbar für:

  • Hintergrund-Quilt-Effekte
  • Quiltblöcke
  • Saisonale Panels
  • Deko-Akzente im Home-Décor
The final result on screen: a custom two-color fabric pattern filling the hoop.
Final result display

Betriebs-Checkliste (letzter Check vor dem Start)

  • Layer-Kontrolle: Stimmen die Farben (Teal zuerst, dann Rot)?
  • Abstands-Audit: Am Bildschirm reinzoomen. Berühren die roten Sterne die teal-Flocken? Wenn ja: Abstand nachjustieren.
  • Geschwindigkeit: Expertentipp: Bei dichten Flächen die Max-Geschwindigkeit auf 600–700 SPM reduzieren – weniger Reibung, weniger Fadenrisse.
  • Spannung: Kurzen Probestich machen. Auf der Rückseite sollten ca. 1/3 weißer Unterfaden sichtbar sein.

Zwei typische Solaris-Probleme aus dem Video (und die Fixes, die dir den Sticklauf retten)

Symptom Wahrscheinliche Ursache Fix (Low Cost -> High Cost)
Ausgegraute Icons Firmware/Upgrade nicht aktuell In den Maschineneinstellungen die Versionsnummer prüfen. Passendes Baby-Lock-Upgrade/Firmware-Kit installieren.
Unruhige/zu volle Füllung Standard-Abstände in Border Function In der Border Function die Abstandspfeile nutzen. Nicht „10 Reihen erzwingen“, wenn 8 sauber passen.
Konturen/Lagen treffen nicht Nadelablenkung bei Dichte Auf eine neue Topstitch 90/14 wechseln, damit die Nadel bei dichten Lagen stabiler durchdringt.

Der Profi-Grund, der Nacharbeit verhindert: Einspannen, Stoffverzug und reproduzierbare Ergebnisse

Die Solaris macht den On-Screen-Teil angenehm leicht. Was diese Technik still und leise gewinnt oder verliert, ist die Stabilität im Stickrahmen.

Bei einer Matrixwiederholung summiert sich der Zug über das ganze Feld. Wenn der Rahmen nicht sauber hält, rutscht der Stoff minimal – 1 mm hier, 1 mm dort. Am Ende stickt der „zentrierte“ rote Stern plötzlich in die teal-Schneeflocke.

Darum sind erfahrene Anwender:innen so konsequent bei gleichmäßiger Einspannung.

Wenn du empfindliche Stoffe, dicke Lagen oder Materialien mit schnellen Druckstellen einspannst, schauen viele in Richtung Magnetrahmen für babylock Stickmaschinen. Der Grund: gleichmäßige Magnetkraft statt Schraubdruck – weniger Rahmenspuren und weniger „Bounce“, der bei dichten Mustern Passungsfehler provoziert.

Warnung: Magnet-Sicherheit: Magnetrahmen sind sehr stark. Abstand zu Herzschrittmachern/implantierten Geräten halten. Finger aus der „Quetschzone“ beim Schließen. Nicht neben Smartphones, Kreditkarten oder empfindlicher Elektronik lagern.

Aus „Spielerei“ wird Workflow: Wann sich Tool-Upgrades lohnen

Die Gastgeberin nennt es „etwas zum Spielen“ – als Lernansatz genau richtig. Gleichzeitig hat die Technik echtes Potenzial für saisonale Panels oder abgestimmte Quilt-Kits.

Hier ist ein nüchterner Praxisrahmen für Upgrade-Entscheidungen – ohne Hype, nur Zeit und Belastung:

Szenario A: „Meine Handgelenke tun vom Neueinspannen weh.“

Wenn du mehr Zeit damit verbringst, Stoff straff zu bekommen, als zu sticken, ist Einspannen dein Engpass.

Korrektur
babylock Magnetrahmen – Stoff einlegen, Magnete schließen, fertig. Aus 2 Minuten Kampf werden oft Sekunden.
  • Pro-Fix: Bei höherem Durchsatz sorgt eine Magnetische Einspannstation für wiederholbar gerade Ausrichtung und weniger „Augenmaß-Stress“.

Szenario B: „Ich muss 50 Stück für einen Markt machen.“

Viele Farbwechsel und Wiederholungen bedeuten: Bei einer Einnadelmaschine bist du der „menschliche Fadenwechsler“.

Korrektur
Hier spielt eine Mehrnadelstickmaschine ihre Stärke aus: Farben einmal einfädeln, Start drücken, laufen lassen.

Kurzer ROI-Reality-Check

Wenn ein Tool dir nur 3 Minuten pro Einspannung spart und du 20 Rahmen pro Woche machst, ist das eine Stunde pro Woche zurück. Für Platzier-Konstanz wird oft die hoop master Einspannstation als Referenz genannt – nutz das als Maßstab dafür, wie „reproduzierbar“ sich Produktion anfühlen kann.

Kreative Anwendungen, die das Video anstößt: Hintergrund-Quilting, Bordüren und perfekt ausgerichtete Knopflöcher

Die Gastgeberin erwähnt außerdem etwas, das viele übersehen: Du kannst Knopflöcher auf der Stickmaschine machen – du kannst also ein Vorderteil einspannen und die Knopflöcher in Stick-Mode sauber ausrichten.

Und die Custom-Fabric-Technik passt hervorragend zu:

  • Gestickten Bordüren an Säumen
  • Hintergrund-Quilt-Texturen
  • Saisonalen Wandbehängen

Wenn du die Border Function als „Design-Motor“ begreifst – nicht nur als Wiederhol-Knopf – siehst du plötzlich überall „Stoff-Chancen“.

Host holding up the completed 'Let It Snow' wall hanging sample.
Project showcase

Das Ergebnis, auf das du hinarbeiten solltest: Schneller einspannen, sauberere Lagen, weniger Rätselraten

Wenn du zuverlässig:

  1. Ein Basismotiv auswählst und über die Größe die Dichte steuerst.
  2. Den Stickrahmen mit der Border Function füllst.
  3. Klaren Negativraum erzeugst.
  4. Ein zweites Motiv ohne Überlappung „dazwischen“ setzt.

…dann stickst du nicht mehr nur Designs – du produzierst Custom Fabric.

Und wenn du es deinen Händen und deinem Zeitplan leichter machen willst, kann ein baby lock magnetic embroidery hoop (oder kompatible magnetische Lösungen) der nächste praktische Schritt sein. Er hilft, dass der Stoff genau dort bleibt, wo du ihn am Bildschirm geplant hast – für das professionelle Finish, das deine Solaris liefern kann.

FAQ

  • Q: Warum sind bei der Baby Lock Solaris 2 in Kategorie 6 (Ziermuster) im Embroidery-Modus einige Symbole ausgegraut?
    A: Ausgegraute Kategorie-6-Icons hängen bei der Baby Lock Solaris 2 häufig mit dem Firmware-/Upgrade-Stand zusammen – nicht damit, dass du etwas falsch bedienst.
    • Prüfen: In den Maschineneinstellungen die aktuelle Versionsnummer notieren.
    • Aktualisieren: Das passende Baby-Lock-Upgrade/Firmware-Kit für deine Maschine installieren.
    • Erneut prüfen: Zurück in Embroidery → Kategorie 6 (Wirbel-Symbol) und schauen, ob die Bibliothek aktualisiert ist.
    • Erfolgskontrolle: Zuvor nicht verfügbare Motive/Icons sind auswählbar statt grau.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Maschine aus-/einschalten und nach dem Neustart erneut prüfen; bleiben Icons grau, kontrollieren, ob das Upgrade gemäß Baby-Lock-Anleitung vollständig abgeschlossen wurde.
  • Q: Welcher Stickvlies-Aufbau ist für eine vollflächige, wiederholte Zierstich-Füllung auf der Baby Lock Solaris 2 sinnvoll, um Wellen und Verzug zu reduzieren?
    A: Für randvolle Wiederholungen auf der Baby Lock Solaris 2 solltest du den Vlies-Aufbau nach der späteren Verwendung wählen, damit der Stoff während 20.000+ Stichen plan bleibt.
    • Wählen: Mittleres Cutaway (2.5 oz) für Quiltblöcke/Wandbehänge, schweres wasserlösliches Vlies (oben & unten) oder Tearaway für Handtücher (je nach Stichzahl) oder aufbügelbares No-Show Mesh für pieced Hintergründe.
    • Fixieren: Stickvlies sauber einspannen; Stoff nur dann „floaten“, wenn nötig, und beim Floaten mit temporärem Sprühkleber stabilisieren.
    • Festlegen: Vor jeder On-Screen-Wiederholung ein stabiles „Sandwich“ aufbauen.
    • Erfolgskontrolle: Nach dem Sticken bleibt das Panel flach (minimales „Kartoffelchip“-Rippeln) und die zweite Lage landet mittig.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: On-Screen die Wiederholungsdichte/Abstände reduzieren und prüfen, ob für diesen Stoff ein stärker stützendes Vlies nötig ist.
  • Q: Wie prüft man vor einer vollflächigen Matrixfüllung die Einspannspannung auf der Baby Lock Solaris 2, um Verrutschen und Fehlpassung zu vermeiden?
    A: Vollflächige Füllungen auf der Baby Lock Solaris 2 brauchen eine festere und vor allem gleichmäßigere Einspannung als kleine Logos – notfalls neu einspannen, bis der Stoff den einfachen Spannungstest besteht.
    • Antippen: Den „Trommeltest“ machen, indem du den eingespannten Stoff antippst.
    • Neu einspannen: Klingt es dumpf oder fühlt es sich schlaff an, vor dem Sticken straffer neu einspannen.
    • Stabilisieren: Darauf achten, dass Stoff und Stickvlies beim Schließen des Rahmens nicht „kriechen“.
    • Erfolgskontrolle: Der Stoff reagiert klar trommelartig und ist über den Rahmen gleichmäßig straff.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Wenn Klemmdruck Rahmenspuren verursacht oder die Spannung ungleichmäßig ist, auf einen magnetischen Rahmentyp umsteigen, der flacher hält und weniger quetscht (Kompatibilität für Maschine/Rahmengröße prüfen).
  • Q: Welche Checks vor dem Start helfen, Fadenprobleme bei langen, dichten Vollflächen-Stickläufen auf der Baby Lock Solaris 2 zu vermeiden?
    A: Die meisten Ausfälle bei langen Läufen auf der Baby Lock Solaris 2 vermeidest du, wenn du den Job wie „Wartung + Verbrauchsmaterial“ behandelst – nicht nur wie „Design auswählen“.
    • Wechseln: Nadelspitze auf Haken/Grat prüfen und bei jedem „Kratzen“ wechseln (75/11 ist ein sicherer Start für Standard-Baumwolle).
    • Vorbereiten: Mit voller Garnspule starten, weil Vollflächen schnell viel Garn verbrauchen.
    • Reinigen: Spulen-/Greiferbereich reinigen; schon wenig Flusen können bei langen Läufen die Spannung stören.
    • Bereitlegen: Temporären Sprühkleber (z. B. 505) und Pinzette für sauberes Handling und Trims zwischen den Lagen.
    • Erfolgskontrolle: Keine wiederholten Fadenrisse, gleichmäßiges Stichbild von Anfang bis Ende.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Maximalgeschwindigkeit reduzieren und Nadelzustand sowie Flusenbildung erneut prüfen.
  • Q: Wie stellt man bei der Baby Lock Solaris 2 in Border/Repeat (Rubik’s-Cube-Symbol) den Abstand so ein, dass eine Wiederholungsfüllung nicht überfüllt und überlappt?
    A: Wenn eine Wiederholungsfüllung auf der Baby Lock Solaris 2 am Bildschirm schon zu dicht wirkt, ist Abstandseinstellung in Border/Repeat fast immer der richtige Hebel – vor dem Sticken korrigieren.
    • Aufbauen: Wiederholungen hinzufügen, bis der Rahmen gefüllt ist, dann stoppen, sobald die Maschine ein Design-Limit meldet (Signalton/Pop-up).
    • Anpassen: Mit den Minus/Plus-Abstandspfeilen entzerren und bewusst saubere Negativraum-„Spuren“ erzeugen.
    • Prüfen: Reinzoomen und visuell kontrollieren, dass Motive nicht zu einem Block „stapeln“.
    • Erfolgskontrolle: Am Bildschirm sind klare Lücken/Negativräume sichtbar, Motive überlappen nicht (außer bewusst so gestaltet).
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Anzahl Reihen/Spalten reduzieren (keine zusätzlichen Wiederholungen erzwingen) oder das Basismotiv vor dem Wiederholen größer machen.
  • Q: Welche Geschwindigkeits- und Spannungschecks sind auf der Baby Lock Solaris 2 vor einem dichten, zweilagigen Vollflächen-Hintergrund sinnvoll?
    A: Bei dichten, zweilagigen Füllungen auf der Baby Lock Solaris 2 solltest du die Geschwindigkeit reduzieren und die Spannung mit einem kurzen Probestich absichern, bevor du den kompletten Rahmen laufen lässt.
    • Einstellen: Maximalgeschwindigkeit für dichte Flächen auf ca. 600–700 SPM reduzieren, um Reibung und Fadenrisse zu senken.
    • Testen: Einen kleinen Probestich laufen lassen, bevor der volle Rahmen gestartet wird.
    • Prüfen: Rückseite des Probestichs auf ausgewogene Spannung kontrollieren (ca. 1/3 weißer Unterfaden sichtbar).
    • Erfolgskontrolle: Gleichmäßige Stichbildung, keine Schlaufen, sauberes Unterfadenbild.
    • Wenn es weiterhin nicht klappt: Spulenbereich erneut reinigen und Nadelzustand prüfen; wenn Konturen bei Dichte wandern, auf eine Topstitch 90/14 wechseln.
  • Q: Welche Sicherheitsmaßnahmen gelten bei langen, dichten Vollflächen-Stickläufen auf der Baby Lock Solaris 2 und beim Einsatz von Magnetrahmen?
    A: Hände und Magnete ernst nehmen: Die meisten Verletzungen passieren bei „kurzen Checks“ während langer Läufe – und Magnetrahmen können stark einklemmen.
    • Abstand halten: Hände, weite Ärmel und Schmuck vom Nadelbereich fernhalten, solange die Baby Lock Solaris 2 läuft.
    • Warten: Zum Trimmen/Prüfen immer pausieren/stoppen, bevor du in den Bereich greifst.
    • Magnete beachten: Magnetrahmen fern von Herzschrittmachern/Implantaten sowie fern von Smartphones, Kreditkarten und empfindlicher Elektronik halten.
    • Quetschzone: Finger beim Schließen aus der Quetschzone halten.
    • Erfolgskontrolle: Keine Hand im Nadelbereich bei laufender Maschine, Magnetrahmen ohne Fingerkontakt an den Kanten schließen.
    • Wenn es weiterhin schwierig ist: Tempo rausnehmen, besseres Licht/Pinzette nutzen und ein Einspann-Setup wählen, das weniger Handling und Neueinspannen erfordert.