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Wenn du deine Halo gerade eingefädelt hast und sie gleich zum ersten Mal einschaltest, kennst du diese Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Du willst einen sauberen ersten Sticklauf – und gleichzeitig hast du Respekt vor den Klassikern: Nadel in den Rahmen, Fadenknäuel (Bird’s Nest) oder ein Fehler, weil die Maschine „gegen die Realität“ fährt.
Maschinenstickerei ist zu 20% Kreativität und zu 80% sauberer Workflow. In der Produktion zählt nicht, wie schön die Idee ist – sondern ob Setup, Passung und Sicherheitschecks stimmen.
Diese Anleitung bildet den exakten „First Run“-Ablauf aus dem Video nach – aber mit dem Blick eines Produktionsleiters: nicht nur Buttons drücken, sondern mit klaren Prüfungen, eindeutigen Kontrollpunkten und einem Ablauf, der Rahmen-Crashs und unnötige Fehlstarts verhindert.

Keine Panik, wenn der Halo-Touchscreen auf Chinesisch startet – Sprache in unter 60 Sekunden umstellen
Viele industriell angelehnte Maschinen kommen mit Werkseinstellungen aus dem Herkunftsland. Wenn du chinesische Zeichen siehst: nichts ist kaputt, du bist nicht „ausgesperrt“.
So gehst du am Touchscreen vor:
- Einschalten: Hauptschalter umlegen und den Bootvorgang abwarten.
- Bestätigen: Den Startdialog mit der Bestätigungstaste (meist Häkchen/Bestätigungs-Icon) schließen.
- Navigieren: Das Settings-Symbol (Zahnrad) öffnen.
- Auswählen: Das Fahnen-Symbolfeld (typisch für Sprache/Language) antippen.
- Umschalten: English auswählen.
Kontrollpunkt: Die Menüs sollten sofort auf Englisch umspringen. Falls nicht: Maschine einmal neu starten, damit die Einstellung sauber übernommen wird.


Warnung: HÄNDE WEG VOM PANTOGRAPHEN. Drücke nicht „Sew“, „Trim“ und wechsle nicht unüberlegt den Modus (Rot/Blau), solange du dich durch die Sprache noch nicht sicher orientierst. Ein Moduswechsel kann dazu führen, dass der X-Y-Schlitten (Pantograph) zügig in eine Position fährt. Hände aus dem Bereich Nadelstange/Rahmenarme halten, bis du in einem Menü bist, das du sicher erkennst.
Die „unsichtbare“ Vorbereitung, bevor du den USB-Stick anfasst: Modus-Check, Realitätscheck am Faden und saubere Speicher-Gewohnheiten
Bevor wir überhaupt Dateien laden, machen wir einen kurzen „Pre-Flight Check“. In der Stickerei kostet das Überspringen dieser Punkte Nadeln, Rahmen – oder Ware.
1) Modus-Check: Rot vs. Blau
Die Halo arbeitet (wie viele kommerzielle Maschinen) in zwei klar getrennten Zuständen:
- Edit Mode (Rot): „Sicherer“ Bereich. Dateien laden, Farben/Nadeln zuweisen, Designs im Speicher verwalten.
- Drive/Sew Mode (Blau): „Scharf“. Maschine ist bereit zu sticken; viele Edit-Funktionen sind gesperrt.
Aktion: Prüfe, dass das Nadel/Pfeil-Symbol rot ist. Wenn Buttons ausgegraut sind, hängst du sehr wahrscheinlich im blauen Modus.
2) Der kurze Zugtest am Oberfaden (Tension-Realitätscheck)
Im Video liegt der Fokus auf Datei/Bedienung – als Einsteiger*in solltest du zusätzlich sicherstellen, dass der Fadenweg „greift“.
Aktion: Ziehe den Oberfaden in der Nähe der Nadel (bevor du durchs Nadelöhr gehst) gleichmäßig an.
Gefühl/Anker: Es sollte sich nach gleichmäßigem Widerstand anfühlen – nicht komplett „frei“ und nicht so fest, dass du das Gefühl hast, du würdest die Nadel verbiegen.
3) Die DST-„Farbenlüge“ (und warum das völlig normal ist)
Die Maschine arbeitet hier mit DST. DST ist ein sehr verbreitetes Format, enthält aber praktisch keine verlässlichen Farbinformationen.
- Die Falle: Auf dem Bildschirm wirken Farben „falsch“.
- Die Wahrheit: Entscheidend ist, welcher Konus physisch auf welcher Nadel steht.
- Die Lösung: Bildschirmfarben ignorieren und konsequent nach deiner realen Nadelbelegung zuweisen.


Kurze Praxis-Checkliste (was du griffbereit haben willst):
- Fadenschere/Clipper: Zum schnellen Kürzen von Fadenanfängen.
- Unterfaden: Unterfadenspule eingesetzt; Unterfaden sichtbar.
- Ersatznadeln: Wenn die Stickqualität nachlässt oder die Maschine „anders“ klingt, ist ein Nadelwechsel oft der schnellste Fix.
Pre-Flight Check (kurz & hart):
- Modus: Edit (Rot).
- Fadenweg: Oberfaden sauber eingelegt; gleichmäßiger Zugwiderstand.
- Unterfaden: Spulenkapsel sitzt; Unterfaden ist visuell erkennbar.
- Datei: Du weißt, wo die DST auf dem USB liegt.
DST vom USB-Stick in den Halo-Speicher importieren – die Button-Reihenfolge, die zuverlässig funktioniert
USB-Themen sind in der Praxis einer der häufigsten Start-Stolpersteine. Halte dich an eine feste Reihenfolge.
- Einstecken: USB-Stick in den seitlichen Port stecken.
- Designverwaltung: Ordner-Icon antippen.
- Quelle wählen: Unten das USB-Symbol antippen.
- Datei markieren: DST auswählen (im Video erscheint eine rote Umrandung).
- Übertragen: Den grünen „Input“/Download-Pfeil drücken, um in den internen Speicher zu kopieren.
- Speicherplatz: Die Maschine vergibt einen Slot/Nummer (im Video z. B. „2“). Standardwert übernehmen.
- Laden: USB-Ansicht verlassen, im internen Speicher das Design auswählen und öffnen.

Fehlersuche: „Die Maschine erkennt meinen USB nicht“
Diese Punkte tauchen in der Praxis häufig auf (und wurden auch in den Kommentaren angesprochen):
- USB neu formatieren und erneut testen: Wenn der Stick nicht erkannt wird, den USB am PC neu formatieren und nochmal probieren.
- Stick prüfen/tauschen: Manche Sticks haben schlicht einen Defekt oder sind zickig mit der Maschinen-Elektronik.
- Wenn es bleibt: Support/Verkäufer kontaktieren (genau das wird auch als nächster Schritt empfohlen).
Farbwechsel auf echte Nadeln mappen: Warum „Nadel 6 (Rot)“ und „Nadel 7 (Schwarz)“ wichtiger ist als jede Bildschirmfarbe
Jetzt kommt die Brücke zwischen Datei und Maschine.
Im Demo-Design gibt es zwei Farbwechsel:
- Stop 1 → Nadel 6 (physisch Rot eingefädelt)
- Stop 2 → Nadel 7 (physisch Schwarz eingefädelt)
Workflow am Touchscreen:
- Color Palette/Needle Settings öffnen.
- Den ersten Design-Block/Stop auswählen.
- Im Nadelraster „6“ antippen.
- Den zweiten Stop auswählen.
- „7“ antippen.
- OK/Bestätigen.

Praxisprinzip: „Nadelbelegung merken, nicht Bildschirmfarben“
Gerade bei DST gilt: Du arbeitest effizienter, wenn du dir eine feste Nadelbelegung angewöhnst und dann die Stops passend zuweist – statt bei jedem Job die Konen umzubauen.
Laser auf das Loch der Stichplatte kalibrieren – dein wichtigster Helfer für saubere Platzierung
Der Laser ist kein Spielzeug. Er hilft dir, den tatsächlichen Nadeleinstichpunkt sauber zu treffen.
Kalibrierung wie im Video:
- Laser einschalten: Schalter aktivieren.
- Punkt beobachten: Wo trifft der rote Punkt auf der Stichplatte?
- Laser-Modul ausrichten: Das kleine Laser-Modul vorsichtig schwenken/kippen, bis der Punkt genau im Zentrum des Nadel-Lochs sitzt.



Stickrahmen #4 (190×190) am Pantographen einhängen – der Sitz muss „positiv“ greifen
Der Rahmen ist deine mechanische Basis. Wenn er nicht sauber sitzt, riskierst du Versatz, Vibrationen oder im schlimmsten Fall einen Crash.
Ablauf:
- Rahmen wählen: Stickrahmen #4 (190×190 mm).
- Einschieben: Die Halterungen/Brackets unter die Rahmenarme führen.
- Einrasten: So weit schieben, bis er spürbar fest sitzt (im Video wird betont: „positively engaged“).
- Sitz prüfen: Sichtcheck: Rahmen liegt gerade/plan und bewegt sich sauber mit dem Arm.

Praxis-Hinweis: Rahmenspuren & Handbelastung – warum viele auf Magnetrahmen umsteigen
Standard-Tubularrahmen arbeiten mit Druck und Reibung. Das kann bei empfindlichen Materialien Rahmenspuren hinterlassen und bei Stückzahlen körperlich anstrengend werden.
- Risiko: Rahmenspuren (Rahmenabdrücke) auf sensiblen Stoffen; hoher Kraftaufwand bei Serien.
- Warum viele danach suchen: Genau deshalb taucht in der Praxis oft der Begriff magnetic embroidery hoop auf – Magnetrahmen klemmen schnell und gleichmäßig, ohne „nachzuschrauben“.
Warnung: Quetschgefahr. Beim Einhängen Finger nicht um die Halterung legen. Da, wo Rahmen und Arm zusammenkommen, können Finger eingeklemmt werden.
Software-Rahmenwahl muss zum physischen Rahmen #4 passen – so vermeidest du den Rahmen-Crash
Eine der häufigsten Ursachen für Schäden ist ein falscher digitaler Rahmen: Die Maschine „denkt“ größer/anders als der eingehängte Rahmen.
So stellst du es korrekt ein:
- Rahmen-Icon (unten links) antippen.
- Rahmen #4 auswählen.
- Set frame origin bestätigen.
Kontrollpunkt: Auf dem Bildschirm erscheint eine blaue Begrenzung (Rahmen-/Stickfeld). Liegt das Design außerhalb, ist das ein klares Stop-Signal.

Safety-Gate Checkliste:
- Mechanisch: Rahmen sitzt fest und gerade.
- Digital: Software zeigt Rahmen #4.
- Freigängigkeit: Stoff liegt nicht unter/zwischen Rahmenarmen eingeklemmt.
- Laser: Für Trace eingeschaltet und kalibriert.
Design positionieren (Pfeilgeschwindigkeiten) und dann Trace fahren – der ruhige Weg, Fehler vor dem Start zu finden
Nicht ohne Trace starten. Trace ist dein Realitätscheck.
- Positionieren: Mit den Pfeilen den Pantographen bewegen.
- Doppelpfeile: schneller Weg.
- Einfachpfeile: fein zum Zentrieren.
- Zentrieren: Bei Bedarf die Zentrierfunktion nutzen.
- Trace: Lupe/Trace-Icon drücken.
Beobachtung: Der Laser zeigt dir den Umriss/Perimeter.
- Trifft der Laser den Rahmen? Stopp → Design nach innen schieben.
- Läuft der Umriss vom Stoff? Stopp → neu einspannen/Material anders platzieren.


Praxis-Entscheidung: Material vs. Vlies (Grundlogik)
Der erste Testlauf soll reproduzierbar sein – nicht geraten.
| Wenn dein Material… | Dann nimm… | Warum? |
|---|---|---|
| Gewebe (z. B. Baumwolle/Canvas) | Tearaway (ggf. 2 Lagen) | Material ist stabil; Vlies stützt vor allem die Einstiche. |
| Maschenware/Stretch (T-Shirt, Polo, Hoodie) | Cutaway (mittlere Stärke) | Maschenware gibt nach; Cutaway stabilisiert dauerhaft. |
| Hochflor (Frottee, Fleece) | Solvy Topper + Cutaway | Topper verhindert, dass Stiche im Flor „versinken“. |
Produktionsnotiz: Wenn du merkst, dass Einspannen/Positionieren dein Engpass ist, helfen Tools für Wiederholgenauigkeit: eine Einspannstation für Stickmaschine für konstante Ausrichtung – oder Magnetrahmen für Stickmaschine, um dicke/mehrlagige Teile schneller und gleichmäßiger zu klemmen.
Automatikmodus vor dem Start wählen – damit Farbwechsel nicht „überraschen“
Im Video wird der Automatik-Button mit den Nadel/Pfeil-Icons gezeigt. Für den gezeigten Workflow ist Fully Automatic sinnvoll.
- Ergebnis: Die Maschine nutzt die zuvor zugewiesenen Nadeln (hier 6 und 7) und läuft den Farbwechsel entsprechend ab.
Wenn du auf „Manual“ bleibst, stoppt die Maschine nach Farbwechseln und wartet auf deinen Start – das ist im Produktionsfluss unnötig langsam.
Starten: Laser aus, Fadenanfang im Blick, Stop ist dein Freund
Jetzt geht’s los – aber kontrolliert.
Ablauf wie im Video:
- Zurück: Ins Haupt-/Sew-Screen.
- Laser aus: Ausschalten (im Video wird empfohlen, ihn beim Start auszuschalten).
- Start: Den physischen grünen Start-Button drücken.
Praxis-Protokoll „erste Stiche“: Finger in Stop-Nähe lassen. Wenn ein loser Fadenanfang sichtbar ist: Stop, Faden kürzen, Resume/Start.

Kurz-Check während des Laufes:
- Laser: Aus.
- Stop-Taste: Sofort erreichbar.
- Fadenanfang: Keine Schlaufe, die eingestickt wird.
Nach dem Fertigstellen: Rahmen entnehmen und von Drive Mode zurück in Edit Mode
Nach dem Stickende:
- Rahmen entnehmen: Clips lösen und den Rahmen gerade herausziehen (nicht verkanten).
- Modus zurück: Den blauen Modus-Button drücken und zurück in Edit Mode (Rot) wechseln. Das reduziert das Risiko, dass du beim nächsten Handling versehentlich startest.

Typische Fragen aus der Praxis (aus den Kommentaren): Unterfaden wechseln, Nadeln wechseln, USB wird nicht erkannt, Handbuch-Sprache
„Wie wechsle ich den Unterfaden / die Spule?“
Dazu wird auf ein separates Einfädel-/Threading-Video verwiesen, in dem auch das Einsetzen von Spule und Spulenkapsel gezeigt wird (inkl. Zeitmarke).
„Wie oft muss ich die Nadeln wechseln?“
Eine feste Zahl ist bei Mehrnadelstickmaschinen schwer, weil Material, Geschwindigkeit und Laufzeit stark variieren. Als Faustregel aus der Praxis:
- Wenn die Maschine nicht mehr sauber stickt, ist das ein klares Zeichen.
- Wenn sie anders klingt oder „dumpf durch das Material schlägt“, ist ein Nadelwechsel oft der schnellste Test.
„Mein USB wird nicht erkannt – es steht da, es sei kein USB eingesteckt“
In den Kommentaren wird als erster Schritt empfohlen: USB neu formatieren und erneut testen. Wenn es weiter Probleme gibt: Verkäufer/Support kontaktieren.
„Gibt es ein Handbuch in meiner Sprache?“
In den Kommentaren wird erwähnt, dass nicht jede Sprache verfügbar ist. Wenn du im Alltag trotzdem schneller werden willst: Erstelle dir eine kleine Bedien-„Spickzettel“-Liste (z. B. welche Icons für Trace, Farben, Rahmen stehen) – so reduzierst du Fehlklicks im Betrieb.
Upgrade-Pfad, der wirklich Sinn ergibt: Engpass beheben statt „irgendwas kaufen“
Du hast den ersten Sticklauf geschafft. Der nächste Schritt ist nicht „mehr Zubehör“, sondern: Was bremst dich gerade?
Szenario A: „Rahmenspuren / Handgelenke tun weh / Einspannen dauert ewig.“
- Diagnose: Standardrahmen sind bei Serien und empfindlichen Materialien oft der Engpass.
- Option: Magnetrahmen für Stickmaschine – Magnetrahmen klemmen schnell und gleichmäßig und reduzieren den Kraftaufwand.
Warnung: Magnet-Quetschgefahr. Starke Magnete können Finger einklemmen. Abstand zu medizinischen Implantaten einhalten.
Szenario B: „Meine Platzierung ist schief.“
- Diagnose: Einspannen/Ausrichtung ist nicht reproduzierbar.
- Option: Einspannstation für Stickmaschinen – eine Einspannstation hilft, Kleidung/Teile wiederholgenau auszurichten, bevor du an die Maschine gehst.
Szenario C: „Ich verliere Zeit durch Rahmenwechsel/Umrüsten.“
- Diagnose: Workflow-Reibung.
- Option: Viele vergleichen Systeme wie mighty hoop Magnetrahmen für ricoma oder ähnliche Magnetlösungen – wichtig ist, dass das System zu deiner Maschine/Armaufnahme passt.
Arbeite zuerst sauber nach Checkliste, bestätige mit Trace, und rüste dann auf, wenn dein Volumen es verlangt.
FAQ
- Q: Wie stelle ich die Touchscreen-Sprache der Halo-Stickmaschine von Chinesisch auf Englisch um, ohne dass der Pantograph ungewollt losfährt?
A: Öffne im Edit Mode (Rot) die Einstellungen (Zahnrad) und wähle über das Fahnen-/Language-Symbol „English“. Halte dabei die Hände aus dem Pantographenbereich, bis du die Menüs sicher lesen kannst.- Maschine einschalten und den Startdialog bestätigen.
- Zahnrad (Settings) antippen.
- Fahnenfeld (Language) antippen und „English“ auswählen.
- Wenn die Sprache nicht „hängen bleibt“: Maschine einmal neu starten.
- Erfolgskontrolle: Menüpunkte erscheinen direkt (oder nach Neustart) auf Englisch.
- Wenn es weiterhin nicht klappt: Nicht in Sew/Drive wechseln; anhand der Icons im Hauptmenü erneut in die Einstellungen gehen.
- Q: Wie kann ich als Anfänger*in den Oberfaden-Zug (Tension) schnell prüfen, um Fadenknäuel oder Fadenrisse zu vermeiden?
A: Ziehe den Oberfaden in der Nähe der Nadel (vor dem Einfädeln durchs Nadelöhr) gleichmäßig an und achte auf einen konstanten, moderaten Widerstand – nicht „komplett lose“ und nicht extrem fest.- Oberfaden vorsichtig ziehen und auf gleichmäßigen Widerstand achten.
- Wenn es sich zu frei anfühlt: Fadenweg neu einlegen und sicherstellen, dass der Faden in den Spannungsscheiben sitzt.
- Wenn es extrem schwer geht: Fadenweg prüfen und neu einfädeln.
- Erfolgskontrolle: Gleichmäßiger Zug ohne Ruckeln.
- Wenn es weiterhin auffällig ist: Komplett neu einfädeln und den Sitz im Spannungssystem prüfen.
- Q: Warum zeigen DST-Designs auf der Halo „falsche Farben“, und wie ordne ich Stops echten Nadeln zu (Beispiel: Nadel 6 Rot, Nadel 7 Schwarz)?
A: DST-Dateien enthalten keine verlässlichen Farbinformationen. Ignoriere daher die Bildschirmfarben und weise jeden Stop der Nadelnummer zu, auf der der passende Faden physisch eingefädelt ist.- Color Palette/Needle Settings öffnen.
- Stop 1 auswählen und Nadel 6 antippen (wenn Nadel 6 physisch Rot ist).
- Stop 2 auswählen und Nadel 7 antippen (wenn Nadel 7 physisch Schwarz ist).
- Erfolgskontrolle: Stop 1 → 6 und Stop 2 → 7 sind sichtbar und passen zur realen Nadelbelegung.
- Wenn es nicht passt: Prüfe die Konen auf den Nadelstangen – nicht den Bildschirmfarben vertrauen.
- Q: Wie importiere ich eine DST vom USB in den internen Halo-Speicher, wenn die Maschine den USB-Stick nicht erkennt?
A: Öffne die Designverwaltung, wechsle über das USB-Symbol auf den Stick und kopiere die Datei mit dem grünen „Input“-Pfeil in den internen Speicher. Wenn der Stick nicht erkannt wird, formatiere ihn neu und teste erneut.- Maschine aus, USB einstecken, Maschine wieder einschalten.
- USB am PC neu formatieren und erneut testen (das wird als erster Schritt empfohlen).
- Ordner/Design Management öffnen, USB-Symbol antippen, DST auswählen, grünen „Input“-Pfeil drücken.
- Erfolgskontrolle: Das Design erscheint in einem internen Speicherplatz (z. B. Slot/Nummer) und lässt sich von dort laden.
- Wenn es weiterhin nicht geht: Anderen USB-Stick testen und bei Bedarf Verkäufer/Support kontaktieren.
- Q: Wie verhindere ich einen Rahmen-Crash („frame strike“), wenn ich Stickrahmen #4 (190×190) am Pantographen nutze?
A: Rahmen #4 mechanisch sauber einrasten lassen und anschließend in der Software ebenfalls Rahmen #4 auswählen und „Set frame origin“ setzen, bevor du startest.- Rahmen einschieben, bis er fest sitzt (positiv eingerastet).
- Sichtcheck: Rahmen liegt gerade und ist sicher in den Armen.
- Rahmen-Icon antippen, Rahmen #4 wählen, „Set frame origin“ bestätigen.
- Erfolgskontrolle: Die blaue Begrenzung passt und das Design bleibt innerhalb des Stickfelds.
- Wenn etwas nicht stimmt: Nicht starten – Rahmenwahl korrigieren und Trace erneut laufen lassen.
- Q: Was ist die sicherste Methode, Trace auf der Halo zu nutzen, um Platzierungsfehler vor dem Start zu erkennen?
A: Positioniere das Design mit den Pfeilen (schnell/fein) und fahre dann Trace ab, während du den Laser-Umriss beobachtest.- Doppelpfeile für schnelle Bewegung, Einfachpfeile für Feinjustage.
- Trace/Lupe starten und den Laserweg beobachten.
- Sofort stoppen, wenn der Umriss den Rahmen berührt oder vom Stoff läuft; dann neu positionieren oder neu einspannen.
- Erfolgskontrolle: Der Umriss bleibt vollständig auf Stoff und innerhalb des Rahmens.
- Wenn es nicht passt: Digitale Rahmenwahl vs. physischer Rahmen erneut prüfen und sicherstellen, dass kein Stoff unter den Armen eingeklemmt ist.
- Q: Was ist ein sinnvoller Upgrade-Pfad, wenn Standard-Tubularrahmen Rahmenspuren verursachen, die Hände belasten oder die Produktion verlangsamen?
A: Erst Technik stabilisieren (Trace, korrekter Rahmen, saubere Stop-Zuweisung), dann gezielt Tools nach Engpass ergänzen (Magnetrahmen/Einspannstation) – und erst danach über größere Produktions-Upgrades nachdenken.- Level 1 (Technik): Trace bei jedem Job, korrekter Rahmen in Software + Maschine, Stops sauber auf Nadeln mappen.
- Level 2 (Tool): Magnetrahmen bei Rahmenspuren/Handbelastung; Einspannstation bei schiefer Ausrichtung.
- Level 3 (Kapazität): Mehr Output erst dann, wenn Setup-Fehler und Einspannen reproduzierbar sind.
- Erfolgskontrolle: Weniger Rahmenspuren, weniger Ausschuss, schnelleres und wiederholgenaues Einspannen.
- Wenn es weiterhin hakt: Pre-Flight Check (Modus Rot, Unterfaden sichtbar, Rahmenwahl korrekt, Trace) konsequent erneut durchgehen.
